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Brodelnde Blog- Bubble : Deutschland , ein Sommermärchen



||| SAME PROCEDURE AS EVERY … | DIE BETA- BLOGGER - EIN HISTORISCHES DRAMA | SYNOPSIS | LETZTE FRAGE - LETZE ANTWORT | KLANGAPPARAT

SAME PROCEDURE AS EVERY …

czz blog bubble Es kam , wie es kommen musste : Der Berg kreisste und gebar eine Laus , designt und designiert dazu , möglichst Vielen über die Leber zu laufen . In schöner Regelmässigkeit sichern sich Mainstream- Medien wie die FAZ , die SZ oder “DER SPIEGEL” Tausende erboste Klicks auf ihre Internet- Seiten , indem sie ein paar Flocken des Zaubermittels “Beleidigung” in den Tümpel der Blogosphäre streuen . Prompt erfolgt unisono der Chor der brüskierten Blogger , dicht gefolgt vom Diskant Derer , die es immer schon gewusst haben wollen .

Da dies ungefähr alle Vierteljahre einmal geschieht , ist der Ablauf solcher “Debatten” hinlänglich bekannt . Gleichwohl werden anhand des allgemeinen Rührens im diesmal vorzüglich dünnen Süppchen des “SPIEGEL” die Mechanismen der Aufmerksamkeitsökonomie selbst sogenannt “etablierter” Medien wünschenswert transparent . Desgleichen erklingt als bedenkenswertes Leitmotiv der Ausdruck eines allgemeiner werdenden Unbehagens an jenen Charts und Rankings an , welche - die Verlinkungsdichte registrierend - die “Alpha-” ( sprich Gross- ) Blogger von den “Beta”- Existenzen scheiden . Einen guten Überblick über die “Deutschen Blogcharts” und Konsorten gibt Oliver Gassner in “Telepolis” : Blogs lesen statt Blogs hauen .

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DIE BETA- BLOGGER - EIN HISTORISCHES DRAMA

czz blog bubbleRegieanweisung : Zitierte Blogs und Namen erscheinen in diesem Kontext als Positionen wurden in keiner Weise dazu aufgeführt , die sich dahinter befindlichen Personen zu desavouieren . Zu lesen und zu betrachten als angewandte Einführung in die Typen und Thesen deutscher Blog- Debatten .

Diesmal war es - und wir behandeln hier mit bewusstem Verzug ein in Wochenfrist bereits historisch gewordenes Drama - “DER SPIEGEL” , welcher den ersten Stein warf . Mitten ins Sommerloch und so begann sofort zu brodeln im Blogger- Biotop . - - - Same procedure as every …

DER SPIEGEL , 20. 7. | SpOn , 21. 7. : Die Beta- Blogger

Deutsche Online-Schreiber haben ein Problem entdeckt: sich selbst. Im Vergleich zu ihren US-Kollegen fehlt es ihnen an Macht und Bedeutung, um die öffentliche Debatte mitzubestimmen. Die meisten sind unpolitisch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell.

( … ) Schätzungsweise 500.000 deutschsprachige Blogs gibt es. Die meisten sind sanft entschlafene Karteileichen. Rund 200.000 sind aktiv. Das klingt nach viel. Doch global gesehen sind die Deutschen Blog-Muffel. Nur etwa jeder fünfte Deutsche liest sie überhaupt jemals. In den USA und Japan ist es jeder Dritte. In Südkorea und den Niederlanden tun es 40 Prozent der Bevölkerung. (… ) Politische Blogs sind in Deutschland so gut wie nicht vorhanden. Als sich der US-Journalist Sean Sinico während des Bundestagswahlkampfes 2005 in der deutschen Blogosphäre umtat, war sein Urteil vernichtend. Was er sah, waren für ihn “baby steps”. An dem Befund hat sich nicht viel geändert - glaubt man in der Szene selbst.

Die Welt ist Scheisse ( Achim Meißner ) , 20. 7. : Blogs funktionieren nicht, weil …

Irgendwie ist mein Interesse für die Frage “Funktioniere ich bzw. als Blogger” nicht wirklich vorhanden. Die Deutsche Blogosphäre ist die Verlinkungsphäre einer Linkliste, die sowas von typisch Deutsch ist, dass man durchaus müde drüber lächeln muss. Die “Deutschen Blogcharts” als Messinstrument der Relevanz von Blogs zu verwenden, ist, ja, hm, schlicht lächerlich. Aus dieser Kleingeisteratmosphäre entwickelte sich dann wohl auch die Aufteilung der Blogs in A, B und C-Blogger. Das ist sowas von Vereinsmeierei, köstlich. Es fehlt nur noch der Deutsche Blograt e.V., dann wäre das groteske Dutzend sicherlich voll.

Warum funktioniert hier in Deutschland dennoch die Blogosphäre nicht? In anderen Ländern gibt es ja auch eine funktionierende, also geldverdienende, Bloglandschaft? Allein schon die Annahme, etwas funktioniert nur dann, wenn Geld verdient wird, lässt tief blicken. Geld, Geld, Geld, ist ja der Gradmesser des Menschsein schlechthin. ( …) Das Geplapper der sog. A-Blogger wird mit 100% Sicherheit garantiert nicht zu so hohen Verlinkungszahlen führen, wie diese Charts es vermuten lassen. Konsequenter Weise kann man sogar davon ausgehen, dass 99% der Listen-A-Blogs mit gefakten Verlinkungen arbeiten. Man hat ja was zu verlieren…tss…

F!XMBR ( Christian Sickendieck ) , 20. 7. : Ich muss mich vielleicht korrigieren - Blogs scheinen doch zu funktionieren

[ Vorspiel mit Blick auf ein unmittelbar vorangegangenes Debattentheater : Warum Blogs in Deutschland nicht funktionieren , 18. 7. - Eine Replik auf des Don Dahlmanns ( seines Zeichens WELT- Blogger , Ex- Edelfeder des eben unsanft in die ewigen Jagdgründe eingegangenen "Literatur"- Design- Magazinchens "mindestenshaltbar" u. v. a. m. ) Klage über die Impotenz deutscher Blogs sowohl hinsichtlich des politischen Impacts als auch der Monetarisierung ]

