Archive for October, 2008

DNB : Verordnung zur Pflichtablieferung von Netzpublikationen



||| NATIONALE WEBARCHIVIERUNG | EINE ERREGUNG | FRAGEN UND ANTWORTEN | UND ÖSTERREICH ? | FAZIT | KLANGAPPARAT

NATIONALE WEBARCHIVIERUNG

ARE YOU REGISTERED klein2006 erteilte der Gesetzgeber der Deutschen Nationalbibliothek ( DNB ) den Auftrag , auch Publikationen im Internet zu sammeln . Ab 2008 sollen die ersten digitalen Pflichtexemplare eingehen : vor einem Jahr im Börsenblatt online erschienen , hätte mam diese Meldung ja durchaus positiv interpretieren können : Die hoch offiziöse Registrierung von Portalen wie litblogs.net hätte einen fruchtbaren Dialog mit den Portalbetreibern , den “betroffenen” Bloggern, Forschern und Archivaren von DILIMAG triggern können .

Was nun seitens des deutschen Gesetzgebers ertönt , lässt sich einigermassen bürokratisch an : “Verordnung zur Pflichtablieferung von Netzpublikationen tritt in Kraft” titelt heise am 22. 10. und ventiliert die mit Wirkung des Folgetages impelemtierte Verordnung ( PDF ) über die Pflichtablieferung von Medienwerken an die Deutsche Nationalbibliothek . Kurz : es geht darum , welche Netzpublikationen bei der DNB quasi als “Pflichtexemplar” elektronisch eingereicht und für die Archivierung freigegeben werden müssen .

Laut dem DNBG sind neben Büchern, Zeitungen, Zeitschriften und anderen physikalischen Medienträgern auch “unkörperliche”, in “öffentlichen Netzen dargestellte” Medienwerke bei der Nationalbibliothek abzuliefern. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, riskiert nach einer Abmahnung eine Geldstrafe bis zu 10.000 Euro. Ziel der Verordnung ist es, die gesetzliche Regelung auf ein handhabbares Maß einzuschränken. Prinzipiell steht es der DNB demnach offen, auf die Zulieferung oder elektronische Abholung einzelner Netzpublikationen zu verzichten, wenn diese in unterschiedlichen technischen Ausführungen erscheinen. Anheim steht es ihr auch elektronische Medien auszuklammern, deren Sammlung oder Archivierung “nur mit beträchtlichem Aufwand” möglich wäre.

Prinzipiell schließt die Verordnung etwa “lediglich privaten Zwecken dienende Websites” aus. Was genau darunter fällt, ist unklar. Die DNB strebt nach eigenen Angaben an, die Archivierung auch auf “originär dem Web” entsprungene Publikationsformen wie Blogs, Wikis oder Foren nach und nach auszudehnen. In einem Frage-Antwort-Verzeichnis listet die Einrichtung bislang aber nur pauschal “elektronische Zeitschriften, E-Books, Hochschulprüfungsarbeiten, Digitalisate, Musikdateien oder auch Webseiten und dynamische Applikationen” auf. Eine Definition öffentlicher oder privater Werke fehlt. Weiter ist nachzulesen, dass die Entwicklung geeigneter Verfahren für den Massenbetrieb der Sammlung, Erschließung und Archivierung von Netzpublikationen “stufenweise” erfolge. Solange diese noch nicht abschließend zur Verfügung stünden, würde die DNB “keine Ordnungswidrigkeitsverfahren anstrengen”.

Generell soll die Anlieferung möglichst per FTP und bevorzugt als PDF erfolgen. Bilder, andere Darstellungselemente sowie “Software und Werkzeuge, die in physischer oder in elektronischer Form erkennbar zu den ablieferungspflichtigen Netzpublikationen gehören”, sind aber ebenfalls betroffen. Dies gilt vor allem für “nicht marktübliche Hilfsmittel”, ohne die ein Lesen der digitalen Werke im Offline-Modus nicht möglich ist. ( … ) ( heise)

|||

EINE ERREGUNG

ARE YOU REGISTERED kleinPrompt tobt ein Sturm im Wasserglas : Von “Schildbürgerstreich” und “wahnwitziger” Sammelwut geht die Rede ; juristisch ergeben sich Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen “öffentlichem Interesse” ( Meldeflicht ) vs. “privaten” & “gewerblichen” Zwecken ( keine Meldepflicht ) , ganz zu schweigen von den technischen Schwierigkeiten sowohl für Seitenbetreiber als auch für Archivare :

Entweder haben bei den Entscheidungsträgern so einige das Medium Internet (bzw. WWW) in seiner Komplexität deutlich unterschätzt. Oder man hat einfach einen gewissen Definitionsbedarf übersehen. ( e-fee.d )

|||

FRAGEN UND ANTWORTEN

ARE YOU REGISTERED kleinMike Schnoor ( sichelputzer ) hat bei der DNB- Hotline ( 069 1525 1320 ) direkt angefragt und folgende Auskunft erhalten :

