Lesen und Lesen lassen

||| I. FLUT UND PERLEN | II. MEDIEN , HANDVERLESEN | III. EUROZINE | IV. UMBLÄTTERER | V. BONAVENTURA & LESEMASCHINE | VI. LESEZEICHEN | KLANGAPPARAT

I. FLUT UND PERLEN

czz presseschau presse amtsgericht stadeMag sich die kulturpessimistische Rede über die “Informationsflut” ( die ~ unbewältigbare ) auf Buchmarkt , im Presse- und Journalwesen in stereotypem Kreislauf ereifern : Längst gibt es zahhlrecihe Rezensions- und Referatmagazine , wo fleissige Vorkoster ihres Amtes walten und praktikable Übersichten zu Feuilleton , Esayistik und allerlei Buchwerk anlegen . Allen voran hat der “Perlentaucher” bereits im Jahr 2000 die Eignung des WWW zur Präsentation von Résumées der Feuilletons der wichtigsten deutschsprachigen Tageszeitungen entdeckt – lange bevor deren Inhalte jederzeit frei im Netz abzurufen waren .

Ein Team ausgeschlafener Vor- Leser war wochentags zu unbürgerlichen Zeiten zugange , um bis 9 Uhr früh die “Feuilletonrundschau” fertig zu stellen : pünktlich zum Frühstück des Zeitgenossen und Kulturmenschen . Eine “Bücherschau des Tages ” hatte bis 14 Uhr die wichtigsten Rezensionen assembliert , was – “steter Tropfen” usw. – zu einer mittlerweile unverzichtbaren Buchdatenbank mit 35.000 Einträgen führte . Deren eigentliche Qualität liegt indes weniger in dieser Breite , sondern vielmehr in der Tiefenperspektive : organisch gewachsen , entwickeln die “Substrate” der in den diversen Besprechungen zu einem einzelnen Titel publizierten Ansichten und Meinungen ihren “Mehrwert” erst in der synoptischen Zusammenschau . Womit tendenziell ein Apparat zur Vefügung stünde für eine “Kritik der Kritik” …

All dies ist – ebenso wie die wöchentliche “Magazinrundschau” und die mittlerweile hinzugekommenen Rubriken “Medienticker” und “Aus den Blogs ” – ebenso weidlich bekannt wie der Gerichtshändel mit FAZ & SZ , die in den Resumées – genauer : in deren Weiterverkauf an den Onlinebuchhändler Libri.de – eine unrechtmässig merkantile Ausschlachtung Verwertung fremden geistigen Eigentums sahen . Vorigen Dezember scheiterten die Zeitungen damit vor dem Oberlandesgericht Frankfurt in zweiter Instanz .

Damit wurden Abstracts und Artikelzusammenfassungen bis auf Weiteres als eigenständige Werkschöpfung anerkannt . Für Feuilleton- und Watch- Blogger bedeutet dies einstweilen eine gute Nachricht , für die professionelle institutionelle Publizistik indes – so die FR in einem via “Börsenblatt online” konservierten Kommentar – einen “Flurschaden” : Instrumentiert durch das einstmalige Argument- Inventar wider den “Häppchenjournalismus” wird das journalistische Urheberrecht eingeklagt sowie – originelle Idee – eine Art finanzieller Rückvergütung von seiten des Zweitverwerters von Inhalten an deren Erstersteller gefordert :

Man interessiert sich für das Prospekt und nicht für die Ware, für das Testergebnis, nicht den Test. Im Schnelldurchlauf durchs Feuilleton wird die Urteilskraft, der Blick auf Argumente, Differenzen, Nuancen eingeebnet.
Auch wenn der Bundesgerichtshof das Frankfurter Urteil noch revidieren kann: den Zeitungen bleibt nichts anderes übrig, als sich auf ein Geschäft mit dem Internet einzulassen. Denn im Internet wird zu viel resümiert, abgeschrieben, geklaut. Da ist der Perlentaucher im Vergleich sogar eine Service-Adresse mit Qualität. Wäre der Austausch finanziell geregelt, dann könnte man die Kritiken ruhigen Gewissens vollständig lesen und sich ein Urteil bilden. |||

