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Meldungen und Berichte , Namen und Nachrichten , Meinungen und Kommentare drehen schnell : In|ad|ae|qu|at schöpft ein wenig vom temporären “Schaum der Tage” und hält Bemerkenswertes fest , mag die eine oder andere Blase auch rasch platzen . Ablegen unter “Materialsammlung zur User- Kultur” .

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AUSSCHREIBUNGEN

Ausschreibung 1 : Grenzgänger- Recherchestipendien

Das Förderprogramm “Grenzgänger“ ( Robert Bosch Stiftung gemeinsam mit dem Literarischen Colloquium Berlin ) wird zum 31. Oktober 2009 erneut ausgeschrieben .

Wer Mittel-, Ost- und Südosteuropa oder China entdecken will, wer eine deutschsprachige Veröffentlichung plant und auf Recherchereise Richtung Osten aufbrechen möchte, kann sich um Förderung bewerben. Gesucht werden Autoren, die Informationen aus erster Hand sammeln und authentische Orte besuchen wollen und einen eigenen Blick wagen . Die Veröffentlichungen sollen ein breites Publikum erreichen können, zu Diskussionen anregen und zu mehr Verständnis für die Länder Mittel-, Ost- und Südosteuropas und China beitragen. Willkommen sind literarische und essayistische Prosa, Foto(text)bände, Kinder- und Jugendbücher, aber auch Drehbücher für Dokumentarfilme und Hörfunkbeiträge.

Ausführliche Informationen , aktuelle Bewerbungsunterlagen unter www.lcb.de/grenzgaenger/

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Ausschreibung 2 : “Schritte“- Stipendien der S. Fischer Stiftung

Die S. Fischer Stiftung fördert seit 2003 die internationale Vermittlung zeitgenössischer deutschsprachiger Literatur unter dem Titel Schritte. In diesem Rahmen legt die Stiftung besonderen Wert darauf, die Übersetzerinnen und Übersetzer aus dem Deutschen zu unterstützen. Die Schritte- Stipendien ermöglichen Übersetzern deutscher Literatur aus Südosteuropa (Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Mazedonien, Albanien, Bulgarien, Rumänien, Moldawien) und der Türkei einmonatige Arbeitsaufenthalte im LCB. Die Stipendien sind mit 2.000 Euro dotiert, Gästezimmer mit Frühstück sind inclusive. Bewerbungen für das Jahr 2010 sind bis zum 30. 9. 2009 an das LCB zu richten und sollten folgende Informationen enthalten: vollständige Anschrift mit Telefonnummer und E-Mail-Adresse, Kurzbiographie, beruflicher Werdegang, Verzeichnis bisheriger Veröffentlichungen, kurze Darstellung der Arbeitspläne in Berlin, gewünschte Aufenthaltszeit (und Alternativtermine) im Jahr 2010.

Bewerbung per e-mail an Jürgen Jakob Becker, becker@lcb.de

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Ausschreibung 3 : Übersetzungsförderungsprogramm für Belletristik aus den Ländern Mittel- und Osteuropas

Bis zum 15. September 2009 können sich Verlage beim Literarischen Colloquium Berlin um Fördermittel für literarische Übersetzungen aus den Literaturen Mittel- und Osteuropas bewerben. Um den Zuschuss aus dem Übersetzungsförderungsprogramm können sich Verlage mit Buchprojekten bewerben, die sich noch nicht im Druck befinden. Die Höhe der finanziellen Unterstützung bewegt sich ggf. zwischen 50 % und 90 % der Übersetzungskosten. Das Übersetzungsförderungsprogramm besteht seit 1993 und arbeitet mit Geldern des Auswärtigen Amts und der Stiftung Pro Helvetia. Seither wurden mehr als 250 Publikationen gefördert.

