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“Voyage au bout de la nuit” , 4. Folge : Zurück im Sumpf der Pariser Vorstadt - Armendoktor , Irrenarzt



||| I. REPRISE | II. VORSTADT : IM SUMPF | III. VERGEGENWÄRTIGUNG STATT VOYEURISMUS | IV. BINNENROMAN DER HENROUILLES | V. FALLGESCHICHTEN : VOM ERZÄHLEN | KLANGAPPARAT | HINWEISE - Photographien : Eugène Atget ( click to XL )

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I. REPRISE

Atget Eugène Figaro PopulaireWir erinnern uns : Nach dem Morast der Schlachtfelder des Ersten Weltkrieges , dem Sumpf der Kriegsgewinnler im sicheren Pariser Hinterland ( > Folge 1 ) , dem Schlamm Afrikas ( > Folge 2 ) und dem “concrete jungle” New Yorks ( > Folge 3 ) war Bardamu in der Stahlstatt Detroit gelandet : Die Auflösung der Grenzen - ja : der Idee - des Individuums tritt hier lediglich in einen neuen Aggregatzustand . Was im Krieg der Kollektive Truppenkörper , im Hinterland die Spielfigur in einem gesamtgesellschafltichen “Lug- und Trug- Abkommen” und in den Tropen eine tendenziellle Verwesung bei lebendigem Leibe gewesen war , figuriert nun im klassisch maschinenstürmerischen Motiv des Rädchens im Getriebe einer Riesenmaschine .

In seiner “Reise bis ans Ende der Nacht” setzt Louis-Ferdinand Céline Station nach Station , Aggregat für Aggregat , Soziotop für Soziotop seinen romanesken Anschauungsunterricht in Sachen “Zertrümmerung des abendländischen Subjekts” fort . Unter den jeweils herrschenden Verhältnissen , so der Chronist Ferdiand Bardamu aka Louis-Ferdinand Céline , ist das angeblich nach Gottes Ebenbild geschaffene Wesen fähig , sämtliche Gestalten anzunehmen : Vom Wurm und Parasiten bis hin zum pur Mechanischen . Hatte ein ästhetizistisches Ich vom Schlage Rainer Maria Rilkes angesichts des “Chocs” urbaner Massemenschen und Menschenmassen noch gefleht …

O Herr, gib jedem seinen eignen Tod.
Das Sterben, das aus jenem Leben geht,
darin er Liebe hatte, Sinn und Not

… streicht Céline solche humanistischen Hoffnungen mit jeder Szene , Folge , Episode erneut durch . Dass dies viel weniger zynisch geschieht , als dies gemeinhin angenommen wird , liesse sich an unzählingen Zitaten belegen : Denn es ist ein Teil der Radikalität dieses Romans , dass die Idee des “eigenen” Todes gegen alle Evidenz und gegen alle Verhältnisse das eigentliche Movens ist , welches den Chronisten in sämtlichen realen und sozialen Sümpfen am Leben erhält . Wir kommen darauf zurück .

II. VORSTADT : IM SUMPF

Atget Eugène Rue de la Montagne Sainte GenevièveZurück aus den USA , dem faul gewordenen Traum eines sinnlicheren , freieren Lebens , ergeht es Bardamu in Paris nicht wesentlich anders als vielen Auswanderern vor und nach ihm :

Aus der Neuen Welt zurückzukommen, das bringt gar nichts! Man findet das lose Ende der Zeit genauso wieder, wie man es hat hängen lassen, schmierig, ungewiss.

Allerdings hat er aus Detroit jenen stählernen Appell mitgebracht , sich selbst zum Produkt zu schmieden . Also absolviert er in kürzest erzählter Zeit den Rest seines einstmaligen Medizinstudiums und lässt sich als Armenarzt in der ( fiktiven ) Vorstadt La Garenne- Rancy nieder . In den Schilderungen dieser deprimierenden Viertel , dessen stereotypen Tiden von Auszug und Heimkehr der Berufstätigen , besonders allerdings der fauligen Stasis derjenigen , die als Kleinunternehmer , Conciergen , Schmalspur- Huren , verwahrloste Alternde , Suffmütter und Prügelväter samt Progenituren dort leben , bleibt das Bild des Sumpfes vorherrschend .

Die Häuser lassen einen nicht los, zugeschmutzte, langweilige Fassaden ( … ) . Die Farbe des Himmels ist in Rancy dieselbe wie in Detroit, dünner Qualm überweht die ganze Ebene ( …. ) . Schrottige Gebäude, die im schwarzen Matsch am Boden kleben. Niedrige und hohe Schornsteine, es sieht aus wie an der See, von fern gesehen, die Pflöcke im Schlamm. Und da drin sitzen wir.

