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||| DIE GEIERWALLY IN GRENZGANG | MICHEL LENTZ : EGO IM EXTREMEN | KLANGAPPARAT

DIE GEIERWALLY IN GRENZGANG

czz icon listening white smAls wagemutige Mädel wurde sie Legende , noch ehe sie sich als Porträt- und Blumenmalerin einen Namen machte . Zu Weltruhm gelangte die Lechtaler Büchsenmachertochter Anna Stainer-Knittel (1841-1915) allerdings als Titelheldin von Wilhelmine von Hillerns 1875 erschienenen Heimatroman “Die Geier-Wally” , welchem 1880 eine weithin gespielte Bühnenfassung folgte und 1892 die lyrische Oper “La WallyAlfredo Catalanis .

Legende und Name danken sich jener Anekdote aus der Jugend Anna Stainer-Knittels , die sich – dem damals gängigen Usus zum Schutz der Schafe folgend – als Siebzehnjährige zum Ausnehmen eines Adlerhorstes in einer Felswand abseilen liess . Im Roman werden daraus ein Geiernest und ein Jungvogel , den das Mädchen bewahrt . Und richtig hangt dieser Wally , die zutraulich mit dem Tier der Gebirgswildnis verkehrt , ein gehöriges Mass an Wildheit und Widerstand gegen familiäre und dörfliche Normen an . Statt sich von ihrem Vater in eine standesgemässe Ehe drängen zu lassen , nimmt sie den Verstoss in die Bergeinsamkeit in Kauf , wenig mehr als ihrem Geier “Hansl” im Ranzen . Sie hat es allein auf den als Bärentöter und Stierbändiger heldenhaften Joseph abgesehen , welcher den Wildfang indes zunächst schnöde verschmäht .

Bergmythen , drastische Bilder , eine von dramatischen Wendungen pralle Handlung instrumentieren das Motiv “Der Widerspenstigen Zähmung” . Eine Geschichte wie gemacht zur Interpretation für das schweizerisch- deutsche Kabarett- Ensemble Geschwister Pfister , das in der Vergangen wiederholt alpine Klischees aufs Korn nahm . Ihre CD-Einspielung der “Geierwally” besticht mit fulminanter Stimmdramaturgie und virtuosem Sprachwitz , welche den pathetischen Stoff nicht einfach der Lächerlichkeit preisgeben , sondern geschickt zwischen Ernst und Ironie tarieren . Von musikalischen Interludien der Gruppe Mnozil Brass assistiert , gelingt hier ein dem Thema bestens gemässer ästhetischer Grenzgang . ( more … )

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MICHEL LENTZ : EGO IM EXTREMEN

czz icon listening black smDass Michael Lentz , Professor am Leipziger Literaturinstitut , sich in keiner Weise die Hörner heftigen Sprachbegehrens abgestossen hat , erweist eine CD-Edition , die zwei performativ ausgereifte Produktionen für den Bayerischen Rundfunk vorstellt . Beide Male geht es um psychische Extremsituationen , die in weitgehend monologischer Entäusserung vorgeführt werden .

Redet , schreit , lärmt und hämmert Lentz’ in “muttersterben” ( 2002 ) zunächst gegen das Unfassbare des Todes an , bezieht seine zirkuläre Suada immer weiter reichende Umstände des Dahinsiechens mit ein : die Schicksalsergebenheit der Moribunden , die Maschinerie des Spitals .

Wo es Lentz’ rasend zentrifugalen Spiralen nicht gelingt , das Unsägliche “kleinzureden” , akzentuieren Zitate aus Josef Anton Riedls metallisch krachender “Paper Music II” die sprachliche Karambolage mit dem status quo .

Eine wesentlichere Rolle spielen Ernst Horns Kompositionen im rezenteren Sprechstück “klinik” ( 2008 ) . Die irisierenden Schwebungen sind dazu angetan , die Wahrheit des Gesagten zu unterminieren . Subtil sind in der sensiblen Dramatisierung einer Psychose Indizien platziert , die anfängliche Annahmen zunichte machen . Was beim Rasieren vor dem Spiegel als Selbstgespräch beginnt , wird von einer fernmündlich weiblichen Stimme gestört , die – angeblich aus einer psychiatrischen Klinik – dem Sprecher ihre Liebe andient .

Zunehmend gerät dem scheinbar gesunden Protagonisten die Telefonie zum Medium jenes Stimmenhörens , welches die unsichtbare Anonyma auf der anderen Seite quält . Dabei ist Situation des Erzählers längst unmerklich ins Kippen geraten , sodass das Finale des vexierenden Hörstückes uns im Unklaren darüber lässt , wem denn dieses Stimmenhören eigentlich widerfahre .

Sophia Siebert gibt ein treffliches Alter Ego , dessen rheinischer Zungenschlag dem Motiv einer Dissoziation im Echoraum fremder Einflüsterungen frappierende Dringlichkeit gibt . ( more … )

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KLANGAPPARAT

Welch eigene Ästhetik aus elektronischen Störgeräuschen zu gewinnen und effektreich einzusetzen sei , haben der legendäre BBC Radiophonic Workshop sowie Neue Musik ( musique concrète ) czz-hoerempfehlung seit den 1960er Jahren auf hohem Niveau erkundet . Den rechten Pop- Appeal erhielten musikalische eingebettetes Zischen , Rauschen und Knacksen allerdings erst mit der breiten Durchsetzung musikbegabter Heimelektonik : Ende der 1990er haben die Compilations “Clicks and Cuts” sowie das Lo- Fi- Label Mego Massstäbe für ein Genre gesetzt , welches heute onomatopoetisch als “glitch” figuriert .

