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Déja- Vu : Karl Kautsky über Georgien 1921 und den russischen “Überfall”



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Nach der Oktoberrevolution erklärte sich Georgien am 26. Mai 1918 unabhängig. Am 16. Februar 1921 wurde die Demokratische Republik Georgien von der Roten Armee besetzt und in die Sowjetunion eingegliedert ( Wiki ) . Wir zitieren in|ad|ae|qu|at aus dem Papierarchiv .

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KARL KAUTSKY Georgien 1921

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KARL KAUTSKY : DER BOLSCHEWISTISCHE ÜBERFALL

In der kurzen Zeit des Bestehens des unabhängigen Georgien hat seine Wermacht schon manch harte Probe abzulegen gehabt. Die härteste und schwerste muss sie aber zu der Zeit bestehen, in der diese Zeilen abgefasst werden, infolge des plötzlichen Einfalls starker bolschewistischer Streitkräfte vom Süden, vom Osten und Norden gleichzeitig.

Ohne jede Kriegserklärung erfolgte der verräterische Überfall in der ersten Hälfte des Februar. Er wurrde der Welt zuerst von georgischer Seite mitgeteilt. Die sozialdemokratische Partei und die Gewerkschaften Georgiens sowie die Partei der Russischen Föderalisten teilten ebenso wie die georgische Regierung positiv mit, dass Georgien von russischen Streitkräften überfallen und aufs äusserste bedroht sei. Sie erwarteten einen sofortigen stürmischen Protest gegen das Vorgehen Moskaus, namentlich durch die internationale Konferenz in Wien. Leider kamen die Telegramme verspätet an, ausserdem stand die Konferenz unter dem Eindruck der furchbaren Krisis, in die das kontinentale Europa durch die wahnsinnigen Forderungen der Entente an Deutschland gestürzt ist, was das allgemeine Interesse mehr nach dem Westen als nach dem Osten lenkte. Vor allem aber wurde das sozialistische Urteil verwirrt durch die Darstellungen, die von Moskau kamen und die jedes Eingreifen der russischen Armee in Georgien entschieden leugneten.

Diese Darstellungen einer eingehenden Kritik zu unterziehen ist nicht mehr notwendig. Sie kritisieren sich selbst durch ihre Widersprüche und Wandlungen.

Um das Eindringen russischer Truppen leugnen zu können, wurde zuerst erzählt, an den georgischen Grenzen häten sich einige Dörfer erhoben, erbittert über die Tyrannei der Georgier. Armenier an der Südgrenze, hätten den Anfang gemacht, dann sei der Aufstand nach Signach übergesprungen, das im Osten Georgiens gegen Aserbeidschan zu liegt, und gleichzeitig hätte sich Abchasien erhoben, im äussersten Nordwesten, dicht an der russischen Grenze.

Merkwürdigerweise brachen die Aufstände gerade dort aus, wo, in Armenien wie in Aserbeidschan und bei Abchasien, schon seit November grosse und vermehrte russische Truppenmassen lagerten.

Unaufhaltsam sollen die Bewohner der paar armenischen Grenzdörfer gegen Tiflis vorgedrungen sein. Die russische Regierung teilte mit, sie hätte versucht, voll Friedensliebe und Wohlwollen dem bedrängten georgischen Regime zu helfen und ihr Vermittlung zwischen den Georgiern und den Armeniern angeboten. Sie könne nichts dafür, wenn Georgien diese Vermittlung schnöde zurückweise.

Aber kaum ist Tiflis erobert, wandelt sich sofort das Bild. Die Armenier haben ihre Schuldigkeit getan, die Armenier können gehen. Es ist in den russischen Telegrammen keine Rede mehr von den armenischen Aufständischen, sondern jetzt heisst es plötzlich, die Kommunisten hätten Tiflis erobert und die Menschewiki verjagt. ( … )

Kein Wort mehr mehr von den armenischen Aufständischen, kein Wort von Friedensvermittlung. Kann ein Mensch mit gesundem Verstand es für möglich halten, dass sie jemals ernsthaft gemeint war, dass Moskau einer von Kommunisten bedrängten menschewikistischen Regierung jemals seine hilfreiche Vermittlung angeboten hätte ? ( … )

KARL KAUTSKY Georgien 1921 detail 02

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Ein “Déja- Vu” mit austauschbaren Vokabeln ?