Infos unter www.lcb.de

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Ausschreibung 4 : Walter Serner- Preis 2009

Das Kulturradio des RBB und das Literaturhaus Berlin schreiben den Walter Serner-Preis 2009 aus. Autoren werden eingeladen, eine unveröffentlichte Kurzgeschichte einzusenden, die vom Leben in den grossen Städten erzählt und nicht länger als 7 Seiten ist. Der Name des Autors sollte nicht auf dem Manuskript vermerkt werden, sondern auf einem beigefügten Blatt. Die eingereichten Manuskripte werden nicht zurückgeschickt, sondern unter Berücksichtigung des Datenschutzes nach Beendigung des Wettbewerbs vernichtet. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird Ende November im Literaturhaus Berlin verliehen. Die Teilnahme von rbb-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern ist ausgeschlossen. Weitere Infos unter http://www.literaturhaus-berlin.de/ > news

Einsendeschluss : 15. September 2009 – Einsendungen an Kulturradio des RBB , Stichwort : Walter Serner-Preis – Masurenallee 8 – 14 – 14057 Berlin

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URHEBERRECHT

Google Books

Google Books 1 : Börsenverein warnt vor Monopol bei Digitalisierung von Bibliotheksbeständen ( bb , 20. 8. 09 )

Der Börsenverein begrüßt Bemühungen, ältere urheberrechtlich nicht mehr geschützte Buchbestände über das Internet zugänglich zu machen. Allerdings wertet er die Unterstützung der Internet-Bibliothek von Google durch die EU-Kommission und große EU-Mitgliedstaaten als falsches Signal.

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Google Books 2 : Ausgerechnet die Bibliothèque Nationale schliesst Digitalisierung ihrer Bestände durch Google nicht aus ( bb , 19. 8. 09 )

Ausgerechnet die “Bibliothèque nationale de France” , deren damaliger Leiter Jean- Noël Jeanneney eine vieldiskutierte Kampfschrift ( 2005 ) gegen das Digitaliserungsprojekt von Gggole veröffentlicht hatte , räumt unter Jeanneneys Nachfolger Bruno Racine ( seit April 2007 ) die Möglichkeit ein , Google einen Teil der Bestände zu überlassen :

Man habe noch keine Vereinbarung mit Google unterzeichnet, schliesse aber auch keine Partnerschaft aus, die der Digitalisierungsstrategie des Kulturministeriums entspreche. Voraussetzung sei zudem, dass der kostenlose, freie Zugang zu ausschließlich rechtefreien Werken respektiert würde. Wie die “Times” berichtet, hätten ausschließlich finanzielle Gründe den Ausschlag für den Richtungswechsel gegeben. Frankreich habe nur fünf Millionen Euro pro Jahr für das Google-Gegenprojekt “Gallica” ausgegeben – die BNF benötige aber allein für die Digitalisierung der Bestände von 1870 bis 1940 bis zu 80 Millionen Euro.

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Google Books 3 : La BnF se livre à Google ( Pierre Assouline , 18. 8. 09 )

Genau in die oben angedeutete Kerbe schlägt französische Kolumnist Pierre Assouline und bezichtigt die Nationalbibliothek billiger Euphemismen . An Jean-Noël Jeanneneys Stretschrift erinnernd , wählt Assouline bellisitisches Vokablular um das Überläufertum der BnF an den Gegner Google zu extrapolieren :

Il aura donc fallu quatre ans pour que la Bnf passe de la résistance à la collaboration.

Die angebliche Gratis- Kultur sei nur um den Preis des Verlustes der einmahligkeit der BnF zu haaben .

