Tag Archive for 'deepindub'

donaueschinger musiktage 2008 | track three : SWR- Hörfunkdirektor Bernhard Hermann zur multimedialen Zukunft öffentlich- rechtlicher Contents



||| DIE SITUATION | DAS WORTUNGEHEUER | DIE KAMPAGNEN | DAS STATEMENT DES SWR- INTENDANTEN | LINKS | RELATED | KLANGAPPARAT

DIE SITUATION

picto_internet_copyright_zintzen_orgOnline ist kostbar . So kostbar , dass sich seit Monaten ein Grabenkampf vollzieht : Hier die öffentlich- rechtlichen Sendeanstalten mit ihren Bestrebungen , Service- und Informationsangebote auch online anzubieten . Dort die privaten Sender- und Verleger- Verbände ( VPRT | VDZ ) , denen in ihren Stammformaten Publikum und Anzeigenkunden schwinden . Spät und widerstrebend begab man sich ( oft trotz rhetorischer Beibehaltung kulturpessimistischer Anti- Internet- Thesen ) ins Netz und fand - oh Schreck ! - , dass - quel horreur ! - dort bereits gebührengestützte Konkurrenten Raum und Reklame ( -Gelder ) einnahmen . J’ accuse !

Die Debatte um eine unterstellt ungebührliche “Online- Expansion” der gebührenpflichtigen Öffentlich- Rechtlichen geht nun über Jahr und Tag , insoferne auch die EU Bedenken wegen möglicher Wettbewerbsverzerrung anmeldete .

Kurz : Bevor es wieder einmal so weit ist und die Ministerpräsidenten der Länder im Zuge ihrer Dresdener Sitzung vom 22. bis 24. Oktober erneut versuchen werden , einen Beschluss zum 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag zu finden , nutzte SWR- Hörfunkintendant Bernhard Hermann den Anlass der Rede zur Verleihung des Karl- Sczuka- Preises 2008 für einen Appell gegen das Errichten kontraproduktiver Fronten .

Ein ( mit einer entsprechenden Resolution des SWR- Rundfunkrates akkordierter ) Ruf zur Vernunft gegen die hysterisch geschürten Ängste um den Werbekuchen und eine Erinnerung daran , dass auch öffentlich- rechtliche Qualitätsangebote mit der Zeit und dem Medienwandel zu gehen haben , um nicht an realexistierenden Gebührenzahlern und zukünftigen Hörer- Generationen “vorbei” zu produzieren .

|||

DAS WORTUNGEHEUER

picto_radio_terrestrisch_copyright_zintzen_orgWer wissen will , was sich hinter dem Wortungeheuer dieses Rundfunkänderungsstaatvertrages No. 12 - recte : “Arbeitsentwurf zur Umsetzung der Zusagen gegenüber der EU- Kommission im Rahmen des EU- Beihilfeverfahrens ARD | ZDF ( Stand: 12. Juni 2008 )” - verbirgt , mag dies im betreffenden PDF- File nachlesen . Kurz gesagt , geht es darum , wie die Öffentlich- Rechtlichen ihrem definierten Auftrag gemäss netzwerken dürfen sollen und wo die Grenzen dieses Auftrages enden . Wo also , banal gesagt , einfach Geld gemacht wird . Hier sollen künftig per externer Kontrolle eventuelle Wucherungen gekappt werden .

Im Gegensatz zum VPRT sehen die Grünen in dem Staatsvertrag eine zu weitgehende Einengung der öffentlich-rechtlichen Sender. Mehrere Abgeordnete des Bundestags, des Europaparlaments sowie mehrerer Landtage forderten die Ministerpräsidenten auf, aus diesem Grund den Vertrag nicht zu beschließen. Insbesondere wenden sich die Medienpolitiker dagegen, dass ARD und ZDF bestimmte Inhalte nur sieben Tage lang ins Netz stellen dürfen. Gerade dieses unterstützt ausdrücklich der VPRT, nach dessen Vorstellungen eine Verlängerung der Sieben-Tage-Frist “grundsätzlich nicht oder allenfalls in begründeten Einzelfällen möglich sein” soll. ( dpa , 21. 10. 2008 )

|||

DIE KAMPAGNEN

picto_internet_copyright_zintzen_orgAls treibende Kraft der Frontenbildung hat sich in den vergangenen Monaten die FAZ hervorgetan : Wenig wählerisch , was die Mittel der publizistischen Kampagnenführung betrifft , kam jeder Anlass zupass , auf “Regulierung” , “Kontrolle” und “Limitierung” zu pochen . Erst gestern bot das Feuilleton eine redaktionsexterne Fachkraft auf , um die Dringlichkeit einer “Wettbewerbskontrolle” zu akzentuieren :

ARD und ZDF sollten auch außerhalb dieses Grundversorgungskerns machen können, was sie für richtig halten, allerdings unter den Bedingungen von Markt und Wettbewerb. Alle Angebote, die aus dieser eng gefassten Kernkompetenz herausfallen, dürfen nicht durch Gebühren finanziert werden. Dazu können die Anstalten kommerziell aktiv werden und auch Kooperationen mit privatwirtschaftlichen Medienunternehmen eingehen, wie WDR und WAZ das schon tun. Wichtige Voraussetzung: Diese Aktivitäten müssen geprüft und kontrolliert werden, etwa durch die Landesrechnungshöfe, um sicherzustellen, dass keine Gebührengelder verwendet werden.