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Dies und mehr über den “Russischen Bonapartismus” [ nach der "bolsschewistischen" Oktoberrevolution ] in :

Georgien . Eine sozialdemokratische Bauernrepublik - Eindrücke und Beobachtungen von Karl Kautsky [ Kapitel 12 u. 13 ] , Verlag der Wiener Volksbuchhandlung 1921 , S. 64 - 73

KARL KAUTSKY Georgien 1921 detail 01

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LINKS

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KLANGAPPARAT

Auch Estland war ( und ist bis vor kurzem ) vor grossrussischen Begehrlichkeiten nie sicher gewesen . Trotzdem und gleichwohl dringen ein paar elektronisch- melancholisch vertrackte Klangsequenzen vom winzigen czz-hoerempfehlungNetlabel PATTERNIMUUSIKA aus Talinn zu uns her . Wenn wir hier und heute Release Numero sechs - “MIIA” - vorstellen , dann tönt dies weniger Tarkowski- mässig , als es das nebelig verhangene Cover suggeriert . Über den | die Uhrwerker hinter diesen Miniaturen , Eksleja , erfährt man reichlich wenig . CLICK LINKS TO LISTEN . 01. tants ( 1:28 ) | 02. talvel ( 1:56 ) | 03. sinu juures ( 1:56 ) | 04. miia ( 1:52 ) | 05. pai ( variant kaks ) ( 2:56 )

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in|ad|ae|qu|at stellt sich vor | Picture at an Exhibition



||| RAHMENHANDLUNG : AUSSTELLUNG “GAV VON A BIS Z” | OBJEKTBESCHREIBUNG | KLANGAPPARAT | LINKS

RAHMENHANDLUNG : AUSSTELLUNG “GAV VON A BIS Z”

czz inadaeqiuat logo quelle AIGA aerport infor noirAm 29. Februar / 1. März 2008 begeht die Grazer Autorinnen Autorenversammlung ihr 35 jähriges Jubiläum . Vor 35 Jahren , nämlich im Februar 1973 , fand die allererste Vereinssitzung in Graz statt . Dies war ein Grund , warum wir uns entschlossen haben, dieses Jubiläum am Gründungsort Graz zu feiern . Am 29. Februar findet aus diesem Anlass eine grosse literarische Veranstaltung statt . Unter dem Titel “GAV von A bis Z” wird es 19 Lesungen und 5 Ausstellungen von Mitgliedern geben . Der Titel deutet es schon an : Für jeden Buchstaben des Alphabets wurde ein Mitglied gebeten , fünf Minuten zu lesen , beziehungsweise in einer Ausstellung einen Einblick in seine Arbeiten zu geben . |||

OBJEKTBESCHREIBUNG : “Z”

czz inadaeqiuat logo quelle AIGA aerport infor noirin|ad|ae|qu|at ( www.zintzen.org | www.inadaequat.org ) : Name eines Projekts , das sich in Form und Inhalten zwischen die Genres begibt . Formal und in der Erscheinungsweise trägt es das Kleid eines “Blog” : Diese Publikationsform des Web 2.0 leitet seinen Namen von “Web + Logbuch” ab und dient zumeist als Schreibformat eines fortlaufenden Tagebuchs . in|ad|ae|qu|at war und wird indes zu keiner Stunde als persönliches Journal geführt : Vielmehr bietet die - in dieser Ausprägung seltene - Form des Mashups von statischen ( Archiv- ) und dynamischen Blog- Seiten praktisch unbegrenzte Möglichkeiten der Assemblage ästhetischer Objekte .

Die Arbeit erfolgt simultan an 1. Vorder- , 2. Mittel- und 3. Hintergrund : Das heisst

  1. Publikation neuer Texte , Bilder , Daten -
  2. sukzessive Einspeisung bestehender literatur- und kulturpublizistischer sowie photographischer Arbeiten -
  3. Indexierung , Aufbau einer Annotations- Architektur ( Semantic Web ) .

