||| EVENTUELL | WERTSTÜCKE , POSTPARTITIV | SZALON GRIMM | ROTE BAR : ABSICHTSLOS | ROUNDABOUT LITERTURFÖRDERUNG | ROUNDABOUT LITERTURKRITIK | SATZ - SEMANTIC ? | HOLOPHON IM STUDIO | TEXT DES MONATS | BEGRIFFSSTUDIO | KLANGAPPARAT | LINKS
EVENTUELL
Lang , viel zu lange ist’s her , dass wir eine in|ad|ae|qu|ate Quer- Lektüre dessen boten , was sich im Kreise der Sympathetiker so bewegt . Manche würden das genre ja “Eventkalender” nennen : Wir aber verschliessen uns dieser Sprachregelung . Eventuell sind Buchpräsentationen , Ausstellungen - die schlichte Neuerscheinung eines exquisit gestalteten Bandes , einer gefinkelt eingespielten CD oder eine supernette Netlabel- Release - nämlich tatsächlich ein “Ereignis” . Und zwar wenig im Sinne von “Szene”- Blättern und kessen Glossen . Nein . Sondern im Sinne der Finalisierung eines Langgehehgten , lang Erarbeiteten , von langer Hand Geplanten . |||
WERTSTÜCKE , POSTPARTAL
Brauchen wir jetzt also gar nicht die Metapher der “Geburt” zu bemühen . Und auch nicht diejenige der “postpartalen Depression” . Kennt man ja , die Trauer , die sich einstellt , wenn einem das Werkstück unter der Hand heran wächst , in die Welt hinaus zieht , und man nun vorderhand mit leeren Händen dasteht . Da hilft auch der kurzfristige Triumph angesichts der eben noch als erreicht angesehenen Etappe nichts . |||
SZALON GRIMM
Sind da zum Beispiel einige Bücher geschlüpft und harren sofortiger Überprüfung im Setting der Echtwelttext- Vorlesung . Sofort - also heute - gibt LISA SPALT einen grimmen Extrakt aus GRIMMS zum besten , will meinen dessen Märlein von Schneeweisschen und Rosenrot in einer um “Rosen” , “Rot” und “-chen” gekappten Fassung : Als Principessa der “Kleinen idiomatischen Reihe ” dem in|ad|ae|qu|etn Publico Schlotmann’sch bekannt , wird die Autorin nicht nur den morgigen Star- und Textgast unseres SALON LITTÉRAIRE abgeben , sondern sie bringt das “Schneeweiss” auch heute abend in einem SZALON zur Aufführung : SZALON , nota bene , geschrieben mit “Z” und einem “de LUXE” im kosmetischen Abspann . GRIMMS also heute im SZALON mit Z , Museumsquartier ( Hof Zoom Kindermuseum ) als Buchpräsentation in szenischer Lesung mit Olga Reichert ( Körper ) , Lisa Spalt ( Stimme ) , Gabriella Nagy ( die unauffälligkeit des handelns ) und Katharina Spalts Musik . |||
ROTE BAR : ABSICHTSLOS
Keine 3 Gehminuten westlich tagt am folgenden Abend DIETER SPERL ( in Ritterdingen Verlagskollege ) , um das Seinige in der Roten Bar des Volkstheaters der interessierten Welt darzubieten . Ganz “ABSICHTSLOS” ( Ritter ) , wie es nun mal Stil des “Random Walkers ” ist . Was und Wer in Wien so aufgetischt wird , und welche Beobachtungen auf kleiner Flamme köcheln , um den konzentrierten Fond einer nicht alltäglichen Prosa abzugeben .
Dazu passt als perfekter Rahmen natürlich das gefake-t Feudale der Roten Bar in einem jener historistischen Theatertempel , mit welchen das Architekten- Duo Fellner & Hellmer nahezu die gesamte kk- Monarchie quasi in Serienfertigung beschickten .
