navigaziooohn & vanity-eye /-I



zum lohn für die wiederkehr der rechtsbündigen navigation gibts heute Böndchen, James,

bond_tm

. . . a.k.a Niels Ruf, der mit seiner personen-show ganz nette A / V- rufmorde produziert : : : von PERWOLL bis VANITY FAIR FEAR zeigt utube einige spritzig geschossene bilder mit viel sinn für genres & deren atmosphärischen soundscapes.

schärfen gegen VanFair und dem Poschardt ins kommerznetz gegangenen RG lääst auch die Times Mager-kolumme von Ina Hartwig in der Frankfurter Rundschau am 20. 2. erkennen - - - [volltext unten]

vorneweg aber noch – und in symmetrie zu Rufs V.FEAR - noch die akute kulturkommentierung von (((rebel.tv))) ::: neo-bieder!MEIER mit ziegenbrusthaar-Till .

TIMES MAGER / Ein Traum / Von Ina Hartwig

Wir haben eine Wiedergeburt zu feiern. Ulf hat es geschafft: Goetz ist wachgeküsst. Er schreibt wieder, und wieder öffentlich, und wieder Abfall für alle, nur dass der Abfall diesmal anders heißt; aber wie eigentlich? “Rainald Goetz-Blog”, das kann nicht euer Ernst sein… Jedenfalls: “Ulf schaut auf, sieht mich, kommt kurz raus, kurzes Gespräch.” Und schon ist der Deal perfekt und Rainald Goetz “akut euphorisiert”. Niemandem sei die Euphorie mehr gegönnt als ihm. Niemand lässt sie sich allerdings so schnell wieder aus der Hand fressen, weshalb er dann schnell auch wieder ganz niedergeschlagen sein kann. Wie dem auch sei, die deutsche Vanity Fair ist also doch nicht ganz überflüssig für uns Hochkulturtrottel (Goetz). Auf der Website der Zeitschrift (die der Ulf managed, as we all know) liefert Rainald Goetz seit Anfang Februar tägliche Protokolle in der bewährten Technik der écriture automatique; ein Netztagebuch für alle, die sich für die große Brachfläche zwischen Manie und Depression mit-interessieren. Es gibt jede Menge Politexpressionismus in diesem Blog, Beschwörung des Brinkmannschen Zorns, böse Statements über die Bundespressekonferenz, gerahmt von: “Bier, Bier, Bier, Bier, Wodka, Bier, Bier. Puhchen. Daheim um kurz nach drei. Ich kann mich kaum noch auf den Bauern halten.” Besungen werden leere Straßen am Morgen und der Inzest von Berlin-Mitte, wo Goetz jetzt wohnt, feiert und aufpasst; Wedding adé. (…) Seine Anhänger litten sehr ob seines langen Schweigens - einige in akuter, dann mangels Nachschub ausgedörrter Verliebtheit. Und nun flaniert der inzwischen über fünfzigjährige Boy wieder durch die Stadt seiner Wahl und haut in die Tasten, was ihm auf der Seele liegt. (….)

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1 Response to “navigaziooohn & vanity-eye /-I”


  1. 1 4Avatars v0.3.1 v0.3.1 czz

    post-post: = kein (ego)kommentar, sondern die fort-schrift des themas: Goetz ist nun auch bei der TAZ eingetrudelt, auch hier begrüsst man ein “back in town” ins publikationsleben, bleibt aber irritiert - as we all do - durch die aufhebung des klassischen werk-begriffs. zur not bleibt da ja noch die berufung auf G.s ABFALL-vorleistungen im genre “blog”. dann kann man beruhigt das abendland des pervertierten subversions-ideals untergehen lassen - wenn nicht gar im dialektischen further turn of the screw : : : den offensiv-kommerz schon wieder als kwalität hervorheben.
    Dirk Knipphals: Abfall für Ulf, http://www.taz.de/pt/2007/02/21/a0166.1/text
    und für die, dies nochmal wissen wollen auch noch 1 textzitat. - auf dass wir diesen - heftig an die genervtheitsgrenze reizenden - thread ad acta legen.
    “Also: Abfall für Geld? Oder auch: Abfall für Ulf Poschardt? Der Blog steht eben nicht für sich, sondern ist Teil der Glam-Erzeugungs-Maschine dieses neuen Magazins, die zudem zögerlich anläuft. Aber an diesen zweiten Unterschied wird man sich wohl schnell gewöhnen. Denn zum einen erzeugt dieser Blog wirklich einigen Glam, und der ist ja nichts Schlechtes. Zum zweiten ist der dezente Eindruck von Selbstverkaufe bei Rainald Goetz sogar ganz interessant. Man registriert: Das Suhrkamp-Heldische ist nun endgültig auch aus diesem Schriftsteller raus. Das kleine, schmuddelige Sichverkaufenmüssen steht Rainald Goetz gar nicht schlecht. Es macht ihn wieder realer.”

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