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Franz Mon - Sichtbare Sprache



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BEVOR ES SCHWINDET

Franz Mon abstrakt

[ Franz Mon : abstrakt ]

Im Zeitalter von Photoshop , After Effects sowie des ubiquitären Layouts eines durchdesignierten Alltags scheint die “visuelle poesie” der fünfziger bis siebziger Jahre längst gegessen . Anders und nach einem Diktum Elfriede Gerstls formuliert : Seit den sechziger Jahren sahnt speziell die Reklame systematisch die Erkundungen und Experimente der Avantgarden ab .

Im Kontext des “Radical Advertising” - wie im NRW- Forum Kultur und Wirtschaft Düsseldorf bis 18. August zu sehen - sieht die klassische Avantgarde oft “alt” aus . - Um die Verfasstheit des jetzt scheinbar so Selbstverständlichen zu erkennen , ist ein ‘back to the roots’ unabdingbar .

Das hat weniger mit Kunst- Nostalgie oder einer Verklärung des “Avantgarde”- Begriffes zu tun als mit der Sicherung eines vorgängigen Quellcodes , dessen gefällige Interfaces unsere Zeitgenossenschaft illustrieren . Dies betrifft optische Gestaltungen ebenso wie akustische : Wer die frühen Artikulations- und Mundhöhlenerkundungen Franz Mons oder Henri Chopins einmal wahrgenommen hat , wird sich von neuerdings als “radikal” verbratenen Sound- , Kunst- und Musikdarbietungen weniger beeindrucken lassen . Beziehungsweise wird in den Stand gesetzt sein , diese historisch zu kontextualisieren und kulturgeschichtlich zu verorten .

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ZU SEHEN : IN ERLANGEN

Franz Mon Hommage A Karl Valentin

[ Franz Mon : Hommage à Karl Valentin ]

In Korrespondenz zum Erlanger Poetenfest wurde in der Städtischen Galerie die Ausstellung “Franz Mon – Sichtbare Sprache | Verbale , visuelle und akustische Texte” eingerichtet :

Franz Mon, 1926 in Frankfurt geboren und bis heute dort lebend, gehört zu den bedeutendsten Vertretern der Konkreten Poesie. Er schreibt verbale, visuelle und akustische Texte. Seine visuellen Arbeiten wurden seit 1963 in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland, u.a. auch 1970 auf der Biennale in Venedig, gezeigt. Die retrospektive Schau zeigt Arbeiten aus allen Phasen und Bereichen seines Schaffens, darunter viele Arbeiten, die hier erstmals öffentlich zu sehen sind. Gezeigt werden u. a. die Mappenwerke ‘Makulatur’ und ‘Knöchel des Alphabets’, Arbeiten aus den Serien ‘Doppelporträts’, ‘zentrierte Collagen’ und ‘versalcollagen’, eine Auswahl aus den ‘Schreibmaschinentexten’, den ‘ideografischen Texten’ und den Schreibtexten ‘Papiergüsse’, Textfahnen und Textplakate, Diaprojektionen und akustische Installationen, ausserdem Bücher und Buchobjekte.

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ZU HÖREN : WÖRTER VOLLER WORTE

Franz Mon vetri

[ Franz Mon : vetri ]

Heute , 29. August , 19 Uhr , Markgrafentheater, Erlangen : Lesung Franz Mon und Gespräch mit Klaus Ramm

Für Franz Mon ist die Sprache ein offenes Gelände für künstlerische Grenzüberschreitungen in alle Richtungen: Sein Werk ist eines der konsequentesten, weiträumigsten und auf untergründige Weise bis heute einflussreichsten Werke der deutschen Nachkriegsliteratur. Mons Poetik nimmt die Sprache so ernst wie kaum eine andere: ‘Das Realitätsschlamassel ist auch ein Sprachschlamassel’. Im Widerspiel mit den von Franz Mon gelesenen Texten versucht der Literaturwissenschaftler und Verleger Klaus Ramm, der Poetologie von Franz Mon auf die Spur zu kommen.

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HÖREN UND SEHEN VERGEHEN

Franz Mon Mortuarium

[ Franz Mon : Mortuarium ]

Leider schon nach Ende der zeitlich äusserst knapp gehaltenen Schau - 22. bis 28. August ( ! ) wird Sonntag , 31. 8. , um 19 Uhr im Theater in der Garage das HR- Hörspiel “ausgeartetes auspunkten” ( pdf HörDat , 2007 ) aufgeführt . Der einleitender ist freilich filmisch : “Schuhe besetzen ein Haus” ( SR , 1983 ) : Immerhin spricht Franz Mon selbst zur Einführung .

