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Du musst dein Leben ändern



||| Rainer Maria Rilke hat es angesichts des “Archaischen Torso Apollos” am nackten Stein und Fleisch imaginiert :

WIR kannten nicht sein unerhörtes Haupt,
darin die Augenäpfel reiften. Aber
ein Torso glüht noch wie ein Kandelaber,
in dem sein Schauen, nur zurückgeschraubt,

sich hält und glänzt. Sonst könnte nicht der Bug
der Brust dich blenden, und im leisen Drehen
der Lenden könnte nicht ein Lächeln gehen
zu jener Mitte, die die Zeugung trug.

Sonst stünde dieser Stein entstellt und kurz
unter der Schultern durchsichtigem Sturz
und flimmerte nicht so wie Raubtierfelle;

und bräche nicht aus allen seinen Rändern
aus wie ein Stern: denn da ist keine Stelle,
die dich nicht sieht. Du mußt dein Leben ändern.

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Eine in allen Kategorien gegenteilige Perspektive bietet die eben neu eröffnete Änderungsschneiderei ….

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… für eventuelle Lebens | Form | Änderungen an der textilen Hülle für des “Aktuellen Torso” …. lebensecht dionysiche Fülle .

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Das Gute daran : Es funktioniert ganz ohne Sloterdijk- Lektüre

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Für Solche , die es wirklich wissen wollen , geben wir des Philosophen Gedanken zum Gegensatz “Stadion” ( = griechische Olympiade ) und “Arena” ( = römische Gladiatoren und Tierhatz ) kund . Der Fussball ist rund und kullert , wie in einem bemerkenswerten NZZ- Essay dargelegt , eher aus dem Raum der “morituri” . Dahingegen die von Pierre de Coubertin wiederbelebte olympische Idee :

In diesem Kontext ist es wichtig, daran zu erinnern, dass Pierre de Coubertin ein grosser Hellenophiler war und ein ebenso grosser Androphiler, ein idealistischer Pädagoge, der bei der Wiedereinführung oder besser: der «Wiedereinsetzung» der Olympischen Spiele von der Schönheit des Männerkörpers träumte. Was ihm vorschwebte, war so etwas wie ein Bayreuth des Körpers. Als Wagnerianer wollte er bei den Betrachtern der neu-olympischen Übungen einen Zustand erhabener Zerknirschung hervorrufen. Er wünschte, der Zuschauer, der die jungen schönen Athleten beobachtet, möge unmittelbar begreifen, dass es mit ihm selber nicht so weitergehen kann.

Es war dies im Grunde dasselbe Motiv, das Rilke zum Ausdruck brachte, als er einst den Louvre besuchte und danach das berühmte Gedicht «Archaischer Torso Apolls» verfasste. Rilke begegnet dem Rest eines griechischen Männerkörpers: ohne Kopf, ohne Arme, ohne Beine, ohne Geschlecht, und doch fühlt er sich von der überlegenen Vitalität dieses Kunstwerks gedemütigt. Er spürt: Selbst in diesem Fragment steckt mehr Leben, als er in seinem legasthenischen Dichtertum je zu mobilisieren imstande wäre. Er vernimmt eine Stimme aus dem Stein, die zu ihm sagt: Du musst dein Leben ändern.

Ich meine, was der Dichter hörte, ist der athletische Imperativ, der das ganze 20. Jahrhundert durchhallt. Überall, wo dieser Imperativ vernommen wird, sind wir kulturell auf der richtigen Seite, weil wir dann im griechischen Raum bleiben, in dem der Sport als eine Angelegenheit der Schönheit betrieben wird. Der römische Sport hingegen bedeutet etwas ganz anderes, er ist ein Sport des Erhabenen, des Grausamen, des Überwältigenden – das Präludium der gefährlichen Massenkultur, die auf dem Gewaltvoyeurismus beruht. Erhaben ist, was den Menschen an seine eigene Endlichkeit erinnert und was die Notwendigkeit demonstriert, angesichts einer übermächtigen Gewalt zugrunde zu gehen.

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KLANGAPPARAT

“Ein bisschen kürzen” und “rauf mit dem Rocksaum” : Juan Manuel Abrigo aka Nano! ( Jahrgang 1982 ) weiss diese minimalen Interventionen mitczz-hoerempfehlung Mass anzupassen . Als Softwareentwickler in Buenos Aires , DJ und Produzent gehen manche Stoffe durch seine gelenkigen Hände und keine Kunde wird sich durch etwaig dogmatischen Stilwillen belästigt wähnen . Seine jüngste EP Dark Trees ist - wo sonst ? - bei intoxik erschienen …. dem Net(ten) Label der konsequenten Qualität . CLICK TRACKS TO LISTEN : 01 Vibras ( 7:06 ) | 02. Flicker ( 7:11 ) | 03. Desamor ( 6:43 ) | 04. Dark Orange , gift cut ( 7:16 ) |||

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