Der SPIEGEL hat panische Angst, panische Angst vor Bloggern. Und das nicht zu Unrecht. ( … ) Der Artikel der SPIEGEL-Redakteure Markus Brauck, Frank Hornig und Isabell Hülsen zeigt den SPIEGEL der heutigen Zeit. Lächerlich, es wird Meinungsmache betrieben. Journalisten, die zufällig eine Weblogsoftware aufgesetzt haben - Niggemeier und Broder - müssen dafür herhalten, um zu zeigen, was für ein Niveau auf deutschen Blogs herrscht. ( … ) Die sogenannten Journalisten beweisen mit großen Enthusiasmus warum Journalismus in Deutschland nicht mehr funktioniert. ( …. ) Ich stell mir wirklich die Frage, ob Blogs nicht doch funktionieren. Wenn diese panische Artikel im SPIEGEL erscheint, scheinen Blogs doch wahrgenommen zu werden. Der Spiegelfechter wird als große Gefahr angesehen. Und - er zeigt die wahre Qualität des heutigen Journalismus. Erbärmlich.

czz blog bubbleDer Spiegelfechter ( Jens Berger ) , 21. 7. : Beta- Journalisten und Beta- Blogger

Der SPIEGEL hat in seiner jüngsten Print-Ausgabe ein “neues“ Phänomen entdeckt – Deutschlands Politblogger, international nur Zweite Liga und “unpolitsch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell.“ Aber immerhin doch so unwichtig, dass man ihnen drei Seiten widmen muss, denn die gefühlte Bedrohung durch den Bürgerjournalismus ist eine Entwicklung, die den deutschen Beta-Journalisten in seinem Selbstverständnis berührt. ( … )

Die deutsche Politblogszene steckt noch in den Kinderschuhen, aber auch Kinder entwachsen irgendwann ihren Schuhen. Während die „klassischen Medien“ vor zwanzig Jahren noch eine große Glaubwürdigkeit beim Leser genossen, so gehört dies mittlerweile der Geschichte an. Seit seiner neoliberalen Wende ist der SPIEGEL bei wirtschaftspolitischen Themen in etwa so glaubwürdig, wie die Apothekenumschau bei Gesundheitsthemen. Wenn man seine eigenen Fehler sieht, kann man sie abschalten – das Problem an den “Mainstreammedien“ ist allerdings, dass sie ihre eigenen Fehler nicht sehen und Kritik als “Freaktum“ abtun. In einem Gespräch über dieses Thema sagte Michael Rutz – Chefredakteur beim “Rheinischen Merkur“ – dem Autor, sein Blatt kommentiere aktuelle Themen stets objektiv. Im journalistischen Kontext ist ein Kommentar allerdings per Definition “die persönliche Meinung des Autors“ und kann bestenfalls zu einem “objektiven“ Bild beim Leser beitragen, aber nie selbst “objektiv“ sein. Diese “unfreiwillige“ Offenbarung des Selbstbildnisses des deutschen Journalismus, illustriert die Kernaufgabe von Blogs.

Indiskretion Ehrensache ( Thomas Knüwer ) , 22. 7. : Der erschreckende Misserfolg von Spiegel Online

Es wird Zeit für eine Rechnung. 89.1 Millionen Besucher hatte Spiegel Online laut der Messung der IVW im Juni. Damit ist die Seite Marktführer unter den Nachrichten-Angeboten im deutschen Internet. Ein Blick in das Impressum zeigt, wie hoch der personelle Aufwand ist, um diese Position zu erreichen. So ich richtig gezählt habe, schreiben für Spiegel Online 87 feste journalistische Kräfte sowie 28 freie Autoren. Hinzu kommen zehn graphische und technische Kräfte. 125 Spiegelonlineraner, also. Das macht pro Mitarbeiter eine monatliche Besucherzahl von rund 712.800, was pro Tag 23.760 macht. Allerdings: Nicht eingerechnet ist dabei die Print-Redaktion des “Spiegel” als Inhaltelieferant.

Das klingt nach viel, ist aber erschreckend wenig. ( … ) Noch dramatischer fällt der Vergleich mit Jens Matheuszik, dem Pottblogger aus. Mit einer Stunde Arbeit pro Tag bringt er es auf 2000 Besucher. Macht 60.000 Besucher monatlich mit einem Arbeitseinsatz von 30 Stunden. Wäre Matheuszik Spiegel-Online-Mitarbeiter, würde er mehr Leser erreichen als seine Kollegen.

Auch der Blick in die USA macht deutlich, wie wenig Gewicht Spiegel Online hat. Das monothematisch auf Wirtschaft aufgebaute Angebot des “Wall Street Journal” erreichte im Juni doppelt so viele Leser wie Spiegel Online. Und: Die rund drei Millionen Besucher täglich bedeuten, dass nicht einmal vier Prozent der Deutschen die führenden Nachrichten-Seite des Landes täglich nutzen.

medienlese ( Klaus Jarchow ) , 23. 7. : Es ist doch zu albern !

Da verfasst ein missgelauntes Spiegel-Trio ein dreiseitiges Elaborat über die Armutsästhetik in den klapprigen Fischerhütten “deutscher Online-Schreiber”, vergleicht ihr proletarisches Ambiente mit den blankpolierten Glaspalästen deutscher Offline-Schreiber, aber auch mit den inkommensurablen Wolkenkratzern amerikanischer Spitzenblogger. Das Trio der Spiegleins stellt uns dann sogar einige dieser darbenden ‘Blogger’ in persona vor, die natürlich genau das nicht können sollen, was die professionellen Mitglieder der Journalistenzunft täglich so akkurat beherrschen - und am Ende erweist es sich, dass sämtliche Beteiligte in diesem redaktionellen Kasperltheater allesamt auch wiederum nur Journalisten gewesen sind.

Regieanweisung : Während sich die Debatte in Hunderten Kommentaren und Abschriften weiterspinnt , senkt sich langsam der Vorhang .