Eine scheinbar ganz einfache Spielanleitung bildet das Gerüst, auf dem die Stimmen der vier Sprecher dieses vom Hessischen Rundfunk 2007 urgesendeten Hörspiels (Eva Garg, Chris Pichler, Markus Meyer und Peter Lieck) alle schauspielerischen Freiheitsgrade haben. Ihre Stimmen „verdichten/verwandeln/verzaubern/vertuschen das Gesagte“. Franz Mon hat das 40-minütige Sprachspiel selbst realisiert. Zwei der vier Premieren-Schauspieler variieren das Hörspiel live unter der Anleitung von Franz Mon. Der Abend wird eingeleitet von dem 9-minütigen Film ‘Schuhe besetzen ein Haus’ von Franz Mon, Saarländischer Rundfunk, Redaktion Kunst und Wissenschaft Klaus Peter Dencker.

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FRANZ MON IM ORF- KUNSTRADIO

Franz Mon sternförmig

[ Franz Mon : sternförmig ]

Als wir im ORF- Kunstradio als erster europäischer Sender mit 5.1- surround- Produktionen ins Studio und auf Sendung gingen , schien es uns angemessen , Franz Mon als einen der Pioniere des stereophonen “Neuen Hörspiels” ( Ende der sechziger Jahre ) als einen der ersten Gäste zu laden . In Parallelaktion zu einem “Radiokunst”- Seminar am Germanistischen Institut der Universität Wien entstand die Produktion “Käm’ ein Vogel geflogen” , wo der damals Achtzigjährige sehr munter das von ihm eingelesene modulare Textmaterial per Joystick durch den Rundum- Raum jagte . Wir servieren die knapp sechzehnminütige Arbeit aus gegebenem Anlass ( und leider in reduzierter Klangqualität ) im heutigen KLANGAPPARAT .

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LINKS

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RELATED

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KLANGAPPARAT

Franz Mon über seine 5.1- Surround- Produktion “Käm’ ein Vogel geflogen” ( Ursendung : 17. 7. 2005 ) für die Reihe “Literatur als Radiokunst” im ORF- Kunstradio :

Ich mache seit über vierzig Jahren radiophone Stücke, die für mich czz-hoerempfehlunggenau so wichtig sind wie die geschriebenen, weil ich ganz früh entdeckt habe, dass meine Stimme mit zur Substanz meiner poetischen Arbeit gehört. Die eigentliche radiophone Arbeit konnte beginnen, als die Stereophonie erfunden wurde – das war in den späteren 60er Jahren. Seitdem habe ich rund 14 Hörspiele machen können, die auf der Basis der Stereophonie zu realisieren waren. Für mich war es ein enormes Erlebnis jetzt, die neue Technik – Dolby Digital Surround – kennen zu lernen und praktizieren zu dürfen. Wir begeben uns da in eine Dimension der Stimmerfahrung und Stimmproduktion, die auch von der Stereophonie nicht erreicht werden konnte, weil ich als Sprechender wie als Hörender in einem akustischen Zentrum bin, das homogen ist mit meiner Stimmleistung und Stimmfähigkeit. In diesem Sinne haben wir das Stück ‘KÄM’ EIN VOGEL GEFLOGEN’ konzipiert und realisiert: ein Stück, das mit den Beweglichkeiten, welche die neue Technik erlaubt, arbeitet und dadurch Stimmqualitäten und Worterfahrungen ermöglicht, die bisher nicht zugänglich waren.

Franz Mon : “Käm’ ein Vogel geflogen” ( 15:44 , MP3 / WMP , Produktion ORF 2005 , Technik : Anna Kuncio )

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Gemeinwohl und Werbung : Schöne neue Welt | Textes Trouvés 7



||| GLANZ & GLORIA | GEMEINWOHL- & -GUT | FLÄCHEN & DECKUNG | LINKS | RELATED | KLANGAPPARAT

GLANZ & GLORIA

Das Feuilleton der ZEIT räsonniert derzeit über Glanz und Gloria der Celebrities sowie der allumfassenden PR- Maschinerie , ohne welche keine Kunst mehr zu Markte zu tragen sei . Angesichts Tausender Anschläge im grossformatigen Blatt fällt trotzdem eher auf , was fehlt : Dass unverkaufter Raum rar geworden ist . Ob Sportlerbrust , ob Fernsehfrust : No “NO LOGO” anymore .

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Mag der französische Staatspräsident das “Prinzip PR” für sein Privatleben wählen : Der brave Citoyen hat nicht die Wahl , privat PR- frei seiner Wege zu gehen .

