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	<title>Comments on: Salon Littéraire &#124; Benedikt Ledebur : APHATISCHER MUSE REDE &#8211; Laudatio auf Brigitta Falkner</title>
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	<description>doi:10.3246/ib.1000</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 17:50:48 +0000</lastBuildDate>
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		<title>By: Martin Mooz</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2008/06/01/salon-litteraire-benedikt-ledebur-aphatischer-muse-rede-laudatio-auf-brigitta-falkner/comment-page-1/#comment-15961</link>
		<dc:creator>Martin Mooz</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Jul 2008 12:43:48 +0000</pubDate>
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		<description>Man muss sich vielleicht bewusst machen, dass solche Deviationen ein deutscher Sonderweg sind. Keine andere Sprache erlaubt sich auf der Buchstabenebene Ausflüchte von der Symmetrie. Selbst wenn die Regeln zur Umlautumwandlung von den Anagrammen her entlehnt sind und Notate wie &quot;Schlaf : falsch&quot; historische Wurzeln haben - so bleiben es doch Ausnahmefälle, blinde Stellen im Spiegelbild. Die Anreicherung solcher Flecken führt unweigerlich zu einer Eintrübung dessen, was in diesem Rahmen zeigbar gewesen wäre. Es ergibt ein palindromes Zerrbild, das eben nicht die formale Konsequenz abbildet, sondern deren Unterlassung.
 
Der sprachliche Zugewinn bei Brigitta Falkners Palindromen ist sicherlich immens: als hätte sie ihnen Dasein eingehaucht und diese zum Fließen gebracht. Bedenkt man aber, wovon Palindrome leben, nämlich einzig von ihrer Symmetrie, erhält diese Inspiration in meinen Augen einen irritierenden Beigeschmack.
 
Zu phonetischen Palindromen sei angemerkt, dass auch diese formalen Konsequenzen gehorchen, indem sie dem Klangbild von Silben folgen. Mit anderen sprachlichen Kontingenten wie Worten und Sätzen verhält es sich ähnlich. Konzeptuelle Mischformen und Asymmetrien sind sicherlich denkbar, sollten aber gerade dann nicht stillschweigend übergangen werden, wenn ein Mehrwert darin zum Tragen kommt. Hier wäre eine Randbemerkung/Nachwort sehr informativ. Dieses Versäumnis ist vielleicht der einzige Makel beim Palindrom-Buch von Brigitta Falkner. Es hinterlässt den stolpernden Leser mit der Frage nach Zufall oder Absicht.       

Mit freundlichen Grüßen
Martin Mooz</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Man muss sich vielleicht bewusst machen, dass solche Deviationen ein deutscher Sonderweg sind. Keine andere Sprache erlaubt sich auf der Buchstabenebene Ausflüchte von der Symmetrie. Selbst wenn die Regeln zur Umlautumwandlung von den Anagrammen her entlehnt sind und Notate wie &#8220;Schlaf : falsch&#8221; historische Wurzeln haben &#8211; so bleiben es doch Ausnahmefälle, blinde Stellen im Spiegelbild. Die Anreicherung solcher Flecken führt unweigerlich zu einer Eintrübung dessen, was in diesem Rahmen zeigbar gewesen wäre. Es ergibt ein palindromes Zerrbild, das eben nicht die formale Konsequenz abbildet, sondern deren Unterlassung.</p>
<p>Der sprachliche Zugewinn bei Brigitta Falkners Palindromen ist sicherlich immens: als hätte sie ihnen Dasein eingehaucht und diese zum Fließen gebracht. Bedenkt man aber, wovon Palindrome leben, nämlich einzig von ihrer Symmetrie, erhält diese Inspiration in meinen Augen einen irritierenden Beigeschmack.</p>
<p>Zu phonetischen Palindromen sei angemerkt, dass auch diese formalen Konsequenzen gehorchen, indem sie dem Klangbild von Silben folgen. Mit anderen sprachlichen Kontingenten wie Worten und Sätzen verhält es sich ähnlich. Konzeptuelle Mischformen und Asymmetrien sind sicherlich denkbar, sollten aber gerade dann nicht stillschweigend übergangen werden, wenn ein Mehrwert darin zum Tragen kommt. Hier wäre eine Randbemerkung/Nachwort sehr informativ. Dieses Versäumnis ist vielleicht der einzige Makel beim Palindrom-Buch von Brigitta Falkner. Es hinterlässt den stolpernden Leser mit der Frage nach Zufall oder Absicht.       </p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
Martin Mooz</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: czz</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2008/06/01/salon-litteraire-benedikt-ledebur-aphatischer-muse-rede-laudatio-auf-brigitta-falkner/comment-page-1/#comment-15861</link>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jul 2008 00:46:42 +0000</pubDate>
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		<description>Alle Achtung , werter Martin Mooz , 
angesichts Ihrer Love&#039;s Labour : 

