Archive for January, 2008

vienna demolition II : a story in pictures

Technorati , , , , , , , ,

||| NO , it’s not that they’d take down whole quarters .

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||| NO , it’s not that they’d focus on those showy highbrow “Gründerzeit” ( 1870s - 1890s ) tenements with their plaster- ornaments depicting “antique” sybmols of wealth and power . ( 1070 , Zollergasse )

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||| NO : They systematically select the type of the “Fuhrwerkerhaus” of the 1830s . Two storey- structures with double entrance- doors leading to a courtyard where to store the carriage , to accommodate the horses , to maintain some kind of workshop and …. perhaps to have some chicken running around .

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||| NO hay , no pay for inner- city investors . They break , what get’s in their way . There still ARE relics of the petty- bourgeois- , craftsman’s- and small entreprenneurs’ culture of Inner- City Vienna . But probably not for good . ( 1070 , Zieglergasse )

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||| Should we NOte that Vienna’s Seventh district is the sole area in town governed by an elected GREEN administration ? |||

KLANGAPPARAT

OUT NOW : Swiss “Ritual Groover” NIK BÄRTSCH’s New Album @ ECM - HOLON . Even though we still miss the genuine strength and czz hörempfehlungausterity of the early independent releases RONIN | MOBILE , we find some very interesting developments to discover : The heavy momentum which suddenly arises out of the well- known repetitive patterns , the jazz- snare breaking it’s way through the accoustic masquerade of ZEN , funky moments of a relentless bass , and … believe it or not : Melodical Harmonies arising rather from the MIDDLE than from the FAR east . GET SOME IMPRESSIONS , TOUR DATES & VIDEOS @ MYSPACE . |||

blog - on method III : Digital Object Identifier System , part 2

Technorati , , , , , , , , , , , ,

||| OBJEKTE DER TAXONOMIE | PROBLEME DER TAXONOMIE | METHODEN DES METADATING | CATCHING & MATCHING THE CODES | IN|AD|AE|QU|AT RELATED | KLANGAPPARAT

Nun gibt es kein Zurück : “DOI im DIY- Verfahren” lautet die derzeitige Prämisse : Durchforsten kilogramschwerer Handbuchziegel, Skizzieren nötiger und möglichen Datenfelder , Verinnerlichung von Code- Listen , um schliesslich den Transfer der schönen Theorie in die harte Praxis zu vollziehen .

OBJEKTE DER TAXONOMIE

on method orange Erste Klärungen nach Studium der “Bibel” des DOI- Systems ( “DOI Handbook” ) betreffen die Varianten , WAS überhaupt beschrieben werden kann und soll :

  • Monografien als Werk ( als abstrakte Definition )
  • Monografien als Manifestation ( Buch , CD , aber auch File )
  • Einzelne Kapitel einer Monografie ( als Werk oder Manifestation )
  • Fortsetzungen in Form von Titeln
  • Fortsetzungen in Form von Ausgaben
  • Einzelne Artikel einer Fortsetzung |||

PROBLEME DER TAXONOMIE

on method orangeSo , wie DOI bislang aufgesetzt ist , kann es sich schon hübsch anschauen lassen als Massanfertigung für die Bedürfnisse von Verlagen , wo die Differenzierung in “WERK” einerseits und “MANIFESTATION” anderseits von Interesse sind .

Das Freifach “Webpublikation” dahingegen erweist sich als Minenfeld von Dilemmata : Soll der mittels PHP aus einer Wordpress- Datenbank generierte HTML- Code nun als “KONZEPT” gelten oder … handelt es sich dabei schon um eine “MANIFESTATION” ?

Noch heikler wird es , wenn man dem Web- Auftritt eines Blogs wie in|ad|ae|qu|at eine DOI als Fundamental”marke” zuweist :

  • Welchen “Stellen”- Wert soll in|ad|ae|qu|at als Ensemble einnehmen ?
  • Wären dann die einzelnen Blog- Einträge ( postings ) dann als “Fortsetzungen” , als “AUSGABEN” ( issues ) oder als “ARTIKEL” einzustufen ?
  • Kategorisiert man die beiden “Hungerkünstler” SALON- Texte von Bernhard Kathan als “REIHE IN FORTSETZUNGEN” oder günstiger als “SELBSTÄNDIGE WERKE” ?

Solche Freuden der Taxonomie werden uns fraglos wohl noch einige Zeit lang begleiten . - Heiliger Linnaeus , bitt’ für uns ! |||

METHODEN DES METADATING

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Ein zweites Handicap für Absolute Beginners besteht in den diversen Varianten der Eingabe von Metadaten :

  • ONLINE : Das Webformular bietet den VORTEIL des einfachen Zugangs . NACHTEIL 1 : Es bietet lediglich nur ein rudimentäres Subset der möglichen Datenfelder . NACHTEIL 2 ( erheblich ) : Selbst bei minimalen Änderungen müssen sämtliche Online- Formularfelder erneut ausgefüllt werden .
  • XML- UPLOAD : VORTEIL 1 + 2 : komplettes Datenset und Möglichkeit , beliebig viele Werke “in einem Rutsch” registrieren zu können . NACHTEIL : zunächst muss eine Applikation zur Eingabe der Daten geschrieben werden , da das XML - Stylesheet in ursächlicher Form NICHT zur direkten Dateneingabe geeignet ist . OFFENE FRAGE : Wie kann man eine lokale XML - Datei bewirtschaften , aus welcher nur die neuen Datensätze für den Upload generiert werden , und doch alle bereits angelegten Daten ebenfalls gespeichert werden ?
  • METADATEN- MANAGER : Hier gibt es direkten Zugriff auf die Metadaten- Datenbank am mEDRA - Server . EINSCHRÄNKUNG : Leider momentan nur für MANIFESTATIONEN zugänglich und ebenfalls sehr auf Verlagsbedürfnisse zugeschnitten ( ISBN- Verwaltung ) . Dahingegen dürfte im Kontext des WEB- MEDIUMS die Ressource- Kategorie des “WERKS” à la longue grössere Relevanz beanspruchen als die “MANIFESTATION” ( s. o. ) |||