  • Publikationen wie Weblogs sind momentan für die Erfassung nicht relevant.
  • Private Inhalte auch außerhalb Weblogs, die mit Werbeanzeigen einen gewerblichen Charakter haben, sind für die Archivierung derzeit nicht relevant.
  • Technisch gesehen ist die Archivierung von sehr vielen Datenmengen, insbesondere individuelle Publikationen wie Weblogs, noch nicht ausgereift.
  • XML und RSS seien andenkbare Lösungen zur Aggregation der Inhalte, die jedoch noch in Planung sind.
  • Die Pflege der Daten bei Aktualisierungen der publizierten Texte ist derzeit noch nicht gelöst.
  • Digitale Bilder und Videos diverser Social Media Networks stellen die Nationalbibliothek vor eine Herausforderung, insbesondere die zu bereitstellende Speicherkapazität seitens der Nationalbibliothek für einen digitalen Film sind derzeit nicht abgedeckt.

Ich bezweifle daher sehr stark, dass hier ein Blogger mit strafrechtlicher Verfolgung zu rechnen hat, wenn insbesondere bei mehreren hunderten, gar tausenden Blogeinträgen jedes Mal ein PDF zu erstellen wäre. Den Zeitaufwand können Privatpersonen kaum betreiben. Ich selbst würde Wochen damit verbringen, jeden Blogeintrag als gute gemachtes PDF zu sichern. Was passiert da mit neuen Kommentaren? :)

Weitere Details in Benedikt Köhlers offenem “Brief an die Deutsche Nationalbibliothek” sowie in deren Replik : “Auch Kommentare könnten gesammelt werden, Schutz von Urheberrechten unklar: Die Antwort der Deutschen Nationalbibliothek” ( viralmythen).

|||

UND ÖSTERREICH ?

Allerdings kann , wer in Österreich sitzt und für die Akzeptanz von publizistischen und literarischen e- Medien eintritt , von solchen Verhältnissen nur träumen . Nach dem prähistorischen Pilotprojekt AOLA (Austrian Online Archive) an der TU Wien war im Sommer ( freilich vor dem Scheitern der damaligen Regierung ) von einer “entsprechenden Novelle zum Mediengesetz” die Rede ( futurezone ) .

Seither war kein Sterbenswörtchen in dieser Sache mehr zu hören , und das “Projekt Webarchivierung” an der ÖNB wirkt vergleichsweise peripher .

|||

FAZIT

ARE YOU REGISTERED kleinDie Reaktionen deutscher Blogger erfolgen entlang der üblichen Erregungskurve unter starker Einwirkung der Privatdaten- Paranoia . Allerdings wird zurecht auf eine Menge technischer und definitorischer Desiderate verwiesen .

Wer jemals in der Echtwelt draussen publiziert hat , kennt die Usanz der Abgabe von “Pflichtexemplaren” an die Nationalbibliotheken und wird sich auch in Netz- Affären darüber nicht weiter erregen . Schliesslich hat er auch als Bibliothektsnützer von solchen Korpora weislich profitiert .

Schliesslich könnte man die Registrierung des eigenen Blogs oder e- Books durch die Nationalbibliothek auch als Akt der Kanonisierung betrachten : Und genau um diese An- Erkennung geht es Netzmedien wie in|ad|ae|qu|at : die Dignität von Netzpublikationen ist zu akzentuieren .

|||

KLANGAPPARAT

Perkussive Passagen : Als mechanisches Mantra mag die EP “Nation On Detour” allemal dem Absturz ins Depressive eine wohltemperiert Manik czz-hoerempfehlungentgegenen zu stemmen . Auch eigenen sich die fünf Instrumental- Tracks trefflich als Playback für eigene musikalisch- melodische Unterfangen .

Intelligente Sequenzen von Forceback aus Ljubliana . Ediert vom und abspielbar beim Netlabel Bio-Mechanics . CLICK LINK TO LISTEN TO STREAM ( WMP ) . ( thx to mogwai )

|||

Send post as PDF to PDF | PDF Creator | PDF Converter

Asphalt Art - Down to Earth | Vienna Street Art 9



||| LEITLINIEN | ASPHALTKUNST | ABSTRAKTION & POESIE | RELATED | KLANGAPPARAT

LEITLINIEN

Ordnung , Fügung , Formung : Die Zeichen der Leitsysteme applizieren noch dem so genannten Individual- Verkehr Massstäbe und Verfahrens- Regeln .

aspalt_art_copyright_christiane_zintzen

Publike Richtwerte zum projektiv reibungslosen Erreichen privater Ziele als Manifeste kommuner Kontrakte , Resultanten aus den Vektoren gesellschaftlicher Kommunikations- und Organisations- ( Ver- ) Handlungen .

