NEUES VON FREUNDEN

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Hankde_Handschrift_Österreichisches_Literaturarchiv ( Click to XL )

Arbeitsmappe “Mein Jahr in der Niemandsbucht” ( Österreichisches Literaturarchiv )
Abbildung aus : Profile 16 – Peter Handke : Freiheit des Schreibens – Ordnung der Schrift
Herausgegeben von Klaus Kastberger , Zsolnay 2009

Nachdem die Streikposten des Betriebsrats von in|ad|ae|qu|at gestern gnadenlos willige Mitarbeiter am Betreten des Betriebsgeländes hinderten ( siehe Meldung @ Facebook vom 28. 9. ) , ja schliesslich sogar Zahnärzte und Dentisten gegen die Belegschaft in Stellung gebracht wurden , konnten die montäglichen Buchvorstellungs- Termine nicht angemessen kommuniziert werden . Es hatte sich um Reinhard Kaiser-Mühleckers Lesung aus “Magdalenaberg” ( Hoffmann und Campe ) im Wiener Literaturhaus gehandelt sowie um die von Franz Schuh sekundierte Premiere von Peter Roseis düsterem Nachkriegs- Panorama “Das grosse Töten” ( Residenz- Verlag ) im Literarischen Quartier ( > Rezension ) . Noch ist die Kontroverse @ in|ad|ae|qu|at nicht gänzlich ausgefochten : der Mindestforderung nach fünf ( statt wie bisher drei ) Stunden Schlaf kann nicht kampflos stattgegeben werden .

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WIEN | HANDKE , AUSGESTELLT

czz-neuesvonfreundenMit Spannung darf man die deute im Literaturhaus zu eröffnende Handke- Ausstellung erwarten : Als “Peter Handke : Werkschau – Manuskripte und Fotos aus fünf Jahrzehnten” in Kooperation mit den Österreichischen Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek erarbeitet , erlauben Werkmaterialien und Fotos aus dem Ende 2007 ( beiläufig um schlappe 500.000 Euro ) angekauften Vorlass Peter Handkes manchen Blick in die Werkstatt des mitunter unbequemen Expatriate . Unsere besondere Hoffnung gilt den Bilddokumenten der sechziger und siebziger Jahre im Hinblick auf die notorisch grellen Outfits des Dichters.

Eröffnet wird die Schau ( zu welcher begleitend ein Profile- Band “Peter Handke. Freiheit des Schreibens – Ordnung der Schrift” bei Zsolnay erschienen ist ) am Dienstag durch die Kuratoren Klaus Kastberger , Katharina Pektor und Astrid Wallner . Darüber hinaus ist die unbedingt sehenswerte Filmaufzeichnung der 2. Vorstellung der von Claus Peymann 1966 in Frankfurt inszenierten “Publikumsbeschimpfung” ( leider nur ) in Ausschnitten zu sehen . Wir hoffen in|ad|ae|qu|at , dass dem Wiener Publikum die Applaus- Szene mit dem schüchtern- grantigen Dichter im Psychedelic- Hemd nicht vorenthalten wird.

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WIEN | LITERATURZEITSCHIFTEN : IDIOME

czz-neuesvonfreunden2007 in Wien und Berlin gegründet , wendet sich die hier bereits mehrfach vorgestellte Zeitschrift “IDIOME – Heft für Neue Prosa” gegen die gängigen , marktbestimmenden Dichotomien von “Lyrik” und “Prosa” sowie “experimenteller” versus “narrativer” oder “diskursiver” Literatur . Dass in den mit den bestehenden “Warengruppen” inkompatiblen Zwischenräumen sehr viel Aufregendes an Textgestalt (ung) möglich sei , sollen die unothodoxen , selbst- , sprach- und formreflexiven Texte der “IDIOME” beweisen . Herausgeber Florian Neuner :

Dem Vorwurf des Elitären halten wir entgegen, dass die Simplizität der Mainstream-Literatur doch nur ein Abbild des beschränkten Bildes sein kann, das sich Schreibende von ihren Lesenden machen. Wir möchten daher Prosa vertreten, welche die Sprache als Material behandelt, reflektiert und nicht deren unproblematisches Funktionieren zugrunde legt; die einen kritischen Metadiskurs über narrative Strukturen führt.

Am Mittwoch stellt Florian Neuner die Numero Zwei des herrlich hellgelben Heftes vor . Exemplarisch lesen Chris Bezzel , Ingo Springenschmid und Liesl Ujvary aus Prosaarbeiten , welce die üblichen Kategorisierungen von “Roman” , “Erzählung” und “Essay” verweigern .

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WIEN | DONNERSTAG | SPRINGENDER PUNKT

czz-neuesvonfreundenImmerhin der Premiere einer Neuerscheinung kann man noch beiwohnen , sollte zuvor allerdings seine ( geistige ) Beweglichkeit ein wenig trainieren : gilt des doch , Friedrich Achleitners “springendem Punkt” in manche spitz glossierte Aberwitzigkeiten des öffentlichen Sprachgebrauchs zu folgen .

der springende punkt ( Zsolnay ) versammelt Prosa der vergangenen drei Jahre, die Achleitner für die Tageszeitung Der Standard geschrieben hat. Die Texte drehen sich um Kurzschlüsse und Leberwürste, berichten vom Verein freischaffender Snobisten, zeigen Duck- und Tüchtigkeitsfehler auf und führen plausibel vor Augen, wie es mit Hilfe von Fenstertagen gelingen kann, Atheisten von der Notwendigkeit eines heiligen Jahres zu überzeugen.

