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Das Blockseminar “Bachmannpreis 2008” aka “Tage der deutschsprachigen Literatur” kann losgehen . Laut Veranstalter gestrafft , verjüngt und in neuem Outfit , multimedial und -lingual . - Zur Gegenlektüre : Siehe Doris Mosers ( “Der Ingeborg-Bachmann-Preis - Börse , Show , Event” ) : Frequently Asked Questions .
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STUNDENPLAN - DARBIETUNGEN - DEBATTEN
Im Netz via ORF-TV on demand | per Media- Player
Freitag , 27. Juni , Vormittag
9 - 10 : Thorsten Palzhoff , D ( home , Videoportrait | Vorschlag Ijoma Mangold ) : “Livia” | Lesung ( video on demand ) | Debatte ( video )
10 - 11 : Alina Bronsky , D ( Videoportrait | Vorschlag Ijoma Mangold ) : “Scherbenpark” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
11 - 12 : Clemens J. Setz , A ( Videoportrait | Vorschlag Daniela Strigl ) : “DIE WAAGE” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
12 - 13 : Angelika Reitzer , A ( Videoportrait | Vorschlag André Vladimir Heiz ) : “Super-8” | Lesung ( video ) | Debatte ( video)
Freitag , 27. Juni , Nachmittag
15 - 16 : Martin von Arndt , D ( home , Videoportrait | Vorschlag Alain Claude Sulzer ) : “Der Tod ist ein Postmann mit Hut” | Lesung ( video ) | Debatte ( vod )
16 - 17 : Patrick Findeis , D ( Videoportrait | Vorschlag Burkhard Spinnen ) : “Kein schöner Land” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
17 - 18 : Markus Orths , D ( KEIN Videoportrait | Vorschlag Daniela Strigl ) : “Das Zimmermädchen” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )

Samstag , 28. Juni , Vormittag
9 - 10 : Heike Geißler , D ( Videoportrait | Vorschlag Ursula März ) : “Das luftige Leben“| Lesung ( video ) | Debatte ( video )
10 - 11 : Sudabeh Mohafez , D ( home , Blog “zehn zeilen” , Videoportrait | Vorschlag Klaus Nüchtern ) : “Im roten Meer” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
11 - 12 : Dagrun Hintze , D ( Videoportrait | Vorschlag Burkhard Spinnen ) : “Flugangst” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
12 - 13 : Pedro Lenz , CH ( home , Videoportrait | Vorschlag André Vladimir Heiz ) : “Inland” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
Samstag , 28. Juni , Nachmittag
15 - 16 : Ulf Erdmann Ziegler , D ( Videoportrait | Vorschlag Alain Claude Sulzer ) : “Pomona” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
16 - 17 : Tilmann Rammstedt , D ( Videoportrait | Vorschlag Ursula März ) : “Der Kaiser von China” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
17 - 18 : Anette Selg , D ( Videoportrait | Vorschlag Klaus Nüchtern ) : “Muttervaterkind” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
Samstag , 28. Juni , Abend
20.15 : Preisvergabe ( erstmals im Hauptabendprogramm von 3sat live )
Tilman Rammstedt gewinnt den Bachmann-Preis 2008 | Patrick Findeis erhält den 3sat-Preis
Der in Berlin lebende Autor Tilmann Rammstedt ist der große Gewinner des 32. Ingeborg-Bachmann-Preises 2008. Er beeindruckte mit seiner Lesung aus seiner Familiengeschichte “Der Kaiser von China” nicht nur die Jury, auch das Publikum stimmte für den Nachwuchsautor. Rammstedt, 1975 in Bielefeld geboren, beschreibt in seinem Werk eine problematische Beziehung zu seinem Großvater. Die Jury lobte den bisher unveröffentlichten Text als hochkomisch und brillant. Der Hauptpreis ist mit 25.000 Euro dotiert.
Der 3sat-Preis geht dieses Jahr an Patrick Findeis, der in Berlin lebt und arbeitet. Ebenfalls erfolgreich im Wettbewerb ist auch der 1969 in Viersen geborene, heute in Karlsruhe lebende Autor Markus Orths, der vor allem Erzählungen, Romane und Essays schreibt. Er erhält den Telekom Austria Preis.