aspalt_art_copyright_christiane_zintzen

|||

ASPHALTKUNST

Die seit Beginn des 20. Jahrhunderts der “Gosse” zugewiesene “Asphaltkunst” wurde per Attribut der “Entartung” rabiat ausgemerzt .

aspalt_art_copyright_christiane_zintzen

Die Unart solch fataler “Gesinnung” wurde vom Gulli der Geschichte verschluckt . Das nachweisliche Weiterbestehen brauner Sickerspuren und eines kontinuierlich fruchtbaren Schosses , aus welche antimodernistische Invektiven dringen , hindert nicht , dass die “Asphaltkunst” während des Motorisierungsbooms des Wirtschaftswunders zum “Leitmedium” der verkehrslogistischen Ordnungsmacht avancierte .

|||

ABSTRAKTION & POESIE

Mag Übersehen und Überfahren sokcher Asphaltkunstwerke mitunter bittere Sanktionen zeitigen : Ästhetisch betrachtet findet sich manches Beispiel für angewandte abstrakte Serialität …

aspalt_art_copyright_christiane_zintzen

… wenn nicht sogar für so manche poetische Einschreibung eines anonym bleibenden Künstlers am Bau .

aspalt_art_copyright_christiane_zintzen

Hier hat Einer offensichtlich öffentlich Position bezogen .

aspalt_art_copyright_christiane_zintzen

Dort hinterlässt namenloser Kryptograph seine Hieroglyphen .

Man komme jetzt nur nicht mit dem Argument des fachlich- funktionalen “Sachzwangs” : Aus dieser Perspektive dürften wir , dächten wir die konsequent , auch den Gestalten , Formen und Formationen der Natur keinen ästhetischen Wert zubilligen - bringt doch die natura naturans nichts anderes als reine Zweckmässigkeit zur Erhaltung der Gattung hervor .

|||

RELATED

|||

KLANGAPPARAT

Der heutige Klangapparat stellt sozusagen ein DIY- Eigenbau- Modell dar , insoferne in|ad|ae|qu|at nicht die ohrgerecht aus dem Netz geernteten czz-hoerempfehlungSoundfiles und Streams als Readymades serviert , sondern quasi die Virtualität eines gut 40- minütigen Samplers des Labels !K7 ( home ) : Eben noch für seine jüngste Bomb the Bass- Release akklamiert gibt’s nun als Bonus und ( “There is nothing like a free lunch” ) wohl auch als PR- Aktion einen netten Querschnitt- Sampler . Im Gegentausch gegen die Email- Adresse einer Ihrer Parallelexistenzen gibt’s Vieles , was sonst gut und teuer ist .

Hier das Lineup : 01. Hot Chip | 02. Carl Craig | 03. Quiet Village | 04. The Herbaliser | 05. Milosh | 06. Bomb The Bass | 07. The Matthew Herbert Big Band | 08. Circlesquare | 09 . Boozoo Bajou . Nicht eben von schlechten Eltern ?! - Man grüble über der Güterabwägung “Personaldaten gegen Musik” und installiere gegebenen Falles eine Adresse bei einem der anonymen Gratisdienste . Ob sich’s musikalisch auszahlt , wäre die nächste Geschmackssache . Wir kommen in|ad|ae|qu|at bei ca. 52 Prozent des Materials auf unsere gehörige Rechnung - - -

|||

Send post as PDF to PDF | PDF Creator | PDF Converter

NEUES VON FREUNDEN



||| REINHARD- PRIESSNITZ- PREIS | DAS ZWEITE BUCH | THE ATROCITY EXHIBITION | HIRN & WIEN MODERN | RADIOKUNST ON AIR | MONAT DER FOTOGRAFIE | KLANGAPPARAT

Sabine Scho farben cover

WIEN : REINHARD- PRIESSNITZ- PREIS

czz-neuesvonfreunden

Noch im Juni musste sie beim Ingeborg- Bachmann- Wettbewerb den Schwarzen Peter zu hoher Abstraktion einstecken ( Kategorie : Flacher Fun- Faktor ) , vorigen Montag wurde die östereichische Autorin Angelika Reitzer just für die Komplexität ihrer Texte mit dem Reinhard- Priessnitz-Preis 2008 ( und 3.700 € ) belohnt .

Mit dieser Auszeichnung haben die Juroren Gustav Ernst und Robert Schindel quasi ein bisschen Engel der Geschichte gespielt und dazu beigetragen , kränkende Kürzel ( “Wie nervend darf ein Text sein ?” ) durch eine explizite Ermunterung zu überschreiben :

Angelika Reitzer beeindruckt durch ihren souveränen Umgang mit Sprache. Ihre poetischen Bilder bestechen durch Präzision und Sparsamkeit. Im gekonnten Einsatz von Schnitten und Überblendungen, von Schärfe und Unschärfe und Lichtführung wird ihr Blick Kamera und ihre Erzählungen werden gleichsam zu Filmen.

