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Meldungen und Berichte , Namen und Nachrichten , Meinungen und Kommentare drehen schnell : In|ad|ae|qu|at schöpft ein wenig vom temporären “Schaum der Tage” und hält Bemerkenswertes fest , mag die eine oder andere Blase auch rasch platzen . Ablegen unter “Materialsammlung zur User- Kultur” .

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AUSSCHREIBUNGEN

Deutscher Fotobuchpreis 2010

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels lädt Fotografen , Verfasser und Herausgeber von Fotobüchern aus dem deutschsprachigen Raum ein , sich bis zum
18. September 2009 für den “Deutschen Fotobuchpreis 2010 “ zu bewerben .

Teilnahmeberechtigt sind alle Fotobücher mit einer Mindestauflage von 500 Exemplaren , die nach dem 1. Oktober 2008 erschienen sind . Rund 20 Titel werden in den Gruppen Fotobildbände , Fotogeschichte / Fototheorie und Fotolehrbücher mit den Prädikaten “Deutscher Fotobuchpreis 2010 – Gold oder – Silber “ ausgezeichnet . Diese Bücher bilden mit 200 nominierten Werken eine Wanderausstellung, die auf den Stuttgarter Buchwochen , der Karlsruher Bücherschau , der Frankfurter Buchmesse und weiteren internationalen Messen gastieren wird .

Weitere Information sowie das Teilnahmeformular finden Sie hier .

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URHEBERRECHT

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Nachlese : Haftung für User Generated Content –

Recht & dessen Praxis ( Recht 2.0 )

 
 

Lesenswert speziell :

Abschnitt C. Hinweise für die Praxis

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Google Books

Google Settlement 1EU will Betroffene zum Google Settlement befragen ( buecher.at )

Die Regulierungsbehörde der Europäischen Union will VerlegerInnen und AutorInnen zu den Auswirkungen des Google-Settlements auf das europäische Urheberrecht befragen. Dies berichtet das britische Magazin thebookseller.com. Als Datum für ein Treffen wird der 7. September 2009 genannt.

Der Börsenverein des deutschen Buchhandels kritisiert, dass dieser Termin zu spät komme, um danach noch etwas bewegen zu können. “Nichtsdestotrotz nehmen wir bis Ende Juli schriftlich Stellung und werden auch bei der Anhörung dabei sein”, so Börsenvereins-Justiziar Christian Sprang gegenüber dem Magazin buchmarkt.de.

Google Settlement 2National Writers Union Opposes Google Book Settlement ( WIRED , 13. 8. 2009 )

Add yet another voice to the chorus of protests over a proposed settlement of a class-action copyright suit that clears Google to transform the world’s dusty library tomes into the bookstore and online library of the future.

This time, the National Writers Union — which represents some 1,500 freelance writers — described a proposed deal as “grossly unfair to writers.” That deal between Google and the Authors Guild and the Association of American Publishers would settle a suit brought against Google Book Search in 2005 for allegedly profiting illegally by scanning books and displaying snippets online.

Under the intricate $125 million settlement, Google gets the right to scan, index and display portions of nearly all U.S.-copyright books in exchange for a share of ad revenues. Google Book Search would also be allowed to sell out-of-print books and share revenue with the author or publishers, even if those rights holders can’t be found. As of April, Google had digitized upwards of 7 million books. ( … )

But Google should not have digitized books without authors’ permission, said Larry Goldbetter, the president of the National Writers Union, which operates as a local of the United Auto Workers. Google argues such scanning is covered by the Fair Use provision of copyright law, which allows for transformative and partial uses of copyright material.

“[W]riters whose copyrights were violated might receive a check for between $60 and $300 for each book and $15 per article,” he added. “Compared to the number and seriousness of the violations, the amount being offered by Google to each writer is ridiculously low.”

Google maintains that its use of book snippets in search results is protected by copyright law, which is intended to protect author’s rights to make money from their creations — but does not give them absolute control over their work. The dispute over such sampling and wholesale indexing is just one front in an increasingly complicated battle, as physical books, like CDs before them, look increasingly like relics, as media goes digital and portable. That’d be the MP3 player in the case of music, and the internet and e-book readers for print.

Other critics of the deal include digital-rights scholar Pamela Samuelson, the heirs of John Steinbeck and Philip K. Dick, and Microsoft — which gave up on its own book digitization project. ( … )

The proposed settlement is set to have a final hearing by a federal court judge in October, though it is not clear if that deadline will stand, because the Justice Department is now looking into the deal. Authors have until Sept. 4 to decide if they want to opt out of the settlement.

Google Settlement 3Understanding and critically ( yet openly ) discussing the Google Settlement ( booklab )

Google Settlement 4GoogleBooks in CC- Lizenz , Open Access ( Archivalia )

Google Books

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Google News

Google vs. News- Anbieter 1Google wehrt sich gegen Vorwürfe von Verlagen ( heise )

Der Internet-Suchmaschinen-Betreiber Google wehrt sich gegen Angriffe deutscher Medienhäuser, er profitiere ungerechterweise von journalistischen Inhalten. Dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel sagte der Europa-Chef von Google, Philipp Schindler: “Ich würde mich freuen, wenn die Verlage die Energie, die sie heute in die Angriffe gegen Google investieren, darauf verwenden würden, erfolgreichere Geschäftsmodelle im Netz zu entwickeln.” Seine Firma verstehe die Ängste der Verlage und nehme deren Sorgen ernst, aber: “Stellen Sie sich einfach mal vor, es gäbe Google nicht. Würde ein einziger Verlag dann besser dastehen? Nein, im Gegenteil”, sagte Schindler.