Der Ernst- Willner-Preis ging nach Österreich
Der Ernst Willner-Preis ging schließlich an den zweiten von Daniela Strigl nominierten Autor: Clemens J. Setz. Sie meinte, damit eine “höchst hintersinnige Geschichte über das Wägen und Abwägen” gewählt zu haben, die zeige, “was übermäßiger Fleischgenuss aus Männern machen” könne.
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RÉSUMÉES ( ORF )
Disclaimer : In|ad|ae|qu|at übergehen wir die verzichtbaren Subjektkommentare des “Satirikers” Egyd Gstättner .
- Tag 2 : Ein “hochkomischer” und “brillanter” Text - “Der Kaiser von China” lautete der Titel des hochkomischen Textes von Tilmann Rammstedt über einen einarmigen Großvater, der mit dem Auto nach China fährt um zu sterben. Nicht nur das Publikum reagierte begeistert.
- Tag 2 : “Pomona” - ein “seltsam gemütlicher” Text - Ulf Erdmann Ziegler las auf Einladung von Alain Claude Sulzer aus dem Text “Pomona” (eine BRD-Siedlung in den 60er-Jahren) vor. Die Jury teilte sich in ihrer Kritik in zwei Lager: “Ein Haus mit zwei Eingängen”, konstatierte schließlich die - eher abgeneigte - Ursula März.
- Tag 2 : Kaum eine Chance für Pedro Lenz - Pedro Lenz wurde auf Empfehlung von Andre Vladimir Heiz nach Klagenfurt eingeladen. Er las als letzter dieses Lesevormittags aus “Inland” vor - und fiel damit bei der Jury durch.
- Tag 2 : Geteilte Jurymeinung über “Flugangst” - Mit Dagrun Hintzes “Flugangst” ging der dritte Text des samstäglichen Lesevormittags ins Rennen um den diesjährigen Bachmannpreis. Burkhard Spinnen lud die Deutsche nach Klagenfurt ein. “Flugangst” ist ein Text über die “transzendentale Obdachlosigkeit” (Ijoma Mangold) des Menschen im “spirituellen Warenhaus” des 21. Jahrhunderts.
- Tag 2 : Plädoyer für die Zärtlichkeit der Feuerwehr - Der Text “Im roten Meer” von Sudabeh Mohafez war auf Einladung von Klaus Nüchtern zu hören. Ein musikalischer Text, ja oder nein? - gerade darüber wurde sich die Jury nicht einig.
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Tag 1 : Findeis und Orths erste Favoriten - Nach diesem ersten Lesetag hatten sich mit Patrick Findeis‘”Kein schöner Land” und Markus Orths‘ “Zimmermädchen” zwei erste Favoriten im Rennen um den Bachmannpreis herauskristallisiert.
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Der “beste Text” kam zum Schluss - Mit Markus Orths‘ Text “Das Zimmermädchen” ging der erste Lesetag in Klagenfurt zu Ende. Eine Putzfanatikerin, die sich unter Hotelbetten versteckt, um am Leben der Gäste teilzuhaben, erhielt das einhellige Lob der Jury.
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Der Text “Super-8″ polarisierte die Jury - Mit Angelika Reitzer ging die erste österreichische Autorin an den Start. Die Meinung der Jury zu ihrem Text “Super-8” reichte von völliger Ablehnung bis zu totaler Begeisterung.
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Der erste Text mit guten Chancen - Der erste Österreicher beim diesjährigen Bewerb, Clemens J. Setz, las auf Einladung Daniela Strigls aus dem Text “DIE WAAGE” vor. Zum ersten Mal an diesem Lesevormittag gab es von der Jury beinah einhelliges Lob
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AUTOMATISCHE LITERATURKRITIK - PREIS DER RIESENMASCHINE
An Stelle des vorjährigen Klagenfurt-Totalisators lädt die ZIA 2008 zur Teilnahme an der Automatischen Literaturkritik ( Kriterienkatalog ) . in|ad|ae|qu|at hält eine Kommentierung der Kommenierung für verzichtbar , sondern sich schlicht ans Dokumentieren .
