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NEUES VON FREUNDEN



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AVANT- PROPOS : KARTIERUNG

czz neues von freunden Sollte sich mal der eine oder die andere unter den werten Zeitgenossen gefragt haben , was diese wirre Veranstaltungsrubrik , welche angeblich “Neues” von angeblichen “Freunden” verheisst , so wollen wir solchen Zweifeln mit ein paar einfachen Worten begegnen : Was wir hier in|ad|ae|qu|at rubrizieren , ist einerseits eine Geste der Höflichkeit und Anerkennung all Jenen gegenüber , denen wir ( als Gästen des “Salon Littéraire” , als Produzierenden für “Literatur als Radiokunst” aber auch als produktiven Echtwelt - Kollegen ) Dank und Anregungen schulden . Die Nennung dieser Namen , die Hinweise auf deren Aktivitäten im - nicht notwendig Wienerischen - “Veranstaltungswesen” möge peu a peu zu einer “Landkarte des literarischen Lebens” beitragen . Beziehungsweise eine “MAP OF INFLUENCE AND CREATIVITY” - bezogen freilich stets auf unseren zufällig aufgrund gewisser Lebens- und Praxisfelder erworbenen Standpunkt . Im Idealfall würde man sich einmal dransetzen , eine solche Landkarte graphisch zu gestalten - siehe Gerhard Dirmosers geniale Kunst- Kontext- Karten .

gerhard dirmoser kontext karte

( click to XL ) |||

STADT , SUMPF , SLUMS : EINST …

czz neues von freundenUrbane Notstandsgebiete wie die von Upton Sinclair oder Louis-Ferdinand Céline beschriebenen oder von den frühen Sozialreportern wie Max Winter undercover exploriert : Dass nicht nur männliche Autoren sich in diese “NO GO”- Zonen wagten und sich als “Muckraker ” betätigten , erweisen die Stadtreportagen aus den Elendsvierteln von Amsterdam , London , Paris , Köln , Dresden , Berlin , Hamburg und Kopenhagen , welche die schweizer Journalistin Else Züblin- Spiller ( 1881 - 1948 ) unter dem verblüffend modernen Titel “Slums” publizierte . Als Helferin in einem von der Heilsarmee betriebenen Nachtasyls hat sie übrigens auch über die Wiener “Nachtseiten des Lebens” geschrieben , um denjenigen , “die es besser hatten , darauf aufmerksam zu machen , wie viele im Schatten stehen müssen” . Der Stadtforscher Peter Payer hat sich dieses wichtigen Dokuments der Sozialreportage angenommen , mit einem Nachwort versehen und im Czernin- Verlag neu publiziert . Payer setzt damit die Reihe seiner Wiederentdeckungen bemerkenswerter Stadtdokumente fort - man erinnere sich an die umwerfende “Witwe Wetti Himmlisch - Memoiren einer Wiener Toilettefrau um 1900” ( Löcker 2001 ) . Heute wird das Buch im Veranstaltungssaal der Heilsarmee Wien ( 1020 , Grosse Schiffgasse 3 , 19:00) präsentiert . |||

… UND JETZT

czz neues von freundenDas Potential von wachen Sozialreportagen in der Gegenwart hat Karl-Markus Gauss mit “Die Hundeesser von Svinia” ( Zsolnay 2004 ) - einem Bericht über eine slowakische Roma- Siedlung - insofern meisterlich ausgelotet , als manche seiner verstörenden Wahrnehmungen dazu angetan sind , uns mit der Elastizität unseres eigenen “Liberalismus” zu konfrontieren : Schluss mit zart gruselnder Sozialromantik - da ist vieles , wie das Kusinchen sagen würde , nur noch “krass” .