Am prominentesten hatte zuletzt Hubert Burda (Focus, Bunte) der amerikanischen Suchmaschine vorgeworfen, weit mehr mit Online-Werbung zu verdienen als die Webauftritte der Verlage. “Schleichende Enteignung” sei das, weil Google mit den journalistischen Inhalten, die die Verlage mit “hohen Kosten” herstellten, viel Geld mache.

Google-Manager Schindler sagte jetzt im Spiegel: “Wir haben großes Interesse, dass die Verlage erfolgreiche Geschäftsmodelle finden. Da sind wir die Letzten, die ihnen raten würden, das nicht zu tun.” Im Übrigen könne man auch Bezahlinhalte über Google finden lassen. (dpa)

Google vs. News- Anbieter 2Streit um Urheberrecht : Google wehrt sich gegen Verlags- Kritiker ( FTD )

Google vs. News- Anbieter 3 – Zur Erinnerung ( FAZ , Wiki , medienspiegel )

Grossverleger Hubert Burda – ganz der Blattlinie gemäss – in der FAZ gegen die “schleichende Enteignung” der Verleger durch Google , welches fleissig Anzeigen casht , davon allerdings nichts abgibt .

A propos Hubrt Burda :

Die Hubert Burda Media gibt heute (2006) insgesamt 252 Magazine, Zeitschriften und Zeitungen in 19 Ländern heraus, davon 68 in Deutschland. Hinzu kommen ca. 120 Internet- und Radiobeteiligungen. Der Konzern beschäftigt mehr als 7.000 Mitarbeiter und machte 2004 einen Umsatz von 1,526 Milliarden Euro, davon entfielen auf den Druckbereich 179 Millionen Euro. ( Wikipedia )

Mario Sixtus via Twitter ( via medienspiegel )

Google liefert 50% des Traffics auf Hubert Burdas Seiten. Dafür möchte er ein “Fair Share” von Googles Einnahmen. Hallo ? http://u.nu/45km

Google News

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Expertentagung Medienrecht am 28. September im Literaturhaus München – Piraterie-Verfolgung im Internet ( bb )

Die Akademie des Deutschen Buchhandels veranstaltet am 28. September im Literaturhaus München eine Expertentagung Medienrecht zum Thema “Piraterie-Verfolgung im Internet – Strategien für Verlage und Medienunternehmen“.

Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über die Formen der Piraterie im Netz und die unterschiedlichen Möglichkeiten, sie zu bekämpfen und Schadensersatz geltend zu machen. Wie sich das Phänomen Raubkopie aus Nutzersicht darstellt, ist ebenfalls Thema der Tagung.

Die Konferenz richtet sich an Geschäftsführer und Juristen von Medienunternehmen, Verlagsleiter, Mitarbeiter von Lizenzabteilungen und Anwälte, und wird von Matthias Lausen moderiert.

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Google Books

GoogleBooks & Cloud-Computing : Eine riesige Leihbibliothek ?! ( NZZ )

(…. ) Die Suchmaschine, die bereits 8,2 Millionen Bücher aus Bibliotheken digitalisiert hat und weitere 1,8 Millionen Werke parat hält, die ihr von Verlagen zur Anzeige im Internet überlassen worden sind, verspricht uns Lesern und Buchkäufern nun eine Bibliothek in der Wolke. Noch ist die in den USA ausgeheckte, vom Chef der Entwicklungsabteilung vorerst nur grob skizzierte Idee kaum publik. Aber so viel lässt sich sagen: Anders etwa als beim Online-Händler Amazon lädt der Kunde, der demnächst über Googles Programm Edition Bücher kauft, kein vollständiges E-Book auf sein Lesegerät, um es dort zu speichern, sondern erhält zu dem Text, der (als offenes, neutrales Dateiformat) digitalisiert irgendwo auf einem Google-Server liegt, nur einen Zugang. ( … )

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Für und Wider der urheberrechtlichen Diskussion im Zusammenhang mit dem Heidelberger Appell ( Hugo E. Martin )

Eine studierenswerte Analyse ( PDF ) zum Heidelberger Appell, ein Beitrag des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages ( Autoren: Roger Cloes und Christopher Schappert ) zur Urheberrechtschutz- und Leistungsschutz- Diskussion.

Abgearbeitet am sog. “Heidelberger Appell” insbesondere im Zusammenhang mit der Google Buchsuche und ( dem ganz anderen ) Themenkomplex des Open Access. Ein Beitrag der zu einer versachlichung (und Richtigstellung ) beitragen könnte ( wenn man nur wollte ) und der zu mehr Ehrlichkeit und Transparenz aufruft.

Lesenswert ! ( 18 Seiten , PDF )

Google Books

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MEDIEN

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DABplus - Kein Markterfolg – Digitalradio scheitert in Deutschland ( FTD )

Hörfunksender lehnen den geplanten Standard DABplus ab. Die Alternativen sind umstritten. Mehrheitsfähig ist nur der alte Analogfunk UKW. Die Gerätehersteller schäumen.

So klingt blanke Resignation: “Absolut keine”, antwortet der Radiohersteller Pioneer auf die Frage, welche Bedeutung er dem digitalen Radiostandard DAB in Deutschland beimesse. Und nein, ein Termin für das Ende des klassischen analogen Hörfunks sei “absolut nicht in Sicht”.

Die Einführung des Digitalradios lahmt seit Jahren. Nun ist sie auf absehbare Zeit gescheitert. Die Beteiligten wirken hilflos. “Jetzt muss man einen Schnitt machen, tief durchatmen, und sich die Sache noch mal anschauen”, rät die Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (ALM).

