Profanes 5 | Michael Jackson: Thriller | Smooth Criminal

 

- Fehler sind immer drin -

 

Michael Jackson: Thriller

 

Übrigens gibt es eine ganze Reihe von Leuten, die mir drohen, sollte ich Laut geben. Na, aber was denn ? – Ich habe jede und jeden einzelnen gewarnt. Aufgefordert, zu handeln, zu korrigieren, Abmachungen einzuhalten, sich zu stellen. – Sie haben es sämtlich unterlassen. – Ausserdem: Ich bin PUBLIZST ! – Na, was sonst ! – Kein KUNSTI ! – Tout simplement.

 

Ausserdem stehe ich unter Polizeischutz. Und unter dem Schutz anderer. Auch das Auto lasse ich regelmässig überprüfen. Es soll ja “anständige Ehe- und Ehrenmänner” geben, die in der Krise ihren “lieben Gattinnnen” die Bremskabel des Motorrads durchschneiden. Wenn die Frau die Kinder schnappt und flüchtet, treten diese Ex-Mühl-Komunarden bei Russwurm-oder-wie-auch-immer im Staatsfunk auf und beklagen ihr ach so schreckliches Leid ! – Bzw. Mit “Max und Moritz” (1. Streich) formuliert: “Ach herrje, herrjemine!” -

 

Ach ja, bevor ich’s vergesse: Meine Geschichte, meine Geschichten, meine Umstände, meine Beziehungen, meine Freuden, meine Leiden und beider Gründe schlummern in den “Fallgeschichten” ALLER Psychiatrien dieser Stadt. MEINE Idee war dies sicher nicht. (Dazu an anderer Stelle mehr.)

 

Übrigens bin ich, wie Jeder, der Augen hat, zu sehen, IMMER bewaffnet: Mein “beweglicher” Stock, mein Armeemesser, auch als Kindermodell (wie der ⇒ nette Afrikaner – er trägt stolz den pastellfarbenen Pullunder seiner Mutter –  an der genialen Schwedenplatz-Tankstelle weiss: Auch seine gelenkigen Finger fanden das Ding “kritisch”.) -

Ach Mann, natürlich bin auch ich viel stärker, als ich aussehe: Halt schmaler Typus (aka “leptosom”), dem man die Muskeln nicht ansieht. – ⇒ Walter Schübler hat schön geschaut, als ich da meine 40-LP- und 50-CD- plus Technics plus Laptop plus Stock plus Hund-samt-Ausrüstung für den Literaturhaus-Bloomsday (⇒ Nika Pfeifers Idee, ihr kluges Management und die Riesen-Chance, die sie mir mit dieser Einladung gegeben hat.) -

 

Aus Hundegründen – First Dog comes First – kam ich für meine DJ-Première – wie ⇒ Barbara Zwiefelhofer, ⇒ Gustav Ernst, ⇒ Jörg Piringer und andere wissen, leider etwas spät. Auch gut: Gab es halt ein Privatissimum … Meiner Idee, dass “Finnegans Wake” im 3/4 Takt spielt – wie der Rap, Beispiel 2pac – , wurde Prima Vista nicht widersprochen. Wir werden das dann an anderer Stelle mit Kundigen eruieren. Ach ja: Und Joyce als Ewiger Jude, frei nach F. K. Stanzel. Zum Ewigen Juden (und warum ich ihn so gut kenne) ein ander Mal mehr. – Das nächste Mal – beim Nächsten DJ-Auftritt (nicht erst der bei ⇒ Klaus Kastbergers Inaugurations-Konferenz im novemberlichen Graz) – bin ich dann besser organisiert … speziell dann, wenn es in der Nähe ein Parkhaus gibt. – “Parkhaus”: Wieder ein Thema !)

