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Brodelnde Blog- Bubble : Deutschland , ein Sommermärchen



||| SAME PROCEDURE AS EVERY … | DIE BETA- BLOGGER - EIN HISTORISCHES DRAMA | SYNOPSIS | LETZTE FRAGE - LETZE ANTWORT | KLANGAPPARAT

SAME PROCEDURE AS EVERY …

czz blog bubble Es kam , wie es kommen musste : Der Berg kreisste und gebar eine Laus , designt und designiert dazu , möglichst Vielen über die Leber zu laufen . In schöner Regelmässigkeit sichern sich Mainstream- Medien wie die FAZ , die SZ oder “DER SPIEGEL” Tausende erboste Klicks auf ihre Internet- Seiten , indem sie ein paar Flocken des Zaubermittels “Beleidigung” in den Tümpel der Blogosphäre streuen . Prompt erfolgt unisono der Chor der brüskierten Blogger , dicht gefolgt vom Diskant Derer , die es immer schon gewusst haben wollen .

Da dies ungefähr alle Vierteljahre einmal geschieht , ist der Ablauf solcher “Debatten” hinlänglich bekannt . Gleichwohl werden anhand des allgemeinen Rührens im diesmal vorzüglich dünnen Süppchen des “SPIEGEL” die Mechanismen der Aufmerksamkeitsökonomie selbst sogenannt “etablierter” Medien wünschenswert transparent . Desgleichen erklingt als bedenkenswertes Leitmotiv der Ausdruck eines allgemeiner werdenden Unbehagens an jenen Charts und Rankings an , welche - die Verlinkungsdichte registrierend - die “Alpha-” ( sprich Gross- ) Blogger von den “Beta”- Existenzen scheiden . Einen guten Überblick über die “Deutschen Blogcharts” und Konsorten gibt Oliver Gassner in “Telepolis” : Blogs lesen statt Blogs hauen .

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DIE BETA- BLOGGER - EIN HISTORISCHES DRAMA

czz blog bubbleRegieanweisung : Zitierte Blogs und Namen erscheinen in diesem Kontext als Positionen wurden in keiner Weise dazu aufgeführt , die sich dahinter befindlichen Personen zu desavouieren . Zu lesen und zu betrachten als angewandte Einführung in die Typen und Thesen deutscher Blog- Debatten .

Diesmal war es - und wir behandeln hier mit bewusstem Verzug ein in Wochenfrist bereits historisch gewordenes Drama - “DER SPIEGEL” , welcher den ersten Stein warf . Mitten ins Sommerloch und so begann sofort zu brodeln im Blogger- Biotop . - - - Same procedure as every …

DER SPIEGEL , 20. 7. | SpOn , 21. 7. : Die Beta- Blogger

Deutsche Online-Schreiber haben ein Problem entdeckt: sich selbst. Im Vergleich zu ihren US-Kollegen fehlt es ihnen an Macht und Bedeutung, um die öffentliche Debatte mitzubestimmen. Die meisten sind unpolitisch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell.

( … ) Schätzungsweise 500.000 deutschsprachige Blogs gibt es. Die meisten sind sanft entschlafene Karteileichen. Rund 200.000 sind aktiv. Das klingt nach viel. Doch global gesehen sind die Deutschen Blog-Muffel. Nur etwa jeder fünfte Deutsche liest sie überhaupt jemals. In den USA und Japan ist es jeder Dritte. In Südkorea und den Niederlanden tun es 40 Prozent der Bevölkerung. (… ) Politische Blogs sind in Deutschland so gut wie nicht vorhanden. Als sich der US-Journalist Sean Sinico während des Bundestagswahlkampfes 2005 in der deutschen Blogosphäre umtat, war sein Urteil vernichtend. Was er sah, waren für ihn “baby steps”. An dem Befund hat sich nicht viel geändert - glaubt man in der Szene selbst.

Die Welt ist Scheisse ( Achim Meißner ) , 20. 7. : Blogs funktionieren nicht, weil …

Irgendwie ist mein Interesse für die Frage “Funktioniere ich bzw. als Blogger” nicht wirklich vorhanden. Die Deutsche Blogosphäre ist die Verlinkungsphäre einer Linkliste, die sowas von typisch Deutsch ist, dass man durchaus müde drüber lächeln muss. Die “Deutschen Blogcharts” als Messinstrument der Relevanz von Blogs zu verwenden, ist, ja, hm, schlicht lächerlich. Aus dieser Kleingeisteratmosphäre entwickelte sich dann wohl auch die Aufteilung der Blogs in A, B und C-Blogger. Das ist sowas von Vereinsmeierei, köstlich. Es fehlt nur noch der Deutsche Blograt e.V., dann wäre das groteske Dutzend sicherlich voll.

