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BETON 3 : KONSTRUKTION ALS ORNAMENT
Als Topos inhumaner Antiästhetik werden nicht selten die zyklopischen Zubringer ins Treffen geführt . Es reicht indes nur ein kleiner Wechsel der Perspektive , um die betonierten Verkehrsarterien samt ihren Loops , Verzweigungen und Umwindungen als pure Ornamentik zu sehen .



Als Provokation eines Sichtwechsels ein Zitat von Robert Venturi , bevor er mit “Learning from Las Vergas” ( 1972 ) am Thesenpapier postmoderner Architekturen mitschrieb :
I like complexity and contradiction in architecture ( …. ) . Everywhere, exept in architecture, complexity and contradiction have been acknowledged, from Gödel’s proof of inconsistency in mathematics to T. S. Eliot’s analysis of difficult poetry and Joseph Albers’ definition of the paradoxical quality of painting ( … ). Architects can no longer afford to be intimidated by the puritanically moral language of orthodox Modern architecture ( … ) an archirecture of complexity and contradiction has a special obligation to the whole: its truth must be in its totality or its implications of totality. It must embody the difficult unity of inclusion rather than the easy unity of exclusion ( … ) . Where simplicity cannot work, simpleness results. Blatant simplification means bland architecture. Less is a bore. ( Robert Venturi , Complexity and Contradiction in Architecture , New York 1966 ).



Wir argumentieren hier keineswegs , urbane Trassen zeichneten sich a priori durch “Komplexität” aus : In der Totale der Sicht auf das sukzessiv vermehrte und ineinandergeflochtene Gewürm der Strassen gelangen wir allerdings genau an diese ans Absurde grenzende “Widersprüchlichkeit” der schieren Konstruktion . Noch unter dem Aspekt des Destruktiven betrachtet ( von Stadt- und Lebensraum , Stichwort “urban sprawl” ) betrachtet , kommt man um das Paradoxe dieser unwillkürlichen Ornamentik nicht herum .






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KLANGAPPARAT
Mitunter ist es wie verhext und wir landen auf unseren Wanderungen durch die Landschaften der Netlabel entweder beim ewig selben Techno- Gehämmere , stranden an konturlosen Chillout- Gestaden oder
versinken in Nebeln eines seelen- wie taktlosen Ambient . Letzteres war heute eindeutig der Fall bis wir dann in|ad|ae|qu|at einigermassen glücklich in den Hafen von | schall | einliefen , wo bei des Niederländers Rob Bellevilles ( MySpace ) EP “maritimus” immerhin ein Wille zum Wellengang herrscht und dynamische Basslinien auf nicht unwitzige Weise über die relativ schlank gehaltenen Akkordflächen wieseln . CLICK LINK TO LISTEN TO STREAM ( WMP ) .
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