Wenn man in Rancy wohnt, bemerkt man nicht mal, dass man traurig geworden ist. an hat keine Lust mehr, was Besonderes zu machen, das ist es. Vor lauter sparen an allen Ecken und Enden ist einem jede Lust vergangen.

In der Tat verliert der Doktor unter solchen Umstanden rasch jede Illusion einer einigermassen integren Existenz . Als Armenarzt ohne dem nötigen Durchsetzungswillen , auch bei vergeblichen - nicht selten von den kleingläubigen “Angehörigen” der Kranken direkt verhinderten - Visiten an das fällige Honorar zu gemahnen , sind Ruf und Barschaft bald allgemein “unten durch” . Gelegenheit galore , in den tristen Hinterhof der kargen , halb als “Praxis” leerstehenden , Wohnung zu starren .

Und es bedarf wahrlich keines besonders forschenden Blicks um den baulichen , hygienischen , olfaktorischen und menschlichen Schlamm “là bas” wahrzunehmen . Die Unausweichlichkeit solcher Wahrnehmung wird durch die Voranstellung eines - bemerkenswerten - akustischen Hinterhofportraits akzentuiert . Im Unterschied zum Augenschein , von welchem wir uns abwenden , den wir verdrängen können , sind wir akustischen Ereignissen unablässig ausgeliefert . Hier also eine phantastische Passage in Sachen “Stadtklang” :

Sämtliche Schreie und Ausrufe aus den zwanzig umliegenden Wohnungen purzeln hier unten zusammen, krachen auf den Boden, federn wieder hoch, bis hin zu den verzweifelten Piepsern der kleinen Vögelchen von den Conciergen, die vor sich hin schimmelnd dem Frühling hinterhertschilpen, den sie in ihrem Käfig nie wieder erleben werden, bei den Klos, die hier unten alle nebeneinander liegen, da ganz hinten im Schatten, mit ihren immer schief in den Scharnieren hängenden, sperrangelweit offen stehenden Türen. Hundert männliche und weibliche Suffköppe bevölkern diese Ziegelbauten und würzen die Geräuschkulisse mit ihrem prahlerischen Zank, ihren gelallten, herausplatzenden Flüchen, besonders am Samstag nach dem Mittagessen. Das ist der innigste Augenblick des Familienlebens. Die haben hübsch einen in der Krone und provozieren einander mit Worten, Papa schwingt den Stuhl wie ein Holzfäller die Axt, das muss man gesehen haben, und Mama ein glimmendes Holzscheit wie einen Säbel! Wer schwach ist, nichts wie in Deckung! Immer auf die Kleinen. Die Ohrfeigen klatschen alles an die Wand, das sich nicht wehren und nicht mit gleicher Münze kontern kann: Kinder, Hunde und Katzen. Beim dritten Glas Wein schon ( …. ) ist der Hund dran, dem wird mit dem Absatz ordentlich auf die Pfote gelatscht. ( …. ) Schallendes Lachen, wenn er sich winselnd wie ein Abgestochener unterm Bett verkriecht. Das ist das Startsignal. Nichts stimuliert angeschwipste Frauen so sehr wie das Leid von Tieren ….

III. VERGEGENWÄRTIGUNG STATT VOYEURISMUS

Atget Eugène Rue Saint-SauveurWas im Modus eines geradezu Jelinek’schen Sprachrausches in böser Folgerichtigkeit anhebt , nimmt seinen - weiterhin vorwiegend akustischen - Gang :

Alles hat einmal ein Ende. Das ist nicht immer der Tod, oft etwas anderes und schlimmeres, vor allem, wenn Kinder betroffen sind. Da wohnten gewisse Mieter genau auf der Höhe über dem Hof, wo das Dunkel zu Zwielicht wird. Wenn Vater und Mutter allein waren, an den Tagen, an denen es wieder mal so weit war, dann stritten sie erst ausgiebig, bis es plötzlich für längere Zeit still wurde. Es bahnte sich an. Erst mal riefen sie ihre kleine Tochter, liessen sie kommen. Die wusste schon Bescheid. Sie flennte sofort los. Die wusste, was ihr blühte. Der Stimme nach zu urteilen, war sie gut zehn Jahre alt. Erst nachdem ich das einige Male mit angehört hatte, begriff ich, was die beiden mit ihr machten.

Die folgenden Details häuslichen Missbrauchs scheinen uns weniger von Belang ( > P. S. ) als jener Zwang zum Zuhören , von welchem Bardamu / Céline im Folgenden Kunde gibt : Es handelt sich dabei um einen akustischen Sog der Gewalt , welcher einer des auditiven Dechiffrierens ist - ein verzweifelnder Versuch , des Unglaubliche und doch offenbar allgewaltig Banale zu verstehen . Eine Geisteshaltung , welche uns am ehesten mit dem englischen Begriff “to realize” zu bezeichnen wäre …. in etwa also ein Vergegenwärtigen , welches fundamental von den Erwartungshaltungen des Voyeurismus geschieden ist .