Dass der Autor selbst in keiner Weise “absichtslos” ist , erweist seine radiophone Agenda und eine langfristige Auseinandersetzung mit dem Medium “Film” . Was laufende Bilder und ständige Buchstaben miteinander gemein haben könnten , wird am 30. 11. im Literaturhaus zu hören und sehen sein : Literatur und Film - Zwei Beispiele : Edgar Allen Poes “Der Rabe” und “wenn die landschaft aufhört” von Dieter Sperl ( mit der Videokünstlerin Astrid Becksteiner- Rasche , Thomas Ballhausen , Kerstin Ohler ) .
“Ob” und “wie” Veranstaltung und Thema eine Reihe ergeben , wird sich weisen . In|ad|ae|qu|at sind hinsichtlich des eben erschienenen EINATMEN - AUSATMEN- A / V - Text- Features ( sowie dessen am Schneidetisch befindlichen YouTube- Miniatur ) in Verhandlung . Womöglich wird ja was . Wir berichten . Nun sei aber auch nicht vergessen , auf das jeden Rahmen publizistischer und gestalterischer Konventionen sprengende Kunst und Kulturmagazin ST/A/R , deren literarische Agenda Meister Sperl - wie man so sagt - “betreut” . |||
ROUNDABOUT LITERATURFÖRDERUNG
Ob und wie Literatur überhaupt “betreut” gehört , will meinen : finanziell unterstützt und ermöglicht , ist Angelegenheit einer Debattierrunde im depot [ Kunst und diskussion ] . Wir hätten den im Programm kahl abgedruckten Titel lieber mit einem Fragezeichen versehen , also erledigen wir ( so wir schon die Moderation schultern ) den MARK OF QUESTION hier : “Die ideale Förderung [ ? ] - Schreiben in Österreich” . Ein Thema also der harten Bandagen . Um die notwendige Délicatesse der Sparringpartner ist nicht zu bangen : Mit Stefan Buchberger ( Luftschacht Verlag ) , Werner Richter ( Übersetzergemeinschaft ) , Gerhard Ruiss ( IG AutorInnen ) , der Buchhändlerin Rotraut Schöberl und Robert Stocker vom Ministerium wurde eine kluge Runde gefunden . Überdies darf Kulturwissenschafter Rüdiger Wischenbart beneidenswert relativierend auf den wimmelnden Betrieb blicken . Dass in jenen Arealen der “Literaturförderung” , die das Preisunwesen betreffen , manches im Argen liegt , wissen manche in|ad|ae|qu|at- Leser wohl mehr , als ihnen lieb ist . |||
ROUNDABOUT LITERATURKRITIK
Einen Roundabout zur Literaturkritik - organisiert von erfrischend zur Polemik neigenden - Literaturzeitschrift kolik , gibt es während zweier tage im Literarischen Quartier Alte Schmiede . Wucherungen , Grössenwahn und Depressionen , Kritik der Kritik , Hoch- und Trivial- TV- Kritik : Da gibt es Einiges auf- und abzuräumen . Und die Dramatis Personae lässt auf Vielversprechend Argument- und Zungenfertiges schliessen : Ann Cotten , Lydia Mischkulnig , Doris Moser , Peter Rosei , Hubert Winkels , Klaus Nüchtern . Am 29. und 30. 11. |||
SATZ - SEMANTIC ?
Neben Ann Cotten dürfen wir aber auch den Esprit eines weiteren Arbeiters am Weinberg der LITERATUR ALS RADIOKUNST im Literarischen Quartier diskursiv geniessen , und zwar am 19. und 20. 11. , wenn nämlich mit dem faszinierenden Versuch einer Wahrheitsfindung zum Thema “SATZ” ein von Michael Donhauser konzipiertes “Autorenprojekt” über die Bühne der Alten Schmiede geht . Gesetzt , der Satz sei eine Einheit für sich , zugleich allerdings auch eine Organisation von Beziehung … oh und wir sehen uns bereits wieder auf der Rutschbahn zur Homestory des Projekts , in|ad|ae|qu|at künftig einmal nach den Prämissen des Semantic Web zu organisieren . Everything - as you might see - is autoreferential . Ulf Stolterfoht hat uns ein in dieser Hinsicht ja ein brillantes Radio- Poesie- Kunst- Stück im Vorjahr geliefert . Wie wäre es mit einer Wiedererinnerung per nochmaligem ‘Reinhören ? - Das MP3- File liegt jederzeit für Sie bereit . |||
HOLOPHON IM STUDIO
Thematisch und personlich bleiben wir vorderhand noch bei LITERATUR ALS RADIOKUNST und begeben uns kurz MEDIA IN RES zur derzeitigen Produktion mit DANIEL WISSER , eines Zeichens ( ja : auch : da gibt es noch eine Menge anderer , Fortsetzung folgt ) Autor eines bei Ritter erschienenen amüsanten Bandes DOPPLERGASSE 8 ( eine fragilere Fortschrift der voyeuristisch von Heimito von Doderer ERLEUCHTETEN FENSTER ) .