CATCHING & MATCHING THE CODES

on method orangeAls dritte Hausaufgabe liegen die ONIX - DOI - Code - Listen zum Studium bereit . Angewandtes Brain- Anti- Aging : Allein die Liste für den ” Product Form Code “ umfasst über einhundert Einträge :

Fragen lesender Web- Textarbeiter , mit welchen wir in den folgenden Tagen allerdings keusch an uns halten wollen . Schliesslich w|sollen die übrigen in|ad|ae|qu|at- Inhalte unter so viel Theorie- und Administrationslast nicht völlig verdorren . |||

IN|AD|AE|QU|AT RELATED

KLANGAPPARAT

Als Rekompensation für dürres Sprech- und vielversprechendes Theoriewerk gibt der KLANGAPPARAT heute etwas ganz Seltenes und und XXL- czz hörempfehlungLänge heraus : Rar , aber wahr , lässt nämlich das Berliner Kultlabel KANZLERAMT Freeware vom noblen Stapel : HEIKO LAUX verfügt als KANZLERAMT- Gründer nicht nur über eine beeindruckende Backlist , sondern beweist auch im Longplay eines Eindhovener Live- Mixes sowohl Steher- als auch Sprinter- Qualität . Eine Stunde , siebenundvierzig Minuten : Souverän durchkomponiert mit Hang zum Überraschungs- Ornament . FORGET ABOUT VIENNA’S OPERA- BALL AND CLICK STREAM TO LISTEN - over and over and over again - |||

blog - on method II : Digital Object Identifier System , part 1

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||| DOI : EINFACH KOMPLIZIERT | GESCHICHTE | KOSTEN VS KOSTEN | SEMANTIC FRAMEWORK | DOI- NAME | NAME : STRUKTUR | RECHTE & PFLICHTEN | FEINTUNING | DOI- NAMEN , BEISIELE | AUSBLICK | LINKS | ÄRZTLICH EMPFOHLEN : KLANGAPPARAT

Zweihundertfünfundneunzig ( 295 ) pdf- Word- und Powerpoint-Dokumente lagern mittlerweile in unserem Projektordner “SEMANTICS” , davon 65 alleine im Unterordner “DOI” . Eine neue Welt an Begriffen , Konzepten und Methoden , eine Reise auch im Strom der Transformation des Verlagswesens von den Hochglanz- Saisonprogrammen hinab in die Tiefen von Datenbanken , Web-Services und schnell drehenden Geschäftsmodellen . |||

DOI : EINFACH KOMPLIZIERT

on method rotDas DOI - SYSTEM wird einleitend oft recht einfach dargestellt ( Link A ) und nimmt erst bei näherer Betrachtung dann respektablen Umfang an ( Link B ) . Das DOI - Modell wird von den Betreibern als offene , gerade mal kostendeckende Methode angepriesen ( Link C ) , zeigt allerdings auch Anzeichen einer Marketing- Strategie von ra(s)tlos in die digitale Zukunft strauchelnden Verlagskonglomeraten ( Link D + E ) ( > Vgl. Musikindustrie ) . Auch kritische Stimmen blieben nicht aus ( Link I ) . Unsere praktischen Erfahrungen zeigen bisher : Die Betreiber mühen sich redlich , transparente Kommunikation zu betreiben , das Funktionsmodell scheint tatsächlich für diverse Anwendungen passende Mechanismen bereitzustellen . |||

GESCHICHTE

Nach der Grundlagenarbeit von Norman Paskin 1997 und Gründung der “International DOI Foundation” im Vereinigten Königreich 1998 geht aus einem EU-Projekt im Rahmen des e- Content Programms in Italien die erste ( europäisch mehrsprachig ausgerichtete ) Registration Agency ( mEDRA ) als erster Registrar hervor . Für Deutschland erwirbt das “MVB Marketing - und Verlagsservice des Buchhandels” die Registrations- Rechte und gründet ihrerseits die “BISAG - BuchIndustrie StandardAgentur Germany ” , welche vor allem unter dem Link www.medra.org/de ihre Dienste anbietet . Unter Anderem hat schon im Jahre 2000 die “AAP OPen Ebook Publishing Standards Initiative” DOI als das “primäre Identifikationssystem für Metadaten-Management zur e-Book Verwaltung” empfohlen . |||

KOSTEN VS KOSTEN

Die notwendig bittere Pille zuerst : DOI’s zu registrieren kostet Geld , ECHTES Geld . Höchst interessant sind daher die unterschiedlichen Preisgestaltungen zwischen mEDRA ( Italien | Englischsprachig ) und BISAG ( Deutschland ) . Nach anfänglicher Annahme , dass es “an der Quelle” bei mEDRA wohl am günstigsten sein müsse , zeigt ein Vergleich der konkreten Preislisten enorme Unterschiede ( Links F + G ) und grosse Vorteile einer Registrierung in Deutschland über MVB | BISAG . Bei mEDRA laufen pro Jahr für bis zu 1.500 neue DOI’s € 2.000 an , bei BISAG bekommt man 1.000 registrierte DOI’s schon um wohlfeile € 150 . Angesichts der in|ad|ae|qu|at|en Finanzverhälttnisse wäre eine Registrierung über mEDRA völlig unmöglich gewesen , daher danken wir der BISAG für ihre wesentlich vernünftigeres Geschäftsmodell und können mit unserem Projekt praktisch nachweisen , dass auch in der Kleinform durchaus Phantasie für persistente Kodierung gegeben ist ( > Vgl. Springer: 3 Millionen registrierte DOI’s , pdf ) . |||