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SYNOPSIS

czz blog bubbleDass “Blog” nicht gleich “Blog” ist , dürfte gerade auf dieser in|ad|ae|qu|aten “Beta”- Seite hiermit hinreichend demonstriert worden sein . Dessenungeachtet zitierten wir als zusammenfassende Handreichung die kleine Blog- Typologie , die der schon erwähnte Oliver Gassner in “Telepolis” zusammengetragen hat . ( Wobei wir uns die Anmerkung , dass TP nach verschiedenen Erweiterungen des Autorenpools cum grano salis zu geniessen sei , in diesem Fall sparen . - in|ad|ae|qu|at haben wir uns redaktionell gestattet , Schreibfehler stillschweigend zu korrigieren sowie relativierende Links einzufügen . ]

Blogs und Blogs und ihre Unterschiede. Ich sehe mehrere Tendenzen:

  • ‘Klassische’ Medien, die Blogs in ihren Mix integrieren. nennen wir mal Handelsblatt und TAZ als Beispiele.
  • Medien, die neue und eigene Plattformen aufsetzen. Sagen wir: “Der Westen” von der WAZ-Gruppe und Germanblogs von Holtzbrinck (leben die noch? - Disclosure: Ich hab da mal geschrieben.)
  • Blogplattformen, die sich als Verlag strukturieren, was grob heißt, dass es eine thematisch-redaktionelle Steuerung und eine Anzeigenakquise gibt und dass die Blogger aufwandsabhängig bezahlt werden. Beispiele: Der abgebrochene Versuch der Spreeblick KG -was dann in den Anzeigenvermarkter Adical / Adnation mündete -, die Blogwerk AG (D: wo ich auch schreibe) und eine ganze Reihe von US-Vorbildern. voran die Techcrunch-Familie.
  • Einzelblogs als Fulltime-Job in Abhängigkeit von einem oder einer kleinen Zahl von Auftraggebern/Finanziers, Paradigma: “deutsche startups
  • Einzelblogs mit vielen Besuchern, die Anzeigeneinnahmen haben, aber oft nicht Fulltime-Job sind. Also das Spektrum von Basic Thinking (D: mit Robert kooperiere ich geschäftlich) über wirres und andere Blogs aus den deutschen Top 100.
  • Die große und überwiegende Masse an Privatblogs, meist werbefrei und manchmal aus guten Grund ohne Impressum.

(Die Pseudoblogs der SEOs lassen wir hier mal außen vor, das ist der Dschungel.)

Etwa in diesem Spektrum dürfte sich auch verteilen, wie “redaktionell” oder “journalistisch” in dem Blog agiert wird oder wie sehr Rücksichten sowohl auf Publikum (was den Blogger angeht) als auch auf Werbetreibende (was eher den Verlagsaspekt berührt) in die Mitte oder an den Rand rücken.

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LETZTE FRAGE - LETZE ANTWORT

F : “Und was hat in|ad|ae|qu|at als unabhängige Literatur- und Kunstseite mit obgenannten Themen , Typen und Tendenzen zu tun ?”
A : “Field Recording .”

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EDIT

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KLANGAPPARAT

Nervös und schwebend atmosphärisch : Die Vokabeln , welche sich sonst als antipdoische Attribute zur Charakteristik von Sounds anbieten czz-hoerempfehlungwürden , fliessen unter Fusharas ( MySpace ) flinken Fingern zusammen : Als Teil drei unseres Mini- Portraits des bemerkenswer straighten Hamburger Netlabel plainaudio präsentieren wir den jungen Londoner Debütanten mit seiner “Rising“- EP : Nach all den schwierigen Blog- Schlieren ein eminent erhebenendes perkussives Reinigungsrtual ! - CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Rising | 02. Irrational Act | 03. Symbol Of State |||

Video- Backflash I / 07 : HERE COMES ANOTHER BUBBLE Version 1.1



[ = Gemeinplätze , Commonplaces der Blogosphäre 03 ]

||| 2.0 BLASE | CATCHY VIDEO | COPYRIGHT TRAP | GLOSSARY | KLANGAPPARAT | LINKS

2.0 BLASE
czz icon web2 04 buttonsScherz , Satire , tiefere Bedeutung und einen bemerkenswerten Pferdefuss : Das Jahr des endgültigen Mainstream- Overtakes von Web- 2.0- Dsipositiven zum vorgeblich grenzenlosen Mitmachen , Common- Creating , Uploading , Befriending , Mashing Up und Ego- Profiling via Facebook und studiVZ , MySpace und YouTube , Blogs , Tumblr und Twitter sorgte für erhebliche Breitenweirkungen , virale Filialen sowie einige handfeste Datenschutzzumutungen ( siehe Kritik an studiVZ & Facebook- Beacon ) . |||

CATCHY VIDEO
czz icon web2 04 buttonsSehr fröhlich hat dies die S. F.- Bay- Area ( wo sonst ?! )- A Capella Gruppe RICHTER SCALES mit ihrer Variation auf Billy Joels “We Didn’t Start the Fire” inszeniert , illustriert von einem ( was sonst ?! ) amüsierlichen Zitatvideo @ YouTube . “Catchy ” , kommentierte WIRED und verzeichnete am Folgetag der Video- Lancierung bereits 40.000 Views :

the video cheerfully covers the Web 2.0-craze in Silicon Valley. Starting with a great quote from Facebook investor Peter Thiel, the video whizzes through buzz words, catch phrases, hot tech blogs, and hilarious cut-and-pasted graphics. ( … ) The lyrics at the end of the video ask viewers to “blog it all” - who were we to resist ?

czz icon web2 04 buttons

 

In der Tat fasst das Video sehr nett die ( meist in Startup- Namen codierten ) Schlagworte und Permanentthemen des zurück liegenden Jahres zusammen und wer wäre in|ad|ae|qu|at , der ironischen Darstellung von gehypeten Gemeinplätzen und Diskurszumutungen keine virale Abflugrampe einzuräumen ? |||

COPYRIGHT TRAP
czz icon web2 04 buttonsDass auch eine derart pfiffige Creative Commons- Reflexion zum Phrasen- und Phantasie- State of the Art nicht vor den Fallstricken traditioneller Copyrights und Personenrechte gefeit ist , erweisen die Demarchen der Fotografin Lane Hartwell , welche mit Missvergnügen eigenes und unautorisiert ausgeborgtes Bildmaterial in dem Streifen wieder erkannte , und unter Berufung auf das digitale Copyright DMCA das Filmchen am 11. 12. aus dem Netz nehmen liess . So sieht das dann aus . Nach einigem Hin und Her von Sachverhaltsdarstellungen über Copyright bzw. Fair Use u. a. auf den Blogs sowohl von RICHTER SCALES als auch der Bildschöpferin , lenkten die animierten Sänger ein , überarbeiteten den Abspann und lancierten das revidierte hübsche Stück am 18. 12. als HERE COMES ANOTHER BUBBLE Version 1.1 .

