Tag Archive for 'bachmannpreis'

Play it again : FÜR den Bachmannpreis und WIDER die Literaturschulen - Eine Übertragung



||| IM FEUILLETON : FUSSBALL UND FISCHGERICHTE | IM FEUILLETON : FLUCH DER FERNSEH- FORMATIERUNG | “EVENT” ALS ENDE DES EXKLUSIVEN | DEALS DER JURIEN | FERN- SICHT VIA INTERNET : SELBSTTEST IN ECHTZEIT | AUFERSTEHUNG DES HÖRSPIELS VIA BILDSTREAM | ZUM GEZETER ÜBER DAS “PROFESSIONELLE” : EIN CETERUM CENSEO | LINKS | RELATED | KLANGAPPARAT

IM FEUILLETON : FUSSBALL UND FISCHGERICHTE

TDDL 2008 banner 300pxMusste man über Jahre hinweg lesen die stereotypen Stoss- Seufzer über den Bachmannpreis am ( Vorsicht : Wortspiel ! ) Wörther See und wie man sich abends bei Maria Loretto im berühmten Fischrestaurant unter den gruselig präparierten Fischköpfen an den Wänden ( Vorsicht : Bildwitz ! ) beim Gastmahle traf und wie dort oder auf den literaturjournalistischen Amateur- Fussballfeldern der Ehre es die Outsider den Insidern gaben

Musste man alljährlich lesen dieselben Protokolle von Outfits und Aussagen ( halbprivat ) , dasselbe Raunen über die echten , aus dem Genusse geistiger Getränke ergossenen Literaturbetriebswahrheiten …., so rächt sich das Feuilleton in diesem Jahr unisono mit Groll und Hohn für die Verknappung seiner Sport- und Spielwiese von zwei auf vier Tageslängen .

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IM FEUILLETON : FLUCH DER FERNSEH- FORMATIERUNG

picto TVIn chorisch harmonierenden Einzelstimmen wendet man sich gegen die Layoutierung der Show zu Zwecken und zu Gunsten der 3- sat- TV- Übertragung . Im fernsehgerechten Format , so der beleidigte Tenor ( Die Presse , taz ) , verwandle sich Literatur eben in jenes Ärgernis einer “prime time”- ( Der Standard ) , “Mittelstands-” ( DIE WELT ) , “Vita contemplativa”- ( FAZ ) und “Langweile”- ( NZZ ) Veran- oder -unstaltung , als welche sie sich anno 2008 den vor Ort Wesenden präsentierte .

Keiner mochte da einlenken , dass es eben die Fernsehübertragung sei , welcher die Juroren ihre Prominenz ( und guten Gagen ) danken , die im Besonderen allerdings dafür garantiert , dass Literatur im Feuilleton weiterhin für “der Rede wert” befunden wird . Anderseits gestattet just die Fernseh- Übertragung eine Teilhabe Vieler an einem lokalen “Event” : eine Zeugenschaft , welche die Lesungen selbst - allerdings auch die Leistungen der Jury , nicht zuletzt aber auch die Beurteilungen durch das Feuilleton - ÜBERPRÜFBAR macht .

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“EVENT” ALS ENDE DES EXKLUSIVEN

picto TVSomit gerät die Oberhoheit der Kanzelrede und der exklusive Deutungsmacht des Feuilletons ins Wanken : Prompt reagiert das Feuilleton auf die solcherart “globalisierte” Information , indem es die Stadt Klagenfurt ebenso kleinredet und zur kleingeistig- protofaschistischen Provinz ( DIE WELT ) erklärt wie überhaupt den ganzen Bewerb inklusive der Juroren samt der von ihnen “vorgeschlagenen” und diskutierten Text- und Autoren- Funktionen .

Denn aber , hallo und sorry , möchten wir bescheiden daran erinnern , dass Klagenfurt noch immer ein Erbmöbelstück der “Gruppe 47″ ist und von deren berüchtigten Meetings , deren Lesungen und deren , jedem Widerspruch abgeneigten Ab- Urteilungen derer , die da lasen . Die , die da lasen , waren ( siehe : das Prinzip der “Einladung” bzw. der Juroren- Vorschläge ) selbstverständlich nur ein Teil “sie selber” . Der Löwenanteil war und bleibt allerdings das , womit sich ein Juror zu profilieren gedenkt , WEN er ins Rennen schickt und WAS er der Arena des Sammelkampfes vorwirft … zur Augenweide oder zum Frasse .

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DEALS DER JURIEN

TDDL 2008 banner 300pxWas das Juryprinzip ist in vielen verschwiegenen Versammlungszimmern , an Tagungstafeln und bei Konferenztisch- Kaffee aus Thermoskannen vollzieht , liegt in Klagenfurt vor Aller Augen . Deals , Kontrakte , Freundlichkeiten im Austausch gegen Imagepunkte , oder - bei Schlagseite des eigenen Kandidaten : der schnelle Seitenwechsel und Überlauf , der mit rhetorischer Verve überbrüht werden muss , damit der Sieger als selbstgekochtes Süppchen verkauft und vertreten werden kann .

Ja mei : All das ist hinlänglich bekannt . Was aber nun , wenn wir zugucken dürfen ( live dabei sein ! ) in der durch die Fernsehkameras und die hitzige Ausleuchtung nachvollziehbar unangenehm schwül- bedrückten Arena ? - Seit zwanzig Jahren weder im Besitze eines TV- Apparates noch des Animo , sich leiblich dem “Betriebsausflug” auszusetzen , hat in|ad|ae|qu|at das sogenannte “Wettlesen” stets via Feuilleton- Rapports und Insider- Witzen rezipiert . Und dabei Hunderte der oben genannten Fischessen , Fussballschweisstreibereien , Beschwipstheiten und Ausflügen ins lokale Puff nachlesen dürfen . Wenn im September dann oder im Oktober der jährliche Band “DIE BESTEN” bei Piper erschien , konnte und wollte sich eh Keiner mehr an das frühsommerliche Klagenfurt erinnern .