Von Polemiken à la “Schafft die Gebühren ab !” über einen “Brandbrief” des Verlegerverbandes bis hin zu Vorwürfen der “Propaganda“, respektive des konzertierten “Kleinredens” öffentlich- rechtlicher Net- Aktivitäten . Die Öffentlich- Rechtlichen kontern : Die Privaten betrieben “Lobbyismus mit groben Mitteln” . Tertium non datur .

Die Tatsache , dass der deutscher Pressemarkt im dritten Quartal 2008 an Auflage verloren hat - Tageszeitungen , incl. Sonntagsausgaben & Sonntagszeitungen : minus 380.000 Stück verkaufter Auflage im Vergleich zu Quartal 2 | 2008 , minus 650.000 im Vergleich zum Quartal 3 | 2007 - , wird das Klima nicht eben sanieren .

Edit : Im Laufe des Tages legt - im pochend publizistischem Countdown zur Dresdener Konferenz - die FAZ noch zwei Scheiter “Brandrede” nach . Michael Hanfeld , unermüdlich wetternder Retter der medialen Fairness im Lande ( unser einschlägiges Artikel- Archiv reicht weit in den April ) , bespielt die Register von ganz unten - den ( wie wir aus schmerzlicher Selbsterfahrung wissen ) gekappten Rechten der für die ÖRs schöpfenden Autoren - bis ganz oben : den universalen Medien- und Datenkraken wie Google und Yahoo .

Die “freie Presse” werde von Global Playern und nationalen Subventionsselbstversorgern im “Zangengriff” bedroht : Der alarmistische Tonfall spielt dabei einer gleitenden Semantik in die Hand , welche bestrebt ist , die Begriffe von “freiem Unternehmertum” und publizistischer “freier Meinung” zu vermischen . Dass Superkonzerne wie Springer oder Burda mit am Strick der Verleger- Initiative gegen die Öffentlich- Rechtlichen ziehen ( “Münchner Erklärung” ) , wird man aus Robin- Hood- Artikeln dieser Manier sicherlich nicht erfahren .

|||

DAS STATEMENT DES SWR- INTENDANTEN

picto_radio_terrestrisch_copyright_zintzen_orgSWR- Hörfunkdirektor Bernhard Hermann : Rede zur Verleihung des Karl- Sczuka- Preises 2008 an Thomas Meinecke und David Moufang und des Karl- Sczuka- Förderpreises 2008 an Anja Utler
Donaueschinger Musiktage , 18. Oktober 2008 ( Druckfassung , Auszug )

Wenn wir nämlich die Jungen und Jüngsten nicht mehr erreichen mit unseren Programmen – und es muss ja nicht gleich das Sczuka- Preiswerk zum Einstieg sein – dann steht es schlecht um unsere Zukunft. Aber wo und wie können wir sie überhaupt erreichen ?

Wenn Sie selbst Kinder haben ( … ) dann können Sie beobachten, welche Medien diese Generation heute nutzt: Die meisten haben natürlich ein Handy und einen Computer. Nachmittags, nach der Schule, skypen die Kids mit ihren Klassenkameraden, dabei laden sie sich am PC die neuesten Songs oder Podcasts auf ihren iPod runter, stellen bei Facebook oder SchülerVZ die Fotos der letzten Klassenfahrt ein und checken nebenbei, ob bei YouTube das neue Bushido-Video schon drinsteht.

Wenn Sie das jetzt nicht alles genau mitbekommen haben, ist das nicht schlimm und sogar verständlich – denn die meisten von Ihnen sind wie ich mit den klassischen Medien – Radio, Fernsehen und Zeitung – aufgewachsen. Und diese drei spielen bei den nachwachsenden Generationen eine immer geringere Rolle. Leider gilt das für die öffentlich-rechtlichen Angebote ganz besonders. Beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen ist der Generationenabriss schon passiert, beim Radio arbeiten wir mit allen Mittel dagegen an – und sehen noch Chancen.