Der erste Produktionstag liegt hinter den Maul- und Ohr- Erschöpften , heute soll ein erster Durchlauf ins Werk gesetzt werden . Special Guest ist diesmal das niegelnagelneue HOLOPHON : ein Mic für 5.1. bis 7.1.- Aufnahmen . Nach Probegalopp im grossen Hörspielstudio war man zunächst einmal volltrunken vom sensationellen Sound : Nicht , dass dieser umwerfend neue Qualitäten böte . Nein , so Gadget- gläubig sind wir nicht . Indes produziert das spacige Tool eine bisher unerhörte Skalierung von Sprache im bzw. versus Körper und Raum . Nachrichten von der Werkbank to be continued . |||
TEXT DES MONATS
Thema LITERATUR ALS RADIOKUNST , und Alte Schmiede reloaded : Der von unserer SALON LITTÉRAIRE- Autorin Liesl Ujvary dem Netz anvertraute TEXT DES MONATS stammt und bezieht sich auf MONIKA RINCK und ihr bei kookbooks kauderndes , amüsantes Traktat AH , DAS LOVE DING . Nach Brigitta Falkner und Kurt Gödel ist also jetzt die LIEBE dran - und wir wollen zart ergänzen : “Die Liebe zur Sprache” aka Glossophilie . |||
BEGIFFSSTUDIO
Da dürfen nun nur zart andeuten , dass uns die Rinck’schen Linguini im Mai 2008 auch im KUNSTRADIO zugute kommen werden : EIN Grund , heiter weiter zu tun . Unterstützung dabei gewährt das eben wieder frisch bestückte BEGRIFFSSTUDIO der Berliner Autorin . Wie in diesem Medium bereits zu lesen , gibt es - neben Lexikalischer Website - auch frische BEGRIFFSLIEFERUNGEN per Mail zu abonnieren . Kostproben gefällig ? - Wir servieren gerne eine Sélection
von Liebesdingen :
- 2305 liebeszirrhose
- 2319 ineinander verschlungene entfremdungen
- 2322 in der zwische sein
- 2323 proto-floral and alone
Küchengerüchen :
- 2303 kännchen kaninchentee
- 2326 das fohlensorbet
- 2304 gasmasken zu schaumlöffeln
und Sprachsachen :
- 2330 das graue an der grammatik
- 2331 suffering some Rilke Damage
- 2291 behelmte verben
- 2295 heavy with proverbs and corrections
Further Reading @ Begriffsstudio , Forum der 13 . |||
||| Das also sind nicht nur “Nachrichten” , sondern regelrechte Freuden von Freunden , das kann man sich schon mal gefallen lassen . Wer indes ungeduldig harrt und weitere Exkurse ins Ausstellungswesen ( bitte erinnern : das müssen die nächsten NVF übernehmen ) nicht dulden mag , ist der heutige Klangapparat , welcher - erst gestrigen Tages geschlüpft - jetzt kräftig vorturnen und seine Grazie zeigen mag . |||
KLANGAPPARAT
Dass der Werte Herr Christian mit seinem sagenhaft sensiblen Händchen unsere Werbeeinschaltung für das prächtige Netlabel BROQUE im Sinne bezahlter Liks vergilt , erklärt unsere neuerdings in den Keller gefalllenes Ranking . Nein , ganz ohne Kalkül und gerade heraus können wir uns frei von jeder ökonomischen Beeinflussung schätzen . Für eine solche - unbezahlbare - Freiheit geben wir freilich gerne unsern letzten Rest Gesundheit hin , sind wankende - indes überglückliche - Gestalten im Nebel .![]()