Warum funktioniert hier in Deutschland dennoch die Blogosphäre nicht? In anderen Ländern gibt es ja auch eine funktionierende, also geldverdienende, Bloglandschaft? Allein schon die Annahme, etwas funktioniert nur dann, wenn Geld verdient wird, lässt tief blicken. Geld, Geld, Geld, ist ja der Gradmesser des Menschsein schlechthin. ( …) Das Geplapper der sog. A-Blogger wird mit 100% Sicherheit garantiert nicht zu so hohen Verlinkungszahlen führen, wie diese Charts es vermuten lassen. Konsequenter Weise kann man sogar davon ausgehen, dass 99% der Listen-A-Blogs mit gefakten Verlinkungen arbeiten. Man hat ja was zu verlieren…tss…

F!XMBR ( Christian Sickendieck ) , 20. 7. : Ich muss mich vielleicht korrigieren - Blogs scheinen doch zu funktionieren

[ Vorspiel mit Blick auf ein unmittelbar vorangegangenes Debattentheater : Warum Blogs in Deutschland nicht funktionieren , 18. 7. - Eine Replik auf des Don Dahlmanns ( seines Zeichens WELT- Blogger , Ex- Edelfeder des eben unsanft in die ewigen Jagdgründe eingegangenen "Literatur"- Design- Magazinchens "mindestenshaltbar" u. v. a. m. ) Klage über die Impotenz deutscher Blogs sowohl hinsichtlich des politischen Impacts als auch der Monetarisierung ]

Der SPIEGEL hat panische Angst, panische Angst vor Bloggern. Und das nicht zu Unrecht. ( … ) Der Artikel der SPIEGEL-Redakteure Markus Brauck, Frank Hornig und Isabell Hülsen zeigt den SPIEGEL der heutigen Zeit. Lächerlich, es wird Meinungsmache betrieben. Journalisten, die zufällig eine Weblogsoftware aufgesetzt haben - Niggemeier und Broder - müssen dafür herhalten, um zu zeigen, was für ein Niveau auf deutschen Blogs herrscht. ( … ) Die sogenannten Journalisten beweisen mit großen Enthusiasmus warum Journalismus in Deutschland nicht mehr funktioniert. ( …. ) Ich stell mir wirklich die Frage, ob Blogs nicht doch funktionieren. Wenn diese panische Artikel im SPIEGEL erscheint, scheinen Blogs doch wahrgenommen zu werden. Der Spiegelfechter wird als große Gefahr angesehen. Und - er zeigt die wahre Qualität des heutigen Journalismus. Erbärmlich.

czz blog bubbleDer Spiegelfechter ( Jens Berger ) , 21. 7. : Beta- Journalisten und Beta- Blogger

Der SPIEGEL hat in seiner jüngsten Print-Ausgabe ein “neues“ Phänomen entdeckt – Deutschlands Politblogger, international nur Zweite Liga und “unpolitsch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell.“ Aber immerhin doch so unwichtig, dass man ihnen drei Seiten widmen muss, denn die gefühlte Bedrohung durch den Bürgerjournalismus ist eine Entwicklung, die den deutschen Beta-Journalisten in seinem Selbstverständnis berührt. ( … )

Die deutsche Politblogszene steckt noch in den Kinderschuhen, aber auch Kinder entwachsen irgendwann ihren Schuhen. Während die „klassischen Medien“ vor zwanzig Jahren noch eine große Glaubwürdigkeit beim Leser genossen, so gehört dies mittlerweile der Geschichte an. Seit seiner neoliberalen Wende ist der SPIEGEL bei wirtschaftspolitischen Themen in etwa so glaubwürdig, wie die Apothekenumschau bei Gesundheitsthemen. Wenn man seine eigenen Fehler sieht, kann man sie abschalten – das Problem an den “Mainstreammedien“ ist allerdings, dass sie ihre eigenen Fehler nicht sehen und Kritik als “Freaktum“ abtun. In einem Gespräch über dieses Thema sagte Michael Rutz – Chefredakteur beim “Rheinischen Merkur“ – dem Autor, sein Blatt kommentiere aktuelle Themen stets objektiv. Im journalistischen Kontext ist ein Kommentar allerdings per Definition “die persönliche Meinung des Autors“ und kann bestenfalls zu einem “objektiven“ Bild beim Leser beitragen, aber nie selbst “objektiv“ sein. Diese “unfreiwillige“ Offenbarung des Selbstbildnisses des deutschen Journalismus, illustriert die Kernaufgabe von Blogs.

Indiskretion Ehrensache ( Thomas Knüwer ) , 22. 7. : Der erschreckende Misserfolg von Spiegel Online

Es wird Zeit für eine Rechnung. 89.1 Millionen Besucher hatte Spiegel Online laut der Messung der IVW im Juni. Damit ist die Seite Marktführer unter den Nachrichten-Angeboten im deutschen Internet. Ein Blick in das Impressum zeigt, wie hoch der personelle Aufwand ist, um diese Position zu erreichen. So ich richtig gezählt habe, schreiben für Spiegel Online 87 feste journalistische Kräfte sowie 28 freie Autoren. Hinzu kommen zehn graphische und technische Kräfte. 125 Spiegelonlineraner, also. Das macht pro Mitarbeiter eine monatliche Besucherzahl von rund 712.800, was pro Tag 23.760 macht. Allerdings: Nicht eingerechnet ist dabei die Print-Redaktion des “Spiegel” als Inhaltelieferant.

Das klingt nach viel, ist aber erschreckend wenig. ( … ) Noch dramatischer fällt der Vergleich mit Jens Matheuszik, dem Pottblogger aus. Mit einer Stunde Arbeit pro Tag bringt er es auf 2000 Besucher. Macht 60.000 Besucher monatlich mit einem Arbeitseinsatz von 30 Stunden. Wäre Matheuszik Spiegel-Online-Mitarbeiter, würde er mehr Leser erreichen als seine Kollegen.