Als unnpalindromischer Moderator gebe ich allerdings zu bedenken , dass man zwischen &quot;mathematisch korrekten&quot; und &quot;laut- affinen&quot; Palindromen &lt;em&gt;durchaus&lt;/em&gt; methodische Unterschiede einräumen darf . 
&lt;p align=&quot;right&quot;&gt;&#160;&lt;/p&gt;
Egal , ob man nun einen Umlaut als EIN Laut- Zeichen auffassen mag oder eine Konsonantengruppe wie &quot;ck&quot; .... : 
Wie dem auch immer sei , wäre ja in den jeweiligen Auslegungen solcher &quot;methodischer Schrauben&quot; der individuelle Mehrwert und das Charakteristikum eines Sprachwerks auszumachen . 
&lt;p align=&quot;right&quot;&gt;&#160;&lt;/p&gt;
In Zeiten , wo man sich schon per Net- Services wie dem &lt;a href=&quot;http://anagramme.spieleck.de/app/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;FALKENSTERN- ANAGRAMM ARCHIV&lt;/a&gt; die Arbeit von einem sturen Algorithmus abnehmen lassen kann , werden vielleicht just die &lt;em&gt;Abweichungen&lt;/em&gt; und perfide integrierten &quot;&lt;em&gt;Fallen&lt;/em&gt;&quot; das eigentlich Interessante .</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Achtung , werter Martin Mooz ,<br />
angesichts Ihrer Love&#8217;s Labour : </p>
<p>Als unnpalindromischer Moderator gebe ich allerdings zu bedenken , dass man zwischen &#8220;mathematisch korrekten&#8221; und &#8220;laut- affinen&#8221; Palindromen <em>durchaus</em> methodische Unterschiede einräumen darf . </p>
<p align="right">&nbsp;</p>
<p>Egal , ob man nun einen Umlaut als EIN Laut- Zeichen auffassen mag oder eine Konsonantengruppe wie &#8220;ck&#8221; &#8230;. :<br />
Wie dem auch immer sei , wäre ja in den jeweiligen Auslegungen solcher &#8220;methodischer Schrauben&#8221; der individuelle Mehrwert und das Charakteristikum eines Sprachwerks auszumachen . </p>
<p align="right">&nbsp;</p>
<p>In Zeiten , wo man sich schon per Net- Services wie dem <a href="http://anagramme.spieleck.de/app/" >FALKENSTERN- ANAGRAMM ARCHIV</a> die Arbeit von einem sturen Algorithmus abnehmen lassen kann , werden vielleicht just die <em>Abweichungen</em> und perfide integrierten &#8220;<em>Fallen</em>&#8221; das eigentlich Interessante .</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Martin Mooz</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2008/06/01/salon-litteraire-benedikt-ledebur-aphatischer-muse-rede-laudatio-auf-brigitta-falkner/comment-page-1/#comment-15721</link>
		<dc:creator>Martin Mooz</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jul 2008 07:47:01 +0000</pubDate>
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		<description>Zum hier zitierten Palindromtext von Brigitta Falkner wäre anzumerken, dass er keiner formalen Prüfung standhält. Eine tatsächlich symmetrische Variante sähe so aus:  

