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dbp : shortlist | Pst ! Ohrs bild’t



|| DEUTSCHER BUCHPREIS : EINE PROSAISCHE ENTPUPPUNG | PERORATIO PRAECOX | HANDKE , “HOCHMÜTIG” | NATIONALE NACHRICHT | UND NUN GANZ KURZ : DIE LISTE | FAZIT : VERLAGE - GENDER - GENERATION | KOMMENTAR OFFIZIELL | KOMMENTARE DER ANDERERN | LINKS | RELATED | KLANGAPPARAT

DEUTSCHER BUCHPREIS : EINE PROSAISCHE ENTPUPPUNG

dbp 08 rlogoDa es sich beim Deutschen Buchpreis ( dbp ) um eine ausschliesslich prosaische und dem traditionellen Erzählen zugewandte Marketingmassnahme des Börsenvereins des deutschen Buchhandels ( plus etlicher Sponsoren ) handelt , sei die termin- und gefühlsecht punktgenau gestern , am 17. September bekanntgegebene Shortlist fürs’s Erste in paar Varianten durch die poetische Anagramm- Maschine geschickt :

Stroh List | rohst Stil
Roths Stil | Strohs lit
Trost Hils. | rohst’s lit.
Shirts Lot | rohst List

Da klagen sie wortreich über die Unverkäuflichkeit der Poesie ( welche ja auch beim Bachmann. Wettbewerb keinen Stand hat ) , freuen sich anderseits über den grossen Zuspruch diverser Poetenfeste und Literaturevents beim Publikum , enden allerdings regelmässig mit dem Stoss- Seufzer “Aber ach , die holde Poeterey muss ja durch gängige Hardcover querfinanziert werden” .

Don’t shoot at the Jury , sie schwitzt und gebiert schliesslich ein gott- und marktgefälliges Werk , bei welchem - Schritt für Schritt - aus den Einsendungen deutscher , schweizer und österreichischer Verlage eine Longlist entwirft , aus welcher wiederum eine Shortlist ausgewickelt wird - bis dann aus dem Wust von -zig Tausend Seiten Romanliteratur am Vorabend der Buchmesse , das EINE Schmetterlingswerk aus sämtlichen Puppenstadien schlüpft , welches sich fortan mit dem Titel “bester deutscher Roman” schmücken kann . Zumindest bis denn dann Ende Juni 2009 die nächste Einreichfrist für den Deutschen Buchpreis 2009 endet …

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PERORATIO PRAECOX

dbp 08 rlogoQuasi PRACOX hat die seit ihren publizistischen Kampagnen gegen die Netzangebote der Öffentlich- Rechtlichen Sender besonders netzaffin sich gerierende FAZ bereits vor der Offenbarung der sechsstelligen Shortlist einen ihrer “Reading Rooms” eingerichtet , im Zuge der Rückbesinnung auf die Pflege der schönen deutschen Sprache diskret in “Lesesaal” umbenannt und zur Diskussion des originellen Themas “Was taugt die Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2008 ?” präpariert . Imklusive MRR- Video- Interview .

Gegenwart und Zukunft des Romans” lassen sich dort freilich interaktiv umso intensiver diskutieren , als mit mit Dietmar Daths ‘Die Abschaffung der Arten‘ einer ihrer quickesten Journalisten .

Desgleichen wurde bereits vor Wochenfrist seitens des “Börsenblatts” bekannt , dass das Bündel der handverlesenen Shortlist- Autoren sogenannte “Blind- Date- Lesungen” ( sic ) in diversen Buchhandlungen zu Köln , Kiel , München sowie im Deutschen Goethe- Institut zu Rom absolvieren wird : “Ort und Zeitpunkt sind benannt - welcher Autor in welcher Buchhandlung liest, bleibt bis zuletzt eine Überraschung.”

Surprise , surprise : Wie aus Kreisen mancher Betroffener zu vernehmen , wird ein solches Zwangslesen ( was denken Sie : die PR- Maschine der Verlage jaget auch noch das scheueste Genie aus ihrer | seiner Enklave ! ) nicht von allen Autoren im Sinne besonderer Glücksgaben genossen .

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HANDKE , “HOCHMÜTIG”

dbp 08 rlogoSolches und Ähnliches klug voraussehend , hat Peter Handke sich und seine gelonglistete “Morawische Nacht” bereits vor vierzehn Tagen aus dem Pool des ‘Deutschen Buchpreises’ extrahiert :

Ich freue mich für die ‘Morawische Nacht‘ auf der Buchpreisliste. Aber ich möchte zugunsten der anderen Gelisteten, vor allem der jüngeren, zurücktreten, samt Respekt vor der ehrenwerten Jury.

Grund genug für die Holtzbrinck- | Handelsblatt- Expositur des Tagesspiegels , eine Handvoll Handke- Häme zu streuen :

Es scheint noch wahrlich edle Gemüter unter den Schriftstellern zu geben. So wie Peter Handke. Der hat gestern in einem Brief an den Börsenverein auf seine Nominierung mit dem Roman ‘Die morawische Nacht’ für den Deutschen Buchpreis verzichtet. Handke will also anderen den Vortritt lassen. Soso. Das klingt edler als es in Wirklichkeit ist. Denn gewinnen (ausser Geld) kann Handke nichts – fällt er aus der Longlist, ist das womöglich peinlich. Sollte er den Preis gewinnen, würde er als vielfach ausgezeichneter Dichter (u. a. Büchnerpreis) auch nicht viel mehr an Ruhm einfahren. Tatsächlich wirken ja Namen wie Handke, Martin Walser oder auch Wilhelm Genazino auf der Buchpreisliste merkwürdig. Diese Schriftsteller sind eingeführte Größen, sie müssen nicht am Markt etabliert werden, was ja eines der erklärten Ziele des Deutschen Buchpreises ist. Ihre Bücher aber nicht zu nominieren, hätte ebenfalls etwas Widersinniges, zumal wenn sie eben ihre Qualität haben.

