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	<title>in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at &#187; Best-of-Feuilleton</title>
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		<title>Florilegien 2 : Umblätterer &#8211; Best of Feuilleton 2008 aka &#8220;Der Goldene Maulwurf&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 04:55:31 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>||| </strong>DER GOLDENE MAULWURF | GLEICHSCHWEBENDE AUFMERKSAMKEIT | &#8220;BEST&#8221; &amp; &#8220;WORST&#8221; : EIN RELATIVITÄTSPRINZIP | ABSEITS VOM BRANCHENGEBRABBEL | BACKLIST &#8220;BEST OF FEUILLETON&#8221; | KLANGAPPARAT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/ubl-goldener-maulwurf-banne.png" alt="UBL goldener maulwurf banne" hspace="2" vspace="2" width="440" height="106" /></p>
<p>DER GOLDENE MAULWURF</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/ubl-goldener-maulwurf-small.png" alt="UBL goldener maulwurf small" hspace="2" vspace="2" width="80" height="70" align="left" />Wenn das Kollegenblog &#8220;<a href="http://www.umblaetterer.de/">Der Umblätterer</a>&#8221; seit 2005 alljählich eine 10er &#8211; Parade des &#8220;<a href="http://www.umblaetterer.de/best-of-feuilleton-2008/#7">Best of Feuilleton</a>&#8221; erkiest und vorführt , haben wir es , nota bene , mit keinem der üblichen Rankings zu tun .</p>
<p>Diesjahr erstmals mit dem Label &#8220;<a href="http://www.umblaetterer.de/2009/01/13/die-ergebnisse-der-feuilleton-meisterschaft-2008/">Der goldene Maulwurf</a>&#8221; versehen , demonstirert das Superkonzentrat der Lese- , Lust- und Ärger- Feuileton- Früchte Selbstbewusstsein des gründlichen Wühltiers ( <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Maulwurf">Talpa europaea</a> ) im Bau der Krume &#8220;klassischer Qualitätspublizistik&#8221; ,  macht allerdings seiner natürlichen Zugehörigkeit zur Odnung der Insektenfresser ( <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Insektenfresser">Eulipotyphla</a> ) alle Ehre , indem es in den weiten Wüsten der Blätterwälder und Onlinegewächse <a href="http://www.umblaetterer.de/2009/01/13/die-ergebnisse-der-feuilleton-meisterschaft-2008/">manchen &#8220;bug&#8221; heraus pickt</a>.</p>
<p>Was den &#8220;Maulwurf&#8221; ebnenso wie die die Mühen der Ebene des Zeitungsblätterns von manchem Medien ( Motz- ) Blog unterscheidet , ist eine grundsätzliche Abwesenheit vorverurteilender Ressentiments sowie das strikte Draussenlassen einer kulturpolitischen Refkexion , welche den schön gedruckten Satz an die gesellschaftliche Praxis rückbinden würde .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>GLEICHSCHWEBENDE AUFMERKSAMKEIT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/ubl-goldener-maulwurf-small.png" alt="UBL goldener maulwurf small" hspace="2" vspace="2" width="80" height="70" align="left" />Als nicht vom Räderwerk der realexestierenden Feulleton- Produltion Geknechtete und ebenso wenig im Labyrinth der Institutionen nach Mindestsubventionen für Buch- und Kulturproduktion canossisch Kriechende , kommt dem Fähnlein der Aufrecheten Maulwerfer rechtens eine postakademisch gleichschwebende Aufmerksamkeit für&#8217;s Gedruckte zu .</p>
<p>Im Gegenteil wendet man sich betont &#8211; wenn nicht geradezu provokant &#8211; hagiographisch einzelnen Schriftstücken zu , selbige aber dann nach allen Regeln der <a href="http://www.umblaetterer.de/best-of-feuilleton-2008/#7">Stil- und Argumentationsanalyse paraphrasierend</a>.</p>
<p>Anders als es das &#8220;<a href="http://www.boersenblatt.net/301644/">börsenblatt online</a>&#8221; kürzlich ( in fast wort- wörtlichen Wiederholung <a href="http://www.zintzen.org/2008/04/23/lesen-und-lesen-lassen/">eines vor Monaten bereits gedruckten</a> Artikels ) vollzieht und die Kurz- &#8220;Laudationes&#8221; auf die einzelnen Artikel &#8220;<em>at face value</em>&#8221; nimmt , um die drohende &#8220;Zeitungskrise&#8221; zu widerlegen , darf man den gewieften Stilistikern unter den &#8220;Maulwürfen&#8221; doch Einiges mehr an ausgefuchstem Double- Talk ( akademisch formuliert &#8220;semantischer Polysemie&#8221; ) zutrauen .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>&#8220;BEST&#8221; &amp; &#8220;WORST&#8221; : EIN RELATIVITÄTSPRINZIP</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/ubl-goldener-maulwurf-small.png" alt="UBL goldener maulwurf small" hspace="2" vspace="2" width="80" height="70" align="left" />Wer widerspruchslos Oliver Jungens ( in|ad|ae|qu|at <a href="http://www.zintzen.org/2008/05/06/neues-von-freunden-9/">mehrfach</a> <a href="http://www.zintzen.org/2008/05/06/neues-von-freunden-9/">zitierter</a> ) flott verfasste Denunziation ( &#8220;<a href="http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~EA29275D90AD24A7EBCC8CC4FA5556A40~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Hungert sie aus !