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TO TWEET OR NOT TO TWEET
Waren’s die ersten Vogelstimmen , welche während des gestrigen Stromausfalls so plötz- wie eindringlich durch nun unkunstbeschallte Stille brachen ?
Ist’s ein Frühlingstrieb , vom Stamme her in eine unvorhergesehene Richtung spriessend ?
Oder macht in|ad|ae|qu|at etwa jetzt schon auf hippe Kinderpost ?
Nichts dergleichen . Die an hochgradigem Burnout darniederliegende Redaktion nutzte den hausinternen Zwangsaufenthalt zum Explorieren von Modus , Manier und Meriten jener 140- Zeichen kurzen Form des monologischen Notats , welches sich dann allerdings im Stream der Folger und Verfolgten in einen – mitunter etwas surrealistischen – Polylog verwandelt .
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CHEEK TO CHEEK MIT LITBLOGS.NET
In schöner Parallele zu unserem Litblogs.net- Compagnon Hartmut Abendschein wurde getestet , ob dieses Micro- Blogging- Medium nicht auch literaturspezifische Mini- Tipps für die “Literarische Weblogs“- Sammelseite dienlich sein könnten . Derzeit fliessen demnach alle mit dem Hashtag “#lbn” versehen Tweets in den dortigen Kommentar- Behälter . An einem geeigneten RSS- Feed wird noch gearbeitet .
Bisheriges Fazit : Sorgsames Aussuchen der Quellen lohnt sich auch hier , sodass die solcherart assemblierte “Community” mit ihren unzähligen Tentakeln manch Interessantes , Relevantes oder auch Tragisches ( wie gestern die Botschaft vom Tod des Literaturwissenschafters , Kritikers und Avantgarde- Spezialisten Jörg Drews ) herbeibringt .
Auch manch erfreuliche Begegnung wurde herbeigezwitschert , welche dann praktischerweise auch jenseits des öffentlichen Blicks weitergeführt werden kann .
Gewaltiges Gefahrenpotenzial besteht allerdings im heillosen Verzetteln : Da indes die literarische Twitterlandschaft ( Verlage , Beobachter , Blogs und Autoren ) noch einigermassen übersichtlich ist , halten sich auch die labyrinthischen Lockungen in Grenzen.

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HIER ZU FINDEN
- in|ad|ae|qu|at – http://twitter.com/inadaequat
- etk | litblogs.net – http://twitter.com/etkbooks
- litblogs.net – http://twitter.com/litblogs_net
Sämtliche Zwitscher- Linien sind unter ihren Adressen auch als RSS- Feeds abonnierbar . – Wie wär’s ?!
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KLANGAPPARAT
Dem Thema entsprechend haben wir illustrativ nur noch einmal auf die stupende Online- Ausgabe von John James La Forest Audubons epochalem Tafelwerk “Birds of America“ ( @ Darlington Memorial Library , Universität Pittsburgh ) zurückgegriffen und uns für den “Bluebird” ( Rotkehl- Hüttensänger , Sialia sialis ) entschieden . ![]()
Musikalisch freilich gab es einfach keine andere Wahl als den mittlerweile auch schon zu den Klassikern seines Fachs zählendem Track “Chattering Birds” von Skizzo Franick ( aka Philipp Peltz ) anzuspielen : Freundlich wie eh und je , immer und immer wieder .
Tja , nachdem das mp3- File auf allen einschlägigen Seiten deaktiviert wurde ( desgleichen die WMP- Encodierung ) , muss man nun schon den Künstler selbst auf seiner Seite besuchen , um des genannten ( und vieler anderer ) Tracks angehörs zu werden .
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sehr zu überlegen, ob (genau) dies nicht einen retweet auf prozesse wert wäre …
oben hinzufügen würde ich germe noch die verschiedenen möglichkeiten primärliterarischer invektive oder intervention …
mit JÖRG DREWS haben wir einen leidenschaftlichen interpreten und kritiker verloren, der auch bei den komplexesten autoren (seume, arno schmidt, lovecraft, joyce, wiener gruppe und viel andere) analytisch und einfühlsam das lusterlebnis dieser literaturen herausarbeiten konnte; klassik, moderne und ihre gegenwart waren ihm andauernd vermittelnswert. als mitbegründer des bielefelder colloquium neue poesie (1977-2002) (gemeinsam mit klaus ramm, und anfangs auch noch siegfried j. schmidt) hat er eine oase für die KUNST AUS SPRACHE im durchkonventionalisierten literaturbetrieb geschaffen. die lücke, die sein tod reisst, ist spürbar schon.
DANKE , lieber herbert ,
während das grossfeuilleton noch arbeitet ,
kommt Dein kommentar von tatsächlich berufener seite .
per twitter wurde Jörg Drews gerade mal als
“mitglied der jury zur SWR- bestenliste” ( ! ) erinnert ….
Cui cui in french ;)