Tag Archive for 'david-lynch'

070830 Santa Monica, CA



Cul- de- sac , Auflaufen , Ende : Das Meer ( ja : der Pazifik - jetzt liegt Japan ja so nah ! ) setzt dem Automobilisten eine unüberwindliche , bisher nicht gezogene Grenze . Und die ist so platt , dass es nicht mal fuer einen ordentlichen cliffhanger reichen wuerde . End of the story ? - Alle ein Frage der Perspektive : Gewohnt an “unendliche” Weiten , Wuesten, Maisfelduniversen …. wird’s nun recht unbequem eng . Prompt prallt die Interstate #10 in einen scharfen Rechtskurven- Tunnel direkt unter unserem Hotel - - - - hold on : auf Downtempo loaden , runterchillen , einschwenken . 90- Grad- Pirouette ( so viel e-que-stri-sche Ae-qui-li-bri-stik muss sein ) nach 4.800 Kilometern immer der Nase nach . Sollten die lonesome riders à bout de souffle angelangt sein ?

santamonica pier

Was wollte man hier noch erblicken , das On the road noch nicht erlebt worden war ? Wie schluepft der Californian- Way-of- Life aus dem Nest der Eindrücke und Traeume der acht anderen Bundesstaaten heraus ? Just another GTH- city ?

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Abgesehen davon , dass wir ungerecht sind ( Richtung Yosemite oder San Diego oder der menschenverachtenden US- mexikanischen Grenze waere ja noch einiges out there ) faellt den abreise- traurigen Augen und dem Gegen- Heimweh nur die Kulmination bislang aufgelesener Features in den trueben Sinn : Geld ( Enklaven von European Cars , Wonderbra- Real Estate > Santa Fé ) , SFX- Erlebnisgesellschaften (> Las Vegas) , Urban Sprawl + City Center Voids (> Chicago ) , “Natur”-Architekturen- Clash zwischen Mojave und Meer (> Grand Canyon > Colorado River) , homeless (> Holbrook , Springfield, MO ) , Neighbourhooding (> Springfield, IL ) .

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Beautiful people , polished surface , conspicuous consumption . Der Strand ein Zitat seiner selbst , zu weiss der Sand , unter dreissig Grad bemueht man sich nicht hierhin . - Wer sollte das denn auch : Bei einer Swimming- Pool Saettigung von Privatgrundstuecken bis 100 % … bei denen freilich , von denen man spricht . Fuer den Rest - die Touristen , die homeless , die Moms ( black ) und Nannies ( white ) auf Kinderwagenrennstrecke sowie ein paar Senior Citizens resp. : Veterans of Foreign Wars im eigenen Pavillon - gibt es die Seaside als Kulisse , die gute Lungenluft ( in Anbetracht des LA- Smogs sehr sueffig ) , ja, und ein weit ins blau hinaus reichender Pier .

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Mit Wissen und nach Willen der Behoerden duerfte sich hier eine Zone erstrecken , wo “loitering” nicht ausdruecklich forbidden ist - hier strandet man : allerdings vom Lande her .

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Entsprechend triste der abendliche Lokalaugenschein : Das Amuesemang hat Ausgang , das Riesenrad ( welches man aus fast LA sehen … wuerde , waere da nicht die beruechtigte dicke Luft aus Abgasen , Staub und Industrie ) steht still , weil kein finanzieller Arm es will , Trash vendors , Burger- Buden . Statt Glitzer und Fummel nur rummelnder Gammel am Rande der von alledem nicht weiter erschuetterten Brandung . Ob wohl noch der gesamte Sickergrubeninhalt der Hills dort ausrinnt ? - Geruecht oder urban legend , dass die Huegel eines Tages von den Faekalien total ausgeschwemmt und buchstaeblich den Bach runter gehen werden ?

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Grelles Gellen der Sonne nimmt die maroden Neons unter ihre Fittiche , Japaner im Ganesemarsch , ach nein und wirklich : Zum ersten Mal ( Ausnahme Grand Canyon ) gibt es Amerikaner im Familien“verband ” . Oder geben sich mindestens diesen Anschein . Vielleicht sind einzelne Mitglieder ja auch gemietet , Hollywood- Statisterie . Zur Not gibt es ja Gap , Diesel, SBUX- Shops in der Naehe, was den Liquors , Groceries , dreary alleys natuerlich in keiner Weise widerspricht .