</a>&#8221; , FAZ ) des angeblichen Überangebotes von Stadt- , Land- , Fluss- und Flur- Literaturpreisen für eine Minderheit von Autoren lobt &amp; auszeichnet , greift damit nicht nur einen allzu gängigen Witz auf , sondern redet einem billigen Populismus das Wort . Da hilft auch Richard Wagners pflichtschuldigst ex aequo in die Bewertung genommene <a href="http://www.faz.net/s/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~E0B2BB12D8A16454999A7067E7CA6724D~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Replik</a> wenig . Dass nämlich ein Gros der Stadt- , Land- , Fluss- und Flur- Literaturpreise nichts anders als kostengünstige Lokal- PR darstellen ( darin den landauf , landab der <em>Leichten Muse</em> errichteten Tempeln der Sommertheatern gleich ) , wird mit keinem relativierenden Wort erwähnt .</p>
<p>Umgekehrt wird das beliebte Spiel des &#8220;Iris- Radisch- Bashing&#8221; durch die Zuweisung der ausser Rand und Band geratenen <span style="text-decoration: line-through;">Rezension</span> <a href="http://www.zeit.de/2008/08/L-Littell-Radisch?page=all">Reakion auf &#8220;Die Wohlgesinnten&#8221; Jonarhan Littells</a> in doppelzüngiger Weise sowohl fortgeführt als auch gebrochen ( DIE ZEIT ) . An dieser Stelle weiss der &#8220;UBL&#8221; nämlich <em>sehr</em> genau , wovon er spricht : Man hat sich den Tausendseiter <a href="http://www.umblaetterer.de/2008/11/20/die-wohlgesinnten-teil-10-wie-es-gewesen-ist/">selbst und vollinhaltlich zur Brust</a> genommen .</p>
<p>Es ist eine Binsenweisheit , dass jeder Preisende in dem von ihm gut Gepriesenen sich selbst ( oder Ich- Ideal ) darstellt , respektive : ästhetisch wahlverwandte Stile und Stimmen . Von daher sind Wahlverwandtschaften wie zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_von_Stuckrad-Barre">Benjamin von Stuckrad-Barre</a> über eine lahme Bühnen- Debatte , wo drei angejahrte Schwerenöter ohne die feuchtgebietlich erkrankte Dame <a href="http://www.welt.de/kultur/article1906211/Trockengebiete_Radikal_denken_ohne_Roche.html">übers &#8220;Radikale&#8221; sprachen</a> ( DIE WELT ) . Oder zu Alex Rühles schmerzensreich recherchierter &#8220;<a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/675/313581/text/">Poetologie des Waschzettels</a>&#8221; ( SZ ) .</p>
<p>Mit bestem Recht wurde auch jenem Experiment Lob und Ehre , wo man die Not , was nach allerlei Zwiebelringen noch legitimerweise über ein neues Werk des Günter Grass zu sagen wäre , in eine Tugend  verwandelt wurde : Mit dem Schriftsteller <a href="http://www.perlentaucher.de/autoren/3560/Andreas_Maier.html">Andreas Maier</a> ward einer der ( raren ? ) alphabetisierten Zeitgenossen gefunden , welcher tatsächlich bislang <em>noch nie</em> eine Zeile GG gelesen hatte : Die Rezension wurde solcherart zu einer ethnographischen Expeditions ins Fremde des Eigenen des deutschen Kanons und indem ein solcher Werk- Parzival ( siehe &#8220;<a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/proust-lesen-lassen/">Jochan Schmidt liest Marcel Proust</a>&#8221; ) in dessen Wälder reitet , sammelt er Beobachtungen abseits der üblichen Abmachungen in seinen Mantelsack ( DIE ZEIT ) .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ABSEITS VOM BRANCHENGEBRABBEL</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/ubl-goldener-maulwurf-small.png" alt="UBL goldener maulwurf small" hspace="2" vspace="2" width="80" height="70" align="left" />Wunderbar gefunden und wichtig für die Nachwelt archiviert ! &#8211; Zwischen ironisch bedeutungs- offener Ironie und sachgemässer Indexierung changierend , geben die für den &#8220;Goldenen Maulwurf&#8221; jedenfalls <em>Food for Thought</em> . Sich dabei dankenswert fernhaltend von Betriebsnachrichten , <a href="http://www.kress.de/cont/vk.suche.php?nachname=Nachname&amp;vorname=Vorname&amp;firma=Firma&amp;ort=Ort&amp;Submit=Suche+starten">kress- Köpfen</a> und anderem <a href="http://turi-2.blog.de/">Branchengebrabbel</a> steht und bleibt hier im Mittelpunkt der Text .</p>
<p>Was , bei Seite gesprochen , wohl auch der Grund sein mag , dass Schnell- Linker wie <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/5154.html">Medienticker</a> und -<a href="http://medienlese.com/2009/01/13/6-vor-9-strunz-tages-anzeiger-feuilletons/">lesen</a> sich kaum der Mühe unterzogen haben , in die Texte des &#8220;Goldenen Maulwurf&#8221; noch einmal hineinzulesen &#8230;</p>