THE RICHTER SCALES : HERE COMES ANOTHER BUBBLE Version 1.1 ( 2:45 )

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GLOSSARY
czz icon web2 04 buttonsHilfreich für Eins- Nuller und eher offline orientierte Zeitgenossen könnte die von in|ad|ae|qu|at auszuzgsweise zusammen gestellte Liste von Shots and Topics sein : Interview mit Facebook- Investor Peter Thiel , Web 2.0 company list , MIT -> Palo Alto , BusinessWeek Magazine on Digg , Fortune Magazine on MySpace , Time’s Person of the Year : YOU the User , Pizza , Telephone icon , Internal Server Error , Michael Moritz ( Venture Capitalist #1 - e. g. Google ) , John Doerr ( Venture Capitalist #2 , Google , Amazon , Friendster … ) , Steve Jobs ( Apple !!!! ) / Dan Lyons ( aka Fake Steve Jobs ) , TechCrunch blog , Facebook CEO Mark Zuckerberg , Stacks of cash , Money cake , Private yacht , Party jet , Twitter LOLcat , MySpace T-Shirt , Hatebook … |||

KLANGAPPARAT

Wie versprochen reichen wir in|ad|ae|qu|at finalemente DJ MITCHs ( aka Maurizio-Miceli ) ausschweifendes deepindub- EXES- Mix nach . Motto : The today’s society and its excesses , drugs and sex selfishness , where czz hörempfehlung we bring all this ignorance ? - Let us pause a moment and reflect… | 70 volle Minuten , am Jahresende auch manche 2.0- Blase in unseren persönlichen Agenden aufzustechen : CLICK TRACK TO LISTEN AND … REFLECT : EXES |||

LINKS

FURTHER READING

  • Onlinetrends 2007 : Deutschland netzwerkt . Auch die Deutschen gewöhnen sich ans Web 2.0 : Zu den größten Gewinnern des Online-Jahres gehörten Social Networking-Plattformen , fanden die Marktforscher von Nielsen Online heraus ( Ben Schwan , taz , 28. 12. )

     

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HIS MAJESTY THE EGO @ Ego Google



[ = Gemeinplätze , Commonplaces der Blogosphäre 02 ]

||| GOOGLE YOURSELF | U.S. - STUDIE | NETZHYGIENE … | … VS NARZISSMUS | SCREEN ALS SPIEGEL | FEEDBACK | BLICK AM TICKER | HYBRID- UND KUNSTFIGUR | KLANGAPPARAT : WHODUNIT ? | LINKS

czz frage antwort sprechblasen iconWenn ein sogenanntes “Thema” durch das OFFLINE- Presse- Wesen geht , bleiben den Kommentatoren immerhin einige Stunden , um das andernorts Ausgespähte für’s eine Blatt hinreichend zu reflektieren , um der Sache einen ( der Distinktion des Mediums förderlichen ) frischen Twist zu geben .

In der schönen weiten ONLINE- Welt ist die Reiz- Reaktions- Spanne wesentlich geringer - - vorausgesetzt freilich , man zählt zu den Bloggern und Selbstvermarktern , die ganz vorne mit dabei sein wollen : Sei’s auf der Achse der Zeit oder in der Kategorie des Impact Faktors .

GOOGLE YOURSELF

czz frage antwort sprechblasen iconNun gab es während der vergangenen Tage eine sonderbare Ballung um das Topic des Vanity- Search oder Ego- Googlen ( Googling Oneself ) . Die Studie Digital Footprints des Pew Internet & American Life Project belegt , dass rund 50 % der U. S.- User mindestens einmal im Leben den eigenen Namen in das Suchfeld einer Search Engine ( oft Google ) eintipppen > ENTER > there we go : Und mit ein paar Clicks und Blicken kann man - freilich oft mit Erstaunen - betrachten , in welchen Zusammenhängen man out there auftaucht .

U.S. - STUDIE

czz frage antwort sprechblasen iconBenedikt Köhler resümiert ( @ Viralmythen ) die Studienergebnisse wie folgt ,

dass fast die Hälfte der US-amerikanischen Internetsurfer schon einmal ihren eigenen Namen in eine Suchmaschine eingegeben haben. Aber nur ein geringer Teil (3 Prozent) der “Selbst-Sucher” tut dies auch regelmäßig. Die Mehrzahl der Nutzer (60 Prozent) sehen es nicht als Problem, dass Informationen über sie im Internet abrufbar sind und nur 38 Prozent planen, die Preisgabe persönlicher Informationen im Netz zu reduzieren. Was auch interessant ist: Nur 11 Prozent sagen, dass der größte Teil der online gefundenen Informationen über sie nicht der Wahrheit entspricht – 2002 waren es noch 19 Prozent. Möglicherweise führt die zunehmende Selbstdarstellung im Netz über soziale Netzwerke und Weblogs (die bei vielen Suchmaschinen weit oben landen) dazu, dass mehr Informationen zu finden sind, die man selbst ins Netz gestellt hat. Oder aber: die Kritikfähigkeit der “Selbst-Sucher2 hat abgenommen.

NETZHYGIENE …

czz frage antwort sprechblasen iconNun haben uns allerlei Datenschützer , Journalisten und Job- Blogger alle Nase lang die Notwendigkeit von Daten- und Netzhygiene gepredigt , Firmen wie ReputationDefender oder International Reputation Management versprechen gegen gutes Geld eine www- Image- Bereinigung : dies alles aber meist im Kontext der zunehmenden Netz- Checks möglicher Arbeitgeber oder Vertragskontrahenten .

Was bitte möge an dieser Form der Selbst- Evaluierung das Bemerkenswerte sein ? - Abgesehen von der Tatsache , dass jetzt Raten , Prozente diese weit verbreitete Praxis numerisch dokumentieren , stellt die Google- Search nach dem eigenem Namen einen völlig alltäglichen Vorgang des Benchmarking dar . Dass sich “His Majesty the Ego” ( Sigmund Freud ) im Spiegel des Screens narzisstisch kitzeln kassen will , bleibt nicht dem OFFLINE- Kosmos vorhbehalten .