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Da wird die bevorstehende Mietwagen- Rueckgabe zum fast schon dankbar aufgegriffenen Handlungsauftrag : Der Innenraum sieht aus wie nach dem Ausbruch eines Asche- Vulkans , im trunk harrt die Wiederkehr des Verdraengten in Form redutabler ( Kleidungs-? Schuh- ?) Reste , die Schlammkrusten ausserhalb beginnen geologisch zuunterst mit dem Dreck von Illinois und enden mit dem Staub des Inland Empire ( uebrigens gibt’s den Lynch- Film schon auf DVD ! ) . Tja , zur eventuellen Entnahme von Gesteinsproben zur wissenschaftlichen Auswertung ist es nun wohl zu spaet . Dafuer beschert uns der Pontiac, d. h. seine rituelle Waschung Erkenntnisse einer anderen wissenschaftlichen Disziplin - der Soziologie naemlich .

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Ganz europaeisch auf DIY eingestellt waren die Suchscheinwerfer auf CAR WASH + Selbst- Staubsauger ( vulgo auto- auto- vacuum ) gestellt . Fehlanzeige : hier nich und da nich und dort nich , das GPS wendet sich huebscheren POIs zu . Da hilft nur Eins : Mit Menschen reden . Wer weiss , wie - und hoffentlich - viele Prozente der Valet fuer die Vermittlung erhaelt : LINCOLN CAR WASH ist ein veritabler Car- Spa . - - - Kaum entsteigt der Automobilist seinem Wagen , klopft sich die buegelspitzgefalteten Hosenbeine ab ( cool wool ) und streift einen seiner Rehleder- Fahrhandschuhe von den manikuerten Fingern , stuerzen @ LINCOLN’s vier an der Zahl und behende : freundliche Suedlaender herbei .

Jeder Kunst ihre Form , jeder form ihre Wuerde : Der Lauterungsprozess hebt nicht an , bevor nicht El Chefe eine plate gut sichtbar dem Rueckspiegel appliziert : code START und rrrrummmmen zwei vac- cleaners im double- feauture , vierhaendiges Wisch- Quietschen im Interieur . Als Gentleman wird man den blue collars ( vulgo mexican T- shirts ) nicht zu nahe treten , entert sodann den cashier , welchen man als schnoeden Funktionsraum vermutet . Sie Prolet : Hier herrschen andere Gebrauche . Dezenz à la Reading Room erwartet Sie statt oelgetraenkten Lappen und Spindpornos . Weltliteratur im shelf , sozusagen eine Recamière zur Lektuere , pardon , Ma’am , den CAR WASH … den durfte ich wohl nebenan berappen … und noch ein “welcome” und noch ein “nice to have you here” und noch ein free drink und , ach ja , doch hier zu bezahlen : $ 9.90 .

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Sechs Menschen arbeiten fuer diese fee . Plus Leder- Wagen- wie- Neu- Duftspray ( Stichwort Multisensorisches Marketing , remember ? ) . Wie es laeuft , erklaert El Chefe , der eigentlich Italiano ist und trotzdem Rodriguez heisst : Ja , der italienische Clan back in Europe und wie das Geschaeftsmodell funktioniert. Carwash , das ist das eine . Mindere Guete . Besser und begehrter das sog. “detailing” . $ 5.000.- Umsatz jeden Samstag mit Aufpolieren , Glänzen, Kosmetik à $250 . Quasi die Gattin derweil drei Stunden bei der Kosmetikerin . - Aha , und in Austria gaebe es so etwas nicht ? - Da muesste man doch … , da koennte man doch ….

Waehrend kap also in Unterhandlungen mit den oesterreichischen Gewerkschaften entsandt wird , erhaelt czz das anregende Angebot , die klassen Outfits der LA- Vorzeigefirma American Apparel in Mittelosteuropa zu vertreiben -

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Wir werden es also doch noch , eines Tages : Gut , reich und schoen . Dank California .