Denn: Wenn wir als öffentlich-rechtliche Inhalte-Anbieter bei Jugendlichen noch eine Rolle spielen wollen, dann müssen wir das geschickt anstellen und mit attraktiven Angeboten in deren junger Medienwelt dabei sein. Darum bieten unsere jungen Programme SWR3 und DASDING eigene Communities an, darum bieten wir von unseren wichtigsten Sendungen – auch von SWR2 – Podcasts an, die man zeitsouverän anhören kann – und darum erforschen wir in einem Pilotprojekt das ‘Radio der Zukunft‘, um herauszufinden, welche Inhalte und Angebote und Formate junge Menschen von uns erwarten. ( … )

Arthur Sulzberger, der Herausgeber der New York Times hat bereits vor Jahren erkannt, was die mediale Umbruchsituation für seine Zeitung bedeutet – und dies trifft auf die anderen ‘klassischen’ Medien in gleicher Weise zu: Wir folgen unseren Lesern wohin sie uns führen. Wenn sie uns gedruckt wollen, werden wir gedruckt da sein. Wenn sie uns im Netz wollen, werden wir im Netz sein. Wenn sie uns auf Handys oder zum Runterladen wollen, damit sie uns hören können, dann müssen wir auch dort sein.

Vor einem Jahr habe ich an dieser Stelle davon gesprochen, wie erfreulich es ist, dass das Bundesverfassungsgericht dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk in seinem Urteil vom September 2007 eine Entwicklungsgarantie auch in der digitalen Welt gegeben hat. Jetzt, ein Jahr später, beobachten wir mit Sorge, wie diese Garantie durch einen neuen Rundfunkänderungsstaatsvertrag schon wieder infrage gestellt, eingeschränkt und bedroht wird. Wo wollen wir hin im Netz und wo dürfen wir hin ?

Internetangebote sind für uns kein Selbstzweck und wir betreiben auch keine ‘Online-Expansion‘ – wie uns mancherorts vorgeworfen wurde und wird – wir folgen nur ganz selbstverständlich den Wünschen unserer Zielgruppen. Wir wollen im Internet keine Geschäfte machen, keine Werbung und kein Online-Business, aber wenn uns die publizistische Präsenz im Netz verwehrt oder derart eingeschränkt wird, dass sie für Nutzer nicht mehr attraktiv ist, dann würde das dem Tenor des Karlsruher Urteils wider-sprechen. Mit manchen Beschränkungen werden wir leben müssen, mit allen aber nicht. Wir werden uns überall dort zur Wehr setzen, wo unter dem Deckmantel verlegerischer Existenzsicherung im Internet letztlich ein Jahrzehnte alter Krieg wieder neu aufgelegt werden soll: der Kampf gegen das duale System im Allgemeinen – und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Besonderen.

Auch scheint mir, dass die Verleger, die unsere Internetaktivitäten einschränken wollen, ihre wahren Gegner noch gar nicht identifiziert haben: Google und Yahoo drängen immer stärker auch in den europäischen Markt ein und unterliegen keinerlei staatsvertraglicher Regulierung. In der schönen neuen Welt der Flut von ungefilterten Angeboten sind es doch vor allem die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und die Zeitungsverlage, die – bei allem verständlichen Bemühen auch um Auflage und Quote – nach wie vor Qualitätsjournalismus gegen die niveaulose Beliebigkeit stellen. Insofern müssten wir eigentlich Seite an Seite stehen und einander nicht bekriegen.

picto_internet_copyright_zintzen_org

Aber trotz aller Interneteuphorie werden die linearen, analogen Programme nach wie vor im Mittelpunkt stehen – denn mit unseren Hörfunkprogrammen erreichen wir nach wie vor täglich fast 50 Prozent der Menschen in unserem Sendegebiet. Selbstverständlich übertragen wir auch kulturelle Höhepunkte wie die Donaueschinger Musiktage live im Radio, wir produzieren nach wie vor aufwändige Hörspiele, laden Anfang November wieder zu den ARD-Hörspieltagen ins ZKM nach Karlsruhe ein und loben Preise für Hörspielkunst aus, wie den Karl- Sczuka- Preis.

|||

LINKS

|||

RELATED

|||

KLANGAPPARAT

Für stetige Qualität steht das Leib- und Magen- Netlabel broque , welches sich nach südwärts bestrebter geographischer Veränderung gleich mit einer czz-hoerempfehlung“echten” LP von Max Cavalerra sowie einer neuen Net- Release in den Senderaum zurückmeldet . Was per Podcast ( > brotcast ) längst eingetroffen ist , harrt allerdings noch der Handhabbarkeit auf der im herbstlichen Transformationsprozess befindlichen Webseite.

Während wir für die in|ad|ae|qu|ate Verströmung gerne noch auf die entsprechende Ausreifung der fruchtigen Spätlese von “Terra Australis” zuwarten , vertreiben wir Misstöne , Sturmböen und Oktoberöde mit einem akustischen Blick zurück in Sanftheit : Das “broque.de- Set” , welches vor zwei Jahren bei deepindub erschien , erweist einen nach- hall- tig feinherbperlenden Abgang - zweiundneunzig Minuten lang . CLICK LINK TO LISTEN TO STREAM ( WMP ).

|||

Send post as PDF to PDF | PDF Creator | PDF Converter

BLOG ACTION DAY 2008 : POVERTY | “Die Arbeitslosen von Marienthal”