In eine weitgehend von Roma bewohnte Elendssiedlung unterhalb der Belgrader Autobahnbrücke Gazela geleitet ein nicht eben als Lustwandel konzipierter “Reiseführer” , der sich ohne jeden Sozialvoyeurismus mit den konkreten Lebensbedingungen innerhalb einer von Wasser , Strom und anderen urbanen Infrastrukturen abgeschnittenen Barackenstadt befasst . Am 25. 4. präsentieren die Autoren Lorenz Aggermann , Can Gülcü und Eduard Freudmann ihre im Drava- Verlag erschienene Studie “Beograd Gazela - Reiseführer in eine Elendssiedlung” im Depot ( 1070 , Breite Gasse , 19:00 ) . |||

VIENNA LIT FESTIVAL 2008

czz neues von freundenDass die einst polyglotte , heute eher monomane Metropole Wien über eine rege englische literarische community verfügt , ist wohl Wenigen bewusst . Dies lässt sich angelegentlich des bereits zweiten “Vienna Lit Festivals” ab heute Abend ändern . Im Mittelpunkt steht neben Lesungen und Performances die persönliche Begegnung , oder , wie es das umtriebige Team von Vienna Lit saftig formuliert : “Come and meet a range of engaging novelists , poets and spoken-word artists . Get your creative juices flowing in our writing workshops … ” . Bis einschliesslich Sonntag mag man sich bei Lesungen , Slams , Workshops , Open Mikes aktiv oder passiv engagieren , auf der Gästeliste stehen u. a. Brian Patten ( Home ) , Bruce Holland Rogers ( Home ) , Charles Ofoedu ( man erinnere sich an die berüchtigte Schubhaft des nigerianischen Menschnrechtsaktivisten ) und Jackie Kay ( Home ) . Als besonders Tip wird die vom grossen Benjamin Zephaniah ( “Naked” , CD- Favorit  2004 ) höchstpersönlich empfohlene Performerin Rommi Smith ( Home ) gehandelt . Dies und mehr ab heute , 19:15 im Ratpack ( 1080 , Florianigasse ) . |||

EXQUISITE CORPSE 1 : DELIRIUM & EXTASE

czz neues von freundenMit einem “grossartigen Fest” ( “Um Abendkleidung wird höflich gebeten” ) präsentiert der Autor , Filmwissenschafter und Essayist Thomas Ballhausen Band Eins einer von ihm konzipierten Reihe unter dem traditionell vielversprechenden Label “exquisite corpse” ( aka “cadavre exquis” ) . Und geht anhand seiner Aufsatzsammlung “Delirium und Ekstase - Die Aktualität des Monströsen” ( Milena ) gleich selbst mit anregenden Beispielen voran : Von “ungehörigen und opportunen” Leibern liest man da ebenso wie Notizen zu “Musik , Horrorfilmen und Zähnen” , “Spinnen im Film” oder US- Horror- Comics . Luzide die literarischen Features zu Herbert J. Wimmer , Liesl Ujvary , Susan Sontag , Michel Houllebecq und H. P. Lovecraft . Festliches Fest also mit Film , Wort und Musik ( projektberggasse ) am Freitag im mon ami ( 1060 , Theobaldgasse 9 , 20:30 Uhr ) . |||

FOUND IN TRANSLATION : KUNST AM WORT

czz neues von freundenFür den Tag danach ist ein weiteres gesamtkünstlerisches Fest anzuzeigen : Eröffnung der Ausstellung des Südtiroler Künstlers Peter Chiusole ( Zyklus “Abdal . Der Narr” ) , Präsentation der neu von Alma Vallazza ( edition per procura ) edierten “Edition büroabrasch” mit Lesungen von Lisa Spalt sowie von Übersetzungen der dank “büroabrasch” ins Deutsche überführten Texte von Maria Tacu ( Rumänien ) , Tamás Jónás ( Ungarn ) und Marta Podgornik ( Polen ) . Zu suchen und finden am 19. 4. im Sub ( 1020 , Fruchtgasse 3 - Eingang Ecke Untere Donaustrasse , ab 16:00 Uhr , Mehrwissen @ GAV ) .