DABplus heißt die Technik, die dem Digitalradio zum Durchbruch verhelfen soll. Sie ist eine Weiterentwicklung des wirtschaftlich erfolglosen Standards DAB und steht für höhere Übertragungskapazität und Tonqualität – gegenüber dem digitalen Vorläufer und erst recht gegenüber dem Analogfunk UKW. DABplus soll Platz schaffen für viele Programme und genauere Verkehrsinformationen für Autofahrer. ( … )

DAB LogoDie Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat der ARD gerade 30 Mio. Euro verweigert, die für den Aufbau von DABplus-Angeboten vorgesehen waren. Es sei “nicht gelungen, für eine Einführung des digitalen Hörfunks einen tragfähigen Konsens mit privaten Radioanbietern herbeizuführen”, so die KEF.

Ende Juni hatten sich die Privatradios gegen DABplus ausgesprochen – und die KEF-Entscheidung damit faktisch vorgegeben. “Momentan gibt es auf absehbare Zeit kein tragfähiges Geschäftsmodell”, begründet Hans-Dieter Hillmoth, Geschäftsführer von Radio FFH und Vizechef des Privatrundfunkverbands VPRT. “Digitalisierung ist kein Selbstzweck.” Er schätzt die Gesamtkosten für den DABplus-Aufbau auf rund 500 Mio. Euro.

Damit steht die Entwicklung wieder am Anfang – und die Gerätehersteller schäumen. “Wenn wir in Deutschland keine Insellösung haben wollen, müssen wir digitalisieren”, mahnt der britische Radioproduzent Pure. Bis zu 300 Millionen Digitalempfänger wollen die Hersteller hierzulande verkaufen.

Die Radiosender fürchten aber, dass sich ein Debakel wiederholt. DAB ist seit über zehn Jahren in Betrieb, doch lediglich 600.000 Radios wurden verkauft. In der Schweiz, wo seit Kurzem bereits DABplus im Regelbetrieb läuft, rechnen die Anbieter bis Ende 2009 mit 300.000 Geräten, was rund zehn Prozent der Haushalte entspricht. Das ist gemessen an der Abdeckung mehr als fünfmal so viel wie in Deutschland.

Wegen der winzigen Reichweiten nimmt hierzulande die Zahl der Digitalprogramme sogar ab. In der Hälfte der Bundesländer gibt es keinen einzigen privaten DAB-Sender mehr, in Teilen Ostdeutschlands auch kaum noch öffentlich-rechtliche Digitalwellen. Es reiche eben nicht, die bekannten UKW-Programme auch digital zu verbreiten, so die Kritik. “Man muss wirklichen Mehrwert bieten”, heißt es. ( ….)

DAB-Befürworter kontern, Radio aus dem Internet sei “unbezahlbar”, weil die Kosten mit jedem weiteren Nutzer steigen. Und für mobilen Empfang eigne es sich ebenso wenig wie DVB-T. Eine Einigung ist nicht in Sicht.

DAB Logo“Die Zukunft liegt in Multinormgeräten”, orakelt daher die ALM. Eine politische Vorgabe wie in Frankreich müsse es doch nicht geben. Dort dürfen ab 2013 nur noch digitaltaugliche Radios verkauft werden. Von der Idee der deutschen Politik, den UKW-Funk im Jahr 2015 abzuschalten, hält Hillmoth jedenfalls nichts: Dieser Termin sei “todsicher” nicht zu halten.

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Webradio im Aufwind ( Medienbote )

Logo Byte FMGrimme Online Award 2009 für ByteFM, Webradio made in Hamburg – wachsende Nutzer- und Angebotszahlen – Ende 2008 hatten deutsche Webradios bereits täglich rund 7,5 Millionen Nutzer – Seit 2006 hat sich die Zahl der deutschen Webradios verfünffacht, von etwa 400 auf rund 2.000 im Jahr 2009 (April 2009: exakt 1.914) – vier Fünftel davon sind ausschließlich im Internet empfangbar (Internet-Only) – ein Fünftel Livestreams der klassischen UKW-Radiosender (Simulcast-Streams) : “Gerade ihnen bietet das Web viele Chancen: sie können ihre Reichweiten ausbauen und durch spezielle Web-Angebote neue Zielgruppen erschließen.

Vorbei scheint die Angst vor der Abwanderung ins Netz und verlorene, vor allem junge Hörergruppen. Die UKW-Sender haben inzwischen den Wandel der Mediennutzung und das Internet als wichtigen Übertragungsweg für Hörfunk akzeptiert – “Webradio Monitor 2009“ – minus Rentabilität – Bisher gelingt es vielen offenbar noch nicht, die Nachfrage der Hörer entsprechend zu kapitalisieren – Wachstumspotenzial sehen die Veranstalter dennoch, und zwar vor allem bei der Spotvermarktung ihrer Angebote. Webradio kann gegenüber anderen Medien vor allem durch eine klar definierte Zielgruppe punkten und … nachweisbare Werbemittelkontakte bieten. Für die Werbeindustrie wird dieser Markt ohne Zweifel weiter an Attraktivität gewinnen.

Noch besteht allerdings keine Einigung hinsichtlich der adäquaten Leistungswerte und der einheitlichen “Währung“. Auch auf Seiten der Webradiobetreiber herrscht darüber noch Unklarheit: 41 Prozent der Befragten bevorzugen den Unique Listener, während 29 Prozent die Anzahl der gestarteten Streams (Tune-Ins) als geeigneten Wert sehen und 11 Prozent den konkreten Werbemittelkontakt – zwei auffällige Trends: die immer stärkere Visualisierung und Personalisierung der Angebote. Last.fm und Putpat zeigen, wohin die Reise im Webradiomarkt künftig geht.

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Schweiz erneuert öffentlich- rechtlichen Rundfunk ( Meedia , satundkabel )

Logo SRGDer öffentlich-rechtliche Rundfunk in der Schweiz kann neu geordnet werden. Nach Informationen von Satundkabel hat das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation der Schweiz die neuen Statuten von SRG SSR idée suisse (SRG) genehmigt.