Eine ebenso spannende wie humorvolle Playlist zum Thema hat DJ Soma für Sonic Walker zusammengestellt : “Glitchheart” lädt nicht nur zu einer auditiven Reise durch sonderbare Sound- Substanzen ein , sondern demonstriert eindrücklich die kompositorische Plausibilität mehr oder weniger gezielten Störens .

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NEUES VON FREUNDEN

||| LITERATUR ALS RADIOKUNST – JAHRESRÉSUMÉE 2009 | STAATSOPERETTEN . KUNSTVERSTÖRUNGEN | DAS KULTURELLE KLIMA DER 1970ER JAHRE | 30 JAHRE RITTER- VERLAG | RITTERBOOKS | KLANGAPPARAT

jetzt Kreisgedicht Anatol Knotek

Anatol Knotek : jetztrekursions-poesie | circle-poems

czz-neuesvonfreundenZwei oder drei Dinge , die uns die die Literatur heute zuträgt , infiltrieren diese 62. Ausgabe der “Neues von Freunden“- Literaturnachrichten mit besonderer Freude . Zum Ersten ist die Redaktion von in|ad|ae|qu|at stolz , verkünden zu dürfen , dass “Salon“- Autor ( und “Literatur als Radiokunst“- Kandidat 2010 ) Christian Steinbacher souverän den Sieg des Literaturwettewerbs Wartholz davongetragen hat : Sein Text “Kaum konzertante Konzentrate“ sollten den mit € 10.000.- dotierten Jurypreis redlich ( & sprechtechnisch ! ) verdienen . Gratulation !

Zum Zweiten dürfen wir per Titel- und Finalemblem den österreichischen Künstler Anatol Knotek vorstellen , welcher auf seinem Weblog “Visuelle Poesie” sowie via Twitter das typographische Genre pfiffig ins digitale Zeitalter transponiert . Wir hoffen , in Zukunft weitere Werke präsentieren zu dürfen .

Drittens schliesslich harrt dem Literarischen Leben Wiens eine besonders dicht gepackte Kalenderwoche 6 , deren Programmpunkte wir hier & heute nur kurz anreissen , um einzelnen Ereignissen zu gegebenem Zeitpunkt eigene Features angedeihen zu lassen .

Der einzige Schatten , welcher auf diese Nachrichten fällt , ist der Umstand , dass der für heute , 8. 2. angekündigte Abend der Reihe “Doppelte Buchführung” ( mit Jürgen Benvenuti und Nico Bleutge ) in der Alten Schmiede um einen Monat auf Montag , 8. 3. 2010 ( mit Ruth Schweikert und Nico Bleutge ) verschoben wird .

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LITERATUR ALS RADIOKUNST – JAHRESRÉSUMÉE 2009

czz-neuesvonfreundenWie schon in den vorigen Jahren stellt das im Rahmen des ORF- Kunstradio angesiedelte Projekt “Literatur als Radiokunst” die vier, während eines Produktionsjahrs gesendeten Mehrkanal- Arbeiten ( 5.1- Surround Sound ) vor. Gemeinsam ist den rund 15-minütigen Autorenproduktionen , dass Text und Stimme im Mittelpunkt der auditiven Werke stehen . Dem einzelnen Künstler fällt damit die Rolle sowohl des Urhebers als auch des Interpreten , des Regisseurs und – gemeinsam mit kundigen Tonmeistern – die des Bearbeiters am digitalen Mischpult zu .

Im Literatischen Quartier erklingen die vier Produktionen in voller Länge : In Anwesenheit der Autoren und in aufwendigem Surround – Aufbau .

Zwei geradezu gegensätzliche poetische Temperamente manifestieren sich in den ersten beiden vorgestellten Klangwerken . Während der Schweizer Urs Allemann mit “verlautbarung” eine virtuos-irrwitzige Sprachphantasie über Wort und Thema ( radiophoner ) Verlautbarungen permutiert , sucht der junge Oberösterreicher Richard Obermayr mit seinem Stück “stillgelegt” skrupulös nach dem Anlauten von Erinnerung – und deren Verhallen .

Mit Sabine Scho und Nico Bleutge sind im zweiten Teil der Präsentationen zwei jüngere Poeten zu vernehmen , deren jüngste Gedichtbände für Aufsehen sorgten . In ihren radiophonen Débuts kommen in Sabine Schos “grober rundfunk” Einwände gegen den “schalltoten Raum” des Aufnahmestudios zur Sprache . Nico Bleutges “Wasser . Steine” wendet sich jener Kakophonie von literarischen , kulturellen und widersprechenden Assoziationen zu , welche den Schreibprozess begleiten . Womit das Radio hier zum “Suchtfunk” , dort zur Metapher des poetischen Weltempfängers wird .