Dass bildende Kunst , Musik und Literatur in der Galerie von Silvia Grossmann die schönsten Konkubinate eingehen , ist stadtbekannt . Umso trefflicher , dass ein ausgesprochen visuell orientierter Dichter wie Michael Donhauser innerhalb des derzeit von Karen Holländer und René Fehr-Biscioni bespielten sympathischen Kunstraums liest . Montag , 21. 4. , Galerie atrium ed arte ( 1070 , Lerchenfelderstrasse 31 , 19:00 Uhr ) . |||

KLANGAPPARAT

Quasi als Einstimmung auf den am 26. 4. im Rahmen des Donaufestivals in Krems gastierenden Soundvirtuosen und ambitionierten Field Recorder czz hörempfehlungAmon Tobin ( dessen grandiose CD “Foley Room” hier schon auftrat ) , gibt es bei unseren Chicagoer Freunden @ CDM nun ein ein exklusives Mix des Meisters : “deru_yuri2008″ strömt knappe 46 Minuten in sachter Noblesse , als gälte es , auch dem alten Ambient noch einmal auf den Puls zu fühlen . Wer’s ein wenig dezidierter mag , halte sich an die köstliche Genreparodie “Back from Space” , die mit ihren 4:52 Minuten eine nette Pointe setzt in einen aufgehenden Tage wie diesen . CLICK LINKS TO LISTEN : deru_yuri2008 | Back from Space |||

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Henri Chopin ( 1922 - 2008 ) || Echoes



||| SE TAIRE - TUER | TABULA RASA | HAND , MUND , MAGNETOPHON | MIKROPHON ALS MIKROSKOP | DISTORTED BODY SOUNDS | WIDER DIE ORDNUNG DER DINGE | FX : MISSING LINKS | KRIEG : BEUYS , ARTAUD , CHOPIN | POESIE , MUSIK , HARMONIE ? | LINKS | BLOG REACTIONS | TEXTS , TUNES , VIDEOS | SPECIALZ

SE TAIRE - TUER

czz- pikto blind fuer TOD“Aujourd’hui , la poésie sonore est sans voix . Henri Chopin s’est tu le 3 janvier 2008 .”

Besser als das Blog Les infos T.A.P.I.N. vermag man es gar nicht zu formulieren , “s’ est tu” für “ist verstummt” , mit gleichzeitigem Anklang an “tuer” / “Töten” .

( In Österreich , wo Chopin 1992 bis 2004 an der Schule für Dichtung lehrte , traf die Nachricht erst am 9. / 10. 1. ein . )

Diese akustische Verwandschaft von “Verstummen” und “Töten” bezeichnet genau die Antithese zu Henri Chopins dezidiert körperlicher “poésie sonore” : Krieg , Résistance , Arbeitslager , KZ , das zufällige Überleben des grossen Todesmarsches : “Ich lernte ,” so der Dichter bei einem Interview 2004 ( 1 ) , “ich lernte , geschlagen zu werden und als Skelett in Zweierreihen zu gehen ” . Extreme Körpererfahrung , auch später , Anfang der 50er Jahre , schwer krank im Lazarett in Korea . |||

TABULA RASA

czz- pikto blind fuer TODZurück in Frankreich war klar : Der Wunsch zu dichten . Aber das Mittel ? - Die klartönende und -tötende Sprache des Befehls , wie er sie bereits von früher Kindheit an von seiten des Vaters - einem glühenden Pétainisten - kennen gelernt hatte , verbot sich . Verbot sich nach diesem Krieg , dessen fatale Sprache als fernes Echo im Land der Parnassiens und der sakrosankten Académie Francaise nachhallte . Verbot sich der Schrift im traditionellen Sinne . Verbot sich der tabula rasa des blütenweissen Papiers .

Ihm , der nach eigener Aussage “Tausende Leichen gesehen hat” , ging es um die Dichtung als präsente Entäusserung des lebendigen Körpers . |||

HAND , MUND , MAGNETOPHON

czz- pikto blind fuer TODAls ihm 1955 ein Grundig- Tonbandgerät in die Hände geriet , war Werkzeug und Weg gefunden , den per Mikrophon abgetasteten Körper zum Sprechen zu bringen : Und dies weit über den Mund und das Gehege der Zähne hinaus . Am Anfang standen Experimente mit Sprach- und Lautaufnahmen , einspurig , zweispurig , vierspurig . Manipulation der Abspielgeschwindigkeiten - ergo : Tonhöhen und -Verzerrungen . Versetztes Abspielen identer Aufnahmen : Echo , Delay . Hier wurde experimentell ein Repertoire von Effekten erarbeitet , die heute via presets und plug- ins als selbstverständliche Voraussetzungen des Dispositivs elektronischer Musik gelten .

