Salon Littéraire | Ulrich Schlotmann :
DIE FREUDEN DER JAGD – Immer allein

Der Mann der in den Wald (hinein)geht gibt uns – “allen (ernsthaft) interessierten Laien (mithin)” – folgenden – “(nur) gut gemeinten” – Rat(schlag) mit auf den Weg: “in den Wald (hinein) – bitte!” – tun sollten wir uns & ihm einen Gefallen – “nie zu zweien, ihr (blutigen) Laien” – sollten wir gehen – “unter (gar) keinen – wie auch immer gearteten – Umständen” – (denn) wir wären – “immer/& in jedem Fall” – besser dran, wenn wir einzeln – “auf euch – (ganz) allein – gestellt” – ohne (jede) Begleitung in den Wald (hinein)gingen – “dies Prinzip ist universell (gültig), es gilt hier/wie anderswo (auch) – in dem gleichen Maße” – egal wo/& in welchen Zusammenhängen – (auch) immer – “aber: auf den Wald als Ort der Handlung bezogen im Besonderen.” Zu zweit in den Wald (hinein) – “oder (gar) zu dritt, zu viert, zu fünfen (etc.)” – Händel & Zwist seien (da) – so gut wie – vorprogrammiert – (wort)wörtlich: “als wenn Mord & Totschlag (da) nicht die (unmittelbaren) Folgen.” So viele Auffassungen/Meinungen – “zu jedem (x-beliebigen) Thema” – wie es Männer gebe, vorsichtigen Schätzungen nach/(unabhängigen) Gutachten zufolge, die – “den (fraglichen) Sachverhalt anbelangend” – eingeholt worden seien – “(etwa) bezüglich der Route” – die (billig) einzuschlagen – “der Gegenstände” – um die sich ein (mögliches) Gespräch zu drehen habe sowie – last/(but) not least: der Reihenfolge, in der diese (tunlichst) zu behandeln – oder – “Frage” – ob sich (generell) nur über das Allernotwendigste – “und das – (auch) nur – (ver)mittels: knappster – ‚(zuvor) exakt abgestimmter & (fest) vereinbarter’ – Zeichen” – nach Art der Apnoetaucher (etwa) verständigt werde (etc., etc.). Oft schon vor Beginn der (eigentlichen) Wanderung (genügend) Zünd-/bzw. Konfliktstoff biete nicht nur die Frage: “welche Art von” – sondern – “auch/& vor allem” – die nach der Menge der (tunlichst) mitzuführenden Viktualien als Wegzehrung – “welchen Anteil flüssige/welchen” – so – (denn) überhaupt – benötigt – “feste Atzung an dem Gesamtproviant.” Welche Munition am besten geeignet sei, welches Tier zu erlegen – “noch (so) ein Punkt, der schwierig zu regeln” – weit entfernt von einer (einvernehmlichen) Regelung sei. Ob Handgranaten/(ob) etwa Pfeil & Bogen zur Anwendung – “ja/oder nein. Klassisch – in dem Zusammenhang – (schon) die Rivalität zwischen (eingeschworenen) Schrotanhängern & den Apologeten einer” – wie sie es (wohl) nennten – “sauberen Kugel” – wer (dabei) welchem der (beiden) Geschosse den Vorrang einräume – “(reine) Vererbungssache, nicht festzumachen (etwa) an äußeren Dingen.” Derlei Vorlieben gingen (quasi) eins/zu eins vom Vater auf den Sohn (über), und von diesem (wiederum) auf dessen (männlichen) Nachkommen. “Genügend Potenzial – im Sinne von: Sprengstoff ist – so/oder so: immer vorhanden” – früher/oder später werde es böses Blut geben – “todsicher, lassen Sie sich das von einem erfahrenen Mann/alten Hasen (wie mir) gesagt sein.” So viele Jagdunfälle mit tödlichem Ausgang habe er (schon) mit ansehen müssen – “die (eigentlich) gar keine waren.” Einmal den