 

À propos löst sich beim Stichwort “leptosom” die Anspielung auf den “schmalen Franzosen am Donaukanal auf: Da habt Ihr natürlich immer wieder nur an das Eine gedacht: “Schmecks !”, wie Fredi Fleischmann sagen würde. – Was also war mit dem jungen Franzosen ? – Vor ca. 2 Monaten, ca. 22 Uhr, Samstagabend, rechtsseitiges Ufer, die Stelle bei den Guss-Beton-”Tischen”: Ich mache meine Übungen mit Stöckchen und Hündchen, drei Typen bleiben stehen und schauen – daran bin ich mittlerweile ziemlich gewöhnt -, beginnen zu reden: Mitkommen, Spass haben etc. – “Quatsch”, zucke ich die Schultern [allerdings auf Französisch], ich “habe Anderes zu tun, die David-Guetta-Saturday-Night-Show auf KroneHit ( ⇒ http://www.kronehit.at/home/big-city-beats/ – - – Warum zahle ich eigentlich noch ORF-Gebühr ? – Danke für die Erinnerung: Für DaviDecks @ FM4, für die Journale + Religion + Wissenschaft + Kunstradio auf Österreich 1. )

… lasse ich mir nicht entgehen.” – Darauf tritt der schmächtigste unter ihnen – kleiner, dunkler, nordafrikanischer Typ (womöglich STROMAE) mit einer Lederjacke wie die von ⇒ Marcus Valenzuela @ Tiberius (nicht die phantastische, bläuliche, gsteppte, sondern die schwarze, enge, bemerkenswerter Weise ohne Innnentasche) zu mir hin, lüpft mich mühelos, läuft ca. 10 Meter mit mir an die Uferkante, deutet einen Abwurf an, schwenkt ohne zu schwanken, setzt mich ab. Schwer bin ich nicht (wozu WIEGEN ? – Quatsch: Man SIEHT ja, ob und wie Jemand “circumferentially” beinander ist !), aber leicht auch nicht gerade. – Nach dieser kleinen Levade ziehen die Drei friedlich und grinsend ab: Kiki und ich können weitertun: Sie traut sich sogar, auf den “Tisch” (1 Meter + hoch, zumal Auffussfläche von unten uneinschätzbar, zumal Nacht). – -

 

Michael Jackson: Smooth Criminal

 

Wo waren wir stehengeblieben: Ach ja, bei den Leuten, die mir im Falle von “medialen” (im Originaltext kursiv gesetzt) Äusserungen drohen: Erstens bin ich ein Medien-Typ (wie ich der Firma VISA im Hinblick auf die ramponierten Codes für CARD COMPLETE schrieb), zweitens hat schon ⇒ Lotte Ingrisch bei meinem Interview (1988f, für die “Leuchtschrift” auf Radio Wien) in der ehem. K. K. Hofförsterwohnung, wo die Schriftstellerin mit dem Komponisten ⇒ Gottfried von Einem wohnt(e) in der Wiener Hofburg schon nach den ersten Sekunden unserer Begegnung mir “mediale” Fähigkeiten ins Gesicht gesagt. Naja, mein Silberblick eben … (Was habe ich darunter gelitten! Immer der Spott Aller! Dann, diese Ochsentouren, die meine Mutter mit mir durch brutale Arztpraxen [Stand am Alten Wiener AKH: ca. 1940] unternahm. Mein “Vater” kümmerte sich nach ihrem Selbstmord [wenn es denn einer war] elegant um nichts. -)

Also: Lotte Ingrisch dixit und fecit 11 Katzen im Spiralkabel zwischen dem Tape-Sony und dem Mono-Mic: Das Schnurren hatten wir dann auch auf Sendung ….

 

Wars das jetzt ? (Wie Farid Bang sagen würde.) – Also droht mir nicht, Rührt-mich-nicht-an. Denn ich habe Freunde. Anders, als andere Zeitgenossen.

 

 

Farid Bang ► JOHNNY FONTAINE ◄ [ official Video ] prod. by Juh-Dee

 

Farid Bang ► ASOZIALER MAROKKANER ◄ [ official Video ] prod. by Spec & B-Case

 

 

Alle Kinder singen | “Open the HOUSE ! – Kiki in da House ! – Das Ganze Haus ! – Die fröhlich lärmende Akademie ! – Amen !” |

Heiliges 5 | F. J. Degenhardt: Spiel nicht mit den Schmuddelkindern

Einfügen bitte bei den Brüdern: Klaus Kastberger

Einfügen bitte bei den Brüdern: Hartmut Abendschein

Einfügen bei den Vätern: Konrad Holzer

sämtlich: Rebellen. Jetzt muss ich aber dringend mit dem Hund raus ….

- Fehler sind immer drin -

Degenhardt TV: “Schmuddelkinder” (leider bisschen eilig)

 

… Man hüte sich vor Denen mit den weissen Westen. Man hüt sich auch vor der eigenen – vermeintlich – weissen Weste. Aber dazu hat man seine Freundinnen und Freunde: Die sehen und helfen, wahrzuehmen.

