Während quer- kreuz- und rund um die ehemalige k k. Haupt-, Reichs- und Residenz-Stadt der Tatzelwurm des CITY MARATHON zugange ist und ergo MENS SANA IN CORPORIBUS SANIS die Gegend behersscht , sitzet inadäquat itzo in denen Kemenaten , Haupt unter Helikoptergeflapper und Gemüt unter der Last schweren Niederschrift-Gebährens .Wie würde man den WRITER’S BLOCK im Falle des Bloggens wohl nennen ??? - BLOGGER’S’ BLOCK ??? - WRTER’S BLOG ??? - - - Da nun selbst das Um-den-Block-Lustwandeln in diesem Falle nicht verschägt und zwangsläufig zur Collision mit trabenden Körpermassen führen würde , bleibt nur das zweite praktikable Mittel, den in sich festgezurrten und verhärteten Geist per Dusche / Shower / Schauer mit milder Wasser Kraft zu lösen.

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang die Rituale, welcher DER anarchische Abschweifer und Fadenverlierer LAWRENCE STERENE im 9. Band, Kapitel 13 zur Erstürmung obgenannter Barrieren und Barrikaden anempfielht . Wie jedem Adoranten des holden TRISTRAM SHANDY , Genleman ( 1759 - 1767 ) hinlänglich bekannt, gilt in diesem Wälzer vornehmlich der Weg als Ziel , sind also auch die kleinen Zureichungen , den Pegasus wieder flott zu kriegen , von ausladendem Duktus sondergleichen . - - - Da aber dieser Sonntag mit stillem Glanze Ländereien und Gemüt überstrahlet , darf inadäquat auf Stenre’s Fersen um wohlgesonnene Aufnahme der folgenden - shandyistischen - Ein- und Ausführungen bitten . Die holde Zitatation erfolgt übrigens aus der brandneuen Ausgabe , welche in der trefflichen Übertragung durch Michael Walzer bei Eichborn erschienen ist .

Zurück also zu den - unserem Wasserplantschen nicht wesensfremden - Manövern gegen die Erstarrung der Säfte und Kräfte in schreibend Händen und Hirnen . Als kurzes Aviso sei vorangestellt , dass die folgende Peroratio nit einem Selbstlob anhebt , über die Kapitelgrenze hinweg dann allenthalben das Aufkommen gewisser “Stumpfheit” eingesteht , um dann des Weiteren die Körperpflege - namentlich das Balbieren - zwecks Glättung krauser Gedanken zu loben.

Im Folgenden also einige possierliche Passagen aus Lawrence Sterne, Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman, QUOTE :::
Für alle gewöhnlichen ud alltäglichen Fälle hab’ ich denn kein Mittel erfunden, das bessere Dienste leistet, als folgendes -
- Ohn Zweifel, wenn auf Logik selbst auch nur die Bohne verlass ist, so muss doch etwas von einemm Originalgenie an mir sein, allein schon wegeen dieses Anzeichens, dass ich nämlich keinen Neid kenne: Denn kaum bin ich auf Erfindug oder Kunstgriff geraten, womit sich die Schriftstellerkunst befördern liesse, so mach ich’s augenblicklich publik: indem ich möchte, dass alle Menschen so gut schrieben wie ich.
- Wie sie gewiss tun werden, wenn sie ebensowenog denken.