BLOG ACTION DAY 2008 10 15

||| ARMUT | ARBEITSLOSIGKEIT | DIE ARBEITSLOSEN VON MARIENTHAL | DOKUMENTATION - PAUL NEURATH : “DIE ARBEITSLOSEN VON MARIENTHAL” - GESCHICHTE UND ERGEBNISSE EINER GRUNDLEGENDEN UNTERSUCHUNG | HINWEIS | LINKS | KLANGAPPARAT

ARMUT | ARBEITSLOSIGKEIT

Mag man über Sinn oder dessen Leere von international installierten Ge- oder Bedenk- Tagen rütteln und schütteln : Die BLOG ACTION DAY- Anregung , sich für einmal im Jahr mit gesellschaftlichen Fragen zu befassen , wird von den bisher regisrierten 9.325 Bloggern und Seitenbetreibern wohl in grösst möglicher Diversität beantwortet werden .

Das für den heutigen Donnerstag , 15. Oktober ausgegebene Thema “Armut” kommt unseren in|ad|ae|qu|aten Plänen auf halbem Wege entgegen da es doch gilt , den in der Reihe ABSCHIEDE 1938 - DIE VERNICHTUNG DES GEISTIGEN WIEN für heute angesetzten Vortrag des Soziologen Christian Fleck anzukündigen : “Wie viel Arbeit brauchen Menschen ? - Marie Jahoda und das Denken über Arbeit und Arbeitslosigkeit

|||

DIE ARBEITSLOSEN VON MARIENTHAL

marienthalUntrennbar mit dem Namen der grossen Sozialpsychologin und dem Begriff der Arbeitslosigkeit verknüpft ist natürlich jene bahnbrechende Studie über “Die Arbeitslosen von Marienthal” , die Marie Jahoda zusammen mit Paul Felix Lazarsfeld und Hans Zeisel von November 1931 bis Mai 1932 in jener niederösterreichischen Arbeiterkolonie ( Gramatneusiedl , Reisenberg ) durchführten , wo mit der Schliessung der Textilfabrik 1929/30 etwa 50 % der Bevölkerung arbeitslos und etwa 75 % der Familien von Arbeitslosigkeit betroffen waren . Damit brach den Arbeiterfamilien nicht nur die ökomischen Grundlagen zur Lebenshaltung weg , sondern allmählich auch soziale und psychische Gewissheiten .

Die Folgen des radikalen Umwertung der Werte “Geld” ( Mangel ) und “Zeit” ( Überfluss ) konnten bis zur totalen Apathie führen . All dies belegt eine reichhaltiges Web- Portal des “Archivs für die Geschichte der Soziologie” ( Uni Graz ) mit 11.900 Dateien und 91.000 Hyperlinks sowie neue “facts anf findings” in Reinhard Müllers im Studienverlag erschienem Buch : “Marienthal : Das Dorf - Die Arbeitslosen - Die Studie” ) .

Einen der zeit- und denknächsten Texte über die Studie , deren Methoden und Resultate haben wir mit einem Vortrag des Soziologen Paul Neurath - ( 1911 - 2001 ) , Sohn des Sozioalphilosophen und ISOTYPE- Bildstatistikers , Otto Neurath - gefunden . Statt mühselig zu paraphrasieren , was andere besser zu sagen verstanden , wollen wir Auszüge aus Neuraths Rede an dieser Stelle dokumentieren .

|||

DOKUMENTATION | PAUL NEURATH : “DIE ARBEITSLOSEN VON MARIENTHAL” - GESCHICHTE UND ERGEBNISSE EINER GRUNDLEGENDEN UNTERSUCHUNG - Vortrag auf der Alfred Dallinger Tagung des Instituts für Arbeiterbildung in Marienthal am 10. April 1991

1. EINLEITUNG
Marienthal 1933Es ist ein merkwürdiges Erlebnis für einen Soziologen, über eines der klassischen Werke der modernen Soziologie, “Die Arbeitslosen von Marienthal”, von Lazarsfeld, Jahoda und Zeisel, hier in Marienthal selbst zu sprechen, wo das Werk vor genau 60 Jahren entstanden ist. ( … )

Und in Marienthal war die Situation noch viel ärger. Hier war - ich folge hier der Darstellung im Buch - 1830 eine Flachsspinnerei gegründet worden, der innerhalb weniger Jahrzehnte andere Abteilungen angegliedert wurden, bis sie zu einer der grössten Textilfabriken der alten Österreichisch-Ungarischen Monarchie wurde, mit auf dem Höhepunkt bis zu 1200 Arbeitern. Aber, als die Fabrik mit dem Zusammenbruch der Monarchie den grössten Teil ihrer Absatzgebiete in Ungarn und auf dem Balkan verlor, musste der Betrieb stark eingeschränkt werden. 1926 wurde die halbe Belegschaft entlassen und im Frühjahr 1929, noch ein gutes halbes Jahr vor dem Beginn der grossen Weltwirtschaftskrise, wurde der ganze Betrieb stillgelegt, die Turbinen verkauft, ganze Hallen niedergerissen - und damit praktisch der ganze Ort arbeitslos. Da aber wenige Monate darauf die Arbeitslosigkeit auch in Wien und in der ganzen Umgebung einsetzte, gab es für die Marienthaler auch keine anderen Ausweichmöglichkeiten mehr - sie blieben permanent arbeitslos.

