||| KUNST UND DISKURS | WAR AGAINST TERROR . ART AGAINST WAR – IRAKRIEG UND KUNST | AUSTELLUNG – KÖRPER- LINIEN | AUSSTELLUNG – LESUNG – SCHMIDTS SCHWARZWEISS/AUFNAHMEN & LESUNG | AUSSTELLUNG – KAMPF UM DIE STADT | WERKSCHAU & LESUNG LIESL UJVARY | KLANGAPPARAT

© Liesl Ujvary : “interessante produktionen”
Videostill , Galerie Wechselstrom
Nach den Buchmessen Frankfurt , Basel und Wien wäre es jetzt gerde an der richtigen Zeit , sich für unaufgeregte Kulturtermine zu interessieren , bevor úns bald wieder die vorweihnachtliche Sresswelle überrollt . In Wien zumal ragt ja bespielt ja die Mutter allen Trashs aller Chriskindlmärkte den Rathausplatz . Und uch an anderen Plätzen der Stadt wird schon eifrig an der Verfertigung von Verkaufs- und Punsch- Ausschank- Büdchen gehämmert und geklopft . Rasch also die wenigen verbleibenden Alltagstage nutzen und sich ein wenig an den nachfolgend genannten Kultur- Schauplätzen umtun .
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WIEN | KUNST UND DISKURS | WAR AGAINST TERROR . ART AGAINST WAR – IRAKRIEG UND KUNST
Ausgehend von Elfriede Jelineks Texten “Bambiland” und “Babel“ veranstaltet das Elfriede Jelinek- Forschungszentrum am 17. 11. und 19. 11. 2009 zwei Abende unter dem Titel “War against Terror . Art against War – Irakkrieg und Kunst“ . Im project space karlsplatz der Kunsthalle Wien ( 17. 11 .) sowie im ORF Kulturcafé ( 19. 11. ) befassen sich KünstlerInnen , Literatur-, Film- und PolitikwissenschaftlerInnen mit folgenden Fragen :
Was bewirkt Kunst gegen Krieg ? Wie haben sich KünstlerInnen mit Krieg , insbesondere mit dem Irakkrieg auseinandergesetzt ? Inwieweit lässt sich Krieg überhaupt mit den Mitteln der Kunst darstellen ? Und wie ist das Verhältnis von Faktizität und Fiktionalität bei der Thematisierung von Krieg in künstlerischen Arbeiten zu bewerten ?
Neben Vorträgen und Diskussion , u.a. mit dem Regisseur Nicolas Stemann , liest die Schauspielerin Andrea Eckert am 19.11. aus Texten von Elfriede Jelinek , Falk Richter ( Inszenierung “Elektra“ , “UNDER ATTACK oder DIE ACHSE DES BÖSEN” , “Sieben Sekunden ( In God We Trust )” , “PEACE – the world outside is real” ) , Sherko Fatah ( “Das dunkle Schiff” ) , Ian McEwan ( “Saturday” ) und Riverbend (“Bagdad Burning . Ein Tagebuch” ) . Am 17. 11. wird Klaus Auderers Filmzyklus “tomorrow we are dead” ( 2004 ) gezeigt .
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“War against Terror . Art against War – Irakkrieg und Kunst“ ( Detailpogramm ) – project space – Dienstag , 17. 11. 2009 , 19 H + ORF Kulturcafé – Donnerstag , 19. 11. 2009 , 18 H
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WIEN | AUSTELLUNG | KÖRPER- LINIEN
Seltsam vertraut und doch auch befremdlich wollen die textilen Köperskultupturen der Künstlerin Barbara Graf anmuten . Ihre aus anthropomophen Einzelnteilen gefertigten Assemblagen scheinen sich zunächst an Schnittmuster von Kleidung anzulehnen , welche als “zweite Haut” ja bereits eine Metapher der darunterliegenden Verletzlichkeit darstellt .