Ich versagte völlig. Ich konnte nichts unternehmen. Ich hörte nur einfach zu, wie sonst auch immer, überall. Aber ich glaube, es gab mir sozusagen Kraft, das anzuhören, Kraft zum Weitermachen, eine seltsame Kraft, und das nächste Mal, dann würde ich noch tiefer steigen können und Schmerzenslaute hören, die ich noch nicht gehört hatte, die ich mir bislang nicht vorstellen konnte, denn es ist, als würde es hinter dem, was man kennt, immer noch weitere Schmerzenslaute geben, die man noch nicht gehört und noch nicht verstanden hat.

Hier ist beileibe nicht “lediglich” vom ärztlich- sezierenden Bewusstsein des Chronisten die Rede : Einerseits bereitet dieses “vexierte Hinhören ” auf die unzähligen Fallgeschichten vor , welche Bardamu in diversen Wohnungs- und Familienhöllen antreffen wird . Zum Andern manifestiert sich hier ein Letzrest einer humanistischen Hoffnung auf “Verstehen” , ja , wenn nicht überhaupt der Idee eines “Dahinter” . Dass hinter all der Misere , Gewalt , Krankheit , Verderbtheit und Tod es doch noch eine Stimme , einen Sinn , ein irgendwie Integrierendes gäbe .

IV. BINNENROMAN DER HENROUILLES

Atget Eugène Die Bannmeile Bewohner der Bannmeile an der Porte d'ItalieZu den kompositorischen Eigenwilligkeiten Célines zählen nicht nur die atemberaubenden Raum- und Zeitsprünge , Anachronismen und sprachspielerisch böse kalauernd benannte fiktive Orte , sondern auch die Aggregierung mehrerer potenzieller Romane in einem einzigen . Die Geschichte der Familie Henrouille wäre ein solcher - unter anderen Umständen separat zu betrachtender - Binnenroman , welcher etwa Mitte des Buches anhebt und sich über die folgenden allerdings zunehmend unablösbar und fatal in Bardamus Geschichte verwebt .

Es würde zu weit führen , an dieser Stelle auf die anfänglich an so etwas wie Sympathie oder Mitleid appellierende Story von den Kleinen Leuten einzugehen , die ihr Leben lang brav und bieder an der Abzahlung ihres in die Pampa gesetzten Häuschens arbeiten , während ringsherum die Mietskasernen und Fabriken aus dem Boden schiessen .

Die wirkliche Katastrophe bahnt sich allerdings erst an , als nach der Abdienung der Hypothek die Energien des bislang bescheiden unauffälligen Ehepaars nicht mehr auf ein einziges Ziel konzentriert sind , sondern frei schweifen . Vom Versuch , die greise Schweigermutter in ein Heim abzuschieben bis hin zu einem fatalen Mordanschlag mit unerwünschten Konsequenzen bleibt fortan kein Auge trocken .

Dass hier ausgerechnet das rätselhafte Alter Ego Bardamus - eine Figur mit dem sprechenden Namen Robinson - hinein verwickelt wird , sein Augenlicht verliert , samt Schwiegermutter nach Toulouse abgeschoben wird , von wo der mittlerweile zum Heiratskandidaten mit wiederkehrender Sehkraft Avancierte später in die von Bardamu geleitete Irrenanstalt flieht … wird unsere Serie über diesen Monsterroman im nächsten ( und letzten Teil ) beschliessen .

V. FALLGESCHICHTEN : VOM ERZÄHLEN

Atget Eugène Interieurs Zimmer eines Arbeiters Rue de RomainvilleDie Wohnungen , in welche Bardamu alas Arzt gerufen wird , sie bieten im Grunde sämtlich das nämliche Bild . Kreischende , schreiende , ihr eigenes Leid beklagende Angehörige ( laute Céline : zumeist Weiber ) , die sämtliche Aufmerksamkeit fordern . Daneben der Kranke , das Kind , der Greis , in Agonie . Krank , so das Fazit , sind nicht die physiologisch Leidenden . Krank ist deren selbstsüchtige Umgebung , besessen von lautstarken Konvulsionen der Ego- Hysterie . Drastisch im Fall einer jungen Schönen , die nach dem soundsovielten Abtreibungsversuch in der elterlichen Wohnung buchstäblich verblutet , derweil sich die um den Familenruf besorgte Mutter in kreischendem Selbstmitleid ergeht .