SEMANTIC FRAMEWORK

on method rotMehr als eine “Unique ID” wie bei einfachen Namensauflösungen bildet DOI ein komplettes RAHMENWERK für einen “persistent , actionable identifier with semantic interoperability” und deckt damit die Schichten 1 , 3 und 5 im Lebenszyklus eines zu beschreibenden “Objekts” ab . DOI- Namen können sich auf physikalische Personen , virtuelle Konzepte oder digitale Dateien beziehen , und - besonders wichtig in der Herangehensweise im in|ad|ae|qu|at|en Projekt - können auf “Physikalische Manifestationen” , “Abstrakte Werke” oder sogar “Aufführungen” von Werken verlinken . Praktisch möglich machen dies die impliziten Festlegungen von Syntax , Deskriptoren , Namensauflösung und Administration .

Ausdrücklich muss auf den Unterschied zwischen “DOI - NAMEN” und “DOI - SYSTEM” hingewiesen werden . Ersterer beschreibt lediglich eine “Nummer” , eine daraus ableitbare Beschreibung sowie den eventuellen Speicherort . Letzteres erfasst die gesamte Kette von Abläufen . Nur diese Kombination aus Name , Data Dictionary , Auflösung und Verwaltung bringen echten Mehrwert für zukünftige praktische Anwendungen . Norman Paskin hat das in seinem Grundlagenartikel aus 1998 sehr schön formuliert ( Link H ) : “The Scope of the DOI is defined as digital services against Content” . |||

DOI- NAME

on method rot“Ein digitaler Identifikator für beliebige Objekte intellektuellem Eigentums” . Der BASIS- Aufbau eines “DOI” ( hier als singuläre Ausformung der einer Ressource dauerhaft zugeteilten ID benutzt ) entspricht den klassischen Vorgaben der “RFC 2396: URI Syntax” aus dem Jahr 1999 , verfasst u. a. vom legendären Tim Berners- Lee . Als Schema- Name dient “doi:” , ähnlich wie für per ftp erreichbare Files “ftp:” und für http - Übertragbare Webseiten “http:” verwendet wird .

Man beachte den UNTERSCHIED zwischen URN , URI und URL : URI bezeichnet den Oberbegriff , URN den “Namen” einer Ressource , und URL nur den “Ort” einer solchen . Die gewohnten “URL” sind damit das “minderwertigste” Glied in der Kette , da ja auch bei der Auffindbarkeit einer Person zunächst der Name ( eher dauerhaft ) und dann erst die Adresse ( kann rasch wechseln ) interessiert . Die URI wäre in diesem Vergleich wohl die Sozialversicherungs- Nummer , welche ja auch unabhängig von einem Orts- und Namenswechsel dauerhaft gültig ist , ganz egal , wo sich eine Person im Moment aufhält . Diese bleibt selbst dann noch EINDEUTIG , wenn die Person bereits verstorben ist , oder zwei Personen gleichen Namens in einem Land leben . Wichtigste Aufgabe der Registrations- Agenten ist daher sicherzustellen , dass jeder DOI - Name nur ein einziges Mal weltweit verwendet wird . Wie man im Teil II der DOI- Beschreibung sehen wird , besteht ein grosser Vorteil des DOI- Namen auch in der Auflösung auf multiple Speicherorte einer Ressource . |||

NAME : STRUKTUR

Nach dem Schema “doi:” folgt der fest zugeteilte Präfix “10.” ( jeder DOI-Name beginnt mit 10. ) . Dann folgt die einem Registranten zugeteilte einzigartige Nummer ( in|ad|ae|qu|at hat ganz aktuell die Nummer 3246 erhalten ) . Nach einem Backslash kann dann jeder Registrant sein ganz INDIVIDUELLES Nummerierungs- System anwenden . Ausdrücklich wird darauf hingewiesen , dass auch schon vorhandene Systeme wie etwas ISBN oder ISSN in den DOI eingebettet werden können . Ganz allgemein wird ein eher “unintelligenter” Bezeichner empfohlen , da die Intelligenz ja in den mit der DOI verknüpften Metadaten steckt , und jedes noch so gut gemeinte System innerhalb eines großen Verlagshauses ohnehin im Verlauf der Geschäftstätigkeit gewisse Veränderungen oder Abstraktionen erfahren wird .

RECHTE & PFLICHTEN

An dieser Stelle ist auch ein wichtiger HINWEIS angebracht : Der DOI Name sagt NICHTS über die RECHTE an einem Werk aus . Jeder DOI- Name kann übertragen werden , damit bezeichnet die “Eigentümerschaft” über einen DOI vor allem die Verantwortung darüber , die Metadaten der DOI auf aktuellem Stand zu halten . Die Hoheit für die Einzigartigkeit des DOI - Namesteils 10:xxxx/ liegt bei der Agentur , die für den Suffix nach dem Backslash beim Registrar . |||

FEINTUNING

on method rotDer DOI- Name war gemäss Norman Paskins Grundkonzept an sich Case - Sensitive geplant , in der aktuellsten Version der Normierung wurde allerdings eine Case - Insensitives Verhalten spezifiziert , da zu viele der unterschiedlichen Datenbanksysteme nicht korrekt mit Case- Sensitiven Namen umgehen können . Ähnliche praktische Einschränkungen ergaben sich für die erlaubten Zeichen in einem DOI- Namen : sind im Grundstandard an sich alle UNICODE - Zeichen erlaubt , wird im täglichen Gebrauch eher die Verwendung von UTF-8< /a > nahegelegt , da nur dadurch auch Webtechnische Namensauflösungen und Browser- Eingaben möglichen werden .

