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NEUES VON FREUNDEN



WIEN - BUCH - NEUE MUSIK : ZYKAN | WIEN - BUCH - HAIKU , WEITER SCHREIBEN | WIEN - BUCH - WEITERLESEN : T 4 3 | WIEN - BUCH - JUNG & SPRUNG & VERANSTALTUNG | BERLIN - AUDIOBOOK - PASS AUF , PONY | KLANGAPPARAT

foto copyright Didi Sattmann Otto M Zykan bei Proben zu Auszählreim

Foto : © Didi Sattmann : Otto M. Zykan bei den Proben zum “Auszählreim“ , 1987
( Ausstellung k/haus wien : ” Künstler | Freunde” )

WIEN | BUCH | NEUE MUSIK : ZYKAN

czz-neuesvonfreundenMachen wir’s kurz : Kunsthandwerk lässt sich beschreiben , da es in bestehende Kategorien sich nicht nur fügt , sondern geradezu aus diesen gefügt wird . Grosse Kunst birgt stets jenes Inkommensurable , welches sich den Formeln der sekundären Rede entzieht . An dieser hat sich jene abzuarbeiten und darf froh sein , wenn sie daran wächst .

So gesehen , bietet das LebensWerk des Komponisten , Sprachartisten und universal histrionischen Aktivisten Otto M. Zykan den Musik- , Literatur- , Medien- und Gesellschaftwissenschaften ein enormes Wachstumspotenzial . Und welche Branche kann dies derzeit von sich behaupten ?

Nachdenkpause . Inzwischen : Bitte noch einmal das Video in unserem vorigen Bericht ansehen .

Mit nur 71 Jahren infolge eines Unfalls verstorben , hinterliess Zykan 2006 ein vielgestaltiges und bislang wenig dokumentiertes Werk . Die Aufreger der 70er Jahre sind Vielen irgendwie erinnerlich : von den schrill abstrakten | konkret poetischen HUMANIC- Werbespots ( Kategorie : “Reklame und Avantgarde” , siehe hier , hier , hier und hier ) bis hin zu Franz Novotnys | Zykans umstrittenen Fernsehstreifen “Staatsoperette” mit ausgesuchten Protagonisten des Austrofaschismus ( Kategorie : “Kunst als akutes Politikum” , siehe hier , hier und hier ) , dessen zum Datum des österreichischen Nationalfeiertags 1977 geplante Ausstrahlung nahezu eine Regierungskrise auslöste und den Künstlern eineinhalbtausend Anzeigen eintrug .

Paradigmatisch erweisen die multimedialen Provokationen der 70er Jahre die nur sehr punktuelle Dokumentation und Aufarbeitung , welche sich oft in der “Umarmung qua Legendenbildung” erschöpft und deren Nach- Geschichte ( n ) für die 80er und 90er Jahre noch zu schreiben steht . Man lese etwa Hartmut Krones’ ungewöhnlich differenzierten Nachruf in der Zeitschrift des Wiener Musikvereins … :

Ihm war dabei – überspitzt gesprochen – eine verschlüsselte, gleichsam subkutan vermittelte Botschaft genauso wichtig wie eine gleichsam marktschreierisch-plakative, lehrhaft pädagogisierende an Hand von eingängigen Sentenzen, deren unterschiedlichste Variation bei ihm wieder eine spezielle demonstrative Funktion besass … ( Hartmut Krones )

Mit der Herausgabe von Materialienbänden zum Werk Otto M. Zykans liefert die Musikwissenschafterin Irene Suchy Bausteine zu einer noch zu schreibenden Geschichte der österreichischen Nachkriegs- Avantgarden und deren “Settlement” in der programmatisch über nichts mehr echauffierten Postmoderne : Band I dieser “Materialien zu Leben und Werk” ist eben im Gezeiten- Verlag erschienen .

Wenn das Buch heute im im Oratorium der Österreichischen Nationalbibliothek vorgestellt wird , gibt es also viele Gründe , dort hinzugehen : Auszüge aus dem und Reden zum Buch , Otto M. Zykans Leibspeisen , vor allem aber die Aufführung von zwei Werken des Kommunikationskünstlers und Komponisten :

Zykan : “Das mit der Stimme” ( Patricia Kopatchinskaja )
Zykan : “Klavierstück 2004 Frei , Fast ohne Metrum” ( Mihaela Ursuleasa )

By the way ist in der ORF- CD- Edition das erst postum realisierte Hörspiel “Joseph Fouché” ( ORF 2007 ) erschienen . In prominentester Besetzung .

Buchvorstellung Irene Suchy : Otto M. Zykan - Materialien zu Leben und Werk ( I ) , Oratorium der Österreichischen Nationalbibliothek , heute ,10. Dezember 2008 , 18.00 Uhr .

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WIEN | BUCH | HAIKU , WEITER SCHREIBEN

czz-neuesvonfreundenBuchstäblich inkommensurabel mit dem üblichen Werkbegriff - insbesondere der lyrischen KonZENtrationsform des Haiku - ist die ungewöhnliche Fortschrift , welche der Schweizer Franz Dodel mit “Nicht bei Trost” ( Haiku , endlos) betreibt . Seit 2002 . Als Work in progress . Mit heutigem Tag stehen wir bei Zeile 14.144 : Ein WeiterSchreiben im WWW mit gelegentlicher Extraktion in Buchformat :