Der Schweizer Bundesrat hatte vom SRG gefordert, seine Organisation zeitgemäßen Anforderungen an Corporate Governance und Effizienz anzupassen. Im Ergebnis wird die Rundfunkanstalt nun strategisch alleine dem Nationalen Verwaltungsrat unterstellt und operativ ausschließlich vom Generaldirektor geführt. Darüber hinaus werden die hierarchischen Strukturen des SRG stark gestrafft.

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Axel Springer setzt auf Bezahlinhalte 1 ( axelspringer.de )

Logo Axel Springer Der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, Mathias Döpfner, will seine Internet-Inhalte auf Smartphones nur noch gegen Gebühr anbieten. Der Verlag entwickle Apps für das iPhone, über die welt.mobil, bild.mobil oder computerbild.mobil bezahlt und quasi abonniert würden. “Im Herbst gehen wir damit auf den Markt”, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Zahlungsbereitschaft sei gerade bei Mobilfunkkunden groß. Weit über die Hälfte der Zugriffe auf mobile Inhalte der Axel Springer AG kämen von iPhones.

Axel Springer will auch versuchen, im herkömmlichen Web Inhalte seiner Zeitungen gegen Geld anzubieten. In den Regionalzeitungen sollen allgemeine Nachrichten für den Leser gratis bleiben, “Premium-Inhalte” Geld kosten. “Wer etwa die Exklusivgeschichte aus der Stadtverordnetensitzung lesen, das Archiv oder den Staumelder nutzen will, muss zahlen.” Paid Content setze allerdings voraus, dass die Nachrichten und vor allem ihre Aufbereitung im Internet künftig kreativer, exklusiver oder individueller sind als heute.

Axel Springer setzt auf Bezahlinhalte 2 – Interview mit Springer- Chef Döpfner ( FAZ )
Springer-Chef Döpfner im Interview – “Bild.mobile auf dem iPhone muss bezahlt werden“

Logo Axel SpringerHerr Döpfner, Ihr “Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann hat das kostenlose Internet einen verfluchten Geburtsfehler genannt. Sie wollen ihn korrigieren. Nur wie ?

Wir alle haben das immer wieder gesagt, aber die Entwicklung des Internets ist nicht statisch. Anfangs ging es den Verlagen um Reichweite, um die Weckung des Konsumenteninteresses, heute befinden wir uns in einer reiferen Phase. Geburtsfehler lassen sich nicht schnell kurieren. Aber es ist im Interesse der Leser und der Verlage, in der digitalen Welt eine wirtschaftliche Basis für Qualitätsjournalismus zu schaffen, weil es sich sonst bald keiner mehr leisten kann, wertvolle Inhalte im Internet anzubieten. Eine Säule der Finanzierung ist die Online-Werbung, eine zweite Paid Content, also die Bezahlung für exklusive journalistische Angebote oder spezielle Dienstleistungen. ( … )

Mit einem ähnlichen Modell ist der Marktführer “Spiegel online“ schon vor Jahren gescheitert.

Das heißt doch nicht, dass es beim zweiten oder dritten Versuch wieder nicht klappt! Wir können heute vieles besser machen, die Technik ist vorangeschritten. Andere haben damit Erfolg. Das „Wall Street Journal“ lässt sich Spezialinhalte mit 1,99 Dollar in der Woche oder 79 Dollar im Abonnement bezahlen und macht damit einen zusätzlichen Umsatz von mehr als 100 Millionen Dollar im Jahr. Wir haben als Verleger geradezu eine heilige Verantwortung, alles zu versuchen, um eine Wirtschaftsgrundlage für die digitale Welt zu schaffen. Viele Verlage denken über diese Zukunftsfragen so wie wir und gehen in diese Richtung. Da wird es international viel Bewegung geben. Denn eins ist klar: Qualitätsjournalismus hat seinen Preis, und Leser haben das historisch immer akzeptiert. Man muss es nur so einfach und attraktiv machen, dass die Leser es auch wirklich nutzen können und wollen.

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Advertorials in der KRONE – Bares oder Wahres ( Falter )

Logo Neue Kronen ZeitungBezahlte Werbung oder journalistischer Bericht ? – Für Leser ist immer schwerer zu erkennen, was sie vorgesetzt bekommen -

( … ) Kürzlich schlug der Österreichische PR-Ethik-Rat Alarm: Er kritisiert die “oft ungenügende Unterscheidbarkeit von redaktionellen Beiträgen und entgeltlichen Einschaltungen in den Medien“. Das sei “der Versuch, die Leser zu täuschen“, so Rats-Vorsitzender Wolfgang Langenbucher, ehemaliger Vorstand des Publizistikinstituts der Uni Wien. Wegen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten würden die Sitten sogar in den renommiertesten Blättern lockerer. Dabei sind Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht nach dem Mediengesetz klagbar – allerdings klagt kaum jemand, so sehr hätten sich alle an diese Praktiken gewöhnt. Wie er höre, seien die Sitten in den Bundesländern verfallener als in Wien, sagt Langenbucher: Dort herrsche ein “Sumpf“. ( …)

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M- Prinzip für Nischen- Publikationen 1 – Meaningful stuff that matters the most ( Umair Haque )

Die Nische als Zukunft der Zeitung 2 ( Meedia )

NichepapersEs geht mal wieder um nichts weniger als die Zukunft der Zeitung. Diesmal mischt sich der US-Medienforscher Umair Haque in die Diskussion ein. Haque ist Direktor des Havas Media Lab, einer Forschungseinheit des französischen Werbe-Netzwerks Havas. Haque schrieb einen Blog-Beitrag für Harvard Business Publishing, in dem er den geplagten Zeitungs-Verlegern die Leviten liest und seinen Ausweg aus der Zeitungskrise weist: Zeitungen müssten zu Nischen-Anbietern, “Nichepapers”, werden.