<p>Ob wir in|ad|ae|qu|at das &#8220;Best&#8221; nun für&#8217;s &#8220;Worst&#8221; halten wollen oder umgekehrt , ist absolut unerheblich . <em>Ceterum censeo</em> dürfen wird allerdings auch an dieser Stelle nicht verhehlen , dass Frank Schirrmachers dezidierter Kampagnenjournalismus mit dem Anspruch , die FAZ sei ein &#8220;Qualitätsmedium&#8221; , unvereinbar ist .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>BACKLIST &#8220;BEST OF FEUILLETON&#8221;</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.umblaetterer.de/best-of-feuilleton-2008/">Best of Feuilleton 2008</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.umblaetterer.de/best-of-feuilleton-2007/">Best of Feuilleton 2007</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.umblaetterer.de/best-of-feuilleton-2006/">Best of Feuilleton 2006</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.umblaetterer.de/best-of-feuilleton-2005/">Best of Feuilleton 2005</a></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Obwohl sich der Freitag als Spielort für die XLR8R- Mixes fast schon so etwa wie @ in|ad|ae|qu|at eingebürgert hat , wird auch eine freitägliche Night Session kaum diese Regel brechen . -</p>
<p align="right">WTF is … ?! &#8211; Für diejenigen , welche das gute halbe Dutzend einschlägiger <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/czz-hoerempfehlung-97.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />KLANGAPPARATE nicht mit geschnitten haben : Es handelt sich um die aus höchst diversen Soundmaterialien gebrauten Mix- Podcasts des in New York und San Francisco situierten Metro- Mags <a href="http://www.xlr8r.com/magazine/archives.php?offset=0">XLR8R</a> ( sprich “Accelerator” ) . Angemerkt sei freilich , dass die teils Rock- , teils Hip Hop- teils Chaos- inspirierten Streams längst nicht sämtlich geeignet scheinen zur Empfehlung im in|ad|ae|qu|aten Klangapparat .</p>
<p align="right">Die Crowd des alljährlich in San Francisco stattfindenen &#8220;<a href="http://www.xlr8r.com/events/2008/12/kontrol-cassy">kontrol</a>&#8220;- Festivals war indes so freundlich , vorab mit Material herauszurücken . Dass bei diesem &#8220;<a href="http://www.xlr8r.com/podcast/2008/11/techno-tear-kontrol-s-f">Techno Tear Up</a>&#8221; keine stupiden Techno- Beats abrattern , sondern feine Soul- Shouts mit minimalen Patterns wechseln , sei nur am Rande dieser 65 Minuten- Energie- Ladung angemerkt &#8211; CLICK <a href="http://www.xlr8r.com/podcast/2008/11/techno-tear-kontrol-s-f">LINK TO SEE PLAYLIST AND LISTEN</a>.</p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Lesen und Lesen lassen</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2008/04/23/lesen-und-lesen-lassen/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Apr 2008 07:54:54 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>||| I. FLUT UND PERLEN | II. MEDIEN , HANDVERLESEN  | III. EUROZINE | IV. UMBLÄTTERER | V. BONAVENTURA &amp; LESEMASCHINE | VI. LESEZEICHEN | KLANGAPPARAT</p>
<p>I. FLUT UND PERLEN</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/04/czz-presseschau-presse-amtsgericht-stade-1.jpg" alt="czz presseschau presse amtsgericht stade" hspace="2" vspace="2" width="110" height="110" align="left" />Mag sich die kulturpessimistische Rede über die &#8220;Informationsflut&#8221; ( <em>die ~ unbewältigbare</em> ) auf <a href="http://www.derganzebuchmarkt.de/">Buchmarkt</a> , im Presse- und Journalwesen in stereotypem Kreislauf ereifern : Längst gibt es zahhlrecihe Rezensions- und Referatmagazine , wo fleissige Vorkoster ihres Amtes walten und praktikable Übersichten zu Feuilleton , Esayistik und allerlei Buchwerk anlegen . Allen voran hat der &#8220;<a href="http://www.perlentaucher.de/">Perlentaucher&#8221;</a> bereits im Jahr 2000 die Eignung des WWW zur Präsentation von Résumées der Feuilletons der wichtigsten deutschsprachigen Tageszeitungen entdeckt &#8211; lange bevor deren Inhalte jederzeit frei im Netz abzurufen waren .</p>
<p>Ein Team ausgeschlafener Vor- Leser war wochentags zu unbürgerlichen Zeiten zugange , um bis 9 Uhr früh die &#8220;<em>Feuilletonrundschau</em>&#8221; fertig zu stellen : pünktlich zum Frühstück des Zeitgenossen und Kulturmenschen . Eine &#8220;<em>Bücherschau des Tages</em> &#8221; hatte bis 14 Uhr die wichtigsten Rezensionen assembliert , was &#8211; &#8220;steter Tropfen&#8221; usw. &#8211; zu einer mittlerweile unverzichtbaren Buchdatenbank mit 35.000 Einträgen führte . Deren eigentliche Qualität liegt indes weniger in dieser Breite , sondern vielmehr in der <em>Tiefen</em>perspektive : organisch gewachsen , entwickeln die &#8220;Substrate&#8221; der in den diversen Besprechungen zu einem einzelnen Titel publizierten Ansichten und Meinungen ihren &#8220;Mehrwert&#8221; erst in der synoptischen Zusammenschau . Womit tendenziell ein Apparat zur Vefügung stünde für eine &#8220;Kritik der Kritik&#8221; &#8230;</p>
<p>All dies ist &#8211; ebenso wie die wöchentliche &#8220;<em>Magazinrundschau</em>&#8221; und die mittlerweile hinzugekommenen Rubriken &#8220;<em>Medienticker</em>&#8221; und &#8220;<em>Aus den Blogs</em> &#8221; &#8211; ebenso weidlich bekannt wie der <a href="http://turi-2.blog.de/2007/12/11/perlentaucher_de_siegt_vor_gericht_erneu~3427255">Gerichtshändel</a> mit FAZ &amp; SZ , die in den Resumées &#8211; genauer : in deren Weiterverkauf an den Onlinebuchhändler Libri.de &#8211; eine unrechtmässig merkantile <span style="text-decoration: line-through;">Ausschlachtung</span> Verwertung fremden geistigen Eigentums sahen . Vorigen Dezember <a href="http://rivva.de/about/http://www.heise.de/newsticker/meldung/100382/">scheiterten</a> die Zeitungen damit vor dem Oberlandesgericht Frankfurt in zweiter Instanz .</p>