“Hochmütig” geschimpft wird ein solcher Verzicht aufs ( wer kann’s dieser Tage noch hören ? ) olympische Prinzip ‘Dabeisein ist alles ‘ . Und , viel schlimmer noch , die Unterstellung , Handke weiche dem direkten Stechen gegen jüngere Kollegen aus . Da schlagen sich , so der TS , der allzeitbereite Genazino und der ewige Walser schon wesentlich sportlicher :

Handkes Verzicht zeugt eher von Hochmut und einer gewissen Respektlosigkeit gegenüber den jüngeren Kollegen. Wer gewinnt schon gern gegen einen renommierteren Kollegen, ohne dass dieser zum Wettkampf antritt ?

Der Level an Genervtheit reicht und reift also längst vor der tatsächlichen Bekanntgabe der sechsstelligen Shortlist am 17. 9. an die Grenze der Gereiztheit . Gestern , hélas , wurde nun die Kurzliste endlich an die Öffentlichkeit entlassen . Was die Anlässe für Ärgernisse indes in keiner Weise reduziert .

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NATIONALE NACHRICHT

dbp 08 rlogoDass die APA dezidiert den österreichischen Aspekt sämtlicher Meldungen hervorzuheben pflegt , mag man als “Branding” schätzen , erscheint als nationale Perspektive doch immer wieder ärgerlich : Nachdem man bereits um 10:30 Uhr mit “Kein Österreicher auf der Shortlist für Deutschen Buchpreis” titelt , im Untertitel allerdings das Trostpflaster der per shortlisting von Iris Hanika ( Droschl Literaturverlag ) und Sherko Fatah ( Jung und Jung ) immerhin zwei ausgesuchten österreichischen Verlagshäusern verabreicht , folgt die Liste der Leider- Draussen- Gebliebenen Olga Flor ( Kollateralschaden , Zsolnay ) und Norbert Gstrein ( Die Winter im Süden , Hanser) plus dem freiwillig aus dem Verein ausgetretenen Peter Handke ( Die morawische Nacht , Suhrkamp ) . [ APA0140 2008-09-17/10:30 ]

Vier Stunden später ( 15:01 ) hat sich die APA für den ‘Schwerpunkt DDR’ entschieden :

Finalisten für Buchpreis stehen fest : Zwei Romane über die DDR - Keine österreichischen Autoren nominiert - Uwe Tellkamps ‘Der Turm‘ und Ingo Schulzes ‘Adam und Evelyn ” spielen in untergehender DDR [ APA0485 2008-09-17/15:01 ]

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UND NUN GANZ KURZ : DIE LISTE

Die nominierten Romane ( A - Z )

Demnach keine Mehrheiten für Marcel Beyers ‘Kaltenburg‘ ( Suhrkamp ) und für Karin Duves ‘Taxi ‘ ( Eichborn ) ?! - Schade , äusserst schade , finden wir dies unmassgeblich in|ad|ae|qu|at -

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FAZIT : VERLAGE - GENDER - GENERATION

  • Grossverlage : 4 von 6 | KMBs ( bezeichnender Weise aus Österreich ) : 2 | 2mal “Suhrkamp- culture” , 1mal “the Hanser way of life” ( F. v. Lovenberg ) , 1mal Berlin- Verlag
  • Gender Autoren : 5 maskulin , 1 feminin
  • Generation : Jahrgänge 1958 ( Rolf Lappert ) bis 1970 ( Dietmar Dath )

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KOMMENTAR OFFIZIELL

Gottfried Honnefelder , Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und Vorsitzender der Akademie Deutscher Buchpreis auf der Heimseite des dbp :

Die Jury hat in diesem Jahr ein umfangreiches Programm hinter sich gebracht und aus einer Fülle sehr guter deutschsprachiger Romane sechs Finalisten für den Deutschen Buchpreis 2008 ausgewählt. Ihre Werke prägen die Diskussion über die aktuelle deutschsprachige Literatur in diesem Herbst bei Lesern, Kritikern, Verlegern und Buchhändlern – eine Diskussion, die gerade auch in der ausländischen Literatur- und Verlagsszene durch den Deutschen Buchpreis wieder intensiver geworden ist …

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KOMMENTARE DER ANDERERN

dbp 08 rlogo Allgemein wird über ein gewisses Missverhältnis zwischen den munter^fort und fort produzierenden ( sowie bepreisten ) Altmeistern ( Walser , Handke ) , einem mehr gegenwärtigen Mittelfeld ( Uwe Timm , Norbert Gstrein ) sowie den bombastischen ( Tellkamp ) bzw. radikalen ( Dath ) geklagt . Soweit zur Longlist .

