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NEUES VON FREUNDEN



WIEN - BUCH - NEUE MUSIK : ZYKAN | WIEN - BUCH - HAIKU , WEITER SCHREIBEN | WIEN - BUCH - WEITERLESEN : T 4 3 | WIEN - BUCH - JUNG & SPRUNG & VERANSTALTUNG | BERLIN - AUDIOBOOK - PASS AUF , PONY | KLANGAPPARAT

foto copyright Didi Sattmann Otto M Zykan bei Proben zu Auszählreim

Foto : © Didi Sattmann : Otto M. Zykan bei den Proben zum “Auszählreim“ , 1987
( Ausstellung k/haus wien : ” Künstler | Freunde” )

WIEN | BUCH | NEUE MUSIK : ZYKAN

czz-neuesvonfreundenMachen wir’s kurz : Kunsthandwerk lässt sich beschreiben , da es in bestehende Kategorien sich nicht nur fügt , sondern geradezu aus diesen gefügt wird . Grosse Kunst birgt stets jenes Inkommensurable , welches sich den Formeln der sekundären Rede entzieht . An dieser hat sich jene abzuarbeiten und darf froh sein , wenn sie daran wächst .

So gesehen , bietet das LebensWerk des Komponisten , Sprachartisten und universal histrionischen Aktivisten Otto M. Zykan den Musik- , Literatur- , Medien- und Gesellschaftwissenschaften ein enormes Wachstumspotenzial . Und welche Branche kann dies derzeit von sich behaupten ?

Nachdenkpause . Inzwischen : Bitte noch einmal das Video in unserem vorigen Bericht ansehen .

Mit nur 71 Jahren infolge eines Unfalls verstorben , hinterliess Zykan 2006 ein vielgestaltiges und bislang wenig dokumentiertes Werk . Die Aufreger der 70er Jahre sind Vielen irgendwie erinnerlich : von den schrill abstrakten | konkret poetischen HUMANIC- Werbespots ( Kategorie : “Reklame und Avantgarde” , siehe hier , hier , hier und hier ) bis hin zu Franz Novotnys | Zykans umstrittenen Fernsehstreifen “Staatsoperette” mit ausgesuchten Protagonisten des Austrofaschismus ( Kategorie : “Kunst als akutes Politikum” , siehe hier , hier und hier ) , dessen zum Datum des österreichischen Nationalfeiertags 1977 geplante Ausstrahlung nahezu eine Regierungskrise auslöste und den Künstlern eineinhalbtausend Anzeigen eintrug .

Paradigmatisch erweisen die multimedialen Provokationen der 70er Jahre die nur sehr punktuelle Dokumentation und Aufarbeitung , welche sich oft in der “Umarmung qua Legendenbildung” erschöpft und deren Nach- Geschichte ( n ) für die 80er und 90er Jahre noch zu schreiben steht . Man lese etwa Hartmut Krones’ ungewöhnlich differenzierten Nachruf in der Zeitschrift des Wiener Musikvereins … :

Ihm war dabei – überspitzt gesprochen – eine verschlüsselte, gleichsam subkutan vermittelte Botschaft genauso wichtig wie eine gleichsam marktschreierisch-plakative, lehrhaft pädagogisierende an Hand von eingängigen Sentenzen, deren unterschiedlichste Variation bei ihm wieder eine spezielle demonstrative Funktion besass … ( Hartmut Krones )

Mit der Herausgabe von Materialienbänden zum Werk Otto M. Zykans liefert die Musikwissenschafterin Irene Suchy Bausteine zu einer noch zu schreibenden Geschichte der österreichischen Nachkriegs- Avantgarden und deren “Settlement” in der programmatisch über nichts mehr echauffierten Postmoderne : Band I dieser “Materialien zu Leben und Werk” ist eben im Gezeiten- Verlag erschienen .

Wenn das Buch heute im im Oratorium der Österreichischen Nationalbibliothek vorgestellt wird , gibt es also viele Gründe , dort hinzugehen : Auszüge aus dem und Reden zum Buch , Otto M. Zykans Leibspeisen , vor allem aber die Aufführung von zwei Werken des Kommunikationskünstlers und Komponisten :

Zykan : “Das mit der Stimme” ( Patricia Kopatchinskaja )
Zykan : “Klavierstück 2004 Frei , Fast ohne Metrum” ( Mihaela Ursuleasa )

By the way ist in der ORF- CD- Edition das erst postum realisierte Hörspiel “Joseph Fouché” ( ORF 2007 ) erschienen . In prominentester Besetzung .