… Man hüte sich vor Denen mit den weissen Westen. Da sind mir die schwarzen Rattenfänger mit ihren Flöten, Dudelsäcken, Trommeln (DAS ist mein Instrument, war es, wird es) lieber:
“Spiel nicht mit den Schmuddelkindern” haben mir meine Eltern um 1970 herum vorgesungen. Zwei Leute, ein Kind, ein Lied: Die beiden haben beim Singen ganz Unterschiedliches im Sinn gehabt.

Mit dem Lied hat meine Mutter, die – weil sie mit mir ZUSAMMENLEBTE (der Herr Papa war ja stets in hochwichtigen Angelegenheiten auf Reisen, ganz selbstlos und aus reinem Opferwillen *grins*) – meine Akrobaten-, Tier- und Zigeunernatur kannte (Ariel: Kirsten Dene im Burgtheater am Trapez), mir eine wichtige Botschaft mitgegeben: Überall heimisch zu werden, die Dinge spielerisch zu nehmen, unabhängig von den offiziösen Strukturen seine Pfade zu finden.

Eine wichtige Voraussetzung für (m)ein Leben in diesem obrigkeitsstaatlichen Österreich, wo Duchmäusertum und Schleimerei, Lüge und Blockwartmentalität nach wie vor den brutalen Takt schlagen. Man sieht es ja an den Wahlen. Irre, dass die H. C. Strache-Plakate just in den Türkenvierteln des 20. Bezirks besonders frech affichiert sind !

Also hat mir meine Mutter – ich werde, wo Andere ihr Schlechtes nachsagen, ihren Namen und ihre Ehre verteidigen – mit diesem Lied eine Survival Strategy mitgegeben. Ein Lied merkt man sich gut. – Mein Vater nahm dies als Witz, als Ironie, als netten Exotismus. Als Phrase. – “Schmecks !”
⇒ (Wie Fredi Fleischmann sagen würde: Ich habe sein silberne Carte-de-Visite-Etui getreulich aufbewahrt. Es erinnert mich daran – wie es auch Opa Fleischmann praktizierte …
⇒ ⇒ (((- von ihm werde ich an anderer Stelle mehr erzählen …)))
⇒ … dass eine gewisse Ironie im Umgang mit der eigenen “persona” [ach ja, Camilla Paglia ... ] ganz praktisch sein kann. Er nahm es ja auch mit Ironie, dass eine Wand seines Fertigteilhauses zunächst kopfunter aufgestellt wurde. Mir geht’s übrigens ähnlich: Ich erwische beim ersten Versuch IMMER die schwarze Taste, das B-Modell, die Fehlfarbe oder ein Mängelexemplar.))

F.J. Degenhardt – Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, Entstehung 1

 

F.J. Degenhardt – Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, Entstehung 2

Ich bin das Schmuddelkind. Habe immer mit Schmuddelkindern gespielt. Mit den Hunden in Hasenställen. Mit den Freischwingern abseits von Ämtern und Würden. Das war so, das ist so und wird wohl auch so bleiben. Meine Freunde – die, die zu mir stehen, mich begleiten, die zu loben, aber auch zu mahnen verstehen – kommen scheinbar aus ähnlichen Verhältnissen. Sie alle beginnen – mir ähnlich – auch erst jetzt in bisschen davon zu sprechen, wo sie herkommen, wie sie geschuftet haben … ⇒ Julia Emmerling-Leitner, ⇒ Ilse Kilic, ⇒ Hans Sonnleitner, ⇒ Walter Schübler, ⇒ Andreas Weigel, ⇒ Bernhard Kathan, ⇒ Georg Rigele, ⇒ Bruno Pisek, ⇒ Karl Markovics, ⇒ Werner Michler … Interessanter Weise scheint überall das gleiche Problem der Fall: Schwache, gewalttätige, verlogene, abwesende Väter. Davon an anderer Stelle mehr.