II. MEDIEN , HANDVERLESEN

czz presseschau presse amtsgericht stadeBis auf Weiteres ( = mögliche Revision ) können also auch kleinere bzw. private Zeitschriften- und Feuilletonbeobachter sorglos ihrer Schau- und Analyselust fröhnen und auch Blogger ruhigen Blutes ihre Digests komponieren . Bahn frei also für Blogs wie “medienlese” , dessen Rubrik “6 vor 9″ dem “Perlentaucher” täglich um sechs Minuten mit Hinweisen auf bemerkenswerte Artikel der Tagespresse zuvorkommt . Darüber hinaus fasst man in den ausführlicheren Features diverse Presseerzeugnisse wie “BLICK” , “Österreich” oder Online- Spekulationsobjekte wie “zoomer” nicht eben mit Samthandschuhen an , zeigt sich allerdings auch bereit , etwas halbgaren Pulbikumsmagazinen wie der Zeitschrift “hörBücher” durchaus Wohlwollen entgegenzubringen . Dezent und stets lesenswert : Der schweizer “Medienspiegel” . Zum Beispiel mit Tipps , via Suchmaschinen und Torrents against all odds auf kostenpflichtige Zeitungsartikel zuzugreifen . Und wer unterzieht sich schon gerne der ewigen Log- In- Prozdur ?!

Für die “BILD” ist ohnehin das “BILDblog” zuständig , welches – wie das aufs kritische Korn genommene Brutal- Boulevard- Blatt – zu den meistgelesenen seiner Gattung zählt . Dies provoziert natürlich seinerseits Kritik …. und so druckt das Springer- Blatt “Die Welt” mit Gusto jene ( frei nach Thomas Bernhard formuliert ) “Erregung” nach , welcher der paradierende Provokateur Henryk M. Broder ursprünglich auf seinem Privatblog “Die Achse des Guten ” unverblümt vom Stapel gelassen hatte .

III. EUROZINE

czz presseschau presse amtsgericht stade Mit solchen Aufregern hält sich “Eurozine” , das gediegen auf Vielfalt bedachte “Magazin der Magazine” kaum auf : Entsprossen 1998 aus einem Netzwerk von ( mittlerweile 70 ) europäischen Kultur- , Literatur- und Denk- Zeitschriften , bietet “Eurozine” nicht nur ein laufend aktualisiertes Portal mit allerlei Lektüre- Verführungen ins Reich antipopulistischer Periodica , sondern bietet darüber hinaus die Möglichkeit , anregende Magazin- Digests oder ausgewählte Aufsätze mittels separaten RSS- Feeds zu abonnieren . Nichts da also …. mit Reissern, Räuberpistolen , Schnellschüssen oder Lifestyle- Kurzware : Hier ist die Nachhaltigkeit des Nachdenkens gefragt .

So erreichen uns John Clark’s Bemerkungen zur “Acting up“- Methode des “Allzeit- bereit”- Philosophen Slavoj Zizek aus dem britischen “The Humanist” . Für die slowenische Szene erschliesst sich der Artikel unter dem Titel “Ali nas varietejski filozof vlece za nos ?” . – Womöglich ist ja auch das Englische nicht Jedermanns Sache : Folglich ist es Martin Halas Darstellung des chiesischen Medienwandels sowohl im englisch in der Zeitschfit “Transit” abgedruckten Original als auch in der deutschen Fassung “Von der Wandzeitung zum Blog : Meinungs- und Gedankenfreiheit in China heute ” zu lesen .

Umgekehrt erschliessen sich deutschsprachige An- und Aufsätze in Form englischer Übersetzungen dem internationalem Interesse : Von Jürgen Habermas’ “Die Dialektik der Säkularisierung” (“The dialectic of secularization” ) aus dem “Blättern für deutsche und internationale Politik” ) bis hin zu selbständigen Beiträgen von Eurozine- Redakteuren wie Simon Garnett , der sich vergleichend mit den Reaktionen des deutschen Feuiletons auf aktuelle Gewaltakte von Jugendlichen mit Migrationshintergrund einerseits und anderseits mit der RAF- Debatte befasst ( “Citizen Victim – The migrant youth , the RAF terrorist , and the German feuilletons ” ) .

Die neuen Ausgaben der assoziierten Zeitschriften werden regelmässig präsentiert – und dies selbst bei Offline- Magazinen mit vollständigen Inhaltslisten . Solcherart ist über die Jahre ein exquisites Archiv gewachsen , welches Topics , Themen und Theorien aus Zeitschriften von A wie “A Prior Magazine” ( Belgien ) , “Akadeemia” ( Estland ) , “Arche” ( Weissrussland ) , “Artistas Unidos Revista” ( Portugal ) bis Z wie “Zeszyty Literackie” ( Polen ) . Klassiker wie “du” [ hmmm : die letzte indizirte Nummer datiert mit 12 | 2007 : ein Votum gegen Walter Kellers neue Ägide ?! ] , “Merkur” , “Mittelweg 36” , “osteuropa” und “Wespennest” inklusive . Finanziert wird dieses für den User kostenfreie Angebot von europäischen und staatlichen Institutionen sowie von Sponsoren aus der Privatwirtschaft … |||