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Google Books 4 : Buchverlage reichen Einwände gegen Google Books bei Gericht ein ( heise , 1. 9. 09 + Golem , diverse )

Grossartig : Wenige Tage vor Verstreichen der Eingabe- Frist am 4. 9. formulieren Verlage , Akademiker und sogar die deutsche Bundesregierung gerichtlich Einwände . Merk’s : Der langen Reden kurzer Sinn lautet schlicht “Zeitdruck” :

Der Börsenverein des deutschen Buchhandels hat gestern zusammen mit internationalen Verlagen einen Schriftsatz mit Einwänden (PDF-Datei) gegen die Einigung von Google mit Urheberrechtsinhabern über das Buchdigitalisierungsprojekt eingereicht. Die vom Börsenverein vertretenen Verlage und Buchhändler meinen, der vorgesehene Vergleich verstoße gegen Grundprinzipien des Urheberrechts. Er missachte beispielsweise die Ausschließlichkeitsrechte der Autoren geschützter Werke und setze einen Registrierungszwang für den Schutz von Urheberrechten voraus. Außerdem seien europäische Verlage über das sogenannte Settlement nur ungenügend informiert worden .

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Google Books 5Google Book Search Settlement Agreement – Basics

Google Books

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Kulturflatrate , ein Missverständnis ( Fritz Effenberger , TP , 2. 9. 2009 )

Eine “Kulturflatrate” vulgo “Pauschalabgabe” auf CD- Brenner , Rohlinge etc . wird derzeit aks Kampfbegriff gege “Piraterie” , “illegale Downloads” , P2P- Tauschbörsen etc . ins Treffen geführt . Dabei entspricht eine solche Abgabe nichts anderem als der herkömmlichen Abgabe auf Leerkassetten und Kopiergeräte , welche mittelbar dne Verwertungsgesellschaften abuführen sind , letztlich den Autoren , Musikern etc. wiederum in aliquoten Anteilen zugute kommen .

Das Märchen vom Umsatzverlust durch Tausch und Kopie hatte schon im Analogzeitalter kein Faktenfundament, ebenso wenig in der Digitalära: Ein negativer Zusammenhang zwischen Kopie (P2P) und Umsatz mit Kulturdatenträgern und vergleichbaren Produkten wurde nie nachgewiesen. Hometaping hat die Musik nicht gekillt, können wir mit der preisgünstigen Schadenfreude einer technischen Folgegeneration resümieren. Und P2P auch nicht. Trotzdem müssen Kreative für die Nutzung ihrer Werke im Internet entlohnt werden. Nicht per “Kulturflatrate”, sondern durch die Pauschalabgabe auf kommerzielle Internetangebote.

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MEDIEN

Verlage beuten freie Journalisten aus – Meister der Enteignung ( Kai Schächtele , taz , 17. 8. 09 )

Kai Schächtele , Vorsitzender von Freischreiber, dem vor einem Jahr gegründeten Berufsverband freier JournalistInnen , mokiert sich über Hubert Burdas Appell an die Öffentlichkeit Obrigkeit , der “schleichenden Enteignung” der Verlage durch Aggregatoren wie Google- News Einhalt zu gebieten .

Was Burda in seinem Hilferuf verschweigt: Die Rechtsabteilungen der Verlage haben in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Kreativität an den Tag gelegt, um selbst zu Meistern der Enteignung zu werden – im Umgang mit ihren freien Journalisten. Man kann es nicht anders als bigott nennen, wie Verlagsverantwortliche derzeit Politik in eigener Sache machen: Sie beschweren sich über die vermeintliche Enteignung durch Google, zwingen ihren Autoren aber gleichzeitig Total-Buy-Out-Verträge auf, mit denen sie sich sämtliche Rechte an deren Stücken sichern. Diese Knebelverträge machen es möglich, eingekaufte Texte beliebig oft zu benutzen und weiterzuverkaufen, ohne dass die Autoren davon profitieren.