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GEMEINWOHL- & -GUT

Man mag sich streiten darüber , wem der Raum des “öffentlichen Verkehrs” nun wirklich gehört : Der “Öffentlichkeit” als der Summe aller gesellschaftlichen Kräfte ( damit also auch den Unternehmen der “Werbung” ) oder dem “Gemeinwesen” im Sinne des “Gemeinguts” ( common good ) im zwiefachen Sinne des “Eigentums” ( bonum ) der sowie des “Nutzens” ( commodum ) für die Gemeinschaft .

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Thomas Assheuer ( “Siehe , ich bin dein Star” ) erinnert an Ernst H. Kantorowicz‘ “zwei Körper des Königs” , einem aus der “politischen Theologie des Mittelalters” abgeleiteten Gedanken der gleichzeitigen realen und überhöht symbolischen Auffassung der Leitfigur . Im säkularen und post- utopischen Zeitalter seien es die Celebrities , Stars und deren Glamour , welche den visionslosen Blick beseelen :

Starkult und Eventindustrie sind die Antwort. Sie bilden ein ideales Zwillingspaar, um den Bilderbedarf der Gegenwart zu befriedigen, die unersättliche Sehnsucht nach Sinn, nach intensiven Bildern und Erlebnissen. Deshalb gibt es nicht wenige Intellektuelle, die beim Triumphzug der visuellen Industrie andächtig Spalier stehen. Sie tun es, weil sie glauben, die Hauptkrise der Gegenwart bestehe schon lange nicht mehr in sozialer Ungerechtigkeit, sondern im Verlust sinnstiftender Bilder, überhaupt im Intensitätsverlust des Lebens. Utopien seien mausetot, und mit siegreichem Kapitalismus müssten wir uns leider abfinden. ( … )

Solche Intellektuelle schwärmen vom ‘Kult-Marketing’ (Norbert Bolz); andere bejubeln Politstars, Managerstars und Künstlerstars als Helden der Wiederverzauberung, die Farbe in die Profanität des Alltags bringen, nämlich die Transzendenz des Glamours. ( … ) Stars ‘interpunktieren’ die sinnlose Zeit und stiften Gemeinschaftserlebnisse; sie liefern mit den Klatschgeschichten der Boulevardpresse ‘Skripte’, deren Geschichten wir dann in eigener Regie ins Leben umsetzen sollen. Nicht zufällig enthalten diese Skripte bunte Bilder von Glück und Unglück, von Gefühl und Leidenschaft, von ‘Tragik’ und ‘Größe’.

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Zu guter Letzt bekennt sich Assheuer rhetorisch zum Prinzip Hoffnung und setzt auf den Mut zum “Trotzdem” der Kunst : Gut Humanistische Lektüre einem Blatt , dessen Online- Ausgabe den redaktionellen ‘Content’ hinter permanent beweglichen Pop- Ups , Flashs und Werbe- Bannern ( von den Bildstrecken und Advertorials ganz zu schweigen ) nach Kräften versteckt .

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FLÄCHEN & DECKUNG

Man mag den Soaps aus dem Wege gehen , Zeitgeistmagazine oder das ZEIT- Magazin “Leben” meiden : Die Gestalten der glamourglänzenden Models spuken selbst in der U- Bahn . Hier hat Assheuer im sehr buchstäblichen Sinne recht , wenn er die Ab- Klatschgeschichten des ehemals Mondänen die “Drehbücher für das gewöhnliche Leben” nennt . Die Raumregie des öffentlichen Verkehrs verfügt seine Fahr- Gäste in willkürliche Bühnenbilder .

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Woche für Woche , Linie für Linie , Kurz- oder Langstrecke : Danke , Wiener Linien , für unsere täglich neue schöne Welt .

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LINKS

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RELATED

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KLANGAPPARAT

Höchste ZEIT , das Kommode mit dem Nützlichen zu verbinden und und einen sommerlichen City- Soundtrack um die Ohren zu schlagen . Lärm gibt czz-hoerempfehlunges ja aufgrund der üblichen sommerlichen Baumassnahmen im und am öffentlichen Verkehrswesen in reichlichen Mengen zu bewältigen , resp. : zu übertönen . Für den Podcast des in New York und San Francisco situierten Metro- Mags XLR8R ( sprich “Accelerator” ) hat Niemand Geringerer als die britische Band The Orb ( = Kollektivsingular | home ) ein psychedelisch funkig flirrendes Mix zusammengestellt : “Full Orbient” dauert bedauerlich kurze 32 Minuten und neununddreissig Sekunden , “Replay” ist also angesagt . CLICK LINK TO SEE PLAYLIST AND LISTEN . |||