Ziemlich selbausbeuterisch muss es zugehen , WIE Broque und WAS für feine Releases das nette Label am Rosenweg so auf die virtuelle Rille bringt . An Nils Hoffmann und seine umwerfenden Verwerfungen im Schallplattenladen wird man sich noch lange erinnern ( HIER bitte , geht’s zum wiederhören ) . Nun , kaum drei wochen später , liegt bereits das nächste Omlette Surprise auf der Platte : Unvorhersehbar stets , in welchem Stile die Reihe fortgesetzt wird , birgt die neue Lieferung genau jene FEDERLEICHTe Qualität , die dem elaborierten Pfannkuchen wohl ansteht . Aber keine Sorge : Florian Schirmacher [ ja : mit einem "R" ] und Marc Bammann aka Federleicht hauen da niemanden effekthascherisch in die Pfanne . Eher herrscht sanftes Understatement : Minimale Stukturen schmiegen sich hier psychedelisch , stompen dort eher housemässig auf . Schirmachers schwarz geschulte Stimme mischt sich da eher casuallly ein und kann jeden Anspruch auf LEADING lässig fahren lassen . Du denkst , du kennst die Teile , aber eben : In dieser transparenten Taktung wechselnder Temperamente blieben sie bislang ungehört . Überdies hat A BOAT AND THE SEA [ broque 037 ] einen - und das suggerieren wir en discretion - einen elegant tatzelnden Bass- Part an Bord : Wer findet ihn ? Oder , um mit dem Werten Hern Christian zu sprechen : “Aber hört einfach selbst !” UND “Feedback erwünscht !” - CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. boogaloo | 02. central shopping market | 03. eternal theatre [ 404 - sorry ] | 04. analog bubbles | 05. supergooses |||
LINKS
Lisa Spalt : Grimms , Ritter 2007 [ leider weder @ Ritter noch amazon bis dato Einträge zuhanden ] | Kleine idiomatische Reihe ( Kir ) | 10. 11. - Szenische Lesung @ Szalon de Luxe ( via Pen’s Bungalow )
Dieter Sperl : absichtslos ( Ritter 2007 ) [ leider weder @ Ritter noch amazon bis dato Einträge zuhanden ] , RESERVATTRISTESSE @ KiR , Random Walker ( Ritter 2005 ) , Kulturzeitschrift ST/A/R , 11. 11. Buchpräsentation Rote Bar Volkstheater , Literatur und Film - Zwei Beispiele , Literaturhaus , 30. 11.
depot [ Kunst und diskussion ] : Die ideale Förderung [ ? ] - Schreiben in Österreich ” , 15. 11.
Literarisches Quartier Alte Schmiede : Michael Donhauser - Autorenprojekt : DER SATZ ( 20. + 21. 11. , 3. + 4. 12. ) | Literaturkritik - ein Symposium der Literaturzeitschrift kolik ( 29. + 30. 11. )
LITERATUR ALS RADIOKUNST : Lisa Spalt | Thomas Ballhausen | Ulf Stolterfoht | Ann Cotten | Brigitta Falkner | Liesl Ujvary | Daniel Wisser + Ulrich Schlotmann : Sendung am 9. 12.
Daniel Wisser : Dopplergasse 8 ( Ritter 2003 ) | Erstes Wiener Heimorgel Orchester ( EWHO )
Text des Monats | Literarisches Quartier Alte Schmiede , Wien | Zu Brigitta Falkner : Populäre Panoramen | Zu Kurt Gödel | Monika Rinck : Ah , das Love-Ding !
Monika Rinck : zum fernbleiben der umarmung - Gedichte ( kookbooks 2007 ) , Ah , das Love-Ding ! - Ein Essay ( kookbooks 2006 ) | Diese Peepshow ist dein Sarg @ KiR | Begriffsstudio | Forum der 13 |||







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