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FERN- SICHT VIA INTERNET : SELBSTTEST IN ECHTZEIT

picto TVNun aber hat das Netz auch für fernsehfrei lebende Zeitgenossen die “Zugänglichkeit” zu diesem eminenten Ereignis der Eliten von Feuilleton und Sozial- Performanz ermöglicht . Und solche “Zugänglichkeit” zu höherer - menschlicher , kultureller , emotionaler - Bildung gilt mittlerweile als Menschenrecht . Na gut , machen wir von solcher “Zugänglichkeit” via “Stream on Demand” Gebrauch und vollziehen “Klagenfurt” im totalen Echtzeit- Selbsttest und unter verschärften Bedingungen von sukzessiver Mitschrift und Fortverlinkung mit : Vierzehn Stunden lang an Bildschirm und Tasten , plus Mittagspausen usf.

Hier das Testergebnis : Auch unter den eingeschränkten Erwartungen , was ein Stream- Bild an Qualität vermitteln kann , ist der visuelle Faktor erbarmungslos kläglich . Im Chiaroscuro eines nur spotmässig ausgeleuchteten Studios verhindern abstruse Kamera- Totalen eine Konzentration auf den logisch zu fokussierenden Sprecher . Tritt selbiger allerdings - egal , ob gebeugter Autor , gestikulierender Juror oder bräselnder Moderator - ins Bild des Nah- Objektivs , erstarren die Talking Heads hinter der dick aufgetragenen und unvorteilhaft angestrahlten Maske . Da man Menschen , welche man schätzt und kennt , nur ungern in solcher Ensor’schen Masken- Übermalung betrachtet , verlegt man sich bald aufs Abblenden . Und siehe : Man beginnt zu HÖREN . ZUZUHÖREN sogar .

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AUFERSTEHUNG DES HÖRSPIELS VIA BILDSTREAM

TDDL 2008 banner 300pxUnd statt des blauen Studios erleben wir das blaue Wunder der Verwandlung eines “Literaturwettbewerbs” in ein HÖRSPIEL in Echtzeit : Mit den klassischen Chargen , Beschleunigungen und Retardierungen , Strophe und Refrain , Solo und Chor sowie viel lokal gefärbter Sprachmusik . Da treten die ausgestellten ( literarischen ) TEXTE als ebenso subjektive STIMMEN und CHARAKTERE auf wie das Geplänkel der Juroren , deren ebenso ausgestellten Bekenntnis- TEXTE und kulturtheoretische ROLLENPROSA . Solcherart sind wir - auch über manche Mühen der Textebenen ( aller Fraktionen ) hinweg - in den Genuss eines selten so unterhaltsam vernommenen HÖRSPIELS gekommen .

Fazit : Wenn schon das Radio sein Selbstbewusstsein als AKUSTISCHES Medium hinter Internetbildchen , LOGO- Optik und visuellen User- Interfaces am Handy verleugnet , wird man fortan das live übertragene , respektiv netz- gestreamte oder ON DEMAND abgespielte TV- BILD als neues Radio gebrauchen . BILD AB , TON AUF : Lass es jazzen , Mann , horch hin und maule nicht .

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ZUM GEZETER ÜBER DAS “PROFESSIONELLE” : EIN CETERUM CENSEO

picto TVUnd WENN man sich zu Klagenfurt bzw. in den Redaktionsstuben postum seit Jahren über die ( Vorsicht ! ) “gut gemachten , aber …“-Schreibstücke beklagt , dies Jahr erstmals auch über die ( Vorsicht ! ) “gut vorgelesenen , aber …“-Texte , dann schliesse man doch bitte endlich und einfach die VEBs der Literaturschulen und entlasse deren renommierte Lehrer , welche eben die SERIENTEXTE und -BEFINDLICHKEITEN mitproduzieren , über die sie und ihre Kollegen dann öffentlich mäkeln . Sorry : Bei diesem Betriebsspiel werden Menschen verbraucht … Der Rest der Argumentation ist unter der Kategorie “Germany’s Next Topmodel” bzw. “Deutschland sucht den Superstar” ( DSDS ) nachzulesen . Oder hiesse es doch nicht noch besser : “Dschungel-Camp - Ich bin ein Star – holt mich hier raus” ?!

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LINKS

  • Tilman Rammstedt erhält Bachmann-Preis - Der deutsche Autor Tilman Rammstedt hat den renommierten Ingeborg-Bachmann- Preis gewonnen . Der 33-jährige Schriftsteller wurde im österreichischen Klagenfurt für seinen Roman “Der Kaiser von China” ausgezeichnet . Rammstedt wagte etwas , das in Klagenfurt selten goutiert wird : Humor ( Elmar Krekeler , DIE WELT , 30. 6. 2008 )
  • Bachmann-Preis 2008 : Darauf haben wir gewartet ( Oliver Jungen , FAZ , 29. 6. 2008 )
  • Vom Dienstbotenelend der Literatur - Der 32. Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb - Mit einer Grossvater- Geschichte holt sich der Berliner Tilman Rammstedt den Ingeborg- Bachmann- Preis 2008 . Seine Erzählung ist komisch , wo die Qualität der sonst noch vorgetragenen Texte fast tragisch ist . Selten zuvor war die Literatur in Klagenfurt so durchschnittlich wie diesmal ( Paul Jandl , NZZ , 30. 6. 2008 )
  • Neuigkeiten aus Klagenfurt - Öl im Getriebe - Beim diesjährigen Ingeborg- Bachmann- Wettbewerb haben sich die Schriftsteller , die Jury und das Publikum auf die Bedingungen des Fernsehens eingelassen ( Dirk Knipphals , taz , 30. 6. 2008 )
  • Das Jahr der Freundlichkeit - Der 32. Bachmann- Preis ging an den in Berlin lebenden Tilmann Rammstedt - Markus Orths und Patrick Findeis hatten Chancen . Eine Entscheidung , unentschieden ( Cornelia Niedermeier , Der Standard , 30. 6. 2008 )
  • Bachmann-Preis : Ein Tyrann als komischer Held - Tilman Rammstedt gewinnt mit seinem schwarzhumorigen “Der Kaiser von China“ in Klagenfurt . Er setzte sich bei Jury und Publikum durch ( Harald Klauhs , Die Presse , 30. 6. 2008 )
  • Literatur , im Wörther See versenkt - Beim Wettlesen zum Bachmann-Preis wird alles den Erfordernissen des TV , der Marke untergeordnet . Ein Text ist aber kein Waschmittel ( Harald Klauhs , Die Presse , 30. 6. 2008 )