Buchvorstellung Irene Suchy : Otto M. Zykan - Materialien zu Leben und Werk ( I ) , Oratorium der Österreichischen Nationalbibliothek , heute ,10. Dezember 2008 , 18.00 Uhr .

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WIEN | BUCH | HAIKU , WEITER SCHREIBEN

czz-neuesvonfreundenBuchstäblich inkommensurabel mit dem üblichen Werkbegriff - insbesondere der lyrischen KonZENtrationsform des Haiku - ist die ungewöhnliche Fortschrift , welche der Schweizer Franz Dodel mit “Nicht bei Trost” ( Haiku , endlos) betreibt . Seit 2002 . Als Work in progress . Mit heutigem Tag stehen wir bei Zeile 14.144 : Ein WeiterSchreiben im WWW mit gelegentlicher Extraktion in Buchformat :

… in diesem Garten leuchten
die Baumstämme hell
schweben aufrecht gehalten
in ihrem bläulich
schimmernden Blätter-Atem
so gilt auch hier noch:
jeder Tag ein guter Tag
deshalb sende ich
dir ein wenig Rentiermoos
des Namens wegen
(dessen Grau sich kurz aufbäumt
in der Mitte um
gleich wieder abzudunkeln)
ich fand es als ich
langsam über die weichen
Flechtenkissen ging
so behutsam wie möglich
über die weichen
Flechtenpolster schritt hinaus
in eine Landschaft
aus lauterstem Nichts entfernt
fast vergessen schon
das lacrimarum valle -

Zeilen 0001 - 6.000 des Kettengedichts sind 2003 bibliophil bei der Edition Haus am Gern erschienen ( Rezension Nico Bleutge , NZZ ) . Fünf Jahre später nimmt sich die Wiener edition korrespondenzen einiger weiterer grösserer Kettenglieder an : Verleger Reto Ziegler und Schriftsteller Lucas Cejpek präsentieren Buch und Autor dialogisch vor dessen Lesung .

Franz Dodel : Nicht bei Trost - Haiku endlos ( edition korrespondenzen 2008 ) - Literarisches Quartier Alte Schmiede , Donnerstag , 11. Dezember , 19 H .

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WIEN | BUCH | WEITERLESEN : T 4 3

czz-neuesvonfreundenGleichfalls am 11. 12. - Vorsicht , Interessenskonflikt - gibt es wieder einen gemütvolles & -liches Kamin- Geplauder der Reihe TEA FOR THREE ( T 4 3 ) , wo Daniela Strigl und Klaus Nüchtern mit wechselnden Gästen und Temperamenten seit Jahren öffentlich in Neuerscheinungen und Klassikern blättern . Selbstredend haben sie dabei manches Kluge , Böse und Putzige zu sagen .

Diesmal im Trialog mit der Autorin Andrea Grill über folgendes Trippel :

Höret und staunet und leset dann selber oder lasst es bewusst bleiben : zu kurz ist das Leben für langweilige Literatur ( Arno Schmidt ) .

TEA FOR THREE ( T 4 3 ) - Donnerstag , 11. Dezember 2008 , KUNSTHALLE wien project space , 20 H .

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WIEN | BUCH | JUNG & SPRUNG & VERANSTALTUNG

czz-neuesvonfreundenNichts tönt altmodischer als die Rede von der “jungen Literatur” , und doch ertappt man sich öfter , als man dies wollen möchte , selbst mit diesem Leerwort auf der Zunge . Nicht um schöne Phrasen , sondern um konkrete Arbeit FÜR das Werk von jüngeren Autorinnen und Autoren geht es bei einer Preisverleihung und Debatte im Literaturhaus .

Konkret gewürdigt werden Regina Hilber und Thomas Ballhausen für ihr Veranstaltungs- ( tja ) -Format zur “Zeichensetzung , Zeilensprünge - Junge Literatur in Österreich” : jüngere Autoren mit , für und über Ihresgleichen . Da gibt’s nachvollziehbare Gemeinsamkeiten von Wahrnehmung und Praxis , was Verlage , insbesondere aber auch Zeitschriften anbelangt . Und auch ein sympathetisches Publikum interessiert .