Aus Kulturhistorie und Erfahrungswissen ist bekannt , dass kein Archiv an sich klug ist : Reich wird es erst durch seine Katalogisierung und Beschlagwortung . Im Medium des Weblogs lassen sich Daten jeder Ausformung ( Text , Bild , Ton ) auf hierarchisch gleicher Ebene indexieren , die Inhalte also optimal für die Bots der Suchmaschinen optimieren und solcherart eine gute Auffindbarkeit von Namen , Artikeln und Themen im WWW gewährleisten .

czz inadaeqiuat logo quelle AIGA aerport infor noirSeit acht Monaten lädt in|ad|ae|qu|at Autorinnen Autoren zum Auftritt im “Salon Littéraire” ein . Es zeigt sich , dass insbesondere die Möglichkeit , Bilder , Animationen und Audio- Inhalte den Texten gleichwertig zu publizieren , von den Gästen des “Salon” gerne genutzt wird , so dass sich mittlerweile ein eigenständiges intermediales Format herausgebildet hat . Dabei entsteht durch permanente redaktionelle Indexierung von Themen , Bio- und Bibliographica eine stetig wachsende Datensammlung nach definierter Struktur .

Unsere Arbeit besteht im Möglichmachen solchen Publizierens , in sorglicher Wartung und konsequentem Indexieren , im Entwickeln eines semantischen Metadaten- Systems und letztlich darin : Die Webpublikation nicht “nur” in Form einer individuellen URL auszuweisen , sondern für jeden einzelnen Text- Ton- Bild - Beitrag einen persistenten “Unique Identidfier ” zu generieren . Vermittels Anmeldung bei der Stiftung “International DOI- Foundation” ist es seit Februar 2008 möglich , jeden “Beitrag” mit einem ( der ISBN- Nummer im Buchwesen vergleichbaren ) dauerhaftem Zifferncode international zu registrieren .

czz inadaeqiuat logo quelle AIGA aerport infor noirDamit verbunden sind Auffindbarkeit , Sicherung der Urheberschaft und Lokalisierung im Kontext . in|ad|ae|qu|at versteht das Publizieren im Web nicht etwa als sekundäres , abgeleitetes Veröffentlichen , sondern als distinkte Kunstform und Wertschöpfung mit selbständigem Werkcharakter .

Seit 7. 1. 2008 ist in|ad|ae|qu|at in das Portal und Online- Magazin litblogs.net “literarische Weblogs in deutscher Sprache” eingebunden , d. h. , auch die Werke des “Salon Littéraire” erhalten einen zusätzlichen “Auftritt” . Im Rahmen des FWF- Projekts “Digitale Literaturmagazine - DILIMAG” ( UB Innsbruck ) werden die Online- Beiträge von litblogs.net zusätzlich archiviert und nach literaturwissenschaftlichen Aspekten untersucht . |||

KLANGAPPARAT

Der sogenannte “Klangapparat” als “Musikzuspielung” gehört seit einem Jahr zum festen Bestandteil jedes “postings” ( Einzeleintrags ) . Dank der reichen Szene von sogenannten Netlabels ( Web- Editionen von meist elektronischer Musik ) lassen sich Audio- Streams problemlos in einen czz hörempfehlungBlogtext integrieren . Rechtlich wird dieses “Ausborgen” von Musik durch die Konstruktion der “Creative Commons“- Lizensierungen ermöglicht . Auf für in|ad|ae|qu|at gilt eine solche Klausel von “some rights reserved” ( siehe “hintergrund” ) : Solange man uns als Urheber und die entsprechende URL korrekt anführt , dürfen Nutzer Teile unserer Texte zitieren .

Als Radiophile lassen wir uns die Möglichkeit , den mehr oder weniger trockenen Worten ein ein paar fetzige | nette | bemerkenswerte Klänge folgen zu lassen , natürlich nicht entgehen . Heute beispielsweise haben wir ein klassisch 4 / 4- getaktetes Tanzmix von einem unserer Lieblingslabel , Sonic Walker , ausgewählt . Das wir diese Präsentation ja nach Graz “mitbringen” , schien uns der Titel “Portable” nur allzu angebracht . Der 25jährige DJ 4Tech hat ein einstündiges Mix aus jüngeren Releases einiger der üblichen Verdächtigen in Sachen “Minimal Tech” komponiert und es ist immer wieder erstaunlich , welche Vielfalt an Sounds im Schema 140 bpm möglich ist . CLICK “PORTABLE” 4 TRACKLIST AND STREAM . |||