Die Kür der Shortlist findet selbstredend höchst diverse Resonanz , wobei ( im FAZ- Lesezimmer ) häufig vom grundsätzlichen Arbiträren jeder Jury die Rede ist sowie vom beleibten Gesellschaftsspiel des Jury- Bashing . Thomas Anz vermisst zu Recht Karen Duve , das Fehlen Marcel Beyers wird von Vielen beklagt , aber der sei - man kennt als Juror solche “Logiken” nur allzu gut - hinreichend gelobt und worden und per Breitbach- Preis bestens versorgt . Denis Scheck macht sich über Tellkamps Monsterroman lustig und vermisst - wie viele andere - Feridun Zaimoglus ‘Liebesbrand‘ . Kurz , so DER SPIEGEL mit reisserischer Überschrift über einer schlichten dpa- Meldung : “Die ganz großen Namen sind allerdings nicht mehr dabei.” -

“Geschenkt” - kann man da nur sagen und “De gustibus non est disputandum” . Die WELT beklagt das Fehlen “von Grazie, Charme und jener Gelehrsamkeit, die sich nicht aufdrängt, sondern schlicht erfreuen will” eines Hans Pleschinski ( Ludwigshöhe , C. H. Beck ) zugunsten der “gestemmten, angestrengten Wissenschafts-Wuchtungen eines Dietmar Dath” .

Ina Hartwig macht sich in der FR natürlich für die weibliche Hälfte das weibliche Sechstel der preiswürdigen Frauen stark und hält Marlene Streeruwitz’ ‘Kreuzungen‘ immerhin für “diskutabel” ( wohin ihr Wenige folgen können werden , die diese pseudo- freudianische Kolportage auch tatsächlich gelesen haben ) , die NZZ freut sich über den einzigen Schweizer in der Shortlist , Rolf Lappert , den wiederum manch Anderer unter den Kommentatoren für arg leichtgewichtig hält .

Die beiden bisher wichtigsten - da strukturellen - Statements erklingen aus dem “Lesesaal” . Da wäre

1. Michael Lentz mit seinem Appell , solche unnötigen Wett- Bewerbe von Autorenseite zu boykottieren - “Der Buchpreis gehört abgeschafft ” :

Jedes Jahr stürzt er Autoren in Depressionen: man kommt erst gar nicht auf die Longlist (fast alle), man schafft den Sprung auf die Shortlist nicht (weitere 14), man bleibt im Römer sitzen (noch mal 5). Der bedeutendste deutschsprachige Schriftsteller, Peter Handke, hat vorgemacht, wie die Abschaffung von Autorenseite aus zu bewerkstelligen wäre:

lieber nicht möchten und konzertiert von der Nominierung zurücktreten. Damit dieser Unsinn ein Ende hat. Hier werden künstlich erzeugte Abhängigkeiten geschaffen: die ganze Branche schaut nur noch auf den Buchpreis; Bücher, die nicht mal auf der Longlist stehen, bleiben unsichtbar; es findet kein vielstimmiger Diskurs über Literatur mehr statt, vielmehr entscheidet ein betrieblich orientierter Ausschuss über das Buchgesicht des Jahres.

Missgunst, üble Nachrede und Uninformiertheit bei gleichzeitigem Geschwätz über die gelisteten Bücher (nebst angehängten Autoren) sind die Folgen - mit Literatur hat dieser Preis nichts zu tun.

2. Die Redakteurin der Stuttgarter Zeitung , Julia Schröder trifft den Nagel auf den Kopf :

Ganz egal, welche Titel im einzelnen auf “Longlist” oder “Shortlist” des Deutschen Buchpreises landen, ganz egal, welcher Autor am Ende den Preis bekommt, ein Sieger steht von vornherein fest: der Börsenverein des deutschen Buchhandels.

Die Branchenvereinigung hat mit dem Preis etwas geschafft, was jahrelange Diskussionen um “Buchmarketing” nicht bewirken konnten: die allgemeine (und wo nicht allgemeine: die mediale) Diskussion um neue deutsche Bücher aufzuladen mit einer Spannung, die zur Preisverleihung in knapp vier Wochen das zu erwartende Feuerwerk der guten Laune, des Auflagenerfolgs und des Lizenzverkaufs entzünden wird.

Schon meldet das Börsenblatt freudig, allein aufgrund der Langliste seien Nachauflagen gedruckt worden, Buchhändler geben kund und zu wissen, sie präsentierten die Titel “im Eingangsbereich”. Schön, das. Für Handel und Wandel, für die Buchkäufer. Auch für die Leser ? ( … ) Dem Leser hilft das allerdings wenig. Er täte gut daran, sich von einer Einkaufsliste zu emanzipieren, die auch in diesem Jahr - zwangsläufig - entstanden ist nach der Proporzdynamik jeder Jury, die aus mehr als einer Person besteht.

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LINKS

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RELATED

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KLANGAPPARAT

Sequenzer straigt und keine Schnörkel : Eine EP als akustische Shortlist einer aus den 80er Jahren herausgewachsenen Gegenwärtigkeit . Wer will ,czz-hoerempfehlung mag auch einige dreckige Disco- Derivate erkennen : “Alles nur geklaut” lautet besverprechend die beim Netlabel Kreislauf erscheinenden EP . Ein Maschinenmeister ohne falsche Attitüde : Johnny Peinlich ( more music @ MySpace ) wirkt und werkt in Berlin . Dreimal REPLAY sollte mindestens drin sein . 01. omg | 02. wtf | 03. was du hast | 04. ist alles nur geklaut - CLICK LINKS AND LISTEN.