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WIEN | DONNERSTAG : KULTURWISSENSCHAFTLICHES OPENING

czz-neuesvonfreundenIn schöner Tradition lädt das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften mit der beginnenden akademischen Saison in sein Haus , um Freunden und Sympathisanten , Ehemaligen und Optativen die für ein Semester bzw. für ein Jahr im Wolkenkuckucksheim an der Reichsratsstrasse gastierenden Stipendiaten | Fellows vorzustellen . Die jährliche Vernissage ( diesmal : Julia Grandegger und Ernst Koslitsch , Fotografie ) und Thomas Miessgangs DJing mögen multilateralen ( Wieder- ) Begegnungen förderlich sein .

Hier nur ein kurzer Rudnumdblick im Kreise auf die forschenden Gäste . Senior Fellows 2009 |2010 :

  • Philippe Despoix – Professor für vergleichende Medien- und Literaturwissenschaft – Université de Montréal
  • Suzanne Romaine – Professorin für englische Sprache – Universität Oxford
  • Thomas Weitin – Professor für Neuere deutsche Literatur im europäischen Kontext – Universität Konstanz

Research Fellows Wintersemester 2009 | 2010 :

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BERLIN | DONNERSTAG : WENDELIN SCHMIDT- DENGLER- VORLESUNG

czz-neuesvonfreundenAls Karl Wagner vor gut einem Jahr im Zuge seiner Gedenkrede auf den “letzten Professor – den im September plötzlich verstorbenen Mastermind der Neueren Österreichischen Germanistik , Wendelin Schmidt- Dengler – mit Aplomb die Einrichtung eines Wendelin Schmidt- Dengler- Stipendiums forderte

für junge osteuropäische Doktoranden und Doktorandinnen , damit diese hier in Wien ihre Forschungen zur österreichischen Literatur und Kultur vorantreiben können ,

blieb Wien das topographische Ziel des Ansinnens und Ort der Forschungsförderung .

Es muss daher umso seltsamer anmuten , dass nun ausgerechnet im Österreichischen Kulturforum zu Berlin [ sic ] jährlich eine Wendelin Schmidt- Dengler Herbstvorlesung stattfinden soll , deren erste der arrivierte Dichter Ferdinand Schmatz halten wird . Thema : “Dichtung und /als Wirklichkeit” . Wien hat derzeit offenbar anderer Anlässe zu gedenken …

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WIEN | ARNO SCHMIDT- LESUNGEN 1 + 2

czz-neuesvonfreundenMit einer weiteren Etappe auf dem Wege einer nunmehr 20jährigen performativen Auseinandersetzung mit dem Werk Arno Schmidts lassen sich Werner Hartmann und Werner Korn mit ihrem “echoraum” natürlich nicht jene Lesungstour entgehen , welche Joachim Kersten und Bernd Rauschenbach im Weichbild der CD- Einspielungen bei Hoffmann und Campe derzeit absolvieren . Wir haben ja inad|ae|qu|at ausführlich von diesen akustischen Fassungen ausführlich gehandelt .

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WIEN | ROLAND RAINER- SYMPOSIUM

Nicht verschwiegen , zumal kurz hingewiesen sei auf ein Symposium über Werk , Leben und Meinungen des Architekten und visionären Städteplaners Roland Rainer . Das Programm siehe hier bzw. hier ( PDF ) .

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KLANGAPPARAT

Wer sich an der in|ad|ae|qu|aten Neigung zum musikalisch Minimalen ( vulgo IDM ) stossen mag , dem sei dies unbenommen . Erstens veranstalten unsere “Klangapparate” hier keine grosse Show , sondern czz-hoerempfehlungsollen sich organisch ins Leben- Hören- Arbeiten fügen . Wozu auch die Selbstbeobachtung beim Lauschen bestimmter Frequenzen und Schwingungen zählt : Lässt man die nur im tiefen Frequenzbereich temperiertn Kompositionen einmal aufmerksam an sich heran , wird man nicht umhin können , eindeutig lösende Effekte im Klumpen namens “Gehirn” festzustellen .

Dies gilt umso mehr , wenn gediegene Meister der Neigungsgruppe IDM wie Alexandre Lehmann aka Zzzzra und Alex G. aka AXS gar eine ganze LP vorlegen : “Ala Ned Rex” ist im Juli bei deepindub erschienen und atmet akustische Wärmewellen in diesen hellen Herbst .

CLICK LINK TO LISTEN ( WMP )

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3 Responses to NEUES VON FREUNDEN
  1. parallalie
    September 29, 2009 | 21h33

    liebe frau zintzen,
    ich habe mir erlaubt, die niemandsbucht bei mir zu duplizieren, aus den bei mir erwogenen keineswegs hintergründigen gründen. danke abermals für Ihren hinweis.

  2. czz
    September 30, 2009 | 05h46

    @ parallie : je vorder- die gründe , desto lieber : simple lust oder désinvolture wären die bevorzugten -

  3. parallalie
    September 30, 2009 | 20h24

    disinvolto sowieso

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