… VS NARZISSMUS

czz frage antwort sprechblasen iconWelcher Studierende , der nach Abgabe der Pflichtexemplare seiner Dissertation nicht sofort zum Katalog der Universitäts- , Instituts- oder Nationalbibliothek eilte , um Eigennamen und Eigenwerk dort rubriziert zu sehen ? - Welchen ( tja , sechsstelligen ) Rang hat mein neues Buch @ Amazon ? - Und ist mein Sprössliing im Programm des Kinderchor- Konzerts auch wirklich und schön namentlich aufgeführt ?

SCREEN ALS SPIEGEL

czz frage antwort sprechblasen iconMit Jacques Lacan formuliert , schlägt das frühkindliche Spiegelstadium im langen Laufe unsere Lebens immer wieder zu . Erst , wenn wir im Spiegel überprüfen , wie sich unsere Aussensicht ( höchstwahrscheinlich ) den echtweltlichen Sozialpartnern präsentiert , können und wollen wir als distinktes Individuum agieren . Freilich gelangen wir nie an jene primäre Spiegelszene zurück , in welcher die Mutter dem Kind beim gemeinsamen Blick jene dort sichtbare Gestalt als dessen ICH deklariert . Erst im Kontaktschluss von Innensicht und Aussen- Aussehen entsteht das Individuum .

FEEDBACK

czz frage antwort sprechblasen iconGleichwohl bleibt diese ursprüngliche Fontanelle oder gap zwischen dem , wie ich aus meinen Augen heraus sehe und dem Konterfei , welches mir mein Spiegel präsentiert , verletzlich . Man muss nicht gleich ins Extrem der neuronal , traumatisch oder durch Drogen ausgelösten Ich- Dissoziation gehen , um den ständigen Bedarf an Rückbestätigung und externem Feedbacks entlang unseres lebenslangen Wandlungsweges ( z. b. Altern ) als systembedingt anzusehen .

BLICK AM TICKER

czz frage antwort sprechblasen iconWarum das Nachschlagen des eigenen Namens , eigener Werke und Kontexte jetzt das ganz ANDERE und Web- Spezifische sein soll , ist nicht nachvollziehbar . Umso bemerkenswerter müssen die von etlichen Bloggern brav abgeschriebenen Befunde erscheinen , als doch just das Medium “Blog” seinen Betreiber ( = vulgo Schreiber ) gewissermassen stündlich und minütlich mit Klick- Raten , Rankings und Kommentaren ebenso wie durch Blog- Reactions und Incoming Links konfrontiert . So what ?

HYBRID- UND KUNSTFIGUR

czz frage antwort sprechblasen iconAls dialektischer Seitenpfad bietet sich der Umstand an , dass viele Blogger und Forum- Kommentatoren sowieso unter identitätsverschleiernden Nicknames agieren , beziehungsweise für ihre Online- Showbox eine aus Stilisierung , Dichtung und Wahrheit hybrid gemixte Kunstfigur generieren . Don Alphonso hatte diese - für jeden professionellen Publizisten alltägliche - Binsenweisheit im Rahmen der ZKM- Tagung WEBLOGS, PODCASTING & VIDEOJOURNALISMUS : Neue Medien zwischen demokratischen und ökonomischen Potentialen mit grossem Effekt präsentiert . So what ?

“Übereinstimungen mit realen Individuen sind in keiner Weise beabsichtigt und nur zufällig” : “Mashup” heisst das im laufenden Business der Datenmischung . Unvermeidlich muss da jetzt das berühmte Rimbaud- Diktum “Je est un autre” folgen . So what ?

KLANGAPPARAT : WHODUNIT ?

Mit Rollen , Sprechfiguren und der medialen Reduzierung einer Person auf eine Funktion , Position oder ein abrufbares Statement , beschäftigt sich auch der gestern hier unter dem Namen “NORMAN FAIRBANKS” vorgestellte Audio- Artist . Wer ein bisschen weiter in seine markant czz hörempfehlunggestalteten Seiten hinein liest , wird finden , dass “FAIRBANKS” selbst ein “fictitious character” ist . Es sind via Medien ins Fiktive transformierte Redefiguren , welche die linguistische Footage abgeben für “FAIRBANKS’ grandios durchkomponierte Suiten . czz hat mit dem Musiker ( selbiger weiterhin in der Rolle des “NORMAN FAIRBANKS” ) einen kleinen E- Briefwechsel über die konzeptuellen Grundlagen seiner Sprach | Soundarbeit geführt . Bevor wir Part 2 des Zyklus ONE AMERICAN SECOND in voller Länge von 54 Minuten präsentieren , zitieren wir aus “FAIRBANKS” Selbstauskunft , welche die Methode der Dekontextualisierung ( vulgo Cut- up ) und Zusammenhangsverfremdung aufs Trefflichste formuliert :

 

Well actually my piece is just a pure sound patchwork without any relevant ( political ) context - so it could basically fit to many angles or points of view . In the moment I take samples out of there original context they get a different meaning and their contents may vary depending on the new environment I put them in . The American language is an ideal playground for this but you could easily redo this idea in any other language or any other territory - it is repeating in itself . Maybe America just works better because their media is so much more omnipresent than any other media from any other country on this planet .

Dem Charisma der VOX HUMANA sozusagen anthropologisch konstant verfallen , werden wir beim Hören von gesprochener Sprache nie umhin können , gewisse Meanings und Assoziationen zu generieren . Jede Hörerin , each Listener kreiert sich hörend sein höchst eigenes Stück . [ Klammer für Making- Of- Freaks : Die Sache mit dem Tenori- On . ]

TAKE YOUR TIME and CLICK TRACK TO LISTEN : ONE AMERICAN SECOND , PART 2 : RADIO K.A.O.S. ( 54:12 ) |||

LINKS

Gemeinplätze , Commonplaces , Idées Recues der Blogosphäre : VORREDE



||| NEUE REIHE | FIGUR DES BLOGGERS : SELBST- UND FREMDBILDER | FREIWILLIGE SELBST- GLEICHSCHALTUNG | KLICKGIER | STATISTIK | AUFMERKSAMKEITSÖKONOMIE | FLAUBERTS “DICTIONNAIRE DES IDÉES RECUES | KLANGAPPARAT