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Sind Zeitungen systemrelevant ? Jounalismus zwischen Morgen und Grauen ( Heribert Prantl , Blätter für deutsche uns internationale Politik , 08 | 2009 )

Ich frage mich freilich, ob es sich nicht auch der Journalismus angewöhnt hat, sich selber gering zu schätzen. Geht nicht womöglich von der Presse selbst mehr Gefahr für die Pressefreiheit aus als vom Gesetzgeber? Ich glaube ja: Die wirklich große Gefahr für den Journalismus hierzulande geht vom Journalismus, von den Medien selbst aus – von einem Journalismus, der den Journalismus verachtet; von Verlegern, die ihn aus echten oder vermeintlichen Sparzwängen kaputtmachen, von Medienunternehmern, die den Journalismus auf den Altar des Anzeigen- und Werbemarktes legen. (…. )

Gegen Datentrash hilft, wie gesagt, nur Reflexion und Hintergrundbildung. Das muss die Zeitung bieten. Mit einem allmählich verdummenden Journalismus kann man das aber nicht leisten. Ein Billigjournalismus ist zum Wegwerfen, nicht zum Lesen. Wenn sich eine Zeitung an Anzeigenblättern orientiert, ist sie keine Zeitung mehr, sondern eben ein Anzeigenblatt, das nicht einmal mehr ausreichend Anzeigen kriegt.

Weil der Journalismus kein Billigjournalismus sein darf, kann es auch nicht mehr lang gutgehen, dass Zeitungen ihre wichtigsten Stücke im Internet verschenken. Das ist eine, im Wortsinn, Selbstpreisgabe.

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Digitalisierung als Kulturelle Atomkraft ( Peter Glaser , BZ , 25. 8. 2009 )

In der derzeitigen Remix- und Mashup- Kultur werden bisherige statische Entitäten wie “die Zeitung” , “die Platte” in Einzelartikel , Tracks , Zitate zersprengt und in einem unendlichen sowie ubiquitären Prozesse neu vermengt . Peter Glaser entlehnt seine Metaphorik von “Atomisierung” und Neuer Molekülbildung der Physik :

Mit der Digitalisierung gehen immer mehr Dinge, die zuvor an bestimmte unaustauschbare Materialien gebunden waren, in einen neuen Aggregatzustand über. Kulturdinge im weitesten Sinn – aus Zeichenbrettern, Tonstudios, Fernsehern, Büchern, you name it – werden Daten. Diese digitale Substanz hat eine grundlegend neue Leichtigkeit. Die digitalen Dinge lassen sich ungleich leichter bewegen als zuvor, weltweit senden, empfangen, verändern, kopieren, mit anderen teilen, remixen. ( … ) Aber mehr und mehr werden auch die einzelnen Texte, Meldungen, Stories zu Tracks. Denn sie werden nicht mehr nur an der Quelle gelesen, sondern zunehmend weitergereicht, verteilt, via Facebook empfohlen, gediggt, reblogged und weiter atomisiert zu Zitaten und Ausschnitten. Dieses Gewimmel beginnt seine neuen Molekülformen gerade erst zu ertasten.

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Stell dir vor, es gibt Medien , und keiner schaltet sie ein“Ich könnte einen Nazi umdrehen” – Willi Winkler im Gespräch mit Alexander Kluge ( SZ , 28. 8. 09 )

Kluge: ( … ) Das Medium sind die Zuschauer, die Nutzer. Ohne die Phantasie des Zuschauers funktioniert der ganze Apparat nicht. Das war zwar immer so, aber das war verborgen. Das bisherige Programm wird von oben nach unten ausgestrahlt. Wenn das Online-System nicht in den Besitz von Konzernen kommt, funktioniert es auch von unten nach oben.

SZ: Der alte Traum, den Sie als Schüler Adornos verfochten haben, wäre also endlich wahr geworden: die Demokratisierung der Öffentlichkeit durch die Medien .

Kluge: Als Potential tritt es hervor, als Rohstoff. Gelungen ist es bisher nicht. In den Köpfen steckt noch das ganze konservative Pflichtprogramm mit seiner Ideologie. Die Mehrheit will das Immergleiche sehen, also zum Beispiel Pornographie. ( … ) Bei YouTube ist es zeitweise anders. Man darf noch nicht jubeln, aber dort wird die Enzensberger’sche Radiotheorie vorgeführt.