Will meinen : Selbst angesichts der Leiber und ihres Leids handelt Bardamu / Céline immer wieder vom Sprechen und vom dem , was ( überhaupt ) zu reden wäre . “Man sollte sich da keine Illusionen machen”, wird notiert , ” die Leute haben einander nichts zu sagen, sie reden jeder nur über das eigene Leid, das ist nichts Neues” . Gleichwohl scheint im Reden , wird an anderer Stelle insinuiert , noch ein Residuum dessen zu schlummern , was man ebenso als “Hoffnung auf Mit- Teilung” bezeichnen könnte wie auch als eine Form von “Erlösung” :

So enden unsere Geheimnisse, wenn wir sie ins Freie entlassen, vor ein Publikum. Es gibt ins uns und auf der Erde und vielleicht auch im Himmel an Schrecklichem nur das, was noch nicht gesagt ist. Ruhig werden wir erst sein, wenn alles gesagt ist, ein für alle Mal, dann endlich werden wir schweigen und keine Angst mehr vorm Schweigen haben. Dann ists geschafft.

Als wäre das Gerede ein Fegefeuer der Unerlösten und dauerte ein Leben lang , ehe endlich ein Schweigen - DAS Schweigen - in Reichweite gelangt . Wie irdisch- physiologisch sich dieser quälende Vorgang des Redens ausnimmt , exemplifiziert Bardamus medizinischer Blick ausgerechnet am Close- Up auf das Sprechorgan eines Geistlichen , welcher Bardamu ein weiteres Mal dazu bereden will , endlich ein Attest für den Alterirrsinn der Mutter Henrouille auszustellen . Auf dass man das Weiblein endlich in ein Heim abschiebe .

Ich hatte mich an solcherlei genaue Beobachtungen gewöhnt, ich tat das sogar gern. Wenn man sich zum Beispiel mit der Art und Weise beschäftigte, wie die Wörter gebildet und hervorgebracht werden, brechen unsere Sätze unweigerlich unter der Scheusslichkeit ihrer sabbrigen Bühne entzwei. Der mechanische Aufwand, den wir für ein Gespräch treiben müssen, ist viel komplizierter und mühsamer als für die Ausscheidung. Dieser Kranz aus vorgestülptem Fleisch, der Mund, wie er da zuckt beim Pfeifen und Atmen, wie er sich anstellt, um allerlei schleimige Töne durch das stinkende, kariöse Gehege zu schaffen, die reinste Strafe!

Wenn Bardamu / Céline den BIOS auf solche Weise vor die sogenannte “Kultur” rückt - “schliesslich sind wir nichts als Säcke voll lauwarmer, halb verfaulter Innereien, und darum haben wir mit den Gefühlen immer so unsere Schwierigkeiten” - steht er dem physiologischen Blick des Arztes Gottfried Benn nicht sehr ferne “Die Krone der Schöpfung, das Schwein, der Mensch” ….

Das Reden der “Irren” , welche Bardamu nach Aufgabe seiner Praxis und Zwischenstationen in einer TBC- Klinik sowie in einem Cabaret schliesslich in Vigny-sur-Seine betreut , ist von anderem Charakter . Die Selbstgenügsamkeit der geschlossenen Kopfkosmen produziert - ein Ausnahmefall in diesem sprachmächtigen Roman über den Ekel am “Gerede” - immerhin weder Lüge noch Aggression :

Wenn sie das taten [ Spazierengehen im Park des "Sanatoriums" , czz ] , hielten sie den Kopf so komisch auf den Schultern im Gleichgewicht, als hätten sie unablässig Angst, etwas von seinem Inhalt zu verschütten, falls sie stolpern sollten. Drinnen prallten jede Menge kuriose und hüpferische Dinge aneinander, an denen sie ganz fürchterlich hingen. Von diesen ihren geistigen Schätzen erzählten die Irren nur unter allerlei furchtsamen Verrenkungen oder mit herablassendem, gönenrhaftem Gebaren, in der Art hochmächtiger, buchstabengenauer Verwaltungsbeamter. Nicht für ein Königreich hätte man diese Leute aus ihren Köpfen rausbekommen. Ein Verrückter hat keine anderen Gedanken als jeder andere gewöhnliche Mensch auch, aber bei ihm sind sie sicher im Kopf eingesperrt. Die Welt dringt in diesen Kopf nicht vor, und das genügt.

Wer jetzt denkt , den “Irren” würde als einziger Instanz in diesem “Buch der Sümpfe” die Gnade einer gewissen “Reinheit” zuerkannt , wird auch dieses romantische Klischee verabschieden müssen . Denn der oben zitierte Absatz schliesst wie folgt :

So ein abgeschlossener Kopf wird wie ein See ohne Zufluss, ein grässlicher Gestank.