Medienforscher Haque beginnt seine Ausführungen mit einer Analyse zur strukturellen Krise der Gattung Tageszeitung. Nicht Journalisten hätten die Zeitungen des 20. Jahrhunderts profitabel gemacht, sondern die Leser. “Zeitungen des 20. Jahrhunderts waren niemals so außergewöhnlich profitabel wegen dem, was sie geschrieben haben. Es war die Dynamik des Kleinanzeigen-Monopols, das die massiven Renditen befeuert hat.”

Die Struktur der Zeitung des 20. Jahrhundert sei nun nicht länger fit für das 21. Jahrhundert. “Die Herangehensweise von gestern an Nachrichten schafft keine Bildung, keine Aufklärung und keine Information. Die Vierte Gewalt befindet sich in einem Stadium der Auflösung. Die Nachrichten-Industrie selbst hat Nachrichten in einem sich wiederholenden Abwärts-Wettlauf zur Massenware degradiert. Es ist an der Zeit für eine bessere Form von Nachrichten.”

NichepapersDiese “bessere Form von Nachrichten für das 21. Jahrhundert” nennt Umair Haque Nichepapers . Diese sind nach seiner Definition Marktführer in einem eng definierten Feld, seien es Finanzen, Politik oder Entertainment.

Was Nichepapers auszeichnet :

  1. Wissen, nicht Nachrichten: Zeitungen wollen ihren Lesern Nachrichten vermitteln, Nichepapers wollen bedeutungsvolles, lange gültiges Wissen vermitteln.
  2. Themen, nicht Artikel: Nichepapers entwickeln Themen anstatt schnell erzählter und schnell vergessener Geschichten.
  3. Einzigartigkeit statt Auflage: Zeitungen streben nach Auflage, indem sie die immergleichen Geschichten in immergleicher Weise erzählen. Nichepapers streben nach Einzigartigkeit, indem sie eine Perspektive entwickeln, analysieren und Erzählstrukturen finden, die von Konkurrenten nicht nachgeahmt werden können.
  4. Provokation, nicht Perfektion: Zeitungen suchen die Perfektion in Grammatik, Einleitungen, Überschriften. Nichepapers suchen stattdessen die Provokation, manchmal auch die Provokation zum Selbstzweck.
  5. Aufgaben, nicht Technik: Nichepapers kümmern sich nicht um Technik. Sie nutzen Blog, Videos, Wikis, Twitter oder lange Artikel. Oder alles gleichzeitig. Je nachdem, was für eine Aufgabenstellung am besten geeignet ist. ( … )

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Film – Neuer Film “The Sky Crawlers” des Animationsfilmer von Mamoru Oshii , Schöpfer der Kultfilme “Ghost in the Shell

The Sky Crawlers” bereits bei der Biennale Venedig zu seheh , beim Münchener FilmFest nun erstmals in Deutschland – Die Rezension des Tagesspiegel fällt recht durchwachsen aus – Trailer @ YouTube , DVD @ Amazon.com

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LITERATUR

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Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung an Barbara Köhler & Ulf Stolterfoht ( buecher.at )

Anlässlich des 29. Erlanger Poetenfests ( 27. bis 30. August 2009 ) vergibt die Kulturstiftung Erlangen zum dritten Mal den “Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung“. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird in diesem Jahr gemeinsam an die Barbara Köhler und Ulf Stolterfoht verliehen.

Die Jury würdigt damit ihre Übersetzungen von Gertrude Steins Tender Buttons – Zarte knöpft ( Barbara Köhler , 2004 ) und Winning His Way – wie man seine art gewinnt ( Ulf Stolterfoht, 2005 ).

Köhler SteinGertrude Steins sinnoffene Poesie lässt zahlreiche Lesarten zu. Barbara Köhler und Stolterfoht SteinUlf Stolterfoht nehmen unterschiedliche Perspektiven auf die von ihnen übersetzten Texte ein, die sich gegenseitig ergänzen und in einem dialogischen Verhältnis zueinander stehen “, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Im Rahmen des 24. Erlanger Poetenfests wurden erstmals AutorInnen als ÜbersetzerInnen eingeladen. Die Jury des “Erlanger Literaturpreises für Poesie als Übersetzung” besteht selbst aus ÜbersetzerInnen. In diesem Jahr gehören ihr Georges-Arthur Goldschmidt, Annette Kopetzki, Adrian La Salvia, Benedikt Ledebur, Camilla Miglio, Peter Waterhouse, Norbert Wehr und Franz Josef Czernin an.

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WEBLITERATUR

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Gratis Blogcheck 15 : P.-’s Veranda ( Oliver Gassner )

Michael von P.-’s Veranda schreibt. Literarisches Weblog inklusive Podcast, Werkauszüge, Fragmente, Tagebuch, Informationen über den Autor, Schriften zur Literatur, Kolumnisten

Eine Sammlung kleinerer Beobachtungen und Tipps.

