Blogistik Statistik



“To whom it may concern” ::: Die elegant distanzierte englische Anmutung gilt diesmal nicht . Es betrifft nämlich SIE dies eben Lesende/r und es betrifft inadäquat - in seinem Bestande wie in seinem itzo Notieren . An der Schnittstelle dieser - den edlen Technorati- Rang Nummero 2, 101, 205 belegenden - Seite begegnen sich für einen Augenblick , zufällig oder absichtsvoll angeklickt , Ihre und unsere Interessen .

Wie diese - Ihre und inadäquats - Interessen zu liegen kommen könnten , hat die Uni Leipzig innert der Blogstudie2007 ermittelt . Eine Online-Befragung von über 600 Netz- Lesern und -Skribenten weist beide Gruppen als “investigative Multiplikatoren” aus : “Weblogs” , heisst in der Kurzfassung der Presse- Aussendung , seien “wichtige Impulsgeber für neue Ideen und die Meinungsbildung, aber schwer auffindbar.” Der letzte Halbsatz verdankt sich dem Projekts- Sponsoring durch ein Suchmaschinen- Unternehmen . Wir legen diesen Aspekt des “Lost in Blogosphere” deshalb beiseite . Und noch eine kleine Klausel der Korrektheit ::: Die Textauszüge entnehmen wir dem genannten Survey , die Graphiken dem detailierten Ergebnisbericht .

1. Was ist ein Blog ?

QUOTE ::: Zielgruppe der Studie waren Menschen, die im Internet zu Hause sind: 96 Prozent der Befragten nutzen das Internet mehrmals täglich. Die Nutzungsgewohnheiten dieser Trendsetter und Heavy-User können als Indikator für die künftige Entwicklung der Kommunikationslandschaft im Internet interpretiert werden. Die Befragten sind mit Weblogs gut vertraut (lediglich 12,7 Prozent konnten nichts mit dem Begriff anfangen), verbinden jedoch individuell sehr unterschiedliche Assoziationen damit, die vom „Tagebuch ohne Schlüssel“ über ein „Selbstvermarktungsinstrument“ und einen „riesigen Heuhaufen“ bis zur„täglichen Informationsquelle“ reichen. Insgesamt haben Blogs eine hohe Relevanz: 84 Prozent der Befragten meinen, dass Blogs Insiderwissen an die Öffentlichkeit bringen. UNQUOTE .

assoziationen

2. Wer sind die Leser & Schreiber von Blogs ?

QUOTE ::: Anhand der unterschiedlichen Nutzungsgewohnheiten hat das Team um Studienleiter Prof. Dr. Ansgar Zerfaß erstmals für den deutschen Raum eine Typologie von Blognutzern erstellt. - “Mit Hilfe der erhobenen Daten konnten wir zeigen, wie unterschiedlich die Motivationen sind, Blogs zu nutzen”, so Zerfaß. “Es wird deutlich, dass Betreiber und Rezipienten von Blogs verschiedene Charaktere sind: Blogger sind extrovertierter, Blogleser stärker konsumorientiert.” Mehrheitlich sind Blognutzer laut Zerfaß “investigative Multiplikatore”, also Konsumenten,die mehr wissen wollen, Informationen aktiv weitergeben und gut vernetzt sind. Die Bedeutung für die Wirtschaft liegt auf der Hand: Blognutzer sind interessante Dialogpartner für Marketing und Unternehmenskommunikation sowie alle, die sich frühzeitig mit gesellschaftlichen Trends, neuen Ideen und kritischen Stimmen auseinandersetzen wollen. UNQUOTE .

Hier besinne und bediene sich also die Wirtschaft .

der Blognutzer Torte

3. Was wollen die Leser & Schreiber von Blogs ?

QUOTE ::: Im Einzelnen identifiziert die Studie fünf verschiedene Blognutzer: 17,7 Prozent der Befragten wurden als “Social Networker“ klassifiziert. Sie nutzen Blogs in erster Linie um in Kontakt mit Freunden zu bleiben, neue Bekanntschaften zu knüpfen und sich mit anderen auszutauschen. Ebenfalls 17,7 Prozent zählt die Gruppe der “Selbstdarsteller”. Sie behaupten von sich “etwas zu sagen zu haben” und möchten “Ärger und Kritik loswerden”. Aktive Blogger gehören eher einer dieser Gruppen an. Die größte Gruppe bilden allerdings die “Wissensdurstigen” (23,7 Prozent). Sie nutzen Blogs in erster Linie um Hintergrundinformationen zu suchen; klassischen Medien trauen sie weniger als anderen Gruppen. Zwei weitere Gruppen sind die “Informationssucher” (18,9 Prozent) und die “Aktiven Konsumenten” (22,8 Prozent). Sie sind auf der Suche nach aktuellen Nachrichten bzw. Produktinformationen. Diese beiden Gruppen bestehen mehrheitlich aus Bloglesern und weniger aus Schreibern. UNQUOTE .