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From Lynch to NS-Lynching



Auch Blooger heben sich mal von den Tasten weg ((( pardon, selbst die virtuelle Autorschaft ist Sklavin füsischer Notdürfte ))) und blickt man also - wiederkehrend - mit Abstand auf die mit D. Lynchs INLAND EMPIRE -Logo flimmernde Mattscheibe , schiesst sofort die Bildassoziation an das Titelbild eines filmkünstlerischen Sündenrfalls ein :::

HEIMKEHR titel

Gustav Ucickys propagandistisches Machwerk HEIMKEHR, berüchtigt nicht nur wegen seiner - sit venia verbo - “absolut krassen” antipolnischen Agenda , sondern auch wegen der Hauptrollendastellerin Paula Wessely . Letztere mit ihrer grossen Szene als eine Art Jeanne d’Arc , welche den gesunkenen Mut der von den Polen in Gitterverschläge gepferchte Gruppe deutschstämmiger Siedler stärkt mit einer inbrünstig visionären Rede von Deutschland / Heimkehr / Erlösung . Selbe Szene , selbe Familie: Ehemann Attila Hörbiger im Genre der Wahnsinnsarie . Siehe auch Gerald Trimmels Studie “Heimkehr - Strategien eines nationalsozialistischen Films” als pdf im Netz ).

HEIMKEHR Monolog der Maria im Gefängnis

HEIMKEHR : Monolog der Maria (Paula Wessely)

im polnischen Gefängnis ( Quelle : Trimmel )

Landauf, landab bekannt ist die nahezu irrwitzige Verkehrung der Verhältnisse ::: vom polnischen Mob aufwärts bis zu den Paladinen der Diplomatie und der Miliz erfährt die deutsche Minderheit genau jene Progrome , Torturen und Vernichtung , welche die Deutschen - wir schreiben 1941 - eben an den Polen vollziehen ( >>> Saul Friedländers ungeheuerliches , dabei in souveräner Klarheit gefasstes Buch über “Die Jahre der Vernichtung” ) .

Im Gegenbild zum konkreten und strukturellen Sadismus bauen sich Heimat , Reich und Führer als messianische Religio auf - - - zwei Jahre nach dem Überfall der Deutschen auf Polen. Und ::: Zu einem Zeitpunkt , da nach erfolgreichen Blitzkriegen im Westen die Sache im Osten gerade noch euphorisch ist : Beginn des Vormarsch gegen die SU am 22. 6. 1941 , Bialystok & Minsk fallen im Juli , Befehl zum Angriff auf die Ukraine (August) , Sieg bei der grösstem Kesselschlacht der Geschichte, Kiew (26. September) , Blockade Leningrads (September 41 - Januar 44) , in dieser Situation - Oktober 1941 - kommt die HEIMKEHR ins Kino und erhält desto mehr Preise , volksbildende und jugenderzieherische Prädikate , desto dramatischer der deutsche body-count an der Ostfront wird.

Film Studio Signation UFA Tonwoche s w

Die spurlose Wiedereinbindung der Wessely-Hörbigers im Nachkriegs-Film - - - man denke sich die Wessely als jüdisch-stämmige Selbstmörderin angesichts der NS-Gräuel in DER ENGEL MIT DER POSAUNE (1948) ! - - - sowie die lebenslange Burgtheater-Karriere explodierte erst mit dem Jelinek-Stück “Burgtheater” zur drastischen Debatte . Immerhin sind in das Stück erhebliche Zitate aus den speeches von HEIMKEHR eingearbeitet .

Film Studio Signation Deutsche Wochenschau

Aber zurück zur Ästhetik von Lynchs Emblem und ihrer Assoziation mit dem Titelbild von HEIMKEHR - man vergleiche beide mit den +/ - zeitgenössischen Signations der grossen US-Studios .

Film Studio Signation 20 Fox s w

Dass jene Bildfindungen auf Plakateffekt und Assoziationen von Grösse, Macht und Autorität abzielen … das werden die Semiotiker besser wissen.