SZ: Sie nehmen es mir vom Zettel. Ich hatte mir aus seinem “Baukasten zu einer Theorie der Medien” von 1970 aufgeschrieben: “Das offenbare Geheimnis der elektronischen Medien, das entscheidende politische Moment, das bis heute unterdrückt oder verstümmelt auf seine Stunde wartet, ist ihre mobilisierende Kraft.” Dafür müsste man die Medien erst besitzen. Ohne ihren Besitz komme ich nicht zu Wort.

Kluge: Besitz ist ein großes Wort. In Wirklichkeit gehören die Medien den Menschen selber. Man kann sie immer nur leihen.

SZ: Aber um produzieren zu können, müssen Sie am Pförtner vorbei.

Kluge: Gegen die Macht eines Leitmediums hilft kein Schriftverkehr, dagegen kommt man nicht mit Artikeln, mit Kritik an, sondern nur mit Gegenproduktion. Zur Gegenproduktion gehört, dass man die Medien, die es gibt, wörtlich nimmt. Sie gehören den Menschen, die sie nutzen. Wenn die nicht einschalten, dann gibt es das Medium gar nicht .

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LITERATUR – TERMINE – PREISE

SWR- Bestenliste September 2009
1 – Herta Müller – Atemschaukel , Hanser ( Mittelschwere Lektüre )
2 – Norbert Zähringer – Einer von vielen , Rowohlt ( Mittelschwere Lektüre )
3 – Nora Bossig – Webers Protokoll , Frankfurter Verlagsanstalt ( Mittelschwere Lektüre )
4 – Peter Stamm – Sieben Jahre , S. Fischer ( Leichtere Lektüre )
5 / 6 – Lars Gustafsson – Frau Sorgedahls schöne weiße Arme , Hanser ( Leichtere Lektüre )
5 / 6 – Rudolf Kries – Die Toten sind immer die Anderen , Landtverlag ( Mittelschwere Lektüre )
7 – Ulrike Kolb – Yoram , Wallstein ( Mittelschwere Lektüre )
8 / 10 ex aequo :
Inge Jens – Unvollständige Erinnerungen , Rowohlt ( Mittelschwere Lektüre )
Detev von Liliencron – Ausgewählte Werke , Wachholtz Verlag ( Leichtere Lektüre )
Kathrin Schmidt – Du stirbst nicht , Kiepenheuer & Witsch ( Mittelschwere Lektüre )

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Thomas Stangl erhält “manuskripte”- Preis ( HVÖB , 21. 8. 09 )

Thomas Stangl erhält den mit 12.000 Euro dotierten “manuskripte“- Preis des Landes Steiermark für sein literarisches Werk . Die Preisverleihung findet am 18. September 2009 in Graz statt . Die Laudatio hält Paul Jandl .

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Berlin : Lieblingsort der Verlage ( Tagesspiegel , 5. 8. 09 ) – In puncto lokaler Objektwahl sind sich “Majors” und “Independents” einig

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Zur sozialen Lage der Künstler und Künstlerinnen in Österreich ” ( BMUKK , Oktober 2008 )

Kurz- und Endberichte der im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht , Kunst und Kultur vom Wiener Forschungsinstitut L&R Sozialforschung durchgeführten Studie .

Sparten

Tabelle aus dem Endbericht : Kunstsparten

Kurzbericht factbox

Factbox Soziale Lage , Kurzfassung

Vgl. dazu :

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Wien : paraflows 09

Das Festival für Digitale Kunst und Kulturen steigt mit Ausstellung , Syposium und Performances zum Thema “URBAN HACKING” von 10. bis 20. September 2009

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WEBLITERATUR

100 Tage “Unendlicher Spass

www.unendlicherspass.de/ als Weblog und Reading Room der Kiepenheuer & Witsch- Ausgabe von David Foster Wallace’s Infinite Jest : Deutlich am FAZ- Littell- Reading Room orientiert , dürfen sich einige Vierzig handverlesene Autorinnen und Autoren zum eben ausgelieferten Bihänder äussern . Und zwar genau 100 Tage lang , also seit 24. 8. bis zum 1. 12.