<p>Damit wurden Abstracts und Artikelzusammenfassungen bis auf Weiteres als eigenständige Werkschöpfung anerkannt . Für Feuilleton- und Watch- Blogger bedeutet dies einstweilen eine gute Nachricht , für die professionelle institutionelle Publizistik indes &#8211; so die FR in einem via &#8220;<a href="http://www.boersenblatt.net/175919/">Börsenblatt online</a>&#8221; konservierten Kommentar &#8211; einen &#8220;Flurschaden&#8221; : Instrumentiert durch das einstmalige Argument- Inventar wider den &#8220;Häppchenjournalismus&#8221; wird das journalistische Urheberrecht eingeklagt sowie &#8211; originelle Idee &#8211; eine Art finanzieller Rückvergütung von seiten des Zweitverwerters von Inhalten an deren Erstersteller gefordert :</p>
<blockquote><p>Man interessiert sich für das Prospekt und nicht für die Ware, für das Testergebnis, nicht den Test. Im Schnelldurchlauf durchs Feuilleton wird die Urteilskraft, der Blick auf Argumente, Differenzen, Nuancen eingeebnet.<br />
Auch wenn der Bundesgerichtshof das Frankfurter Urteil noch revidieren kann: den Zeitungen bleibt nichts anderes übrig, als sich auf ein Geschäft mit dem Internet einzulassen. Denn im Internet wird zu viel resümiert, abgeschrieben, geklaut. Da ist der Perlentaucher im Vergleich sogar eine Service-Adresse mit Qualität. Wäre der Austausch finanziell geregelt, dann könnte man die Kritiken ruhigen Gewissens vollständig lesen und sich ein Urteil bilden.  |||</p></blockquote>
<p>II. MEDIEN , HANDVERLESEN</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/04/czz-presseschau-presse-amtsgericht-stade-1.jpg" alt="czz presseschau presse amtsgericht stade" hspace="2" vspace="2" width="110" height="110" align="left" />Bis auf Weiteres ( = <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E1F7E562E46694DE4B50E020ABD26A170~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton">mögliche Revision</a> ) können also auch kleinere bzw. private Zeitschriften- und Feuilletonbeobachter sorglos ihrer Schau- und Analyselust fröhnen und auch Blogger ruhigen Blutes ihre Digests komponieren . Bahn frei also für Blogs wie &#8220;<a href="http://medienlese.com/">medienlese</a>&#8221; , dessen Rubrik &#8220;6 vor 9&#8243; dem &#8220;Perlentaucher&#8221; täglich um sechs Minuten mit Hinweisen auf bemerkenswerte Artikel der Tagespresse zuvorkommt . Darüber hinaus fasst man in den ausführlicheren Features diverse Presseerzeugnisse wie &#8220;<a href="http://medienlese.com/2008/04/17/im-test-teil-2-blick-sport/">BLICK</a>&#8221; , &#8220;<a href="http://medienlese.com/2008/02/14/mit-panda-popstar-und-probeabo/">Österreich</a>&#8221; oder Online- Spekulationsobjekte wie &#8220;<a href="http://medienlese.com/2008/02/18/zoomerde-gestartet-und-es-hat-zoom-gemacht/">zoomer</a>&#8221; nicht eben mit Samthandschuhen an , zeigt sich allerdings auch bereit , etwas halbgaren Pulbikumsmagazinen wie der Zeitschrift &#8220;hörBücher&#8221; durchaus <a href="http://medienlese.com/2008/04/12/im-test-hoerbuecher/">Wohlwollen</a> entgegenzubringen . Dezent und stets lesenswert : Der schweizer &#8220;<a href="http://www.medienspiegel.ch/">Medienspiegel</a>&#8221; . Zum Beispiel mit <a href="http://www.medienspiegel.ch/archives/002012.html">Tipps</a> , via Suchmaschinen und Torrents <em>against all odds</em> auf kostenpflichtige Zeitungsartikel zuzugreifen . Und wer unterzieht sich schon gerne der ewigen Log- In- Prozdur ?!</p>
<p>Für die &#8220;BILD&#8221; ist ohnehin das &#8220;<a href="http://www.bildblog.de/2920/wenn-das-leben-ein-bild-artikel-waere">BILDblog</a>&#8221; zuständig , welches &#8211; wie das aufs kritische Korn genommene Brutal- Boulevard- Blatt &#8211; zu den meistgelesenen seiner Gattung zählt . Dies provoziert natürlich seinerseits Kritik &#8230;. und so druckt das Springer- Blatt <a href="http://www.welt.de/kultur/article1708089/Der__BILDblog_und_die_Fehler_der_Anderen.html">&#8220;Die Welt&#8221;</a> mit Gusto jene ( frei nach Thomas Bernhard formuliert ) &#8220;Erregung&#8221; nach , welcher der paradierende Provokateur Henryk M. Broder ursprünglich auf seinem Privatblog &#8220;<a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/niggemeier_co_die_laus_die_bruellte/">Die Achse des Guten</a> &#8221; unverblümt vom Stapel gelassen hatte .</p>