NEUE REIHE

schreiben-laptopVoici das Vorspiel zu einer in loser Folge fortzusetzenden Neuen Reihe @ in|ad|ae|qu|at : “GEMEINPLÄTZE , COMMONPLACES , IDÉES RECUES DER BLOGOSPHÄRE” greift anhand konkreter Fälle einige Klischees der Blog - Welt auf . |||

FIGUR DES BLOGGERS : SELBST- UND FREMDBILDER

schreiben-laptopOb in journalistischen Rapporten und Reflexionen zum Genre des Blog bzw. zum Typus des Bloggers oder in den unter Bloggern weitergereichten Vignettierungen mehr oder weniger idealer Selbstbilder . Noch in den verkrampften Selbst- Distinktionen , zu welchen sich herkömmliche Print- Journalisten in den Online- Ausgaben ihrer Blätter in unschöner Regelmässigkeit veranlasst fühlen , reproduziert sich - wenngleich unter umgekehrten Vorzeichen - das Ego- Ideal des Bloggers als alertem Bürger- Journalisten ( siehe ReadersEdition , D ) und unabhängigem Freidenker : Der Blogger als Last Action Hero von Zivilcourage und kritischem Esprit , Watchdog von Recht und Demokratie . |||

FREIWILLIGE SELBST- GLEICHSCHALTUNG

schreiben-laptopDass dies alles so nicht stimmen kann , erweist ein kurzer Blick in den Aggregator von Blog- Tops- News , Rivva . Ein Suchlauf @ Wikio tut’s allerdings auch : In Hunderten Blogs finden sich Tag für Tag nichts Anderes als stereotype Abschriften von Heise- News , SpOn - Aufregern oder der von A- Bloggern je frisch aufgeworfenen Themen .

Dass diese FREIWILLIGE SELBST- GLEICHSCHALTUNG der ja so eigenwilligen Blogger nicht etwa “nur” das Resultat begrenzter Geistesanstrengung sei , darf man positiv unterstellen . Wer die spezifische Funktionsweise des Medium “Blog” kennt , weiss , wie wichtig es für das Ranking , den Quotation- Index ( = die Technorati- Authority ) , den Traffic ( = Aufrufziffern ) ist , am Puls der jeweils begehrten Themen zu bleiben . Das gibt Pingbacks , Trackbacks und - wenn man Glück hat - sogar einige brave Leutchen , die einen als Quelle zitieren . |||

KLICKGIER

schreiben-laptopDass hohe Aufrufziffern für Diejenigen lebensnotwendig sind , welche ihren Unterhalt mit Inseraten zu bestreiten beabsichtigen , versteht sich . In Tat und Wahrheit sind allerdings auch non- commercial Blogger am symbolischen Kapital hoher Klickraten ( Unique Clients ) interessiert : Wozu sonst … die ganze Liebesmüh’ ? |||

STATISTIK

schreiben-laptopDen Non- Bloggern unter den p. t. in|ad|ae|qu|at- Lesern sei in diesem Zusammenhang noch geflüstert , dass - via Interface- Design - JEDER Blogger Minute um Minute , Stunde um Stunde , Tag für Tag konfrontiert ist mit den Statistiken ( Alexa , Google Analytics , FireStats ) über Anzahl und Tiefe von BesucheRn , deren Verweildauer , “Absprungrate” , Herkunft und thematische Präferenzen .

So ist etwa das bei in|ad|ae|qu|at am häufigsten angewandte Suchwort die kurze , indes effektive Vokabel “TOD” . Da solche thematische Präokkupation durchaus im Sinne und Interesse unseres Unterfangens liegt , gibt uns diese Information ein im Grunde bestärkendes Feeedback . Auf die konkreten Klickziffern und Statistiken kommen wir in anderem Zusammenhang zu sprechen . |||

AUFMERKSAMKEITSÖKONOMIE

schreiben-laptopIm Kontext der Aufmerksamkeitsökonomie springt also mancher Blogger behände auf den eben passierenden Zug auf , referiert oft mehr , als selbständig zu reflektieren . Auf diese Weise werden - siehe Absatz 2 - Selbst- und Fremdbilder unbeschaut reproduziert , wenn nicht gar in Durchsatz ( Qualität ) und Menge ( Quantität ) perpetuiert . |||

FLAUBERTS “DICTIONNAIRE DES IDÉES RECUES”

schreiben-laptopEinige solcher Szenarien anhand konkreter Fallgeschichten werden wir hier in loser Folge darbieten und würden uns - sit venia verbo - gerne verstehen in der Nachfolge von Gustave Flauberts DICTIONNAIRE DES IDÉES RECUES ( A Wiki- Article is available only in ENGLISH language … what a shame ! ) . Gesellschaftlich gängige Phrasen , klischierte Bilder geben den Stoff ab zu diesem LEXIKON DER GEMEINPLÄTZE . Freilich - und hier mögen wir in|ad|ae|qu|at nur unsern Hut ziehen - dürfen wir in keiner Weise beanspruchen , auch nur ein Hundertstel des Flaubert’schen Witzes flottzumachen und auf den Screen zu kriegen .

Dass auch wir Teil dieses Systems sind und uns nicht immer dessen Regeln und Verführungen zu entziehen vermögen , versteht sich - verstehen Sie - selbst . |||

KLANGAPPARAT

Die Letzt wird die Erste gewesen sein : Mit Nummero Vier unseres kleinen Portraits des Netlabels [ schall ] sind wir bei dessen Jungfern- Release angelangt , einer medial pragmatischen Selbsthilfe der Saarbrückener Elektronica- Szene . Fein gestaltet , online schön eingerichtet , zeigteczz hörempfehlung man von Anfang an Klasse und den Hang zum EP- Format . Aller Anfang machte - ja , fast richtig geraten - ein Mann namens Abel , also schon namentlich ( biblisch familiär ) dem Urpapa Adam sehr nah . Ein Pseudonym des Label- Vaters Tino Doll ? - Sicheres gibt es da nicht zu wissen . Gleichwie : THROUGH - so der schlichte Titel von [ schall_001 ] - wartet mit drei runden Nummern auf , rund wie die in sich ruhenden minimalistisch musikalischen Erkundungen . Leise Reverbs der Clicks and Cuts- Ära , Beat mit Stil und Diskretion . CLICK TRACKS TO LISTEN . 01. without | 02. unfresh | 03. down |||

