Last Night A DJ Saved My Drive

Der Mensch, zum Haben- Wollen nur geboren , / schätzt ganz besonders , was ihm dünkt verloren . ( czz )

Kein Wilhelm sitzet da zitiert im Busch , sondern es waren Nachtigall und Lerche mit einem pur in|ad|ae|qu|at-en Selbstzitat . Als Vagabund trieb ich mich den lieben langen Tag durch Wiens Gassen , um nicht im Work- Live- Space diesem fatalen Error in die leere Augenhöhle blicken zu müssen . Slave D zu und vernagelt . Mithin gesamtes Text-, Recherche- Materialien und MP3- Archiv . Und da mir schon mal – back in 1994 – ein Rechner unter meinen Händen und Augen verstorben ist … Tja , damals war das in Laienkreisen noch nicht so mit den Backups : Remember den heissen Speicher von 1440 KB auf Diskette ?! – - -

danger chem toxique skull“Loslassen” hiess das Mantra , es galt , die Zeit bis zum Anrücken der Hilfstruppen zu verbringen . Da es glücklicherweise auch andere freundliche Zeitgenossen gibt , die den Automaten- Kaffee im Copyshop lieben , liess ich mir ebendort von einem Mimen gleich zweimal sein eben in Vorbereitung befindliches Abendprogramm mit Texten zu Wein , Wirtshaus und Vanitas rezitieren . Raumgreifend . Und etwa 14 Becher of the liquid formerly known as “coffee” .

Krisensitzung dann in der Echt- Welt- Gastronomie , Kalecik Karasi statt Kaffee . “Let’s Face it “. – - – PERMANENT FATAL ERROR ist inzwischen brav und geduldig daheim geblieben . ACCESS DENIED auch . SLAVE D lost in time and space …

Ground control to Major Tom:
Your circuit’s dead, there’s something wong.
Can you hear me Major Tom?
Can you hear me Major Tom?
Can you hear me Major Tom? Can you …
( David Bowie )

Klar hatten wir keine Chance . Noch klarer , dass wir sie nutzten . So viel Sponti- ism muss schon noch drin sein . – - – Also das Ding Runterfahren und vielleicht kriegen wir ihn ja doch noch mal hoch . ( Definitely NOT talking about V. here , Dude . )

danger chem toxique skullFirst Try . Failure . Second Try . Failure . Third Try , hm , schwache Signale des Betriebssystems . Bietet mit letzter Kraft einen RESTORE an . “Anschnallen und durch” . – Wir pfeifen inzwischen im Wald . Lassen das N800 – unser neues Küchenradio – dudeln . An und für sich bin ich ja gegen elektrische Standgeräte . Jedenfalls in der Küche . – - – Nun , Exkurs und Abschweifung waren jetzt lange und enough off- topic , um die RESTORE- Krisis zu überbrücken .

Denn und Siehe DA : Es ward uns aufgetan das Laufwerk D …. als Letzte Offenbarung vor dem endgültigen HEADCRASH . HA ! – - – - Und nun nichts wie ‘ran an den Mann , eine zweite LaCie neben die Numero Eins ( Backup + Acronis ) gestöpselt und einen Abguss der D- Reste veranstaltet . Name : EXIL . Heiter stehen die beiden da jetzt nebeneinander und linsen freundlich aus ihren veilchenblauen Zyklopenaugen herüber .

D kriegt eine Senkrechtbestattung .

Wir Treulosen werden heute morgen gleich zum Retailer laufen / und uns den Erben und Nachfolger kaufen . ( czz )

Mitternächtlich noch ein feines Tool eingebaut : Den Anonymizer ToR . Mit Privoxy . Die Datenpakete laufen Random über ein Netzwerk von ( zum Teil privat bereit gestellten ) Server- Computern , in Deutschland natürlich etliche c/o CCC . Freilich macht dieses Umwegverfahren nicht unverwundbar .

Siegfried steckte einen Finger in das dampfende Drachenblut und sah, daß sein Finger von einer festen Hornhaut überzogen war, daß kein Schwert ihn ritzen konnte. Da warf Siegfried rasch seine Kleider ab und bestrich sich von oben bis unten mit Drachenblut, so daß seine Haut unverletztlich wurde bis auf eine kleine Stelle am Rücken zwischen den Schultern, wo ein Lindenblatt hingefallen . ( Nibelungenlied )

danger chem toxique skullDie Lindenblätter sind sämtliche Applikationen wie Flash- und Real- Player , Quick- Time etc . Per Privoxy kann man die aber peu à peu blockieren . Vorerst haben wir uns allerdings mal per DEFAULT- Setting umgetan und konnten on screen sowie im Protokoll verfolgen , welche Elemente das Programm ge- crunched hat : Banner- Werbung , Pop- Ups etc . >>> Wie ästhetisch und … nachgerade wieder LESBAR die Online- Ausgaben unserer Zeitungen mit einem Schlage werden .

Neben der Tatsache , dass Du beim Surfen nicht haufenweise und unversehens des Wahnsinns fette Beute in Deinen Rechner kippst , ist bereits die visuelle “Beruhigung” der Seiten die – mitunter erhebliche – Verlangsamung wert . Aber auch da kann man einstellen , ob man internationale und weit entfernte Server als INTERMEDIEN wünscht , oder näher gelegene und somit kürzere Umwegzeiten .