|||

2. DIE UNTERSUCHUNG
Marienthal 1933Aber nun zur Arbeit selbst: Damals wurde natürlich viel über Arbeitslosigkeit geschrieben, aber zumeist über die Auswirkungen auf die Wirtschaft oder über das Schicksal der einzelnen Arbeitslosen und ihrer Familien. Den Autoren von “Marienthal” aber ging es eigentlich um etwas anderes. Was sie in der Einleitung betonten:

Vor allem ist unser Untersuchungsgegenstand das arbeitslose Dorf und nicht der einzelne Arbeitslose. ( Jahoda , Lazarsfeld & Zeisel , 25 )

Für diese Art der Untersuchung gab es damals noch kaum irgendwelche Vorbilder. Zwar gab es bereits die grossen Untersuchungen über die Armut in England um die Jahrhundertwende; aber die waren darauf ausgerichtet das blosse Ausmass der Armut selbst aufzuzeigen, um das Parlament zu veranlassen, die Armengesetzgebung zu reformieren. Ebenso gab es schon die ersten amerikanischen Community Surveys, wie z.B. eine über die elenden Arbeits- und Lebensbedingungen der Stahlarbeiter in Pittsburg, aber die waren auch mehr darauf ausgerichtet, die Mitbürger über die schlimmen Zustände zu informieren, damit sie ihrerseits die lokalen Legislaturen zu Reformen veranlassen mochten. ( … )

Ganz am Anfang hatten sie zu entscheiden, wie sie sich selbst den Marienthalern präsentieren würden, von denen sie ja sehr vieles, oft sehr persönliches über ihr Leben erfahren wollten. Die hätten aber kaum Verständnis dafür aufgebracht, wenn da ein paar Wiener Wissenschaftler dahergekommen wären, um sie zu beobachten, wie etwa ein Naturwissenschaftler Mikroben unter dem Mikroskop beobachtet. Es hätte ihnen auch selbst widerstrebt, Menschen in dieser Art als Forschungsobjekte zu betrachten. Wie sie selbst schrieben:

Es war unser durchgängig eingehaltener Standpunkt, dass kein einziger unserer Mitarbeiter in der Rolle des Reporters und Beobachters in Marienthal sein durfte, sondern dass sich jeder durch irgendeine auch für die Bevölkerung nützliche Funktion in das Gesamtleben natürlich einzufügen hatte. ( Jahoda etc , 28 )

Andererseits aber mussten sie nicht nur im Interesse der Wissenschaft strengste Objektivität bewahren, sondern auch, weil sie sich dessen bewusst waren, dass ihr Bericht, auch wenn er noch so objektiv und wissenschaftlich geschrieben war, letztlich auch eine Art von politischem Dynamit werden konnte. ( … ) Dazu auch wieder die Autoren selbst:

Verknüpft wurden die Einzelergebnisse nach Gesichtspunkten, die letzten Endes von dem Gesamteindruck bestimmt sind, den wir während unseres Aufenthaltes in Marienthal gewonnen haben. Aber das subjektive Moment, das jeder Beschreibung eines sozialen Tatbestandes anhaftet, haben wir auf ein Minimum zu reduzieren gesucht, indem wir alle Impressionen wieder verwarfen, für die wir keine zahlenmässigen Belege finden konnten. ( Jahoda etc , 25 )

Für den persönlichen Kontakt mit den Marienthalern und damit, wie sie oben sagten, keiner von ihnen nur als Beobachter dort auftreten konnte, veranstalteten sie z.B. eine grosse Kleideraktion mit Kleidern, Schuhen, Mänteln, usw., die sie in Wien sammelten, dabei besonders viel für die Kinder; hielten ärztliche Sprechstunden ab und ärztliche Reihenuntersuchungen aller Kinder; machten einen Schnittmusterkurs für Frauen, damit diese z.B. aus den nicht mehr brauchbaren Kleidungsstücken der Eltern noch welche für die Kinder zurechtschneidern konnten; einen Turnkurs für Mädchen; eine Erziehungsberatung für Mütter, mit denen sie bei der Gelegenheit auch deren eigene Probleme beraten konnten und noch vieles andere. Eine ihrer Mitarbeiterinnen, Dr. Lotte Danzinger, lebte sechs Wochen lang in Marienthal und leitete dort die Kleideraktion und vieles andere.

Selbstverständlich sammelte sie alles, was es an öffentlichen und privaten Daten über den Ort gab. Neben den Daten über die Bevölkerung und den amtlichen Daten über Arbeitslosen- und Notstandsunterstützung usw., Zahlen über den Umsatz beim Konsumverein, beim Wirt, beim Fleischhauer; Mitgliedschaften bei den politischen und unpolitischen Vereinen, die Zahl der Entlehnungen aus der Leihbibliothek, usw. usw.