Blog 4 Burma | New Net- Shutdown



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  1. VORBEMERKUNG : BLOG 4 BURMA
  2. SHUTDOWN , RELOADED
  3. ENTLASSUNGEN : ORTSBILDPFLEGE FÜR UN- VERHANDLER GAMBARI ?
  4. PNHEIROS PESSIMISMUS
  5. FORDERUNGEN HUMAN RIGHTS WATCH
  6. SHUTDOWN , REVISITED
  7. LINKS
  8. EXTENDED QUOTES

||| VORBEMERKUNG : BLOG 4 BURMA

czz icon blog4burmaDie Vielzahl der Quellen ( Internationale Medien , unabhängige Quellen , Blog , NGOs , UN- Materialien ) macht - ebenso wie die Abwägung der diversen Meinungen , expliziten wie unausgesprochenen Agenden - die Notwendigkeit einer vernetzten Beobachtung der Lage in Burma bewusst . Wir haben das Unterfangen eines SELBST ORGANISIERENDEN Netzwerks von Blog- “Korrespondenten” in unserem Posting BLOG 4 BURMA | CALL 4 COOPERATION dargelegt .

Wer also Interesse hat , seine Beobachtungen in das Netzwerk EINZUBRINGEN , möge sich bitte bei blog4burma [ at ] gmail [ dot ] com melden und kurz ein Themengebiet , Beobachtungsfeld oder Medien- Genre umreissen , welches er einigermassen kontinuierlich ( alle 10 - 14 Tage ) “bearbeiten” möchte . |||

||| SHUTDOWN , RELOADED

Erneut hat die Junta am 2. 11. - also einen Tag VOR Eintreffen des UN-Sondergesandten Ibrahim Gambari - offenbar die Weiten des WWW auf überschaubare Ausmasse herunter gedimmt : L’accès à Internet de nouveau interrompu en Birmanie , titelt Le Monde nach einem Bericht der AFP . Andres als beim ersten Shutdown Ende September - angeblich einem untererseeischen Kabelbruch geschuldet - , spricht ein Verantwortlicher der staatlichen Telekommunikatinsgesellschaft Myanmar Teleport jetzt von einem defekten Gateway : Seit Donnerstag Vormittag kommen die User lediglich an lokale Seiten heran und man könne nicht sagen , wann die “Panne” behoben sein werde ( 1 ) . |||

||| ENTLASSUNGEN : ORTSBILDPFLEGE FÜR UN- VERHANDLER GAMBARI ?

czz icon blog4burmaIn ihrer charakteristischen Politik der willkürlichen Wechsel zwischen “Peitsche” und “Zuckerbrot” entliess die Regierung Donnerstag Abend 46 Personen ( weitgehend Mitglieder / Sympathisanten der oppositionellen National League for Democracy ) aus den Gefängnissen , zusätzlich zu anderen 120 , im Verlauf der Woche Freigelassenen .

Tabula Rasa und “Ortsbildpflege” , bevor sich mit dem Eintreffen des UN- Gesandten , der Fokus der “Öffentlichkeit” kurzfristig wieder auf Myanmar richtet ? - Immerhin bleibt Ibrahim Gambari bis 8 . November , um über Menschenrechte , Dialogmöglichkeiten und Einbindung der unter Hausarrest stehenden Friedensnobelpreisträgerin Daw Aung San Suu Kyi zu verhandeln . Der NLD bleibt ( laut DVOB , 4. 11. ) derweil lediglich die “Hoffnung” auf ein Treffen .

Inzwischen ist Gambari ( laut IHT , 3. 11. ) in die Junta- Burg Naypyitaw geflogen , ohne freilich davon in Kenntnis gesetzt worden zu sein , wen er dort treffen und sprechen würde ( 2 ) . |||

||| PNHEIROS PESSIMISMUS

Gambaris Aufenthalt soll am 17. November gefolgt werden von einem Besuch des UN- Sonderberichterstatters über Menschenrechte in Burma , Paolo Sergio Pinheiro . Die Informationsseite des Exil- Parlaments ( NCGBUB ) zitiert Pinheiro wie folgt :

“What annoys me is that the repression had not stopped in a single moment, despite the universal appeal by the Human Rights Council, and the statement of the President of the Security Council,” Pinheiro said. He also said he did not believed the motivation for recent protests was political, noting that the initial spur for the monks to get involved was an attack on a monastery for which the government refused to apologise. “I refuse to believe that the march of the monks was a prelude to revolution in Myanmar,” he said. Pinheiro will offer his recommendations to the Human Rights Council on his return.

Also Alles nicht so Schwarz- Weiss , wie es uns angenehm wäre ? - “Safran- Revolution” versus Militär- Junta ?! - Die protestierenden Mönche nicht als pittoreske Avant- Garde einer Revolution , sondern lediglich Verteidiger ihrer Partikularinteressen ? - Aber Achtung : Das sind lediglich Suggestionen , welche die Exil- Demokraten nahelegen . |||

||| FORDERUNGEN HUMAN RIGHTS WATCH

czz icon blog4burmaSeitens Burma Campaign und Soros’ Burma Project gibt es keine weitere Aufklärung , die ASSISTANCE ASSOCIATION FOR POLITICAL PRISONERS IN BURMA ( AAPP ) schweigt , Human Rights Watch Burma fordert Gambari dazu auf , das Regime zur Etablierung “strukturierter Demokratisierungsverhandlungen mit Oppositionsparteien und Vertretern der Zivilgesellschaft” zu bewegen ( 3 ) . Weitere Forderungen :

  • Immediately release all persons detained for exercising their rights to free expression, association and assembly, including during the recent unrest;
  • Promptly begin a genuine process of dialogue with all political parties, representatives of Burma’s many ethnic groups, social and political activists, the Buddhist clergy, and other civil society groups, on political, social and economic conditions in Burma;
  • Cease military attacks targeting ethnic minority populations throughout the country; and,
  • End unnecessary or excessive restrictions on the operations of international humanitarian aid agencies, including UN agencies and international relief organizations. ( Human Rights Watch Burma)

Die Zeichen stehen nicht gerade günstig , da die Junta noch am Vorabend des Gesandtenbesuchs darauf erpicht war , den lokal stationierten UN- Koordinator , Charles Petrie , wegen unlauteren Kritizismus hinaus zu werfen . |||

||| SHUTDOWN , REVISITED

Nachzulesen ist die via OpenNet Initiative lancierte Aanalyse des vorigen Netz- Shutdown in Burma : Pulling The Plug - A Technical Review of the Internet Shutdown in Burma ( Bulletin ) ( pdf ) ( referiert u. a. von Hugo Martin und Netzpolitik ) . Der Beschreibung von Rolle und Funktion der www- Netzwerke bei der ( selbst- ) Organisation von Protest- und Bewegung folgt eine Chronik der offenbaren online Zensur von 29. September bis 13. Oktober .