<p>III. EUROZINE</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/04/czz-presseschau-presse-amtsgericht-stade-1.jpg" alt="czz presseschau presse amtsgericht stade" hspace="2" vspace="2" width="110" height="110" align="left" /> Mit solchen Aufregern hält sich &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/">Eurozine</a>&#8221; , das gediegen auf Vielfalt bedachte &#8220;Magazin der Magazine&#8221; kaum auf : Entsprossen 1998 aus einem Netzwerk von ( mittlerweile 70 ) europäischen Kultur- , Literatur- und Denk- Zeitschriften , bietet &#8220;Eurozine&#8221; nicht nur ein laufend aktualisiertes Portal mit allerlei Lektüre- Verführungen ins Reich antipopulistischer Periodica , sondern bietet darüber hinaus die Möglichkeit , anregende Magazin- Digests oder ausgewählte Aufsätze mittels separaten RSS- Feeds zu abonnieren . Nichts da also &#8230;. mit Reissern, Räuberpistolen , Schnellschüssen oder Lifestyle- Kurzware : Hier ist die Nachhaltigkeit des Nachdenkens gefragt .</p>
<p>So erreichen uns John Clark&#8217;s Bemerkungen zur &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/articles/2008-01-22-clark-en.html">Acting up</a>&#8220;- Methode des &#8220;Allzeit- bereit&#8221;- Philosophen Slavoj Zizek aus dem britischen &#8220;<a href="http://newhumanist.org.uk/">The Humanist</a>&#8221; . Für die slowenische Szene erschliesst sich der Artikel unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/articles/2008-04-21-clark-sl.html">Ali nas varietejski filozof vlece za nos ?</a>&#8221; . &#8211; Womöglich ist ja auch das Englische nicht Jedermanns Sache : Folglich ist es Martin Halas Darstellung des chiesischen Medienwandels sowohl im englisch in der Zeitschfit &#8220;<a href="http://www.iwm.at/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=63&amp;Itemid=273">Transit</a>&#8221; abgedruckten Original als auch in der deutschen Fassung &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/articles/2008-03-28-hala-de.html">Von der Wandzeitung zum Blog : Meinungs- und Gedankenfreiheit in China heute</a> &#8221; zu lesen .</p>
<p>Umgekehrt erschliessen sich deutschsprachige An- und Aufsätze in Form englischer Übersetzungen dem internationalem Interesse : Von Jürgen Habermas&#8217; &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/articles/2008-04-15-habermas-de.html">Die Dialektik der Säkularisierung</a>&#8221; (&#8220;<a href="http://www.eurozine.com/articles/2008-04-15-habermas-de.html">The dialectic of secularization</a>&#8221; ) aus dem &#8220;<a href="http://www.blaetter.de/">Blättern für deutsche und internationale Politik</a>&#8221; ) bis hin zu selbständigen Beiträgen von Eurozine- Redakteuren wie Simon Garnett , der sich vergleichend mit den Reaktionen des deutschen Feuiletons auf aktuelle Gewaltakte von Jugendlichen <em>mit Migrationshintergrund</em> einerseits und anderseits mit der RAF- Debatte befasst ( &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/articles/2008-04-18-garnett-en.html">Citizen Victim &#8211; The migrant youth , the RAF terrorist , and the German feuilletons</a> &#8221; ) .</p>
<p>Die neuen Ausgaben der assoziierten Zeitschriften werden regelmässig präsentiert &#8211; und dies selbst bei Offline- Magazinen mit vollständigen Inhaltslisten . Solcherart ist über die Jahre ein exquisites Archiv gewachsen , welches Topics , Themen und Theorien aus Zeitschriften von A wie &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/journals/aprior.html">A Prior Magazine</a>&#8221;  ( Belgien ) , &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/journals/akadeemia.html">Akadeemia</a>&#8221; ( Estland ) , &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/journals/arche.html">Arche</a>&#8221; ( Weissrussland ) , &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/journals/artistasunidos.html">Artistas Unidos Revista</a>&#8221; ( Portugal ) bis Z wie &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/journals/zeszytylit.html">Zeszyty Literackie</a>&#8221; ( Polen ) . Klassiker wie &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/journals/du.html">du</a>&#8221; [ hmmm : die letzte indizirte Nummer datiert mit 12 | 2007 : ein Votum gegen <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/medien/zeitlose_tradition_1.663258.html">Walter Kellers neue Ägide</a> ?! ] , &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/journals/merkur.html">Merkur</a>&#8221; , &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/journals/mittelweg36.html">Mittelweg 36</a>&#8221; , &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/journals/osteuropa.html">osteuropa</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/journals/wespennest.html">Wespennest</a>&#8221; inklusive . <a href="http://www.eurozine.com/sponsors.html">Finanziert</a> wird dieses für den User kostenfreie Angebot von europäischen und staatlichen Institutionen sowie von Sponsoren aus der Privatwirtschaft &#8230;  |||</p>
<p>IV. UMBLÄTTERER</p>