LINKS

  • GAV | Grazer Autorinnen Autorenversammlung | Wiki deutsch | english | francais | home | Editorial Vollversammlung 2008
  • GAV von A bis Z” : Lesungen und Ausstellung am 29. 2. 2008 , Minoriten , Graz . Teilnehmende : Friedrich Achleitner , Bettina Balaka , Seher Cakir , Constanze Dennig , Claudia Erdheim , Olga Flor , Eva Maria Geisler , Willi Hengstler , Roland Innerhofer , Karin Jahn , Topsy Küppers , Gregor M. Lepka , Friederike Mayröcker , Christine Nöstlinger , Engelbert Obernosterer , Irene Prugger , Andreas Renoldner , Ingo Springenschmid , Sylvia Treudl , Liesl Ujvary , Vladimir Vertlib , Ingrid Wald , Serafettin Yildiz , Christiane Zintzen |||

blog - on method III : Digital Object Identifier System , part 2



||| OBJEKTE DER TAXONOMIE | PROBLEME DER TAXONOMIE | METHODEN DES METADATING | CATCHING & MATCHING THE CODES | IN|AD|AE|QU|AT RELATED | KLANGAPPARAT

Nun gibt es kein Zurück : “DOI im DIY- Verfahren” lautet die derzeitige Prämisse : Durchforsten kilogramschwerer Handbuchziegel, Skizzieren nötiger und möglichen Datenfelder , Verinnerlichung von Code- Listen , um schliesslich den Transfer der schönen Theorie in die harte Praxis zu vollziehen .

OBJEKTE DER TAXONOMIE

on method orange Erste Klärungen nach Studium der “Bibel” des DOI- Systems ( “DOI Handbook” ) betreffen die Varianten , WAS überhaupt beschrieben werden kann und soll :

  • Monografien als Werk ( als abstrakte Definition )
  • Monografien als Manifestation ( Buch , CD , aber auch File )
  • Einzelne Kapitel einer Monografie ( als Werk oder Manifestation )
  • Fortsetzungen in Form von Titeln
  • Fortsetzungen in Form von Ausgaben
  • Einzelne Artikel einer Fortsetzung |||

PROBLEME DER TAXONOMIE

on method orangeSo , wie DOI bislang aufgesetzt ist , kann es sich schon hübsch anschauen lassen als Massanfertigung für die Bedürfnisse von Verlagen , wo die Differenzierung in “WERK” einerseits und “MANIFESTATION” anderseits von Interesse sind .

Das Freifach “Webpublikation” dahingegen erweist sich als Minenfeld von Dilemmata : Soll der mittels PHP aus einer Wordpress- Datenbank generierte HTML- Code nun als “KONZEPT” gelten oder … handelt es sich dabei schon um eine “MANIFESTATION” ?

Noch heikler wird es , wenn man dem Web- Auftritt eines Blogs wie in|ad|ae|qu|at eine DOI als Fundamental”marke” zuweist :

  • Welchen “Stellen”- Wert soll in|ad|ae|qu|at als Ensemble einnehmen ?
  • Wären dann die einzelnen Blog- Einträge ( postings ) dann als “Fortsetzungen” , als “AUSGABEN” ( issues ) oder als “ARTIKEL” einzustufen ?
  • Kategorisiert man die beiden “Hungerkünstler” SALON- Texte von Bernhard Kathan als “REIHE IN FORTSETZUNGEN” oder günstiger als “SELBSTÄNDIGE WERKE” ?

Solche Freuden der Taxonomie werden uns fraglos wohl noch einige Zeit lang begleiten . - Heiliger Linnaeus , bitt’ für uns ! |||

METHODEN DES METADATING

on method orange

Ein zweites Handicap für Absolute Beginners besteht in den diversen Varianten der Eingabe von Metadaten :

  • ONLINE : Das Webformular bietet den VORTEIL des einfachen Zugangs . NACHTEIL 1 : Es bietet lediglich nur ein rudimentäres Subset der möglichen Datenfelder . NACHTEIL 2 ( erheblich ) : Selbst bei minimalen Änderungen müssen sämtliche Online- Formularfelder erneut ausgefüllt werden .
  • XML- UPLOAD : VORTEIL 1 + 2 : komplettes Datenset und Möglichkeit , beliebig viele Werke “in einem Rutsch” registrieren zu können . NACHTEIL : zunächst muss eine Applikation zur Eingabe der Daten geschrieben werden , da das XML - Stylesheet in ursächlicher Form NICHT zur direkten Dateneingabe geeignet ist . OFFENE FRAGE : Wie kann man eine lokale XML - Datei bewirtschaften , aus welcher nur die neuen Datensätze für den Upload generiert werden , und doch alle bereits angelegten Daten ebenfalls gespeichert werden ?
  • METADATEN- MANAGER : Hier gibt es direkten Zugriff auf die Metadaten- Datenbank am mEDRA - Server . EINSCHRÄNKUNG : Leider momentan nur für MANIFESTATIONEN zugänglich und ebenfalls sehr auf Verlagsbedürfnisse zugeschnitten ( ISBN- Verwaltung ) . Dahingegen dürfte im Kontext des WEB- MEDIUMS die Ressource- Kategorie des “WERKS” à la longue grössere Relevanz beanspruchen als die “MANIFESTATION” ( s. o. ) |||