Saul Steinberg : Subtile Sensationen ( Grand Tour virtuelle , Etappe 1 )



||| GRAND TOUR VIRTUELLE : EXHIBITIONS SUMMER 08 | ETAPPE EINS : SAUL STEINBERG IN PARIS | THE NEW YORKER | EMPFEHLUNG | KLANGAPPARAT | LINKS

GRAND TOUR VIRTUELLE : EXHIBITIONS SUMMER 08

And here we go mit in|ad|ae|qu|ats kleiner Grand Tour durch einige Ausstellungen dieses Sommers . Deren gemeinsamer Nenner darin besteht , dass sie an jenen anderen Orten der Echtwelt sich befinden , welche uns im Real Life derzeit leider unerreichbar sind . The grass is always greener at the other side of the fence . Nun , so übergehen wir den Zwischen- Raum hiermit eben virtuell .

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ETAPPE EINS : SAUL STEINBERG IN PARIS

Girl in Bathtub 1949 The Saul Steinberg Foundation

( Girl in Bathtub , 1949 - The Saul Steinberg Foundation )

Noch bis zum 27. Juli sind in der Pariser Fondation Henri Cartier- Bresson über 100 Grafiken des zeichnenden Poeten Saul Steinberg ( 1914 -1999 ) zu sehen . Der Wiedererkennungswert der vor allem im New Yorker publizierten Zeichnungen ist hoch , nichtsdestoweniger derjeniger der - wie auf dem berühmten Portrait der österreichischen Magnum- Photographin Inge Morath in personam festgehaltenen - Masken . Die Ausstellung war zuvor bereits in der New Yorker Morgan Library und zieht dann weiter ins Kunsthaus Zürich ( 22. 8. bis 2. 11. 2008 ) , wo man bereits eine feine ( Presse- ) Bilderseite vorbereitet hat . Ein dritter europäischer Ausstellungsort soll noch bekannt gegeben werden.

The Saul Steinberg Foundation

Die beste Biographie des nahe im rumänischen Rimnicu- Sarat als Sohn eines Buchbinders geborenen Zeichners , der in Bukarest Philosophie und in Mailand Architektur studierte , bietet fraglos die Heimseite der Saul Steinberg Foundation . “Den kleinen Zusatz di razza ebraica im Abschlussdiplom hinter seinem Namen sah er als Warnung” , formuliert die bei Diogenes publizierte Biographie den Anlass , Mussolinis Italien gen USA zu verlassen . Ein Goethe’sches “Amerika , du hast es besser” wollte sich gleichwohl nicht einstellen : Es ist und bleibt der scharfe Blick des Immigranten , der die oft befremdlichen Americana diskret , aber spitz aufspiesst .

Untitled 1948 Beinecke Rare Book and Manuscript Library Yale University

( Untitled , 1948 - Beinecke Rare Book and Manuscript Library | Yale University )

Steinbergs “way of reasoning on paper” ( Steinberg über Steinberg ) scheint nicht wenige Kommentatoren - wie hier Grace Glueck in der NYT - zu einer Art sprachlichen Onomatopoesie herauszufordern :

Cartoonist-artist extraordinaire, he was a veritable Leonardo of graphic drollery. His famous New Yorker cover positioning Manhattan at the center of the world may be his best-known drawing, but he took on everything — Floridians, linguistic concepts, erotica, cowboys, Cubism, nature, architecture and women — with visual puns, manic doodles, grandiloquent calligraphy and other inspired approaches. An irresistible force, he produced no fewer than 87 covers, 333 cartoons and 71 portfolios containing 469 drawings for The New Yorker over six decades, besides hundreds of other works.

Sehr lesenswert dahingegen Ben Davis’ Aufsatz über die Zerisssenheit Steinbergs zwischen Popular- und Hochkultur , kulturindustrieller Professionalität und künstlerischer Aura .