IV. UMBLÄTTERER

czz presseschau presse amtsgericht stadeAus der Not des physischen Armausrenkens bei der vergleichenden Lektüre jener grossformatigen Papier- Erzeugnisse , hinter welchen die klugen Köpfe stecken , hat ein Leipziger Fähnlein Feuilleton- Fachleser eine deklarierte Tugend gemacht : Dem literarischen , kritischen und essayistischen Ausfältelungen des Feuilletons , seinen Höhen und Niederungen gleicherweise lustvoll zugewandt wie assortierten Regionen der Popkultur , ist es dem Blog “Der Umbätterer” innert weniger Jahre gelungen , singuläre Features zu entwickeln : So etwa wurde die “Best of Feuilleton”- Jahresabrechnung 2005 von satt.org auf den “UBL” übersiedelt und gewährt nichts Weniger als einen amüsanten Rückblick auf die jeweils herrschenden Zeit- ( Un- ) Geister verflossener Jahre .

Nicht Wenige unter den habituellen Feuilleton- Selbstlesern werden sich angesichts dieser Listen mit “mémoires involontaires” konfrontiert sehen : So können wir uns in|ad|ae|qu|at noch bestens erinnern an den UBL- Favoriten 2005 : Stephan Maus : “Beim nächsten Glas wird alles besser – Leider kein wirklich anonymer Alkoholiker” ( über Augusten Burroughs “Trocken !” , SZ , 8. 4. 2005 ). Die “Best of 2006” erinnern u. a. an Hubert Winkels’ treffliche Kategorisierung der Fronten im Streit um Volker Weidermanns “Lichtjahre” in “Emphatiker und Gnostiker” ( ZEIT , 30. 3. 2006 ) . Auch die Cuvée 2007 wartet mit einem schlagwortprägenden Klassiker auf : Henning Sussebach : “Bionade- Biedermeier” ( ZEITmagazin LEBEN , 8. 11. 2007 ) .

Mit der Einführung eines “Sonntagstauchers” – einer ässerst genüsslichen Sonntagspresseschau – ist den “Umblätterern” ein bislang unbesetztes Okkupatonsgebiet aufgefallen und ein veritabler Coup gelungen . Für diese privat engagierten Vor- Lese- Leistungen wurde das Mikromedium kürzlich im “Börsenblatt” ( Printausgabe 14 | 2008 ) ausdrücklich gewürdigt ( und noch VOR den spät auf das Genre aufgesprungenen FAZ- “Reading Room” gestellt ) :

Auch “Der Umblätterer” ist ein Non-Profit- Unternehmen. Gestartet wurde das literarische Themen- Blog im Mai 2007 von sieben jungen Feuilleton- Afficionados, die es nach dem Studium an der Leipziger Universität in alle Himmelsrichtungen verstreute. Nach dem Vorbild moralischer Wochenschriften des 18.Jahrhunderts beschäftigt sich das selbst ernannte “Consortium Feuilletonorum Insaniaeque” unter seinem Wappentier, dem Maulwurf, vor allem mit den Feuilletons und Kulturseiten der meinungsbildenden Zeitungen und Magazine, aber auch mit Online- Medien, Filmen und amerikanischen TV-Serien [ ... ] . “Wir lieben das Medium”, sagt Frank Fischer, der für das Berliner Online- Magazin satt.org schon 2005 und 2006 eine Feuilleton- “Best-of”- Liste kompilierte und unter dem Pseudonym Paco so etwas wie der Spiritus Rector des “Umblätterers” ist. “Wir halten das deutschsprachige Feuilleton für eine Errungenschaft, die auf der Welt ziemlich einmalig dasteht und wollen seine Grenzen ausloten.” Für Fischer und seine Freunde heißt das vor allem: Meinungsfreudigkeit und exemplarisches Ausschreiten noch ungenutzter Möglichkeiten des Netzes. Während die manischen Freizeit- Leser mit Versuchsballons wie einem “Spiegel”- oder “Sonntagstaucher” ( frech kommentierte Zusammenfassungen des ab Samstagabend als E-Paper zugänglichen “Spiegels” oder von ausgewählten Sonntagsblättern ) den etablierten Kollegen vom “Perlentaucher” womöglich künftige Vermarktungsmöglichkeiten aufzeigen, ist die englische Synopsis von Matusseks “Kulturtipp”- Blog eher etwas für Hardcore- Fans.
Sind die Umblätterer Kulturwissenschaftler mit zu viel Zeit ? “Ein gewisser Hang zum Wahnsinn spielt bei uns schon rein”, gibt Frank Fischer zu. “Aber gerade das Feuilleton ist ja ein Medium, in dem dieser Wahnsinn Platz hat”. Kommentare aus der Blogosphäre sind selten – dafür gibt es häufiger freundliches Feedback aus den Redaktionsstuben in Hamburg, Frankfurt und München: Solche Leser wünscht man sich.