Pragmatisch verwendet man daher nur Hauptbuchstaben ohne Umlaute , nur die Sonderzeichen . _ -/ sowie Ziffern . Vor Allem die Bezeichnung mit Ziffern , getrennt durch Punkte als Form der verfeinernden Granularität , scheint uns zur Darstellung geeignet . Damit kann eine Haupt- Rubrik eine Zahl zugeordnet bekommen ( z.B. SALON LITTÉRAIRE = 17 ) , der konkrete Artikel dann die nächste Zifferngruppe , und einzelne Bilder oder Absätze innerhalb des Artikels bei Bedarf eine dritte Zifferngruppe ( auch zu einem späteren Zeitpunkt als die Registrierung des Hauptartikels ) . |||

DOI- NAMEN , BEISIELE

DOI: 10.1225/3566 ( Harvard Business Online )
DOI: 10.1223/0787640042 ( Thomson Gale )
DOI: 10.1036/0071449922.CH19 ( McGraw-Hill)
DOI: 10.2126/HGN094-065 ( Trails.com)
DOI: 10.1337/de200723 ( Snapdata Reports )
DOI: 10.1569/KLI941708 ( Market Research.com )
DOI: 10.1565/0062503642 ( Acropolis Books )
DOI: 10.1039/FT9908601741 ( xlink )
DOI: 10.1093/bib/5.2.150 ( Oxford Journals )
DOI: 10.2120/0001-EPYGI-0000000000-0000000001 ( epygi - offenbar deren allererster DOI . Grober Fehler : In einem DOI sollte der Firmenname keinesfalls vorkommen … ) |||

AUSBLICK

Im NÄCHSTEN TEIL dieser Serie können wir dann schon über die konkreten METADATEN- Felder eines kompletten DOI- Eintrages berichten . WEITERE SEQUELS folgen zu : RDD ( Rights Data Dictionary > indecs ) , die Namensauflösung ( handle- system ) sowie Verwaltungsagenden . |||

LINKS

Link A ( html ) : “info zum DOI” auf www.bisag.de
Link B ( pdf ) : “Die Dienstleistungen der DOI - Agentur” ( Manfred Gravelius , MVB )
Link C ( html ) : “Welcome Message” ( Norman Paskin , IDF )
Link D ( pdf ) : “Economic Benefits of DOI Applications in Content Marketing”
Link E ( html ) : “DOI bringt Ordnung im Internet” ( Börsenverein des Deutschen Buchhandels )
Link F ( html ) : “Terms and Conditions” ( mEDRA Preisliste )
Link G ( html ) : “Preise und Konditionen” ( BISAG Preisliste )
Link H ( pdf ) : “DOI Initiative: Current Position and View Forward” ( Norman Paskin, IDF, 1998 )
Link I ( html ) : “DOI - Embarrassement of the Riches” ( Part I , Sam Vaknin ) |||

ÄRZTLICH EMPFOHLEN : KLANGAPPARAT

Wem jetzt - zu Recht - der Kopf brummt und die Nümmerchen vor Augen flimmern , dem wird itzo als Remedur & Chill- Out- die EP Nummer 007 ( sic ! ) des hier mehrfach wohlwollend empfohlenen Wiesbadener Netlabels [ schall ] dargereicht . Die Einnahme von INDISPENSABLE RYTHM gilt czz hörempfehlungals verpflichtend , sonst kann die sichere Handhabung von Maschinen bzw. das Steuern von Kraftfahrzeugen nicht als gewährleistet gelten . Take a seat . Close your eyes . Und lass Dein Hirn mal kurz durchatmen . DJ und Elektroniker RIVO ist Jahrgang 1983 , stammt aus Den Haag und pflegt einen Wahlspruch , dessen Manifestationen sich im Flow der Beats vielleicht nicht unmittelbar erschliessen : “Let’s Do Really Strange Things , And Call Them Normal !” - O. K. - Film ab und Action ! CLICK TRACKS TO LISTEN AND RELAX : 01. the hermit | 02. desirability | 03. play marbles | 04. old dirty shoes |||

blog - on method I : publizieren , partizipieren , persistenz

Technorati , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

||| ACHT AUFGABEN | PERSISTENT IDENTIFIER : WAS FÜR ANDERE MEDIEN GESCHAH | URL : UNSICHERER PATRON | ALTERNATIVEN | MITTEL DER WAHL : DOI | KLANGAPPARAT

ACHT AUFGABEN

on methodFolgende Fragestellungen finden sich derzeit auf unserer methodologischen Landkarte , Erkenntnisse und Ergebnisse reichen wir “in loser Folge” unter dem Titel “on method” dar .