Ein Fakt , der für sich selbst spricht : GOOGLE akzeptiert bei Weitem nicht jede anonymisierte Abfrage . Die wollen UNS wirklich wissen und reagieren sehr sauer im Fall wir die Schotten dicht machen .

Links :

So . Ende des Abenteuers . Ende ? – Mitnichten : czz hörempfehlung

Da der Titel nicht nur im Wortsinn zutrifft , sondern sich bekanntlich an Michael Clevelands , für Indeep geschriebens Meisterstück anlehnt ( 1982 ! ) , gibt es “one of the greatest songs ever written” ( Rolling Stone ) jetzt und hier als Hörempfehlung und Short Distance Dedication . Click , Listen , See : LAST NIGHT A DJ SAVED MY LIFE . Absolut lässiger Basal- Funk & Früh- Rap , Bühnenshow mit kristallinem Playback : schwarze Stimme hinter weissem Antlitz ( ! ) , fünf Minuten und sieben Sekunden lang – phantastisch !

5 Responses to Last Night A DJ Saved My Drive
  1. otto brandenberg
    September 15, 2007 | 12h59

    what a story, what an insight, what a song!
    man kann die wichtigkeit von nahzeit, backups garnicht hoch genug betonen, eine harddisk ist ein hochfragiles konstrukt tausender mechanischer einzelteile, mikrometernaher risikokalkulation, und hochtourigen umdrehungswahnsinns. jede minute kann der eben noch luftgepolsterte magnetkopf die mutterscheibe küssen, kann der steptanzende schrittmotor stocken, der an sich schwindelfreie spindelrotor ins taumeln kommen. 7200 Umdrehungen pro Minute! bei rund 10cm scheibenumfang sind das rund 4 Kilometer wegstrecke in jeder stunde, pro Jahr damit 35.000 kilometer und beinahe einmal um die erde gefahren…
    da tut der dj-song gut, die aufkommende chronische datenverlust-psychose zu kompensieren: trocken, karg, dazu die unpassend gekleideten hüpfdamen und der bärtige weisse mit der tiefschwarzen stimme: wollte man dem tv-publikum wohl auch 1984 noch nicht zumuten, dass da ausschließlich vollblutmusiker am werk waren und keine kasperl wie dieser typ da…

  2. czz
    September 15, 2007 | 15h57

    “wie dieser Typ da” , werter Otto : Wollen Sie bitte etwa sein Herz als überlegenes organisches Pendant eines “hochfragile[n] konstrukt[es] tausender mechanischer einzelteile, mikrometernaher risikokalkulation” nehmen . Trivialer Weise zitiere ich aus Wikipedia :

    Das Herz pumpt in Ruhe etwa das gesamte Blutvolumen des Körpers einmal pro Minute durch den Kreislauf, das sind etwa fünf Liter pro Minute. Bei körperlicher Belastung kann die Pumpleistung etwa auf das Fünffache gesteigert werden, wobei sich der Sauerstoffbedarf entsprechend erhöht. Diese Steigerung wird durch eine Verdoppelung des Schlagvolumens und einer Steigerung der Herzfrequenz um den Faktor 2,5 erreicht. Bei jeder Pumpaktion fördert jede Kammer etwas mehr als die Hälfte ihres Füllungsvolumens, ca. 50–100 ml Blut. Die Herzfrequenz (Schläge/Minute) beträgt in Ruhe 50–80/min (bei Neugeborenen über 120–160) und kann unter Belastung bis 200/min ansteigen. Liegt ein zu langsamer Herzschlag vor (unter 60/min im Ruhezustand), wird von einer Bradykardie gesprochen; schlägt das Herz zu schnell (über 100/min im Ruhezustand), spricht man von Tachykardie.

    Die Herzfrequenz von Tieren ist im wesentlichen abhängig von der Größe des Tiers. Das Herz des Blauwals etwa schlägt selbst bei Anstrengung nur 18 bis 20 mal in der Minute, das der Maus etwa 500 mal pro Minute.

  3. otto brandenberg
    September 17, 2007 | 02h27

    …zum Thema TOR passt (leider) auch die folgende Meldung auf Slashdot von heute:
    http://it.slashdot.org/it/07/09/16/1648237.shtml

    die sich auf diesen Artikel bezieht:
    http://www.cnet.com/surveillance-state/8301-13739_1-9779225-46.html?

    Wer TOR-Server betreibt ist also unter Beobachtung und Attacke, wie lange das Netzwerk noch funktionell sein wird (zumindest in Deutschland) bleibt abzuwarten.

  4. czz
    September 17, 2007 | 07h45

    … leider fortzusetzen mit ToR- News über schlampige Server ( netzpolitik ) , Razzia in Düsseldorf ( netzpolitik ) , Bericht des Betroffenen : ToR madness reloaded ( Blog of too many things ) . Leider ziemlich Echt- Leben .

  5. [...] Last Night A DJ Saved My Drive czz [...]

Leave a Reply

Wanting to leave an <em>phasis on your comment?

Trackback URL http://www.zintzen.org/2007/09/15/headcrash-backup-tor/trackback/