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RELATED

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KLANGAPPARAT

Ein Eintauchen in buchstäbliche Liquid Levels gestattet das herrlich verhaltene LOOPZILLA- MIX Numero 60 . Fern von jeder hochsommerlichen czz-hoerempfehlungBeach- Life oder Sonstwie- Fröhlichkeits- Frenesie , bleibt das “Sofa Mix” cool abgedimmt im gangbaren Takt , ohne ins loungig- Beliebige abzudriften : Daniel P. aka “Project Swirl” bedient sich mit seiner exquisiten Mischung aus Releases von Netlabels wie yukiyaki , Thinner , unfoundsound oder clear-cut allerdings nur beim Feinsten . - CLICK LINK TO SEE PLAYLIST AND LISTEN . |||

BACHMANNPREIS 08 : Listen - Lesen - Lasten



||| NA JA : DANN MAL LOS | STUNDENPLAN - DARBIETUNGEN - DEBATTEN | RÉSUMÉES ( ORF ) | AUTOMATISCHE LITERATURKRITIK - PREIS DER RIESENMASCHINE | PRESSE | KLANGAPPARAT

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Das Blockseminar “Bachmannpreis 2008” aka “Tage der deutschsprachigen Literatur” kann losgehen . Laut Veranstalter gestrafft , verjüngt und in neuem Outfit , multimedial und -lingual . - Zur Gegenlektüre : Siehe Doris Mosers ( “Der Ingeborg-Bachmann-Preis - Börse , Show , Event” ) : Frequently Asked Questions .

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STUNDENPLAN - DARBIETUNGEN - DEBATTEN

Im Netz via ORF-TV on demand | per Media- Player

Freitag , 27. Juni , Vormittag

9 - 10 : Thorsten Palzhoff , D ( home , Videoportrait | Vorschlag Ijoma Mangold ) : “Livia” | Lesung ( video on demand ) | Debatte ( video )
10 - 11 : Alina Bronsky , D ( Videoportrait | Vorschlag Ijoma Mangold ) : “Scherbenpark” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
11 - 12 : Clemens J. Setz , A ( Videoportrait | Vorschlag Daniela Strigl ) : “DIE WAAGE” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
12 - 13 : Angelika Reitzer , A ( Videoportrait | Vorschlag André Vladimir Heiz ) : “Super-8” | Lesung ( video ) | Debatte ( video)

Freitag , 27. Juni , Nachmittag

15 - 16 : Martin von Arndt , D ( home , Videoportrait | Vorschlag Alain Claude Sulzer ) : “Der Tod ist ein Postmann mit Hut” | Lesung ( video ) | Debatte ( vod )
16 - 17 : Patrick Findeis , D ( Videoportrait | Vorschlag Burkhard Spinnen ) : “Kein schöner Land” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
17 - 18 : Markus Orths , D ( KEIN Videoportrait | Vorschlag Daniela Strigl ) : “Das Zimmermädchen” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )

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Samstag , 28. Juni , Vormittag

9 - 10 : Heike Geißler , D ( Videoportrait | Vorschlag Ursula März ) : “Das luftige Leben“| Lesung ( video ) | Debatte ( video )
10 - 11 : Sudabeh Mohafez , D ( home , Blog “zehn zeilen” , Videoportrait | Vorschlag Klaus Nüchtern ) : “Im roten Meer” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
11 - 12 : Dagrun Hintze , D ( Videoportrait | Vorschlag Burkhard Spinnen ) : “Flugangst” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
12 - 13 : Pedro Lenz , CH ( home , Videoportrait | Vorschlag André Vladimir Heiz ) : “Inland” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )

Samstag , 28. Juni , Nachmittag

15 - 16 : Ulf Erdmann Ziegler , D ( Videoportrait | Vorschlag Alain Claude Sulzer ) : “Pomona” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
16 - 17 : Tilmann Rammstedt , D ( Videoportrait | Vorschlag Ursula März ) : “Der Kaiser von China” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
17 - 18 : Anette Selg , D ( Videoportrait | Vorschlag Klaus Nüchtern ) : “Muttervaterkind” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )

Samstag , 28. Juni , Abend

20.15 : Preisvergabe ( erstmals im Hauptabendprogramm von 3sat live )

Tilman Rammstedt gewinnt den Bachmann-Preis 2008 | Patrick Findeis erhält den 3sat-Preis

Der in Berlin lebende Autor Tilmann Rammstedt ist der große Gewinner des 32. Ingeborg-Bachmann-Preises 2008. Er beeindruckte mit seiner Lesung aus seiner Familiengeschichte “Der Kaiser von China” nicht nur die Jury, auch das Publikum stimmte für den Nachwuchsautor. Rammstedt, 1975 in Bielefeld geboren, beschreibt in seinem Werk eine problematische Beziehung zu seinem Großvater. Die Jury lobte den bisher unveröffentlichten Text als hochkomisch und brillant. Der Hauptpreis ist mit 25.000 Euro dotiert.