A “map of misreading ” ist freilich nienals auszuschliessen …

  1. Gedruckte Publikation versus Online-Text : Wann ist ein Werk ein Werk , wie kann man Text- Bild- Audio- Video- Objekt- Montagen ohne “physikalische” Manifestation als tatsächlich publizierte Werke akkreditieren ?
  2. Darstellungsformen multimedialer Online- Werke : Ausstellung in der ( Offline- ) “Echtwelt” , Rezipierbarkeit abseits von Hyperlinks , Aufnahme in Werkverzeichnisse
  3. Dauerhafte Adressen für Online- Werke im dynamischen Umfeld von URL- und Webspace - Verschiebungen
  4. Rechtesicherheit für Autoren : Verwertbarkeit , Reintegration von Online- Content in traditionelle Publikationsformen
  5. Strukturierte Inhaltsbeschreibung von Online- Werken in Form von XML - Schemata als Basis für das Rendering auf unterschiedlichen Ausgabegeräten
  6. Umfangreiche Metadaten- Auszeichnung mittels ontologisch gestützter Attribute , Relationen und Wertepaaren im Rahmen etablierter Standards wie Dublin Core , OWL , RDF und RDD
  7. Aktives Angebot von maschinenlesbaren Content- Feeds und Services jenseits von RSS und ATOM für zukünftige Aggregationsformen und Wissensmanagement
  8. Prakische Integration all dieser Mechanismen in Content- Management Systeme ( cms ) wie Wordpress , Drupal et. al. , praktische Handhabung komplexer Werkbeschreibungen im Authoring und im Archivbereich |||

PERSISTENT IDENTIFIER : WAS FÜR ANDERE MEDIEN GESCHAH

on methodAls Ausgangspunkt | point of departure für diese umfangreichen Abklärungen wurde der DRITTE Punkt oben stehender Liste ausgemacht : Die eindeutige Auszeichnung von Online- Werken mit einem über die Jahre hinaus gültigen , referenzierbaren und mit Metadaten angereichterten Identifikator . Im klassischen Publikationsfeld sind solche “Nummern” aus dem Umfeld des ISO TC 46 allgemein gebräuchlich und Basis für Transaktionen , Rechteklärung und Zitierbarkeit :

  • ISBN für Bücher als Einzelausgabe
  • ISSN für Periodika
  • ISRC als Code für Tonträger
  • ISRN für technische Fachartikel
  • ISAN für audiovisuelle Produktionen
  • ISWC für Kompositionen
  • ISTC wird als ISO 21047 soeben spezifiziert und eignet sich an sich für Kennzeichnung von Texten , es ist aber noch keine praktische Lizenzierung verfügbar , auch eine multimediale Erweiterung ist nicht absehbar
  • UMID im Rahmen von MFX/AAF wird von der SMPTE eher als Identifier für Rohmaterialien im bereich professioneller Audio / Video Produktion verstanden
  • UUID wird unter anderem auch von Microsoft als GUID für die (beinahe) eindeutige Bezeichnung von Code-Fragmenten und Applikationen genutzt. dieser wäre für die interne Nummerierung zwar geeignet , hat jedoch keinerlei Relevanz für die Aussendarstellung und die Namensauflösung. Es handelt sich um einen möglichst zufälligen Code aus Uhrzeit , MAC-Adresse der lokalen Netzwerkkarte und anderen Parametern , oder auch einfach um den MD5-Hash-Code des indizierten Files .

Die Bezeichner wie ISBN , ISSN etc … beziehen sich alle auf den Inhalt bzw. die Publikationsform: ISBN für Bücher, ISRC für Audio-CD , ISSN für Journale . Ein persistente ID für Web-Anwendungen muss aber unabhängig von der physikalischen Repräsentation eine funktionelle Bedeutung aufweisen. |||

URL : UNSICHERER PATRON

Im überwiegenden Fall können mit diesen Bezeichnern auch nur physikalische Medien oder elektronische “Files” als homogene , “flache” Formen der Repräsentation künstlerischer Hervorbringungen ( mp3 , jpeg , txt) referenziert werden . Ein mittels XHTML , CSS , Flash- Code und Java- Scripts erstelltes komplexes Online- Konstrukt entzieht sich insdes bislang einer Typifizierung und “lebt” ausschliesslich entlang einer URL und den Hilfstypen für die Darstellung . Jedem Internet- Nutzer ist aus leidvoller Erfahrung klar, dass die URL einer Webseite nur eine Momentaufnahme des physikalischen Speicherortes sein kann . Hosting- Wechsel , neue Projektideen oder einfach das Auslaufen von Ressourcen machen eine liebevoll gepflegte Datensammlung zur Null- Existenz - Stichwort Error 404 . |||

ALTERNATIVEN

on method

Im Netz werden verschiedene Möglichkeiten zur dauerhaften Namensauflösung eines einmal festgelegten Identifikators auf variable Adressen angeboten .

Voilá ein Digest der Vor - und Nachteile der bisher evaluierten Methoden :

  • PURL bietet ohne Kosten zumindest persistente “Auflösung” von URLs zu variablen Adressen . Leider können solche Mappings nicht mit Metadaten oder gar Inhaltsbeschreibungen versehen werden , daher greift PURL für die projizierte Anwendung um Einiges zu kurz .
  • URN , in RFC 3406 definiert , kommt dem Anliegen schon näher . Mit umfangreichen Antragsforumlaren , doch immerhin ohne Lizenzkosten kann man einen “Namespace” für permanenten Gebrauch anfordern und fürderhin unter dieser stabilen Domäne laufend Werke eindeutig indexieren. inadaequat wird sich der Zuerkennung einer informellen URN (urn-07) annähern , als reales Experiment auf dem Weg zu weiteren Erkundungen . Trotzdem bleibt auch eine URN im Teilgebiet “Namensaufösung” stecken , weiterreichende Indizierung wäre erwünscht .
  • Registered Commons als Ableger der Creative Commons ist natürlich der sympathische , “gute” , naheliegende Weg für die gestellte Aufgabe. Ohne Kosten können elektronische Werke mit persistenter URL , reichhaltigen Metadaten , und wählbaren Lizenzbedingungen ausgezeichnet werden . Der eindeutige Identifikator wird jedoch leider nicht in einem definierten Namespace angelegt , sondern ist bloss ein UUID mittels MD5- Hash , der - und hier der Haken an der Sache , aus dem UPGELOADETEN Werkstück generiert wird . Ein echter Upload ist bei Onlinewerken aus den genannten Gründen wohl kaum möglich , ebenso rechtlich bedenklich , auch die Namensauflösung dieser Bezeichner ist nur über die sehr lange , unlesbare UUID möglich und damit wenig praktikabel . Immerhin existiert sein kurzem ein WORDPRESS - plugin für Registered Commons : Blog- Beiträge sind damit endlich in gewissem Umfang schützbar . |||