Weiteres mag man in Reitzers jüngstem - ihrem dritten - Buch “Frauen in Vasen” ( Haymon ) sowie in ihrem sporadisch bespielten Blog “angelika express ” nachlesen .

|||

BERLIN : DAS ZWEITE BUCH

czz-neuesvonfreunden

In einer Glosse für das “Börsenblatt online” hat Rainer Moritz Anfang Jahr auf das “Problem des zweiten Buches” hingewiesen : Hinsichtlich der Wahrnehmungsbereitschaft für die zaudernd zweite Publikation eines eben noch als “Letzter Schrei” verhandelten Debütanten liege es mit der Literaturkritik im Argen :

Es geht um zweite Bücher, um jene Versuche von Autoren, den sympathischen Geruch des talentierten Debütanten abzustreifen und sich ein ‘Standing’ im Betrieb zu erarbeiten. Erste Male zeichnen sich, nicht nur in der Literatur, oftmals durch schönste Unbekümmertheit aus, die noch nicht von der Bürde übergroßer Reflexion belastet ist.

Das zweite Buch jedoch, womöglich das, das die Anerkennung, die das erste erfuhr, bestätigen soll, ist nicht selten eine schwierige Geburt. Die Literaturkritik trägt in letzter Zeit selten dazu bei, zweite Bücher angemessen zu begleiten. Natürlich, mag mancher Redakteur ausrufen, haftet diesen Zweitlingen nicht das Überraschende oder gar Sensationelle an, das sich herausstellen ließ, wenn ein unbekannter Autor am Firmament auftaucht.

Diesem frischfleischverzehrenden Phänomen setzt das Literarische Colloquium Berlin beherzt die Reihe “Das zweite Buch” entgegen und wartet mit seiner Veranstaltung am Mittwoch mit zwei unzweifelhaften poetischen Temperamenten auf : Hatte Nico Bleutge bereits mit “klare konturen” ( C. H. Beck 2006 ) eben diese erkennen lassen , empfing sein eben beim nämlichen Verlag erschienener Gedichtband “fallstreifen” sofort spontanes Lob .

Schwieriger , da in der Interzone zwischen Berlin und São Paulo pendelnd und in einem kleineren Verlag zuhause , hat es die energische , dem Klischee der elegischen Poetin entratende , Sabine Scho : Ihr erstes , von Thomas Kling edierte , Buch “Album” eben bei kookbooks in striktem Schwarz- Weiss wieder aufgeelgt , dicht gefolgt von einem nicht minder bibliophil gestalteten Band “farben” ( siehe Titelillustration ) . “Gemessen an den Ansprüchen, die wir an unsere Lebenswirklichkeit zu stellen gewohnt sind” , schrieb Liesl Ujvary in einem Textportrait ( pdf ) ,

… ist die Realität dieser Gedichte rücksichtslos, unangemessen, wahr. Es sind kompromisslose poetische Lehrstücke, ganz up to date und total lebendig.

Zwei Stimmen , welche , wie wir hoffen , auch @ in|ad|ae|qu|at zu vernehmen sein werden . - Literarisches Colloquium Berlin , 29. 10. 2008 , 20 H .

|||

WIEN : THE ATROCITY EXHIBITION

czz-neuesvonfreunden

Etwas heftiger wird es zugehen , wenn die Weirdo- Spezialisten Thomas Ballhausen und Edlinger ( Thomas , fm4 ) am Donnerstag im Literaturhaus die deutsche Neuauflage des seit 1970 unter verschiedenen Titeln verlegten hoch psychotischem Komposit- Romans “The Atrocity Exhibition” ( aka “Love and Napalm : Export U.S.A.” ) von J. G. Ballard präsentieren .

Liebe & Napalm – The Atrocity Exhibition” - als Band Zwei der im ehemaligen Frauenverlag , heute Milena , lancierten Reihe “exquisite corpse - Schriften zu Ästhetik , Intermedialität und Moderne” ein in der Tat starkes Stück . In der Sprache des inter- inter- meta- “projekts berggasse” formuliert :

miss k. + mr e. beschallen danach wieder gerne mit ihrer konzeptgeplagten lieblingsmusik die hallen des literaturhauses.
wir laden alle literatur-freaks und diskurs-(mit)tänzer ein, bei wein, bier und/oder saft mit uns zu diskutieren, zu tanzen und das neue buch zu feiern.
in diesem sinne, diesmal ein melodisches ‘you’ll see the horrors of a faraway place, meet the architects of law face to face

Na ja , dann … Literaturhaus Wien , 30. 10. 2008 , 20 H

|||

HIRN & WIEN MODERN

czz-neuesvonfreunden

Der spannenste Teil des fortgeschrittenen Wiener musikalischen Lebens ereignet sich sicherlich zur Zeit im Rahmen von WIEN MODERN , obgleich uns nicht ganz einsichtig sein will , warum sich ein Festival dieser Klasse einem Modethema wie der Hirnforschung andienen soll .