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AUSSTELLUNG | FILM | RAHMENPROGRAMM : STAATSOPERETTEN . KUNSTVERSTÖRUNGEN | DAS KULTURELLE KLIMA DER 1970ER JAHRE

czz-neuesvonfreundenAusgehend von einem geradezu als Kulturkampf ausgetragenen Skandal um den von Regisseur Franz Novotny und dem Komponisten Otto M. Zykan 1977 für das österreichische TV realisierte Film “Staatsoperette” liefert die von Evelyne Polt- Heinzl und Irene Suchy kuratierte Ausstellung ( plus Katalogbuch ) nicht nur Bausteine zu einer ästhetischen , kulturgeschichtlichen und ( kunst- ) soziologischen Geschichte der Avantgarden , sondern mutatis mutandis auch ein analytisches Perspektiv auf gegenwärtige Verhälnisse .

Die legendäre TV-Produktion Staatsoperette … sorgte vom Projektbeginn 1975 bis zur Ausstrahlung im November 1977 für aufgeregte Diskussionen in der österreichischen Öffentlichkeit. Zu einem wesentlichen Teil hatte die Erregung mit dem Filmthema zu tun: die österreichische Geschichte der Zwischenkriegszeit bis zum Bürgerkrieg im Februar 1934.

Doch die Staatsoperette fällt auch in ein Jahrzehnt der leicht zu staatspolitischen Affären aufgeheizten Kulturkämpfe. Ob Wolfgang Bauers Gespenster, Helmut Zenkers Kottan ermittelt, die Alpensaga von Peter Turrini und Wilhelm Pevny, Valie Exports Film Unsichtbare Gegner, das blumenstück von Gerhard Rühm oder Herbert Achternbuschs Das Gespenst – immer schlugen die Wellen des Volkszorns hoch, und rasch reagierten konservative Politiker mit parlamentarischen Anfragen zur ‘widerrechtlichen’ Verwendung von Steuergeldern. In allen Fällen aber war schon wenige Jahre später die Aufregung von einst kaum mehr nachvollziehbar.

Staatsoperetten. Kunstverstörungen. beleuchtet erstmals und umfassend das kulturelle und kulturpolitische Klima der 1970er Jahre und macht ein historisch nahes und mental fernes Kapitel der österreichischen Literatur- und Fernsehgeschichte neu lesbar.

Ein zur Ausstellung produziertes Video “Staatsoperette – eine Affäre als Puppenspiel“ ( Nikolaus Habjan , Irene Suchy ) wird angespielt . In volle Länge ist das Puppentheater am Dienstag , 16. 2. sowie Donnerstag , 25. 2. zu sehen . Die originale “Staatsoperette” ist übrigens in wohlfeiler DVD- Edition erhältlich .

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30 JAHRE RITTER- VERLAG | RITTERBOOKS

czz-neuesvonfreundenIn unglaublichen dreissig Jahren hat das Literaturprogramm des Klagenfurter Ritter- Verlags ( aka Ritterbooks ) ohne Dogma und mit ungeheurem Engagement für sperrige Texte nicht nur viele kühne Débuts ermöglicht , sondern avancierte nachgerade zu einem jener Verlage , bei welchen die potenteren Grosshäuser immer mal wieder ihre Limousinen halten liessen , um diese Autorin , jenen Autor gepflegt in ihr eigenes Programm zu hieven . Die Radikalität , mit welcher der langjährige Lektor Ralph Klever ( jetzt : Klever- Verlag ) sich engagiert dem Einzeltext widmete , manifestierte sich auch in einer als Marke kenntlichen Cover- Gestaltung , deren weitgehende Uniformität Stoff für vielerlei Debatten lieferten .

Paul Pechmann , dem jetzigen Leiter des Ritter- Literaturprogramms ist es hoch anzurechnen , sich nicht als “neuer Besen” zu gebärden , sondern den neugierigen Blick auf selten zu lesende Texte ebenso beizubehalten wie die Treue zu den bisherigen Ritter- Autoren und Autorinnen und : zum vertrauten Design . Kurz :

Ein Verlag, der nicht den ewigen Gleichstrom der Erzählliteratur produziert und just durch die dezente Aufmachung seiner Bücher bewusst macht, wie abstoßend die marktschreierischen Praktiken sind, womit viele Verlage Kritik und Leser zu ködern versuchen. ( Wendelin Schmidt- Dengler über den Ritter Verlag )

Unter Moderation Paul Pechmanns spricht Franz Schuh über die Anfangsgründe des Verlages und liest aus den bereits zu Klassikern avancierten Bänden “Liebe , Macht und Heiterkeit” sowie “Das phantasierte Exil – Essays” . Crauss ( home ) präsentiert den Ende 2009 erschienenen Prosaband “Motorradheld” . Ilse Kilic hat eine Collage aus ihren sechs bei Ritter erschienenen Büchern zusammengestellt ; Franzobel schliesslich präsentiert das gemeinsam mit Franz Novotny ( siehe oben ! ) erarbeiteten Filmskript “FILZ oder ein Wirtschafts-Flip- Flop- Schmier- Film , auch Exit III genannt” .

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fehlt Kreisgedicht Anatol Knotek

Anatol Knotek : fehltrekursions-poesie | circle-poems

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KLANGAPPARAT

Einen nachgerade betörenden Klangkosmos in der Schnittmenge zwischen Downbeat , Ambient und Trip Hop liefert der Budapester Produzent Niteffect mit den nicht weniger als 24 Takes der eben bei czz-hoerempfehlungkreislauf erschienenen Release “Plug and Lay Session @ Cöxpon” : Hier geht es dezidiert um ein experimentelles Durcharbeiten zu atmosphärischen Stimmigkeiten ; bewusst wird das Ego des Komponisten hintan gehalten bzw. buchstäblich unterspielt .