Falschen (schief) angesehen – “und: Peng! – das war’s (dann)/Feierabend – ich dachte: ein Wildschwein (etc.). Das kommt davon: dass wir (alle)” – ihn eingeschlossen/er nehme sich (da) beileibe nicht aus – “mit uns (selbst) – weiß Gott! – (mehr als) genug zu tun haben und – normal: keinen (anderen) unter der Sonne/neben uns dulden mögen – Hand aufs Herz: ist es nicht so, wie ich sage?” Vielleicht: dass wir jetzt (besser) seinen Rat verstünden & (sogar) beherzigen wollten – dies/sein: “geht nie zu zweit, ihr Laien – nein!” – so man – (denn) überhaupt/& unbedingt – gehen müsse – dann: “geh allein in den Wald (hinein), und der Wald ist dein Freund, wie du keinen besseren finden kannst (all) dein Lebtag.” Er – “der ich – zurückblickend: in (all) den Jahren, die vergangen – im Großen/& Ganzen – nicht – (sehr) viel – mehr getan habe – abgesehen (vielleicht) davon: dass ich mir – ab/& an – da: die Müdigkeit mich zu übermannen drohte, eine Mütze (voll) Schlaf gegönnt – und (auch) nicht mitgerechnet: die Zeit, die ich der Nahrungsaufnahme gewidmet – kaum (etwas) anderes getan habe, als allein, nie zu zweit, (gleich gar) nicht zu dreien – ‚nicht im Gleichschritt, nicht in (voneinander) isolierten/(weit) versprengten Grüppchen – weder sich (gegenseitig) an den Händen haltend nach Art von Kindergartenkindern beim Überqueren des Zebrastreifens, noch in Stoßtruppmanier das Gelände erkundend, geduckt, flatternden Lids – (ganz) egal ob: sich (gegenseitig) – «so gut/es (eben) gehen wollte» – Rückendeckung gebend/oder nicht, jeder (also) irgendwo für sich (allein)/& auf eigene Rechnung – (aber) sicher nicht: im Gänsemarsch (hintereinander), nicht (nebeneinander) in Reih & Glied’ – in den Wald hineinzugehen” – er müsse doch (wohl) wissen – “wer (denn), wenn nicht ich, weiß (es)?” – wovon er (hier) rede – “meinen Sie nicht (auch)?” Oder ob wir (etwa) wildfremde Männer ansprächen: so/& so, in dem Tenor, sie möchten (doch) bitte – “wie das unter Damen – dem Vernehmen nach: (wohl) gang & gäbe & (meinetwegen) auch – (noch) einigermaßen – angehen mag” – mit (uns) auf die Toilette gehen, des (gegenseitigen) Puderns wegen (Augenzwinkern) – ob wir das täten – “Frage: tun Sie das?” – und falls ja: uns (deswegen) nicht schämten? Wenn nicht – “bzw.: doch” – dann: seien Hopfen & Malz – “dann: ist Polen (wohl) noch nicht (ganz) verloren” – und könnten wir – “jeder für sich/& auf die ihm eigene Art & Weise” – womöglich: (doch) noch etwas werden – hier: auf Erden – “wenn auch zu übertriebener Hoffnung (gleichwohl) kein (unmittelbarer) Anlass besteht.”
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- Ulrich Schlotmann
- Ulrich Schlotmann : Siegfried & Roy
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- Foto – France Cadet ( Marseille ) : Installation “Hunting Trophies” ( thanks to the artist @ www.cyber-doll.com ! )
- Régine Debatty : Hunting Trophies ( We Make Money Not Art , 29. 2. 2008 )
- Robot taxidermy provokes thoughts , awwws” ( Engadget , 29. 2. 2008 )
- Cathy Blisson : Les manipulations robotiques de France Cadet ( Sortir Telerama , 27. 2. 2008 )
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