Egal , das Motto diesjahr lautet jedenfalls “Musik und Gehirn” und man ist sich nicht zu schade dafür , auch en makabren Ort des josephinischen Narrenturms ( aka Pathologisch-anatomische Bundesmuseum ) künstlerisch zu bespielen .

Lassen wir solchem Location- Exotismus einmal beiseite , ist mit Künstlern und Komponisten wie Peter Ablinger , Georges Aperghis , Harrison Birtwistle , Pierre Boulez , Brian Ferneyhough , Marino Formenti , Beat Furrer , Clemens Gadenstätter , Katharina Klement , Ernst Kovacic , Helmut Lachenmann , Bruno Maderna , Isabel Mundry , Enno Poppe , Salvatore Sciarrino , Karlheinz Stockhausen oder Iannis Xenakis für ge- höriges Brainfood gesorgt ( wie teilsweise bereits in Donaueschingen zu erleben ) .

Ein interessantes Komplement könnte dazu die Ausstellung “HÖREN hören” mit Arbeiten von Peter Ablinger in der Kunsthalle Exnergasse bieten ( Eröffnung , heute , 29. 10. ) :

Die Ausstellung ‘HÖREN hören‘ macht an zentralen Stationen von Peter Ablingers Arbeit seit den frühen 1990er Jahren Halt. Der Besucher taucht ein in eine Welt des Hörens, des Rauschens, Weißen Rauschens, der Summe aller Klänge. Die ‘Phänomenologie des Hörens‘ seines ehemaligen Lehrers Gösta Neuwirth geht den Untersuchungen Peter Ablingers voraus. Das Abziehen aller Zuordnungen, Bedeutungen und Konventionen, das Überwinden des Materials zugunsten einer Idee bildet einen Grundgedanken in dem der Konzeptkunst nahe stehenden Auffassung Ablingers. Als Konsequenz hören wir auf von Musik zu sprechen, nennen wir es Klänge oder noch besser: Geräusche.

|||

SWR : RADIOKUNST ON AIR

czz-neuesvonfreunden

HÖREN !” dürfte man ja jetzt copyrightfrei nach Manier der TV- Büchersendung rufen , wenn am Freitagabend auf SWR2 Anja Utlers mit dem Karl- Sczuka- Förderpreis ausgezeichnetes Literatur als Radiokunst- Stück “suchrufen , taub” nochmals zu vernehmen sein wird :

Das Hörspiel vom Hörspiel - Das Förderpreiswerk und Ausschnitte weiterer Werke aus dem diesjährigen Wettbewerb um den Karl- Sczuka- Preis” - SWR2 : Freitag , 31. Oktober , 22.03 H .

|||

WIEN | BERLIN : MONAT DER FOTOGRAFIE

Dass Mittwoch , 30. 10. der “Europäische Monat der Fotografie” startet und mit diesem ein lichtbildnerisches Panoptikum in Wien , Berlin , Bratislava , Luxemburg , Moskau , Paris und Rom will kaum mehr auf die sprichwörtliche Kuhhaut dieses Postings passen .

Allerdiings werden wir in|ad|ae|qu|at per “Salon Littéraire” und mit Akut- Ansagen den Themenkreis mehrmals queren . Die Wiener Zentrale eröffnet jedenfalls am Donnerstag ( 19 H ) im MUSA mit der Ausstellung “MUTATIONS II. Moving Stills” , das Wien Museum hatte es terminlich eilig und die Schau “Elfriede Mejchar - Fotografien von den Rändern Wiens” bereits vorige Woche eröffnet .

|||

KLANGAPPARAT

Visionär wie eine Glaskugel . Exotisch wie ein mundeblasenes paper- weight , in welchem psychedelische Muster schillern . Und ein wenig czz-hoerempfehlungkitschig wie die berühmte Schüttel- Schnee- Kugel : Zweifellos bezieht sich des Tirolers Beitegeuze ( aka Thomas Berberich ) EP “Concorde” weniger auf die so genannte Überschallfluapparatur denn auf den Einklang der ‘concordia’ . Indien meets ambient goes Japan : Dass das Graz | Wiener Netlabel l a r i d a e durchaus auch härte Klänge virtuos anspielen kann , wissen in|ad|ae|qu|ate Leser nur zu gut ( hier , hier , hier , hier und hier ) . Release 43 diesmals also auf den polymoph diversen Spuren der Sound- Experimente Bill Laswells : Nicht Schlimmeres soll uns g’schehn ! - CLICK LINK TO LISTEN TO STREAM ( WMP ) -

|||

Send post as PDF to PDF | PDF Creator | PDF Converter

Marx macht mobil



||| ‘DAS KAPITAL’ IN MODE | ‘DAS KAPITAL’ VIA KLUGE | ‘DAS KAPITAL’ IN PARIS | KAPITALISTISCHE LITERATURGESCHICHTE - EIN BRITISCHER VERRISS | PUNKTUM | LINKS | KLANGAPPARAT

