Archive for February, 2008

live aus graz



Die Orkanwarnung kam erst danach : Lesefest und Augenschmaus ( be sure : es blieb nicht bei diesem ! ) anlässlich des 35. Geburtstag der Grazer Autorinnen Autorenversammlung lief munter  im barock- benediktischen Ambiente die Liste “GAV von A bis Z” herunter .

Zunächst freilich ging’s hinan :

Bilder von Ingrid Wald im Blick der Festtreppe

290220082500

“Z” aka in|ad|ae|qu|at -

290220082499

Kuratorin Ilse Kilic liest Friedrich Achleitner -

290220082485

Im Festsaal : Liesl Ujvarys Photographien -

290220082486

Bettina Balàka -

290220082487

Roland Innerhofer -

290220082492

Engelbert Obernosterer -

290220082493

Ingo Springenschmid -

290220082494

Sylvia Treudl -

290220082495

Moderatorin Ilse Kilic -

290220082496

Vladimir Vertlib -

290220082497

Serafettin Yildiz -

290220082498

Barock im Blogspiegel -

Bild012

Hoch über Allem prangte ein goldenes Emblem zur SILENTIUM mahnend .  |||

in|ad|ae|qu|at stellt sich vor | Picture at an Exhibition



||| RAHMENHANDLUNG : AUSSTELLUNG “GAV VON A BIS Z” | OBJEKTBESCHREIBUNG | KLANGAPPARAT | LINKS

RAHMENHANDLUNG : AUSSTELLUNG “GAV VON A BIS Z”

czz inadaeqiuat logo quelle AIGA aerport infor noirAm 29. Februar / 1. März 2008 begeht die Grazer Autorinnen Autorenversammlung ihr 35 jähriges Jubiläum . Vor 35 Jahren , nämlich im Februar 1973 , fand die allererste Vereinssitzung in Graz statt . Dies war ein Grund , warum wir uns entschlossen haben, dieses Jubiläum am Gründungsort Graz zu feiern . Am 29. Februar findet aus diesem Anlass eine grosse literarische Veranstaltung statt . Unter dem Titel “GAV von A bis Z” wird es 19 Lesungen und 5 Ausstellungen von Mitgliedern geben . Der Titel deutet es schon an : Für jeden Buchstaben des Alphabets wurde ein Mitglied gebeten , fünf Minuten zu lesen , beziehungsweise in einer Ausstellung einen Einblick in seine Arbeiten zu geben . |||

OBJEKTBESCHREIBUNG : “Z”

czz inadaeqiuat logo quelle AIGA aerport infor noirin|ad|ae|qu|at ( www.zintzen.org | www.inadaequat.org ) : Name eines Projekts , das sich in Form und Inhalten zwischen die Genres begibt . Formal und in der Erscheinungsweise trägt es das Kleid eines “Blog” : Diese Publikationsform des Web 2.0 leitet seinen Namen von “Web + Logbuch” ab und dient zumeist als Schreibformat eines fortlaufenden Tagebuchs . in|ad|ae|qu|at war und wird indes zu keiner Stunde als persönliches Journal geführt : Vielmehr bietet die - in dieser Ausprägung seltene - Form des Mashups von statischen ( Archiv- ) und dynamischen Blog- Seiten praktisch unbegrenzte Möglichkeiten der Assemblage ästhetischer Objekte .

Die Arbeit erfolgt simultan an 1. Vorder- , 2. Mittel- und 3. Hintergrund : Das heisst

  1. Publikation neuer Texte , Bilder , Daten -
  2. sukzessive Einspeisung bestehender literatur- und kulturpublizistischer sowie photographischer Arbeiten -
  3. Indexierung , Aufbau einer Annotations- Architektur ( Semantic Web ) .

Aus Kulturhistorie und Erfahrungswissen ist bekannt , dass kein Archiv an sich klug ist : Reich wird es erst durch seine Katalogisierung und Beschlagwortung . Im Medium des Weblogs lassen sich Daten jeder Ausformung ( Text , Bild , Ton ) auf hierarchisch gleicher Ebene indexieren , die Inhalte also optimal für die Bots der Suchmaschinen optimieren und solcherart eine gute Auffindbarkeit von Namen , Artikeln und Themen im WWW gewährleisten .

czz inadaeqiuat logo quelle AIGA aerport infor noirSeit acht Monaten lädt in|ad|ae|qu|at Autorinnen Autoren zum Auftritt im “Salon Littéraire” ein . Es zeigt sich , dass insbesondere die Möglichkeit , Bilder , Animationen und Audio- Inhalte den Texten gleichwertig zu publizieren , von den Gästen des “Salon” gerne genutzt wird , so dass sich mittlerweile ein eigenständiges intermediales Format herausgebildet hat . Dabei entsteht durch permanente redaktionelle Indexierung von Themen , Bio- und Bibliographica eine stetig wachsende Datensammlung nach definierter Struktur .