Franz Josef Degenhardt – Wölfe mitten in Mai

 

Ich bin das Schmuddelkind. Meine Väter waren Rebellen, Mystiker, Weise, Wissenschafter, Sportler … keine Subalternen jedenfalls. Meine Väter waren, sind, bleiben:
⇒ Franz Jantsch (rebellischer Pfarrer in der Hinterbrühl, bei ihm war ich Ministrantin. Er war immer im Clinch mit der Amtskirche, naturgemäss sehr sonderbare Jünger rannten ihm nach, war Wanderer, Erforscher keltischer Kultstätten in NÖ, ist als junger Mann über den Peloponnes gewandert, hat mich programmiert, gab mir eine hölzerne Orgelpfeife des Tone “f” – jenem Ton, welchen ⇒ Bruno Pisek als Weg und Ziel meiner Stimmlage identifizierte. Bis dahin ist freilich noch ein SEHR langer Weg. ),
⇒ Karl Toifl (rebellischer Erneuerer der Systemischen Familienthearpie in der Südgartenklinik am AKH, hatte vermutlich Megastress, als er die hölzerne Psychiatrie mit Chaostheorie aufmischte. Er war der einzige, der mir KEINE Medikamente gab !),
⇒ Wendelin Schmidt-Dengler, (rebellischer Erneuerer der verknöcherten Germanistik Wien. Er – wie ⇒ Kurt Neumann – waren, sind und bleiben lebendiges Exempel dafür, das “Geisteswissenschaft” nicht mit der Odo Marquard’schen Kompensations-Ideologie zu erledigen ist),
⇒ Kurt Neumann (standhaft diskreter Rebell, der mit seinem “Literarischen Quartier Alte Schmiede” trotz schrecklichem strukturellen Schwachsinn mit immer wieder neuer Fröhlichkeit nicht nur ein exquisites Literaturprogramm ermöglicht, sondern auch auf LEBBARE Honorare achtet, neben der Versorgung der Ö-Lit konsequent eine Agenda der Weltliteratur pflegt und darüber hinaus ständig motivierte und umsichtige Mitarbeiter ausbildet: Als seine Assistentin habe ich ziemlich Alles über Selbst|Organisation, Veranstaltungs-Betreuung, Saaltechnik, Management von “Publikum” gelernt),
⇒ Emil Morès (hier sah ich – einen hellen Augenblick lang – Grazie in Sprache, Anmutung, Gestalt. Hier sah ich: Hingabe an die Musik. Seinem Beispiel folgend, hatte ich lange Zeit die Bedienmanuale der Stereo-Anlage im Grossvater-Schrank, in dessen Rückwand mir mein Tischler und Schulfreund ⇒ Martin Kucera eine praktikable Ausnehmung geschnitten hat: Vorsichtig, sachgerecht, wie es seine Art ist.),
⇒ Heinrich Kläui (Humanist, Forscher, Mann meiner Wahlgrossmutter ⇒ Johanna Kläui: sie brachte mich u. a. auf die Idee, Alles Wichtige im Banksafe aufzubewahren. Ich folge diesem unausgesprochenen – als Praxis gezeigten – Rat getreulich … Einbrecher in spe: wisset das ! – Johanna hat mir auch einen wichtigen Wert …. nicht nur gesagt, sondern auch vorgeführt: “Haltung”. Wenn ich jetzt auch mal brülle, hat auch dies mit “Haltung” zu tun: Denn ich habe mir immer und alles gefallen lassen. Damit ist jetzt endgültig Schluss. Ausserdem nützt Brüllen der Stimmbildung. Genauso, wie “der Stock” den Schultergürtel befreit. Nicht zuletzt: Johannas unbedingte Treue ihren Kindern gegenüber. Dann war da auch noch … ich glaube … ihr Bruder: Kinderarzt. Er sprach eine Stunde mit uns am Kaffeetisch im Garten und ich wusste: DAS wäre ein Beruf gewesen für mich …  Ausserdem hat Johanna jahrelang Telefonseelsorge geleistet. Auch mir gegenüber. Vielleicht konnte ich mich auch ein bisschen revanchieren. Zu ihrem Begräbnis ging ich nicht. Wie zu vielen anderen Begräbnissen auch nicht.),