Klanglandschaft , Traumraum , auratisches Aggregat : Hier lässt es sich trefflich verweilen . Re- Play !

CLICK LINK TO LISTEN TO STREAM ( WMP )

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Salon Littéraire | Lisa Spalt : TULPE 2/5 | Textkarte 1 – (Ritual)

Literatur @ in|ad|ae|qu|at : Der SALON LITTÉRAIRE als www- Galerie für Bild und Text

Salon Littéraire | Lisa Spalt :

TULPE 2 | Textkarte 1 – (Ritual)

Der Text TULPEN hat seinen Kristallisationskern in der so genannten Tulpenhausse oder Tulpenmanie des siebzehnten Jahrhunderts, in der Frage nach der Gestaltung der Verbindung zwischen der Welt und ihrer Bewertung. Damals wurden Tulpen, deren bizarre Schönheit unter anderem – was allerdings erst 1924 bekannt wurde – davon herrührte, dass ihre Blüten von einem Mosaikvirus teilentfärbt wurden, zum Gegenstand von Geschäften mit Optionen. Man spekulierte somit mit Tulpenzwiebeln, deren Blütenentwicklung (gebrochen oder nicht gebrochen) nicht vorhersehbar war. 1637 platzte die Spekulationsblase, nachdem bereits ganze Häuser um drei Tulpenzwiebeln verscherbelt worden waren.

Was ist schön? Was ist Verzückung, ein Fan, Gläubigkeit? Mit welchen Sätzen schreibt man aufgrund welcher Muster – zum Beispiel der Natur – Wert zu? Welche Formulierung der Natur ersetzt den Begriff von ihr et cetera.

Die Tulpe als ein Shuttle zur bewertenden Natur; es geht darum, mit einem solchen Granum-Spielzeug Auslassungen, Serialisierungen und Blendeffekte der Bewertungsvorgänge prismatisch zu streuen oder vielleicht eine fassungslose Beleuchtung zu strukturieren als eine Art Hand, durch deren Finger man– dem Begriff des immer dem Nutzen folgenden Eindringens in die Natur auf der Spur – sieht. (Lisa Spalt)

Endlos wird in jenem Ritual ein originales Geschäft nachgespielt, endlos. Die zum daher fruchtlosen Zeitvertreib gestellte Frage nach dem Zweck bringt die Empfindung zu Tage, dass wahrscheinlich das erste Objekt, das in dieser Eiswüste in den Himmel gehoben werden wird, als endlich erscheinen wird müssen. Man wird hier ein Geschäft im Sinn des Gotischen Gaskafts bewerkstelligen wollen, im Sinn von Geschöpf, Schöpfung, stimmts?
Man kriegt keine Antworten.
Man kann diesem Widerhallen aus Langeweile Tulpen einschreiben, in Form von Parabeln. Man hebt sie in den Himmel, das Herzblut der Gesellschaft darin zu symbolisieren. Wieder welken die Arme, das gelb-wächserne Einrollen. Man brabbelt etwas von einem Fundament zusammen, in welches die Blüten einziehen müssen, wodurch es sich auf mysteriöse Weise dann erst bildet.
Ein Priester spielt mit seinem schweren Schreiten einen zur Symbolik passenden Ackermann.
Man will seinen Körper jetzt paradox bewahren, nämlich als vergehenden, bittebitte aber nie mehr wiederholen.
Man fühlt sich in den ästhetisch-zeremonialen Radschlag projiziert, in diese Verwechslung von Echtheit und Wiederholung, die auf dieselbe Weise die originale Reaktion des Schwindelns lockt.
Ein Symptom des bewegten, Natur in uns genannten Tieres ist, was unversehens auf die Werkbank des Zelebrateurs kotzt.