Unsere Arbeit besteht im Möglichmachen solchen Publizierens , in sorglicher Wartung und konsequentem Indexieren , im Entwickeln eines semantischen Metadaten- Systems und letztlich darin : Die Webpublikation nicht “nur” in Form einer individuellen URL auszuweisen , sondern für jeden einzelnen Text- Ton- Bild - Beitrag einen persistenten “Unique Identidfier ” zu generieren . Vermittels Anmeldung bei der Stiftung “International DOI- Foundation” ist es seit Februar 2008 möglich , jeden “Beitrag” mit einem ( der ISBN- Nummer im Buchwesen vergleichbaren ) dauerhaftem Zifferncode international zu registrieren .

czz inadaeqiuat logo quelle AIGA aerport infor noirDamit verbunden sind Auffindbarkeit , Sicherung der Urheberschaft und Lokalisierung im Kontext . in|ad|ae|qu|at versteht das Publizieren im Web nicht etwa als sekundäres , abgeleitetes Veröffentlichen , sondern als distinkte Kunstform und Wertschöpfung mit selbständigem Werkcharakter .

Seit 7. 1. 2008 ist in|ad|ae|qu|at in das Portal und Online- Magazin litblogs.net “literarische Weblogs in deutscher Sprache” eingebunden , d. h. , auch die Werke des “Salon Littéraire” erhalten einen zusätzlichen “Auftritt” . Im Rahmen des FWF- Projekts “Digitale Literaturmagazine - DILIMAG” ( UB Innsbruck ) werden die Online- Beiträge von litblogs.net zusätzlich archiviert und nach literaturwissenschaftlichen Aspekten untersucht . |||

KLANGAPPARAT

Der sogenannte “Klangapparat” als “Musikzuspielung” gehört seit einem Jahr zum festen Bestandteil jedes “postings” ( Einzeleintrags ) . Dank der reichen Szene von sogenannten Netlabels ( Web- Editionen von meist elektronischer Musik ) lassen sich Audio- Streams problemlos in einen czz hörempfehlungBlogtext integrieren . Rechtlich wird dieses “Ausborgen” von Musik durch die Konstruktion der “Creative Commons“- Lizensierungen ermöglicht . Auf für in|ad|ae|qu|at gilt eine solche Klausel von “some rights reserved” ( siehe “hintergrund” ) : Solange man uns als Urheber und die entsprechende URL korrekt anführt , dürfen Nutzer Teile unserer Texte zitieren .

Als Radiophile lassen wir uns die Möglichkeit , den mehr oder weniger trockenen Worten ein ein paar fetzige | nette | bemerkenswerte Klänge folgen zu lassen , natürlich nicht entgehen . Heute beispielsweise haben wir ein klassisch 4 / 4- getaktetes Tanzmix von einem unserer Lieblingslabel , Sonic Walker , ausgewählt . Das wir diese Präsentation ja nach Graz “mitbringen” , schien uns der Titel “Portable” nur allzu angebracht . Der 25jährige DJ 4Tech hat ein einstündiges Mix aus jüngeren Releases einiger der üblichen Verdächtigen in Sachen “Minimal Tech” komponiert und es ist immer wieder erstaunlich , welche Vielfalt an Sounds im Schema 140 bpm möglich ist . CLICK “PORTABLE” 4 TRACKLIST AND STREAM . |||

LINKS

  • GAV | Grazer Autorinnen Autorenversammlung | Wiki deutsch | english | francais | home | Editorial Vollversammlung 2008
  • GAV von A bis Z” : Lesungen und Ausstellung am 29. 2. 2008 , Minoriten , Graz . Teilnehmende : Friedrich Achleitner , Bettina Balaka , Seher Cakir , Constanze Dennig , Claudia Erdheim , Olga Flor , Eva Maria Geisler , Willi Hengstler , Roland Innerhofer , Karin Jahn , Topsy Küppers , Gregor M. Lepka , Friederike Mayröcker , Christine Nöstlinger , Engelbert Obernosterer , Irene Prugger , Andreas Renoldner , Ingo Springenschmid , Sylvia Treudl , Liesl Ujvary , Vladimir Vertlib , Ingrid Wald , Serafettin Yildiz , Christiane Zintzen |||

Koinzidenzen | Textes Trouvés 1



Macht euch doch nichts vor , ihr Online- Agitatoren : Mögt ihr euch den “Holzmedien” auch überlegen fühlen , so lebt und arbeitet ihr letztlich doch nur wie die alten Sklaven von Ratio und Schrift .

