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No Mails Today . And No Complaints



Der Freitag als Frei- Tag von der Knechtung durch Mails . Jay Ellison , Vize des Konzerns U.S. Cellular , ist Vater der Parole , an Freitagen eher das P2P- Gespräch zu pflegen denn das monomane Mail . Mit einem Monat Verspätung hat es das amerikanische On- Dit in den Tagesspiegel geschafft . Das sei mitnichten ein Feixen über das langsame entschleunigte Recherche- Timing der Mainstream Media ( MSM ) , sondern eher kollegiales Bedauern : Ein Suchlauf Google genügt - und wir verfügen über einigermassen 75 % jener Quellen , welcher ein Tages- Journalist konsultiert . ( Die restlichen 25 % schlagen wir idealistisch 1. den paid contents der Agenturen und 2. den good old Offline- Formen von Recherche zu : Echtbuch und / oder Echtwelt Interview . )

logo satan inside LOTTOR LERESDer Frei- Freitag passt nicht nur trefflich zum Tage , sondern gibt uns Gelegenheit zum Drive- by- Shooting mehrerer soft ( resp. : social ) Topics . So ist die - nota bene via e- mail - an die Firmen- Mitarbeiter ergangene Message absolut ambivalent interpretierbar . Je nach Perspektive mag man dieser Nachricht einen humanistischen Dreh geben ( Can We Talk ? ) oder denjenigen der Effizienz ( Companies Limit Email Use to Boost Productivity ) . Jedenfalls ruft man stante pede den Trend zu einer neuen , interpersonellen Office- Kultur aus ( ABC ) . - Ob eines solche Beschränkung eine Remedur gegen die Zeitarmut ist , oder ob die Pflege des person- to- person mehr Ressourcen von Zeit und Energie frisst ( wie es ein technizistisches Fortschrittsmodell suggerierte ) , beantwortet Scott H. Young auf seinem Blog höchst produktiv , indem er daran erinnert , dass “Zeit” nichts Anderes ist , als ein soziales Konstrukt .

Time is not a resource. It is completely inside your mind. You can’t experience time, only right now. ( … ) Even if you look beyond this abstract perspective, time is not a resource. Twenty-four hours will pass in the day no matter what you do. You can’t store or collect time, nor can you grasp it in this moment.

Luckily, there is a way you can see past time poverty without rejecting the basic building blocks of society. The first is simply to accept time as a social construct. It may be a useful measurement, but don’t make it more real than it is. Keeping this intellectual distance from the concept of time is necessary to apply the other steps in escaping time poverty: quality of now, rejecting the pressure and global prioritization.

logo satan inside LOTTOR LERESFolgt ein genuin amerikanischer Aufruf zur Rückbesinnung auf die eigene Zeit und die Freiheit der eigenen Entscheidung auf der Basis selbst definierter Werte : O. K. , es war meine Entscheidung , diesen Job zu tun , also tu’ ich ihn , ohne mich zu beklagen . DANN allerdings hab’ ich auch noch Anders vor mit der Kette von Jetzts in meinem Leben . - Es ist doch immer wieder erbaulich , solchen Optimismus und diese uramerikanische Mentalität der Selbstbestimmung im Sinne einer gelebten Hypothese zu betrachten . Wie bereits in Alexis de Tocquevilles brillanter Analyse der amerikanischen Verfasstheit zu lesen , reproduziert sich diese Denkungsart ganz ohne Psycho- Seminar oder Achtsamkeits- Training .

Anderseits referiert John Murrell @ Good Morning Silicon Valley eine Studie , welcher zufolge Americans giving up friends, sex for Web life . Mehr als 1.000 volljährige Amerikaner wurden - nota bene : online ( ! ) - von der Werbeagentur JWC nach den Lebens- Prioritäten online vs. offline befragt . Knapp die Hälfte - so schaut’s nämlich aus - neigt dazu , dem persönlichen resp. körperlichen Intercourse den virtuellen Verkehr vorzuziehen .

  • Asked how long they would be OK without Web access: 15 percent of respondents said less than a day; 21 percent said a couple of days; 19 percent said a few days
  • 48 percent said they “felt something important was missing” without Internet access
  • 28 percent admit spending less time face-to-face with peers because of the amount of time they spend online
  • 20 percent say they spend less time having sex because of time spent online.

logo satan inside LOTTOR LERESDie Sache mit dem Sich- Nicht- Beklagen | Stop Whining wäre der nächsten Betrachtung wert , speist sich das Bloggen - wo nicht total affirmativ und kommerziell - doch aus manchem Dissent zum Bestehenden . Was im idealeren Fall als “kritisch” , im banaleren dahingegen als “Motzbloggen” daher kommt . Keiner werfe den ersten Stein , auch in|ad|ae|qu|at sitzt und schwitzt im Glashaus . - Der Huffington- Blogger Tim Ferriss hat ihn - den Non- Motz- Modus - jedenfalls ausprobiert . Das Fazit seines 21-Day No-Complaint Experiment ist dem oben angezeigten Zeit- Konzept nicht wesentlich unähnlich : “It’s the thought that counts .” - Doch noch einmal zurück zum Bloggen und dem Hang zum Heulsusencontent : Matthias @ Swiss Metablog erklärt das ( maingold dokumentierte ) Phänomen als Effekt echt- bzw. spät- pubertärer Wellen .

Vielleicht nützt es ja auch , solche Wiedergänger narzisstischer Kränkungen durch die Erkenntnis abzublocken , dass es Ein Leben jenseits der 35 gibt . Allerdings dürfte dort und dann die online- Gretchenfrage “To Motz or Not to Motz ?” noch keineswegs erledigt sein . Siehe oben : “It’s the thought that counts .” |||

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Mit unüblich genauem Gespür für atmosphärische Wirkungen fügt The Artist Known As Laura Palmer das Wörtchen INTOXICATING zum Genre Dubtech hinzu : Via Background , Intoxicating Dubtech Atmospheres ( thn095 ) wird tatsächlich süssestes Gift in gefährlicher Dringlichkeit czz hörempfehlung serviert . Damit geriert sich Laura Palmer natürlich spitzenmässig à la Twin Peaks , figuriert allerdings auch pannonisch maskulin aka Mihály Ballók . Als Label- Lebensabschnittspartner sind neben Thinner auch Sintegra und Insectorama im ganzen Land bekannt . Jetzt aber und höchst gehörlich begehrlich : Brandiges Brodeln , morbide Miasmen , entzückend entzündliches Brüten . Décadence oblige . Click Tracks To Listen : 01. Evolve ( 6:48 ) | 02. Distances ( 7:00 ) | 03. Missed ( 7:01 ) | 04. Evolve , Marko Fürstenberg Remix ( 8:42 ) . N. B. : Etwas weniger auratisch und enigmatisch präsentiert sich Mixmaster Marko Fürstenberg ( aka Dolby aka Surphase / techdub ) , begnadeter Hand- und Musikaufleger aus Eichsfeld / Leipzig mit einschlägigen Leumundszeugnissen bei Mixotic und Thinner ( thn047 / 2003 ) . |||