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no blogo



||| I. BLOG - DEFINITION | II. BLOG- BASHING ANNO 2007 | III. “BLOG” ANNO ‘08 : DOPPELUNGEN | IV. BLOG & GELD | V. BLOG ALS KOPIERTE PASTE | VI. BLOG ZUR VERBUCHUNG DER TAGE | VII. BLOG IN FRIEDLICHER NISCHE | VIII. “BLOG” - ALSO WAS ? | IX. BLOG IN|AD|AE|QU|AT : CLAIM | KLANGAPPARAT | LINKS - RELATED

I. BLOG - DEFINITION

czz sprechblase iconKlassischer Weise beinnt man die Differzierung oder - in unserem in|ad|ae|qo|aten Fall - eines Begriff mit deren konsensuellen Definitionen :

Ein Weblog (Wortkreuzung aus engl. World Wide Web und Log für Logbuch), meist abgekürzt als Blog, ist ein auf einer Webseite geführtes und damit öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal. Häufig ist ein Blog “endlos”, d. h. eine lange, abwärts chronologisch sortierte Liste von Einträgen, die in bestimmten Abständen umbrochen wird. Es handelt sich damit zwar um eine Website, die aber im Idealfall nur eine Inhaltsebene umfasst. Ein Blog ist ein für den Herausgeber ( “Blogger” ) und seine Leser einfach zu handhabendes Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrungen als auch der Kommunikation dienen. Insofern kann es einem Internetforum ähneln, je nach Inhalt aber auch einer Internet-Zeitung. ( Wiki Deutsch )

Und für unsere Polyglotten :

A blog ( an abridgment of the term web log ) is a website, usually maintained by an individual, with regular entries of commentary, descriptions of events, or other material such as graphics or video. Entries are commonly displayed in reverse chronological order. “Blog” can also be used as a verb, meaning to maintain or add content to a blog.

Many blogs provide commentary or news on a particular subject; others function as more personal online diaries. A typical blog combines text, images, and links to other blogs, web pages, and other media related to its topic. The ability for readers to leave comments in an interactive format is an important part of many blogs. Most blogs are primarily textual, although some focus on art ( artlog ), photographs ( photoblog ), sketchblog, videos ( vlog ), music ( MP3 blog ), audio ( podcasting ) are part of a wider network of social media. ( Wiki Engslish ) |||

II. BLOG- BASHING ANNO 2007

czz sprechblase iconUnd jetzt ein kurzes Stück Geschichte : Das Jahr 2007 dürfte als Hoch- Zeit der konsequenten Denunzierung von Bloggern und deren Machenschaften von seiten der Printmedien in die Annalen einer Geschichte des Unnötigen eingehen . Mit aggressiven Falschdarstellungen dessen , was in einigen unter Tausenden Blogs angeblich völlig narzisstisch- nabelbeschaulich so abgeht , reagierten die Pritmedien auf den Typus jener Medien- Watch- Blogs , die es wagten , die Autorität von “Qualitätsblätterm” in Frage zu stellen . Mit solcher Anlasserregungen und Errengsanlässen wurde weitgehend übertüncht , dass die deutschen Printkonsortien viel zu spät den Braten jener Werbe- Etats rochen , von welchen online noch allerlei saftgie Brocken abzusäbeln waren . Wenn man aus den wohlbestallten Redaktionen nicht eben auf das Gros der in freiwilliger Selbstausbeutung recherchierenden Blogger feuerte - und zwar buchstäblich mit Kanonen auf Spatzen - , schoss man sich bald auf ein lohnenderes Objekt der Konfrontation kompakterer Begierden ein : Die Online- Strategien der öffentlich- rechtlichen Sender , deren Web- Präsenzen unmerklich über das Ziel einer legitimen “sendungsbegleitenden” Funktion hinauswucherten .

Man hätte dieses Jahr 2007 als ein Signal einer Irritation und Umorientierung verbuchen können : Sämtliche Blätter , vom Tagesspiegel über die taz bis zur NZZ , von der SZ bis zur FAZ haben inzwischen ihre online- Relaunchs vollzogen , unter dem Druck der entsprechend vorgepreschten New York Times die kostenpflichtigen Contents reduziert und ihre Web- Auftritte mit allerlei “interaktiven” Features” wie Leser- Polls , Fotostrecken und Videos adorniert . Seit die WAZ für ihre Filmchen eine Kooperation mit dem WDR eingegangen ist ( skandalös genug ! ) , laufen die Verhandlungen zwischen Zeitungsverlagen und den geschmähten ÖR- Sendern . Denn die Video- Contents ( Frage : Wer will die eigentlich in seiner Zeitung ? ) sind teuer , und “ohne” scheint’s dieser Tage nicht mehr zu gehen . Zudem hält sich jedes Blatt , welches auch online etwas auf sich zu halten vorgibt , seine Haus- und Hof- Blogger als nicht selten unterbezahte Mindesleister . Hauptsache , die Kosmetik stimmt . |||

III. “BLOG” ANNO ‘08 : DOPPELUNGEN

czz sprechblase iconOder es verhält sich andersherum und die angeblich so kritischen Blogger , deren Kampfnamen schon mit “Indiskrektionen” werben , sind biedere Journalisten und Dr. Jeckylls , die im Blog nur mal eben den Mr. Hyde heraushängen lassen . Nun , da die auf beiden Seiten vermeintlich Einflussreichen im Zweifelsfall ihre kleinen Geschäftchen miteinander pflegen , hätte man denken können , es sei endliich Ruhe eingekehrt und jeder sei “retour à ses pommes” . Dreht halt jeder an seinem Ding , wie es ihm gefällt und bastelt in seiner Nische . Wie die publizistischen Konvulsionen angesichts der Berlin- Blogger Konferenz re:publica 2008 erweisen , schwanken die Blätter noch heftig zwischen erdrückender Umarmung ( vgl. die FAZ- Homestory über die bekanntesten unabhängigen deutschen Blogger von Rang ) und dümmlicher Demontage ( Zwangsverpflichtung von redaktionell präparierten Praktikanten durch die SZ ) . |||