MITTEL DER WAHL : DOI

on methodAls beste Möglichkeit für die Auszeichnung der Online- Werke im Sinne des Gesamtprojektes in|ad|ae|qu|at zeigt sich schliesslich der DOI , ein von der IDF verwaltetes Nummern- System für Objekte . Zwar nicht ganz kostenfrei zu nutzen plus umfangreichen Auflagen für Metadaten- Zusätze . DOI ( Digital Object Identifier ) ist die praktische Ausformung von MPEG 21 - Teil 6 , dem Rights Data Dictionary , und trifft damit genau das Projekt- Begehren der in|ad|ae|qu|aten Idee . Eine detaillierte Beschreibung der Eigenschaften des “Systems DOI” folgt im nächsten Teil dieser Werkstatt- Berichte erfolgen . ( - Schöner Cliffhanger , wie ? - ) |||

KLANGAPPARAT

Ein echter Sonntagsfund und eben frisch aus dem Ei geschlüpft : Heute servieren wir intelligent dance music vom Feinsten : André Lodemann hat gut Ding Weile lassen lassen und stellt seine LP SHINE in Form eines Three- Track- Teasers beim Kölner Netlabel rest vor ( @ MySpace ) : Treue in|ad|ae|qu|at- Besucher wissen zwar um unsere grundsätzliche Abneigung gegen etwelche Weiberstimmen- Ziergirlanden : Die leicht orientalische czz hörempfehlungSchlingpflanze auf Track # 1 mag als fleischfressende durchaus attraktiv erscheinen . Was auf den kargen drei Tracks der Gratis- und Teaser- Release sich andeutet , setzt das integrale LP- Werk überzeugend ins Werk : Nämlich wie Lodemanns ( @ MySpace ) diskret nach allen Regeln der Harmonik gebaute Mikro- Patterns durchaus über das musikalische Potential verfügen , auch der Langstrecke frische und massgebliche Modulationen abzugewinnen . Das alles in einer Dirskretion und Demut , die ihres gleichen suchen …. . Den STREAM tutto completto gibt’s @ rest , die drei Treaser- Tracks mit selber Post hier . CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Shine | 02. Drifting | 03. Hold On |||

Salon Littéraire | Monika Rinck : FLUBBE

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Literatur @ in|ad|ae|qu|at : Der SALON LITTÉRAIRE als www- Galerie für Bild und Text

Salon Littéraire | Monika Rinck :

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FLUBBE , telefontext
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copyright_Monka Rinck_Rimbaud_Salon Litteraire

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Monika Rinck

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IN KLEIDERN SCHLAFEN

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vienna demolition I : a story in pictures

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||| Der traditionelle Slogan von WIEN- TOURISMUS ( “Wien erwartet Sie” | “Vienna waits for you” ) wird im EM- Jahr 2008 um den Faktor einer “Feel- Good- Maschine” erweitert : “Wir sehen uns als die grosse Wohlfühlmaschine der EM” , lautet die Litanei der Strategen .

Höchste Zeit für in|ad|ae|qu|at , die Dokumentation rezenter Demolitionen zu starten . Hier kommt gerade das alte KURIER- Haus zu Fall . - Zu Fall ? - Mitnichten : Die Abbruchbirne ist längst passé , im dicht umbauten Stadtgebiet zupfen Bagger vorsichtig Part für Part , Fenster um Fenster aus dem Gebäude . Bis wieder ein Teil zum Einsturz gelangt , zentimetergenau absackt . Mit Wasserfontänen wird der Staub gebunden . |||

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Voilà die Ruhe nach dem ( überraschend stillen ) Sturm . Nun muss Stein zu Stein , Holz zu Holz , Metall zu Metall sortiert werden . Wochenlang dauert dieses Rohstoff- Hyänen- Werk . |||

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Wir indes hatten von eineinhalb Stunden Zeugenschaft genug : Dem Wasser- Staub- Gemisch auf Anorak , Jeans , Stiefeln war nur mehr hard core - via Vollbekleidungsdusche - zu begegnen . To be con’d . |||

KLANGAPPARAT

Eventuell vom Titel her passend , uns musikalisch indes schon länger ein Anliegen , ist die EP “QUASI- STABLE STATE” , die der Autodidakt Monopole ( aka Richard Sudney ) in seinem Detroiter Keller aufgenommen hat . Und genau so klingt die Release 019 der Happy Puppy Records*** : Nach einer czz hörempfehlungInnenwelt der Aussenwelt der Innenwelt , in welcher synthetische Sounds und field recordings zu ( Alp- ) Traumhaften Gespinsten gewebt sind . Musik mit Handschlagqualität - in diesem Sektor sehr selten ! - CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Pendulum pedestrian | 02. Sleeping through new years | 03. Phosphorescence | 04. Through the hole in the wall | 05. Images of Orthocron | 06. Quasi-Stable state |||