<p><a href="http://www.eurozine.com/journals/osteuropa/issue/2008-04-14.html"></a></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/04/czz-presseschau-presse-amtsgericht-stade-1.jpg" alt="czz presseschau presse amtsgericht stade" hspace="2" vspace="2" width="110" height="110" align="left" />Aus der Not des physischen Armausrenkens bei der vergleichenden Lektüre jener grossformatigen Papier- Erzeugnisse , hinter welchen die klugen Köpfe stecken , hat ein Leipziger Fähnlein Feuilleton- Fachleser eine deklarierte Tugend gemacht : Dem literarischen , kritischen und essayistischen Ausfältelungen des Feuilletons , seinen Höhen und Niederungen gleicherweise lustvoll zugewandt wie assortierten Regionen der Popkultur , ist es dem Blog &#8220;<a href="http://www.umblaetterer.de/">Der Umbätterer</a>&#8221; innert weniger Jahre gelungen , singuläre Features zu entwickeln : So etwa wurde die &#8220;Best of Feuilleton&#8221;- Jahresabrechnung 2005 von <a href="http://www.satt.org/gesellschaft/06_01_feuilleton-2005.html">satt.org</a> auf den &#8220;<a href="http://www.umblaetterer.de/best-of-feuilleton-2005/">UBL</a>&#8221; übersiedelt und gewährt nichts Weniger als einen amüsanten Rückblick auf die jeweils herrschenden Zeit- ( Un- ) Geister verflossener Jahre .</p>
<p>Nicht Wenige unter den habituellen Feuilleton- Selbstlesern werden sich angesichts dieser Listen mit &#8220;<em>mémoires involontaires</em>&#8221; konfrontiert sehen : So können wir uns in|ad|ae|qu|at noch bestens erinnern an den UBL- Favoriten 2005 : Stephan Maus : &#8220;<a href="http://www.stephanmaus.de/rezension-augusten-burroughs.htm">Beim nächsten Glas wird alles besser – Leider kein wirklich anonymer Alkoholiker</a>&#8221; ( über Augusten Burroughs &#8220;<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/20558.html">Trocken !</a>&#8221; , SZ , 8. 4. 2005 ). Die &#8220;<a href="http://www.umblaetterer.de/best-of-feuilleton-2006/">Best of 2006</a>&#8221; erinnern u. a. an Hubert Winkels&#8217; treffliche Kategorisierung der Fronten im Streit um Volker Weidermanns &#8220;<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/23887.html">Lichtjahre</a>&#8221; in &#8220;<a href="http://zeus.zeit.de/text/2006/14/Debatte1_neu">Emphatiker und Gnostiker</a>&#8221; ( ZEIT , 30. 3. 2006 ) . Auch die <a href="http://www.umblaetterer.de/best-of-feuilleton-2007/">Cuvée 2007</a> wartet mit einem schlagwortprägenden Klassiker auf : Henning Sussebach : &#8220;<a href="http://www.zeit.de/2007/46/D18-PrenzlauerBerg-46">Bionade- Biedermeier</a>&#8221; ( ZEITmagazin LEBEN , 8. 11. 2007 ) .</p>
<p>Mit der Einführung eines &#8220;<em>Sonntagstauchers</em>&#8221; &#8211; einer ässerst genüsslichen Sonntagspresseschau &#8211; ist den &#8220;Umblätterern&#8221; ein bislang unbesetztes Okkupatonsgebiet aufgefallen und ein veritabler Coup gelungen . Für diese privat engagierten Vor- Lese- Leistungen wurde das Mikromedium kürzlich im <a href="http://www.boersenblatt.net/sixcms/media.php/747/BBL_2008_14_004%20005-Inhalt.pdf">&#8220;Börsenblatt&#8221; ( Printausgabe 14 | 2008 )</a> ausdrücklich gewürdigt ( und noch VOR den spät auf das Genre aufgesprungenen FAZ- &#8220;Reading Room&#8221; gestellt ) :</p>
<blockquote><p>Auch &#8220;Der Umblätterer&#8221; ist ein Non-Profit- Unternehmen. Gestartet wurde das literarische Themen- Blog im Mai 2007 von sieben jungen Feuilleton- Afficionados, die es nach dem Studium an der Leipziger Universität in alle Himmelsrichtungen verstreute. Nach dem Vorbild moralischer Wochenschriften des 18.Jahrhunderts beschäftigt sich das selbst ernannte &#8220;Consortium Feuilletonorum Insaniaeque&#8221; unter seinem Wappentier, dem Maulwurf, vor allem mit den Feuilletons und Kulturseiten der meinungsbildenden Zeitungen und Magazine, aber auch mit Online- Medien, Filmen und amerikanischen TV-Serien [ ... ] . &#8220;Wir lieben das Medium&#8221;, sagt Frank Fischer, der für das Berliner Online- Magazin satt.org schon 2005 und 2006 eine Feuilleton- &#8220;Best-of&#8221;- Liste kompilierte und unter dem Pseudonym Paco so etwas wie der Spiritus Rector des &#8220;Umblätterers&#8221; ist. &#8220;Wir halten das deutschsprachige Feuilleton für eine Errungenschaft, die auf der Welt ziemlich einmalig dasteht und wollen seine Grenzen ausloten.&#8221;  Für Fischer und seine Freunde heißt das vor allem: Meinungsfreudigkeit und exemplarisches Ausschreiten noch ungenutzter Möglichkeiten des Netzes. Während die manischen Freizeit- Leser mit Versuchsballons wie einem &#8220;Spiegel&#8221;- oder &#8220;Sonntagstaucher&#8221; ( frech kommentierte Zusammenfassungen des ab Samstagabend als E-Paper zugänglichen &#8220;Spiegels&#8221; oder von ausgewählten Sonntagsblättern ) den etablierten Kollegen vom &#8220;Perlentaucher&#8221; womöglich künftige Vermarktungsmöglichkeiten aufzeigen, ist die <a href="http://www.umblaetterer.de/2008/01/18/matusseks-kulturtipp-folge-63-anleitung-zum-nein-sagen/">englische Synopsis</a> von Matusseks &#8220;Kulturtipp&#8221;- Blog eher etwas für Hardcore- Fans.<br />
