Salon Littéraire | Ulrich Schlotmann :

DIE FREUDEN DER JAGD - Immer allein

 

HUNTING TROPHIES copyright France Cadet

 

Der Mann der in den Wald (hinein)geht gibt uns - “allen (ernsthaft) interessierten Laien (mithin)” - folgenden - “(nur) gut gemeinten” - Rat(schlag) mit auf den Weg: “in den Wald (hinein) - bitte!” - tun sollten wir uns & ihm einen Gefallen - “nie zu zweien, ihr (blutigen) Laien” - sollten wir gehen - “unter (gar) keinen - wie auch immer gearteten - Umständen” - (denn) wir wären - “immer/& in jedem Fall” - besser dran, wenn wir einzeln - “auf euch - (ganz) allein - gestellt” - ohne (jede) Begleitung in den Wald (hinein)gingen - “dies Prinzip ist universell (gültig), es gilt hier/wie anderswo (auch) - in dem gleichen Maße” - egal wo/& in welchen Zusammenhängen - (auch) immer - “aber: auf den Wald als Ort der Handlung bezogen im Besonderen.” Zu zweit in den Wald (hinein) - “oder (gar) zu dritt, zu viert, zu fünfen (etc.)” - Händel & Zwist seien (da) - so gut wie - vorprogrammiert - (wort)wörtlich: “als wenn Mord & Totschlag (da) nicht die (unmittelbaren) Folgen.” So viele Auffassungen/Meinungen - “zu jedem (x-beliebigen) Thema” - wie es Männer gebe, vorsichtigen Schätzungen nach/(unabhängigen) Gutachten zufolge, die - “den (fraglichen) Sachverhalt anbelangend” - eingeholt worden seien - “(etwa) bezüglich der Route” - die (billig) einzuschlagen - “der Gegenstände” - um die sich ein (mögliches) Gespräch zu drehen habe sowie - last/(but) not least: der Reihenfolge, in der diese (tunlichst) zu behandeln - oder - “Frage” - ob sich (generell) nur über das Allernotwendigste - “und das - (auch) nur - (ver)mittels: knappster - ‚(zuvor) exakt abgestimmter & (fest) vereinbarter’ - Zeichen” - nach Art der Apnoetaucher (etwa) verständigt werde (etc., etc.). Oft schon vor Beginn der (eigentlichen) Wanderung (genügend) Zünd-/bzw. Konfliktstoff biete nicht nur die Frage: “welche Art von” - sondern - “auch/& vor allem” - die nach der Menge der (tunlichst) mitzuführenden Viktualien als Wegzehrung - “welchen Anteil flüssige/welchen” - so - (denn) überhaupt - benötigt - “feste Atzung an dem Gesamtproviant.” Welche Munition am besten geeignet sei, welches Tier zu erlegen - “noch (so) ein Punkt, der schwierig zu regeln” - weit entfernt von einer (einvernehmlichen) Regelung sei. Ob Handgranaten/(ob) etwa Pfeil & Bogen zur Anwendung - “ja/oder nein. Klassisch - in dem Zusammenhang - (schon) die Rivalität zwischen (eingeschworenen) Schrotanhängern & den Apologeten einer” - wie sie es (wohl) nennten - “sauberen Kugel” - wer (dabei) welchem der (beiden) Geschosse den Vorrang einräume - “(reine) Vererbungssache, nicht festzumachen (etwa) an äußeren Dingen.” Derlei Vorlieben gingen (quasi) eins/zu eins vom Vater auf den Sohn (über), und von diesem (wiederum) auf dessen (männlichen) Nachkommen. “Genügend Potenzial - im Sinne von: Sprengstoff ist - so/oder so: immer vorhanden” - früher/oder später werde es böses Blut geben - “todsicher, lassen Sie sich das von einem erfahrenen Mann/alten Hasen (wie mir) gesagt sein.” So viele Jagdunfälle mit tödlichem Ausgang habe er (schon) mit ansehen müssen - “die (eigentlich) gar keine waren.” Einmal den Falschen (schief) angesehen - “und: Peng! - das war’s (dann)/Feierabend - ich dachte: ein Wildschwein (etc.). Das kommt davon: dass wir (alle)” - ihn eingeschlossen/er nehme sich (da) beileibe nicht aus - “mit uns (selbst) - weiß Gott! - (mehr als) genug zu tun haben und - normal: keinen (anderen) unter der Sonne/neben uns dulden mögen - Hand aufs Herz: ist es nicht so, wie ich sage?” Vielleicht: dass wir jetzt (besser) seinen Rat verstünden & (sogar) beherzigen wollten - dies/sein: “geht nie zu zweit, ihr Laien - nein!” - so man - (denn) überhaupt/& unbedingt - gehen müsse - dann: “geh allein in den Wald (hinein), und der Wald ist dein Freund, wie du keinen besseren finden kannst (all) dein Lebtag.” Er - “der ich - zurückblickend: in (all) den Jahren, die vergangen - im Großen/& Ganzen - nicht - (sehr) viel - mehr getan habe - abgesehen (vielleicht) davon: dass ich mir - ab/& an - da: die Müdigkeit mich zu übermannen drohte, eine Mütze (voll) Schlaf gegönnt - und (auch) nicht mitgerechnet: die Zeit, die ich der Nahrungsaufnahme gewidmet - kaum (etwas) anderes getan habe, als allein, nie zu zweit, (gleich gar) nicht zu dreien - ‚nicht im Gleichschritt, nicht in (voneinander) isolierten/(weit) versprengten Grüppchen - weder sich (gegenseitig) an den Händen haltend nach Art von Kindergartenkindern beim Überqueren des Zebrastreifens, noch in Stoßtruppmanier das Gelände erkundend, geduckt, flatternden Lids - (ganz) egal ob: sich (gegenseitig) - «so gut/es (eben) gehen wollte» - Rückendeckung gebend/oder nicht, jeder (also) irgendwo für sich (allein)/& auf eigene Rechnung - (aber) sicher nicht: im Gänsemarsch (hintereinander), nicht (nebeneinander) in Reih & Glied’ - in den Wald hineinzugehen” - er müsse doch (wohl) wissen - “wer (denn), wenn nicht ich, weiß (es)?” - wovon er (hier) rede - “meinen Sie nicht (auch)?” Oder ob wir (etwa) wildfremde Männer ansprächen: so/& so, in dem Tenor, sie möchten (doch) bitte - “wie das unter Damen - dem Vernehmen nach: (wohl) gang & gäbe & (meinetwegen) auch - (noch) einigermaßen - angehen mag” - mit (uns) auf die Toilette gehen, des (gegenseitigen) Puderns wegen (Augenzwinkern) - ob wir das täten - “Frage: tun Sie das?” - und falls ja: uns (deswegen) nicht schämten? Wenn nicht - “bzw.: doch” - dann: seien Hopfen & Malz - “dann: ist Polen (wohl) noch nicht (ganz) verloren” - und könnten wir - “jeder für sich/& auf die ihm eigene Art & Weise” - womöglich: (doch) noch etwas werden - hier: auf Erden - “wenn auch zu übertriebener Hoffnung (gleichwohl) kein (unmittelbarer) Anlass besteht.”

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