Auch der Blick in die USA macht deutlich, wie wenig Gewicht Spiegel Online hat. Das monothematisch auf Wirtschaft aufgebaute Angebot des “Wall Street Journal” erreichte im Juni doppelt so viele Leser wie Spiegel Online. Und: Die rund drei Millionen Besucher täglich bedeuten, dass nicht einmal vier Prozent der Deutschen die führenden Nachrichten-Seite des Landes täglich nutzen.

medienlese ( Klaus Jarchow ) , 23. 7. : Es ist doch zu albern !

Da verfasst ein missgelauntes Spiegel-Trio ein dreiseitiges Elaborat über die Armutsästhetik in den klapprigen Fischerhütten “deutscher Online-Schreiber”, vergleicht ihr proletarisches Ambiente mit den blankpolierten Glaspalästen deutscher Offline-Schreiber, aber auch mit den inkommensurablen Wolkenkratzern amerikanischer Spitzenblogger. Das Trio der Spiegleins stellt uns dann sogar einige dieser darbenden ‘Blogger’ in persona vor, die natürlich genau das nicht können sollen, was die professionellen Mitglieder der Journalistenzunft täglich so akkurat beherrschen - und am Ende erweist es sich, dass sämtliche Beteiligte in diesem redaktionellen Kasperltheater allesamt auch wiederum nur Journalisten gewesen sind.

Regieanweisung : Während sich die Debatte in Hunderten Kommentaren und Abschriften weiterspinnt , senkt sich langsam der Vorhang .

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SYNOPSIS

czz blog bubbleDass “Blog” nicht gleich “Blog” ist , dürfte gerade auf dieser in|ad|ae|qu|aten “Beta”- Seite hiermit hinreichend demonstriert worden sein . Dessenungeachtet zitierten wir als zusammenfassende Handreichung die kleine Blog- Typologie , die der schon erwähnte Oliver Gassner in “Telepolis” zusammengetragen hat . ( Wobei wir uns die Anmerkung , dass TP nach verschiedenen Erweiterungen des Autorenpools cum grano salis zu geniessen sei , in diesem Fall sparen . - in|ad|ae|qu|at haben wir uns redaktionell gestattet , Schreibfehler stillschweigend zu korrigieren sowie relativierende Links einzufügen . ]

Blogs und Blogs und ihre Unterschiede. Ich sehe mehrere Tendenzen:

  • ‘Klassische’ Medien, die Blogs in ihren Mix integrieren. nennen wir mal Handelsblatt und TAZ als Beispiele.
  • Medien, die neue und eigene Plattformen aufsetzen. Sagen wir: “Der Westen” von der WAZ-Gruppe und Germanblogs von Holtzbrinck (leben die noch? - Disclosure: Ich hab da mal geschrieben.)
  • Blogplattformen, die sich als Verlag strukturieren, was grob heißt, dass es eine thematisch-redaktionelle Steuerung und eine Anzeigenakquise gibt und dass die Blogger aufwandsabhängig bezahlt werden. Beispiele: Der abgebrochene Versuch der Spreeblick KG -was dann in den Anzeigenvermarkter Adical / Adnation mündete -, die Blogwerk AG (D: wo ich auch schreibe) und eine ganze Reihe von US-Vorbildern. voran die Techcrunch-Familie.
  • Einzelblogs als Fulltime-Job in Abhängigkeit von einem oder einer kleinen Zahl von Auftraggebern/Finanziers, Paradigma: “deutsche startups
  • Einzelblogs mit vielen Besuchern, die Anzeigeneinnahmen haben, aber oft nicht Fulltime-Job sind. Also das Spektrum von Basic Thinking (D: mit Robert kooperiere ich geschäftlich) über wirres und andere Blogs aus den deutschen Top 100.
  • Die große und überwiegende Masse an Privatblogs, meist werbefrei und manchmal aus guten Grund ohne Impressum.

(Die Pseudoblogs der SEOs lassen wir hier mal außen vor, das ist der Dschungel.)

Etwa in diesem Spektrum dürfte sich auch verteilen, wie “redaktionell” oder “journalistisch” in dem Blog agiert wird oder wie sehr Rücksichten sowohl auf Publikum (was den Blogger angeht) als auch auf Werbetreibende (was eher den Verlagsaspekt berührt) in die Mitte oder an den Rand rücken.

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LETZTE FRAGE - LETZE ANTWORT

F : “Und was hat in|ad|ae|qu|at als unabhängige Literatur- und Kunstseite mit obgenannten Themen , Typen und Tendenzen zu tun ?”
A : “Field Recording .”