  1. Den Kopfbereich zum Hinweis auf besondere Texte zu nutzen, ist ganz elegant, ich würde das dann aber eher wie eine Aufzählung oder (notfalls sogar mit “table”) als Tabelle gestalten, so wirkt es unübersichtlich.
  2. Links die Archivübersicht kann weiter nach unten, Kommentare weiter nach oben (Blogs dienen dem Dialog)
  3. Noch vor der Liste empfehlenswerter Autoren und Texte (an sich eine gute Idee) würde ich eine Liste gelesener Literaturblogs (Primär? Sekundär?) setzen…
  4. … und regelmäßig in Postings auf das dort gelesene bezug nehmen, wenn auch nur verlinkend / literarisch antwortend
  5. Generell positiv auf Aufmerksamkeit und Leserzahl wirkt es sich aus, wenn man sich bloggend in aktuelle literarische Debatten einmischt – oder sie gar anzettelt.
  6. Seit Februar ist die Postingfrequenz erfreulich hoch, eine dialogische Vernetzung mit anderen (Literatur-)Blogs scheint allerdings nicht zu existieren . Das ist schade, denn wenn man nicht über die grenzen der eigenen page hinausblickt, müsste es an sich auch kein web-Log sein, das ja an sich vom Austausch mit dem Rest des Netzes (mit)spricht.
  7. Ggf. sollte man auch eine Teilnahme an www.litblogs.net anstreben, die ihre Headlines auch twittern.
    Hier scheinen mir Kategorien Sinn ausnahmsweise mehr zu machen als Tagging, auch wenn hier Kategorien mit nur einem Text vorhanden sind.

P. S. Anmerkung : Offenbar ist dem Analytiker unkenannt , dass Michael Perkampus bis vorigen Herbst effektiver Teilnehmer der litblogs war . ( czz )

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Buch- Communitys – Und , was liest Du so ? ( Stefan Mesch , DIE ZEIT )

Buch-Communitiys im Netz brummen vor Geschäftigkeit. Aber welche Bücher liest man dort eigentlich? Unser Autor hat den Selbstversuch gemacht.

Logo GoodreadsIn Richard Yates’ Kleinbürger-Roman Revolutionary Road schaut sich der Schnösel Frank ungefragt im Bücherregal seines Nachbarn Shep um. Als Frank die Stirn runzelt, will Shep zu seiner Ehrenrettung am liebsten quer durchs Zimmer rufen: “Das sammelt sich eben im Lauf der Jahre so an! Unsere anspruchsvollen Bücher sind irgendwo verloren gegangen.”

Im Internet geht nichts verloren. Zwei große öffentliche Lesewiesen erlauben, das eigene Bücherregal der ganzen Welt zu zeigen: Goodreads und LibraryThing haben nur eine knappe Million meist englischsprachiger Benutzer, aber brummen vor Geschäftigkeit: Wenn ich mit einem Buch im Zug oder Café sitze, lade ich meine Umwelt zu Kommentaren ein. Im Netz sind diese Kommentare lauter und oft qualifizierter. Fremde, Freunde und die Computerdatenbank geben einander Tipps und Warnungen.

Der Pionier dieses Gedankens war das Online-Radio last.fm mit der Funktion, jeden Song, den man sich abspielt, im Profil zu eigenen, privaten Charts zu verrechnen. Nach ein paar Monaten kennt last.fm den eigenen Musikgeschmack genauer als man selbst. Videospieler zeigen auf MobyGames, was sie gerade zocken. Und für Filme gibt es die Services Flixster und Criticker.

Logo Library ThingDas Sammelwort für solche medialen Zettelkästen ist Social Cataloging: Offene Datenbanken, in denen sich Benutzer ein Profil anlegen und dann die Privatsammlung verwalten, Kritiken schreiben und Netzwerke bilden. Goodreads und LibraryThing ermuntern dabei an jeder Ecke, immer auch die Außenwelt via E-Mail-Newsletter und Bulletins, Twitter- und Facebook-Update über jede neue Lektüre zu benachrichtigen. ( … )

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DIGITALE INNOVATION

czz linkliste Das Internet in Zahlen – Eine schöne Übersichtsgrafik zeigt den derzeitigen Entwicklungsstand des Internets. Weltweit. ( heise )

Eigentlich gehen wir alle stillschweigend immer noch davon aus, dass das Internet ein Dienst ist, der vor Bewohner der USA betrifft und vor allem seine wirtschaftliche Bedeutung noch vor sich hat. Dem ist nicht so, schaut man sich die folgende Grafik ein wenig genauer an.

Schön übersichtlich und nicht ohne “Aha” lässt sich so ersehen, dass nur sechs Prozent des Datenvolumens ( Und davon sind 78 Prozent Spam ) auf E-Mails zurück zu führen sein dürften. Und das nimmt sich gegen 25 Prozent P2P Traffic inzwischen fast ein bisschen müde aus. Aber wichtiger: Rechnet man die Accounts alleine in Indien, Japan und Chinas zusammen, dann stellen sie ein Drittel der Web-Mail-P2P-Internet-Nutzer.

The exploding internet

( click to XL )

Realistischerweise dürfte P2P und die exorbitant hohen Umsätze im E-Commerce nicht zu einem Drittel auf deren Aktivitäten beruhen. Aber andere Fragen stellen sich vor allem für Angebote, die weltweit ihr Publikum erreichen sollen. Während English mehr als 300 Millionen Menschen wegen ihrer Muttersprachen oder offiziellen Landessprachen vertraut sein dürfte, hat Portugiesisch durch Brasilien Deutsch überholt und dürfte bald auch Japanisch hinter sich lassen. Dass weite Teile des Webs inzwischen für Surfer der 1. und 2. Welt verschlossen sind, lässt sich an der hohen Verbreitung von Mandarin lesenden und schreibenden Nutzern erkennen. Das Internet erlebt sein grösstes Wachstum in Regionen, die eigene Schriften und Sprachen nutzen. English als Lingua Franca des Webs verliert an Bedeutung. Wir merken es nur nicht, weil wir auf Seiten ausserhalb des eigenes Kulturkreises nicht zu finden sind.