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PRESSE - TAG 1
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“Tagesspiegel” und ZEIT hatten Freitag gerade mal selbige , bis 11 Uhr die ersten beiden Lesungen ( Thorsten Palzhoff , Alina Bronsky ) ohne Zugabe eigener Gedanken zu beobachten . Der Rest des Freitag , 16:46 Uhr ex aequo online gestellten Textes reproduziert ein paar Fakten aus den Presseunterlagen . Gezeichnet “jg/dpa” .
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Elmar Krekeler , ein ehrerenwerter Herr , ergeht sich in der WELT in einer Art von Live- Blogging , wobei besonders Moderator Dieter
MoorBohlen ( aka “der Geck” ) solchen Unmut erregt , dass auch ORF-Landesdirektor Willy Haslitzer einer Umbenennung in “Haslitza” anheim fällt . Immerhin bleibt der Chronist ( mit update ) bis Freitag , 17.32 Uhr auf dem Beobachterposten , referiert vornehmlich die männlichen Statements der Debatten : “Herr Mangold orgelt” , “Herr Heiz ist hingerissen … er bricht ins Schweizerische aus vor Begeisterung” , “Herr Heiz wechselt ins Französische. Herrn Spinnen geht das alles zu gut auf. Herr Mangold redet die Sprache des Textes klein” , Clemens J. Setz bietet “Angestelltenirrsinnsprosa” , Angelika Reitzers Text verursacht “Erste Klagenfurter Fluchtgedanken” : “Die Frau fährt auf einem Hometrainer zu ihrer glücklichen Tante. I wär narrisch.” ( Sic , czz )
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Auch Cornelia Niedermeier ( Der Standard ) beginnt schon angehörs des Moor’schen Jargons “eine Abwesende, Unbekannte bei dieser Veranstaltung” zu vermissen : es sei “die Sprache – und die Liebe zu ihr” . Literarische Stereotypie des ersten Tages : “Klassische Bachmann-Texte , also für den Wettbewerb verfasste Beiträge, die artig dekodierbare Motive entwickeln, doch sprachlich wenig wagen.”
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Harald Klauhs springt in seinem Bericht für “Die Presse” furchtlos medias in res : “Wie nervend darf ein Text sein ? An dieser Frage entzündete sich die erste heftige Diskussion unter den Juroren des diesjährigen Bachmann-Preises. Und zwar am Text Super-8 von Angelika Reitzer, die der Schweizer Juror Andr Vladimir Heiz nach Klagenfurt eingeladen hat.” - Hinsichtlich der von Clemens J. Setz surreal inszenierten Waage, “schlug” - so der Kommentator treffend - “der Zeiger … weit aus. Ich habe beim Lesen vor Lachen geprustet, kommentierte Ursula März diese hochkomische Horrorgeschichte über Biedermänner und Dinosaurier. Eine Fantasie über das Nichts, nämlich nichts Bedeutendes, nannte dagegen Neo-Juror Alain Claude Sulzer Setz’ Text … Schon an dieser Stelle spaltete sich also die Jury an der Frage, wie viel Mysteriöses ein literarischer Text haben darf oder soll.”
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KLANGAPPARAT
Nach so viel Gerede haben wir uns ein paar musikalisch aufmöbelnde “Zeichen” redlich verdient . Das junge Netlabel “Tonkultur-Berlin” ( TKBNET )
schickt Steven Reitz ( pdf ) aka Freakster & Steven Schwarz ( pdf ) aka SCHWARZarbeit los , uns ein paar blutdrucksteigernde Mini ( mal ) ( beat ) - Pillen zu verabreichen : Dies Dosis ist höchst vernehmlich und bekömmlich . Besonders aber : Hochgradig wortlos ! - CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Freakster : Zeichen | 02. Freakster : Red Lights | 03. Freakster : Aetsche Beatsche | 04. SCHWARZarbeit : Zero-Point-Nine |||







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