Dazu kamen sehr detaillierte Aufzeichnungen, die einzelne Marienthaler für sie machten, wie z.B. genaue Haushaltsbudgets und Aufzeichnungen darüber, was sie zu den einzelnen Mahlzeiten gegessen hatten; oder Zeitverwendungsbögen, in denen sie jeweils durch ein paar Tage eintrugen, was sie in jeder Stunde des Tages gemacht hatten; Aufzeichnungen eines Lehrers darüber, was die Kinder zum Gabelfrühstück mit hatten; dazu ausführliche Aufzeichnungen über ihre eigenen Gespräche mit den Marienthalern; Schulaufsätze; die Ergebnisse der ärztlichen Untersuchungen, und vieles anderer.

|||

3. EINZELNE ERGEBNISSE
Marienthal 1933Und nun zu den wichtigsten Ergebnissen. Dabei werde ich weniger von jenen Dingen sprechen, die Sie sich noch am ehesten selbst ausmalen können: dass die Menschen schlecht ernährt waren; dass einmal Verbrauchtes, wie Kleider und Schuhe, nicht mehr nachgeschafft werden konnten, sodass z.B. oft Kinder bei schlechtem Wetter nicht in die Schule gehen konnten, weil sie keine Schuhe mehr hatten, usw. und mich mehr mit jenen Ergebnissen befassen, die nicht unmittelbar sichtbar sind und gelegentlich allgemeinen Vorstellungen zuwiderlaufen.

So beginnt etwa das Kapitel “Die Zeit” wie folgt: “Wer weiss, mit welcher Zähigkeit die Arbeiterschaft seit den Anfängen ihrer Organisation um die Verlängerung der Freizeit kämpft, der könnte meinen, dass in allem Elend der Arbeitslosigkeit die unbegrenzte freie Zeit für den Menschen doch ein Gewinn sei.

Aber bei näherem Zusehen erweist sich diese Freiheit als tragisches Geschenk. Losgelöst von ihrer Arbeit und ohne Kontakt mit der Aussenwelt, haben die Arbeiter die materiellen und moralischen Möglichkeiten eingebüsst, die Zeit zu verwenden. ( Jahoda etc , 83 )

Es ist eine der berühmtesten Stellen in dem Buch, wie sie das dokumentierten. Zum einen beobachteten sie, mit der Uhr in der Hand, die Geschwindigkeit, mit der die Menschen die vom Fenster aus übersehbare 300 m lange Dorfstrasse entlang gingen und wie oft sie dabei zu längeren Gesprächen stehen blieben.

Es zeigte sich, dass die Frauen im Durchschnitt etwa 1 1/2 mal so rasch gingen und nur halb so oft zu längeren Gesprächen stehen blieben wie die Männer. Weil eben die Frauen, zum Unterschied von den meisten Männern, immer noch eine Menge sinnvoller Tätigkeiten zu verrichten hatten. Vor allem so etwas wie drei Mahlzeiten, und wenn das nicht mehr ging, wenigstens zwei Mahlzeiten am Tag auf den Tisch zu stellen, alle möglichen Hausarbeiten zu verrichten Kleider und Wäsche, so gut es ging, zusammenflicken, usw. Auf die Strasse gehen bedeutete darum für Frauen zumeist irgendeine Besorgung machen, wie z.B. eine Kleinigkeit zum Essen beim Kaufmann besorgen gehen - Vorratswirtschaft gab es ja schon lange nicht mehr; oder die Kinder in die Schule bringen, usw. Während für die Männer “auf der Strasse sein” zumeist nur mehr bedeutete, nicht allein zu Hause zu sitzen, sondern allein oder mit anderen auf der Strasse herumzustehen oder spazieren zu gehen, nur um die Zeit totzuschlagen.

Zum anderen aber waren es die Zeitverwendungsbögen. So heisst es etwa bei einem: 9-10 zu Hause gewesen; 10-11 an der Ecke des Hauses gestanden; 11-12 gegessen; 12-1 geschlafen; 1-3 nach der Fischa spazieren; 3-4 bin zum Treer gegangen; (Anmerkung der Autoren: der Kaufmann Treer ist 300 Schritte weit weg); 4-5 um Milch gegangen; usw. oder bei einem anderen die inzwischen berühmt gewordene Eintragung: “10-11 einstweilen wird es Mittag”; 11-12 (Leer); 12-1 1 Uhr wird gegessen, da die Kinder erst aus der Schule kommen, usw. ( Jahoda etc , 84 f ).