( *** http://geocities.com/happypuppyrecords/hpr019_Monopole.html - Seite derzeit leider nicht erreichbar ) |||

out now : KULTUR UND GESPENSTER 6 + Release Party

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||| REPRISE : LESE EMPFEHLUNG | “NICHT MR. PINK” - EXPOSURE | TARANTINO : GEWALT ALS “SPIEL” UND MÖGLICHKEIT | GROYS - KAKBAKOV - PEPPERSTEIN | DISKURS- POGO | TINTIN - ANTISÉMITE ? | SITUATIONISTISCHE … | … RINGTONES | HAUSAUTOR - HOMESTORIES | ACHTUNG HH : RELEASE PARTY | KLANGAPPARAT | LINKS + INHALT

REPRISE : LESE EMPFEHLUNG

Milou WikipediaIm Mai vorigen Jahres hatte in|ad|ae|qu|at bereits einmal eine sogenannte Lanze für das Literatur- , Diskurs- und Kunst- Magazin KULTUR UND GESPENSTER gebrochen . Feuer- , nicht Feierabend für den Geist , welcher sich mit Verve den Akzidentien von Pop , Kunst und tieferer Bedeutung widmet , ohne dabei in allzu ätherische Sphären abzuheben . Jede Kultur bedarf ihrer Ausleg- Ware : Und mit den aus Hamburg an die lesende Welt ausstrahlenden Analysen und Glossen zum Alltag ( in ) der “Kultur” bleibt die - mitunter ironische - Bodenhaltung aufs Beste gewährleistet . |||

“NICHT MR. PINK” - EXPOSURE

Milou WikipediaAnzuzeigen ist nun also Numero 6 , welches den Winter 2008 mit der Titelparole “ICH WILL NICHT MR PINK SEIN” freundlich illuminiert ( Inhalt : Verzeichnis im Anhang ) .

Das heimliche Motto dieser 6. Ausgabe des - immerhin 225 Seiten starken - kultur- und diskursanalytischen Periodikums könnte man allerdings mit EXPOSURE | EXPOSITION | EXPONIERUNG benennen . |||

TARANTINO : GEWALT ALS “SPIEL” UND MÖGLICHKEIT

Milou WikipediaDies gilt für den Part zu den exponierten und das Thema de Gewalt ironisch gebrochen exponierenden Regisseure Quentin Tarantino und Roberto Rodriguez . JÖRN AHRENS’ Überlegungen zu Quentin Tarantino , Reservoir Dogs und die Repräsentation der Gewalt reflektieren , “inwieweit gerade dieser Film das Verhältnis von Gewalt und moderner Kultur exemplarisch illustriert” . Das Kino wäre mithin eine Institution der “bewachten Gewalt” - als vergleichende Lektüre bieten sich die von TP ( “Mediale Gewalt verhindert reale Gewalt” ) referierten einschlägigen Studien an :

Als eine solche Institution bietet sich in der modernen Massenkultur das Medium des Spielfilms an, das ganz offensichtlich als Auffangbecken für diverse Imaginationen, Rationalisierungen und Kompensationen von Gewalt dient und entsprechende Techniken bereitstellt. ( … ) Ein Film wie Reservoir Dogs repräsentiert diese grundlegende Verflochtenheit von Gewaltfähigkeit, Schmerzerfahrung und Kultur- respektive Subjektgenese. Die unveränderbare Anwesenheit von Gewalt sollte zwar nicht anthropologisch verstanden werden; als grundlegende Fähigkeit des Menschen kann sie aber aus der menschlichen Lebenswelt auch nicht ausgeschlossen werden, sondern kehrt immer wieder in diese zurück.

Vgl. dazu übrigens den aktuellen Essay von Jan Philipp Reemtsma : Die westliche Welt muss die Zusammenhänge von Gewalt in der Moderne verstehen lernen - Grundzüge einer Theorie der Gewalt ( SZ , 25 . 1. )  |||

GROYS - KAKBAKOV - PEPPERSTEIN

Milou WikipediaOder für die “Extremsituation des Künstlers” , die Thema eines Gesprächs des exponierten Denkers BORIS GROYS mit den Konzeptkünstlern ILYA KABAKOV und PAVEL PEPPERSTEIN über die ( in der russischen Tradition “sakrale” ) Rolle des Künstlers in einer verwalteten und vermarkteten Welt führt , wobei auch die Rolle der Fotografie als Zeugin zur Sprache kommt . In der Fotografie ist der Terminus “exposure” ( “Belichtung” ) ja ein zentraler Begriff , dessen Nebenbedeutungen nicht zuällig ale Formen von Gefahr , Konfrontation und Indezenz beinhalten .

Beeindruckend sind übrigens die weit blickenden Bilder der Fotografin NATHALIE GRENZHÄUSER : in|ad|ae|qu|at hat in einem arktisch erstarrt wirkenden wasteland unter dem Titel “Kapp Amsterdam” seinen Favoriten gefunden . Ein starkes Stück , welches man gerne im Originalformat sähe . |||

DISKURS- POGO

Milou WikipediaDie Geburt der Diskursherrschaft von Figuren wie Norbert Bolz , Joachim Hörisch , Friedrich Kittler und Hubert Winkels aus dem Geiste des Punk erläutert ENNO STAHL anhand einer Anekdote aus der späten 80er Jahren in Düsseldorfs historischem Punk- Schuppen Ratinger Hof . Sein Diskurs- Pogo steuert manche kluge Beobachtung zu Themen wie der Selbstvermarktung von Intellektuellen , Ego- Branding und dem Aufspüren karrierefreundlicher windows of opportunity bei . |||

TINTIN - ANTISÉMITE ?