Bei allem Respekt vor den Bemühungen des Buchhändler- Branchenblattes , seine Klientel über Kosmos und Genre des “Blog” empfehlend zu belehren , sind die kleinen Indizien eines kategorialen “Kannitverstan” unschwer zu übersehen : Die Frage nach dem “Zuviel” an Zeit , welche noch dazu auf die nicht remunerierte Arbeit des Bloggens verwendet wird , mag ebenso von einer gewissen Befremdung zeugen wie die Bezeichnung von Matusseks Video- Manifestationen als “Blog” . Wo doch sogar Wikipedia weiss :

Seit dem 16. Oktober 2006 veröffentlich Matussek wöchentlich ein Vlog namens Matusseks Kulturtipp auf Spiegel Online.

Na , egal . Das Lob bleibt dessenungeachtet würdig und recht . Trotzdem können wir es uns in|ad|ae|qu|at nicht verkneifen , auf einen unserer “UBL”- Favoriten der jüngeren Zeit hinzuweisen : “Walsers Propaganda- Krawatte ” . |||

V. BONAVENTURA & LESEMASCHINE

czz presseschau presse amtsgericht stadeZugegeben : Unser Hang zum Enzklopädischen kollidiert mit der nicht minder ausgeprägten Liebe zu Einzelheiten . Weshalb wir – um die Sendezeit nicht hoffnungslos zu überziehen – im folgenden noch einige der veröffentlichenden Vor- Lesenden so kurz wie freundlich streifen : Unter den literarischen Lese- Chronisten zählt “Bonaventua” ( “Lektüren eines Nachtwächters” ) fraglos zu den Inspiriertesten , scheint überdies aus einem geradezu enzyklopädischen Wissen zu schöpfen , so dass der Kommentator sich etwa auch eines in Belletristik verpackten Schachproblems elegant annehmen kann : Unzeitgemäss im besten Sinn !

Zeitgeistiger verhält sich da schon die “Lesemaschine” , schon wortwörtlich kenntlich als Ableger der notorischen “Riesenmaschine” . Autoren wie Jochen Schmidt ( der sein Proust- Blog- Chronik “Schmidt liest Proust” kürzlich abschloss und bei Voland & Quist demnächst als Echtbuch herausbringt ) berichten von ihren Lektüren , genauer gesagt : von den jeweils per Seitenziffern indizierten Tagespensen . Was soviel bedeutet , dass der Blog- Leser seine eigenen Lektüren hinsichtlich Gegenstand und Tempo dem Vor- Lesenden angleichen könnte und die jeweiligen Eindrücke ver- bzw. abgleichen . Erinnert uns im Übrigen stark an die “reading assignments” der US- Colleges ( tja , das waren 150 Seiten mindestens pro Tag ) : Heutzutage würden wir den tatsächlichen Vollzug der Studi- Lektüren via Blog oder Online- Forum überprüfen …

Beispiele aus der “Lesemaschine” : Jochen Schmidt liest : Liebe als Passion ( Niklas Luhmann ) , André Fromme liest : Esra ( Maxim Biller ) , Sascha Lobo liest : Der ewige Spiesser ( Ödön von Horvath ) , Kathrin Passig liest …. natürlich auch und weitere unvermeidliche Feuchtgebiete . |||

VI. LESEZEICHEN

czz presseschau presse amtsgericht stadeNet- Mags , Foren oder Gemeinschaftsblogs : Auch Primärliteratur liest bzw. legt sich online vor . Freilich mit enormen Qualitätsunterschieden . Die man diplomatischer auch als solche des “literarischen Geschmacks” bezeichnen könnte . Mit dem “Forum der 13” , “der goldene fisch” , “lyrikline” , “poetenladen” oder – werbeästhetisch von Don Dahlmann verpackt – @ “mindestens haltbar” . Die “shortlist” verzeichnet mitunter unter ihren culture cuts sogar kastrationsangstfrei lesende männer und der behutsame Blütenleser figuriert ( in Kooperation mit “Perlentaucher”- “Medienticker” und “Titel“- Magazin ) mit Hörspiel- , TV- und Buchhinweisen seit Kurzem auch in Form eines Blog namens “Lesewoche” : Chapeau zur trefflichen Empfehlung von Silvia Bovenschen’schens hintersinnig komponierten Erzählkreis “Verschwunden” -