Der 3sat-Preis geht dieses Jahr an Patrick Findeis, der in Berlin lebt und arbeitet. Ebenfalls erfolgreich im Wettbewerb ist auch der 1969 in Viersen geborene, heute in Karlsruhe lebende Autor Markus Orths, der vor allem Erzählungen, Romane und Essays schreibt. Er erhält den Telekom Austria Preis.

Der Ernst- Willner-Preis ging nach Österreich

Der Ernst Willner-Preis ging schließlich an den zweiten von Daniela Strigl nominierten Autor: Clemens J. Setz. Sie meinte, damit eine “höchst hintersinnige Geschichte über das Wägen und Abwägen” gewählt zu haben, die zeige, “was übermäßiger Fleischgenuss aus Männern machen” könne.

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RÉSUMÉES ( ORF )

Disclaimer : In|ad|ae|qu|at übergehen wir die verzichtbaren Subjektkommentare des “Satirikers” Egyd Gstättner .

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AUTOMATISCHE LITERATURKRITIK - PREIS DER RIESENMASCHINE

An Stelle des vorjährigen Klagenfurt-Totalisators lädt die ZIA 2008 zur Teilnahme an der Automatischen Literaturkritik ( Kriterienkatalog ) . in|ad|ae|qu|at hält eine Kommentierung der Kommenierung für verzichtbar , sondern sich schlicht ans Dokumentieren .

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PRESSE - TAG 1

  • Tagesspiegel” und ZEIT hatten Freitag gerade mal selbige , bis 11 Uhr die ersten beiden Lesungen ( Thorsten Palzhoff , Alina Bronsky ) ohne Zugabe eigener Gedanken zu beobachten . Der Rest des Freitag , 16:46 Uhr ex aequo online gestellten Textes reproduziert ein paar Fakten aus den Presseunterlagen . Gezeichnet “jg/dpa” .
  • Elmar Krekeler , ein ehrerenwerter Herr , ergeht sich in der WELT in einer Art von Live- Blogging , wobei besonders Moderator Dieter Moor Bohlen ( aka “der Geck” ) solchen Unmut erregt , dass auch ORF-Landesdirektor Willy Haslitzer einer Umbenennung in “Haslitza” anheim fällt . Immerhin bleibt der Chronist ( mit update ) bis Freitag , 17.32 Uhr auf dem Beobachterposten , referiert vornehmlich die männlichen Statements der Debatten : “Herr Mangold orgelt” , “Herr Heiz ist hingerissen … er bricht ins Schweizerische aus vor Begeisterung” , “Herr Heiz wechselt ins Französische. Herrn Spinnen geht das alles zu gut auf. Herr Mangold redet die Sprache des Textes klein” , Clemens J. Setz bietet “Angestelltenirrsinnsprosa” , Angelika Reitzers Text verursacht “Erste Klagenfurter Fluchtgedanken” : “Die Frau fährt auf einem Hometrainer zu ihrer glücklichen Tante. I wär narrisch.” ( Sic , czz )
  • Auch Cornelia Niedermeier ( Der Standard ) beginnt schon angehörs des Moor’schen Jargons “eine Abwesende, Unbekannte bei dieser Veranstaltung” zu vermissen : es sei “die Sprache – und die Liebe zu ihr” . Literarische Stereotypie des ersten Tages : “Klassische Bachmann-Texte , also für den Wettbewerb verfasste Beiträge, die artig dekodierbare Motive entwickeln, doch sprachlich wenig wagen.”
  • Harald Klauhs springt in seinem Bericht für “Die Presse” furchtlos medias in res : “Wie nervend darf ein Text sein ? An dieser Frage entzündete sich die erste heftige Diskussion unter den Juroren des diesjährigen Bachmann-Preises. Und zwar am Text Super-8 von Angelika Reitzer, die der Schweizer Juror Andr Vladimir Heiz nach Klagenfurt eingeladen hat.” - Hinsichtlich der von Clemens J. Setz surreal inszenierten Waage, “schlug” - so der Kommentator treffend - “der Zeiger … weit aus. Ich habe beim Lesen vor Lachen geprustet, kommentierte Ursula März diese hochkomische Horrorgeschichte über Biedermänner und Dinosaurier. Eine Fantasie über das Nichts, nämlich nichts Bedeutendes, nannte dagegen Neo-Juror Alain Claude Sulzer Setz’ Text … Schon an dieser Stelle spaltete sich also die Jury an der Frage, wie viel Mysteriöses ein literarischer Text haben darf oder soll.”

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KLANGAPPARAT

Nach so viel Gerede haben wir uns ein paar musikalisch aufmöbelnde “Zeichen” redlich verdient . Das junge Netlabel “Tonkultur-Berlin” ( TKBNET ) czz-hoerempfehlungschickt Steven Reitz ( pdf ) aka Freakster & Steven Schwarz ( pdf ) aka SCHWARZarbeit los , uns ein paar blutdrucksteigernde Mini ( mal ) ( beat ) - Pillen zu verabreichen : Dies Dosis ist höchst vernehmlich und bekömmlich . Besonders aber : Hochgradig wortlos ! - CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Freakster : Zeichen | 02. Freakster : Red Lights | 03. Freakster : Aetsche Beatsche | 04. SCHWARZarbeit : Zero-Point-Nine |||