MARX DAS KAPITAL doppelseit

In|ad|ae|quats Handexemplar aus der ideologischen Antike : 1947

‘DAS KAPITAL’ IN MODE

Fatale Freitage , morose Montage , drohende Rezession : Kalt erwischt von der Kreditkrise sickert das Gespenst einer Meldung aus den Newstickern der Presseagenturen . Mit sichtlichem Genuss am Retro- und Exotismustouch der Sache zitiert man geniesserisch :

In Zeiten der Finanzkrise stößt die Kapitalismus-Kritik von Karl Marx (1818-1883) auf neues Interesse. ‘Marx ist wieder in Mode’, sagte Jörn Schütrumpf, Geschäftsführer des Berliner Karl-Dietz-Verlags, der die Werke der Sozialismus-Vordenker Marx und Friedrich Engels verlegt, der Neue Ruhr | Rhein Zeitung (NRZ, Mittwoch). Der Verkauf des ersten Bandes des dreibändigen Marx-Hauptwerkes Das Kapital habe sich seit dem Jahr 2005 verdreifacht, sagte Schütrumpf. Nach 500 Exemplaren 2005 seien in diesem Jahr bereits 1500 Stück des in Blau gebundenen Buches verkauft worden.

Zum Jahresende werde der Absatz “noch steiler hochgehen”, so der Verlagschef. Die Leserschaft sei eine “jüngere akademische Generation, die erkennen musste, dass sich die neoliberalen Glücksverheissungen nicht bewahrheitet haben”, meinte Schütrumpf. Besonders gefragt sei “Das Kapital” derzeit in Hessen, wo die SPD-Landesvorsitzende Andrea Ypsilanti mit Hilfe der Linkspartei Ministerpräsidentin werden will. ( APA | dpa , Der Standard )

Acht Tage später die XL- Fassung derselben Meldung in der FR :

Mitten in der schlimmsten Finanzkrise seit den 1920er Jahren hat Kapitalismus-Kritiker Karl Marx (1818-1883) Hochkonjunktur. Sein Standardwerk “Das Kapital” verkaufte sich allein in den ersten drei Wochen des Oktobers 417 Mal, von einem Tag auf den anderen sogar einmal 89 Exemplare, sagte der Geschäftsführer des Berliner Karl-Dietz-Verlages, Jörn Schütrumpf. ‘Mittwochmorgen war Marx ausverkauft.’

Seit November 2007 sei damit 2000 Mal ‘Das Kapital’ über den Ladentisch gegangen. Damit kletterte der Absatz des Klassikers - entweder im Einzelband oder als Band 23 der MEW-Gesamtausgabe (Marx | Engels Werke) - in diesem Jahr bereits auf 2400 Exemplare, erläuterte Schütrumpf. Im gesamten Jahr 2005 seien es dagegen nur 500 Bücher gewesen.

‘Seit 1946 ist Das Kapital in einer Auflage von einer Million Stück gedruckt und verkauft worden”, berichtete Schütrumpf. Der Verkauf sei immer in zyklischen Wellen verlaufen. ‘Verkauft sich Marx gut, geht es der Gesellschaft schlecht’, sagte Schütrumpf. ‘Wenn er sich verkauft, dann weiß man, dass man vom Elend der anderen profitiert.’ Dabei verlagere sich die Nachfrage nach Marx immer mehr in die westdeutschen Universitätsstädte.

‘Früher haben wir 25 Prozent der Auflage in Ost-Berlin abgesetzt. Heute sind es in Gesamt-Berlin vielleicht gerade noch zehn Prozent’, sagte der Geschäftsführer. Schütrumpf freut sich über die rege Nachfrage, ist jedoch gegenüber Marx ganz nüchtern. ‘Bei Marx gibt es keine neuen Lösungen für unsere aktuellen Probleme. Er erklärt nur Zusammenhänge.’ ( FR )

MARX DAS KAPITAL Impressum

Open up | Close up

|||

‘DAS KAPITAL’ VIA KLUGE

Auch das neue Filmprojekt des für frühe Witterungen empfänglichen Alexander Kluge scheint geeignet , die nach ‘68 verlorene Tradition der Kapital- Lesekreise wieder aufleben zu lassen und um visuelle Eindrücke zu erweitern : Seine fast zehnstündige Filmcollage zieht Sergej Eisensteins Gedanken heran , Das Kapital in Form einer Grossmontage ( à la Benjamins Passagenwerk oder Joyce’s Ulysses ) und erweitert den perspektivischen Kreis bis ins 21. Jahrhundert .