Ein Schritt in den Public Space des RL einer Metropole macht Sie sicher : Die Gutenberg- Galaxis gewährt kein Getaway .

textes trouves_vienna_Heile Welt_copyright_Christiane Zintzen

Die Poesie der Schriften im Öffentlichen Raum : Als aleatorische Akkumulation . ( * )

textes trouves_vienna_LETZTE RUNDE_copyright_Christiane Zintzen

Zufall , Zitat . “Meaning” in den Tiefen von Oberflächen .

textes trouves_vienna_plakatfront_copyright_Christiane Zintzen

Metropol quergehend begegnen wir Herbert Bayers legendärem Motiv des “Lonely Metropolitan” ( 1932 ) . ( ** )

textes trouves_vienna_Herbert Bayer lonely metropolitan_copyright_Christiane Zintzen

In archäologischer Schichtung überlagern einander Codes und Parolen .

textes trouves_vienna_I love_copyright_Christiane Zintzen

Die Ko- Inzidenz der hinterlassenen Schrift- Zeichen kann als zufälliger Kommentar betrachtet werden …

textes trouves_vienna_BELLEVUE_copyright_Christiane Zintzen

… tritt mitunter allerdings auch in NARZISSTISCHEN Interventionen bewusster Abwandlung auf den Plan .

textes trouves_vienna_MARX IS MUSS_copyright_Christiane Zintzen

Ein- Finden dessen , was man nie gesucht .

Textes Trouves_vienna_gesucht_copyright_Christiane Zintzen

|||

( * ) Vgl. die Kommentare zu Oliviers sprachspielerisch titelndem Posting Aller à Toire .

( ** ) Wir addieren hier noch zwei sehr schöne Links : Die Künstlerin und Kuratorin Eva Lake berichtet in ihrem Blog , sie habe den Bauhaus- Surrealisten in den 80er Jahren noch persönlich kennengelernt . Das Photo- Blog coincidences erinnert die an die Guggenheim- Ausstellung SPEAKING WITH HANDS ( 2004 ) und zitiert - neben Bayers “Lonely Metropolitan” - weitere sehenswerte Bilder . |||

KLANGAPPARAT

Was mit kurzen Rap- Interludien startet , entpuppt sich bald als techno- pulsierender Flow . Ultimativ urbane Musik , im Format des Mixtapes czz hörempfehlungwiederum eine Schichtung , Verdichtung verschiedenster Meanings , Beat- Archäologien ( Xylophon ! ) und Streams . Das in New York und SF angesiedelte Magazin XLR8R ( sprich : “accelerator” ) lässt für sein feines Podcast / Weekly Mix den “S.F. hero Monty Luke” aka ML Tronik im Klangkästchen kramen . Herausgekommen ist “Bubble Metropolis” : fünfundfünfzig steile Minuten und sieben eventuell lässliche Sekunden . CLICK LINK TO “BUBBLE METROPLIS” 4 PLAYLIST & STREAM . |||

Metadaten : Werkstatt der Wert- Schöpfung



||| ON METHOD - CONT’D | TAGBAU AM WERK : “NETZLITERATUR” KONKRET | REDAKTION UND INDEXIERUNG | PARALLELEN : DNB UND BUCHHANDEL | ARBEITSKREIS ELEKTRONISCHES PUBLIZIEREN | BIG PLAYER : METADATEN ZUM PRODUKTSCHUTZ | EUROPÄISCHE DIGITALE BIBLIOTHEK : EINE CHANCE FÜR “FREIE” ? | OK MIT EOP | KLANGAPPARAT | LINKS