Vorangegangen war freilich eine fortschreitende Filterung interaktiver Dienste , von Youtube und blogspot bis hin zu den via Netz einsehbaren internationalen und Exil- Medien ( 4 ) . Die entwicklungsökonomisch und strukturbedingte Tatsache , dass eine Vielzahl von Web- Aktivitäten nur via Internet- Cafés vollzogen werden kann , schränkt den Handlungsraum zusätzlich ein .

Zur Erinnerung - und zur geschärften Beobachtung des DIESMALIGEN Shutdown- Ablaufs , reproduzieren hier noch einmal das Schaubild der Chronik des VORANGEGANGENEN .

Burma Web Shutdown 09 29 10 13 opennet init ( OpenNet Initiative ) |||

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( 1 ) “Les utilisateurs d’Internet ne peuvent accéder qu’à des sites locaux. Pour les sites Web et les e-mails avec l’étranger, l’Internet ne fonctionne pas depuis jeudi matin, a indiqué un responsable des télécommunications d’Etat, Myanmar Teleport. La passerelle de connexion est en panne” et “nous ne savons pas encore quand elle sera rétablie”. ( Le Monde , AFP )

Parallèlement à cette coupure d’Internet, le régime militaire a procédé, jeudi soir, à la libération de 46 personnes, principalement des membres de la Ligue nationale pour la démocratie (LND), le parti du Prix Nobel de la paix Aung San Suu Kyi. Ces personnes avaient été arrêtées en août et en septembre, lors du mouvement de protestation. Au cours de la semaine écoulée, au moins 165 personnes ont été libérées mais, selon Nyan Win, porte-parole de la LND, des dizaines de membres restent emprisonnés. ( L’accès à Internet de nouveau interrompu en Birmanie , Le Monde , AFP , 2. 11. )

( 2 ) Expected to be high on Gambari’s agenda is the junta’s accusation that the U.N. Resident Coordinator Charles Petrie went beyond his duties by criticizing the regime’s failure to meet the economic and humanitarian needs of its people, and by saying this was the cause of September’s mass pro-democracy protests, which were violently put down by the government.

The military has said 10 people were killed in the crackdown, but diplomats and dissidents say the death toll is much higher. Thousands of people were detained. The junta gave foreign diplomats and U.N. representatives a note saying the government did not intend to continue Petrie’s assignment in the country.

A U.N. press release said Gambari, who would “stay in Myanmar as long as necessary to accomplish his mission,” met with Petrie after his arrival. Gambari carried a message of support for Petrie from U.N. Secretary-General Ban-Ki Moon as well as one to junta head Senior Gen. Than Shwe, it said. ( UN envoy seeks talks between Myanmar military and pro-democracy opponents , International Herald Tribune , 3. 11. )

( 3 ) The United Nations special envoy on Burma should demand that the military government commit to the creation of a structured mechanism for negotiations with opposition parties and civil society on a quick transition to civilian rule, Human Rights Watch said today. ( Burma: Fully Cooperate with UN Envoy , Human Rights Watch Burma , 2. 11. )

( 4 ) The Burmese government has near-complete control over broadcast and print media. All domestic radio and television stations are state-owned and controlled. While more than 100 print publications are now privately-owned, the Ministry of Information limits licensing to media outlets that agree to print only approved material and submit to vigorous advance censorship by its Press Scrutiny and Registration Division. The Printers and Publishers Registration Law is prodigious in scope, prohibiting the printing of anything “detrimental” to the state, “any descriptions which though factually correct, are unsuitable because of the time or circumstances of their writing”, and “any criticism of a non-constructive type of the work of government departments.” According to the UN Special Rapporteur on Burma, journalists seeking to write about a government ministry must name their source and obtain a letter of authorization from the ministry concerned before publication.

Within this heavily controlled traditional media environment, the Internet has provided a limited means for free expression. With an upper estimate of just under 300,000 Internet users in 2005, Burma is one of thirty countries that has less than 1 percent Internet penetration. Nonetheless, the Internet had begun to enhance a bi-directional flow information and communication for many Burmese, especially the educated, urban elite. In recent years, Burmese have begun receiving information from overseas via basic Internet services such as blogs, chat, forums, and email. As a relatively cheap communication tool, much of the value of Internet is based on the availability of overseas Web sites and Internet services. These internationally hosted services also offer a means to communicate more securely.

Most users access the Internet at Internet cafés, which have witnessed an “explosion of usage,” especially in Rangoon. Anecdotally, it appears that nearly all Internet cafés have installed foreign-hosted proxy sites or servers and other circumvention tools. The ‘G-lite revolution’, one of the names for the incipient movement of citizen journalists feeding information overseas, is coined after a proxy site for accessing Gmail (glite.sayni.net) that is reportedly ubiquitous in Burmese cyber cafés and “resides” on hundreds of servers inside Burma. Citizen journalists and bloggers were actively uploading images and updates in the approximately 200 Internet cafés still open in the days before the Internet was shut down completely.
The ‘G-lite revolution’ depended on small-scale technologies in order for Burmese to be able to circumvent the firewall and gain access to the most basic of Internet services. ONI confirmed that both Burmese ISPs have blocked many of the more prominent circumvention tools, including Proxify, Guardster, and Anonymizer. Gmail, Yahoo! Mail, Hushmail, and mail2web were blocked by both ISPs, while MPT took the precaution of blocking thirteen additional e-mail sites, including Hotmail and Fastmail. ( For Footnotes - here omitted for tehnical reasons - go to the source : OpenNet Initiative : Bulletin Pulling The Plug - A Technical Review of the Internet Shutdown in Burma )

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