CATCHING & MATCHING THE CODES

on method orangeAls dritte Hausaufgabe liegen die ONIX - DOI - Code - Listen zum Studium bereit . Angewandtes Brain- Anti- Aging : Allein die Liste für den ” Product Form Code “ umfasst über einhundert Einträge :

Fragen lesender Web- Textarbeiter , mit welchen wir in den folgenden Tagen allerdings keusch an uns halten wollen . Schliesslich w|sollen die übrigen in|ad|ae|qu|at- Inhalte unter so viel Theorie- und Administrationslast nicht völlig verdorren . |||

IN|AD|AE|QU|AT RELATED

KLANGAPPARAT

Als Rekompensation für dürres Sprech- und vielversprechendes Theoriewerk gibt der KLANGAPPARAT heute etwas ganz Seltenes und und XXL- czz hörempfehlungLänge heraus : Rar , aber wahr , lässt nämlich das Berliner Kultlabel KANZLERAMT Freeware vom noblen Stapel : HEIKO LAUX verfügt als KANZLERAMT- Gründer nicht nur über eine beeindruckende Backlist , sondern beweist auch im Longplay eines Eindhovener Live- Mixes sowohl Steher- als auch Sprinter- Qualität . Eine Stunde , siebenundvierzig Minuten : Souverän durchkomponiert mit Hang zum Überraschungs- Ornament . FORGET ABOUT VIENNA’S OPERA- BALL AND CLICK STREAM TO LISTEN - over and over and over again - |||

blog - on method I : publizieren , partizipieren , persistenz



||| ACHT AUFGABEN | PERSISTENT IDENTIFIER : WAS FÜR ANDERE MEDIEN GESCHAH | URL : UNSICHERER PATRON | ALTERNATIVEN | MITTEL DER WAHL : DOI | KLANGAPPARAT

ACHT AUFGABEN

on methodFolgende Fragestellungen finden sich derzeit auf unserer methodologischen Landkarte , Erkenntnisse und Ergebnisse reichen wir “in loser Folge” unter dem Titel “on method” dar .

A “map of misreading ” ist freilich nienals auszuschliessen …

  1. Gedruckte Publikation versus Online-Text : Wann ist ein Werk ein Werk , wie kann man Text- Bild- Audio- Video- Objekt- Montagen ohne “physikalische” Manifestation als tatsächlich publizierte Werke akkreditieren ?
  2. Darstellungsformen multimedialer Online- Werke : Ausstellung in der ( Offline- ) “Echtwelt” , Rezipierbarkeit abseits von Hyperlinks , Aufnahme in Werkverzeichnisse
  3. Dauerhafte Adressen für Online- Werke im dynamischen Umfeld von URL- und Webspace - Verschiebungen
  4. Rechtesicherheit für Autoren : Verwertbarkeit , Reintegration von Online- Content in traditionelle Publikationsformen
  5. Strukturierte Inhaltsbeschreibung von Online- Werken in Form von XML - Schemata als Basis für das Rendering auf unterschiedlichen Ausgabegeräten
  6. Umfangreiche Metadaten- Auszeichnung mittels ontologisch gestützter Attribute , Relationen und Wertepaaren im Rahmen etablierter Standards wie Dublin Core , OWL , RDF und RDD
  7. Aktives Angebot von maschinenlesbaren Content- Feeds und Services jenseits von RSS und ATOM für zukünftige Aggregationsformen und Wissensmanagement
  8. Prakische Integration all dieser Mechanismen in Content- Management Systeme ( cms ) wie Wordpress , Drupal et. al. , praktische Handhabung komplexer Werkbeschreibungen im Authoring und im Archivbereich |||

PERSISTENT IDENTIFIER : WAS FÜR ANDERE MEDIEN GESCHAH

on methodAls Ausgangspunkt | point of departure für diese umfangreichen Abklärungen wurde der DRITTE Punkt oben stehender Liste ausgemacht : Die eindeutige Auszeichnung von Online- Werken mit einem über die Jahre hinaus gültigen , referenzierbaren und mit Metadaten angereichterten Identifikator . Im klassischen Publikationsfeld sind solche “Nummern” aus dem Umfeld des ISO TC 46 allgemein gebräuchlich und Basis für Transaktionen , Rechteklärung und Zitierbarkeit :