Fressen



Klar ist in Sachen Klagenfurt der break even point absolut überschritten und das Thema suppt ungefähr so superb dahin , wie der Grüntee , in welchen die manuelle Tippbewegung eben die Zigarettenasche katapultierte . Besser , man schaut gar nicht hin , wie bei den Wurmkirschen oder gewinnen Nudeldrucker- Innen- Blogs , die vielleicht auch Sojasprossen ( blanchiert ) anrichten . Überhaupt die unselige Sitte , Fotos von Fressen ins Selbstnetz zu stellen . Und zwar in doppeltem Sinn : a. als “Fresse” im Sinne von Konterfei , Ich und / oder die anderen ( Kolumnen- Unsitte und Spiegel- Stil ) und b. als mehr oder wenige professionelle Food- Fotography . Wobei Letztere meist so abtörnend wirkt wie die erste Kategorie : Was will uns die schräg hin gegossene Schöne im Turi- Thema wohl sagen , was die Quadratfressen in quälender Qualität bei den Whodunit- News und welchen “Weg !”- Wert im Sinne maximaler Abschreckung die gruseligen Positive im Kochregister ? -

tunasteakdia

Wenn eklig , dann echt und mega und mit Sammler- zeal : Irre down to aesthetical earth ist das das derzeit 18 821 shots umfassende Archiv der von insgesamt 536 Flieglinien servierten Airline- Meals : “Eat wisely , fly safely .” Alpha und Omega aller Schwierigkeiten . Aber zum Mitmachen !

Nach Form und fragrance höchst gehaltvoll gestaltet sich Michael Reys Food- Photographie- Fibel , witziger aber noch Desselben Blog- Buster, wie man Grill- Dinge visuell angeht . Star des Abends ist das Projekt “Tuna Steak” , dessen Ablichtungs- Arrangement übrigens die Ist- Ikonographie dieses Mittwochmorgens abgibt . Thanks sincerely to Michel Rey . Benjamin Chrisite hat seinen Klassiker “creating edible Food Photos with food styling” mittlerweile zart aufdatiert , Bilder zum Fressen . Vielleicht auch eine nette Ferien- Beschäftigung .

tunasteakdia

Das könnte immerhin ablenken von jenen Dingen , die man schon gefressen hat und von welchen man immer neu angefressen zurückbleibt , verärgert , so eine lame duck wie den Blogblick der Netzzeitung schon wieder einmal gelesen zu haben . Smells like Prakitkanten- Spirit , der ehrenwerten Redaktionsperson ungeachtet . Auch hier tut Einer eben nur seine Pflicht und rührt weder einen Finger noch eine Denkbewegung hinaus über den Pegel des Geld- Gegenwerts . “Es sind schon Hausmeister gestorben” , sagt der Wiener und meint damit , dass eben selbes Elend auch spekulative Lancierungen wie das Spiegel- Special WIR SIND DAS NETZ und die augustäisch halbfrequent erscheinende VanFair trifft . Auf Erstere beginnt sich die Szene - etwa Indiskretion Ehrensache - eben einzuschiessen , Letztere hat seine Lieblingsfeinde sicher … namentlich allerdings eher als Eintagsfliege .

Da wir mit den guten Produkten von bumpfoot noch längst nicht fertig czz hörempfehlungsind , selbige allerdings mitnichten im Kontext dieses Grämlichen platziert wissen wollen , gibt’s jetzt Numero 90 von Mixotic , welcher diesemal so cheesy wie headbanging ausgefallen ist . Zu Jacksonblacks ( aka jxnblk ) enigmatischer Titelfrage “I Can Has More Minimal Now ?” gähnt das abgebildete Kätzchen zu Recht , aber Tiere machen sich immer , auch zur Legitimierung eines nicht vollzogenen Teneriffa- Trips . Was wir schon immer wissen wollten . Machen Sie Steuer , legen Sie Rechnung , schwären Sie in der Halbjahresbilanz : Die Dumpfbeats werden mitwirken , auch diese miesen Dinge zu verdauen .

Mit Klagenfurt begonnen , ins / in die Fressen ist’s abgeglitten : “in |ad|ae|qu|at setzen ! Thema verfehlt !” - Eigentlich sollte über den fröhlichen Böttcher und seinen Willner- bepreisten Wettbewerb- Text die Rede gehen und des Letzteren topische Ähnlichkeit mit dem 2006 vorgelegten Roman Geld oder Leben . Die WIRKLICHE Frage und Herzensanliegen wäre allerdings jene gewesen , ob Böttcher, Jan ( Herr Nilsson , Schriftsteller ) und der köstlich Zentrifugal fein reimende Böttcher , Bastian irgendwie verschwippt oder -schwister- schwiegert sind . Das war das Thema . Wie man ja sah .

Oh Wildnis , oh Schutz vor Ihr



Klagenfurt , Folge 0 , -1.

Dass Josef Winkler seine frühe Kärtner Mytho- Mano - Graphie DAS WILDE KÄRNTEN bettitelte , mag durchaus auch auf die Bigotterein der Bachmann- Preis- Umtriebe zutreffen . Heilserwartung und und Vernichtungswunsch reichen einander anlässlich der Tage der deutschsprachigen Literatur willig die Hände .

UR bunt ohne zeiger Auch an Pfaffen und Kanzelrednern feht es dortselbst eben so wenig wie am gläubigem Fussvolk , welches angestaute polymorphe Emotionen anlässlich des rituellen Fussballmatches zwischen Sendeanstaltlern , Autoren und Kritikern abarbeitet . Nicht zu vergessen die wunderbare Fischvermehrung pus -Verzehnung samt alkoholischer Illimination an den Buss- und Betabenden.