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Frankfurter Buchmesse – “Books & Bytes” prämiert das innovativste Onlineangebot für Buch und Internet ( bb )

Logo Books & BytesZum zweiten Mal organisiert das Onlinemagazin “Newbook – Magazin für vernetzte Leser” zusammen mit der Frankfurter Buchmesse den Gemeinschaftsstand “Books & Bytes”. Im Vorfeld findet dazu außerdem ein Wettbewerb statt, der das innovativste Onlineprojekt fu?r Buch und Internet auszeichnet. Der Gewinner wird auf dem Gemeinschaftsstand “Books & Bytes“ am Eröffnungstag der Frankfurter Buchmesse präsentiert. Die Bewerbungsphase fu?r den Wettbewerb läuft noch bis 30. Juli. Anmeldungen unterKonkurrenz für Amazon – Barnes & Noble eröffnet “größten E-Book-Shop der Welt” — Gestern Abend hat der US-Buchhandelsriese Barnes & Noble die Eröffnung des nach eigenen Angaben größten E-Book-Shops der Welt verkündet. Unter www.bn.com/ebooks bietet der Filialist rund 700.000 Titel unter anderem für das iPhone, den iPod touch und Blackberry-Smartphones an. – Nach dem Vorbild Amazons bietet auch Barnes & Noble viele Bestseller für 9,99 Dollar an. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, kooperiert der amerikanische Filialist mit dem Hardware-Hersteller Platic Logic, der seinen Reader 2010 auf den Markt bringen will.

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SOCIAL NETWORKS

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Wie Buchhandlungen und Verlage Facebook nutzen können
( bb Podcast )

Wie streue ich Buchinformationen in der Online-Community Facebook ? Welche Accountnamen sind stark und wie profitiere ich von “passiver Interaktivität” ? Wie vernetze ich Facebook sinnvoll mit Twitter und mit der echten Welt ? Social Media Experte Felix Holzapfel gibt Tipps.

Facebook wächst und wächst. Schätzungen gehen von über 260 000 Nutzern in Deutschland aus. Für das Buchmarketing bietet Facebook Chancen, eine vorwiegend junge Zielgruppe zu erreichen. Im Podcast geht es um folgende Themen (in Klammer die Startzeiten):

logo Facebook

  1. Unterschied zwischen persönlichem Account und Firmenaccount bei Facebook (0:30)
  2. Typische Fehler bei der Wahl des Accountnamens, passende Social Media Story (2:08)
  3. Themen statt Marken kommunizieren (3:06)
  4. Bewerbung von Neuerscheinungen (3:48)
  5. Leitwährung Interaktion: “passive Interaktivität” nutzen (4:30)
  6. Veranstaltungstermine auf Facebook veröffentlichen (6:05)
  7. Wie baue ich einen Fankreis/Freundeskreis auf (6:44)
  8. Twitter-Feeds sinnvoll mit Facebook vernetzen (9:20)
  9. Verknüpfung von Online- und Offlinewelt/Crossmarketing (11:48)

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Die dunkle Seite von Twitter , Facebook & KonsortenWarum das Umfeld von Social- Web-Applikationen eine Nutzung abseits von Spaß und Selbstinszenierung unterbindet ( The Next Layer )

logo FacebookMit 20.000 Mitgliedern innerhalb einer Woche war die Gründung der Facebook-Gruppe Freiheit im MQ Anfang Juni – bescheiden ausgedrückt – ein Erfolg. Kein Wunder, ging es doch darum, die Gemütlichkeit und Offenheit des Wiener Museumsquartiers gegen die Wächter der MQ-Direktion zu verteidigen. Kein Konsum selbst mitgebrachter alkoholischer Getränke – wenn das kein Anlass ist auf die digitalen Barrikaden zu steigen ?

Auf der anderen Seite des Spektrums politischer Netznutzung steht etwa der Einsatz von Twitter durch die Oppositionsbewegung im Iran nach den umstrittenen Wahlen Anfang Juni 2009. Über die Plattform wurde trotz Mediensperre Information nach außen getragen und zum Hacken zentraler Web-Server des Mullah-Regimes geblasen.

Zwischen Narzissmus und Emanzipation

In den angeführten Beispielen werden Web-2.0-Technologien klar politisch eingesetzt. Dennoch, sie bilden die seltene Ausnahme im Schatten von Selbstinszenierung und Marketingaktivitäten. Der Netztheoretiker Geert Lovink bringt es in einem Interview in der Wochenzeitung DIE ZEIT ( 9. Dezember 2007 ) auf den Punkt:

Das Entscheidende im Netz von heute sind nicht Nachrichten und Meinungen, sondern Selbstdarstellung und Selbstreflexion: Wer bin ich ? Was mache ich? Wer befindet sich in meiner Gegend ? [...] Nachdem man gesurft ist und geshoppt hat, stellt sich die Frage: Was ist eigentlich mit mir ? Lebe ich oder werde ich bloß gelebt ?” ( Lovink , ebd. )

Logo TwitterAber verbirgt sich hinter unserem lockeren Online-Zwitschern, der Jagd nach digitalen Freunden und der detailverliebten Selbstpräsentation nicht doch mehr? Haben wir mit Einzug von Web 2.0 die jahrzehntelange Dominanz von Rundfunk und Massenmedien überwunden ? Hans Magnus Enzensberger definierte 1970 in seinem Baukasten zu einer Theorie der Medien Aspekte eines emanzipatorischen Mediengebrauchs im Gegensatz zum repressiven Rundfunk-Ansatz. Eine Reihe an Merkmalen emanzipatorischer Mediennutzung – wie die Auflösung der Sender / Empfänger- Rollen, Interaktionspotenziale und kollektive Produktion – finden sich im Social Web wieder. Doch zwei zentrale Kriterien sind bis heute nicht erreicht: Die Kontrolle über Inhalte und Strukturen liegt nach wie vor zentral beim Medien-Eigentümer und die Tendenz im Hinblick auf politische / demokratische Teilnahme geht mit Fokus auf Spaß und Selbstinszenierung stark in Richtung Entpolitisierung. ( … )

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BLOGISM

Alles sagen , allen Leuten ( Alain Posener , WELT )

Die Blogosphäre ist der Albtraum der Kontrolleure und Kulturkritiker ; ein globaler Selbstverständigungsprozess

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TWITTER

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Mitzwitschern lohnt sich ( Uwe Mommert , FTD )

In den Medien wird Twitter heiß diskutiert, Unternehmen ignorieren den Nachrichtendienst dagegen noch weitgehend. Dabei kann er der Reputation enorm schaden – oder helfen, sie zu fördern.