IV. BLOG & GELD

czz sprechblase iconAls Hintergrund- Muzak erklingt dazu das unausgesetzt geschäftigte Summen der kommerz- orientierten Blogger ( mit der problematischen Speerspitze des Blogvermarkters Adical , dessen Betrieber nicht zufällig auch die Initiatoren der re:publica sind ) und all jener Mikro- Adepten , die sich per Google- Werbeeinschaltungen ( AdSense ) , durch von der fragwürdigen Firma Trigami vermittelte Produkt- Rezensiönchen oder einfach im Gegentausch für Naturalien wie T- Shirts oder Energy- Drinks ihre Inhalte diktieren lassen . Symbolischer Bonus : Man darf sich als Teil jenes letzten Schreis der Reklame wähnen , der sich “virales Marketing” nennt . - Der Gegenchor erschallt von seiten der Anti- Kommerz- Fraktion , die z. B. die Cisco- und Yahoo- Kampagnen der bislang etwas lendenlahmen Adicalier als “Blutbloggen” anprangern . Nicht etwa , weil die Werber Blut und Schweiss vergossen hätten , die entsprechenden Aufträge zu akquirieren , sondern wei z. B. Yahoo Daten über Netz- Aktivisten an die Chinesische Regierung weitergab , die ihrerseits nicht lange fackelte und die betreffenden Personen umgehend kassierte . |||

V. BLOG ALS KOPIERTE PASTE

czz sprechblase iconAbseits dieser Fronten scheint ein Heer sprungbereiter Eiferer darauf zu warten , dass eine publikumswirksame Medlung hereinkommt , um diese per copy- und paste- Verfahren auf ihrer Seite zu platzieren . Sie alle spekulieren darauf , per Mitnahme- und Aktualitätseffekt möglichst viele Hits und Links zu lukrieren . Und voilà der Typus des Anhängers : ein führerloses Transportvehikel für Stapelware , stets auf der Suche nach einem wirkunngsträchtigen Zugfahrzeug . Bei der Sonderform des “Link- Journalism” erspart man sich sogar noch das langweilige Ritual des Kopierens . - Wer sich je gefragt hat , wie es den Nazis gelang , ein Volk zur Selbstgleichschaltung zu bewegen , mag das Gebaren solcher Opportunisten ein paar Tage lang betrachten . So wird allein in Deutschland jeden Tag und jede Stunde hundertfach und ohne Einschaltung eventueller Denk- oder Reflexionskräfte das wortwörtlich Selbe reproduziert . So weit also zum gerne zitierten emanzipatorischen Gedanken , via Blog liesse sich eine kritische Gegenöffentlichkeit installieren … |||

VI. BLOG ZUR VERBUCHUNG DER TAGE

czz sprechblase iconSelbstvertändlich gibt es sie auch , die im Lexikonartikel genannten Online- Tage- Verbucher . Gleichwohl gehen sämtliche Bemühungen der theoretischen Bemühungen um die “traditionelle” ( “private” bzw. “literarische” ) Diaristik den Bach runter , wenn man das Bloggen einfach als Fortsetzung des Tagesbuchs mit anderen Mitteln interpetiert - wie dies in der aktuellen Ausstellung des Fankfurter Museums für Kommunikation derzeit geschieht ( “Absolut privat !? - Vom Tagebuch zum Weblog” ) . Dass ein Weblog die Ausstellung sekundiert , gehört mitlerweile zum Guten Ton jeder Öffentlichkeitsarbeit . Stichworte : “Corporate Blogging” , “Kundenbindung” und “Interaktivität” . Die Aufskünfte darüber , wer sich wann , wie und wo welche Speisen zum Munde führt , dürften inzwischen zum Teil nach Twitter abgewandert sein . In welchem dieser Medien hätte wohl Arthur Schnitzler seine pedantische erotische Buchhaltung durchgeführt ? |||

VII. BLOG IN FRIEDLICHER NISCHE

czz sprechblase iconUnd schiesslich die unüberschaubaren Weiten der bescheiden selbstgenügsamen Nischenblogs : Ob Kochen , Stricken , Katzen , Amateurfotografie , Paragleiten oder Magersucht . Sie dienen im besten Fall als ( Selbst- ) Verständigungsmedien der entsprechenden Interessensgruppen . Oder ruhen als kleine Kunstwerke in sich selbst in Anbindung an ein Magazin wie das Blog beton + garten . Na ja , egal . Tausende Beispiele dort draussen . Empfehlung : Kulturwissenschaftliche Technikforschung zu Enzenbergers notorischer “Kehre” … |||

VIII. “BLOG” - ALSO WAS ?

Wczz sprechblase iconovon sprechen sie also , die Blog- Kritiker , wenn sie das Wort “Blog” ge missbrauchen ? Ärgerlich genug , dass sich jeder Print- Journalist offenbar dazu bemüssigt fühlt , sein Mütchen an “den Blogs” zu kühlen , so besteht darüber hinaus keinerlei Bewusstsein hinsichtlich des Spektrums der verschiedenen Ge- und Missbrauchsformen dieses Mediums . |||

IX. BLOG IN|AD|AE|QU|AT : CLAIM

czz sprechblase iconDer langen Rede kurzer Sinn schlieest mit unserem in|ad|ae|qu|aten Claim : Wir erinnern einerseits an unsere Selbstvorstellung als Work in Progress zwischen den Genres

  • als sorgfältiger Publikationsort von Primärliteratur ( Salon Littéraire )
  • als kulturpublizistisches Archiv
  • als Aufbau eines Metadaten- Systems im Hinbick auf das Semantic Web
  • als konsequente Vorstellung von Netlabels , creative commons- Künstlern und deren musikalischen Ansätzen
  • sowie als fortlaufender Kommentar eines nicht näher bezeichneten Alter Egos zu diversen Auffälligkeiten in Stadtleben , Publizistik und Alltagskultur .