Film Studio Signation UNIVERSAL 30s

Gleichwohl sei hiermit dem hypocrite lecteur der Start eines kleinen Fortsetzung-Bilder-Blogs indiziert .

Film Studio Signation UFA Filmwoche s wAber noch einmal zurück zur UFA und deren kriegszeitlichen Elaboraten . Es hat immerhin bislang noch Niemand für nötig befunden , die seit 2003 auf der internet movie database befindlichen Äusserungen eines gewissen herbert_n aus USA zu moderieren >>> will meinen , als fragwürdig zu kennzeichnen .

HEIMKEHR , sei ein:

Quote ::: “MUST-SEE movie. Maybe it will help you (if you have an open mind) see another perhaps more accurate perspective on Historical events. Paula Wessely is absolutely impressive in her performance. She definitely was not simply acting, In her final monologues she speaks as if from the heart, on what was really happening to our people back then in that area, and on the proper attitude to assume if we are to triumph against the odds. There is a lot to be learned from this film particularly today when the future of our peoples looks so bleak. In other words if we stay strong and united, at the last possible instant, salvation from our tormenters will materialize in astonishing ways. This movie can be obtained from a company here in the US. Unfortunately it is against the guidelines to disclose that information in this forum.” - Unquote .

Wenig später singt gleicher Schreiber noch das Loblied auf Volker von Collandes Durchhalte-Unterhaltungs-Schmonzette EINE KLEINE SOMMERMELODIE (1944) als einem

Quote ::: “precious document you can use to learn about what kind of world we lived in, and about how huge is what the enemy of mankind has destroyed.” - Unquote .

Lesenswert dahingegen die 2 (!) Jahre zuvor ins Netz gesetellte Bemerkung eines anderen Kommentators , gvb0907 von Falls Church, Virginia:

Quote ::: “EINE KLEINE SOMMERMELODIE came too late to serve its intended purpose as uplifting Nazi propaganda. In that sense, it is the cinematic equivalent of Hitler’s wonder weapons which never left their drawing boards.” - Unquote.

Film Studio Signation TOBIS 1Immerhin verlinkt filmportal.de diesen Tobis-Film mit der Gebrauchsanleitung von unter NS-Propaganda entstandenen Filmen , immerhin war der Streifen unter der Alliierten Militärregierung verboten , bekam mit Gründung der BRD den Freibrief und durfte ab 1948 gezeigt werden .

Dass auch er nur mit Wasser kocht , Fische fängt und sie - transzendental meditierend - zubereitet , berichtet David Lynch übrigens in der heutigen taz .

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Einhandklatschen mit David Lynch



Schon wegen seiner Länge von drei Stunden , sprach David Lynch bei der Uraufführung seines neuen Films INLAND EMPIRE” bei den Filmfestspielen von Venedig , könne das Werk gar nicht verstanden werden . Und wovon die psycho-patho-labyrintische Schose handle , vermöge selbst er selbst nicht bündig zu sagen . - - - “What is David Lynch’s Inland Empire about ?” - - - Schliesslich bekamen auch die Schauspieler nie das ganze Drehbuch zu sehen , sondern wurden je nur in Einzelszenen katapultiert >>> voilà eine pragmatische Form des Abonnements auf Verfremdung . Die Story macht auf “Film im Film” und spielt in Richtung von Wahrheit und Lüge im schauspielerischen Identitäts-Sinn … die Wikis auf Deutsch und in Englisch jedenfalls ringen beherzt um Synopsis .

DAvid Lynch Inland Empire 2

Aber wozu haben wir die Kritiker , deren venezianische Berichte schon einigen Vorgeschmack auf “das zu sehende, zu hörende” ( Friederike Mayröcker ) gaben , Anfang und Schluss seien o. k. , dafür herrsche zwischendrin Chaos ( Daniel Kothenschulte / FR ) , das Stück tauge zur Abspielung als Endlosschleife , Ein- oder Ausklinken seitens des Publikums jederzeit ( Michael lthen / FAZ ) .

Schön zusammengefasst auf der ensprechenden Seite der trefflichen film-zeit.