Das knapp zehnstündige Grosswerk wurde unter dem Titel “Nachrichten aus der ideologischen Antikekürzlich in Wien vorgeführt , figuriert auf Kluges Webseite als “Nachrichten aus der Antike” und wird Mitte November als programmatische Nummer Eins der neuen DVD- Edition ( filmedition suhrkamp 1 ) des Suhrkamp- Verlags erscheinen . Hier heisst das Werk nun “Eisensteins Kapital” .

Stefan Grissemann hat für die FAZ in Wien mit Alexander Kluge über das Grosswerk gesprochen. Wir zitieren zwei auf eine mögliche Aktualität des Kapitals replizierende Ausschnitte :

Grissemann : Ihr Film, in dem viel vom Schwarzen Freitag 1929 die Rede ist, wird von der gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise gerade aktualisiert.

Kluge : Das ist eine Aufforderung, Marx genau nachzulesen. Bert Brecht hat das ‘Kommunistische Manifest’ einst in Hexameter verwandelt: Drei Viertel davon sind ein Hymnus auf die Befreiung der Kräfte durch das Kapital. Die ganze mittelalterliche Trägheit wird in Gang gesetzt, alles wird schöpferisch, einschließlich ’schöpferischer Zerstörung’. Als Problem bleibt: Das Kapital kann den Reichtum, den es produziert, anschließend nicht in Verwahrung nehmen, nicht weitergeben und die Folgekosten der Unternehmung nicht bezahlen.

Grissemann : So wie Brecht die kommunistische Grundsatzschrift ins klassische Versmaß übersetzt hat, arbeiten auch Sie, befeuert von Eisensteins Ideen, an der Poetisierung des Politischen.

Kluge : Nicht an der Poetisierung. Poetisch ist die Wirklichkeit selbst, für die Filmemacher genügt es, wenn sie dokumentieren. Aber man muss alle Ausdrucksformen nebeneinander verwenden, um mit etwas so Kompliziertem wie unserem Planeten und seiner Wirtschaft umzugehen. Sie brauchen also, wie das in meinem Film geschieht, sowohl die Oper Luigi Nonos als auch das Telefon, das Internet und den Kurzfilm, die auf die Ungeduld der Menschen antworten – die dokumentarische und die fiktive Szene.

( … )

Grissemann : Wie sehen Sie den aktuellen Umgang mit Marx? Stehen seine Gedanken denn noch in Verwendung ?

Kluge : Marx ist längst historisiert. Er ist nicht gegenwärtig. Er wäre heute 190 Jahre alt. An amerikanischen Universitäten befasst man sich mit Marx sehr intensiv; in Europa dagegen liegt er, durch die Protestbewegung und den orthodoxen Marxismus, wie unter 25 Meter Lava begraben. Wir müssen ihn erst ausgraben. Wie in Pompeji. Sie merken, wenn man über Marx nachdenkt, kommt man leicht in der Antike an. ( FAZ )

MARX DAS KAPITAL Titelblatt

nicht eben holzfrei

|||

‘DAS KAPITAL’ IN PARIS

Dass die sprunghaft angewachsene Kapital- Nachfrage kein rein deutsches Phänomen ist , belegt der französiche Publizist Pierre Assouline mit Bezug auf die zitierte dpa- Meldung , den Amazon- Verkaufsziffern sowie einigen französischen Indizien . “Marx , le retour ?” fragt sein Blog- Eintrag rhetorisch :

Il fallait s’y attendre, même si, pour l’instant, il s’agit davantage d’un frémissement que d’un phénomène. Disons que le mouvement enregistré sur les ventes du Capital de Karl Marx sont un signe de la crise, même si le livre ne figure pas encore en tête des ventes d’Amazon. Deux reflets en témoignent.

A Berlin, les responsables de la maison Karl Dietz Verlag, éditeur du fameux opus, revendiquent près de 2000 exemplaires vendus d’ici à la fin de l’année alors qu’il s’en vendait 500 en 2005 ; même si depuis trois ans, le chiffre n’a pas cessé d’augmenter, ils y voient une tendance significative de l’air du temps. ( … )

A Paris, aux Presses universitaires de France, où l’on écoulait une cinquantaine d’exemplaires par mois, on en vendu le double en septembre et trois fois plus en octobre (et les ventes de la Théorie générale de l’emploi, de l’intérêt et de la monnaie de Keynes se portent de mieux en mieux). Autant dire que le solide dossier que lui consacre le Magazine littéraire (No 479, octobre, 5,80 euros) sous le titre ‘Marx les raisons d’une renaissance’, sous la direction de Patrice Bollon, est d’une brûlante actualité.