EINE GEHUNG

“… Nun? Nishc, Rudi?”
“Durhcuas!”
“Eidos …”
“Nee: die Grosslage …”
“Wesen…”
“Ego…”
“Geshcikc …”
(Ehco)
“Leben! O genau! Ahc …”
“So-Gesetztes.”
&quot;Ego?&quot;
“Wahrung.”
“Nun …”
“Hä? Weg als nie-so.”
“Geh …”
“Ei, Seins-Sorge ist Sinn …”
“Ad rem …”
“… mir immer dann …”
“Ist sie gross?”
“Nie. Sieh …”
“Ego?”
“Seins-Lage. Wähnung nur.”
“Ha! Wo …”
“Gesetztes Ego.”
“Schau an! Ego? (Nebel) O check ich’s?”
“Ego-Genese. Weg als Sorge.”
“Ideen &amp; so?”
“Dies auch, Rudi. Durch-Sinnung. Nu?”
“He! Genie …”

Da Buchstabenkombinationen wie (s)ch, ck, und au vom palindromen Verfahren ausgeklammert bleiben, handelt es sich bei diesem Textgebilde streng genommen um  ein palindromoides Anagramm. Vor diesem Hintergrund wären Benedikt Ledeburs Ausführungen zur Symmetrie, Selbstbezüglichkeit und methodischer Reduktion zu hinterfragen.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Mooz</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zum hier zitierten Palindromtext von Brigitta Falkner wäre anzumerken, dass er keiner formalen Prüfung standhält. Eine tatsächlich symmetrische Variante sähe so aus:  </p>
<p>EINE GEHUNG</p>
<p>“… Nun? Nishc, Rudi?”<br />
“Durhcuas!”<br />
“Eidos …”<br />
“Nee: die Grosslage …”<br />
“Wesen…”<br />
“Ego…”<br />
“Geshcikc …”<br />
(Ehco)<br />
“Leben! O genau! Ahc …”<br />
“So-Gesetztes.”<br />
&#8220;Ego?&#8221;<br />
“Wahrung.”<br />
“Nun …”<br />
“Hä? Weg als nie-so.”<br />
“Geh …”<br />
“Ei, Seins-Sorge ist Sinn …”<br />
“Ad rem …”<br />
“… mir immer dann …”<br />
“Ist sie gross?”<br />
“Nie. Sieh …”<br />
“Ego?”<br />
“Seins-Lage. Wähnung nur.”<br />
“Ha! Wo …”<br />
“Gesetztes Ego.”<br />
“Schau an! Ego? (Nebel) O check ich’s?”<br />
“Ego-Genese. Weg als Sorge.”<br />
“Ideen &amp; so?”<br />
“Dies auch, Rudi. Durch-Sinnung. Nu?”<br />
“He! Genie …”</p>
<p>Da Buchstabenkombinationen wie (s)ch, ck, und au vom palindromen Verfahren ausgeklammert bleiben, handelt es sich bei diesem Textgebilde streng genommen um  ein palindromoides Anagramm. Vor diesem Hintergrund wären Benedikt Ledeburs Ausführungen zur Symmetrie, Selbstbezüglichkeit und methodischer Reduktion zu hinterfragen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
Martin Mooz</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: czz</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2008/06/01/salon-litteraire-benedikt-ledebur-aphatischer-muse-rede-laudatio-auf-brigitta-falkner/comment-page-1/#comment-13864</link>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jun 2008 16:27:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.zintzen.org/?p=3217#comment-13864</guid>
		<description>Nun ja : Man könnte jetzt einwenden , es gibt im Web weitaus aufregendere Layouts , vom rein ästhetischen Design her , aber auch hinsichtlich allerlei Flash- und Frisch- Features . 

Die Blogrolle geht , was den Vogang des LESENS betrifft , fast wieder einen Schritt zurück ins Archaische : Den Lauftext beim Lesen langsam hinab- scrollend ,  hat man - anders als bei Buch oder Ausstellung - nie den völligen Überblick . 

Das heisst , es kommt da - bei einem so vielgestaltigen und umfangreichen Beitrag wie diesem - das Moment der ÜBERRASCHUNG hinzu : 
Du weisst nie , was Dich da da &quot;von unten her hinaufrollend&quot; noch erwartet . 