Aus dem deutschen Trailer zu “Inland Empire. Eine Frau in Schwierigkeiten” [!] wird man wenig schlau , sieht wirre & kirre Weiber , digital verdeht , unnscharf und in schweissig-unscharfen Close-Ups .

DAvid Lynch Inland Empire 5 Fond Cartier Subwoover-boom-boom und andere sinister suggestiv-sein sollende Sounds untermalen übrigens auch die Video-Doku , welche den Meister bei der Führung durch seine derzeitigen Ausstellung Ausstellung “The Air is on Fire” in der Fondation Cartier vorführt , brave Mädchen fragen und der Gesamtkunstwerker kommentiert höchstselbst seine art-brut-Malereien … letztere im absoluten Gegensatz zu den lupenreinen Hochglanz-Stills und sonstigen Fotografien . Dazu eine Katalog-Schwarte von 450 Seien :

Honni soit, qui mal y pense .

Was nicht die Amerikaner bereits vorgedacht haben ( etwa Dennis Lim in der NYT) , erobert sich jetzt das deutsche Fötung per Exklusiv-Interview >>>

Nach dem Auftakt des Spiegel-Gesprächs mit der Frage nach den Contents des eben verzehrten Mittagsmahles ( “Eine Gemüsesuppe und dann Lachs mit einer großartigen Sauce. Ein sehr leichtes Gericht.” ) einigermassen down to earth ausfällt , steigt das Niveau der Fragen sogleich himmerhoch in die Sphären der Esoterik , Lynch kündet vom “Kontakt “mit dem großen Feld der puren Glückseligkeit” , von Meditation und der Schönheit der Welt . Justment an diesem Punkt schnappt wenige Tage später die FAZ zu und titelt : “Sind Sie wirklich glücklich, Herr Lynch ? ” - Und wir erhalten eine weitere Lektion im Fach der higher happiness, welche , so der Filmautor , in keiner Weise mit den bösen Qualen in seinen Filmen kolliidiert :::

DAvid Lynch Inland Empire 4 Fond Cartier“Die Leute sagen natürlich, wenn du das alles so toll findest, David, wie kannst du dann solche schrecklichen Geschichten erzählen?” - “Und ? Wie kann man ?” - “Wenn man von Anfang bis Ende nur vom Glück erzählt, würde man sich zu Tode langweilen. Geschichten leben von Kontrasten. Am Ende läuft es doch darauf hinaus, dass der Künstler nicht selbst leiden muss, um Leiden zeigen zu können. Man muss das Leid verstehen und die Geschichten, die daraus entspringen. Das nennt sich atma, das Selbst, ein Ozean des reinen Bewusstseins. Es heißt, erkenne dich selbst, das ist das Feld, das ist es, wo alles herkommt, uns eingeschlossen, das ist unsere Heimat. Man ist hier und genießt es und versteht immer mehr, und man wird ganz verrückt und steht frühmorgens schon auf mit einem Kopf voller Ideen, und alles, was einen bis dahin gequält hat, hebt sich wie ein Gewicht von dir.” - “Aber Sie müssen doch immer noch diese düsteren Seiten in sich haben. Diese Frau mit dem Schraubenzieher im Bauch, das ist ja nicht etwas, was man sieht, wenn man glücklich ist.” - “Diese Gedanken machen mich glücklich, ich schwöre es Ihnen. Ich liebe diese Geschichte, ich weiß nicht, warum ich sie so sehr liebe, aber so ist es. Ich liebe, was das Kino damit macht, ich liebe den Trip, der da abgeht.”

In diesem Sinne : Viel Glück !

N. B. Kürzlich reflektierte die NYT auch über Veroperung von MULHOLLAND DRIVE durch Elfriede Jelinek und Olga Neuwirth : “Nightmare Sounds of David Lynch in Operatic Translation” .

N. N. B. Zur Entspannung jetzt aber noch Compilation der “Taubenbrüder” (The fellowship of the pigeon) , deren apart trockene Soundsczz hörempfehlung - nicht faul noch taub - zur agilen Stimulation taugen . Bei DE:Bug zu abonnieren oder direkt beim Netlabel TONI .

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