Award, bookaward 2007, FAZ, HanserWas für ‘ne schniecke , slicke , chique Clique , die sich hier an der Isar trifft : Felicitas von Lovenberg verfasst flugs und mit eleganter Achtsamkeit eine buchstäblich zu nehmende Home- Story über den Hanser- Verlag - den stolzen Preisträger des BOOKAWARD ‘07 .
Das Plaudern mit Chef und den Seinen am Hanser- Villa- Mittagstisch bei frugaler Suppe durftet noch im Blatt nach veritabler Journaille- Bouille und Liebesdiensten literarischer Label- und Lebe- Leute .
Man lasse sich diese razFAZ- Duck- Soup auf der Zunge zergehen :
Nicht erst seit einigen Jahren, schon seit Jahrzehnten hat Hanser einen Lauf. Dass der Hanser way of life die Suhrkamp culture weniger bewusst ausgestochen als schlichtweg abgelöst hat, ließ sich paradoxerweise nirgendwo besser beobachten als ausgerechnet auf der Beerdigung von Siegfried Unseld im Jahr 2002.
Chapeau , vor diesem Grossen Horizont , welcher allerdings einen Haken hat , an welchem möglicherweise auch die Hinterseite des Betriebes sichbar baumelt : Der FAZ- Artikel ist bereits am 29. 1. 2007 online ::: Immerhin eineinhalb Tage vor Ablauf der Deadline zur bookaward07 ( Selbst-) Einreichung .
Es erheben sich geradezu metaphysische Fragen : Besitzt die ( Redakteurin der ) FAZ die Gabe der Voraus- Ahndung ? - Oder handelt es sich hier um jenen “Hanser way of life” , welcher Phalangen von Büchner- Preisträger produzierte ?
Links :
. . . à propos Memories of the Future :::
Matrix- mässig fällt Li Weis falscher mann ( auf ) uns zu .

dub , breakbeat , elecs im eleganten mix - - - dubstep-foke Kode 9 gibt es ein paar süsse minütlein kurz frei zu hören ::: hand of death | kung fu-mix (2:03) & sign of the dub (with Daddy G) - - - nun wallen wir alle nach dem phantastisch matschigen hall der platte .
mit Memories of the Future (hyperdub / cargo 2006) legitimiert sich die sache sogar literarisch .

Verfasst von czz am 07/01/26
in klangapparate.
- enclosure: http://tempa.co.uk/tunes/hand_of_death.wma
324498
audio/x-ms-wma, http://tempa.co.uk/tunes/signofthedub.asx
89
video/x-ms-asf
dem genitiv Sickii einen taz-akkusativ entgegenhaltend: die roofschädigung nach dem sturm. gleicherweise bleibt “Mein Name ist Bonn, James Bonn !” ohne weiteres erheiternd.

gut gezeitigt im vorausabstand von drei monaten widmet das folio sein januar-heft dem thema SCHMERZ: von der grossen expo zum thema im hamburger bahnhof - museum für gegenwart sowie dem bei dumont angekündigten gross-kata steht kein jota zu lesen: Schmerz: Kunst - Religion - Medizin, hg. von Eugen Blume, Annemarie Hürlimann et. al., Köln, DuMont April 2007.

rekompensiert wird dieser schurnalistisch schlaue schlenker freilich durch ein bemerkenswertes gespräch mit dem schmerzforscher Walter Zieglgänsberger über schmerzgedächtnis, aktives “verlernen” und nötiges palliativ - wobei der aspekt der linderung bedauerlicher weise einer bedeutungsverengung auf die begleitung von menschen im finalen lebensabschnitt unterliegt (stichwort: sterbebegleitung, hospizbewegung).
eine der beeindruckendsten studien über den realitäts- und weltvernichtenden charakter des schmerzes bleibt Elaine Scarrys THE BODY IN PAIN: THE MAKING AND UNMAKING OF THE WORLD (OUP 1985, 1992, dt. 1992: Der Körper im Schmerz. Die Chiffren der Verletzlichkeit und die Erfindung der Kultur). Ex negativo - der radikalen isolierung, der unsagbarkeit, “der welt abhanden kommen” - wird in einer zweiten denkbewegung die positive menschliche produktivkraft entwickelt. das wurde als marx-nah kritisiert, wäre aber von einer quelle und zu einem ziel hin vielleicht neu zu diskutieren: historisch ist - da Scarry den schmerz in seiner extremform - der folter - darstellt, an Jean Amérys essay zur TORTUR (1965, neuausgabe 2002) nicht vorbei zu kommen. umgekehrt stünden Giorgio Agambens untersuchungen “entmenschender” ausnahmezustände einmal mit Scarrys befunden abzugleichen. vielleicht auch nur, um dem “Homo sacer” in massen der modischen eigentlichkeit zu entkleiden.

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