Das erinnert natürlich an die alten Schriftrollen. 
Hat aber gleichzeitig ein temporales Moment ( Film ) . 

Natürlich könnte man den Charakter eines solchen KURBEL- TEXTES dramaturgisch nützen !</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ja : Man könnte jetzt einwenden , es gibt im Web weitaus aufregendere Layouts , vom rein ästhetischen Design her , aber auch hinsichtlich allerlei Flash- und Frisch- Features . </p>
<p>Die Blogrolle geht , was den Vogang des LESENS betrifft , fast wieder einen Schritt zurück ins Archaische : Den Lauftext beim Lesen langsam hinab- scrollend ,  hat man &#8211; anders als bei Buch oder Ausstellung &#8211; nie den völligen Überblick . </p>
<p>Das heisst , es kommt da &#8211; bei einem so vielgestaltigen und umfangreichen Beitrag wie diesem &#8211; das Moment der ÜBERRASCHUNG hinzu :<br />
Du weisst nie , was Dich da da &#8220;von unten her hinaufrollend&#8221; noch erwartet . </p>
<p>Das erinnert natürlich an die alten Schriftrollen.<br />
Hat aber gleichzeitig ein temporales Moment ( Film ) . </p>
<p>Natürlich könnte man den Charakter eines solchen KURBEL- TEXTES dramaturgisch nützen !</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: otto brandenberg</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2008/06/01/salon-litteraire-benedikt-ledebur-aphatischer-muse-rede-laudatio-auf-brigitta-falkner/comment-page-1/#comment-13853</link>
		<dc:creator>otto brandenberg</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jun 2008 13:51:10 +0000</pubDate>
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		<description>aufbauend auf das reichhaltige, wunderbar spezielle schaffen von brigitta falkner, und den ausführlichen text voll sachdienlicher einsicht von benedikt ledebur, sei folgende bemerkung gestattet:

dieser &quot;salon eintrag&quot; zeigt einmal mehr die eigenständigkeit der ästhetik eines html-dokuments, eines &quot;werks im web&quot;: kein anderes medium (druck, video, powerpoint etc.) bietet text-lesbarkeit plus bild-sichtbarkeit plus farb-freudigkeit plus hypertext-kombinatorik plus linear-rezeptionsfreude plus seitentrennungs-freiheit plus archiv-verfügbarkeit plus plus plus...

präsentiert mittels arbeitsaufwändigster montagefreudigkeit seitens in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at resultiert dies in information, schaufreude, nachdenklichkeit, staunen, mehr-wert in allen richtungen.
anzumerken bleibt, dass wunderlich wenige autorinnen und künstler die darstellungskraft solcher webwerke nutzen, und das vielgehypte web in bloßen repositorien von NUR video oder NUR bild oder NUR text oder NUR audio feststeckt: das potential für echte web-kunst ist lange noch nicht ausgelotet.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>aufbauend auf das reichhaltige, wunderbar spezielle schaffen von brigitta falkner, und den ausführlichen text voll sachdienlicher einsicht von benedikt ledebur, sei folgende bemerkung gestattet:</p>
<p>dieser &#8220;salon eintrag&#8221; zeigt einmal mehr die eigenständigkeit der ästhetik eines html-dokuments, eines &#8220;werks im web&#8221;: kein anderes medium (druck, video, powerpoint etc.) bietet text-lesbarkeit plus bild-sichtbarkeit plus farb-freudigkeit plus hypertext-kombinatorik plus linear-rezeptionsfreude plus seitentrennungs-freiheit plus archiv-verfügbarkeit plus plus plus&#8230;</p>
<p>präsentiert mittels arbeitsaufwändigster montagefreudigkeit seitens in|ad|ae|qu|at resultiert dies in information, schaufreude, nachdenklichkeit, staunen, mehr-wert in allen richtungen.<br />
anzumerken bleibt, dass wunderlich wenige autorinnen und künstler die darstellungskraft solcher webwerke nutzen, und das vielgehypte web in bloßen repositorien von NUR video oder NUR bild oder NUR text oder NUR audio feststeckt: das potential für echte web-kunst ist lange noch nicht ausgelotet.</p>
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