13. 1. 2010: Kurier

Literaten auf den Spuren von Joseph Roth

Reportagen – Im Rahmen des Projekts “mitSprache” haben elf österreichische literarische Einrichtungen an zehn österreichische Autorinnen und Autoren Schreibaufträge und Stipendien in der Höhe von 6000 Euro vergeben. Das Thema: “Literarische Reportagen nach Joseph Roth.” Seit Oktober arbeiten sie an ihren Texten, jetzt wurden sie im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

Die Präsentation der Texte erfolgt laufend im Internet (www.mit-sprache.net), im Sommer erscheint eine Anthologie, im Herbst gibt es Lesungen in den jeweiligen Veranstaltungshäusern – unter anderen die Literaturhäuser Wien, Graz, Innsbruck, Salzburg und Niederösterreich.

Unter den zehn von einer Jury ausgewählten Autoren findet sich auch die vergangene Woche verstorbene oberösterreichische Autorin Eugenie Kain, deren Projekt durch ihre schwere Krankheit nicht fertiggestellt werden konnte.

“Ideeller Bezugspunkt” der literarischen Reportagen von Christoph W. Bauer, Clemens Berger, Anna Kim, Radek Knapp, Lydia Mischkulnig, Martin Pollack, Doron Rabinovici, Peter Rosei und Sabine Scholl ist laut Manfred Müller von der Österreichischen Gesellschaft für Literatur “Joseph Roth mit seinen Schreiborten und Themen wie Migration, Leben in Vorstädten, Minderheiten oder Industrialisierung”.

Die Themensetzungen sind so vielfältig wie die Auswahl der Reiseziele: Clemens Berger begibt sich auf die Spuren der nach Chicago ausgewanderten Burgenländer, Anna Kim reist unter dem Motto “Kolonialismus und Identität” nach Grönland, Polen und Südafrika sind die Ziele von Lydia Mischkulnig.

|||