⇒ Pascal DeMontmollin (in der Adeligenfamilie aus Neuchatel war ich Au pair, nicht masslos erfolgreich, habe dort allerdings – wie bei Kläuis – gediegene Kultur und Bildung, rationelles Haushalten, die französische Küche meiner Mutter gelernt. UND: Gesehen, erlebt, dass man die Abende verbringen kann – im englischen Tweed, im Chanelkleid, ganz leger – wie folgt: eine Oper hörend, die Partitur auf den Knien. Pascal hatte überdies Herbie Man und Miles Davis, Vinyl, Sixties-Pressungen),
⇒ Thomas Michael Mayer (rebellischer Büchner Forscher und -Nachfolger: Historisch-kritische Ausgabe, die Quellensammlung – OKEN ! Dutschke (sic – Dutschkes mit rotem Edding markiertes Handexemplar von “Dantons Tod”) – durfte ich, unbeleckt von jedweder bibliothekarischen Kenntnis, ordnen. Au weia, die werden schön geschimpft haben …. Erstes Reinlecken ins Korrekturlesen: TMM konnte – behauptete er jedenfalls (einer fehlsichtigen Legasthenikerin sind solche Dinge 100% “un-ein-seh-bar”) – einen “recte” gesetzten Punkt (Satzzeichen) von einem “kursiv” gesetzten unterscheiden. Und das in 8-Punkt-Schriftgrösse ! – Ausserdem hat er den Schmuggel des “Hessischen Landboten” physisch simuliert, fuhr einen alten Jaguar und hörte dort drin … Na was ? – Na klar: Schubert ! Und natürlich mit: Vladimir Horowitz. Der mit den “bombs” !
⇒ Ernst Jandl (seine Jazz-Sammlung ! Sein Beat ! – Hier kommen für mich Jazz, HipHop, Lautpoesie – Body & Soul, Voice & Beat, zusammen. Er und ⇒ Friederike Mayröcker waren Zeugen einer jener Double-Bind-Situationen, kraft derer mich mein “Vater” und seine Frau seit meinem 16. Lebensjahr – nolens oder volens, who cares ? – zu zerstören trachten.),
⇒ Karl Wagner (schwer von Herkunft und Welzig gezeichneter Rebell im Diskurs über regionale Literaturen: Las in unserem Seminaren Robert Walser mit Deleuze, hat als umwerfender DJ Peter Rosegger in the Mix mit Bob Dylan, Robert Burns aufgelegt.).
Und ⇒ Rudolf Schier, diesen Sir in der Hinterbrühl, Literaturwissenschafter, Gelehrter alter Schule, viele Arbeiten zur Österreichischen Literatur (ich erinnere mich an einen Essay über Flüsse: 30 Jahre VOR dem “topographic turn” ! – Über seinem Leseplatz hing – 3-D-gerahmt – der Taktstock, mit welchem Richard Wagner die Uraufführung des “Tannhäuser” in Wien dirigiert (oder irre ich mich ?). In seiner Bibliothek stehen selbstverständlich Erstausgaben von Freud und Schnitzler, im Theorieregal (im engen Gang zwischen Bad und Küche, durch den wir Kinder, Hunde tobten) Brecht und New Criticism … tja und: Albert Drach (zu diesem an anderer Stelle mehr). Und das in den frühen 1980er Jahren ! In seiner Familie hätte ich nach dem Selbstmord meiner Mutter 1978 (war es ein Selbstmord ?) als Pflegekind aufgenommen werden können. Sie aber FRAGTEN mich: “Chris, möchtest Du das wirklich ? Wenn Du als zusätzliches Kind bei uns wohnst, könnte das die Freundschaft zu Steff gefährden.” – Mir war die Freundschaft wichtiger. Also war ich unter katastrophalen Umständen in diversen Pflegefamilien. Gehungert, gefroren, keine Kleidung. Mein “Vater” war unterdes damit beschäftigt, irgendwo anders zu sein. Oder er tauchte auf, in seinem Volvo, dröhnend Schuberts “Unvollendete” aka “Schicksals-Sound”: Denn ER war ja der vom Schicksal Gezeichnete … Uns andere gab es nicht. In seinem Regal hatte er den Psycho-Reisser “Schicksal als Chance. Das Urwissen zur Vollkommenheit des Menschen” von Thorwald Dethlefsen. Er hat es ebenso wenig gelesen wie den Fromm “Haben oder Sein”. Wenn ich mich nicht irre, mit Hobble Frank gesagt.
Zum Gefragt-Werden – - – das haben mich in meinem früheren Leben Wenige, und wenn, waren es IMMER die rechten Leut’ – - – an anderer Stelle mehr.