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KLANGAPPARAT

Bouge de là” : MC Solaars legendärer Track aus der 1991 herausgebrachten CD “Qui sème le vent récolte le tempo” scheint uns gar nicht so czz hörempfehlung schlecht zu Louis-Ferdinand Célines Vorstadt- Argot und Gossenszenen zu passen . Der Song , so viel sei verraten , beschliesst eine liquide gestimmte Mixstrecke von rund 45 Minuten : Das “Year Zero Mixtape” aus dem Hause XLR8R ( sprich : “accelerator” ) besticht - einmal wieder - durch Stil … und besteht durchwegs aus den 1993er Favoriten des Teams . Deshalb der nun schon zweite Auftritt der magazinalen Musikalien in Wochenfrist . CLICK LINK TO SEE PLAYLIST & LISTEN |||

HINWEISE

related

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P. S. , 4. 5. : Selbstredend sind diese deutlichen Hinweise auf familiäre Gewalt mitnichten ohne Belang : Man mag sie in diesen Tagen der weltweiten Erregung über die österreichischen “Bunker”- bzw. “Kellerfälle” als historische Indizien für den alltäglichen Missbrauch zur Kenntnis nehmen . Schon Céline räumt kräftig mit der Ideologie der heilen Familie auf . Die im trauten Heim vollzogene Schändung des “Fleischs von meinem Fleisch” - von der FAS als aktuelles Zeitzeichen für die “Privatisierung der Hölle” interpretiert - : nicht nur in dieses Werk der Weltliteratur ist sie seit langem eingeschrieben .

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“Voyage au bout de la nuit” , 2. Folge : “Afrika” , der Gärschlamm aus Gebären und Verwesen



||| I. ROMAN FLEUVE | II. SCHlAMM DES “INNEREN” & ÄUSEREN AFRIKA | III. LE TRAJET | IV. DER LEIB ( BIOS ) | V. DER HASS , DIE PARANOIA , DIE VERACHTUNG | VI. TRAUMATISCHE TROPEN | VII. BRANDIGER BLASENWURF : DAS “INDIVIDUUM” | VIII. WERDEN UND VERGEHEN | KLANGAPPARAT | LINKS

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I. ROMAN FLEUVE

ENREGISTREZ VOUS DANS LES TROUPES COLONIALESDie Art der vollständigen Nichterinnerung nach zweimaliger Lektüre eines derart glühend dem Ekel und dem Tod zugewandten Werkes wie Louis-Ferdinand Célines “Reise durch die Nacht” : Zweifellos schuldet sich diese Amnesie durch zwischenzeitliche Deck- Lektüren wie in Part I dieser Überlegungen vermutet . Zum andern mag man in Rechnung stellen, dass dieser eine , in ( nur ) fünf Jahren während eines Zustandes völliger Alertheit niedergeschriebene Roman leicht das Material für deren fünf oder sechs abgeben könnte .

Die einzelnen “Stationen” dieser “Voyage” sind nicht in die ordentlichen Schatullen einzelner Kapitel platziert . Meist genügen etwas weiter gefasste Absätze , um den Autor und seine zwei fiktiven Alte Egos - Bardamu und Robinson - aus der Nacht des Krieges in neue “Shades of Black” zu katapultieren .

Womit auch der Text zur veritablen Metadarstellung seiner selbst wird : In stetigem , lediglich mitunter retardierten oder beschleunigten Fluss wälzte sich der Strom in Mäandern und mannigfaltigen motivischen Schlaufen seiner Bestimmung - der Einmündung in das namenlose und entindividualisierende Meer des Todes - entgegen . Formale Entsprechung von Auflösungswunsch und -furcht des Erzählers . |||

II. SCHLAMM DES “INNEREN” & ÄUSEREN AFRIKA

PARIS ALGER intern poster galleryIm Aggregat “Afrika” so wie im vorangehenden der Überfahrt auf einem Frachtdampfer erscheinen beide Impulse als einerseits sozial induzierte , anderseits biologische Determinanten . Was auf den “Feldern der Ehre” des Ersten Weltkriegs gerade noch dem Geist und Leib zersetzenden Vegetieren in den “Trenches” des Stellungskrieges entkam , um dann nur um so tiefer in den moralischen und urbanen Sumpf der Metropole zu tauchen : In den folgenden Abschnitten wird nur fortgesetzt und in ungeheuerlicher sprachlicher Vehemenz entfaltet : die diversen Viskositäten der Schlamm von Hass , dreckigem ( Über- ) Lebensprogramm des Selbst und ökonomisch- systemischer Determinismus .