ON METHOD - CONT’D

Auch wenn es zunächst wie Blog- selbstbezügliches Trockenfutter aussehen mag : Die drei Buchstaben “DOI” scheinen drei minimale Zeichen im Text , bedeuten für in|ad|ae|qu|at allerdings einen Riesenschritt vorwärts . Wie so ein DOI im Alltag aussieht , kann man auf ORF- Science betreffs eines Fachartikels über Antidepressiva ersehen . Der Netz- bibliographische Ausweis lautet in diesem Fall :

Die Studie “Initial Severity and Antidepressant Benefits : A Meta-Analysis of Data Submitted to the Food and Drug Administration” von Irving Kirsch und Kollegen ist im Open- Access- Magazin “PLoS Medicine” ( Bd. 5 , e45 , DOI 10.1371 / journal.pmed. 0050045 ) |||

TAGBAU AM WERK : “NETZLITERATUR” KONKRET

on method orangeAufmerksame Leser unserer kleinen Serie ON METHOD sowie der Insinuationen zwischen den Zeilen wissen um unsere Tagbauarbeit , das Format der “Netzpublikation” aus den Schwaden der Hypertexte und der Wolken des Web X.0 herauszumeisseln .

“Netzliteratur” schwebt dann also nicht mehr entlang irgendwelcher unzuverlässiger URLs irgendwo im WWW herum , sondern besteht in kenntlich definierten und bindend registrierten Einzelwerken . |||

REDAKTION UND INDEXIERUNG

on method orangeSpeziell die “Gast- Texte” des Salon Littéraire sollen in ihrem Status als “selbständiges Werk” gestärkt , da ausgewiesen werden . Selbstverständlich bleiben die normalen Arbeiten der “Redaktion” ( Texteinrichtung , Lektorat und Linksammlung ) die gleichen wie bisher , allerdings wird fortan jeder Beitrag sowohl zukünftig als auch rückwirkend mit einer Kennziffer plus beschreibenden ( = Meta- ) Daten sozusagen offiziell angemeldet . Nun sind wir also Mitglied im Club und geben der Registration Agency ( mEDRA in Kooperation mit dem deutschen Buchhandel ) für jeden Beitrag den uniquen Nummerncode der DOI durch . Die dazu mitgelieferten Metadaten sind schon ein direkter Highway hinaus und hinauf ins Semantische Universum ( aka Web 3.0 - à propos eine gute Gelegenheit , RWW’s 11 Thesen zum Semantischen Wesen zu lesen ) .

Zur Zeit wird der Bestand an Blog- Artikeln und “Salon“- Gastbeiträgen je einzeln mit solchen DOI- Codes indiziert . Ein kurzer Satz - - - aber eine lange lange lange Liste Arbeit !

Da man die DOI- Registrierungen samt Metadaten via Feed quasi wie Karteikarten einsehen kann , wächst damit also peu à peu eine praktikable Datenbank zu Status , Autoren und Themen von Texten auf in|ad|ae|qu|at . |||

PARALLELEN : DNB UND BUCHHANDEL

on method orangeSehr aufmerksam spähen wir , die wir als Mikro- Medium mit diesen Verfahren ( gegenüber … wissenschaftlichen Grossverlagen wie Nature , Springer ) derzeit ziemlich alleine dastehen , daher nach analogen Unterfangen .

Ha ! Und hast- du- nicht- gesehen meldete das Börsenblatt für den deutschen Buchhandel ( BB ) am Montag die Einigung über Metadaten-Standard für Netzpublikationen :

80 Experten aus Verlagen, Bibliotheken und Dienstleistern diskutierten am vergangenen Freitag in der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) in Frankfurt das Thema Metadaten.

Der Workshop unter Leitung des Arbeitskreises elektronisches Publizieren im Börsenverein (AKEP) und der DNB diskutierten auf der Grundlage des Metadaten-Kernset der DNB das auf dem Standard ONIX for Books basiert. Der Schwerpunkt der Diskussionen war dabei auf monografische, abgeschlossene Netzpublikationen gerichtet in Abgrenzung zu Zeitschriften, Online-Datenbanken oder Audiobooks.