Ich bin das Schmuddelkind. Habe Kriegswaffen aus eingestürzten Bunkern gegraben. Oder in Griechenland einen englischen Offiziersrevolver aus dem Schotterfundament des Hauses hoch oben am Felsen von Pera Mel(e)ana (West Peloponnes), wo mein Freund Werner Schröder dieses Haus aufbaute. Unglaubliche Arbeit ! – Werner, einer der grossartigen Handwerker, die ich so liebe. -
Leider brach er unseren Kontrakt der Freiheit: Plötzlich wollte er mich behalten. Festnageln. Kind und so. – Ausserdem war er eifersüchtig, weil die Leute im Dorf mich – ohne, dass ich was tat – mochten. Sie hatten einen Spitznamen für mich, den ich vergessen habe. Er wird etwa ähnlich gelautet haben wie das “Menschli”, wie mich die Dofleute in Istein im Markgräflerland am Rhein nannten.

Griechisch konnte ich – als fehlsichtiger Legastheniker, der ich nach wie vor bin – nicht lernen. (Pädagogische Betreuung dieser Behinderung in der Kindheit: I wo ! – Richtige Brille ? – I wo !)

Abstürzende Brieftauben: Spiel nicht mit den Schmuddelkindern

 

Überall haben mich die die Communities adoptiert. Das hat meine Mutter programmiert, als sie mir den Wohnungsschlüssel an einem Schuhbändel um den Hals hängte: “Du musst selbst für Dich sorgen, und Du kannst das, ich vertraue drauf.” – Also bin ich herumgegangen, in Wyhlen, in Istein, in WGs, auf dem Reiterhof in Wildegg, in der Alten Schmiede, hier im Karmeliterviertel, sogar auf Sri Lanka, sogar in Bali, sogar in San Francisco … und fand immer eine Familie.

Und zwar jeweils eine Familie, die sich FREUDIG und FREIWILLIG zu mir bekennt.
Family of Man, Bro.

Franz Josef Degenhardt – Dies Land ist unser Land

 

Alle Kinder singen | “Open the HOUSE ! – Kiki in da House ! – Das Ganze Haus ! – Die fröhlich lärmende Akademie ! – Amen !” |

Profanes 4: The Who: I’m free !

 

 

… Die Laborbefunde sind da, hurra: Tip top ! Noch nie so gut ! – Unter Aufwendung des während 30 Jahren sauer Ersparten – 25.000 Euro – habe ich mich mit Sport, Musik, Naturheilmitteln, Ernährung vollständig selbst geheilt. – Natürlich auf Basis des Kanons der Weltliteratur und der Fähigkeiten, die aus deren Studium erwachsen: Danke an meine großen Lehrer, Wendelin Schmidt-Dengler und Karl Wagner, die – als hart arbeitende, witzige und sinnliche Menschen Vorbild sind und waren … !
Auf Wiedersehen: therapeutischer Nihilismus von Schulmedizin, Psychiatrie, industrielle Pharamazie !

Eltern, hütet Eure herrlichen, bewegungsfreudigen, phantasievollen und träumenden Kinder vor diesem destruktiven Schwachsinn !

Alle Kinder singen | “Open the HOUSE ! – Kiki in da House ! – Das Ganze Haus ! – Die fröhlich lärmende Akademie ! – Amen !” |

 

 

Heiliges 4 | I Have A Dream, Aus aktuellem Anlass: Remember Martin Luther King

 

“I have a Dream” – Common ft. Will.I.Am. [with Lyrics] Dream America in Context

 

 

…wie ich es an einem schwarzen Freund, den ich in den 90er Jahren liebte – er hat mir das schönste Paar Schuhe ever verkauft, ich hüte sie wie ein Heiligtum und er hat als DJ in der Opernpassage (Anker-Interim) u. andernorts aufgelegt (meine Freundinnen Elfriede Gerstl und Elisabeth Limbeck haben ihn gekannt) erlebte und wie ich es jetzt an dem Asylsuchenden aus Gambia – er hat mir, indem er kurz den Bass markierte, das Rätsel des Beat in einer Sekunde gelöst – sehe:

Schwarze und andere, nicht reinweisse Menschen sind fundamental benachteiligt. Hier und heute. Jetzt in Österreich. Immer im schrecklichen, schönen Wien.