Bislang wurde noch nicht viel Relevantes gesagt , sondern mehr das physische Objekt des Buches und der spiralig selbstreferentielle Plot aus gewissem Sicherheitsabstand betrachtet . Elmar Krekeler tut sich dabei mit täglichen Petitesssen eher unvorteilhaft hervor .

Hier die Liste der Vor- Lesekünstler|innen für 1 guten Werbegag Erkenntniszweck : Alban Nikolai Herbst / Andrea Köhler / Annett Gröschner / Christoph Ribbat / Elmar Krekeler / Frank Heibert / Georg Diez / Georg Klein / Georg M. Oswald / Guido Graf / Hanno Millesi / Hans Wedler / Harald Staun / Helge Malchow / Iannis Goerlandt / Jan Böttcher / Johann Christoph Maass / Jörg Albrecht / Klaus Brinkbäumer / Kolja Mensing / Marcus Ingendaay / Matthias Altenburg / Monika Rinck / Norbert Niemann / Norbert Zähringer / Renate Baricz / René Hamann / Robert Michael Wenrich / Sebastian Fasthuber / Stefan Beuse / Svealena Kutschke / Thomas Hettche / Thomas Klupp / Thomas Meinecke / Thomas Pletzinger / Thomas von Steinaecker / Tilman Rammstedt / Ulf Stolterfoht / Uljana Wolf / Ulrich Blumenbach / Ulrich Schlotmann / Wieland Freund / Wolfgang Hörner

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early bird

The early Bird ... via

DIGITALE INNOVATION

Niels. C. Taubert : Die Wahrheit zwischen Gutenberg-Galaxis und World Wide Web – Wissenschaft und Open Access

Eine differenzierte Vermessung realer und symbolischer Kapitalien ( Gegenworte via Eurozine)

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Literatur rechnen – Lektüre im Computerzeitalter ( Gerhard Lauer , FAZ Geisteswissenschaften )

Über den Aufstieg der Computerphilologie . Statistik, Volltext , Indexierung sind frelich nicht jedermanns Sache

Längst sind vor allem die Sprachwissenschaftler viel weiter als die Literaturwissenschaftler gegangen und haben beispielsweise die Entwicklung des Lexikons einer Sprache wie die des Englischen über Millionen von Worten und Hunderte von Jahren hinweg untersucht, um herauszufinden, welche Gesetzmäßigkeiten die lexikalische Evolution der indo-europäischen Sprachgeschichte antreibt. In solchen und anderen Untersuchungen geht es um nicht weniger als um Gesetzmäßigkeiten der kulturellen Evolution. Wer aber von Gesetzmäßigkeiten in kulturellen Dingen spricht, der verlässt die Aufteilung der wissenschaftlichen Welt in die zwei Kulturen, hier die auf Verstehen ausgerichteten Geisteswissenschaften, dort die nomothetischen Naturwissenschaften.

Die Digital Humanities, wie diese rechnenden Geisteswissenschaften genannt werden, scheren sich nicht um solche Grenzpfähle. Kein Zufall, dass solche Aufsätze in Zeitschriften wie Nature oder Science erscheinen und selbstverständlich Statistik und mathematische Modelle nutzen. Eine um methodische und theoretische Lagerbildung unbekümmerte Wissenschaft wird hier sichtbar.