Sind die Umblätterer Kulturwissenschaftler mit zu viel Zeit ? &#8220;Ein gewisser Hang zum Wahnsinn spielt bei uns schon rein&#8221;, gibt Frank Fischer zu. &#8220;Aber gerade das Feuilleton ist ja ein Medium, in dem dieser Wahnsinn Platz hat&#8221;. Kommentare aus der Blogosphäre sind selten – dafür gibt es häufiger freundliches Feedback aus den Redaktionsstuben in Hamburg, Frankfurt und München: Solche Leser wünscht man sich.</p></blockquote>
<p>Bei allem Respekt vor den Bemühungen des Buchhändler- Branchenblattes , seine Klientel über Kosmos und Genre des &#8220;Blog&#8221; empfehlend zu belehren , sind die kleinen Indizien eines kategorialen &#8220;Kannitverstan&#8221; unschwer zu übersehen : Die Frage nach dem &#8220;Zuviel&#8221; an Zeit , welche noch dazu auf die nicht remunerierte Arbeit des Bloggens verwendet wird , mag ebenso von einer gewissen Befremdung zeugen wie die Bezeichnung von <a href="http://www.spiegel.de/kultur/0,1518,k-6995,00.html">Matusseks Video- Manifestationen</a> als &#8220;Blog&#8221; . Wo doch sogar <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Matussek">Wikipedia</a> weiss :</p>
<blockquote><p>Seit dem 16. Oktober 2006 veröffentlich Matussek wöchentlich ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vlog">Vlog</a> namens <em>Matusseks Kulturtipp</em> auf Spiegel Online.</p></blockquote>
<p>Na , egal . Das Lob bleibt dessenungeachtet würdig und recht . Trotzdem können wir es uns in|ad|ae|qu|at nicht verkneifen , auf einen unserer &#8220;UBL&#8221;- Favoriten der jüngeren Zeit hinzuweisen : &#8220;<a href="http://www.umblaetterer.de/2008/03/05/walsers-propaganda-krawatte/">Walsers Propaganda- Krawatte</a> &#8221; .  |||</p>
<p>V. BONAVENTURA &amp; LESEMASCHINE</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/04/czz-presseschau-presse-amtsgericht-stade-1.jpg" alt="czz presseschau presse amtsgericht stade" hspace="2" vspace="2" width="110" height="110" align="left" />Zugegeben : Unser Hang zum Enzklopädischen kollidiert mit der nicht minder ausgeprägten Liebe zu Einzelheiten . Weshalb wir &#8211; um die Sendezeit nicht hoffnungslos zu überziehen &#8211; im folgenden noch einige der veröffentlichenden Vor- Lesenden so kurz wie freundlich streifen : Unter den literarischen Lese- Chronisten zählt &#8220;<a href="http://bonaventura.musagetes.de/">Bonaventua</a>&#8221; ( &#8220;Lektüren eines Nachtwächters&#8221; ) fraglos zu den Inspiriertesten , scheint überdies aus einem geradezu enzyklopädischen Wissen zu schöpfen , so dass der Kommentator sich etwa auch eines in Belletristik verpackten <a href="http://bonaventura.musagetes.de/?p=482">Schachproblems</a> elegant annehmen kann : Unzeitgemäss im besten Sinn !</p>
<p>Zeitgeistiger verhält sich da schon die &#8220;<a href="http://lesemaschine.de/">Lesemaschine</a>&#8221; , schon wortwörtlich kenntlich als Ableger der notorischen &#8220;Riesenmaschine&#8221; . Autoren wie Jochen Schmidt ( der sein Proust- Blog- Chronik &#8220;<a href="http://http//vertr.antville.org/">Schmidt  liest Proust</a>&#8221; kürzlich abschloss und bei <a href="http://http//voland-quist.de/verlagsblog/auf-der-suche-nach-dem-rohstoff-tempel/271/trackback/">Voland &amp; Quist</a> demnächst als <em>Echtbuch</em> herausbringt ) berichten von ihren Lektüren , genauer gesagt : von den jeweils per Seitenziffern indizierten Tagespensen . Was soviel bedeutet , dass der Blog- Leser seine eigenen Lektüren hinsichtlich Gegenstand und Tempo dem Vor- Lesenden angleichen könnte und die jeweiligen Eindrücke ver- bzw. abgleichen . Erinnert uns im Übrigen stark an die &#8220;reading assignments&#8221; der US- Colleges ( tja , das waren 150 Seiten <em>mindestens</em> pro Tag ) : Heutzutage würden wir den tatsächlichen Vollzug der Studi- Lektüren via Blog oder Online- Forum überprüfen &#8230;</p>
<p>Beispiele aus der &#8220;Lesemaschine&#8221; : <a href="http://lesemaschine.de/index.html?kat=Jochen_Schmidt_liest:_Liebe_als_Passion_(Niklas_Luhmann)">Jochen Schmidt liest : Liebe als Passion</a> ( Niklas Luhmann ) ,  <a href="http://lesemaschine.de/index.html?kat=Andr%E9_Fromme_liest:_Esra_(Maxim_Biller)">André Fromme liest : Esra</a> ( Maxim Biller ) , <a href="http://lesemaschine.de/index.html?kat=Sascha_Lobo_liest:_Der_ewige_Spiesser_(%D6d%F6n_von_Horvath)">Sascha Lobo liest : Der ewige Spiesser</a> ( Ödön von Horvath ) , <a href="http://lesemaschine.de/index.html?kat=Kathrin_Passig_liest:_Alles_(von_allen)">Kathrin Passig liest</a> &#8230;. natürlich <em>auch</em> und weitere unvermeidliche <a href="http://lesemaschine.de/index.html?nr=20080415112426">Feuchtgebiete</a> .  |||</p>