Für Initiative und “Format” gibts also den Holfeld- Tunzer-Preis für die Kuratoren . Warum und was es mit dieser unregelmässig vergebenen Auszeichnung auf sich hat , weiss Laudator Karl Wagner zweifellos zu sagen ( ca. 20.45 H ) . Zuvor eine Lesestrecke mit den frischen Texten und Persönlichkeiten von Milena Flasar , Paul Divjak , Andrea Grill , Lisa Spalt und Cornelia Travnicek ( 19 H. ) .

Ganz am Anfang , um 17 Uhr , steht eine Podiumsdiskussion ( N. N. ) auf dem Programm ( “Zur Präsenz der jungen Literatur in Österreich” ) und ganz zum Schluss ( N. N. ) Fest und DJ- Line .

Zeichensetzung , Zeilensprünge - Literaturhaus , Freitag , 12. 12. 2008 , 17 H , 19 H ff .

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BERLIN | AUDIOBOOK | PASS AUF , PONY

czz-neuesvonfreundenUnd am Samstag gibt’s dann im Berliner Schwesteruniversum die galoppierende Präsentation von Monika Rincks - hier in|ad|ae|qu|at ausführlich vorgestelltem - poetischen Hör- , Tast- , Seh- und Lese- Objekt “Pass auf , Pony” ( edition sutstein ) . Mit Franz Tröger an einem Klangapparat , welcher sich klingend “Pling- Plong” nennt .

Hörbuch- Präentation “Pass auf , Pony” von und mit Monika Rinck - loop , Raum für aktuelle Kunst ( basement ) , Samstag , 13. 12. , 19 H .

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KLANGAPPARAT

Es gibt einfach Labels ( siehe gestern ) , die es haben , das sogenannte “Händchen” ( resp. : “Öhrchen” ) für gewisse Klänge , deren Charisma czz-hoerempfehlung durch den Schaum der Tage hindurch sich erhält : Yuki Yaki ist da eine feste Adresse im Ameisenhaufen des Netlabelism . Mit Laufnummer 015 ist der jüngste Coup mit grösster Grazie gelungen : Der französische DJ und Remixer Humeka ( MySpace ) gibt eine elegant belebt- schwebende “Densité Matérielle” , deren Substanz uns sanft ummantelt . Replay … - CLICK LINK TO LISTEN STREAM ( RP ) .

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NACHTRAG | NEUES VON FREUNDEN



||| ZIA @ T 4 3 IN WIEN | ZENTRALFRIEDHOF : IN MEMORIAM MARIANNE FRITZ | RELATED | KLANGAPPARAT

Grabfigur_Zentralfriedhof_Wien_copyright_Christiane_Zintzen

Das darf ja nun doch nicht angehen , dass da infolge eines kurzfristigen Warnstreiks des Setzers zwei wichtige Termine in|ad|ae|qu|at unterschlagen werden . Beide betreffen das hiermit und heute aufgeschlagene Kalenderblatt des 1. Oktober .

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ZIA @ T 4 3 IN WIEN

czz-neuesvonfreundenWenn zwei Bachmann- Preis- Juroren mit der Bachmann- Preis- Gewinnerin anno 2006 über die eben erschienen Volltext- Neuerscheinungen von zwei Bachmannpreis- Kandidaten anno 2008 debattieren …. Dreimal darf man raten , worin zumindest der Subtext der Rede im Lichte des sanft glimmenden Plastic- Kaminfeuerchens am Karlsplatz bestehen wird . Zumal informell und publizistisch ( Falter 37 / 2008 , Kommentar ) ja durchaus kritische Töne zur diesjährigen Knechtung der - ohnehin stets umstrittenen - Klagenfurter Veranstaltung durch die TV- Regie laut geworden sind .

Worum gehts ? - Vordergründig um den traditionellen TEA FOR THREE ( T 4 3 ) , welchen Klaus Nüchtern und Daniela Strigl mit wechselnden Gästen als trauliches Kamingespräch seit Jahren abhalten , um über Neuerscheinungen und Klassiker zu klönen . Zu Gast ist diesmal Kathrin Passig , die Lady der ‘Zentralen Intelligenz Agentur‘ sowie Bachmannpreis- Gewinnerin ‘06 .

