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QUARTAL- ANTHOLOGIE
Vierteljährlich erbittet das Forum litblogs.net von seine Contributorinnen und Contributoren den Vorschlag eines persönlich bevorzugten ( besten , bösesten , repräsentativsten … “chacun à son goût” ) Beitrages für die quartalsmässig erscheinende Anthologie “Lesezeichen” .
Nun ist es wieder so weit und mit dem “Lesezeichen 1 | 2009″ ist die ( per RSS- Feed abonnierbare ) Querlese aus 14 literarischen und bildkünstlerischen Weblogs erschienen . Wir hoffen , die kommende Ausgabe wird sich entsprechend der neu einfliessenden Postings des kürzlich hinzugekommenden “goldenen fisches” erweitern .
Neu ist – neben der Backlist der bisherigen “Lesezeichen” – auch ein Archivband für sämtliche vier Ausgaben des Jahres 2008 : Als pdf in ansprechendem Print- Layout .
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LESEZEICHEN 1 | 2009
In dieser Ausgabe :
Büchermacher und Märkte , Fallbeispiele : Mörike , Münster , Lenz und Lafleur , Walle Sayer am Wegrand , Ehegespräche , Davos und Empirie , zwei Mädchen exakt gleichen Alters , ein Soundcheck der Stille , ungesühnte Taten , der Lotse Bernardo Arbitro , spätantikes Modulbauen , Mikromedien und Avatare , Bäume und ihre Bewohner , unendlicher Durst , Traum und Musik …
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LESE | LISTE | PROBEN
Hier die Liste der Blogs , ihrer Menschen und deren ausgesuchte Stich- , Stich- und Streifproben :
Benjamin Stein
Turmsegler :
Es sind die Bücher, die zählen
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Stan Lafleur
rheinsein :
Ansichtskarten vom Rheinfall
volle shampoonade! faellt der schweizerrhein
durch die touristenschleuse mitten in geweitete
objektive. ganz natuerliche randale. echt recht
erschwinglich brausts & tosts & tolle blickwinkelvon ueberall aufm kaenzeli: am himmel wehen
schweizerkreuze, aufgeregt flattern eintrittsbillets
durch wacklige handkamerasequenzen, gehen
baden in der schlagsahne des betagten stromsueber beiden ufern aufgespannt schiebt so`n
doppelregenbogen dienst, grueszt militaerisch
vermarktbar ist der flecken allemal. in die wildnis
geschippte busladungen bewundern gottesspaetwerk: mensch tausend kubik pro sekunde!
aufm parkplatz im gourmet imbiss wartet das
schnitzel danach. baeumt sich auf in der pfanne
nichts ist von dauer, steht auf den papierservietten ( more … )
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Sudabeh Mohafez
zehn zeilen :
was ehe ist
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Hartmut Abendschein
taberna kritika :
Corpore sano ( notula nova 29 )
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Andreas Louis Seyerlein
particles :
bildlesen

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Alban Nikolai Herbst
Die Dschungel. Anderswelt. :
Mein ist die Rache.
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Rittiner & Gomez
logbuch isla volante | 2 :
Portrait Bernardo

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Jörg Meyer
pödgyr :
letzter hand
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Matthias Kehle
Matthias Kehles Lyrik-Blog :
Hubert Klöpfers Einführung zur Lesung von Walle Sayer
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Ursula T. Rossel Escalante Sánchez
Notizen aus Kangerlussuaq :
Fertiggotteshaus
Diese lustigen Fertighäuser, wie sie beispielsweise auf dem nordamerikanischen Kontinent nicht aus der Mode geraten, und die man mit etwas handwerklichem Geschick selbst zusammenzimmern können sollte (und später en bloque versetzen, wenn man sich einen neuen Garten gekauft hat), die sind nicht gerade eine neuzeitliche Erfindung. In der Spätantike wurden aus den Marmorbrüchen nicht mehr nur Steinblöcke verkauft, sondern zunehmend halbfertige Teile, beispielsweise Säulenkapitellrohlinge, die nachher am Ankunftsort von Steinmetzen mit lokalen Ornamenten versehen wurden, oder roh behauene Sarkophagteile, später auch Fertigprodukte. Bei Marzamemi (Sizilien) fanden Archäologen ein gesunkenes Schiff, das anfangs des 6. Jahrhunderts in Konstantinopel ausgelaufen war und sage und schreibe einen kompletten Kirchenbausatz enthielt: tragende Elemente (Sockel, Säulen, Kapitelle), Pfeiler und Platten für den Chor, einen Altar, eine Kanzel aus thessalischen Brekzien und ein vielteiliges Liturgie-Bastelkit. Boah, der arme Reeder, der dieses Handelsschiff verlor! Dieses Malheur muss verdammt teure Umtriebe nach sich gezogen haben … Wie schade, ich hätte zu gern dem Gefluche der Bauleute gelauscht, während sie das Teil x-mal verkehrt rum zusammengemörtelt hätten. Denn es ist nicht anzunehmen, dass ikea-artige Bauanleitungen damals verständlicher piktogrammiert waren als heute. ( more … )
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Christiane Zintzen
in|ad|ae|qu|at :
Berliner Gazette : Umfrage “Autorschaft im Netz”
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Helmut Schulze
parallalie 1 | 2 | 3 :
sangsam ( u. a. )
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Ken Yamamoto
Ken Yamamoto :
Eintausend hässliche Tauben
Es sammeln sich Massen
in Shorts und Sandalen
um eine trauernde Mutter,
den Sohn in den Armen,
dass sie erkaltet
zu Marmor
vor Scham
und draußen flattern
eintausend hässliche Tauben. ( more … )
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Marianne Büttiker
con.tempo :
fuge 4 / dialog

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LESEZEICHEN BACKLIST
- Archivband 2008 ( print | pdf )
- Lesezeichen 04 / 2008
- Lesezeichen 03 / 2008
- Lesezeichen 02 / 2008
- Lesezeichen 01 / 2008
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KLANGAPPARAT
Mit der vierköpfigen Band The X-Structure , ihrer atmosphärisch dichten ep “Westcoast Trip” und deren Release beim Bushmen- Netlabel nehmen wir heute gleich dreifach ein in|ad|ae|qu|at spätes
südafrikanisches Début . Wer jetzt etwa an World Music denkt , greift komplett daneben . Die entspannt angelegten Tracks könnten aus jeder metropolitanen Szene tönen – etwelche globalisierungs- stereotype Kulturpessimismen möchten wir uns angehörs dieser intelligenten Kompositionen dezidiert verbitten . Wer das nötige musikalische Wissen besitzt , mag sich freilich jederzeit auf die Suche nach ethnischen Kryptozitaten begeben … wird allerdings eher in der cinematographischen Klangwelt Belege finden .
( via kreislauf )
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