On Wildnis, oh Schutz von Ihr, lässt sich da mit Elfriede Jelinek rufen , wenn nicht einmal die Evakuierung des TV- Apparates mehr hilft . The United Colors of Print and Blog lassen dessen un geachtet kein Auge trochen . Zu fragen wäre eben , ob seitens der Blog- Mischriften der mediale Einheitsbrei aufgemischt wäre und ob dort eine Alternative zu der üblichen , zu einem Drittel gelangweilten , zum zweiten Dritten “alles schon gehabt”- fadisierten und zum dritten Drittel der literatur- kultur- pessimistischen laudatio temporum actrum zu bieten mag . - - - Aber bitte schön der Reihenfolge nach ! - Soll sein.

UR bunt ohne zeigerKlagenfurt, Vor-Spiele . Stichwort : Seit eingen Jahren sehr beliebt beim Fötong , welches sich zunehmend die Tag- für Tag- Berichterstattung spart und nur noch die Siegerehrung ins Blatt stellt [ 2 Gründe : a. Schrumpfung der Redaktionen bei b. gleichzeitiger Explosion der Anzahl von Literatur- Wettbewerben , Preisen etc. ] . Als Spitzenreiter prescht Elmar Krekeler mit einem am 6. Juni um 17:19 ins Welt- Netz gestellten Artikel vor , in welchem er an die Siegerin Kathrin Passig , “Gründungsmitglied des spaßbetonten Berliner Netzbohème-Netzwerks ‘Zentrale Intelligenz Agentur“ (ZIA)‘ ( mit dem spin- off Riesenmaschine, czz ) mit ihrem fake- Text (”gefälscht”) für einen heilsamen “Skandal” den “verschnarchte[n] Literaturbetrieb” Das Fürchten lehrte” . Einzige Konsequenz ( wie in der Politik ) : Personalaustausch in der Jury , und zwar Iljoma Mangold ( SZ . eh’ scho’ wissen , das Pop - o - Phon mit Vorliebe für Daniela Strigls Karohemden ) statt Heinrich Detering und der Schweizer Semniotiker André Vladimir Heiz [ höchste Abfrage- Dichte im Archiv dieses Blogs ] statt dem dem Kraus- Proselyten Burkhard Spinnen.

Am 18. 6. stellt die Riesenmaschine den Klagenfurt- Totalisator ins Netz , was dem Blog wohl siegreichen Traffic eingebracht haben dürfte , da von ideen- ringenden Zeitungsschreibern wie der taz ( Das git zu denken ) willig aufgegriffen .

UR bunt ohne zeiger27. 6. , Volker Weidemann in der FAS : Bachmann-Wettbewerb : Langeweile von Klagenfurt ist legendär. Texte , die mit niemandem außer mit sich selber sprechen , Menschen, die in Buchstaben wohnen, statt wie der Rest der Menschheit in der Welt . Weidermanns Totalisator tippt auf den deklarierten Massenmörder- Would be und das “ewige Grosstalent Jochen Schmidt , den durchsichtigen Harald- Schmidt- Assistenten Peter Licht , der immerhin ein gesungenes “Sonnendeck” in der einen Hosentasche und in der andern seinen Schmöker vom “Ende des Kapitalismus” tragt. Zur Zier und zu orberst des Artikels - wie fast überall im Print - übrigens das Konterfei der Vorjahres- Sieger. Gleichen Tags zieht Focus eines der bekannten Bachmann- Konterfeis heran ( < selbes wie der Standard ) , um dann über den angeblichen Klafu- Virus zu phantasieren, von welchem man , einmal angesteckt , peu à peu zerfressen werde . Der Rest ist Landschaft bzw. Idyll . Lovely .

Am 28. 6. freut sich Heiko Werning @ Reptilienfonds- Blog der Taz über die popkulturell beglaubigten Jochen Schmidt ( Chaussee der Enthusiasten ) und Jan Böttcher ( Herr Nilsson ) , ohne originellerweise den pflichtschuldigen Hinweis auf den Riesenmaschinen- Totalisator zu unterlassen .

UR bunt ohne zeigerKlagenfurt, Kanzelreden zum Grand Opening . Natürlich tanzen alle mehr oder weniger kompetenten oder in andere Ressorts abgewanderten ORF Granden und Grandits-e an , um ihre güldenen Worte in die Mikiophone der Haus- und Unterehmensberichterstatter zu sprechen . Dem aus der Provnz in die Wiener Radio- Chefetage Aufgestiegenen Mitsche wird man es tunlichst recht machen . Hans-Joseph Ortheil s “Klagenfurter Rede zur Literatur” bekennt schmeichelnd , Warum wir Klagenfurt so lieben . Right on . Der Ironie- Verdacht dieses aufgesetzten Dialogs mit den üblichen Witzchen über die Portrait- Filmchen , Alpenpanorama , Totaliator & Cie wäre senso strictu nichts weiter als ein Plagiat der Dramolette Antonio Fian s zu nennen . Fian , der um sich selbst - und dies im Unterschied zu anderen Anwesenden - allerdings nie Aufhebens um die eigene Person macht , dürfte dem intendierten Promi- Faktor wohl als zu minder erschienen sein . Auch ein Befund . Har Har.

Riesenmaschine Totalisator 30 06 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klagenfurt , Tag 2 + 3 , Résumée der Résumées .