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The Nielsen revolt- Jeff Jarvis ( buzzmachine )

Längst pfeifen es die Mediengurus von den Dächern , dass der Zählzwang und die Click- Statistik längst beim alten Eisen der Evaluierungsmethoden für Web- Angebote liegen : Ein fragmentierter Medienmarkt , Angebote “on demand” sowie ein weitverzweigt- individualisiertes System von “Nischen”- Inhalten machen das Click- Counting bald obsolet . “audience size matters less” :

The presumption of old media was that everyone in the audience saw every advertisement and that’s why ads were bought on the basis of the size of the audience. Size mattered. But today, what advertisers really want is verification that their ads reached the audience they were sold – not just in size but in relevance.

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SOCIAL NETWORKS

Internet saves the Radio Star ( Sebastian Loudon , Matthias Writze , Branchenmagazin Bestseller 07+08/09 , 24. 8. 09 )

Entgegen den Thesen vn der Medienkonkurrenz im Feld der Aufmerksamkeitslökonomie erweisen sich Social Networks wie Facebook und Twitter sogar als probate Mittel , gleicherweise Masse wie Nische zu erreichen und an Radiosender zu binden . Als Paradebeispiel gilt der Jugensender FM4 mit “mehr als 1.700 Followern bei Twitter” . Über Sreaming- Angebote lassen sich zB. Musik- oder Informationsprogramme auch auf Minderheiten hin “spitz positionieren” : “”Radio muss nicht mehr aus einem Radiogerät kommen”.

“Wir haben schon sehr früh auf den Community-Faktor unserer Website gesetzt, weil dieser lebendige Rückkanal für einen Radiosender extrem befruchtend sein kann”, sagt FM4-Chefin Monika Eigensperger. Neben den offiziellen FM4-Tweets “zwitschern” auch zahlreiche FM4-Sendungsmacher persönlich … . So einen persönlichen Absender sieht Eigensperger als zentrales Erfolgsmoment jeglicher Web-2.0-Aktivität: “Man darf das ja nicht mit einem Werbemedium verwechseln”: “im Web geht es um ehrliche Kommunikation, wo man sehr aufpassen muss, welchen Kanal man wofür nutzt.” Tabu sei es, laut Eigensperger, platte Promotions auf Twitter oder Facebook zu platzieren, was aber sehr wohl gut ankomme, seien exklusive Veranstaltungstipps für die “Crowd” im Internet.

( … ) “In der heutigen Zeit geht nichts mehr an Social Networks vorbei”, sagt auch Aline Basel, Geschäftsführerin von Radio Energy. Sie selbst sei begeisterte Facebookerin und sie nütze die Plattform auch, um mit ihren Kunden in Kontakt zu bleiben. “Ein Medienunternehmen muss sich überall dort befinden, wo Kommunikation passiert”, argumentiert Basel ähnlich wie Ö3-Mann [ Albert ] Malli.

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Soziale Netzwerke als Kunden- Zubringer und Traffictreiber für “traditionelle” Medien ( Netzökonom Holger Schmidt , 27. 8. 2009 )

Wie wichtig die sozialen Netzwerke als Traffictreiber für die Medien schon geworden sind, zeigt auch die Analyse des “Upstream Traffic” also der Seiten, die zuvor besucht wurden. Zwar werden in diesen Zahlen nicht nur die direkten Links auf die Medieninhalte, sondern auch die davon unabhängigen Besuche erfasst, doch zeigt sich klar, dass Facebook der Website des Fernsehsenders CNN schon einen beachtlichen Teil des Traffics zuführt und damit die Abhängigkeit von Google mindert.

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Social Media Circle of no L

Social Media Circle of no Lifevia recoveing lazyholic

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BLOGISM

Lars Gustafsson bloggt larsgustafssonblog.blogspot.com/ the remains of the day & Gelegenheitstexte

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Chris Randalls Open Letter To New Blogger Dude … ( analog industries )

macht rüde Schluss mit Verdienstphantastereien via Adsense , Linktausch und ähnlichen Schmarrn . Riebe man manchen deutschsprachigen SEO- Heinis gerne mal unter die Nase [ exolicit ] .