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EDIT

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KLANGAPPARAT

Nervös und schwebend atmosphärisch : Die Vokabeln , welche sich sonst als antipdoische Attribute zur Charakteristik von Sounds anbieten czz-hoerempfehlungwürden , fliessen unter Fusharas ( MySpace ) flinken Fingern zusammen : Als Teil drei unseres Mini- Portraits des bemerkenswer straighten Hamburger Netlabel plainaudio präsentieren wir den jungen Londoner Debütanten mit seiner “Rising“- EP : Nach all den schwierigen Blog- Schlieren ein eminent erhebenendes perkussives Reinigungsrtual ! - CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Rising | 02. Irrational Act | 03. Symbol Of State |||

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Gemeinplätze , Commonplaces , Idées Recues der Blogosphäre : VORREDE



||| NEUE REIHE | FIGUR DES BLOGGERS : SELBST- UND FREMDBILDER | FREIWILLIGE SELBST- GLEICHSCHALTUNG | KLICKGIER | STATISTIK | AUFMERKSAMKEITSÖKONOMIE | FLAUBERTS “DICTIONNAIRE DES IDÉES RECUES | KLANGAPPARAT

NEUE REIHE

schreiben-laptopVoici das Vorspiel zu einer in loser Folge fortzusetzenden Neuen Reihe @ in|ad|ae|qu|at : “GEMEINPLÄTZE , COMMONPLACES , IDÉES RECUES DER BLOGOSPHÄRE” greift anhand konkreter Fälle einige Klischees der Blog - Welt auf . |||

FIGUR DES BLOGGERS : SELBST- UND FREMDBILDER

schreiben-laptopOb in journalistischen Rapporten und Reflexionen zum Genre des Blog bzw. zum Typus des Bloggers oder in den unter Bloggern weitergereichten Vignettierungen mehr oder weniger idealer Selbstbilder . Noch in den verkrampften Selbst- Distinktionen , zu welchen sich herkömmliche Print- Journalisten in den Online- Ausgaben ihrer Blätter in unschöner Regelmässigkeit veranlasst fühlen , reproduziert sich - wenngleich unter umgekehrten Vorzeichen - das Ego- Ideal des Bloggers als alertem Bürger- Journalisten ( siehe ReadersEdition , D ) und unabhängigem Freidenker : Der Blogger als Last Action Hero von Zivilcourage und kritischem Esprit , Watchdog von Recht und Demokratie . |||

FREIWILLIGE SELBST- GLEICHSCHALTUNG

schreiben-laptopDass dies alles so nicht stimmen kann , erweist ein kurzer Blick in den Aggregator von Blog- Tops- News , Rivva . Ein Suchlauf @ Wikio tut’s allerdings auch : In Hunderten Blogs finden sich Tag für Tag nichts Anderes als stereotype Abschriften von Heise- News , SpOn - Aufregern oder der von A- Bloggern je frisch aufgeworfenen Themen .

Dass diese FREIWILLIGE SELBST- GLEICHSCHALTUNG der ja so eigenwilligen Blogger nicht etwa “nur” das Resultat begrenzter Geistesanstrengung sei , darf man positiv unterstellen . Wer die spezifische Funktionsweise des Medium “Blog” kennt , weiss , wie wichtig es für das Ranking , den Quotation- Index ( = die Technorati- Authority ) , den Traffic ( = Aufrufziffern ) ist , am Puls der jeweils begehrten Themen zu bleiben . Das gibt Pingbacks , Trackbacks und - wenn man Glück hat - sogar einige brave Leutchen , die einen als Quelle zitieren . |||

KLICKGIER

schreiben-laptopDass hohe Aufrufziffern für Diejenigen lebensnotwendig sind , welche ihren Unterhalt mit Inseraten zu bestreiten beabsichtigen , versteht sich . In Tat und Wahrheit sind allerdings auch non- commercial Blogger am symbolischen Kapital hoher Klickraten ( Unique Clients ) interessiert : Wozu sonst … die ganze Liebesmüh’ ? |||

STATISTIK

schreiben-laptopDen Non- Bloggern unter den p. t. in|ad|ae|qu|at- Lesern sei in diesem Zusammenhang noch geflüstert , dass - via Interface- Design - JEDER Blogger Minute um Minute , Stunde um Stunde , Tag für Tag konfrontiert ist mit den Statistiken ( Alexa , Google Analytics , FireStats ) über Anzahl und Tiefe von BesucheRn , deren Verweildauer , “Absprungrate” , Herkunft und thematische Präferenzen .

So ist etwa das bei in|ad|ae|qu|at am häufigsten angewandte Suchwort die kurze , indes effektive Vokabel “TOD” . Da solche thematische Präokkupation durchaus im Sinne und Interesse unseres Unterfangens liegt , gibt uns diese Information ein im Grunde bestärkendes Feeedback . Auf die konkreten Klickziffern und Statistiken kommen wir in anderem Zusammenhang zu sprechen . |||

AUFMERKSAMKEITSÖKONOMIE

schreiben-laptopIm Kontext der Aufmerksamkeitsökonomie springt also mancher Blogger behände auf den eben passierenden Zug auf , referiert oft mehr , als selbständig zu reflektieren . Auf diese Weise werden - siehe Absatz 2 - Selbst- und Fremdbilder unbeschaut reproduziert , wenn nicht gar in Durchsatz ( Qualität ) und Menge ( Quantität ) perpetuiert . |||

FLAUBERTS “DICTIONNAIRE DES IDÉES RECUES”

schreiben-laptopEinige solcher Szenarien anhand konkreter Fallgeschichten werden wir hier in loser Folge darbieten und würden uns - sit venia verbo - gerne verstehen in der Nachfolge von Gustave Flauberts DICTIONNAIRE DES IDÉES RECUES ( A Wiki- Article is available only in ENGLISH language … what a shame ! ) . Gesellschaftlich gängige Phrasen , klischierte Bilder geben den Stoff ab zu diesem LEXIKON DER GEMEINPLÄTZE . Freilich - und hier mögen wir in|ad|ae|qu|at nur unsern Hut ziehen - dürfen wir in keiner Weise beanspruchen , auch nur ein Hundertstel des Flaubert’schen Witzes flottzumachen und auf den Screen zu kriegen .

