Dokumentation | Alte Schmiede : “Budget wurde seit 18 Jahren nicht erhöht”

||| Am 12. 6. , 19:36 Uhr geht eine Meldung der Tageszeitung “Die Presse” zum Budget des Wiener Kultur- und Literatur- Veranstaltunghauses Veranstaltungshauses Alte Schmiede online , datiert für die Printausgabe am 13. 6. 2008 .

Fortsetzung unserer seit der ersten Meldung über den möglichen Verkauf des Hauses Schönlaterngasse 9 vor einem Monat unternommenen DOKUMENTATION . – Artikellinks verschwinden , Berichte sinken ab ins kostenpflichtige Archiv : in|ad|ae|qu|at hält Meldungen , Meinungen , Äusserungen , Protestnoten und Politikerrepliken in chronologischer Folge fest .

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“BUDGET WURDE SEIT 18 JAHREN NICHT ERHÖHT“ ( sim , Die Presse , 12. / 13. 6. 2008 )

Der neue Eigentümer will die leer stehenden Gebäude-Teile zu Luxusappartements machen, die Alte Schmiede muss umbauen – mit welchem Geld ? Generalsekretär Famler: “Es gab nie ein Gespräch“.

Schon in den ersten 24 Stunden nach dem von der IG Autorinnen Autoren gestarteten Aufruf “zur Rettung der Alten Schmiede“ sollen an die 1000 Unterschriften eingelangt sein – darunter von Autoren wie Elfriede Jelinek, Robert Menasse, Peter Turrini und Marlene Streeruwitz.

Die Wiener Städtische Versicherung hat das Gebäude an den Wiener Privateigentümer Immokrass verkauft. Der Kunstverein, der zu den anerkanntesten europäischen Literaturveranstaltern zählt, ist nun zwar nicht vom Rauswurf bedroht, doch um eine dringende Hoffnung ärmer: Kürzlich war die SPÖ-Zukunftswerkstatt aus dem Gebäude ausgezogen, der Generalsekretär der Alten Schmiede Walter Famler hatte sich vergeblich bemüht, die verantwortlichen Politiker für eine Nutzung dieser Räume im Rahmen des Kunstvereins zu gewinnen. Im Grundstatut aus den 1970er-Jahren sei sogar vorgesehen gewesen, das Haus in einer späteren Phase ganz für den Verein verfügbar zu machen, sagt Famler. Er ist vor allem enttäuscht, dass es nie ein Gespräch zwischen der Stadt Wien, der Wiener Städtischen und dem Kulturverein gab.

Der neue Eigentümer möchte die leer stehenden Teile des Gebäudes zu Luxusappartements umbauen, aus dem jetzigen Literaturquartier soll eine Garage werden. Auch die Alte Schmiede wird also umbauen müssen – mit welchem Geld ? – “Unser Budget wurde seit 18 Jahren nicht erhöht.“

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