Es zwitschert aus allen Rohren. Das ist zumindest der Eindruck, der entsteht, wenn immer mehr Twitter-Neuigkeiten den Weg in die Presse finden. Zu den Kommunikationsabteilungen außerhalb der medialen Kreise dringt der Microblogging-Dienst aber nur zaghaft durch. Bei 80 Prozent der Unternehmen in Deutschland findet professionelles Twittern nicht statt. Die 140 Zeichen zwingen nun mal zu Aussagen auf den Punkt, und die sind nicht jedermanns Sache.

Logo TwitterDer Nachrichtendienst ist in vielerlei Hinsicht noch das große unbekannte Wesen, das eher zum passiven Stöbern verführt als zum aktiven Zwitschern. Entsprechend gering fällt die Zahl der aktiven Nutzer aus. 90 Prozent aller Inhalte werden von den zehn Prozent der aktivsten Twitterer produziert. Dem gegenüber steht eine überwältigende Mehrheit, die nur einmalig gezwitschert hat und seitdem wieder verstummt ist. Das ergaben Untersuchungen des “Harvard Business Manager” unter 300.000 Usern. Twitter ist mit anderen Worten eine Einbahnstraße: Wenige Teilnehmer berichten ungefiltert und einseitig – aber viele lesen im SMS-Format mit.

Dennoch ist die Reichweite der Internetmeldungen nicht zu unterschätzen. Aktuelle Zahlen von Nielsen Online belegen, dass von den 1,8 Millionen Nutzern rund 1,5 Millionen nicht direkt die Webadresse in ihren Browser eingegeben haben, sondern über andere Seiten zu Twitter finden. Die Multiplikatorwirkung ist beträchtlich. Ein gutes Beispiel dafür ist die Twitter-Ente um Michael Ballack, der aus medialer Sicht fast zum HSV gewechselt wäre. Und alles nur, weil ein User mutmaßlich zwei Spielerberater im Zug belauschte, die über den Transfer diskutiert haben sollen. Rasant verbreitete sich das Gemunkel in den Medien und wurde vom Boulevardreporter bis hin zum seriösen Meinungsmacher aufgenommen. Zwar folgten entschiedene Dementis beider Vereine, doch das Gerücht blieb in der Welt. Selbst Bundespräsident Horst Köhler bekam eine Twitter-”Attacke” zu spüren: Seine Wiederwahl wurde bereits vor der öffentlichen Bekanntgabe aus der Bundesversammlung ins Netz gezwitschert.

Zauberwort Geschwindigkeit

Logo TwitterDie Verbreitung von Twitter-Meldungen gewinnt auch für Unternehmen schnell an Brisanz. Das gilt beispielsweise für sensible Ergebnisse von Betriebsversammlungen, vertrauliche Gespräche unter Führungskräften oder strategische Überlegungen für das nächste Jahr. Selbst wenn die Inhalte nicht der Wahrheit entsprechen, könnte sich die Verbreitung via Twitter auf Investoren, Kooperationen oder bevorstehende Fusionen negativ auswirken. Das Web 2.0 hat die Reputation von Unternehmen angreifbarer gemacht, und zwar über einen Kanal, der bisher unterschätzt wurde. Mediennutzer werden zunehmend zu Programmdirektoren und Unternehmen schnell zu deren Spielball.

Geschwindigkeit ist dabei das Zauberwort. Der Erfolg der neuen Mediengeneration wird in Zukunft immer stärker davon abhängen, wer als Erster eine interessante Nachricht liefern kann. Absehbar ist auch, dass die fundierte Recherche dabei zwangsläufig auf der Strecke bleibt. ( … )

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Kunst , Theorie & Diskurs als Twitterfeeds von Lebenden und Toten ( czz )

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Twitter Retweets : What You Need to Knowoder : Eine Diashow der grostesken Daten , cum grano salis zu genissen [ Slideshow ] ( Dan Zarella , mahable )

Logo TwitterRetweeting, as we’ve highlighted previously ( …. ) has become a handy way to share content on the web. If you find an interesting Tweet, retweeting helps spread that content to your own Twitter network.

But what are the mechanisms that affect retweets ? In his Mashable article “The Science of ReTweets, social media and viral marketing” scientist Dan Zarrella presented in-depth data showing what, how, and why people retweet.

Now Zarrella has put his most recent findings into a updated and expanded version of his original slideshow ( embedded below ) that takes us from “what is a retweet ? ” to the common features of retweets. ( … )

ReTweet_Slide_Zarella_01

ReTweet Slide Dan Zarella 0

ReTweet Slide Zarella 02

ReTweet_Slide_Zarella_03_Gender

( click to XL – and enjoy ! )

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czz linkliste
ZITIERT

Twitter – Was es ist :

It’s about humans connecting with each other .” ( BBC )

Twitter- Gründer Evan Williams im harschen Interview mit der BBC über das Kommunikations- System Twitter

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