Sound example ( click to listen ) : Extrême Tension ( 1974 , 4:30 ) |||

MIKROPHON ALS MIKROSKOP

czz- pikto blind fuer TODAber Chopin trieb es noch weiter : Wie zuvor die Forscher das Mikroskop zum Sichtbarmachen von bis dato unsichtbarer Feinstrukturen gebrauchten , setzte Chopin das Mikrophon für akustische Erkundungen des - eigenen - Körpers ein . Er beliess es indes nicht beim systematischen Erkunden des “Orchesters” im Klangraum der Mundhöhle ( so , wie es Franz Mon Anfang der 60er Jahre mit seinen “artikulationen” fortgeführt hat) . Kontaktmikros auf der Haut , Herztöne , Atem ( der biblische Brodem , welcher Materie zu “Leben” verwandelt ) . Und immer weiter arbeiteten sich Chopins Klang- Explorationen im Selbstversuch ( nicht selten schmerzhaft ) ins Innere der Speiseröhre vor , hinab in den Magen . Die medizinischen Assoziationen bleiben : Rachenspiegel , Stethoskop , Sonde . |||

DISTORTED BODY SOUNDS

czz- pikto blind fuer TODDie solcherart “zu Tage” geförderten Klänge ent- sprachen dabei den gesellschaftlichen und zivilisatorischen Verdrängungen der unkontrollierten , animalischen- archaischen “body language” . Auf Band gebannt , unterlief Chopin die pur akustische Reproduktion eines naturalistischen Materialismus , indem er das so gewonnene Klang- und Bandmaterial in Verzerrungen , Stauchungen und Überlagerungen abspielte . Live zerlegte er vor diesem Hintergrund Wörter in deren Einzellaute , so dass sich zum “akustischen Sturm im Innern” ( Chopin ) die Entäusserungen von mündlichen Artikulationen , die Zersprengung von Wörtern in deren Einzellaute , addierten .

1994 hat Chopin in einem Short extract about my working method das Fehlen jeder schriftlichen Vorlage für seine Performances hervorgehoben :

it is now thirty years that I do not write any scores before assembling an audio-poem. It is just by heart and using only my memory that I conceive the expressions of my body. basically through my mouth with its breathing etc., which become my only solid score. There, I discover a world without limits, from prattles to phonic lacerations. All this happens on, and with the help of, a Revox tape machine, with the addition of sound effects like echoes, changes of speed, larsen effects, until the final editing through sound collages.

Michael Lentz , selbst virtuoser Sprechperformer und Verfasser des Standardwerks zur LAUTPOESIE , hat auf den alten romantischen Gedanken vom “Ausstülpen des Inneren” hingewiesen ( 1 ) . Neu an Chopins radikal “konkreter” Praxis von Poesie war freilich die absolute Negation jeder Idee des Schön- und / oder Wohlklangs . |||

WIDER DIE ORDNUNG DER DINGE

czz- pikto blind fuer TODDer Körper , das Tonband , das absichtsvolle Zerbrechen intakter Worte und damit der Dienstbarkeit von Alltagssprache : In Chopins Performances bleibt kein Element dort , wo es in der üblichen Ordnung der Dinge hingehört : Dem Leib entweichen akustische Urlaute , die Technik wird - via Tonbandgerät - ebenso malträtiert , der Mund schreit , spuckt und stottert . Kein Teil benimmt sich , wie es sein sollte .

Sound example ( click to listen ) : 2500 , les Grenouilles d’Aristophane ( 1967 , 4:29 )

Wäre demnach Chopins “poésie sonore” folglich lediglich als totale Negation und Verweigerung zu verstehen ? - Als technisch generierter Anachronismus ? - Chopin demnach ein “Primitiver des elektronischen Zeitalters ” ? |||

FX : MISSING LINKS

czz- pikto blind fuer TODDiskussionen , wie sie eben - sehr lesenswert - zum Thema auf Seiten wie create digital music stattfinden, erweisen , dass der Poet mit seinen ( auf YouTube ausgestellten ) Performances gerade die jüngere Generation noch zu schockieren vermag . Hier klaffen enorme information gaps , missing links , welche die produktiven Avantgarden der 50er und 60er Jahre mit einer aktuellen Soundkultur vermitteln würden ; einer Klangkultur , welche ohne die Vor- und Forschungsarbeit von Grenzgängern wie Chopin heute zweifellos eine andere wäre . Fritz Ostermayer hat die methodische Soundpoesie Chopins einmal in den Kontext früher Formen des Samplings gerückt :