  • ISBN für Bücher als Einzelausgabe
  • ISSN für Periodika
  • ISRC als Code für Tonträger
  • ISRN für technische Fachartikel
  • ISAN für audiovisuelle Produktionen
  • ISWC für Kompositionen
  • ISTC wird als ISO 21047 soeben spezifiziert und eignet sich an sich für Kennzeichnung von Texten , es ist aber noch keine praktische Lizenzierung verfügbar , auch eine multimediale Erweiterung ist nicht absehbar
  • UMID im Rahmen von MFX/AAF wird von der SMPTE eher als Identifier für Rohmaterialien im bereich professioneller Audio / Video Produktion verstanden
  • UUID wird unter anderem auch von Microsoft als GUID für die (beinahe) eindeutige Bezeichnung von Code-Fragmenten und Applikationen genutzt. dieser wäre für die interne Nummerierung zwar geeignet , hat jedoch keinerlei Relevanz für die Aussendarstellung und die Namensauflösung. Es handelt sich um einen möglichst zufälligen Code aus Uhrzeit , MAC-Adresse der lokalen Netzwerkkarte und anderen Parametern , oder auch einfach um den MD5-Hash-Code des indizierten Files .

Die Bezeichner wie ISBN , ISSN etc … beziehen sich alle auf den Inhalt bzw. die Publikationsform: ISBN für Bücher, ISRC für Audio-CD , ISSN für Journale . Ein persistente ID für Web-Anwendungen muss aber unabhängig von der physikalischen Repräsentation eine funktionelle Bedeutung aufweisen. |||

URL : UNSICHERER PATRON

Im überwiegenden Fall können mit diesen Bezeichnern auch nur physikalische Medien oder elektronische “Files” als homogene , “flache” Formen der Repräsentation künstlerischer Hervorbringungen ( mp3 , jpeg , txt) referenziert werden . Ein mittels XHTML , CSS , Flash- Code und Java- Scripts erstelltes komplexes Online- Konstrukt entzieht sich insdes bislang einer Typifizierung und “lebt” ausschliesslich entlang einer URL und den Hilfstypen für die Darstellung . Jedem Internet- Nutzer ist aus leidvoller Erfahrung klar, dass die URL einer Webseite nur eine Momentaufnahme des physikalischen Speicherortes sein kann . Hosting- Wechsel , neue Projektideen oder einfach das Auslaufen von Ressourcen machen eine liebevoll gepflegte Datensammlung zur Null- Existenz - Stichwort Error 404 . |||

ALTERNATIVEN

on method

Im Netz werden verschiedene Möglichkeiten zur dauerhaften Namensauflösung eines einmal festgelegten Identifikators auf variable Adressen angeboten .

Voilá ein Digest der Vor - und Nachteile der bisher evaluierten Methoden :

  • PURL bietet ohne Kosten zumindest persistente “Auflösung” von URLs zu variablen Adressen . Leider können solche Mappings nicht mit Metadaten oder gar Inhaltsbeschreibungen versehen werden , daher greift PURL für die projizierte Anwendung um Einiges zu kurz .
  • URN , in RFC 3406 definiert , kommt dem Anliegen schon näher . Mit umfangreichen Antragsforumlaren , doch immerhin ohne Lizenzkosten kann man einen “Namespace” für permanenten Gebrauch anfordern und fürderhin unter dieser stabilen Domäne laufend Werke eindeutig indexieren. inadaequat wird sich der Zuerkennung einer informellen URN (urn-07) annähern , als reales Experiment auf dem Weg zu weiteren Erkundungen . Trotzdem bleibt auch eine URN im Teilgebiet “Namensaufösung” stecken , weiterreichende Indizierung wäre erwünscht .
  • Registered Commons als Ableger der Creative Commons ist natürlich der sympathische , “gute” , naheliegende Weg für die gestellte Aufgabe. Ohne Kosten können elektronische Werke mit persistenter URL , reichhaltigen Metadaten , und wählbaren Lizenzbedingungen ausgezeichnet werden . Der eindeutige Identifikator wird jedoch leider nicht in einem definierten Namespace angelegt , sondern ist bloss ein UUID mittels MD5- Hash , der - und hier der Haken an der Sache , aus dem UPGELOADETEN Werkstück generiert wird . Ein echter Upload ist bei Onlinewerken aus den genannten Gründen wohl kaum möglich , ebenso rechtlich bedenklich , auch die Namensauflösung dieser Bezeichner ist nur über die sehr lange , unlesbare UUID möglich und damit wenig praktikabel . Immerhin existiert sein kurzem ein WORDPRESS - plugin für Registered Commons : Blog- Beiträge sind damit endlich in gewissem Umfang schützbar . |||