Milou WikipediaEs war abzusehen , dass man anlässlich des 100. Geburtstag von Hergé ( Georges Prosper Rémi ) , dem belgischen Erfinder der wunderbaren Bande Dessiné- Serie Tintin vulgo Tim und Struppi , auch Indizien der ideologischen Zeitgenossenschaft ausmachen würde . Und , leider , voilà : Erfreulich ohne den Gestus der Denunziation diskutiert OHLE FRAHM Antisemitische Stereotype - speziell anhand der von Hergé mehrfach umgezeichneten und mit neuen Figurennamen versehenen Bände “Der geheimnisvolle Stern” ( L’étoile mystérieuse , 1942 ) sowie “Im Reiche des Schwarzen Goldes” ( Au pays de l’or noir , 1950 ) . |||

SITUATIONISTISCHE …

Milou WikipediaDerselbe Autor rückt auch dem ( Mythos der ) Situationistischen Internationale anhand der Besprechung mehrerer Neuerscheinungen mit kritischem Eros auf den Pelz . Der Text endet indes mit einer bemerkenswerten Huldigung an die letzte fordistische Avantgarde :

Dabei war es nicht die Sehnsucht nach dem Skandal, welche die SI antrieb, als sie nicht weniger als das Ende der Kunst forderte. Es war keine kunstimmanente Forderung, kein Aufbegehren gegen die Eltern, sondern die weise Forderung nach der Aufhebung aller gesellschaftlichen Trennungen, wie sie in der kapitalistischen Ökonomie produziert werden, insbesondere der Kunst. Die SI lässt sich auch als letzte Avantgarde verstehen, weil sie die Aufhebung der Trennung von Kunst und Leben gerade durch die Kunst durchzusetzen hoffte – als der letzten Sphäre, die das gesellschaftliche Ganze umfassen konnte, als Sphäre, die alles meinte. Ihre Geschichte ( …. ) ist nicht zuletzt ein Aufbäumen gegen die Reduktion der Kunst auf einen Markt, eine bestimmte Produktion und nicht zuletzt und unbeeindruckt von der vorherrschenden Rezeption in theoretischer Praxis zu beantworten. |||

… RINGTONES

Milou WikipediaWährend der Hype um die Ringtones langsam abnimmt ( - selbst nahmhafte Electronica- und eher E- orientierte Künstler hatten dergleichen zu vermarkten getrachtet - ) , sorgt die Exponierung der Ego- Signale im omnipräsenten Handyklingeln weiterhin ungebrochen für akustische Umweltverschmutzung . In seiner Glosse Die Gestaltung der Störung - Telefonklingeln ist keine Musik bedauert OLIVER WITTCHOW die “regressive” Ersetzung des abstrakten Ruf- durch den musikalisch wiedererkennbaren Klingelton . Dabei könnten , so der Autor , die abstrakten und “bewusst nicht als Musik gestalteten Signaltöne” als “interessante Erweiterungen der Klangwelt” fungieren , welche so im Kontext- und Handlungsspiel der Musik “nicht funktionieren würden” :

Ihre Beiläufigkeit und Kürze erlauben es, repetitive Muster, dissonante Ton-folgen und unbekannte Klangfarben in ihrer ganzen Fremdartigkeit zu hören, ohne dass dies unangenehm oder langweilig klänge. Damit können Klingeltöne oder beispielsweise auch die Automatiktüren des ICE mit ihrem eigentümlichen Klangverlauf in gewisser Weise einlösen, was die neue Musik nicht vermochte: neuartige Klänge einem breiten Publikum zugänglich zu machen und, wenn auch kaum bewusst wahrgenommen, unserem Alltag einen Hauch von Futurismus zu verleihen. |||

HAUSAUTOR | HOMESTORIES

Als literarischen Bonustrack und Teaser auf das ebenfalls im Textem erscheinende Buch liest der Braunschweiger Pop | Kulturjournalist ( taz , NZZ , titanic ) Frank Schäfer eine Geisterbeschwörung aus den Homestories . |||

DISKURSLANDSCHAFT D

Food to see , tood to read , food for thought galore : KULTUR UND GESPENSTER dürfte mit dieser Nummer 6 zu Recht eine exponierten Position innerhalb der Diskurslandschaft D einnehmen . |||

ACHTUNG HH : RELEASE PARTY

Milou WikipediaDies wird heute abend prompt mit einer Release-Party ab 20 Uhr im Hamburger Hafenklang Exil gefeiert : Subtile Sounds des Berliner Elektroniker Jan Jelinek sowie die HH Lokalmatadore The Crimes und Musikgruppe . Der bereits erwähnte Frank Schäfer liest eine Geschichte über seine Früherfahrung mit Thin Lizzy - gewissermassen als Preview auf die demnächst erscheinenden Homestories .

Allen Nicht- Hamburgern , Berglern und sonstigen Hinterweltlern sei deshalb das allseits anregende Heft ans Januar- kalte Herz gelegt : Kultur und Gespenster 6 , zu bestellen c / o Textem- Verlag oder zu erwerbbar beim wohlsortierten Diskurshändler . |||

KLANGAPPARAT

Als Klangapparat würden sich jetzt natürlich in erster Linie die postindustriellen Soundscapes einer kleinteilig regsamen elektronischen Welt des Jan Jelinek anbieten . Klar , dass die jüngeren CD- Releases “La Nouvelleczz hörempfehlung Pauvreté” ( 2003 ) , “Kosmischer Pitch” ( 2005 ) und die subtilen “Tierbeobachtungen” ( 2006 ) nicht einfach so zum freien Weiterleiten im Netz herum liegen . Was wir allerdings anbieten können , sind zwei YouTube- Videos , die zur passablen Introduction in Jelineks Soundkosmos taugen . CLICKS TO SEE AND LISTEN : Jan Jelinek & Visiomat inc. - Modell Stadt Berlin | herber und grammelig … dafür sieht man dem Meister eine Minute lang auf die Finger : Jan Jelinek live at Shanti Moscow 24 05 2007 |||

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