Wie hätte Joseph Roth berichtet?
Projekt “mitSprache unterwegs”. Zehn Autoren schreiben Reisereportagen
“mitSprache unterwegs: Literarische Reportagen nach Joseph Roth” ist das neueste Literaturprojekt, das von elf großen literarischen Institutionen Österreichs gemeinsam entwickelt und veranstaltet wird. Erstmals werden heuer – im Rahmen der Veranstaltung “mitSprache” – Aufträge an österreichische AutorInnen vergeben. Das Projekt “mitSprache unterwegs: Literarische Reportagen nach Joseph Roth” wird durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem Unterrichts- und Kunstministerium, das für das Konzept 60.000 Euro für zehn Reise- und Projektstipendien zur Verfügung stellt.
Idee und Konzept stammen in Wien vom Literaturhaus Wien, der Österreichischen Gesellschaft für Literatur und dem Kunstverein Alte Schmiede/Literarisches Quartier, in den Bundesländern von den Literaturhäusern in Innsbruck, Salzburg, Graz, Krems und Mattersburg, dem Bregenzer Felder Archiv, dem Robert Musil Institut Klagenfurt und dem StifterHaus Linz, die das Projekt gestern im Café Landtmann vorstellten.
Zehn österreichische AutorInnen sollen sich reisend und schreibend mit der traditionsreichen Gattung der Reportage auseinandersetzen. Wobei der Autor Joseph Roth mit seinen wechselnden Schreiborten – Galizien, Berlin, Wien, Paris und seinen Themen Leben in Vorstädten, Migration, Minderheiten, Industrialisierung usw. als ideeller Bezugspunkt dient.
Als Teilnehmer wurden bereits renommierte AutorInnen eingeladen, die bis Mai 2010 einen literarischen Text verfassen: Christoph W. Bauer, Clemens Berger, Eugenie Kain (verstorben), Anna Kim, Radek Knapp, Lydia Mischkulnig, Martin Pollack, Doron Rabinovici, Peter Rosei und Sabine Scholl schreiben über Themen wie “Auf den Spuren Joseph Roths”, “Kleines Burgenland in Chicago”, “Kolonisation, Exotik und Fremde”, “Politik und Moral” (im Zusammenhang mit Krakau, Auschwitz, Przemysl, Lemberg, Warschau). Geplant sind die Herausgabe einer Anthologie (Edition Atelier) und Lesungen und Auftritte zwischen September und Dezember 2010.
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