1/ Das Mirakel zu beschwören; zum Beispiel so, wie in der Bibel dieser verblüffende Stoffwechsel behauptet wird in den fürs menschliche Auge mit keinem Hilfsmittel erkennbaren Zellen des Wortes, das vor allem anderen war. Diese Kraftmaschinen wurden mit Energie angefüttert bis zum Umschlag, der dann mit einem Knaller zur Automobilität wurde in der Verbrennung des Wortes in menschliches Fleisch. Es ist ein Objekt zwischen Anfangen und Anpacken, das hier beschrieben wird, zwischen Abstraktion und Begreifen, da sind die Limits. Jetzt wissen wir aber auch, dass die Abstraktion nicht nach dem Begreifen kommt, dass sie nicht aus dem betasteten Objekt abgezogen wird, sondern dass genau umgekehrt vorgegangen wird. Die Abstraktion liegt vor der Zauberei. Das ist die pure, duftende Essenz, die dann verdünnt wird.
So eine Geschichte muss die Kryptohistorikerinnenseele, die in jeder Autorin steckt, dringend zur Hermeneutik verlocken; zur wundersamen Vermehrung von Phantasien über den Ursprung des Kults, wobei die entstehenden Texte ausschließlich von Menschen beglaubigt und mit dem Originaltext zum Glück nie verglichen werden können. Das Ritual ist eine Nachricht, die uns jemand über ein veraltetes Krypto-Handy schickt, und heute kennt niemand mehr den Schlüssel.
Das Ritual muss dann aber auch als Nachvollzug der originalen Bewegung im Zug aller Verunsicherung idolisiert werden, nachdem man es als einziges verbliebenes Indiz auf das Vorbild für unantastbar zu halten hat. Man wird bald das goldene Kalb undeutlich darin erkennen können, das durch die wiederholende Einverleibung im tastenden Verdauungstrakt seinen klaren Umriss erhielt.
Die Imitation des göttlichen Handelns durch den menschlichen Stellvertreter erscheint in dieser Vision parodistisch, da klar wird, wie sehr letzterer den Funken ausschließlich im Sinn der Animation eines Abbilds beherrscht – an Orson Welles’ Definition des Zauberers zu denken als jenen Schauspieler, der die Rolle eines echten Zauberers nur spielt.¹
Welch anrüchige Verquickung des Bedürfnisses nach weltlicher Anleitung mit dem nur logisch erschlossenen Göttlichen; welche Anmaßung, zur Beruhigung bedürfnisgebeutelter Menschen, sich am Übermenschlichen zu versuchen; das ist der Moment, in dem sich die kindliche Aversion gegenüber dem Suppe schlürfenden Pfarrer mit dem Aufblitzen eines weißen Flecks auf lose mit Stroh bestreutem Beton in Erinnerung bringt. Beide Bilder riechen nach sauer Milch: hier die Kälber, mit verdrehten Augen an Gummizitzen saugend, die aus dem Tränkeeimer ragen; dieser teilt sich mit der Kuh eine Funktion; dort der Demiurg, der ragt in Gestalt des schicken Großbauern; Demiurg von Griechisch Handwerker. Er beschallt die Kühe aus dem Stallradio mit Mozart, weil das den Jahresertrag hektoliterweise steigert.
Meine Meinung wäre, dass die Götter keines Handelns weniger als eines solchen Kults – des Lateinischen Anbauens, das man nebenbei auch auf Kürbisse anwendet – bedürfen dürften. Jeder religiöse Kult fühlt sich doch in mehr als einer Hinsicht blasphemisch an, insofern, als kein menschliches Handeln dem Gott, sollte es einen geben, das Bild machen sollte.
Und so sehr das nun nach Chiffren aussieht: Manchmal fühlt sich so ein Begreifen an wie ein im Park gefundener Minilanghaardackel aus Plastik (ein Zufall), den man mit geschlossenen Augen betastet, spürend, dass die Finger zu dick sind, auf dem Grund der Rillen etwas zu wissen. Manchmal wieder begreift es sich wie ein glatt-lackartiger Würfel (unsere Rationalität), spiegelnd; aus Kunststoff ebenfalls, aber mit sehr, sehr scharfen Kanten, dessen Oberfläche die Vorstellung von Inhalt gar nicht zulässt. Vielleicht bedeutet mehr das Material, was man mit den Objekten, die aus ihm bestehen, zu vergleichen sucht. Aber jedenfalls kann das Glauben durchaus als eine auf dem Kopf stehende neo-korinthische Säule empfunden werden (der Mythos); warum? Wir führen zwei Finger durch die breiten Kanellierungen, durch diese halbrunden Einbuchtungen, die Sie sicher kennen, deren Glätte dort, wo die Form ihre Zähne mit einem Schmatzen aus dem Material gezogen hat, rau abschließt, krümelt. Es befinden sich die schmückenden Akanthusranken am Fundament | es bildet dieser Kapitell-Himmel das Fundament | unserer Welt. Das beweist, dass eine Verkehrung oder Umkehrbarkeit das Fundament des Glaubens (und der Referenz) bildet et cetera.
Weiter dazu bei ⇒ zur ortho-geotropischen Ausrichtung der Tulpe

¹ Orson Welles (Regisseur und Darsteller): F for Fake, 1974

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Lisa Spalt

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Hinweis

Lisa Spalts Band “TULPEN” wird im Herbst 2010 im Czernin- Verlag erscheinen .

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Clemens Berger: Rothblog 4 | Wien , 29. 1. 2010

| mitSprache unterwegs |

Wien, 29. Jänner 2010

Ich habe meinen Einreiseantrag online ausgefüllt und versichert, weder des Drogenhandels noch terroristischer Aktivitäten noch anderer geplanter Straftaten wegen in die Vereinigten Staaten einreisen zu wollen – und dass ich während des Nationalsozialismus keine Verbrechen begangen habe. Ich frage mich, ob man mich wegen meines syrischen Visums befragen wird. Damals hatte ich einen neuen Reisepass zu lösen, weil mich Syrien mit israelischem Stempel nicht einreisen ließ. Leider habe ich es verabsäumt, mir zwei Pässe zu lösen: einen für Demokratien und einen für Schurkenstaaten. (Andererseits ist jeder Staat als solcher ein Schurke, wie Derrida in schöner Prosa entwickelt.)