Und wiederum andere wie Henri Chopin, mit seiner konkreten Poesie, erforschen die Mikrostruktur ihrerselbst. Chopin die seiner Stimme. Chopin sampelt eine Kleinsteinheit seiner Stimme - nur einen Vokal - und bauscht sie auf zu einem Fest der stimmlichen Elementarteilchen.

Elektronische Musik , Soundpoesie , das embodiment und disembodiment of voice : Heute dreht man Knöpfchen , schaltet den Vocoder ein , jongliert mit preset- “FX” und Filtern auf 48 Studiospuren . |||

KRIEG : BEUYS , ARTAUD , CHOPIN

czz- pikto blind fuer TODAuch wenn es pathetisch klingen mag , so sei noch einmal auf die psychischen und physischen Grenzwerte der Kriegserfahrung hingewiesen : Sei’s in den Obsession mit den Basal- Materialien wie Filz und Fett eines Joseph Beuys , sei’s im entmenschten Schrei eines Antonin Artaud , sei es in der geradezu medizinisch- pathologischen Audio- Auto- Biopsie eines Henri Chopin . Wie sich für die “Generation Dada” nach dem Ersten Weltkrieg die instrumentelle Sprache und deren linearer Sinn versagte ( ebenso wie die Gegenständlichkeit in der Malerei ) , so verantwortete der “Zivilisationsbruch” durch Zweiten Weltkrieg und Holocaust eine weitere “broken language” .

“Ich wollte” , so Chopin 2004 , “eine ungreifbare Sprache finden , eine Sprache , die von den Mächtigen weder kontrolliert noch zensuriert werden kann ” . Sprache - im engeren Sinne Poesie - hat sich auf dem Wege ihrer Zersplitterung in Laute ( sowie in ihrem JETZT- Charakter der unmittelbaren Performance ) weiter der Musik angenähert . Und erfüllt damit - paradoxerweise kraft Zerstörung - die uralte Sehnsucht der Dichtung , ins Reich der körperlosen musikalischen Harmonie einzugehen . |||

POESIE , MUSIK , HARMONIE ?

czz- pikto blind fuer TODDass sich aber just diese ungetrübte Harmonie für jede akute Musik seit Schönberg verbietet , ist bekannt . Es sei denn , man lebt in der Welt der Schlager . Dann , aber nur dann , darf man sich heute noch über Werk , Wesen , Wirken dieses Charismatikers erregen .

Hier noch ein schönes Zitat aus erratum ( welches fast überall ohne Angabe von Quelle und oder Autor herumgereicht wird - vielleicht finden wir auf diesem Wege seinen Schöpfer ?) :

Thanks to the systematic use of microphones, amplifiers, tape recorders, editing and mixing consoles, he has given a voice to realms beyond modern or experimental music, beyond any note system and headed for spaces without norms, categories, definitions or limits: spaces of permanent metamorphosis. But despite misleading appearances, Henri Chopin is not merely doing a new kind of music; he is not just a consequence of Pierre Schaeffer’s concrete music principles and Pierre Henry’s experiments in the fifties. Henri Chopin is an individual (in Stirner’s sense: the ego and its own) who has always resisted absurd attempts to reduce him to part of a movement, a school, an academism; what one perceives are Henry Chopin’s bio-psychical vibrations, that he himself constructed by electronically recording, then modifying, amplifying and transforming the energies of his own body.

Allerdings gibt es Andere , deren Audio Art , Laut- und konkrete Poesie , Ars Acoustica , Radiokunst , Mikrotonalität und Soundscapes Wissen und Geist dieses grossen kleinen Mannes weitertragen . |||

LINKS

( 1 ) Mein Körper ist eine Klangfabrik . Henri Chopin : Ein Pionier der akustischen Poesie , Feature von Eva Roither und Martin Leitner , ORF Tonspuren , 14. 10 . 2005

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