Vandaag Bakermat (i Have A Dream Song)

 

Kebs, aus Gambia, hat übrigens auch auf einen Blick meine Kur für gereizte, gerötete (Sonnenbrand, Entzündung, Ermüdung) Haut erkannt: Heilerde. -

Als Pulver (Luvos) günstig in der Apotheke: Zwei EL mit Wasser in einem verschliessbaren Gefäss (Tupper, Schraubdeckel, Einmach) eher flüssig ansetzen. – Das Zeug zieht nach einer Weile an. Fügt man ein bisschen Essig-Essenz (bei SPAR) hinzu, hat man die beste Essigsaure Tonerde ever: Viel besser als der Mini-EST-Quatsch im viel zu kleinen Döschen ! -

 

Gil Scott-Heron – Peace Go With You, Brother

 

 

⇒ Heilerde:
ÄUSSERLICH (Test an mir und Hund): Gut bei Hautproblemen, Verstauchungen, Prellungen, Schwellungen. Locker drüber bandagieren oder leichte Baumwolkleidung. Die Erde rubbelt sich durchs Textil langsam selber ab: Peeling-Effekt (sanftest !) ist inkludiert ! (Textil in WaMa waschen, die Erde klebt nicht.)
INNERLICH: Zähne ! – Verdauung ! – (Test bei mir und Hund.)

Fertig gibts die Paste TEUER (grün) im Reformhandel, BILLIG: Bullrich bei DM.

⇒ Empfehlung: Schlangen-Apotheke am Karmelitermarkt: Motiviertes, junges Personal: Man nimmt sich Zeit, probiert mit den Kunden, erzählt auch von eigenen Erfahrungen.

www.schlangenapotheke.at

⇒ Extra Plus: In der Schlangen-Apotheke gibt es einen kleinen Folder – selbst erarbeitet ! – mit einfachen Rezepten für eine BASISCHE Diät. – Die hat, wie jeder einigermaßen vernünftig mit körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit > nämlich der EIGENEN ! < befaßte Mensch weiß, nicht das Geringste mit Kasteiung etc. zu tun. – Ganz im Gegenteil ! -

Public Enemy – By The Time I Get To Arizona

 

 

 

Alle Kinder singen | “Open the HOUSE ! – Kiki in da House ! – Das Ganze Haus ! – Die fröhlich lärmende Akademie ! – Amen !” |

 

Aviso, und das ist ernst:

 

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Heute eine kleine Szene vor dem Mc Donald’s, Taborstrasse: Ich führe heute erstmals die OMD aus, realisiere ein paar während des Trainings der vergangenen Monate konzipierten “Gedankenfotos” nun endlich auch mit der Kamera, frühstücke etwa um 10:30 Uhr das Übliche im Mc Donald’s Taborstrasse. Ein sehr ungleiches Paar fällt mir auf, wie oft: Typus “gross und klein”. Massiver Kaukasier, Glatze, und schmaler Südländer (wie der kleine Franzose am Donaukanal vor 2 Monaten, davon an anderer Stelle mehr).

Nachdem ich sowieso draussen herumhüpfe, um den nett verrutschten Schriftzug des Herrenfriseurs neben der Volksbank aufzunehmen, frage ich die beiden, die offenbar ziemlich ziellos da herumsitzen, ob ich sie fotografieren darf. Ja, gerne, der Kleine drängt sich in den Vordergrund, bietet “auch andere” Aufnahmen an, der Grosse lehnt sich gebieterisch zurück, Herrschafts- und Machtgesten.

Ich setze mich auf eine Zigarette zu ihnen, man parliert, der Kleine ergeht sich in seltsam unglaubwürdiger Anmache, ich gehe natürlich nicht drauf ein, er soll sichs doch selbst besorgen, nicht uns Zivilisten mit seinem Drang belästigen.

Der Grosse spielt seltsam mit seinem Handy, jongliert mit ihm (wie zuvor auch schon mit dem Feuerzeug – aber das habe ich bei Oliver Im Werd auch schon getan, AUCH in aggressiver Weise), ich gehe davon aus, dass er das Gespräch aufnimmt (Recorder-Funktion des Handys).

 

Schnitt. Ich trolle mich mit dem Hund. Halte in einem unübersichtlichen Winkel in der Grossen Pfarrgasse. Fotografiere das “Elefantenhaus”.

