Lasst mich doch lesen , wo ich will

||| LESE- VOR- STELLUNGEN | KLANGAPPARAT

LESE- VOR- STELLUNGEN

Nicht einmal virtuell gibt die FAZ das Rauschen auf : So gesehen an den Gestaden der sommerlichen Expositur des FAZ- “Lesesaals” , der sogenannten “Lese- Insel” . Weder will ich durch irgendwelche Promis in meinem Leseverhalten gestört werden , noch soll dies auf einer Internet- “Insel”- geschehen , wo der Lärm der Dünung jedwede Konzentration mit sich reisst .

Da helfen auch die animiert aufploppenden Flaschenpostillen wenig : Abstellen lässt sich der Krach jedenfalls kaum mit einem nahe liegenden Klick .

Lese Insel FAZ ( click to XL )

Nicht weniger unbequem hat sich bisher jedweder Lektüre- Versuch in der Hängematte erweisen , wie sie – sklavisch nachgetippt vom Medienticker – das Bücherblog des Bayerischen Rundfunks in verstrickender Regelmässigkeit empfiehlt .

Lesen , pardon , ist für Unsereins Lebensinhalt und wir nennen es Arbeit : zu vollziehen nicht ohne eine ganze Reihe von Paraphernalien , wovon Brille und Bleistift noch die harmlosesten sind . Mach’ das mal zwischen den stets verdrehten Maschen des angeblichen Ent- Spannungs- Netzes … Ohne blaue Flecken , schlimmen Verwicklungen und dem unablässigen Absturz unverzichtbarer Utensilien ist dies ( einen Garten vorausgesetzt ) noch nie gelungen .

Lese Hängematte BR BB ( click to XL )

Jetzt empfiehlt uns auch noch DIE ZEIT , Kafka in die Disco zu nehmen , wahlweise auch an aschfahle Gestade .

Lese DISCO ZEIT ( click to XL )

Tut Eure Arbeit , liebe Feuilletons – rezensiert , interviewt , kritisiert , empfehlt : Aber lasst , bitte sehr , das Originell- Sein in Form von Bildstrecken- , Animations- oder Kunstfotografie- Gimmicks beiseite …

… und uns … in Ruhe … lesen : Wie und Wo wir wollen .

|||

KLANGAPPARAT

Schon lange keine Song- Formate im KLANGAPPARAT präsentiert . Diese – im besten Fall – literarischen unter den Pop- Formen stellen ja auch czz-hoerempfehlungnicht gerade das Parade- Material der creative commons- Netlabel dar . Mit Schmitz & Niebuhr aka Wilfried “Willi” Schmitz und Klaus Niebuhr ( MySpace ) sind wir nun aber auf ein dem rheinischen Köln entsprungenes Duo gestossenn , das seine zwischen 2002 und 2004 komponierte Klangwaren nun dem höchst sympathischen Netlabel der kleine grüne würfel zur Verfügung stellt . Zarte , durch leichte arhythmische Ausfälle bezaubernde Stücke ohne Prätention , zugleich aber auch ohne aufgesetzte Naivetät . Für unsere in|ad|ae|qu|ten Begriffe wäre “Orgelqualität” dem überhypeten “Neon Golden” unbedingt an die Seite zu stellen ! – CLICK LINK TO LISTEN TO STREAM ( WMP ) .

|||

4 Responses to Lasst mich doch lesen , wo ich will
  1. W Schmitz
    January 23, 2009 | 22h38

    Danke fuer diese nette kleine Rezension, freut mich sehr.

    Gruesse aus Koeln

    Schmitz

  2. czz
    January 24, 2009 | 00h42

    Oh , lieber Wilfried Schmitz , absolutely my pleasure ! ( und “dkgw” ein nach wie vor entzückender ort )

  3. otto brandenberg
    January 24, 2009 | 22h55

    wie schön, dass man durch die “aktuellesten kommentare” im sidebar auch auf ältere postings aufmerksam wird. diese netlabel-rubrik hatte ich damals übersehen und bin nun begeistert am nach-hören. als ehemaliger organist habe ich nach der titelgebenden “orgelqualität” ausschau gehalten, und bin spätenstens bei “swell” (na klar!) fündig geworden, davor aber schon viele andere qualitäten entdecken dürfen. feine tracks.

Trackbacks/Pingbacks
  1. Bloguer ou ne pas bloguer » Une journée à l’Opéra
Leave a Reply


Wanting to leave an <em>phasis on your comment?

Trackback URL http://www.zintzen.org/2008/09/05/lasst-mich-doch-lesen-wo-ich-will/trackback/