Als eines der ersten Mikromedien im deutschsprachigen Raum wurde in|ad|ae|qu|at bei der mEDRA , der multilingualen Europäischen DOI- Registrationsagentur ( in Kooperation mit dem MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels , einer Service- Tochter des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. ) angemeldet : Dort figuriert in|ad|ae|qu|at unter der Signatur doi:10.3246/ib.1000 als “Online Zeitschrift” und “-Verlag” . Entsprechend melden wir die literarischen Beiträge unserer “Salon”- Gäste per indvidueller DOI an und können damit deren ( der ISBN- Nummer analoge ) persistente Registrierung erwirken , inklusive Metadaten wie Copyright , Autor, Publikationsdatum und Textgenre .

“Netzliteratur” schwebt dann also nicht mehr entlang irgendwelcher unzuverlässiger URLs irgendwo im WWW herum , sondern besteht in kenntlich definierten und bindend registrierten Einzelwerken . Dass in|ad|ae|qu|at mit der Wahl des DOI- Registierung- Systems den zwischen Deutscher Nationalbibliothek und dem Deutschen Buchhandel ausgehandelten künftigen Standard für Netzpublikationen vorwegnahmen , konnten wir zum damaligen Zeitpunkt freilich in keiner Weise ahnen . |||

KLANGAPPARAT

Nachdem wir uns einige Tage und entlang etliche Relases am Profil des Netlabels l a r i d a e entlang getastet haben , verfallen wir zum Abschluss doch noch einmal auf eine frühe Arbeit des Label- Mitbegründers Photophob aka Herwig Holzmann aka Das Gritli Moser . Die Leserin wird dies nicht für sagenhaft einfallsreich halten , doch bleibt der gute Mann nun einmal der beste Musiker im Club . Weshalb wir einige , uns weniger plausibel czz hörempfehlung erscheinende Titel aus der Backlist übersprangen ( sorry : Geschmackssache , it’s up to you to discover ! ) und nun im September 2006 halten . Was uns auf “about the living things” ( 028 ) erwartet , widerspricht in allen Kategorien dem bis jetzt ( hier und hier ) vom nämlichen Künstler Gehörten : Statt aberwitziger Breakbeats und einer infernalischen Jagd hintersinniger Samples tauchen wir plötzlich in eine verhalten instrumentierte Erkundung organischer Flukturen . Womit dem oben diskursiv formulierten Plädoyer für die Tugend der Differenzierung hier ein sinnlich erfahrbares beigesellt sei . CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. intro | 02. isopoda | 03. cyanophyceae | 04. nematoda | 05. phlebotomus papatasi | 06. nemobius sylvestris | 07. acari | 08. hyperia macrocephala |||

LINKS - RELATED

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blog - on method II : Digital Object Identifier System , part 1



||| DOI : EINFACH KOMPLIZIERT | GESCHICHTE | KOSTEN VS KOSTEN | SEMANTIC FRAMEWORK | DOI- NAME | NAME : STRUKTUR | RECHTE & PFLICHTEN | FEINTUNING | DOI- NAMEN , BEISIELE | AUSBLICK | LINKS | ÄRZTLICH EMPFOHLEN : KLANGAPPARAT

Zweihundertfünfundneunzig ( 295 ) pdf- Word- und Powerpoint-Dokumente lagern mittlerweile in unserem Projektordner “SEMANTICS” , davon 65 alleine im Unterordner “DOI” . Eine neue Welt an Begriffen , Konzepten und Methoden , eine Reise auch im Strom der Transformation des Verlagswesens von den Hochglanz- Saisonprogrammen hinab in die Tiefen von Datenbanken , Web-Services und schnell drehenden Geschäftsmodellen . |||

DOI : EINFACH KOMPLIZIERT

on method rotDas DOI - SYSTEM wird einleitend oft recht einfach dargestellt ( Link A ) und nimmt erst bei näherer Betrachtung dann respektablen Umfang an ( Link B ) . Das DOI - Modell wird von den Betreibern als offene , gerade mal kostendeckende Methode angepriesen ( Link C ) , zeigt allerdings auch Anzeichen einer Marketing- Strategie von ra(s)tlos in die digitale Zukunft strauchelnden Verlagskonglomeraten ( Link D + E ) ( > Vgl. Musikindustrie ) . Auch kritische Stimmen blieben nicht aus ( Link I ) . Unsere praktischen Erfahrungen zeigen bisher : Die Betreiber mühen sich redlich , transparente Kommunikation zu betreiben , das Funktionsmodell scheint tatsächlich für diverse Anwendungen passende Mechanismen bereitzustellen . |||

GESCHICHTE

Nach der Grundlagenarbeit von Norman Paskin 1997 und Gründung der “International DOI Foundation” im Vereinigten Königreich 1998 geht aus einem EU-Projekt im Rahmen des e- Content Programms in Italien die erste ( europäisch mehrsprachig ausgerichtete ) Registration Agency ( mEDRA ) als erster Registrar hervor . Für Deutschland erwirbt das “MVB Marketing - und Verlagsservice des Buchhandels” die Registrations- Rechte und gründet ihrerseits die “BISAG - BuchIndustrie StandardAgentur Germany ” , welche vor allem unter dem Link www.medra.org/de ihre Dienste anbietet . Unter Anderem hat schon im Jahre 2000 die “AAP OPen Ebook Publishing Standards Initiative” DOI als das “primäre Identifikationssystem für Metadaten-Management zur e-Book Verwaltung” empfohlen . |||