Klaus Gerger

In der Josefstadt erzählt mir Klaus Gerger, Vertreter des :BB [ des Burgenland Bunch , siehe Rothblog 3; Red.], von seinen Vorfahren, die das Land nicht mehr ernähren konnte; die kleinen Parzellen wurden immer weiter aufgeteilt, weshalb jene aufbrachen – nach Chicago, New York und Allentown, hinaus in die weite Welt. In Coplay, Pennsylvania, dem Ort, von dem ich immer wieder höre, wo besonders viele Menschen aus Güssing und Umgebung lebten und leben, seien die Untersichbleibenstendenzen am Skurrilsten: Jemand aus der Jennersdorfer Gegend werde schon schief angesehen. Gerger erzählt von einer Frau, die ihn einmal kontaktierte: Sie komme nach Österreich, auf der Suche nach ihren Wurzeln, dabei werde sie ins Südburgenland reisen, ob er ihr etwas zeigen könne? Man vereinbart Ort und Zeit, kurz vor dem Treffen ein Anruf seiner Mutter: Eine Verwandte aus den USA sei da, ob er ihr etwas zeigen könne, sie werde um die und die Zeit an dem und dem Ort sein? Wie könnte es anders sein: Es war dieselbe Person, eine Verwandte! Da gebe es noch viele Verwandte, die aber nicht mehr aufzufinden seien. (Viele ließen ihre Namen amerikanisieren, andere ändern: jene etwa, die Tschida hießen, was angloamerikanisch gesprochen nicht besonders vertrauenerweckend klingt.) Gerger hat mir einen Ausstellungskatalog, Bildbände und eine gebundene Sammlung verschiedener Jahrgänge der Burgenländischen Gemeinschaft mitgebracht, das Scharnierorgan zwischen Alter und Neuer Welt.

Neben dem Lokal, in dem wir Apfelsaft gespritzt trinken (so ist das mit den Klischees! Andererseits heißt es bei Element of Crime: Dass das Bier in meiner Hand alkoholfrei ist, ist Teil einer Demonstration …), liegt das Lokal CliqueClaque, das Klaus Gergers Bruder führt – hinter der Glastür klebt eine vergilbte Ansicht der Burg Güssing.

Mitten im Gespräch meint Walter Dujmovits, als dämmerte es ihm gerade, er sei voller Geschichten. Das ist er tatsächlich – leider nur am Telefon. Während er im Güssinger Museum sitzt, habe ich es nicht mehr geschafft, ins Auto zu steigen und auf die Südautobahn zu fahren. Dujmovits’ Urgroßvater hatte achtzehn Kinder, die – bis auf eines – alle in die Vereinigten Staaten auswanderten. Als die Großmutter mit der Mutter des heutigen Präsidenten der Auslandsburgenländer (und Präsidenten der Burgenländischen Gemeinschaft) schwanger war, reiste sie nach Österreich. Der erste Weltkrieg brach aus, die Großmutter fuhr nach Chicago zurück, die Mutter wuchs ohne Eltern auf. Alle seine Verwandten, sagt Dujmovits, seien in den Vereinigten Staaten gewesen, drüben, wie er es nennt. Er selbst reiste 1956 zum ersten Mal nach drüben, wo er, wie er sagt, infiziert wurde. Diese Geschichte und ihre Geschichten wurden seine Lebensaufgabe – von der Dissertation bis zu einem neuen Buch, das heuer erscheinen soll. Fragt man nach Emigrationsgeschichten, wird sein Name als erster genannt.

In der kurzweiligen Dreiviertelstunde erzählt mir Dujmovits vom ersten Auswanderer, einem gewissen Wenzel, der 1887/88 aus Grodnau (immer wieder in Museen Moderner Kunst zu lesen, Otto Mühl kam dort zur Welt) auswanderte, sowie vom letzten, der sich bei einem Heimatbesuch einer Amerikaburgenländerin (ich erfinde auch schon Begriffe – oder: Burgenlandnordamerikanerin?) in diese verliebte. In New York gründete er ein Reisebüro, das gut mit einem Reisebüro im Burgenland zusammenarbeitete. Dreiundsechzig (jetzt weiß ich es endlich!) Miss Burgenlands gibt es, aber nur in New York wird jährlich eine gewählt – Chicago, New Jersey und Pennsylvania sind weniger konstant. Zwei von ihnen heirateten auf Heimat(erst)besuch einen waschechten Burgenländer; eine von ihnen führt heute einen Gasthof in Unterrabnitz. Auf Dujmovits’ Frage, wie sie von New York nach Unterrabnitz ziehen konnte, habe sie geantwortet: Unterrabnitz ist doch viel schöner!

Julius Koch , Reagan-Lookalike

Walter Dujmovits jedenfalls hat auf jede Frage eine Antwort oder Geschichte parat. Er ist der erste, der von der Geschichte gehört hat, auf die ich gestoßen bin. Ein Mann, der in der Bronx aufwuchs und mit drei Jahren von Rechnitz nach New York gekommen war, Julius Koch, GI im Zweiten Weltkrieg, zog später nach Kalifornien. Anlässlich eines Ronald-Reagan-Lookalike-Bewerbs schickte seine Frau ein Foto ihres Mannes ein, der nichts davon wusste, mittlerweile Jay hieß und dem Präsidenten wie aus dem Gesicht gerissen ähnlich sah. (Jetzt bin erstmals nicht ich der, der notiert.) Koch wurde ausgewählt, lernte, wie Reagan zu sprechen und gestikulieren, verdiente viel Geld mit Auftritten in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt. In Back to the Future II, Hot Shots II und Panther spielte er den Präsidenten und Schauspieler.