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Ranking 1 ( to whom it may concern)

Time Magazine : 50 Best Websites 2009

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Ranking 2 ( are rankings still of any interest ? ) :

Time Magazine : 25 Best Blogs 2009

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Ranking 3 ( die üblichen Verdächtigen , mittlerweile ohne Technorati ermittelt ) : i

Deutsche Blogcharts Top 100| Ausgabe 33/2009 vom 19. 8. 09 )

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TWITTER

Pierre Boudieu twittert

und bietet ein reichhaltiges Online- Textarchiv (in spanischer Sprache ) . Von dem enormen Text- und Theorie- Steinbruch @ a.aaaarg.org fangen wir hier lieber gar nicht erst an . Lektüren für ein Jahrhundert .

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Längstes Twitter- Poem der Welt

Reimzwang bei Tweet- Drang : Andrei Gheorghe komponiert aus dem Kurzpost- Eingang laufend ein Riesengedicht , welches sich überraschend The longest Poem in the World nennt . Das kompilierte Unding wächst – will man dem Verfasser glauben – täglich um 4.000 Verse :

The Longest Poem in the World is composed by aggregating real-time public twitter updates and selecting those that rhyme. It is constantly growing at ~4000 verses / day. You can see more verses by clicking the three dots at the bottom (• • •) – Made by Andrei Gheorghe

Einen poetischeren Titel als den Guiness Book of Records- tauglichen trägt das elektronische Epos bis dato nicht , dafür ist jeder einzelne Vers mit seinem Quell- Tweet verlinkt . Stand des reichlich chaotischen Opus’ ( 3. 9. 04:50 ) : 394.454 Verse . ( via netpoetic )

thelongestpoem.png

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Twitteroper für das Royal Opera House in London

Wirrer Plot , bedauernswerte Dramaturgen , verzeifelnder Komponist : Via Twitter- Account @youropera soll ein Libretto aus der Weiheit der Vielen entstehen . Hier die per Pressemitteilung zu “world’s first online opera story” . Wieweit das Kollaborativ- Werk gediehen ist , erweist die bisherige Storyline . Ausscnitte aus dem oninösen Opus gibt es kommendes Wochenende beim Deloitte Ignite- Festival (4 .- 6. 9. ) zu hören . Dann wird man ermessen können , inwieweit Daniel Weber mit seiner Glosse “Belcantogezwitscher” ( medienspiegel ) ins Schwarze getroffen haben wird :

Die Nachricht kam aus der Tiefe des Sommerlochs: Das traditionsreiche Royal Opera House in London gibt die erste Twitter-Oper der Welt in Auftrag. Die Twitterati seien aufgefordert, hiess es in der Pressemeldung (PDF) des ROH vom 7. August, für das Libretto all ihre creative juices strömen zu lassen. Die Vorgabe war schlicht: One morning, very early, a man and a woman were standing, arm-in-arm, in London’s Covent Garden. The man turned to the woman and he sang .... Was die Twitterer daraus machen würden ? Twitterdämmerung ? Twitterata ? Don Twitter ? Madame Twitter ? Twitterdot ? The Twitter of Seville ?

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ZITIERT

Auf die ausgesprochen zwiespältige Frage, ob es ein Recht auf Dummheit gibt, folgt eine schon eher zu beantwortende Frage, nämlich die, ob es ein Recht auf Verdummung gibt.

Georg Seeßlen : UND TÄGLICH GRÜSST DIE DUMMHEIT ( Das Schönste an Deutschland ist die Autobahn )

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2 Responses to LinkListe , in|ad|ae|qu|at
  1. Herr H
    September 3, 2009 | 10h27

    Huch, da haben Sie doch in Ihrer bezaubernden Linkliste den besten Text des Jahres 2009 vergessen

    http://sturznest.twoday.net/stories/ellke-erzaehlt/

  2. admin
    September 4, 2009 | 07h12

    als administrator konnte ich diesen reizenden querverweis nur ganz knapp vor unserem “Akismet” retten…

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