MITTEL DER WAHL : DOI

on methodAls beste Möglichkeit für die Auszeichnung der Online- Werke im Sinne des Gesamtprojektes in|ad|ae|qu|at zeigt sich schliesslich der DOI , ein von der IDF verwaltetes Nummern- System für Objekte . Zwar nicht ganz kostenfrei zu nutzen plus umfangreichen Auflagen für Metadaten- Zusätze . DOI ( Digital Object Identifier ) ist die praktische Ausformung von MPEG 21 - Teil 6 , dem Rights Data Dictionary , und trifft damit genau das Projekt- Begehren der in|ad|ae|qu|aten Idee . Eine detaillierte Beschreibung der Eigenschaften des “Systems DOI” folgt im nächsten Teil dieser Werkstatt- Berichte erfolgen . ( - Schöner Cliffhanger , wie ? - ) |||

KLANGAPPARAT

Ein echter Sonntagsfund und eben frisch aus dem Ei geschlüpft : Heute servieren wir intelligent dance music vom Feinsten : André Lodemann hat gut Ding Weile lassen lassen und stellt seine LP SHINE in Form eines Three- Track- Teasers beim Kölner Netlabel rest vor ( @ MySpace ) : Treue in|ad|ae|qu|at- Besucher wissen zwar um unsere grundsätzliche Abneigung gegen etwelche Weiberstimmen- Ziergirlanden : Die leicht orientalische czz hörempfehlungSchlingpflanze auf Track # 1 mag als fleischfressende durchaus attraktiv erscheinen . Was auf den kargen drei Tracks der Gratis- und Teaser- Release sich andeutet , setzt das integrale LP- Werk überzeugend ins Werk : Nämlich wie Lodemanns ( @ MySpace ) diskret nach allen Regeln der Harmonik gebaute Mikro- Patterns durchaus über das musikalische Potential verfügen , auch der Langstrecke frische und massgebliche Modulationen abzugewinnen . Das alles in einer Dirskretion und Demut , die ihres gleichen suchen …. . Den STREAM tutto completto gibt’s @ rest , die drei Treaser- Tracks mit selber Post hier . CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Shine | 02. Drifting | 03. Hold On |||

AIAP | APIAP : Wertloses Traktat über den Bundestrojaner



Eben in|ad|ae|qu|at erfunden und hiermit dem Weltkreis dargereicht : ENA bzw. ANA , Ein Neues Akronym / A New Acronym . Klar , dass auch wir als Zwerg auf den Schultern des Riesen der Überlieferung ( ÜL ) und Allgemeinen Sprachgebrauchs ( ASGB ) stehen . Unsere Neu- Findung ( NF ) ist ein klares Derivat von Gnaden des bekannten ASAP ( As Soon As Possible ) . Wir gestatten uns also die Variante : AIAP für As [ Politically ] Incorrect As Possible . Die Langform APIAP wäre selbstverständlich korrekter . Lässt sich - bei Lichte , im Vollmund und ganz Ohr besehen - eigentlich auch besser artikulieren .

icon fingerprint iraq usembassy govWozu die umständliche Kunstübung ? - Ganz einfach : Um eine Kategorie zu schaffen , die das Scheitern am Prozessieren von Meldungen dokumentiert . Wie sollte man es denn anders als “inkorrekt” oder “grösstmöglich ignorant” nennen , wenn wir zugeben , uns in den täglichen Meldungen über Bundestrojaner , Staatlichen Lauschangriff ( D / USA ) , Online- Durchsuchung und Vorratsdatenspeicherung rettungslos zu verlieren ?! - Um das Rauf und Runter , Zick und Zack , Hin und Her von Anschriften , Abschriften und Umschriften des genannten Themenbereichs zu dokumentieren , schütten wir heute einfach einmal pêle mêle den Folder der ( sehr entspannt angelegten ) Feed- Clippings eines Monats aus .