Wenn ein Steirer Gouverneur Kaliforniens werden kann, warum sollte ein Burgenländer nicht Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden? (Übrigens bereits geschehen: in Martin Amanshausers Roman Chicken Christl, in dem Major Koegl, der mächtigste Mann der Welt, nicht nur aus jenem kleinen Streifen Land stammt, sondern noch dazu zwölf Finger sein Eigen nennt.) Dujmovits nennt mir noch ein paar Kontakte, weist mich auf interessante Geschichten hin, ich notiere. Jetzt hätte ich meine Hausaufgaben gemacht, ich möge mich jederzeit auf ihn berufen, als Türöffner sozusagen. Ich verspreche, nach meiner Reise wirklich auf Besuch zu kommen.

Den Jahreswechsel verbrachte ich orangenpflückend auf Mallorca, von dort ging es in die Wiener Kälte, übermorgen fliege ich nach New York. Ein schneller Jänner. Man rät mir, mit leerem Koffer an- und mit gefülltem abzureisen. Als Kind bekam ich jede Weihnacht einen Zehndollarschein von der Tante in Amerika, die nicht meine Tante ist, sondern die Schwester meiner Großmutter, und ich rechnete mir aus, wie viel das in Schilling sei. Sehr viel! Und jetzt sagt man mir: Der Dollar ist so günstig. Am Grunde der Moldau wandern die Steine.

P.S. IM ÜBRIGEN BIN ICH DER MEINUNG, DASS DIE KOMMENTARFUNKTION GENUTZT WERDEN SOLLTE.

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TwitterWeek vom 2010-02-05

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Automatisch erstellte TwitterWeek als Blogpost jeden Samstag . Dieser Hinweis geht natürlich wiederum an in|ad|ae|qu|ats Twitter … Ablegen unter “Selbstreferenz” ( #Twitter #loop ) .
Der besseren Übersicht halber werden wir künftig die Nennung der Songs & Sounds @ blip.fm einschränken .
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+++Felix Lupus – Felix Lupus – And Life Went On (shadybrain) +++ ♫ http://blip.fm/~k0gtg #
nice [...]

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Christoph W. Bauer : Trotta und ich | 1

| mitSprache unterwegs |
Heute spaziert Trotta plötzlich wieder aus dem Bücherregal und baut sich vor mir auf. Ob ich mich immer so bitten lasse, schnauzt er mich an. Ich erinnere das Gespräch vor drei Wochen, druckse ein wenig herum, hätte momentan viel zu tun und – Das interessiere ihn nicht, unterbricht er mich. Er [...]

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Ein Elchgestell | Vienna Street Art 16

||| DER ELCH – EMBLEMTHEMA DER STENCILS | ENORMES ELCH- GESTELL | RELATED | KLANGAPPARAT
DER ELCH – EMBLEMTHEMA DER STENCILS

( 1010 Wien )
Keinem anderen Tier begegnen wir in der Schablonenkunst so häufig wie dem Elch . Was den hirschsozialisierten Mitteleuropäer mangels der Realexistenz der Species in den heimischen Wäldern vielleicht auf den ersten Blick verwundern [...]

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Clemens Berger: Rothblog 3 | Wien, 24. 1. 2010

| mitSprache unterwegs |
Wien, 24. Jänner 2010
Im Internet finde ich eine erkleckliche Anzahl an Websites, deren Aufgabe es ist, die ausgewanderten Burgenländer und deren Nachfahren zu vernetzen respektive vernetzt zu halten: die Burgenländische Gemeinschaft, den Burgenland Bunch, Jolly Burgenländer, sowie jede Menge anderer, kleinerer Vereine. In New York stoße ich auf die Brotherhood of the [...]

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MICRO | -NOTE | -QUOTE : It’s Not Information Overload – It’s Filter Failure ( Clay Shirky )

||| Multitasking , Information Overload oder Rettung des abendländischen Kulturgeistes aus dem Internet- Sumpf : Die Kritikpunkte , wie sie Kulturkonservative wie Nicholas Carr ( Is Google Making Us Stupid ? ) oder Frank Schirrmacher ( Payback ) gegen das verdummende nivellierende wertzernichtende Internet führen , unterscheiden sich nicht wesentlich von den Argumenten , die [...]

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Doron Rabinovici: 8.1. Alt Goa und Panaji

| mitSprache unterwegs |
8.1.
Wohin es keinen der Raver und keine der Hippies zieht. Wohin sich auch die Strandtouristen kaum verirren, die all inclusive buchen, um in ihren Hochburgen zu bleiben. Mitten in Indien stoße ich auf portugiesische Häuser und Kirchen.
Ich fahre nach Velha Goa, nach Alt Goa. Ich bin auf der Suche nach einem Buch. [...]

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Wiener Linien : “Sauberkeit , Sicherheit und Service” – Surreale Stadtgeschichten

||| WIENER LINIEN : NIEDERFLUR UND RÜCKSPIEGEL | VIENNA VIDEO WATCH : ZU ZEITEN | “SAUBERKEIT , SICHERHEIT & SERVICE” | KLEENEX & KONTINGENZ | ANGEWANDTE POSTDRAMATIK : GELB & GRÜN
WIENER LINIEN : NIEDERFLUR UND RÜCKSPIEGEL

Nicht , dass wir auch nur irgend etwas auf die öffentliche Verkehrsbetriebe Wiens kommen liessen : als so genannte “Wiener [...]