Als offizielle Gesprächsstoffe liegen vor :

Ob Neumanns schockierender , zunächst 1946 als “Children of Vienna“, vom Autor 1974 in einen bewusst brutalen Kunstjargon übertragener Nachkriegsroman angesichts der - legitim debattierenswerten - gesammelten Bachmannia den nötigen Raum am Kaminfeuer findet ? - Indes liesse sich die Sache praktikabel gut unter dem Aspekt der Kunstsprache und ihrer drastischen Effekte debattieren : Vielleicht am ehesten vergleichbar mit Anthony Burgess‘ “A Clockwork Orange” oder der Eigensprache einer Marianne Fritz .

Was wirklich wird , wird sich heute , 1. 10. im project space der KUNSTHALLE wien ( 20 H ) erweisen .

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ZENTRALFRIEDHOF : IN MEMORIAM MARIANNE FRITZ

czz-neuesvonfreundenVor einem Jahr , am 1. Oktober 2007 , ist die österreichische Autorin Marianne Fritz verstorben . Die Gruppe Fritzpunkt , die sich seit 2002 systematisch und in allen denkbaren performativen Formen mit dem enigmatischen - und noch immer nicht vollständig publizierten - Riesenwerk beschäftigt , lädt zu einer Gedenklesung .

Es kann nicht lösen der Mensch: das Entweder-Oder-Problem; und das an sich nicht ! Das ist es ! Und nur das ! Nicht will es dem Menschen gestatten, fortzufliegen und irgendwie halt so hinein: in die Möglichkeit an sich, die da genannt: das Unendliche einerseits und die Ewigkeit andererseits. ( M. F. )

Wir gedenken der vor einem Jahr verstorbenen Marianne Fritz und lesen aus ihrem Werk : Heute , 1. 10. , 16.05 H , Grab von Marianne Fritz ( Zentralfriedhof Wien , 3. Tor - Gruppe 40 , Ehrenhain , Zufahrt mit dem Auto zu Halle 3 möglich ) .

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RELATED

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KLANGAPPARAT

Da mag die Mixotic- Zuspielung des polnischen Netlabel- und NuJazz- Kenners Matam einen noch so geraden 4 / 4 - Takt hinlegen : Die sparsam- repetitiven Gitarrenakkorde signalisieren von Beginn an eine eher herbstlich gedeckte Stimmung . Peu à peu verweben sich schwebende Piano- und czz-hoerempfehlungSax- Sounds in die Textur und verleihen der Atmosphäre ein eher sehnendes Wehen . Per Sprach- Samples , Breakbeats und Sequenzern nimmt die Angelegenheit dann eine jähe Wendung und - be sure : Es wird nicht die einzige bleiben . Insgesamt eine reichhaltig mit einer Fülle von Klangfarben und ausgestattete Tour durch die teils manischen , teils depressiven Landschaften der Melancholie . Vierundfünfzig Minuten und neunundzwanzig Minuten : Zweifellos versteht der gute Mann etwas vom Komponieren bzw. von der Kunst des Arrangements . CLICK LINK TO SEE PLAYLIST AND LISTEN .

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BACHMANNPREIS 08 : Listen - Lesen - Lasten



||| NA JA : DANN MAL LOS | STUNDENPLAN - DARBIETUNGEN - DEBATTEN | RÉSUMÉES ( ORF ) | AUTOMATISCHE LITERATURKRITIK - PREIS DER RIESENMASCHINE | PRESSE | KLANGAPPARAT

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Das Blockseminar “Bachmannpreis 2008” aka “Tage der deutschsprachigen Literatur” kann losgehen . Laut Veranstalter gestrafft , verjüngt und in neuem Outfit , multimedial und -lingual . - Zur Gegenlektüre : Siehe Doris Mosers ( “Der Ingeborg-Bachmann-Preis - Börse , Show , Event” ) : Frequently Asked Questions .