<p>VI. LESEZEICHEN</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/04/czz-presseschau-presse-amtsgericht-stade-1.jpg" alt="czz presseschau presse amtsgericht stade" hspace="2" vspace="2" width="110" height="110" align="left" />Net- Mags , Foren oder Gemeinschaftsblogs : Auch Primärliteratur liest bzw. legt sich online vor . Freilich mit enormen Qualitätsunterschieden . Die man diplomatischer auch als solche des &#8220;literarischen Geschmacks&#8221; bezeichnen könnte . Mit dem &#8220;<a href="http://www.forum-der-13.de/seiten/fd13.php?session=1188721588&amp;login=1">Forum der 13</a>&#8221; , &#8220;<a href="http://www.der-goldene-fisch.de/">der goldene fisch</a>&#8221; , &#8220;<a href="http://lyrikline.org/">lyrikline</a>&#8221; , &#8220;<a href="http://www.poetenladen.de/">poetenladen</a>&#8221; oder &#8211; werbeästhetisch von Don Dahlmann verpackt &#8211; @ &#8220;<a href="http://www.mindestenshaltbar.net/">mindestens haltbar</a>&#8221; . Die &#8220;shortlist&#8221; verzeichnet mitunter unter ihren <em>culture cuts</em> sogar kastrationsangstfrei <a href="http://www.culturecuts.net/shortlist/2007/09/mnner-lesen.html">lesende männer</a> und der behutsame <a href="http://www.bluetenleser.de/d/aktuelles/aktuelles.php">Blütenleser</a> figuriert ( in Kooperation mit &#8220;<a href="http://www.perlentaucher.de/">Perlentauche</a>r&#8221;- &#8220;<em>Medienticker</em>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.titel-forum.de/">Titel</a>&#8220;- Magazin ) mit Hörspiel- , TV- und Buchhinweisen seit Kurzem auch in Form eines Blog namens &#8220;<a href="http://www.lesewoche.net/">Lesewoche</a>&#8221; : Chapeau zur trefflichen <a href="http://www.lesewoche.net/?p=122">Empfehlung</a> von Silvia Bovenschen&#8217;schens hintersinnig komponierten Erzählkreis &#8220;Verschwunden&#8221; -</p>
<p>Das Literaturblog- Kombinat &#8220;<a href="http://www.litblogs.net/">litblogs.net</a>&#8221; wurde als eine der in|ad|ae|qu|aten Herbergen <a href="http://www.zintzen.org/2008/01/07/inadaequat-at-litblogs-net-and-at-dilimag/">bereits vorgestellt</a> , NEU ist ein vierteljährlich erscheinendes Digest , welches als &#8220;<a href="http://www.litblogs.net/inhalt-012008/">Lesezeichen</a>&#8221; direkt aufrufbar und ergo selbstverständlich auch via <a href="http://feeds.feedburner.com/lbn_lesezeichen">RSS</a> abonnierbar ist . Hier führt freilich kein Redakteur die strenge Schere , sondern ein Jedes gibt , was ihm als <em>zeichenweise</em> tauglich dünkt . <strong></strong></p>
<p><strong>Edit </strong>: Mittels <em>Lotrees</em> Kommentar nähern wir uns dem Sinn einer solchen Kompilation auf&#8217;s Erfreulichste an , welcher da wohl lauten könnte : &#8220;Wahlverwandte bitte melden !&#8221; &#8211; Also voilà : &#8220;<a href="http://http//www.bublo.de/">Lottrees Journal . Leben . Schreiben . Lesen .</a>&#8221; Literaturnachrichten aus eher näher denn fern , Gerüchte , Preise und allerlei Hinweise . P. s. : Auch über &#8220;<a href="http://http//www.bublo.de/2008/04/20/schriftsteller-heute-2/">Schriftsteller heute</a>&#8221; lässt sich dann &amp; wann twittern . &#8220;Chaqu&#8217;un &#8230; &#8221; , halten&#8217;s wir&#8217;s mit der der Strauss&#8217;schen &#8220;<em>Fledermaus</em>&#8221; , &#8221; &#8230; à son goût !&#8221; &#8211; <strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Ist es der launische April oder was treibt die Netlabels derzeit an , so viel in den Wind Gespieltes zu lancieren ?! &#8211; Wenig Intensitäten , kaum <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/04/czz-hoerempfehlung-212.jpg" alt="czz hörempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />Charakterbeats . Da stossen wir , just bevor wir den Mut endgültig sinken lassen , auf ein interessant instrumentiertes kleines Stück aus dem Hause <a href="http://www.auflegware.de/auflegware/start.html">auflegware</a> . Als &#8220;<a href="http://www.auflegware.de/auflegware/releases/alw018.html">Trip around Midnight</a>&#8221; tituliert , spielt sich <a href="http://www.myspace.com/marhome">Tosol</a> (aka Marc Sims ) immerhin so lange mit seinen Midis , bis Apartes herausklingt . Den billigen &#8220;clap- hands&#8221; überhören wir geflissentlich , ermuntern uns trotzdem am Pitchen und Synkopieren . CLICK TRACKS TO LISTEN : <span style="color: black;">01. <a href="http://www.archive.org/download/Auflegware018/1.TOSOL-Rent_a_Trend_TriparoundMidnightEP_alw018.mp3">Rent a Trend</a> | 02. <a href="http://www.archive.org/download/Auflegware018/2.TOSOL-Format2000_TriparoundMidnightEP_alw018.mp3">Format 2000</a> | 03. <a href="http://www.archive.org/download/Auflegware018/3.TOSOL-Befor_i_get_drugs_TriparoundMidnightEP_alw018.mp3">Before I get Drugs *Fluff Edit*</a> | 04. <a href="http://www.archive.org/download/Auflegware018/4.TOSOL-better_bass_TriparoundMidnightEP_alw018.mp3">Better Bass</a> | 05. <a href="http://www.archive.org/download/Auflegware018/5.TOSOL-InitScore_TriparoundMidnightEP_alw018.mp3">Init Score</a> <strong>|||</strong></span></p>

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