KOSTEN VS KOSTEN

Die notwendig bittere Pille zuerst : DOI’s zu registrieren kostet Geld , ECHTES Geld . Höchst interessant sind daher die unterschiedlichen Preisgestaltungen zwischen mEDRA ( Italien | Englischsprachig ) und BISAG ( Deutschland ) . Nach anfänglicher Annahme , dass es “an der Quelle” bei mEDRA wohl am günstigsten sein müsse , zeigt ein Vergleich der konkreten Preislisten enorme Unterschiede ( Links F + G ) und grosse Vorteile einer Registrierung in Deutschland über MVB | BISAG . Bei mEDRA laufen pro Jahr für bis zu 1.500 neue DOI’s € 2.000 an , bei BISAG bekommt man 1.000 registrierte DOI’s schon um wohlfeile € 150 . Angesichts der in|ad|ae|qu|at|en Finanzverhälttnisse wäre eine Registrierung über mEDRA völlig unmöglich gewesen , daher danken wir der BISAG für ihre wesentlich vernünftigeres Geschäftsmodell und können mit unserem Projekt praktisch nachweisen , dass auch in der Kleinform durchaus Phantasie für persistente Kodierung gegeben ist ( > Vgl. Springer: 3 Millionen registrierte DOI’s , pdf ) . |||

SEMANTIC FRAMEWORK

on method rotMehr als eine “Unique ID” wie bei einfachen Namensauflösungen bildet DOI ein komplettes RAHMENWERK für einen “persistent , actionable identifier with semantic interoperability” und deckt damit die Schichten 1 , 3 und 5 im Lebenszyklus eines zu beschreibenden “Objekts” ab . DOI- Namen können sich auf physikalische Personen , virtuelle Konzepte oder digitale Dateien beziehen , und - besonders wichtig in der Herangehensweise im in|ad|ae|qu|at|en Projekt - können auf “Physikalische Manifestationen” , “Abstrakte Werke” oder sogar “Aufführungen” von Werken verlinken . Praktisch möglich machen dies die impliziten Festlegungen von Syntax , Deskriptoren , Namensauflösung und Administration .

Ausdrücklich muss auf den Unterschied zwischen “DOI - NAMEN” und “DOI - SYSTEM” hingewiesen werden . Ersterer beschreibt lediglich eine “Nummer” , eine daraus ableitbare Beschreibung sowie den eventuellen Speicherort . Letzteres erfasst die gesamte Kette von Abläufen . Nur diese Kombination aus Name , Data Dictionary , Auflösung und Verwaltung bringen echten Mehrwert für zukünftige praktische Anwendungen . Norman Paskin hat das in seinem Grundlagenartikel aus 1998 sehr schön formuliert ( Link H ) : “The Scope of the DOI is defined as digital services against Content” . |||

DOI- NAME

on method rot“Ein digitaler Identifikator für beliebige Objekte intellektuellem Eigentums” . Der BASIS- Aufbau eines “DOI” ( hier als singuläre Ausformung der einer Ressource dauerhaft zugeteilten ID benutzt ) entspricht den klassischen Vorgaben der “RFC 2396: URI Syntax” aus dem Jahr 1999 , verfasst u. a. vom legendären Tim Berners- Lee . Als Schema- Name dient “doi:” , ähnlich wie für per ftp erreichbare Files “ftp:” und für http - Übertragbare Webseiten “http:” verwendet wird .

Man beachte den UNTERSCHIED zwischen URN , URI und URL : URI bezeichnet den Oberbegriff , URN den “Namen” einer Ressource , und URL nur den “Ort” einer solchen . Die gewohnten “URL” sind damit das “minderwertigste” Glied in der Kette , da ja auch bei der Auffindbarkeit einer Person zunächst der Name ( eher dauerhaft ) und dann erst die Adresse ( kann rasch wechseln ) interessiert . Die URI wäre in diesem Vergleich wohl die Sozialversicherungs- Nummer , welche ja auch unabhängig von einem Orts- und Namenswechsel dauerhaft gültig ist , ganz egal , wo sich eine Person im Moment aufhält . Diese bleibt selbst dann noch EINDEUTIG , wenn die Person bereits verstorben ist , oder zwei Personen gleichen Namens in einem Land leben . Wichtigste Aufgabe der Registrations- Agenten ist daher sicherzustellen , dass jeder DOI - Name nur ein einziges Mal weltweit verwendet wird . Wie man im Teil II der DOI- Beschreibung sehen wird , besteht ein grosser Vorteil des DOI- Namen auch in der Auflösung auf multiple Speicherorte einer Ressource . |||

NAME : STRUKTUR

Nach dem Schema “doi:” folgt der fest zugeteilte Präfix “10.” ( jeder DOI-Name beginnt mit 10. ) . Dann folgt die einem Registranten zugeteilte einzigartige Nummer ( in|ad|ae|qu|at hat ganz aktuell die Nummer 3246 erhalten ) . Nach einem Backslash kann dann jeder Registrant sein ganz INDIVIDUELLES Nummerierungs- System anwenden . Ausdrücklich wird darauf hingewiesen , dass auch schon vorhandene Systeme wie etwas ISBN oder ISSN in den DOI eingebettet werden können . Ganz allgemein wird ein eher “unintelligenter” Bezeichner empfohlen , da die Intelligenz ja in den mit der DOI verknüpften Metadaten steckt , und jedes noch so gut gemeinte System innerhalb eines großen Verlagshauses ohnehin im Verlauf der Geschäftstätigkeit gewisse Veränderungen oder Abstraktionen erfahren wird .