icon fingerprint iraq usembassy govMan nehme das Ergebnis als ein Stück Poésie Concrète oder als Dokumentarisches Sprachtheater , welches auf die Sache selbst verweist ebenso wie auf deren Treatment . Auch wir sind nur Glied in der Nachrichten- Verwertungskette . Auch wir ver- werten , verzehren Wert . Vielleicht vernichten wir ihn , den Wert , ja damit endgültig . Vielleicht schöpft er sich , dieser Wert , ja auch wieder via Darstellung . - Was weiss der Wertlose . Unter Wertlosen ist der Wertlose stets Wertlos . Von der ewigen Wiederkehr des Wertlosen . Untergang des Wertloses . Mein Wertlos . Dichtung und Wertlos . Drei Wertlose für Charlie . Schneewittchen und die Sieben Wertlosen . Hänsel und Wertlos . Von der Wertlosigkeit des Alltagslebens . Das Wertlose als Wille und Vorstellung . - Bemerkenswert : Die Asonnanz der Wörter WERTLOS und WEBLOG . - Dies alles selbstverständlich zu verstehen im Sinne einer Selbstkritik vor dem ZK der Wertvollen . ( Disclaimer : Selbstredend ist dies keine Anspielung auf die von Ganz Germania kürzlich beachtete ZKM-Tagung ICH, WIR & DIE ANDEREN . )

icon fingerprint iraq usembassy govHier nun also die Poesie der Clipping- und Link- Liste . Eine Random- Reihe , welche einerseits die wirren Entäusserungen der “Politisch Verantwortlichen” dokumentiert . Zum andern tritt auf diese Weise kumuliert der “MASSAGE“- Effekt medialer MESSAGES hervor .

icon fingerprint iraq usembassy gov… frühere hatten wir im Juli in|ad|ae|qu|at referiert . - Zufall , Selektivität , begrenzte Quellen , keine xtra Recherche : Was der Tag mir zuträgt . Pro domo et mundo stellt sich die Frage , was uns treibt , solche Vorratsdaten Sammlungen anzulegen . - Phantasma des Archivs ? ( Foucault ) - Ablegen , um zu vergessen ? ( Plato ) - Man werde dies eines Tages selbstverständlich hochwertig verwerten ?! ( ego ) - Machen wir uns doch nichts vor . ||| [ quelle icon : us embassy iraq ] |||

Zu unserer Ehrenrettung mag man gnädig die Systematik unserer rückzählenden Präsentation der jüngeren releases des Top- netlabels Thinner / Autoplate beachten : Zwei Gute Gaben , bevor wir an die - von uns im April d. J. vorgestellte - Emporio von Christian Dittmann ( thn092 ) aufschliessen . Jetzt allerdings sind wir bei Release Numero 96 angelangt und bei der EP Born On A Houseboat von Benfay aus Bern / CH . czz hörempfehlungEbenso wie der gestern unter dieser Rubrik vorgestellte Philipp Weigl hat Benfay aus der “richtigen Musik” zu den Electronica resp: dem DJ-ing gefunden . Hier steht im Hintergrund nicht das klassisch akademische Klavier , sondern tobt der Free Jazz . In vier wohl ausgewogenen Sechseinhalbern fliessen mechanische und organische Anmutungen ineinander , analoge Wärme und kühles House . Verstehe ich die Label- Prosa recht , so spielt der Titel “Houseboat” just auf diesen Zwie- Pack an . Wiewohl : Am Berner Streckenstück der Aare möchte man nicht unbedingt ein Hausbootler sein . Aber eben : Der Titel rückt diese haltlose Annahme insofern zurecht , als Benfay zu Olten geboren worden ist . Die Sounds des guten Mannes sind jedenfalls ultratrocken , hart und weich zugleich , quasi wie rollende Holzwürfel . Was wiederum zu den Marsch- Triolen auf Track 01 passt . Manche Synthi- Sound- Schnipsel könnten den frühen 70ern entstammen , die flächigen Segel wehen eher Richtung späte 90er . Nicht zu vernachlässigen : Das zarte Wah- Wah . Sämtlich diskret und subtil akkordiert - bis auf die Stiefel der Drum- Machine , die mitunter bewusst mechanisch durch die Blümchenwiese sta(m)pfen . Click Tracks to Listen : 01. Breaching The Escarp ( 6:25 ) | 02. Phlegmatic Face ( 6:40 ) , 03. Nimiety Of Energy ( 6:36 ) , 04. Quick Drifter ( 6:54 ) |||