Nachdem sie alle diese Eintragungen in den verschiedenen Zeitverwendungsbögen sorgfältig in einer Tabelle zusammenfassten, stellten die Autoren lapidar fest:

Das Nichtstun beherrscht den Tag: Kleine Beschäftigungen wie mit dem Radio oder Basteln machen kaum 2 % der Zeit aus. ( Jahoda etc , 88 )

Um festzustellen, dass langdauernde Not die Menschen zermürbt, dazu hätte es weiter keiner sorgfältigen Untersuchung bedurft. Auch nicht um festzustellen, dass nicht alle Menschen auf die gleiche Notlage gleich reagieren - die einen halten länger durch und bleiben womöglich noch durch lange Zeit optimistisch, während andere früher aufgeben und verzweifeln. Die Autoren waren aber nicht so sehr daran interessiert, zu untersuchen, wie sehr Unterschiede in der Haltung allenfalls von Unterschieden in den Persönlichkeiten der Einzelnen bestimmt wurden, sondern daran, wie offenbar Unterschiede in der Haltung weitgehend durch ja immer noch bestehende Unterschiede im Einkommen bestimmt wurden - sofern man Arbeitslosen- bzw. Notstandsunterstützung noch als “Einkommen” bezeichnen kann.

Dazu zunächst einige Übersichtszahlen:

Marienthal 1933Marienthal hatte damals, im Herbst 1931, als die Untersuchung begann, knapp unter 1500 (1461) Einwohner in knapp unter 500 (478) Familien, von denen 93 noch mindestens ein Familienmitglied in Arbeit hatten, - etwa die Hälfte davon (56) in Orten der Umgebung, 15 in Wien und 22 im Ort selbst, darunter der Bürgermeister, der Gemeindesekretär, 3 Gendarmen, der Fleischhauer, der Wirt, 6 Mann bei Aufräumungsarbeiten in der Fabrik und ein paar andere; 18, zumeist ehemalige Eisenbahner, lebten von Abfertigungen oder Pensionen. Alle anderen, 367 von 478 Familien, waren total arbeitslos. Die meisten bezogen noch Arbeislosen- oder Notstandsunterstützung. 9 Familien waren entweder schon total ausgesteuert oder hatten überhaupt keinen Anspruch auf Unterstützung. Wovon sie lebten? Der Bericht sagt lakonisch “vom Betteln und Stehlen”. Der nachstehende Absatz mag eine Andeutung von der Situation geben:

Selbst die Behörden versuchen in Marienthal nicht mehr, den Schein aufrecht zu erhalten, als ob man von der Unterstützung, die man bekommt, oder sogar nicht bekommt, leben könnte. Wenn Katzen und Hunde verschwinden, fällt es den Besitzern gar nicht mehr ein, eine Anzeige zu erstatten. Man weiss, dass sie von irgend jemandem gegessen wurden und forscht nicht nach den Namen…selbst bei kleinen Kohlendiebstählen auf der Bahn drückt man beide Augen zu … ( Jahoda etc , 41f )

Nach einer im Buch sehr detailliert beschriebenen Skala teilten die Autoren die insgesamt 478 Marienthaler Familien ein, in etwa 1/4 (112), die noch “ungebrochen” waren, etwa 2/3 (330), die “resigniert” und 11, die “verzweifelt” und 25, die bereits völlig “apathisch” waren.

Zum Vergleich nach dem Einkommen berücksichtigten sie, dass Männer im Durchschnitt etwas mehr verbrauchen als Frau und Kinder und berechneten das “Einkommen” nicht einfach pro Kopf, sondern pro Verbrauchseinheit pro Monat. Und zwar stellten sie für einen Mann 1.0 Verbrauchseinheit, für eine Frau 0.8, für Jugendliche zwischen 14 und 21 ebenfalls 0.8 und für Kinder unter 14 Jahren 0.6 Verbrauchseinheiten in Rechnung.

Zum besseren Verständnis für die nachfolgenden Angaben über das Einkommen sei festgehalten: Um 1 S bekam man damals etwa 1 1/2 kg Mehl, oder 1 kg Malzkaffe, oder 2 kg getrocknete Bohnen, oder 1/2 kg Pferdefleisch oder 2 1/2 Liter Milch, usw. Die Mieten in den Werkswohnungen rangierten von 3 S pro Monat für Vorraum und Zimmer bis zu 7 S für ZimmerKüche-Kabinett. Arbeitslose zahlten für Wohnungen von 4 S aufwärts um 1 S weniger.

Es zeigte sich: “Ungebrochene” Familien hatten im Durchschnitt 34 S pro Verbrauchseinheit pro Monat zur Verfügung; “resignierte” hatten 30 S, die “Verzweifelten” hatten nur mehr 25 und die “apathischen” Familien hatten gar nur mehr 19 S pro Verbrauchseinheit pro Monat. Wozu der Bericht bemerkt:

Die Bedeutung dieser Tabelle liegt nun nicht bloss darin, dass sie einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Stimmungslage und ökonomischer Lage im Durchschnitt ergibt. Sie lässt auch abschätzen, von welchen Gelddifferenzen die Haltung bereits beeinflusst wird, an welcher Stelle das subjektive Gefühl der Erträglichkeit aufhört… Schon eine Differenz von monatlich 5 S heisst, nur mehr mit Saccharin kochen können, oder doch noch Zucker verwenden; die Schuhe in Reparatur geben können oder die Kinder zu Hause lassen müssen, weil sie nichts mehr an den Füssen haben; heisst, sich gelegentlich eine Zigarette um 3g leisten können, oder immer nur Stummel auf der Strasse aufklauben; 5 S mehr oder weniger, das bedeutet die Zugehörigkeit zu einer anderen Lebensform. ( Jahoda etc , 96 )

Darüber hinaus mag das aber auch als eine wesentlich allgemeinere, auch heute noch gültige Erkenntnis der Marienthaler Studie anzusehen sein: da Arbeitslosenunterstützungen überall nur durch eine bestimmte, gesetzlich festgelegte Zeit ausbezahlt werden - manchmal mit in bestimmten, ebenfalls gesetzlich festgelegten Zeitabschnitten erfolgenden Kürzungen, ist anzunehmen, dass mit fortschreitender Verschlechterung ihrer Lage, wenn nicht alle, so doch die meisten Betroffenen, die einen langsamer, die anderen rascher, die oben beschriebenen Stadien durchlaufen dürften: von anfänglich noch “ungebrochen” zu “resigniert” und schliesslich zu “verzweifelt” oder “apathisch”. ( more , pdf )

|||

HINWEIS

|||

LINKS

|||

KLANGAPPARAT

Reichlich über Seinsweisen von “Zeit” zu denken geben die liquiden Minimalkompositionen des St. Peterburgers waveform : Die sechs Tracks des czz-hoerempfehlungMinialbums “Soul Flight” ( deepindub ) benehmen sich garantiert nicht narrativ oder schicken sich in ein amientes Illustrieren . Ein flacher Fächer von Akkorden , geprenkelt von mehr oder weniger als solchen kenntlichen Perkussions- Elementen . Ein Sound , gerade noch am Rande der tabula rasa , aber fraglos nicht arm im Geiste . CLICK LINK TO LISTEN TO STREAM ( WMP ) .

|||

Send post as PDF to PDF | PDF Creator | PDF Converter

Trauerarbeit - entr’acte am DortOrt



||| WORTORT DORT | KLANGAPPARAT

WORTORT DORT

Ein wunderlicher Traum- und Trauerraum findet sich im literarischen Blog der Kryptogeographin Ursula T. Rossel Escalante Sánchez ( Notizen aus Kangerlussuaq - Das Postamt , der Atlas , die Seekarten ) .

Firma_Ingenius_copyright_Christiane_Zintzen ( czz )

Wir wollen uns in|ad|ae|qu|at auf ein Kurzes hier niederlassen und am Ende die Federboa doch ein wenig lächeln sehen :

Der Stundenansatz des Jammerjägers liegt jenseits meiner Unmöglichkeiten. So sieht es aus in meinen zwei Kummern: es wackeln Getisch und Gestühl. Der Fauteuil lässt die Ohren hängen. Keine Schränke; nur begehbare Fehler und alles Ungebügelte und ein Karton, in dem ein Gespenst wohnt, von dem ich den Kindern nichts erzählen darf, weil sich ihre Eltern sonst fürchten. Ein Wasserbett, das keine Tränen mehr hat, daneben ein Wachtisch, der in Habachtstellung jede Nacht ein bisschen weiter einknickt. Zahnlose Reihen verblauter Bände auf durchhängenden Irregalen . ( setzt fort … )

|||

KLANGAPPARAT

Durch sonderbar verlorene Hall- und Schallräume geleitet DJ Maurizio ( MySpace ) mit seinem taktvoll abschattierten 143- Minuten- Mix czz-hoerempfehlungMasters Of Dub Techno” ( deepindub ) . Man lasse sich durch die stets etwas brachial krachende Vokabel “Techno” nicht davon abhalten , sich diesem Cicerone | Charon , seinem trunkenem Schiff und dem panoramatischen Schwappen des Dub anzuvertrauen . CLICK LINKS TO SEE PLAYLIST AND TO LISTEN TO STREAM ( WMP ) .

|||

Send post as PDF to PDF | PDF Creator | PDF Converter

vienna demolition IV : a story in pictures



||| ALLGEMEINE KRANKENLAGE ( R ) | 100 JAHRE CLUSTER | INVESTOR’S CHOICE | ZU GRUND | KLANGAPPARAT

vienna demolition_copyright_christiane zintzen

ALLGEMEINE KRANKENLAGE ( R )

Ortstermin heute : Ein Steinwurf nordwestlich des Wiener Allgemeinen Krankenhauses . Ab 1902 von südlicher Richtung ( Spitalgasse : 1. & 2. Frauenklinik ) her errichtet , sollte dieses “Neue” AKH den zu eng gewordenen Josephinischen Bau an der Alser Strasse ersetzen . Der ursprüngliche Generalplan des frühen 20. Jahrhunderts sah eine vollständige “PavillonR