RECHTE & PFLICHTEN

An dieser Stelle ist auch ein wichtiger HINWEIS angebracht : Der DOI Name sagt NICHTS über die RECHTE an einem Werk aus . Jeder DOI- Name kann übertragen werden , damit bezeichnet die “Eigentümerschaft” über einen DOI vor allem die Verantwortung darüber , die Metadaten der DOI auf aktuellem Stand zu halten . Die Hoheit für die Einzigartigkeit des DOI - Namesteils 10:xxxx/ liegt bei der Agentur , die für den Suffix nach dem Backslash beim Registrar . |||

FEINTUNING

on method rotDer DOI- Name war gemäss Norman Paskins Grundkonzept an sich Case - Sensitive geplant , in der aktuellsten Version der Normierung wurde allerdings eine Case - Insensitives Verhalten spezifiziert , da zu viele der unterschiedlichen Datenbanksysteme nicht korrekt mit Case- Sensitiven Namen umgehen können . Ähnliche praktische Einschränkungen ergaben sich für die erlaubten Zeichen in einem DOI- Namen : sind im Grundstandard an sich alle UNICODE - Zeichen erlaubt , wird im täglichen Gebrauch eher die Verwendung von UTF-8< /a > nahegelegt , da nur dadurch auch Webtechnische Namensauflösungen und Browser- Eingaben möglichen werden .

Pragmatisch verwendet man daher nur Hauptbuchstaben ohne Umlaute , nur die Sonderzeichen . _ -/ sowie Ziffern . Vor Allem die Bezeichnung mit Ziffern , getrennt durch Punkte als Form der verfeinernden Granularität , scheint uns zur Darstellung geeignet . Damit kann eine Haupt- Rubrik eine Zahl zugeordnet bekommen ( z.B. SALON LITTÉRAIRE = 17 ) , der konkrete Artikel dann die nächste Zifferngruppe , und einzelne Bilder oder Absätze innerhalb des Artikels bei Bedarf eine dritte Zifferngruppe ( auch zu einem späteren Zeitpunkt als die Registrierung des Hauptartikels ) . |||

DOI- NAMEN , BEISIELE

DOI: 10.1225/3566 ( Harvard Business Online )
DOI: 10.1223/0787640042 ( Thomson Gale )
DOI: 10.1036/0071449922.CH19 ( McGraw-Hill)
DOI: 10.2126/HGN094-065 ( Trails.com)
DOI: 10.1337/de200723 ( Snapdata Reports )
DOI: 10.1569/KLI941708 ( Market Research.com )
DOI: 10.1565/0062503642 ( Acropolis Books )
DOI: 10.1039/FT9908601741 ( xlink )
DOI: 10.1093/bib/5.2.150 ( Oxford Journals )
DOI: 10.2120/0001-EPYGI-0000000000-0000000001 ( epygi - offenbar deren allererster DOI . Grober Fehler : In einem DOI sollte der Firmenname keinesfalls vorkommen … ) |||

AUSBLICK

Im NÄCHSTEN TEIL dieser Serie können wir dann schon über die konkreten METADATEN- Felder eines kompletten DOI- Eintrages berichten . WEITERE SEQUELS folgen zu : RDD ( Rights Data Dictionary > indecs ) , die Namensauflösung ( handle- system ) sowie Verwaltungsagenden . |||

LINKS

Link A ( html ) : “info zum DOI” auf www.bisag.de
Link B ( pdf ) : “Die Dienstleistungen der DOI - Agentur” ( Manfred Gravelius , MVB )
Link C ( html ) : “Welcome Message” ( Norman Paskin , IDF )
Link D ( pdf ) : “Economic Benefits of DOI Applications in Content Marketing”
Link E ( html ) : “DOI bringt Ordnung im Internet” ( Börsenverein des Deutschen Buchhandels )
Link F ( html ) : “Terms and Conditions” ( mEDRA Preisliste )
Link G ( html ) : “Preise und Konditionen” ( BISAG Preisliste )
Link H ( pdf ) : “DOI Initiative: Current Position and View Forward” ( Norman Paskin, IDF, 1998 )
Link I ( html ) : “DOI - Embarrassement of the Riches” ( Part I , Sam Vaknin ) |||

ÄRZTLICH EMPFOHLEN : KLANGAPPARAT

Wem jetzt - zu Recht - der Kopf brummt und die Nümmerchen vor Augen flimmern , dem wird itzo als Remedur & Chill- Out- die EP Nummer 007 ( sic ! ) des hier mehrfach wohlwollend empfohlenen Wiesbadener Netlabels [ schall ] dargereicht . Die Einnahme von INDISPENSABLE RYTHM gilt czz hörempfehlungals verpflichtend , sonst kann die sichere Handhabung von Maschinen bzw. das Steuern von Kraftfahrzeugen nicht als gewährleistet gelten . Take a seat . Close your eyes . Und lass Dein Hirn mal kurz durchatmen . DJ und Elektroniker RIVO ist Jahrgang 1983 , stammt aus Den Haag und pflegt einen Wahlspruch , dessen Manifestationen sich im Flow der Beats vielleicht nicht unmittelbar erschliessen : “Let’s Do Really Strange Things , And Call Them Normal !” - O. K. - Film ab und Action ! CLICK TRACKS TO LISTEN AND RELAX : 01. the hermit | 02. desirability | 03. play marbles | 04. old dirty shoes |||