Kasten

Lassen wir den bemerkenswert so benannten “aktiven Konsumenten” einmal angelehnt , bleibt die Scheidung der Sphären von Tisch und Bett eventuell bedenklich ::: Hier die Leser mit dem Drive zum Pull von Informationen - dort der Schreiber als deren Pusher . - - - Aus dem praktischen Tun heraus sei inadäquat allerdings angemerkt , dass dem Pushen / Publishen ein Gutteil Pull voran geht . Einsaugen , Prozessieren , Absondern ::: Ist dieser Gedanke den Wissenschaftern auf ihren Recherche- Wegen nie über selbige gegangen ?! - - - Da dies nie und nimmer zu unterstellen ist , wird man die in diesem Punkt mangelnde Differenzierung dem wirtschaftlich orientierten Willen zum Wissen zuschreiben dürfen .

4. Wer schreibt , wer liest ?

Sicher , es gibt , so der Pressetext , “De[n] kleine[n] Unterschied” zwischen Blog- Schreiber und -Leser . QUOTE ::: Die Gründe, weshalb ein Blog genutzt wird, sind mindestens ebenso verschieden. Aktive Blogger scheinen im Gegensatz zu Bloglesern ein viel stärkeres Sendungsbewusstsein zu haben: 66,8 Prozent der Blogger bloggen, weil sie meinen “etwas zu sagen zu haben”. Die Leser sind da weniger eitel: von ihnen behaupten dies nur 7,5 Prozent. Als Motivation für das Schreiben eines Weblogs gab fast jeder fünfte Blogger (18,5 Prozent) an, “Leute aufklären” zu wollen und 16,1 Prozent zielen sogar darauf ab, “die Gedanken anderer zu beeinflussen”. Bei den Blog-Lesern überwiegt das Motiv der Informationssuche. Jeder Vierte (26,5 Prozent) nutzt Blogs, um sich über Produkte zu informieren, während nur 3,7 Prozent der Schreiber dies tun. UNQUOTE .

Wie es um das “Sendungsbewusstsein” von inadäquat bestellt ist , kümmert nicht und Niemanden . Interessanter sind dahingegen die Torten und Kurven , welche der Bogcensus des ( für faires Ranking und Vernetzen engagierten ) Blogscout erstellt . Hier nur einmal - - davon ging an dieser Stelle ja mehrfach die Rede - - die Geschlechter- Verhältnisse unter den Produzierenden .

Und nun die Lebensalter , welche aktives Bloggen offenbar befördern bzw. hindern - wobei soziologische , lebenstechnische Faktoren naheliegen , wohl nicht zuletzt die Frage nach von Kapital- und / oder Zeit- Ökonomie .

Wer kann und mag sich das aktive Bloggen eigentlich leisten ?! - Die Alterskurve der in den virtuellen Wind Produzierenden steht in indirekt proportionalem Verhältnis zur Altersstruktur der Besitzenden . Auch ein Befund . Welchem Erkundigungen nach dem Anteil der ( von Medien- und anderen -Unternehmen ) bezahlten und der “frei”willigen Schreiber zu folgen hätten .

Jetzt ist sie aber wohlverdient , Tommy Larsons smoothe Musik , deren czz hörempfehlungziehende Mixes an dieser Stelle ja schon zu geniessen waren . Tom’s deep side eröffnet sich uns nun dank Sonic Walker - Sie wissen schon ::: Der Tag geht – Johnnie Walker kommt . - Eben deswegen aufheben für den Abend ::: Eine Stunde , 16 Minuten und 19 Sekunden lang ab- so- lut heisse Mai- Night- Vibes in pfingstlichem Panorama . Remember ::: Nicht vor Einbruch der Dunkelheit .

 

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