Irgenwann kommt Bardamu also “frei” und kann der Gefahr , als Menschenmaterial an der Front des Ersten Weltkrieges verheizt zu werden , entraten . Dank seines bauchrednerischen Geschicks , die Phrasen der Psychiater mit Inbrunst zu reproduzieren , vermag er sogar , als ausgewiesener Patriot seinen Abschied zu nehmen . Geld ist deshalb nicht eben in patriotisch würdiger Menge im Sack , weshalb Bardamu vorerst den ( von der amerikanischen Gespielin Lola erweckten ) Drang nach den proteinreich- geilen Frauenkörpern des USA gegen einen Trip nach Kolonial- Afrika einzutauschen hat . |||

III. LE TRAJET - AUS DER ILLUSION VON “KULTUR” IN DIE FIEBRIGEN DETERMINISMEN EINER WAHLLOSEN “NATUR”

DEUTSCHE AFRIKA LINIEN intern poster galleryDie weitere Etappe der “afrikanischen Nacht” beginnt freilich mit dem in allen Reiseliteraturen seit dem 18. Jahrhundert gängigen Topos , der Einzelne werde “dieses wahre , Innere Afrika” ( Jean Paul ) entdecken und nicht touristischen Zurichtungen aufsitzen . Noch dürfte dieser Ferdiand Bardamu - im Grund wider besseres Wissen - die Illusion hegen , endlich an einem wahrhaft “anderen” Ort zu landen .

Ist sich Céline | Bardamu dieser typischen und topischen Phantasie nach Teilhabe an der “Authentizität” des “Anderen” bewusst …. oder handelt es sich hier wiederum um eine weitere der Céline’schen Sprachmasken , um gewisse “common places” ( Flaubert : “idées recues” ) zur Kenntlichkeit zu entstellen :

Wir waren unterwegs nach Afrika, ins echte, grosse, das Afrika der unergründlichen Wälder, der tödlichen Miasmen, der jungfräulichen Einsamkeiten, wo grosse Negertyrannen sich an den Kreuzungen endloser Flüsse lümmelten. Bei ihnen würde ich gegen ein Päckchen “Pilett”- Rasierklingen riesenlanges Elfenbein eintauschen, prachtbunte Vögel, minderjährige Sklavinnen. ( … ) Ein tolles Leben! Ganz was anders als das abgeschmackte Afrika der Reisebüros und Denkmäler, wie es in der Eisenbahn und auf Nougat- Einwickelpapier zu sehen war. Nein, nein! Wir würden das reine, ungeschminkte Afrika erleben , das echte!

Im Zuge der Überfahrt auf einem Frachtdampfer, der etliche Kolonialmilizen sowie eine Reihe von Kongo- Schullehrerinnen beherbegrt , geschieht zweierlei - gewissermassen als Vorwegnahme jener nachtschwarzen Unsäglichkeiten , welche den Reisenden auf dem Schwarzen Kontinent erwarten werden . |||

IV. DER LEIB ( BIOS )

EXPEDIDION ETHNOGRAPHIQUE intern poster gallaeryAls jenseits der europäischen Gewässer jene allumfassende Hitze anhebt , muss sich der selbsternannte “europäische Kulturmensch” winselnd den Bedingungen des BIOS ergeben . Dieser BIOS , das anarchische , schwache , nach Auflösung und Ent- Individualisierung strebende Fleisch wird uns ( bzw. Bardamu ) wärhend der restlichen Stationen der “Voyage” in allen Formen des Ekels , des Determinismus sowie der eigentlichen “Natur” des Menschen begleiten .

In der europäischen Kälte, unter dem schamhaften Grauschleier des Nordens ahnt man ( … ) ja kaum die wimmelnde Graumsankeit unserer Mitbrüder, doch sobald sie das verderbliche Tropenfieber sie ankitzelt, kommt ans Licht , wie durch und durch verdorben sie sind. Das fallen die letzten Hemmungen , die Gemeinheit triumphiert und überzieht uns voll und ganz. Der biologische Offenbarungseid . Sobald Arbeit und Kälte uns nicht mehr knechten ( … ), erkennt man in den Weissen das, was man von einem anmutigen Ufer erkennt, wenn das Meer sich zurückgezogen hat: die Wahrheit, stinkig- schlammige Pfuhle, wimmelndes Getier, Aas, Kot.

Der Norden, der konserviert einem wenigstens das Fleisch; ( …. ) der Kolonist ist schon am Tag seiner Ankunft durch und durch verwurmt. Die unendlich arbeitsamen Würmchen warten nur auf ihn und lassen ihn erst los, wenn das Leben schon lange vorbei ist. Madensäcke sind das. |||

V. DER HASS , DIE PARANOIA , DIE VERACHTUNG ( LE MÉPRIS )

JOURNEE COLONIALE internat poster galleryDie fundamental feindselige Kraft und undurchdringliche Macht der Verachtung : Wir kennen sie aus Godards Meisterwerk “Le Mépris” . Bei Céline zieht sie sich während der wochenlangen Überfahrt im Kollektiv aus Militärs und Kolonisten ( plus der extrem hysterischen Lehrerinnen ) um den Aussenseiter Bardamu wie eine Schlinge zusammen . Eine “kompakte Böswilligkeit” schlägt ihm auf diesem “Ship of Fools” entgegen . Paradigma : Geschlossenes System . Umleitung des tendenziellen Kampfes Aller gegen Aller auf das gemeinsame Begehren , den Ausenseiter auszulöschen . Immerhin eine Schwundstufe eines “contrat social” , den wir unter kolonialen Verhältnissen später ad absurdum geführt sehen werden .