Untitled 1961 The New Yorker July 29 1961

( Untitled , 1961 - The New Yorker , 29. 7. 1961 )

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THE NEW YORKER

View of the World from 9th Avenue 1976 Cover drawing The New Yorker March 29 1976 Saul Steinberg The New Yorker, 1976 03 29, Cover

( View of the World from 9th Avenue , 1976 - The New Yorker , 29. 3. 1976 )

Hier ein Zitat aus dem Nachruf der Zeitschrift , welche mit Steinberg ihren bedeutendsten Künstler verlor :

Syllabically, it can be said that Saul Steinberg was small and graceful, and that his face, in the fifty years he lived in New York and worked for The New Yorker, never seemed to change. ( … ) His burden was to be thought of as a “philosopher of representation” or a “sophisticated commentator on the nature of modernism,” when the truth was that in his drawings he was putting down his perceptions as simply as he could, making a map of his mental landscape as directly as a caveman drawing his bisons, as a child drawing his brown earth and blue skies….“I realized today: the umbrella and the bicycle are the two perfect things that we cannot make for ourselves,” he once said to a friend over the phone. “We know how they work, we follow their operation, they are X-rays of themselves, but we cannot make them, even with effort. Very simple, but we are stumped. So now I realize why the umbrella and the bicycle are so common in modern art. Picasso. Duchamp’s wheel. Leger’s umbrellas. Magritte. It is because this is the only honest review we can give the modern artist: Very simple, but we are stumped.” ( The New Yorker , 24. 5. 1999)

Untitled 1962 The New Yorker November 17 1962

( Untitled , 1962 - The New Yorker , 17. 11. 1962 )

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EMPFEHLUNG

Viel ist derzeit nicht lieferbar : Aber das Diogenes- Bändchen Schatten und Spiegelungen - Eine Art Autobiografie ( 2002 ) gibt einen besonders schönen Einblick in die allmähliche Verfertigung der poetischen Linie beim Zeichnen von Architektur . Ausserdem ist bei der Yale University Press ein hochgelobter Katalog zu den Illuminations erschienen - die Einleitung stammt von niemand Geringerem als Charles Simic.

Untitled 1971 The Saul Steinberg Foundation

( Untitled , 1971 - The Saul Steinberg Foundation )
( Mind the cat !)

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KLANGAPPARAT

Den Klangapparat halten wir angesichts der Steinberg’schen Grafiken bewusst sanft , wenn auch nicht eben passiv kontemplativ : Wie die leicht czz-hoerempfehlungvom Wind gekräuselte Oberfläche eines stehenden Wassers oder das berühmte rieselnde Bächlein gibt sich die beim Netlabel schall herausgekommene EP mit dem treffenden Titel “l´essai” bewusst szizzenhaft und ein bissel naiv . Wir würden diesem offensichtlichen Frieden allerdings kaum trauen : Mit den Künstlern bitume & pier lauern Hechte im Karpfenteich . CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. old school ( samedi recolage ) | 02. the rainbOw’s car | 03. smoking water | 04. rich like you |||

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LINKS

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Typographie - ante | post mortem - Textes Trouvés 6



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Wie’s fällt , so kommt’s : Unverhoffte Font- Studien in der Josefstadt .

Schaufenster Grabstein Gravur Schriftmuster 01

( 1080 , Laudongasse )

Der Tod , das muss ein Wiener sein ,
genau wie die Lieb a Französin .
Denn wer bringt dich pünktlich zur Himmelstür ?
Ja da hat nur ein Wiener das G’spür dafür .
Der Tod, das muss ein Wiener sein ,
nur er trifft den richtigen Ton …

Schaufenster_Grabstein_Gravur_copyright_christiane_zintzen

( Neugotik | Latein | ANTIQUA | RVSTICA | UNZIALE | BLOCK | GEGRUNDELT | FELDGRAVUR | MODERN | KONTUR | KEIL | RELIEF )

Geh Mopperl , du Tschopperl , komm brav mit’m Freund Hein !
Der Tod muss ein Wiener sein . ( Georg Kreisler )

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KLANGAPPARAT

Reichlich nass klingt es , wenn sich namhafte Musikanten zusammentun , um eine Kollekte “In Memoriam Andrey Tarkovsky” zusammenzustellen : czz-hoerempfehlungBei Depressionen und anderen erdwärts gewendeten Veranlagungen fragen Sie Ihren Art oder Apotheker , ob diese Schwingungen Ihr Leib- Seele- Problem nicht nachhaltig negativ verstrahle . Firmeren zu Wasser und zu Lande hat in|ad|ae|qu|at einige eher trockene , wenn nicht gar protomelodische Momente der Tracklist zugemutet : Kenneth Kirschner ( USA ), Astrowind ( Lettland ) , Alva Noto ( D ) sowie den äusserst aparten Nobukazu Takemura ( Japan ) . Die Vollversion der Kollekte wäre bei Musica Excentrica zu beheben . CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Kenneth Kirschner : October 30 , 1993 | 02. Astrowind : Autumn Drifting | 03. Alva Noto : Stalker | 04. Nobukazu Takemura : In Memoriam Andrey Tarkovsky |||

so



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so still silent

( © czz )

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