Dass auch wir Teil dieses Systems sind und uns nicht immer dessen Regeln und Verführungen zu entziehen vermögen , versteht sich - verstehen Sie - selbst . |||

KLANGAPPARAT

Die Letzt wird die Erste gewesen sein : Mit Nummero Vier unseres kleinen Portraits des Netlabels [ schall ] sind wir bei dessen Jungfern- Release angelangt , einer medial pragmatischen Selbsthilfe der Saarbrückener Elektronica- Szene . Fein gestaltet , online schön eingerichtet , zeigteczz hörempfehlung man von Anfang an Klasse und den Hang zum EP- Format . Aller Anfang machte - ja , fast richtig geraten - ein Mann namens Abel , also schon namentlich ( biblisch familiär ) dem Urpapa Adam sehr nah . Ein Pseudonym des Label- Vaters Tino Doll ? - Sicheres gibt es da nicht zu wissen . Gleichwie : THROUGH - so der schlichte Titel von [ schall_001 ] - wartet mit drei runden Nummern auf , rund wie die in sich ruhenden minimalistisch musikalischen Erkundungen . Leise Reverbs der Clicks and Cuts- Ära , Beat mit Stil und Diskretion . CLICK TRACKS TO LISTEN . 01. without | 02. unfresh | 03. down |||

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MASHUP | quergelesen : TechMech



||| Während die Movers & Shakers bereits ganz auf Semantic sind , beschwemmt die 2.0 Welle den Mainstream . “Absahnen und wie und was” überhaupt hiess es beim 2.0 Summit zu San Francisco . Über den Hype ums Mitmach-Web und den Big Deal der Social Networks berichtet heise . Details in der Technology Review. Einzel- Features zu den Aufführungen der - watch out now ! - www- grössten Holders and Molders gibt’s im GUARDIAN : Rupert Murdoch , Craig Venter , Mark Zuckerberg ( Facebook ) , Steve Ballmer ( MS ) , Meg Whitman ( eBay ) , eine Reihe von Tidbits obenauf , was so viel heisst wie “Leckerbissen” . Wer mag bei Ansicht dieser Welt- Macht- Namen nicht in Grübeln geraten darüber , ob auf diesem Level überhaupt noch Gagen bezahlt werden . Als Vertreter und Vorsprecher - wenn nicht gar Impersonator - einer global erfolgreichen Geschäftsidee : Ist man da kultiger Guru , Einfach- Bescheidwisser , nach Karatzahl bezahlter Konsulent oder Missionsreisender in eigenem Heil und seiner Idee ? |||

GRAPHICAL USER INTERFACE

icon Trashbin Susan Kare apple 1983fWäre es zum je zum Massenhaften Mitmachen gekommen , hätte es nicht das grafische LOOK AND FEEL- Interface von Apple gegeben mitsamt der berühmten Trashbin & Co ? - Im Jetzt- Netz kann man sich vor lauter Buttons und Icons und Pics und Widgets laum mehr retten . Jetzt explodieren rechtzeitig vor X- mas EZ GUI- Gifts in diesem Stil . Mehr und einige Design- Geschichte auf der Seite der Trashhbin- Erfinderin Susan Kare. |||

HOW TO

icon Trashbin Susan Kare apple 1983fWir hatten da eben einen Bericht aus dem gestirgne WIRED zitiert - eine gute Gelegenheit , endlich einmal auf dessen HOW TO WIKI- Department hinzuweisen , den ultimativen Gegen- Crash- Kurs für geschundene Zwei Nuller und selbstredend cum grano salis . Etwa : Make Friends at the Office Who Really Count , Lose Weight While You Work , Run a Corporate Blog , Become the Boss , Be a Whistle-Blower , Get Promoted , Get Fired , Get big on YouTube . Letzteres erwischt uns just im Tun . Mehr dazu später . Konkrete Lebenspraxis finden wir in|ad|ae|qu|at freilich in den Tipps zu Cheat on the Need to Sleep . Wir sind längst Micro- Sleep- Spezialisten und UBERMAN unser Mann , geht’s um die Lotrecht- Waagrecht- Balance- Bilanz . |||

BLOG : NIE ZU WENIG

icon Trashbin Susan Kare apple 1983fZitieren wollen wir hier aber doch noch die Fach- Sache Make Your Blog Popular , damit You know , what we mean , when we suppose “in|ad|ae|qu|at” being the MADE- TO- MEASURE- NAME for the blog you are about to read :

David L. Sifry, founder and CEO of Technorati, keeps tabs on more than 45 million weblogs. Here’s his advice for cracking his site’s Top 100 list.

  1. React quickly. Commentators like Andrew Sullivan and Michelle Malkin draw megatraffic with immediate rebuttals to A-list pundits at The New York Times and Fox News.
  2. Make your posts easy to read. Italian comic Beppe Grillo broke into the Top 10 by setting his key points in boldface.
  3. Link, link, link! It’s counter-intuitive, but the busiest blogs in Technorati’s index are those like Insta-Pundit.com that link prolifically to other sites. Linking works because most bloggers reciprocate by sending their readers your way.
  4. Optimize for search engines. Put the name of your blog (even if it’s just your own name) in the main URL and the title tag of your site. On Technorati, identify your blog with search topics, like “politics” or “sewing”
  5. Post, post, post! Chinese actress and director Xu Jinglei has the most popular blog on the planet. At first we thought it was a glitch in our system, but it turns out she’s a real-world celebrity who makes time to post almost every day. What’s your excuse ?