Mit der ( unseren Recherchen nach fiktiv so benannten [ ein eigenes Kapitel wären die meist "sprechenden" Personennamen in diesem Roman ] ) Kolonie Bambola- Bragamance erreichen wir ein neues “Closed System” , wo der “Kampf Aller gegen Aller” sich im stillschweigenden Sozialkontrakt manifestiert :

Das Militär (… ) frass den Rum der Kolonien in sich hinein und würzte ihn, damit er runterging, mit jeder Menge Chinin und kilometerlangen Dienstvorschriften . (… ) Ewig und erbittert fochten sie persönliche und kollektive Feindseligkeiten aus, Militär gegen Verwaltung, diese gegen die Händler ( …. ) alle gegen die Neger und die Neger untereinander auch. |||

VI. TRAUMATISCHE TROPEN

REGARDS SUR L AFRIQUE intern poster galleryDas mörderische Klima reduziert den Menschen auf den schieren Leib , die europäischen Erfindungen von “Geist” oder gar “Seele” schmelzen unter den “Umständen” einer umfassenden Attacke auf Wahrnehmungs- , Denk- und gestalterischem Handlungsvermögen rasch dahin .

Es ist schwierig, in den Tropen die Menschen und Dinge klar und ausführlich zu sehen, und zwar wegen der Farben, die von ihnen ausstrahlen. Die Farben und die Dinge kochen förmlich. ( ….) Aber nicht nur die Menschen sind dort hysterisch, die Dinge sind es ebenfalls. Erst bei Einbruch der NACHT wird das Dasein halbwegs erträglich, allerdings fallen, wenn es dunkel wird, die Mückenschwärme über alles her. (…. ) Der reinste Karneval bei Tage, nachts das Mückentrommelfeuer, der KRIEG im Kleinen.

Wenn es in der Hütte, in die man sich zurückgezogen hat ( … ), endlich still geworden ist, beginnen die Termiten ihre Abrissarbeiten, unermüdlich höhlen sie die Pfosten aus ( … ) . Wenn dann noch ein Tornado in diese trügerische Spitzenklöppelei fährt, verwirbelt er ganze Strassenzüge zu Sägemehl.

Das Wimmelnde , individuell Unkenntliche , in seiner schieren Masse bedrohliche … “Niedere” : Die Bildlichkeit von Insekten zur Bezeichnung tendenziell bedrohlicher Menschenmassen war nicht erst der antisemitischen Hetze des “Stürmer” vorbehalten , sondern findet sich schon in der frühen Metropolenliteratur ( berühmt : Adalbert Stifter ! ) . Wenn Céline die schwarzen Arbeiter als “Ameisen” bezeichnet , entbehrt das Bild dieser Arbeiterinnenspecies nicht den Hauch einer Anerkennung .

So kam und ging das, Rosenkränzen im Stakkato gleich, durch den scharlachroten Dunst. Manche dieser arbeitenden Gestalten trugen überdies einen kleinen Punkt auf dem Rücken, das waren die Mütter, die ebenfalls Palmkernsäcke schleppten und dazu noch ihr Kind als zusätzliche Fracht. Ich frage mich, ob Ameisen auch zu so was im Stande sind. |||

VII. BRANDIGER BLASENWURF : DAS “INDIVIDUUM”

AFRICA post apartheid cinemaAfrika : Das ist die wahnwitzige Hitze , die geile Natur . Sämtliches Leben setzt seiner fortschreitenden Verwesung unbändige Aktivitäten der Fortpflanzung entgegen . Schleim , Schlamm , Fäulnis : Das ist der Schoss , aus dem Alles überreich kroch und dort verschwindet , verschwendet wird , verrottet .

Ein Battallion war wie ein Stück Zucker im Kaffee, je länger man hinschaute, desto weniger sah man davon.

Die europäische “Seele” , ja gar das “Denken” per se ist innerhalb dieser hypertrophierten und daher feindlichen “natura naturans” ein Luxus , den man sich erstmal leisten können muss ( siehe KRIEG , siehe später das Lumpenproletariat von Grancy , siehe die monströsen Ford- Fabriken in Detroit ) :

Eins stimmt, es ist ja ziemlich verrückt, sich mit etwas anderem zu beschäftigen, als mit dem, was man sieht.

Innerhalb dieses Systems verfliessen Substanzen und Wesen zu einem einzigen heissen Schleim . “Individuen” sind dabei maximal Blasenbildungen im brodelnden Sud der Ursuppe . Für Pflanze , Tier , Mensch gilt : Zwischen Fressen und Gefressenwerden bleiben lediglich ein paar gezählte Stunden fiebrigen Siechens und maximaler Fortpflanzung der Art . In diesem winzigen Zeitfenster zwischen Werden und Vergehen wird jedes kulturelle Agon lächerlich .