Die Künstlerin zeigt Körperskulpturen, die aus geschichteten Einzelteilen bestehen. Die Begrenzung des Körpers wird durch die Hülle verschoben, erweitert und gleichzeitig stufenweise aufgelöst. Übereinander gelegte Einzelteile verjüngen sich bis zur äußersten Schicht, dabei entsteht eine Art Geländemodell mit Höhenlinien. Die mit der Nähmaschine auf den ungebleichten Baumwollstoff gestickten Körperstrukturen setzen sich auf der jeweils nächsten Schicht fort.
Angelehnt an die Farbe der Darstellung von Blutgefässen in anatomischen Atlanten und in gebrochenem Weiß werden verschiedenartige Linien in das textile Gewebe genäht: subkutane Linien, Konturen, Körperfaltenlinien oder flächig angebrachte Stepplinien, die einem Fingerabdruck ähnlich der Oberfläche eine neue Qualität verleihen. Diese mit Nadel und Faden gezeichneten Kontur- und Binnenlinien schreiben sich der textilen Hülle kartografisch ein.
Zu der im Rahmen der Gallerynight eröffneten Schau wird die namhafte Kuratorin und Theoretikerin Cathrin Pichler sprechen .
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Ausstelung Barbara Graf : “Körper- Linien” Skulpturen und Zeichnungen – Galerie Atrium ed Arte – Dienstag , 17. November 2008 , 19 H ( bis 19. 12. 2009 )
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WIEN | AUSSTELLUNG | LESUNG | SCHMIDTS SCHWARZWEISS/AUFNAHMEN UND LESUNG
Bevor die Ausstellung “SchwarzWeissAufnahme . Fotografien von Arno und Alice Schmidt” in der Hauptbücherei zu Ende geht ( 28. 11. ) und mit ihr die aparte Lesungs- Serie aus dem Werk des Meisters , sei auf die finale Veranstaltung dieser Art in dem seit gut zwei Jahrzehnten um das Schmidt’sche Werk bemühten echoraum hingewiesen . Mit Bernd Rauschenbach ist nicht nur ein profunder Kenner , sondern gleicherweise ein rezitatorischer Könner am Wort .
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Bernd Rauschenbach liest aus “Kaff auch Mare Crisium“ – echoraum , 1150 wien , Sechshauser Strasse 66 – Mittwoch , 18. 11. 2009 , 20 H
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WIEN | AUSSTELLUNG | KAMPF UM DIE STADT
Mit einer alle bisherigen Dimensionen sprengenden gross- Ausstellung wendet sich das Wien Museum auf den 2.000m² messenden Flächen des Künstlerhauses einer sozusagen hochkochenden Epoche . “Kampf um die Stadt . Politik , Kunst und Alltag um 1930 ” soll mittels 1.800 Schauobjekten ein umfassendes Zeitgeschichte- und Kulturpanorama Österreichs der 1920er- und 1930er-Jahre geben :
In einer interdisziplinären Ausstellung wird die Zeit zwischen den mittleren 1920er- und mittleren 1930er-Jahren in Österreich dargestellt – mit Fokus auf Wien: Es geht um jene entscheidenden Jahre, als die Zukunft der jungen Republik auf der Kippe stand, zwischen Demokratie und Diktatur, zwischen Aufbruch und Reaktion. Es gab keine nationale Identität, die politischen, sozialen, weltanschaulichen und kulturellen Gegensätze waren schroff und unversöhnlich, die Feindbilder zwischen Schwarz, Rot und Braun starr, die Lebensverhältnisse instabil. Wirtschaftskrisen und Arbeitslosigkeit führten zur sozialen Deklassierung und Verunsicherung breiter Schichten. Faschistoide und antisemitische Tendenzen bekamen Rückenwind, Gewaltbereitschaft und aggressive Agitation bestimmten das Klima.
Dabei bezieht sich der Titel “Kampf um die Stadt ” auf einander überlagernde Konfliktlinien :
Einerseits wurden die Straße und der öffentliche Raum zur politischen Kampf- und Aufmarschzone. Andererseits durchzog ein tiefer ideologischer Riss alle gesellschaftlichen Bereiche, nämlich der Antagonismus zwischen modernen Fortschrittskonzepten und traditionsgebundenem Verwurzelungsmythos: Asphalt gegen Scholle, Bubikopf gegen Gretelfrisur, Großstadtkultur gegen anti-urbane Ressentiments, das “Rote Wien” gegen das “schwarze” konservative Alpen-Österreich.