Hier übrigens noch einmal Sifri , und seine appearance @ web2.0 | SF . |||

BLOG : NICHT ZUVIEL

icon Trashbin Susan Kare apple 1983fAber noch einmal zur “erfolgreichen” Form und Dramaturgie des Bloggens . Denn was mag man nun wieder davon halten , wenn PR- Fachmann René Kriest deklariert , dass Zuviel Qualität jedem Blog schadet ?

Gelegentlich kann jedoch Qualität auch schädlich sein, dann nämlich, wenn es zuviel des Guten wird. Masshalten ist eine Kunst unter deren Ägide sich Qualität zur Meisterschaft entwickeln kann. Für Blogs gilt das Credo, masszuhalten zwischen anspruchsvollen Artikeln hoher Güte und kurzweiligen Einsprengslungen unterhaltsamer Art und Weise. ( … ) Wer jeden Tag Champagner vorgesetzt bekommt, wird dies irgendwann nicht mehr als Besonderheit empfinden. So verhält es sich auch mit Anspruch und Qualität.

Das lassen wir jetzt hier einfach mal in|ad|ae|qu|at stehen und still vor sich hin perlen . |||

WIE WISSEN ?

icon Trashbin Susan Kare apple 1983fDass die Suchmaschinen- Optimierung ( SEO ) zu den Basis- Features eines jeden Blogs gehört , wisse , dachte man , jedes Kind . Und es mag einem da schon ein wenig sonderbar dünken , wenn sich jetzt just die NETZZEITUNG - - Wie man sich selbst gut bei Google platziert - - volksbildnerisch betätigt , als wäre die Chose neu : “Suchmaschinen-Optimierung heisst das Zauberwort ” . Bezaubernd . Besser , man liest gleich die Quellen wie blognation Germany oder den Problogger , um über frische Dienste nicht erst via journalistischer Verklickerung zu wissen . Auch andernorts gibt’s direktere und bessere Infos etwa über SEO- Communities in User- Groups .

So wie TechCrunch muss man’s halt machen , Huffington berichtet von schön schwarzen Zahlen ( $240,000 per month in advertising ) des kultigen Blogs und Slahdot ist nun auch schon zehn Jahre alt und bereits Namensvater des sogenannten Slahdot- Effekts . Nun , unser Traffic ist glücklich nicht in diese Richtung explodiert , als uns Deutschlands dbc- Nummer 2 , Robert Basic verlinkte . Erinnert sei aber auch an das Modell Techmeme , das deklarierte Vorbild für den den deutschen Aggregator Rivva , dessen Betreiber Frank Westphal allerdings auch nicht gefeit ist vor gewissen Ernüchterungen . Seine Überlegungen zum sonderbaren Downgrade des Dienstes gewähren - ganz wie die Kommentare - einen guten Einblick in die Mechaniken des informellen Nach- Richtens . In die selbe Kerbe der Feststellung vergleichsweiser geringen Traffic- Ziffern bei Techmeme schlägt Guardian- Tech- Blogger Bobbie Johnson . Wer das Problem kennt , wird die plakative Agitation Why we all overestimate Techmeme’s influence als solche decodieren . |||

ZAHLEN , CHARTS

icon Trashbin Susan Kare apple 1983fDass die dbc | Deutschen Blogcharts , Manchen als fragwürdig gelten , ist bekannt , spätestens seit uns in|ad|ae|qu|ate Österreichbeschimpfung unterstellt wurde . dbc- Macher popkulturjunkie lässt trotzdem nicht locker und bastelt an weiteren Statistiken , diesmal : die meistabonnierten deutschen blogfeeds . Von den den Top 10 haben wir unsererseits interessehalber gerade mal einen ( 1 ) Feed im Abo : Insgesamt allerdings 217 . Im Moment mit “lediglich” 1.321 ungelesenen Meldungen .

Ja, die Statistik : Als Aufreger immergrün und mindestens so hitzig bespieen und hofiert die das ( Un ) Wesen der Preise und Awards . Ein paar Daten gefällig , am besten im Verschnitt von tau- echter Frischware und schon länger Eingerextem ? - Hier gilt : Nur die Masse macht’s , und die Montage . An einem Mittwoch wie diesem . Zum Beispiel die irgendwie abstrakte und als Tatsache dargereichte Meldung , dass ca. 880.000 deutschsprachige Internetnutzer ( Alter 14 bis 64 ) “gelegentlich in ihrem eigenen Weblog” schreiben und “340.000 regelmässig ” ( heise) . Stellen wir uns jetzt die Einwohnerschaft der Stadt Linz vor ? Und : Was würden uns diese Ziffern dann und weiters mitteilen ? - Irgendwas mit “Viel ?” - So , in diese Richtung . Egal . “Zahlen” gelten nun einmal wie “Namen” als Nachrichten . Journalistenregel Numero eins . |||