Reptilienfonds blogt live unter Zuhilfenahme des WLAN- Zuganges im 4-Sterne-Tagungshotel “Forsthaus Grünau” in Chemnitz und bekundet lapidar , darling “Jochen Schmidt scheint sich ja gut geschlagen zu haben” . Auch der Welt- Krekeler schreibt fleissig mit ( Näheres im Artikel ) und ächzt frei nach Goethens Letztem Atem : Super, Peter Licht stiehlt allen die Schau . Die ZEIT hat sich - anynom - inzwischen den “jungen VerstörerJörg Albrecht im Interview zur Brust genommen : Mehr als entwertete Busfahrkarten , Copy & Paste , USB- Sticks und Weisses Rausches kommt dabei allerdings nicht heraus . Bei David Hugendicks gefühltem Stimmungsbild des “gewellten Käse” schaut allerdings auch nicht eben mehr raus . Aber hatten wir , Hände auf Herzen , das wirklich erwartet ? Licht - Blicke druckt auch im Standard frei nach APA , fand aber die Langeweile der Milena Oda schwer migräneverdächtig , die selbe Quelle lobt den seit Monaten ausschlieslich als Preisstier auf fetten österreichischen Pfründen spazierenden Michael Stavaric . Geschenkt ! Die Frühwerke liessen eine solche Existenz als Everybodys Darling freilich weit weniger ahnen . Den Rest kucken wir uns via Audio / Video des Klafu- ORF selber an . Dann können die uns kein X mehr für ein U vormachen .

UR bunt ohne zeigerKlagenfurt en blog . Wir schalten um zu den poymorphen Progammen der Blog- Welt und werden sehen , inwieweit wir es hier mit verhinderten Literaturschurnalisten , echten Fans oder kritischer Masse zu tun bekommen . Vorhang auf . laurenzennser ist schlicht begeistert von Licht , just bei diesem Autor habe die Diskussionskultur ( just der älteren Juryteilnehmer , czz ) allerdis schlicht versagt , ärgert sich Kultur Channel , close your eyes würde seine Augen ( + Ohren ) vor Licht eher lieber verschliesen , Jochen Schmidt ist eher sein Mann . In seiner peniblen Live- Mitschrift liefert Wortwerkstatt einen der pränmien würdigten Satze : Corino schweigt. Selbes blog , weiterer Eintrag : Jury stürzt sich auf Sex des Stavaric ( dreimal dürft Ihr raten , wer ) , Fazit : Hätten wir das auch überstanden.

Sopran ( die mit dem Nudelthema) , bisher immens umstriebig , schaltet sich erst mit einiger Versütung zu , die Berichtspflicht an kärglichen Kolleginnen- Blog abschiebend . Tz, Tz, Tz, wer hätte das gedacht . Fazit : Man halte sich an Wortwerkstatt , dort wird am pfiifigten serviert . Quod erat demonstrandum . Zum Schluss noch ein Blick auf den unvermeidlichen Totalisator ( die Leute dort sollen ja auch was davon haben - für ein paar Gläser Vino wird sich’s schon ausgehen ) : Stand 30 . 6. 2007, 7:42 .

Wie versprochen , setzt in|ad|ae|qu|at nun mit Teil II das Label- Portrait des japanischen bumpfoot fort , dessen Name für coole Klang- und czz hörempfehlungRhythmuskurven garantiert . Nach dem mexikanischen Ausflug kehren wir flugs auf’ die insularen homelands zurück und treffen dort soroft auf den bumpfoot- labepchef tatsu höchstpersönlich : seine EP public holidays in May [bump034] wurde am 13. Mai released als Ergebnis eines während der japanischen Feiertage absolvierten Trips : Entsrpechend entspannt fährt es sich japanischen Route 289 unter Hinatnlassung jener City lights, welche für die vorhergegende Areits so prägend gewesen. Doch dazu in der nächsten Folge . Anschnallen also für und mit tatsu , meister seines fachs . 01. route 289 (5:24) , 02. among the mountains (6:11) , 03. city lights (7:37)

jeder grimm ein gewinn , jeder kuss ein schuss



Klagenfurt , Folge 0 .

Vor dem jährlichen Sprach- , Schreib- und Kommentarfest an der Furt klagender Dichters- Männer und -Frauen ergreift in|ad|ae|qu|at die Gelegenheit zum Grossreinemachen im Limbo des Lingo . Bevor wir uns allerdings mit den Listen lexikalischer linguine belasten , gehen wir kurz aufs Ganze und Selbiges systemisch an , wenn wir die kommunikativen / distingierenden Strategien , welche den weh- weh- weh- Umgang miteinander nicht eben erhebend gestalten . Trolls, Flames und ähnliche Parasiten machen manch fröhlichen Kommentar- Raumgestalter das Leben schwer . Effekt ist Überstrapazierung der DELETE- Taste und damit mögliche Abschreckung der harrenden Heerscharen von friendly comments . Was wäre , fragt unserer französischer Freund Olivier , nach dem Prinzip der Solidarité nun zu tun ? - Selber freund- und kommentarlich einzuspringen ?? - Damit man sich am Ende die Troll- Plage auf eigene Seiten zieht ??? - Fraglos ein Dilemma .

TÜVWovon der Metablogger aber ( noch ? ) nicht spricht , ist jenes Aufmerksamkeitsschinden , welches die kommerziellen Klick- Sklaven in Deutsch- Blog- Land tagtäglich inszenieren . Ein starker Sager , ein behänder Claim , und der Traffic steht Schlange vor der Zählmaschine . Sind nicht just eben solche Windmacher die ärgeren Parasiten , die sich am Potenzial freischwebender Interessen mästen ? - However . Gemütlich ist es sicher nicht , die tägliche Anzahl von Klicks , von Minuten Verweildauer und von Absprungsraten ( in Prozent ) als Cash plus / minus vorgerechnet zu kriegen . Zum Thema Rechnung ist ein regelmässiger Blick auf Robert Basics Basisarbeit zu empfehlen .