Das Literaturblog- Kombinat “litblogs.net” wurde als eine der in|ad|ae|qu|aten Herbergen bereits vorgestellt , NEU ist ein vierteljährlich erscheinendes Digest , welches als “Lesezeichen” direkt aufrufbar und ergo selbstverständlich auch via RSS abonnierbar ist . Hier führt freilich kein Redakteur die strenge Schere , sondern ein Jedes gibt , was ihm als zeichenweise tauglich dünkt .

Edit : Mittels Lotrees Kommentar nähern wir uns dem Sinn einer solchen Kompilation auf’s Erfreulichste an , welcher da wohl lauten könnte : “Wahlverwandte bitte melden !” – Also voilà : “Lottrees Journal . Leben . Schreiben . Lesen .” Literaturnachrichten aus eher näher denn fern , Gerüchte , Preise und allerlei Hinweise . P. s. : Auch über “Schriftsteller heute” lässt sich dann & wann twittern . “Chaqu’un … ” , halten’s wir’s mit der der Strauss’schen “Fledermaus” , ” … à son goût !” – |||

KLANGAPPARAT

Ist es der launische April oder was treibt die Netlabels derzeit an , so viel in den Wind Gespieltes zu lancieren ?! – Wenig Intensitäten , kaum czz hörempfehlungCharakterbeats . Da stossen wir , just bevor wir den Mut endgültig sinken lassen , auf ein interessant instrumentiertes kleines Stück aus dem Hause auflegware . Als “Trip around Midnight” tituliert , spielt sich Tosol (aka Marc Sims ) immerhin so lange mit seinen Midis , bis Apartes herausklingt . Den billigen “clap- hands” überhören wir geflissentlich , ermuntern uns trotzdem am Pitchen und Synkopieren . CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Rent a Trend | 02. Format 2000 | 03. Before I get Drugs *Fluff Edit* | 04. Better Bass | 05. Init Score |||

7 Responses to Lesen und Lesen lassen
  1. Lotree
    April 24, 2008 | 13h01

    Das ist mal ein Überblick. Danke dafür.

  2. Marcuccio
    April 25, 2008 | 00h04

    Der schlagwortprägende Klassiker aus dem Feuilleton-Cocktail 2007 (“Bionade-Biedermeier”) wurde gerade erst vor wenigen Tagen wieder in der FAS bemüht…

    Verena Mayer : Wien mit Kindern . Kinder brauchen einen Prater

    …wobei der Artikel sich eifrig um eigene Kiez-Duftmarken bemüht: Demnach kennt “das Wiener Pendant zum Prenzlauer Berg”, die Leopoldstadt, keine “Bibis”, sondern nur “Bobos” (bourgeoise Bohèmians). “Bobostan” – klingt irgendwie nach DJ Bobo. Doch wie man in den Leserkommentaren liest, sind der Autorin bei ihren Etikettierungen wohl vor allem die “preußischen Scheuklappen” durchgegangen ?

  3. czz
    April 25, 2008 | 00h15

    @ Lotree : danken unsererseits händeküssend für den Hinweis , wurde stehenden Fusses in den “Haupttext” integriert” –
    @ Olivier : Quel culot poir toi , Olivier , de te feuiller à travers des masses de texte an allemand , peu die liens …. tout court il s’agit d’un compte rendu des pages littéraires qui sonst specialisés à aggregerer des articles des journaux , revues et nouvelles littéraires … du fourrage pour les hard core aficionados !

  4. czz
    April 25, 2008 | 00h27

    aaa , Marcuccio : wunder Punkt : Der zweite “Hieb” war bis vor kurzem unter den billigsten Grätzeln der Wiener …. mittlerweile findet die orthodoxen Juden dort “ach wie pittoresk” … und die Immobilienpreise haben sich nahezu der Innenstadt angeglichen . Aus täglichen Umgängen bei der Suche eines neuen Quartiers wissen wir dies aus leidvoller Erfahrung , czz
    p. s. “Gentrifizierung” nennt man das wohl im Fachjargon .

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