||| DIE REIHE | DAS PRINZIP – DIE SPIELREGEL | PRÄSENTATION DER WERKE 2008 UND AUSSTELLUNG | REMIX ON AIR | AKTUELLE PRODUKTIONEN 2009 | VERRANSTALTUNGEN UND DATEN | LINKS

DIE REIHE

Im Hörspiel , auf Tonspuren und via Textlesung tönt die Literatur geläufig aus dem Lautsprecher . Was aber soll man sich unter Literatur als Radiokunst vorstellen? – Im Rahmen der Ö1- Sendung “Kunstradio“, wo seit jeher Künstler in Eigenregie experimentelle Ideen realisieren , ist auch die Dichtung stimm- berechtigt : Literatur als Laut- und Leisepoesie im Originalton ihrer Schöpfer , instrumentiert durch elektroakustische Effekte.
1999 auf Anregung der Medienkünstlerin Liesl Ujvary erstmals auf Sendung , mit 2001 von der Germanistin Christiane Zintzen betreut , bringt Literatur als Radiokunst pro Jahr vier genuine Autorenproduktionen heraus , seit 2005 in räumlichem Surround Sound . Gebündelt in zwei Ausgaben des “Kunstradio“, werden die literarischen Klangskulpturen Ende Juni und Anfang Dezember gesendet.
Das Ziel der Reihe , Autorinnen und Autoren an die autonome Produktion avancierter Klangwerke heranzuführen, blieb nicht ohne Echo : Ann Cotten , Franz Josef Czernin , Händl Klaus , Barbara Köhler , Hanno Millesi und Kathrin Röggla haben hier ihre akustische Karriere begonnen . Mit Oswald Egger ( 2004 ) und Anja Utler ( 2008 ) wurden zwei dieser Erstlingswerke mit der renommiertesten Auszeichnung für literarische Radiokunst , dem “Karl Sczuka- Förderpreis” des SWR , ausgezeichnet .
|||
DAS PRINZIP | DIE SPIELREGEL

-
Literatur als Radiokunst ist eine Präsentationsform von Literatur im Radio abseits der traditionellen Genres wie “Lesung” und “Hörspiel” .
-
Literatur als Radiokunst bedeutet, den Autorinnen und Autoren einmal buchstäblich die “Produktionsmittel in die Hand zu geben” . Die Gestaltung der Textpräsentation unterliegt nicht dem Konzept eines Regisseurs , sondern geschieht nach dem Willen der Autorinnen und Autoren .
-
Literatur als Radiokunst zieht als Ausgangsmaterial für die Klanggestaltung die Tonspur des von der Autorin oder dem Autor im Studio selbst gelesenen Textes heran .
-
Literatur als Radiokunst fokussiert auf die basalen Komponenten von Literatur : Text und Stimme . Damit entwickelt Literatur als Radiokunst mit jeder neuen Produktion akustische Alternativen zu den realistischen bzw. illustrativen Dramaturgien von Hörspiel und Feature . Die Studiotechnik bietet mit Vocoding , Sampling , Modulation , Filterung , Schnitt , Überblendung usw. vielfältige Möglichkeiten , die aus der Lesung gewonnenen Klangmaterialien experimentell zu verwandeln .
-
Literatur als Radiokunst erachtet Grenzgänge zwischen Musik und Literatur , zwischen “hohen” und “trivialen” Genres als durchaus “beabsichtigte Nebenwirkungen” .
-
Literatur als Radiokunst ist somit eine performative Reflexion des Mediums “Radio” , dessen historische und aktuelle Möglichkeiten bzw. Beschränkungen . ( more … )
|||
PRÄSENTATION DER WERKE 2008 UND AUSSTELLUNG

Der langfristigen Vorbereitung und drei konzentrierten Tagen im Studio folgt als “Nachspiel” zur Sendung ein Präsentationsabend in Wiens “Literarischem Quartier Alte Schmiede” ( diesjahr am 10. 2. 2009 ) : Dort haben Publikum und Autoren die Möglichkeit , die volle Surround- Qualität zu geniessen ; direkter Erfahrungsaustausch und ästhetische Debatten zwischen Künstlern , Publikum und dem “Kunstradio”-Team sind dabei erfreuliche Nebenwirkung.
Die fruchtbare Kooperation mit Literaturveranstaltern erweist sich auch nun , da die Reihe Literatur als Radiokunst seit zehn Jahren besteht : Eine multimediale Ausstellung im Wiener Literaturhaus ( 4. 3.- 29. 4. 2009 ) bietet einen repräsentativen Querschnitt durch die Formenvielfalt der 40 bisher entstandenen literarischen Radiokunststücke : Hörstationen , Kojen zum Experimentieren mit Effektgeräten , Partituren , Videos und Grafiken aus dem Kontext der Werke sowie sämtliche Web- Materialien laden zum interaktiven Entdecken der Exponate ein.
Am Eröffnungsabend ( 3. 3. 2009 ) stellt Kuratorin Christiane Zintzen Projekt und Produktionsweise vor ; als leitende Redakteurin erläut Elisabeth Zimmermann die seit den achtziger Jahren vom “Kunstradio” etablierte Werkstatt für Künstlerproduktionen im öffentlich- rechtlichen Medium ; das Gespräch mit der Initiatorin Liesl Ujvary erhellt ästhetische Aspekte von Literatur als Radiokunst . Abschliessend wird ein Ausschnitt aus ihrem eigens für die Ausstellung entstandenen Remix aus zehn Jahren Literatur als Radiokunst aufgeführt : “makellos : ein mischmasch” .
|||

REMIX ON AIR
Die komplette Fassung von Liesl Ujvarys REMIX “10 Jahre Literatur als Radiokunst” wird nicht nur während der gesamten Ausstellungsdauer im Literaturhaus zu hören sein , sondern wird vorab in einer Sondersendung des ORF- “Kunstradio” am 1. März präsentiert ( more … ) .
|||

AKTUELLE PRODUKTIONEN 2009
Dass gleichzeitig hinter den Kulissen die aktuellen Produktionen fortgeführt werden , versteht sich : Mit Richard Obermayr , Urs Allemann , Sabine Scho und Nico Bleutge sind Dichter ersten Ranges im Literatur als Radiokunst 2009 – Studio zu Gast .
|||
VERRANSTALTUNGEN UND DATEN
-
Sondersendung ORF- “Kunstradio” : Liesl Ujvary – “REMIX – 10 Jahre Literatur als Radiokunst” – Zehn Autorenproduktionen aus zehn Jahren in subjektiver Mischung , das sind zumindest elf Stimmen in neuer Stimmung . – ORF- Kunstradio – Sonntag , 1. 3. 2009, 23:03 H
-
Ausstellung Literaturhaus Wien ( 4. 3.- 29. 4. 2009 ) : “10 Jahre Literatur als Radiokunst“ ( Besichtigung während der Veranstaltungen und tagsüber ) – Literaturhaus , 1070 Wien , Seidengasse 13 , Zugang Veranstaltungsraum : Zieglergasse 26A
-
3. 3. 2009 , 19 H : Ausstellungseröffnung Literaturhaus Wien “10 Jahre Literatur als Radiokunst ” : Gespräch und Aufführung von Liesl Ujvarys Hörwerk “makellos : ein mischmasch – Remix aus 10 Jahren Literatur als Radiokunst ” ( Ursendung im “Kunstradio” – Ö1 , 1. 3. 2009 , 23:05 H)
Der Eintritt zu sämtlichen Veranstaltungen ist frei
|||
LINKS

|||