Ha ! und “100 Punkte” : Auch unsere DOI basieren genau auf demselben Metadaten- Konstrukt des ONIX for Books . Das heisst , dass die oben rapportierte Einigung von Deutscher Nationalbibliothek und Buchhandel einen mittel- und langfristig tragfähigen Unterbau liefern wird für die zunehmende Akzeptanz und Nachhaltigkeit unserer Vorgangsweise . |||

ARBEITSKREIS ELEKTRONISCHES PUBLIZIEREN

on method orangeTrotzden wollten wir noch ein wenig mehr über diese Einigung erfahren und stiessen auf den Arbeitskreis Elektronisches Publizieren . Schon die Liste der mächtigen Mitglieder des Sprecherkreises geben ein wenig Aufschluss über den Stellenwert der Thematik :

Merke auch das Wording : Ganz vorne im Vokabelheft stehen Begriffe wie “Wertschöpfungskette” und “Verwertungschancen” . Entsprechend gestalten sich weitere Vorstösse des Arbeitskreises zunächst gegen die Piraterie und zwar mittels der eingetragenen Marke ( ! ) “Nur Original ist legal” plus einer Aktion “Kopieren ist keine Kunst” . |||

BIG PLAYER : METADATEN ZUM PRODUKTSCHUTZ

on method orangeDie Sorge der Big Player gilt also mehr dem Schutz von Produkten als demjenigen von der Autorenrechte . Im traditionellen Verlagsumfeld besteht das Interesse an einer “Digitalen Identifikation” derzeit also vornehmlich hinsichtlich Kopierschutz , Business- to- Business- Effizienz und Verkaufsabwicklung zum Endkunden . Gerne , nur allzugerne hätten wir in|ad|ae|qu|at mehr erfahren über die ( leider nicht mitgeteilten ) procedures während der folgenden Punkte auf der Tagesordnung des genannten Workshops :

  • “Eingrenzung Netzpublikationen”
  • “Metadaten für abgeschlossene Netzpublikationen”
  • “Metadaten für andere Netzpublikationen” .

Tja : Von solchen Nachrichten ist die Vertretung von AUTOREN- Interessen leider ausgeschlossen . |||

EUROPÄISCHE DIGITALE BIBLIOTHEK : EINE CHANCE FÜR “FREIE” ?

on method orangeBleibt abzuwarten , ob die derzeitigen Grundlegungen für eine - nicht auf Bücher fixierte - Europäische Digitale Bibliothek ( “Europeana” , Prototyp Herbst 2008 ) den engen Horizont von “Produkt-” und “Kopierschutz” erweitern . Im Juni gibt’s einen First Workshop on Semantic Interoperability in the European Digital Library .

Ob die diversen Work- Packages auf dem Weg zu einer Europäischen Digitalen Bibliothek neben den institutionalisierten Bibliotheken auch Raum für unabhängige und institutionsferne Publikationen vorsehen , ist allerdings ( noch ) ziemlich ungewiss . |||

OK MIT EOP

All das stört unsere in|ad|ae|qu|aten allerdings jetzt nicht sehr : Arbeit gibt’s mittenmang & männiglich . Ein allmählicher Einstieg ins transdiziplinäre Netzwerk “Emergence of Projects” ( eop ) mag für’s Erste einen operativen Ort zwischen Kunst und Wisenschaft gewähren . - Mehr dazu in einer der nächsten Folgen unserer beliebten Reihe “Unverzagt mit Methode” ( ON METHOD ) . |||

KLANGAPPARAT

Dem angekündigten ( uns Setzern selbst allerdings sehr frisch mundenden ) methodolo- “Trockenfutter” setzen wir jetzt ein paar quicklebendige Klänge entgegen . Wieder einmal stossen wir dabei auf die riesige SERIES- Multilabel- czz hörempfehlungMaschine aus Medellín , die neben zahlreichen kommerziellen Aktivitäten immer wieder fetzige Netlabel- Promos an die Ober- Ohrenfläche bringt ( > gehe auf “MUSIC” > “_SERIE N” ) . Auch wenn es zunächst nach einem cultural clash aussehen mag , die EP Tatami von ( Glad ) Kazuka wurde tatsächlich in Kolumbien eingespielt . Atmosphärische Minimalismen mit Takt und Stil : Am Ort komponiert - no latin , allerdings auch nicht eben “japanisch” ! - CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Tatami | 02. Esta criatura me agrada | 03. En la sombra y en silencio | 04. A puerta cerrada | 05. Dj magma |||

LINKS

Weitere Preise im Kreise



|||| EIN MANN GING AN DIE RAX | FREMDWÖRTERBUCHSONETTE AUF REISEN | BEMERKENSWERT | ZU MERKEN | KLANGAPPARAT | LINKS

Die Perlenkette der Preis- Nachrichten wiederaufnehmend , fädeln wir deren Seidenschnur noch einmal durch den Eintrag der vorigen Woche hindurch : Preise , Projekt & Präsentation von Autorinnen & Autoren der LITERATUR ALS RADIOKUNST . |||