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STUNDENPLAN - DARBIETUNGEN - DEBATTEN

Im Netz via ORF-TV on demand | per Media- Player

Freitag , 27. Juni , Vormittag

9 - 10 : Thorsten Palzhoff , D ( home , Videoportrait | Vorschlag Ijoma Mangold ) : “Livia” | Lesung ( video on demand ) | Debatte ( video )
10 - 11 : Alina Bronsky , D ( Videoportrait | Vorschlag Ijoma Mangold ) : “Scherbenpark” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
11 - 12 : Clemens J. Setz , A ( Videoportrait | Vorschlag Daniela Strigl ) : “DIE WAAGE” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
12 - 13 : Angelika Reitzer , A ( Videoportrait | Vorschlag André Vladimir Heiz ) : “Super-8” | Lesung ( video ) | Debatte ( video)

Freitag , 27. Juni , Nachmittag

15 - 16 : Martin von Arndt , D ( home , Videoportrait | Vorschlag Alain Claude Sulzer ) : “Der Tod ist ein Postmann mit Hut” | Lesung ( video ) | Debatte ( vod )
16 - 17 : Patrick Findeis , D ( Videoportrait | Vorschlag Burkhard Spinnen ) : “Kein schöner Land” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
17 - 18 : Markus Orths , D ( KEIN Videoportrait | Vorschlag Daniela Strigl ) : “Das Zimmermädchen” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )

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Samstag , 28. Juni , Vormittag

9 - 10 : Heike Geißler , D ( Videoportrait | Vorschlag Ursula März ) : “Das luftige Leben“| Lesung ( video ) | Debatte ( video )
10 - 11 : Sudabeh Mohafez , D ( home , Blog “zehn zeilen” , Videoportrait | Vorschlag Klaus Nüchtern ) : “Im roten Meer” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
11 - 12 : Dagrun Hintze , D ( Videoportrait | Vorschlag Burkhard Spinnen ) : “Flugangst” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
12 - 13 : Pedro Lenz , CH ( home , Videoportrait | Vorschlag André Vladimir Heiz ) : “Inland” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )

Samstag , 28. Juni , Nachmittag

15 - 16 : Ulf Erdmann Ziegler , D ( Videoportrait | Vorschlag Alain Claude Sulzer ) : “Pomona” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
16 - 17 : Tilmann Rammstedt , D ( Videoportrait | Vorschlag Ursula März ) : “Der Kaiser von China” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )
17 - 18 : Anette Selg , D ( Videoportrait | Vorschlag Klaus Nüchtern ) : “Muttervaterkind” | Lesung ( video ) | Debatte ( video )

Samstag , 28. Juni , Abend

20.15 : Preisvergabe ( erstmals im Hauptabendprogramm von 3sat live )

Tilman Rammstedt gewinnt den Bachmann-Preis 2008 | Patrick Findeis erhält den 3sat-Preis

Der in Berlin lebende Autor Tilmann Rammstedt ist der große Gewinner des 32. Ingeborg-Bachmann-Preises 2008. Er beeindruckte mit seiner Lesung aus seiner Familiengeschichte “Der Kaiser von China” nicht nur die Jury, auch das Publikum stimmte für den Nachwuchsautor. Rammstedt, 1975 in Bielefeld geboren, beschreibt in seinem Werk eine problematische Beziehung zu seinem Großvater. Die Jury lobte den bisher unveröffentlichten Text als hochkomisch und brillant. Der Hauptpreis ist mit 25.000 Euro dotiert.

Der 3sat-Preis geht dieses Jahr an Patrick Findeis, der in Berlin lebt und arbeitet. Ebenfalls erfolgreich im Wettbewerb ist auch der 1969 in Viersen geborene, heute in Karlsruhe lebende Autor Markus Orths, der vor allem Erzählungen, Romane und Essays schreibt. Er erhält den Telekom Austria Preis.

Der Ernst- Willner-Preis ging nach Österreich

Der Ernst Willner-Preis ging schließlich an den zweiten von Daniela Strigl nominierten Autor: Clemens J. Setz. Sie meinte, damit eine “höchst hintersinnige Geschichte über das Wägen und Abwägen” gewählt zu haben, die zeige, “was übermäßiger Fleischgenuss aus Männern machen” könne.

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RÉSUMÉES ( ORF )

Disclaimer : In|ad|ae|qu|at übergehen wir die verzichtbaren Subjektkommentare des “Satirikers” Egyd Gstättner .