KARTIERUNG , TYPOLOGIE

icon Trashbin Susan Kare apple 1983fDas spiegelnd kess formulierte ThemaForscher kartieren das Web ( SpOn , 10 . 10. ) klingt natürlich süffiger als es die Knochenarbeit und die Ergebnisse eines akademischen Lebend- Checks von Millionen IP- Adressen wirklich war . Interessant bleiben allerdings die Fragen nach Sinn und Methode (ANT Censuses of the Internet Address Space ) , speziell allerdings das Making Of der Visualisierung : Plotting the Whole Internet . In München hat man derweil eine Typologie der 2.0- User- Gruppen , wie Wort ge|fecht berichtet :

Die Typologie unterscheidet zwischen (1) Typen mit sehr grosser Affinität zum Web 2.0 und grossem Kommunikationsbedürfnis, (2) Typen mit geringer Web 2.0 Affinität und geringem Kommunikationsbedürfnis und (3) Typen, die das Internet nur sporadisch nutzen. Diese drei Gruppen unterteilen sich wiederum in mehrere Typen. Bei den aktivsten Usern (1) sind dies die folgenden:

  • Die Sehnsüchtigen - Kontaktsuchende Mitläufer: Diese eher bescheidenen Menschen suchen harmonische Beziehungen auf Plattformen wie Single.de und in Video-Communities (10 Prozent aller Onliner).
  • Die Denkenden - Anspruchsvolle Strategen: Ehrgeizig und analytisch interessieren sie sich für Websites wie Bildblog und kommunizieren in Communities wie StudiVZ und Feierabend.de (7 Prozent).
  • Die Fühlenden - Emotionale Optimisten: Sie besuchen Empfehlungsplattformen, treffen sich am liebsten mit Freunden und gehen Shoppen, wo sie sehr intuitiv entscheiden (5 Prozent).
  • Die Freien - Konsumorientierte Individualisten: Gebildet und freiheitsliebend, konsumieren und geniessen sie gerne mit anderen und schätzen das mobile Internet (20 Prozent)

Für die mittelmässig aktiven (2) sind dies:

  • Die Relaxten - Schlichte Unterhaltungsorientierte: Unterhaltung und Entspannung treiben diese Typen an. Sie lassen sich auch im Internet eher treiben und haben dort keine bevorzugten Adressen (23 Prozent).
  • Die Getriebenen - Informierte Realisten: Sie stellen sehr hohe Ansprüche an sich und achten auf ihre Gesundheit.Soziale Online-Netzwerke sind zwar bekannt, sie tauschen sich aber nur selten darin aus (16 Prozent).

Die eher inaktiven Typen (3) schliesslich unterteilen sich in:

  • Die Ruhenden - Konservative Beobachter: Die älteste Gruppe unter den Onlinern weist kaum Affinität zu Communities auf.
  • “Die Ruhenden” zeichnen sich durch traditionelles Einkaufs- und Informationsverhalten auf und verfügen über das höchste Haushaltsnetto-Einkommen. (10 Prozent).
  • Die Skeptiker - Bodenständige Passanten: Sie verhalten sich klar und vernünftig, sind fair und objektiv, nutzen das Internet und seine Kommunikationsmöglichkeiten bisher aber kaum (9 Prozent) |||

KOPIERT

icon Trashbin Susan Kare apple 1983f Was haben nun aber wir in|ad|ae|qu|at hier gemacht , ausser den p. t. Werten Lesern einen kleinen Persönlichkeitstest anzubieten ? - Korrekt , wir haben zitiert .

Die von Michael Gisiger - allem Anschein und dem Ruf seines Blogs gemäss - sorgfältig ausbereiteten Daten haben wir hier kopiert und ein wenig umformatiert , statt selbst an die Quellen zu gehen und diese neu zu paraphrasieren . Im Web 2.0 darf man das , und ist seitens des Common Creative sogar willkommen : Gerne werden auch wir - wenn wir schon ein Thema in|ad|ae|qu|at from the scratch erarbeiten ( wie die gestrige Darstellung des Systems “BOBs” ) - zitiert , vorausgesetzt freilich ( und das ist , bitte sehr , unter dem Fragezeichen- Button ABOUT nachzulesen ) , man nennt uns , auf dass wir und unser Werk kenntlich seien . In diesem Sinne bleiben auch die Texte und Bilder des SALON LITTÉRAIRE urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht ohne Quellenangabe ( nota bene : auch der Bilder ) irgendwo hingeklebt werden . |||

FEED ME

icon Trashbin Susan Kare apple 1983fWenn wir uns eben des Wort|ge|fecht- lichen News- Aggregats bedient haben : Wie haben wir es gefunden ? - Korrekt : Via RSS- Feed- Abo . Auf diese Weise kann man in einem News- Reader die Titel und Abstracts der Meldungen aus - zig Nachrichtenquellen , Blogs , Newsletters , Zeitungen etc. durchsehen , ohne die einzenen Seiten , ihre Scripts und Bilder extra öffenen zu müssen . Für das Blog - siehe die oben angesprochenen Fälle Rivva und Techmeme - kann der massige Umstieg der User auf RSS natürlich massive Click- Zahl- Verluste bringen : RSS-Feed schlecht fürs Ranking , fasst Der bayrische SEOblogger die Sachlage sehr anschaulich zusammen .