EIN MANN GING AN DIE RAX

forest question markWas wir der besseren Übersicht halber nachtragen , verheimlichen wir allerdings auch an dieser Stelle nicht . Ganz im Gegenteil : Beim erstmals - und auf private Initiative hin - veranstalteten Literaturwettbewerb der Schlossgärtnerei Wartholz waren am vergangenen Wochehende 18 Autorinnen und Autoren zur öffentlichen Vorlesung geladen - ausgewählt von einer anonym bleibenden Vorjury aus insgesamt 400 Einsendungen .

Donnerstag und Freitag wurde öffentlich gelesen und die Texte von einer betont freundlichen Jury ( Bettina Balàka , Katia Gasser , Bernhard Fetz und Wendelin Schmidt-Dengler ) unter Einbindung des Publikums diskutiert . Andrea Winkler , deren Début “Arme Närrchen” bereits für erkleckliche wie berechtigte Aufmerksamkeit gesorgt hatte , errang mit der eben bei Droschl erschienenen Prosa “Hanna und ich” den mit 10.000 € dotierten Hauptpreis .

forest question markZweiter wurde - in landschaftlich absolut adaequatem Ambiente ! - Ulrich Schlotmann mit einer “Saison” betitelten Variation auf Die Freuden der Jagd . So kommt’s also - siehe “Literatur als Radiokunst” und “Salon Littéraire” - wenn ein Mann in den Wald an der Rax geht : Wohl bekomm’s !

Dass Ulrich Schlotmann am Montag , 3. 3. sein “Ein Mann ging in den Wald”- Hörstück “Von Eriwan nach Samarkand” in voller 5.1- Dolby- Digital- Surround- Qualität in der Wiener Alten Schmiede vorstellt , ist den Aficionados längst bekannt .

Andrea Winkler ist zwei Tage später am nämlichen Ort zu vernehmen . Droschl- Lektor Rainer Götz stellt ihr neues Buch zusammen mit Iris Hanikas millimetermutigen Liebesroman “Treffen sich zwei” in Lesungen und Rede vor . |||

FREMDWÖRTERBUCHSONETTE AUF REISEN

forest question markAuch Ann Cotten wird am 3. 3. in persona plus “parkbank” in der Alten Schmiede anzutreffen sein . Inzwischen wurde der Autorin der “Fremdwörterbuchsonette” nach Priessnitz- , und Brentano- Preis das George Saiko- Reisestipendium zuerkannt . Am 13. Mai gibt’s im Rahmen des Literatursalons der ÖNB ein kleines Zeremoniell mit Lesung und Wendelin Schmidt- Dengler am lobenden Wort . |||

BEMERKENSWERT

Bemerkenswert ist , dass es sich bei beiden Preisen um weder staatliche noch kommunale Stiftungen handelt . - Ein zartes Zeichen für den allmählichen ( Wieder- ) Nachwuchs privater Kunstförderung in Österreich ?! |||

ZU MERKEN

forest question markAuch wenn 16 der in die klassische Landschaft literarischer Somemrfrische gereisten Autorinnen und Autoren als fair players ohne Preis heimgekehrt sind , sollte man sich deren aus Hunderten ausgewählte Namen gleichwohl merken : Christoph Aistleitner , Daniel Oliver Bachmann , Andrea Drumbl , Claudia Gabler , Lioba Happel , Silke Heimes , Andre Lamijon , Christine Leutkart , Martin K. Menzinger , Angelika Reitzer , Manuela Rogger , Silke A. Schuemmer , Bernhard Seiter , Michael Stavaric , Andrea Stift . |||

KLANGAPPARAT

Festmusik zur Preisfreude : Tobias Lorsbachs spontan- Netlabel aus der Darmstädter Zone feiert diesen Februar seinen ersten Geburtstag mit czz hörempfehlungeiner cool tuned und glücklich nicht allzu laut gelaunten B’Day- Mix- Suite . An den Reglern dreht der Chef selbst aka Keinzweiter ( MySpace ) . Und lässt es sich nicht nehmen , ein gut durchwachsenes Tech- Minimal- Menü zu servieren . Respect : Die Spannung hält ganz ohne Anstrengung eine knappe Stunde lang an . CLICK LINK TO LISTEN & ENJOY : The Lost Diglator Mix . |||

LINKS