KAP. XIII.
In gewöhnlichen Fällen also, will heissen, wenn ich bloss stumpf bin und die Gedanken nicht recht fliessen wollen und mir zach wie Gummi aus der Feder tropfen -
Oder sei’s, dass ich unversehens in einen frost’gen bilderarmen Stümperstil geraten, woraus woraus ich mich, bei meiner Seel’, nicht straks befreien kann: und notgedrungen bis ans Ende des Kapitels weiterschreiben müsste wie ein niederländischer Kommentator, wenn nicht irgend etwas geschähe -
- Da halt’ ich keinen Augenblick mit Feder und mit Dinte einen Stehkonvent; denn falls eine Prise Schnupftabalk oder ein rascher Gang durchs Zimmer nichts ausrichten wollen, so greif’ ich alsofort zum Scheermesser; und hab’ ich erst die Schärfe am Mäulsein meiner Hand probieret, schneid’ ich mir ohne viel Federlesens, nur dass ich auf’s Einseifen nicht vergesse, den Bart; wobei ich lediglich drauf achte, dass wenn ja ein Haar stehenbleibt, dies kein graues sei: hierauf wechlse ich das Hemde - lege einen bessern Rock an - schicke nach meiner neuen Perücke - stecke meinen Topasring auf den Finger; werfe mich, mit einem Wort, von Kopf bis Fuss in meinen Galastaat.
Nun müsste es schon mit dem Leihaftigen zugehn, wenn das nichts verschlägt: denn bedenket, Sir, weil jeder Mann ganz in Person präsente ist, wenn ihm der Bart balbiert wird (keine Regel indessen ohne Ausnahme), und sich, solang’ als dies vonstatten geht, ganz notwendigerweise selbst gegenübersitzt, falls er nämlich mit Hand anlegt - so bringt einem diese Situation, wie jede andere auch, ganz eigene Vorstellungen in den Kopf
- Ich steh’ dafür, eine einz’ge derartige Prozedur strafft und verjüngt die Einfälle eines hauhbärt’gen Mannes um sieben Jahre; und liefen sie nicht Gefahr, ganz wegrasiert zu werden, so könnten sie durch fortwärendes Scheeren zum höchsten Grad der Erhabenheit getrieben werden - Wie Homer mit einem solchen Rauschebart hat schreiben können, ich fass’ es nicht - und insofern’s meine Hypothese wiederspricht, schiert’s mich auch wenig.” UNQUOTE. Englische Fassung im Anhang !!!

Wohlan denn , Ihr Helden, Sklaven, Lustknaben & Kaltmammsells der Bellles Lettres ::: Was bei deren Herren seine selbstständliche Facies hat , muss wei Weibspersonen ja nicht gleich zum vertikalen Lächeln führen, ein Brasilian Waxing ( “Faster Pussycat , Wax ! Wax !” ) à la Bergdorf Blondes tut’s auch . Pudenda agenda ::: Allerdings , siehe oben , zu Schreib- und mitnichten zu Bikini-Zwecken ! - - - Gilt - wie Bekennerbriefe erweisen - übrigens auch für Mannsbilder .

Scribemus igitur - - -
The Life and Opinions of Tristram Shandy, Gent. (1759-67)
. . . Now in all common and ordinary cases, there is nothing which I have found to answer so well as this —-
—- Certainly, if there is any dependence upon Logic, and that I am not blinded by self-love, there must be something of true genius about me, merely upon this symptom of it, that I do not know what envy is : for never do I hit upon any invention or device which tendeth to the furtherance of good writing, but I instantly make it public ; willing that all mankind should write as well as myself.
—- Which they certainly will, when they think as little.
C H A P. XIII.
NOW in ordinary cases, that is, when I am only stupid, and the
thoughts rise heavily and pass gummous through my pen —-
Or that I am got, I know not how, into a cold unmetaphorical vein of infamous writing, and cannot take a plumb-lift out of it for my soul ; so must be obliged to go on writing like a Dutch commentator to the end of the chapter, unless something be done —-
—- I never stand conferring with pen and ink one moment ; for if a pinch of snuff or a stride or two across the room will not do the business for me — I take a razor at once ; and having tried the edge of it upon the palm of my hand, without further ceremony, except that of first lathering my beard, I shave it off ; taking care only if I do leave a hair, that it be not a grey one : this done, I change my shirt — put on a better coat — send for my last wig — put my topaz ring upon my finger ; and in a word, dress myself from one end to the other of me, after my best fashion.
Now the devil in hell must be in it, if this does not do : for consider, Sir, as every man chooses to be present at the shaving of his own beard (though there is no rule without an exception) and unavoidably sits over against himself the whole time it is doing, in case he has a hand in it — the Situation, like all others, has notions of her own to put into the brain. - - -















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