EIGENTUM der Bücherei BHF O

Ist Eigentum Diebstahl ?

|||

KAPITALISTISCHE LITERATURGESCHICHTE - EIN BRITISCHER VERRISS

Gleichzeitig ( wenn auch ohne direkte Referenz auf den notorisch verschuldeten Urheber des Kapitals ) vernichtet David Hawkes im Times Literary Suppelemt die forciert kapitalistisch orientierte Literaturtheorie des Stanforder Komparatisten Russell A. Berman ( “Fiction Sets You Free : On Literature In History” ) :

Today ( … ) a new breed of politicized critic is emerging, full of the passionate intensity that springs from a righteous sense of historical vindication. They tend to be American, and to define their politics in opposition to what they regard as the effete intellectual culture of old Europe. They point out that neoclassical economics has implications for literature that are at least as suggestive as those offered by the Marxist tradition, and they argue that the social and political triumph of the market ought to be reflected in humanities departments. They unabashedly apply their political agenda to their intellectual endeavours, they eagerly proselytize to a receptive, youthful audience, and they appear to herald a new era of overt political advocacy in literary criticism.

Russell A. Berman’s Fiction Sets You Free is a startlingly ambitious redefinition of literary politics in terms of the cultural theory developed in Berman’s previous book, Anti-Americanism in Europe (2004). Some familiarity with that work’s argument is useful to grasp the nature and scope of his project here. In the earlier book, Berman interpreted the cultural hostility which he claims many Europeans feel towards the United States as the manifestation of a deep-seated moral envy.

( … )

This Darwinian aesthetic fetishizes the bellum omnium contra omnes. Berman notes that a work of literature comes into existence surrounded by antecedent texts “which threaten to crush it”. The luckless text is thus plunged into a desperate struggle for survival, forced to “assert itself against its competitors and predecessors”. All literary texts are constantly competing against each other, and literature as a whole is constantly competing against everything else. The battles fought by literature include “a constant, and constitutive, competition with the visual image”, “a competitive relation to other kinds of writing” and an especially fierce “competition with other cultural forms”, in which literature’s fictional status constitutes its “competitive advantage”. The deployment of evolution as a universal explanatory key has already spread beyond biology into sociology, psychology and, above all, economics. Berman is trying to import it into literary theory. He uses “a Darwinian axiom” and an “evolution-theoretical claim” to support his contentions, and displays the influence of Richard Dawkins’s theory of “memes” in his speculations on “literature’s genomic character”. Darwin has long been invoked to suggest that market behaviour reflects human nature; Berman argues that literature exhibits a similarly competitive law of the jungle in its “capacity to model adversarial and entrepreneurial individuality”. ( TLS )

Wirkungsvoll hat die Redaktion des britischen Magazins den ( auch im Detail plausiblen ) Verriss zu einem Zeitpunkt ins Blatt gerückt , da sich der “Gewinner”- Diskurs eines akademischen Spekulanten selbst zur Kenntlichkeit entstellt .

|||

PUNKTUM

In der jüngsten Ausgabe des Magazins “Le Point” setzt der französische Demograph und Gesellschaftstheoretiker Emmanuel Todd noch Eins drauf : Im Interview zu seinem neuen Buch “Après la démocratie” ( Gallimard ) spricht er von der Finanzkrise als logischem Resultat der neoliberalen Pseudodemokratie . Man stehe vor einem historischen Wendepunkt - entweder wir entscheiden uns gegen die Allmacht des Marktes oder es wird die Geschichte sein , welche uns noch unsanftere Lehren erteilt :

Le problème fondamental de la démocratie, c’est que la classe politique refuse de mettre en question le libre-échange, ce qui mène à la baisse des revenus, à la montée des inégalités, bref à une baisse du niveau de vie pour le plus grand nombre. Et désormais à l’insuffisance de la demande, à la crise financière et à la récession. Jusqu’à présent, une démocratie de manipulation a animé, de plus en plus difficilement, un pseudo- débat politique. ( … ) Le PC est mort, mais Marx revient. Bonaparte aussi, malheureusement. Toutefois, il existe une chance de sortir par le haut de la course dépressive de la demande et des salaires : cette solution, européenne et non nationale, c’est le protectionnisme. Mais la crise financière rapproche l’heure du choix. Et celle du jugement.: ( Le Point )

|||

LINKS

|||

KLANGAPPARAT

Was passt hier besser - schon dem Namen , wenn nicht gar Karl Marxens czz-hoerempfehlung Herkunft nach - , als hier das Kölner Netlabel iD.EOLOGY ins Spiel zu bringen ? - Mit zwei Remixes feiert man die 50. Release und zieht den Bogen weit von der urbanen Eleganz der hier bereits vorgestellten Zengineers über das zornige Brodeln der lokalen Rap- Szene ( “iD.Allstars - re-iD.d 2” ) bis hin zum minimalistisch elektronischen “Frühwerk” . Die frische Politur sämtlicher Werke mag Geschichtspuristen und Authentizitätsmeier entrüsten : Nun denn , es sei : Man darf ja schliesslich auch die musikalische Antike eines Tages verlassen . CLICK LINKS TO LISTEN TO STREAMS : “iD.Allstars - Frühwerk” & “iD.Allstars - re-iD.d 2” .

|||