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NEUES VON FREUNDEN

||| WIEN – TEXTVORSTELLUNGEN – DIE WELT HAT IHRE ERINNERUNG VERLOREN | REICHENAU – LITERATURWETTBEWERB WARTHOLZ – NICHT ZWEIFELSFREI | KLANGAPPARAT

( via )
Nicht nur die Universitäten schliessen mit dem ersten Februar für 30 Tage Semesterferien ihre Pforten , sondern auch diejenigen von ( Ost- ) Österreichs Schulen . Dass dabei auch der Literatur aus Gründen [...]

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Salon Littéraire | Hartmut Abendschein : ANNA (Bibliotheca Caelestis) : Metadaten – Vollversion

Literatur @ in|ad|ae|qu|at : Der SALON LITTÉRAIRE als www- Galerie für Bild und Text
Salon Littéraire | Hartmut Abendschein :
ANNA – ( Bibliotheca Caelestis ) : Metadaten – Vollversion
( kumuliert, dedubliert )
VORBEMERKUNG : Die Erzählung “Anna” ist eine der zwei “embedded narrations” in dem sonst nicht-linear organisierten Tiddlywiki- Roman bzw. Hypertextexperiment “Bibliotheca Caelestis“.
Ein Schriftsteller, Benedikt, arbeitet [...]

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MICRO | -NOTE | -QUOTE : Häusliche “augmented Reality” : Analog- Tee geht schneller

||| Der Hang , mittels per Smartphone abrufbarer Metainformation über bestimmte Objekte erfreut sich unter dem Schlagwort der “Augmented Reality” derzeit grosser Beliebtheit . Was sich angesichts historischer architektonischer Monumente oder Objekte als Echtzeit- Lexikon mitunter recht praktikabel ausnimmt , führt dort zur ( von Jacques Tati u. a. vorweg genommenen ) Groteske , wo [...]

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Doron Rabinovici: 7.1. Ein Tag in Arambol und eine Nacht in Anjuna

| mitSprache unterwegs |
7. 1.
Noch einmal Arambol. Das neue Eldorado der Backpacker. Ein Stetl in Goa. Ein Ghetto in Indien. Hier führen Shiran und Ilan das Lamuella. Ein Restaurant mit einer Boutique und einer kleinen Pension. Mit Ilan spreche ich Ivrit, aber auch Deutsch. In Lamuella herrscht eine kosmopolitische Atmosphäre, die jegliche nationale Provinzialität zu [...]

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TwitterWeek vom 2010-01-29

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Automatisch erstellte TwitterWeek als Blogpost jeden Samstag . Dieser Hinweis geht natürlich wiederum an in|ad|ae|qu|ats Twitter … Ablegen unter “Selbstreferenz” ( #Twitter #loop ) .
Diesmal mit besonderer Musikalien- Einlage mittels ausgesuchter Songs & Sounds @ blip.fm .
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Sweet Dreams @G_r_e_g +++ Trus’me – Put It On Me +++ ♫ http://blip.fm/~jl80k #
not hitting the pillow ? [...]

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Lydia Mischkulnig: Mayerling – Vetsera-Gegend

| mitSprache unterwegs |
Es gibt also Leute, die bringen sich um und brauchen dazu eine zweite Person, die sie zuerst erledigen. Beispielsweise eine Jugendliche, sagen wir, um die achtzehn Jahre alt, die eventuell verliebt in einen zeitgenössischen oder mittelalterlichen Prinzen sich zur Ermordung durch diesen hinreißen lässt. Missbrauch an Verliebten.
Ich bin in der Vetsera-Gegend [...]

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Lydia Mischkulnig: Heiligenkreuz

| mitSprache unterwegs |
Habe mich kurzfristig für eine Reise nach Heiligenkreuz entschieden, da ich dort dem Langlauf fröhnen konnte. Außerdem gibt es dort ein Restaurant. Die Reise günstig, da eingeladen. Der Husten verging. Die Begleitung war auch nicht schlecht. Ein ansehnlicher, versierter Langläufer, der gerade aus dem fernen Osten zurückgekehrt war und mir berichtete, [...]

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MICRO | -NOTE | -QUOTE : 1.000 minus 999 Antworten auf die Frage “Warun macht man 1 Blog oder 1 Zine ?”

||| EINE ART GRUNDIDEE | KLANGAPPARAT

EINE ART GRUNDIDEE
Zum 10-jährigen Geburtstag des aus einem simpel reproduzierten Off- Off- Magazins hervorgegangenen Web- Zines Bong Boing ( ab 1995 ) , welches heute zu den beliebtesten Weblogs ( ab 2000 ) der USA zählt , konstatiert Mitbegründer Mark Frauenfelder trocken :
I love zines because one person can be [...]

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Clemens Berger: Rothblog 2 | Wien, 20. 1. 2010

| mitSprache unterwegs |
Wien, 20. Jänner 2010
Vorgestern bat ich Max beim Mittagessen im Sapa, Dana zu kontaktieren. Der hatte, als ich noch ins Gymnasium ging, zwei Sommer lang einige Zeit bei mir in Oberwart verbracht und mich unter anderem auch erfolgreich davon abgehalten, nach meiner Rückkehr aus Israel für die mündliche Matura zu lernen – [...]

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