Ostern : Entweder sakral …

Welch’ Welt an Messen , Chören , Chorälen – Der integrale Kosmos einer Religion kommt auf jenen Punkt , wo es da heist “Tod und Verklärung” . Fastenzeit & Passion on the long run , retardierender close- up auf einen – DEN – Prozess des Sterbens : Golgatha , Pietà , Grablegung . Und dann das “Sacré du Printemps” der Auferstehung .

Der ( symbolische ) Tod : Rite de Passage , Pessach , Züchtigung , Reinigung , Vita Nuova . Und wie unsere kulturellen Praxen solchen Schemata folgen . Die Dramaturgie dieser grundlegenden Erzählung – Passion on the long run , close- up auf das Spektakel des Todeskampfes , finale Auf- und Erhebung – diese Dramaturgie bewährt sich … in jedem Action- Film bis heute .

Oder in der Musik : Joseph HaydnsDie sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze” schrauben sich in eine Rhetorik der stetigen Steigerung , aus welcher kaum ein Entkommen mehr ist . Auch dies bleibt ein ständig präsentes Problem jeder Wirkungsästhetik : Wie eng lässt sich die Spirale der Intensität drehen – und : was dann und danach ?

Jesuitenkirche_Wien_Säule_copyright_Christiane_Zintzen

Gefahr des Pathos , sich ins Komische zu verkehren . Bildlich wird dies herrlich formuliert von den gewundenen Stucco Lustro- Säulen in der barocken Jesuitenkirche zu Wien . Wer dächte da – man sehe die voluptas solcher Vorstellung als menschlich , allzu menschlich nach – nicht an Naomi Campbell ? – Die schwellenden Formen runden den Kreis aus den christlichen Adaptierungen zurück zu deren paganen Ursprüngen . |||

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