Der Wald wartete nur auf dieses Signal, um aus all seinen Tiefen loszuzittern, loszupfeifen, loszukreischen. Ein gewaltiger Liebesbahnhof, lichtlos, berstend. Ganze Bäume quellen über vor glänzenden Leckerbissen, verstümmelten Erektionen, Entsetzlichkeiten. |||

VIII. WERDEN UND VERGEHEN

Menschen, Tiere und Dinge, alles schwand so rasch in diesem Grün, diesem Klima, dieser Hitze und bei den Mücken, das man kaum schnell genug hinsehen konnte. Es war widerwärtig, alles ging dahin, Stück um Stück, Satz um Satz, Glied um Glied, Sehnsucht um Sehnsucht, Blutkörperchen um Blutkörperchen, es verging in der Sonne, schmolz im Sturzbach des LICHTES und der Farben, und der Geschmack und die Zeit gleich mit, alles ging dahin. Nur funkelnde Angst blieb in der Luft.

AFRICA COLONIALISMNoch die kolonialistische Ausbeutung von Mensch und Natur ( Kautschuk , Erdnüsse ) verzehrt sich quasi selbst . Bis ins kleinst Glied korrupt , hab- und machtgierig , vom Popanz des Gouverneurs bis hinab zum niedrigsten Milizionär : Letztlich sind die Tage eines Jeden dieser ausgebeuteten Ausbeutet gezählt .

In der Hauptbuchhatung der Compagnie waren die Monate dieses Direktors gezählt, gezählt wie die Monate, die man einem Mastschwein noch gibt.

( Man vergleiche dies mit dem vor einer Metzergei in Grancy “als Reklame” angepflockten Mastschwein , welches vom amüsierten Mob gnadenlos gequält wird . )

Wo die Tage derart gezählt sind , wird auch das GELD lächerlich : Es ist beileibe keine Verteidigung der kolonialen Ausbeutung , wenn und wie Céline zeigt , dass die Peitsche des Kolonialisten auf die Rücken der namenlosen Schwarzen längst dessen eigene Existenz fortgerissen hat .

Die Eingeborenen muss man miest erst mit Knüppeln zur Arbeit treiben, so viel Würde haben sie sich bewahrt, während die Weissen, die die öffentlichen Bildungsinstitute durchlaufen haben, ganz von selber funktionieren.

Vor Ort ist hier nichts zu holen ausser Siff und Fieber . Die unter unsäglichen Bedingungen Menschen und Natur abgepresste Ware verwandelt sich erst ausserhalb dieses geschlossenen Systems in konkreten Wert und Gewinn .

Der Sumpf der Ausbeutung , wie wir ihn später bei Ford erleben werden : Im Aggregat “Afrika” ist dieser Sumpf in Riesige , naturhaft- Kontinentale projiziert . Wie auch bei den primitiven Kleinbürgern in den Pariser Vororten hat sich die Menschenverachtung des System längst in Form eines niederträchtigen Hasses im Inneren der Kreatur niedergeschlagen .

Dass die vorgeblich so unterwürfig- kooperativen Autochthonen des Urwaldes den sterbenskranken Bardamu nähren und später quer durch den Dschungel zu einem weissen Priester bringen , hat blutwenig wenig mit “Empathie” oder “Menschlichkeit” zu tun . Die vorgeblich Ausgebeuteten “outsmarten” den Ausbeuter , indem sie ihn - bewusstlos wie er ist - an eine spanische Galeere verkaufen . Eine böse Pointe als Finale eines allen hehren Prinzipien der “Menschlichkeit” spottenden Stücks . |||

KLANGAPPARAT

Versteht sich , dass wir hier keine literarischen Aggregate akustisch czz hörempfehlungillustrieren . Allerdings scheint uns die Mischung aus Primitivem und Giftigem , wie sie das Label intoxik mit der neuen Release von Pablo Akaros vorlegt , ganz passend . Die EP Horse Morse strotzt jedenfalls von atavistischen Rhythmen und bissigen Insekten …. CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Reusado ( 7:05 ) | 02. Mclass ( 8:11 ) | 03. Vertebral ( 8:30 ) |||

HINWEIS

Die Zitate entstammen sämtlich der 2003 bei Rowohlt erschienen Neuübertragung : Louis-Ferdinand Céline : Reise ans Ende der Nacht . Aus dem Französischen von Hinrich Schmidt- Henkel , Rowohlt 2003 ( 147f, 149, 153, 165 f, 167, 171, 192, 228, 224, 196f, 177, 184 )

The historical posters appear by courtesy of the International Poster Gallery , Boston : The rare vintage posters may be purchased by order .

FURTHER LINKS

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