Angesichts der fülle von Themen und Thesen scheint ein mehrmaliger Besuch der Schau dringend angebracht . Hier der Folder zum Download ( PDF ) .
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Ausstellung “Kampf um die Stadt . Politik , Kunst und Alltag um 1930” – Wien Museum | Künstlerhaus – Eröffnung , Mittwoch , 18. 11. 2009 , 18 H ( bis 28. März 2010 )
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WIEN | WERKSCHAU & LESUNG LIESL UJVARY
Text , Musik , Radiophonie , Fotografie , Video : die Vielseitigkeit der Wiener Künstlerin Liesl Ujvary respektiert – siehe “Literatur als Radiokunst” , siehe “Salon Littéraire” – keine Genre- Grenzen . Wobei sich Ujvary kaum jemals auf gesichterten Terrains bewegt , sondern sich jeweils in den Zonen des Experimentellen .
Einen Eindruck von dieser umfassenden und tätigen künsterischen Neugierde mag jener Abend der Werkschau und des Portraits vermitteln , welchen das Literarische Quartier Alte Schmiede in Kooperation mit der Galerie Wechselstrom eingerichtet hat .
Liesl Ujvary wird dort ihr jüngstes Projekt , die Videoreihe “interessante produktionen” ebenso vorstellen wie Fotografien zeigen und Ausschnitte aus musikalischen Kompositionen präsentieren . Eine Lesung aus frühen und neuen Texten bindet die mannigfaltigen Such- und Denkbewegungen auch literarisch ein . Im Gespräch mit Ann Cotten kommen poetologische , theoretische , womöglich aus praktische Aspeke eines transdiszplinären Lebenswerks zur Sprache .
Liesl Ujvary beschäftigt sich neben dem Schreiben von Texten im engeren Sinn mit mehreren anderen Medien, vornehmlich elektronischer Musik und Fotografie. Neue technische Entwicklungen erkundet sie aufmerksam auf die Möglichkeiten des Ausdrucks, die ihnen innewohnen. Dabei entstehen Arbeiten, die die technische Matrix mit der humanen in Verbindung setzen und diese Verbindung erklingen oder erstrahlen lassen. Klarheit und Wärme resultieren aus Ujvarys Anwendung der so oft erwähnten experimentellen Auffassung der Kunst. Ihre Arbeiten sind bewundernswert, nicht, weil sie Vorgaben erfüllen, sondern weil sie intelligent und schön sind.
Während die Kernarbeit der Schriftstellerin tatsächlich das Schreiben von Texten ist, gewinnt sie in den anderen Bereichen, wo ihr die Mäander der technischen Entwicklung verlockender sein dürfen, neue Blickwinkel, reiche Anschauung. Sie weiß den ephemeren Eindruck so deutlich erkennbar zu fassen und zu zeigen, dass er dem Publikum einleuchtet, es rührt und zu – oft unsprachlichen – Erleuchtungen führt. Das ‘katamaranische Herz ‘ verrichtet demnach Kernarbeit der Kunst. ( Ann Cotten )
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Werkschau und Portrait von Liesl Ujvary – Galerie Wechselstrom , Grundsteingasse 44 , 1160 Wien in Kooperation mit dem Literarischen Quartier Alte Schmiede – Donnerstag , 19. 11. 2009 , 19 H
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KLANGAPPARAT
Ein novemberlich wärmendes und deep temperiertes Mix legen Endwise and k1Lka auf Proton Radio vor . Warme Harmonien und gut gedubte Rhythmen als glühende Linien quer durch
kühlere ( Nebel- ) Flächen . Mit dem Titel “Atmosphere” konnte man die Kompilation nicht besser benennen . Die Playlist gibt’s bei deepgoa.
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