Per RSS- glangt man freilich auch zu schnellem Content , den einfach herauszukopieren und als eigenen auszugeben nicht wenige Blogger zaudern . Marnem dokumentiert mehrfach und eindrucksvoll ausfühlich solche Urheberrechtsverletzung en .

Mithilfe eines Content- Management- Systems kann man das Bloggen sogar automatisieren , d.h. , die Infos gehen vom Aggregator ohne eigenes Dazutun in das Blog . Die zunehmende Anwendung solcher automatisierten Dienste führen - systemisch gesehen - zu einer ungeheuren Selbst- Reproduktion des Immergleichen und damit zur entsprechenden Unifirmität der Inhalte . An der Frage , ob dieses mechanische Reproduzieren Sinn des Bloggens sein soll , scheiden sich freilich die Geister - speziell derjenigen von Business- Blogern auf der einen Seite und den “privaten” auf der anderen . |||

THE “SOCIAL”

icon Trashbin Susan Kare apple 1983fIm Grunde genommen ist ja auch das Bloggen nicht mehr der rechte 2.0 Schrei . Mehr Geld und Power steckt in den Social Networks drin , welche … nun ja , dann - samt Daten - wieder einem Unternehmen gehören . Diesen Turn spricht Don Alphonso mit seinem Dkitum vom Viagra der Medienkonzerne treffend an . Auf seiner Seite kann man Einiges an Close- Reading zum deutschen SN StudiVZ nachholen .

Auf den Namens des ( neben MySpace ) dafür paradigmatischen Facebook anspielend , serviert der Econimist Face to interface einen praktischen Schnappschuss der Firmen , Fakten und Zahlen . Die NYT deklariert bereits eine eigene Facebook Generation . 47 Millionen active users im Oktober 2007 , 4 Mio. neue User / Monat , 150 Tausend neue User / Tag . Der englische Wiki- Artikel zu FB ist ausgreifend und benennt die Privacy- Probleme . |||

TOD OF HOMEPAGE

icon Trashbin Susan Kare apple 1983fDie eigene Seite mit Profil und Blog im Social Network , dem also gilt , wie man hört die Gunst der Stunde und nicht mehr der klassischen Webseite , im Volksmunde “Heimat | Home | Seite | page” . Olia Lialina widmet dem Verschwinden der Homepages einen nachgerade berührendes Feature ( TP ) . Als Teil 1 einer Reihe von Erkundungen im VOLSTÜMLICHEn WEB . “Wie” , lautet die Frage , “sieht das Web von heute aus, wenn es nicht mehr als Technologie der Zukunft gesehen wird, wenn es Teil unseres Lebens geworden ist, und voll ist mit Leuten, denen das Medium selbst ziemlich egal ist ?”

Homepages gibt es nicht mehr. Stattdessen gibt es andere Genres: Benutzerkonten, Profile, Journale, Kanäle, Blogs und individuell eingerichtete Startseiten.

Professionelle Webentwickler und -designer verachteten Homepages (und zwar persönliche Homepages) schon Mitte der 90er Jahre. 1998 formulierte Tim Berners-Lee in einem Interview für das W3J seine Einstellung zu privaten Homepages: Die Nutzer nennen diese Seiten zwar Homepage, aber eigentlich sind sie so etwas wie Gartenzwerge, die man sich in den Vorgarten stellt.

Nun , aber immerhin , so führen wir den Gedanken fort , waren diese Gartenzwerge persönlich ausgesucht und gestaltet , von eigener oder von gedungener Hand . Jetzt , im Zeitalter der SOCIAL NETWORKS , braucht es keine Gartenzwegfachleute mehr zum Formen , Bemalen , Glasieren und Brennen . Dafür gibt es leicht handhabbare Präfabrikate , welche sich der Laie leicht und ohne Ganzkörpereinsatz zu Eigen machen kann . Der Eintrag des eigenen Namens @ Wikipedia : Das sei , so reuters , the latest status symbol aka Gartenzwerg .

Gewonnen wird / wurde damit zweifellos der Vorteil der USABILITY . Und endlich sind wir nicht mehr Sklave unserer Webmaster . Was aber wurde , fragen wir ohne Nostalgie , dafür hingegeben ? - Schlicht und ergreifend lautet die Antwort : Verloren wurde Profil .

icon Trashbin Susan Kare apple 1983fWenig ist ästhetisch desillusionierender als die Millionen hässlicher MySpace- Masken , wenig erhellend auch die oft nur rudimentär modifiziereten THEMEN- PRESETS der WordPresser . Es ist , sagen wir’s klar heraus , genau jener oft nur subliminale Verlust an Nuancen , Erfahrungen und Wahrnehmungsweite , wie wir ihn täglich , stündlich und minütilich in den informationtionsreduzierten Formaten des JPEG und MP3 vor Augen und Ohren haben . Da haben wir jetzt in|ad|ae|qu|at ganz schön auf Kulturpessimismus gemacht , was ? - Im MASHUP der MONTAGE ist auch dieses Stilmittel billig .

Tja , die Musikzuspielung ist eben beim Formatieren verloren gegangen . lärm no radioWir nehmen das als GOttgewollt und vergessen die dem Zubereiten eines spanischen Minimalisten gewidmeten halben Stunde . - Es war eh die schwächste Release eines sonst sehr ansehnlichen gehörigen Labels . Ruhe also tunlichst . Heute . Jetzt und hier . |||