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AUTOMATISCHE LITERATURKRITIK - PREIS DER RIESENMASCHINE

An Stelle des vorjährigen Klagenfurt-Totalisators lädt die ZIA 2008 zur Teilnahme an der Automatischen Literaturkritik ( Kriterienkatalog ) . in|ad|ae|qu|at hält eine Kommentierung der Kommenierung für verzichtbar , sondern sich schlicht ans Dokumentieren .

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PRESSE - TAG 1

  • Tagesspiegel” und ZEIT hatten Freitag gerade mal selbige , bis 11 Uhr die ersten beiden Lesungen ( Thorsten Palzhoff , Alina Bronsky ) ohne Zugabe eigener Gedanken zu beobachten . Der Rest des Freitag , 16:46 Uhr ex aequo online gestellten Textes reproduziert ein paar Fakten aus den Presseunterlagen . Gezeichnet “jg/dpa” .
  • Elmar Krekeler , ein ehrerenwerter Herr , ergeht sich in der WELT in einer Art von Live- Blogging , wobei besonders Moderator Dieter Moor Bohlen ( aka “der Geck” ) solchen Unmut erregt , dass auch ORF-Landesdirektor Willy Haslitzer einer Umbenennung in “Haslitza” anheim fällt . Immerhin bleibt der Chronist ( mit update ) bis Freitag , 17.32 Uhr auf dem Beobachterposten , referiert vornehmlich die männlichen Statements der Debatten : “Herr Mangold orgelt” , “Herr Heiz ist hingerissen … er bricht ins Schweizerische aus vor Begeisterung” , “Herr Heiz wechselt ins Französische. Herrn Spinnen geht das alles zu gut auf. Herr Mangold redet die Sprache des Textes klein” , Clemens J. Setz bietet “Angestelltenirrsinnsprosa” , Angelika Reitzers Text verursacht “Erste Klagenfurter Fluchtgedanken” : “Die Frau fährt auf einem Hometrainer zu ihrer glücklichen Tante. I wär narrisch.” ( Sic , czz )
  • Auch Cornelia Niedermeier ( Der Standard ) beginnt schon angehörs des Moor’schen Jargons “eine Abwesende, Unbekannte bei dieser Veranstaltung” zu vermissen : es sei “die Sprache – und die Liebe zu ihr” . Literarische Stereotypie des ersten Tages : “Klassische Bachmann-Texte , also für den Wettbewerb verfasste Beiträge, die artig dekodierbare Motive entwickeln, doch sprachlich wenig wagen.”
  • Harald Klauhs springt in seinem Bericht für “Die Presse” furchtlos medias in res : “Wie nervend darf ein Text sein ? An dieser Frage entzündete sich die erste heftige Diskussion unter den Juroren des diesjährigen Bachmann-Preises. Und zwar am Text Super-8 von Angelika Reitzer, die der Schweizer Juror Andr Vladimir Heiz nach Klagenfurt eingeladen hat.” - Hinsichtlich der von Clemens J. Setz surreal inszenierten Waage, “schlug” - so der Kommentator treffend - “der Zeiger … weit aus. Ich habe beim Lesen vor Lachen geprustet, kommentierte Ursula März diese hochkomische Horrorgeschichte über Biedermänner und Dinosaurier. Eine Fantasie über das Nichts, nämlich nichts Bedeutendes, nannte dagegen Neo-Juror Alain Claude Sulzer Setz’ Text … Schon an dieser Stelle spaltete sich also die Jury an der Frage, wie viel Mysteriöses ein literarischer Text haben darf oder soll.”

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KLANGAPPARAT

Nach so viel Gerede haben wir uns ein paar musikalisch aufmöbelnde “Zeichen” redlich verdient . Das junge Netlabel “Tonkultur-Berlin” ( TKBNET ) czz-hoerempfehlungschickt Steven Reitz ( pdf ) aka Freakster & Steven Schwarz ( pdf ) aka SCHWARZarbeit los , uns ein paar blutdrucksteigernde Mini ( mal ) ( beat ) - Pillen zu verabreichen : Dies Dosis ist höchst vernehmlich und bekömmlich . Besonders aber : Hochgradig wortlos ! - CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Freakster : Zeichen | 02. Freakster : Red Lights | 03. Freakster : Aetsche Beatsche | 04. SCHWARZarbeit : Zero-Point-Nine |||