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Na. Das Irgendwie Erwartbare geschieht, am Sonntag, kurz nach Ende der Messe, am hellichten Tag: Die Beiden sind mir nachgestiegen, drängen mich Richtung Ecke, der Grosse voran, will mir an den Hintern greifen. Ich brülle ihn an und halte ihm meinen Stock, dessen “interessante Bewegungsfreude” mittlerweile Viele im Quartier kennen (aber auch am Graben, in der Mariahilferstrasse, am Karlsplatz etc.) dicht vor die Nase. Er weicht zurück. Trollt sich, den Kleinen im Schlepptau.

Was für ein Trottel: Bedroht Jemanden, der vorher – mit seiner ausdrücklichen Einwilligung ! – ein En-Face-Bild von ihm gemacht hat.

Betrachte ich die Bilder, lausche ich auf die Situation, komme ich irgendwie zu dem Schluss, dass es dem Kleinen nicht gut geht.

Vielleicht ist alles aber auch ganz anders und die beiden spielen ein abgekartetes Spiel.

Komischerweise ist der Notizblock, in welchem ich die E-Mail-Adresse des Kleinen notiert habe, fort.

Sollte Damaris, oder wie immer er heisst, etwas brauchen, wird er Hilfe bei Wolfgang und “Mucki” Mustafa im Café Gärtner am Karmelitermarkt finden. Mit Empfehlung von Christiane.

 

Literatur: “Die Entflohene” aus Marcel Prousts “Suche nach der Verlorenen Zeit”.

 

Profanes 3 | Robin Schulz: Ahoi

Was machst Du gerade ? – Staunen, wie genau Robin Schulz Club Hits programmiert. Gerade hatte ich seine ⇒”Prayer” gekauft (den Pole-Position-Song kannte ich bereits durch einen vor 6 Monaten zufällig gekauften “Berlin House”-Sampler) und kam einmal wieder um 5 Uhr früh (genau berechnet: 1 Stunde vor Club-Schluss, pünktlich 1 Minute vor Ablauf der Einlass-Zeit)…

Heiliges 3 | Brandt Brauer Frick DJ-Set @ Boiler Room

    Das Brandt-Brauer-Frick-Set im Boiler Room: Eine Epiphanie. Erneut, wieder und immer wieder: Diese Grazie. Diese absolute Durchdringung des Materials. Diese Diskretion im Einsatz der Mittel. Nicht zuletzt aber: Dieses Absehen von der eigenen – naturgemäss trivialen – psychologischen Person & Situation. Überhaupt scheint mir das Epiphanische, Hymnische, befreiend Formelhafte ein wesentliches Feature von…

Profanes 2 | Underworld: Bird

    Underworld – Bird 1 (KCRW 2011): Pure Beauty. Reine Grazie. Maximale Observanz. – Musik und Menschen wie diese helfen mir, Mut zu einem Neuen Leben zu fassen. Vita Nuova: Dante, nach dem “Fegefeuer”. – Der Mythologie gemäss sind es die Händler – die Geldwäscher – die im Besonderern das Purgatorium zu gewärtigen haben….

Heiliges 2 | The Köln Concert

    Keith Jarrett mit seiner herrlichen Aufnahme: Meine erste ECM-LP …. die ich als Teenager kaufte … damals voll auf die div. Post-Punk-Stile abonniert (wie die avancierteren dessen, was man grässlicher Weise als “Neue Deutsche Welle” auswies , auf alle Spielarten der ModMusic sowie damals schon und ever und ever und ever auf Bach…

Profanes 1 | Zum Tag der Arbeit

  Die “Wiener Zeitung” meldet:   Solidarität mit Arbeits- und Obdachlosen Während am 1. Mai der Tag der Arbeit gefeiert wird wird, steht der Vortag, der 30. April, im Zeichen der Arbeitslosen. 13,6 Prozent aller Wiener haben keine Arbeit. Das sind rund 125.000 Menschen. Auf diese wollen Einrichtungen wie die Diakonie oder die Volkshilfe hinweisen,…

Heiliges | 1 – Avicii : Hey Brother

  Wie angekündigt startet Christiane das Blog “in|ad|ae|qu|at – new series: Vom Heiligen | Vom Profanen”. Jetzt. Heute. Now. Heute: Exakt drei Monate nach einem Selbstmord, welcher gottseidank ein Versuch geblieben ist.