TÜVin|ad|ae|qu|at mit seiner print- geprägten Kaum- Kommentar- Politik wäre unter Oliviers Prämissen natürlich ein MAUSETOTES Ding . Macht nichts , wir fühlen uns - ob Sie das jetzt interessiert oder nicht - trotzdem einigermassen lebendig . Oder es ist alles ganz anders und die Population unserer Spring- und Stammkunden ist - tout court - einfach nekrophil . Zum Thema “Tod und andere Peinlichkeiten” kommen wir im Übrigen nicht umhin , Detlef Gürtlers zarte Korrektur des im Zeichen Saturnischer Stimmung in|ad|ae|qu|at angeschwärzten Niggemeier auch in den Haupttext zu nehmen . Schwarzsehen kann , wie man sieht , zu politisch wie persönlich höchst inkorrekten Resultaten führen . Mildernd sei dem aber der Aspekt eines kulturellen Kontextes entgegen gehalten , wo - abgesehen vom Genius Loci der Freud’schen Fehlleistung - es noch immer Negerbrot , Mohrenbräu und rituelle Polizei- Schikane dunkelhäutiger Menschen gibt . Mit dem Sarotti- Mohr darf sich die deutsche Platz an der Sonne- Historie vergnügen , wir halten es da ja eher mit dem Meinl- Murl .

TÜVWillkommen also im Reich der bösen , ungeliebten , irritierenden - mitunter gar amüsierlichen - Wörter , wie sie täglich , monatlich oder statistisch aufgeklaubt und ausgestellt werden . Den Wortistik- Lieferbetrieb müssen wir an dieser Stelle nicht mehr nennen : es kennen und schätzen Sympathisanten dessen regelmässige Perlen , ganz ohne ira et studio . Zorn und Abscheu kann man sich frei Haus holen , hausiert man in Blog , Web und Mail mit eklem Lexik . futurezone und SpOn präsentieren parallel die Ergebnisse einer von AFP | reuters kolportierten YouGov- Umfrage unter Britischen Usern .

TÜVQUOTE ::: Auf Platz eins der daraus resultierenden Rangliste rangiert “Folksonomy“, eine Wortkreuzung aus folk [Volk] und taxonomy [Klassifizierung], die die kollaborative Kategorisierung, etwa über Tags, beschreibt. Der Umfrage zufolge lassen die Begriffe die Nutzer “zucken, erschaudern und wecken in ihnen das Bedürfnis ihren Kopf auf die Tastatur zu knallen”. “Blogosphäre“, der Überbegriff für die Weblog-Szene kam auf Platz zwei, gefolgt von “Blog” [ na ja, sorry ] auf Platz drei. Auf Rang vier schafftes es die “Netiquette”, also die Etikette im Internet, an fünfter Stelle im Ranking steht “Blook”, der Begriff für ein auf einem Blog basierenden Buch. In die Top Ten schafften es auch noch “Webinar” [Online-Seminar], “Vlog ” [Video-Blog] und “Wiki”. UNQUOTE . Die in|ad|ae|qu|at verwendeten Begriffe sind verlinkt , im Rest der Fälle wäre für “unschuldig” zu plädieren .

TÜVlive.hackr geht da selbstredend schon mehr in die Tiefen , aus welchen er Killer- Komposita Proprioception , Efeckinxactly oder Infoxikation birgt . Nachsehen bitte selber . Das ist selbst vom Jargon Watch @ wired kaum zu überbieten , die letzte Lieferung serviert die Begriffe Ecosexual [ A person who's nto hybrid cars, low-energy lightbulbs, and recycling. Now that environmentalism is hot, ecosexuals are getting increasingly fashionable. ] , Online analyst [ Hired by companies like Coca-Cola and AT&T to monitor what's being said about them on social networks and blogs, online analysts use the Internet as a vast unpaid focus group. ] , Social network fatigue [ The ennui induced by persistent solicitations to join new social networks. It is especially acute in those who are already members of more MySpaces than they can remember. ] sowie Slow travel [ Getting from point A to point B at a leisurely pace. Slow travelers, who prefer trains and boats to cars and jets, brag that they take as much pleasure in the journey as in the destination. ] - wie man sieht , ein Derivat des per se sich überlegen denkenden Slow Food . Zeit , an die Achtsamkeit - Unding an sich - zu gemahnen . Wanna more ? - Bitte sehr : Die Deutsche Sprachpflege .

TÜVA propos Unding wäre auch Lanu’s Linkstreik , diesmal allerdings nicht dem Wort nach sondern dessen Ursache , einem weiteren scharfen Schiedsspruch in Sachen Forenhaftung . Scharf auch das Ein- bzw. das Auskochen unbedarfter User . Mit so ernsten Dingen befasst sich das Blogger-ABC der Blogpiloten leider nicht , kritische Masse wäre durchaus zuhanden . Von sämtlichen Guten Geistern verlassen gibt sich im Übrigen ein Reimender Rainald , der eben das GEGEN wierder einmal aufleben und dabei ein rettendes Hilfsverb vermissen lässt . Womit der Kreis von und nach Klagenfurt gerundet ist . Mehr dann vor Ort .

Ein kleines Festival als Parallelaktion zum Wort- und Kommentar- Potlatsch startet in|ad|ae|qu|at für diese gezählten Tage mit einer kleinen czz hörempfehlungExploration durch die Werke des japanischen netlabels bumpfoot . Wir starten mit release # 36 @ Japan . Wenn sich cHMa aus Mexico von vorneweg auf Vladislav Delay beruft - - - kann da noch irgend etwas schief gehen ? - Auf DIESEM Label NICHT . cHMa also mit der EP Medios Bajos von ab|so|lut mi|ni|mal über zu KraftKraftWerkWerk ( 16/16 ) und 3/4-Takt- Polka. Dots Anmutungen . 01.entre callao y corrientes (5:17) , 02.22 meses (6:32) , 03.sitio de red , 04.viajando en colectivo (6:38) und schliesslich : 05.iniciacion chaca chaca edit (8:12) . Let’s get initiated . Wär’ ja phantastisch , wenn Klagenfurt auch so klasse taktet .