Exposé, gekürzte Fassung
Ich stelle mir die Stadt Köszeg in Ungarn vor – ihre Umgebung auch mit Szombathely, Sarvar, Körmend, Aksad und wie die anderen kleinen Städtchen da alle heißen. Der alte Herr besucht jeden Tag das Kaffeehaus am Fö Ter, liest Zeitung, betrachtet seine Umgebung, macht gelegentlich Ausfahrten zu den Thermalbädern und Sehenswürdigkeiten der Umgebung: Und indem er all dies tut, vergleicht er sein eingeschränktes Treiben mit dem, was er früher einmal getan hat: Weite Reisen haben ihn um die halbe Welt geführt, seine Neugier war nicht zu stillen, sein Hunger nach Abwechslung und Überraschung war enorm.
Ich will also ein Resümee ziehen: Was bedeutet das: reisen? Was kann man dabei erfahren? Macht es überhaupt Sinn, zu reisen? Was ist das für eine Welt, in die hinein man reist? Was lernt man auf Reisen? Ist Reisen ein Zeichen der Schwäche, der Stärke? Und was, zum Teufel, bringt einen dazu, hat man eine Reise beendet und ist heimgekehrt, gleich wieder an eine neue zu denken? Die nächste und die letzte Reise?
Die Reise, die ich grundlegend für den Text ausführen müßte, wäre keine weite. Sie wäre bloß Ausgangspunkt und Sprungbrett für Gedanken über Reisen und Reisen und die Welt, die man dabei erfahren kann.