… in diesem Garten leuchten
die Baumstämme hell
schweben aufrecht gehalten
in ihrem bläulich
schimmernden Blätter-Atem
so gilt auch hier noch:
jeder Tag ein guter Tag
deshalb sende ich
dir ein wenig Rentiermoos
des Namens wegen
(dessen Grau sich kurz aufbäumt
in der Mitte um
gleich wieder abzudunkeln)
ich fand es als ich
langsam über die weichen
Flechtenkissen ging
so behutsam wie möglich
über die weichen
Flechtenpolster schritt hinaus
in eine Landschaft
aus lauterstem Nichts entfernt
fast vergessen schon
das lacrimarum valle -

Zeilen 0001 - 6.000 des Kettengedichts sind 2003 bibliophil bei der Edition Haus am Gern erschienen ( Rezension Nico Bleutge , NZZ ) . Fünf Jahre später nimmt sich die Wiener edition korrespondenzen einiger weiterer grösserer Kettenglieder an : Verleger Reto Ziegler und Schriftsteller Lucas Cejpek präsentieren Buch und Autor dialogisch vor dessen Lesung .

Franz Dodel : Nicht bei Trost - Haiku endlos ( edition korrespondenzen 2008 ) - Literarisches Quartier Alte Schmiede , Donnerstag , 11. Dezember , 19 H .

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WIEN | BUCH | WEITERLESEN : T 4 3

czz-neuesvonfreundenGleichfalls am 11. 12. - Vorsicht , Interessenskonflikt - gibt es wieder einen gemütvolles & -liches Kamin- Geplauder der Reihe TEA FOR THREE ( T 4 3 ) , wo Daniela Strigl und Klaus Nüchtern mit wechselnden Gästen und Temperamenten seit Jahren öffentlich in Neuerscheinungen und Klassikern blättern . Selbstredend haben sie dabei manches Kluge , Böse und Putzige zu sagen .

Diesmal im Trialog mit der Autorin Andrea Grill über folgendes Trippel :

Höret und staunet und leset dann selber oder lasst es bewusst bleiben : zu kurz ist das Leben für langweilige Literatur ( Arno Schmidt ) .

TEA FOR THREE ( T 4 3 ) - Donnerstag , 11. Dezember 2008 , KUNSTHALLE wien project space , 20 H .

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WIEN | BUCH | JUNG & SPRUNG & VERANSTALTUNG

czz-neuesvonfreundenNichts tönt altmodischer als die Rede von der “jungen Literatur” , und doch ertappt man sich öfter , als man dies wollen möchte , selbst mit diesem Leerwort auf der Zunge . Nicht um schöne Phrasen , sondern um konkrete Arbeit FÜR das Werk von jüngeren Autorinnen und Autoren geht es bei einer Preisverleihung und Debatte im Literaturhaus .

Konkret gewürdigt werden Regina Hilber und Thomas Ballhausen für ihr Veranstaltungs- ( tja ) -Format zur “Zeichensetzung , Zeilensprünge - Junge Literatur in Österreich” : jüngere Autoren mit , für und über Ihresgleichen . Da gibt’s nachvollziehbare Gemeinsamkeiten von Wahrnehmung und Praxis , was Verlage , insbesondere aber auch Zeitschriften anbelangt . Und auch ein sympathetisches Publikum interessiert .

Für Initiative und “Format” gibts also den Holfeld- Tunzer-Preis für die Kuratoren . Warum und was es mit dieser unregelmässig vergebenen Auszeichnung auf sich hat , weiss Laudator Karl Wagner zweifellos zu sagen ( ca. 20.45 H ) . Zuvor eine Lesestrecke mit den frischen Texten und Persönlichkeiten von Milena Flasar , Paul Divjak , Andrea Grill , Lisa Spalt und Cornelia Travnicek ( 19 H. ) .

Ganz am Anfang , um 17 Uhr , steht eine Podiumsdiskussion ( N. N. ) auf dem Programm ( “Zur Präsenz der jungen Literatur in Österreich” ) und ganz zum Schluss ( N. N. ) Fest und DJ- Line .

Zeichensetzung , Zeilensprünge - Literaturhaus , Freitag , 12. 12. 2008 , 17 H , 19 H ff .

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BERLIN | AUDIOBOOK | PASS AUF , PONY

czz-neuesvonfreundenUnd am Samstag gibt’s dann im Berliner Schwesteruniversum die galoppierende Präsentation von Monika Rincks - hier in|ad|ae|qu|at ausführlich vorgestelltem - poetischen Hör- , Tast- , Seh- und Lese- Objekt “Pass auf , Pony” ( edition sutstein ) . Mit Franz Tröger an einem Klangapparat , welcher sich klingend “Pling- Plong” nennt .

Hörbuch- Präentation “Pass auf , Pony” von und mit Monika Rinck - loop , Raum für aktuelle Kunst ( basement ) , Samstag , 13. 12. , 19 H .

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KLANGAPPARAT

Es gibt einfach Labels ( siehe gestern ) , die es haben , das sogenannte “Händchen” ( resp. : “Öhrchen” ) für gewisse Klänge , deren Charisma czz-hoerempfehlung durch den Schaum der Tage hindurch sich erhält : Yuki Yaki ist da eine feste Adresse im Ameisenhaufen des Netlabelism . Mit Laufnummer 015 ist der jüngste Coup mit grösster Grazie gelungen : Der französische DJ und Remixer Humeka ( MySpace ) gibt eine elegant belebt- schwebende “Densité Matérielle” , deren Substanz uns sanft ummantelt . Replay … - CLICK LINK TO LISTEN STREAM ( RP ) .

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NEUES VON FREUNDEN



||| MONAT DER FOTOGRAFIE : TELLTALE TAUTOLOGY | MONAT DER FOTOGRAFIE : PRIVATSACHEN | MONAT DER FOTOGRAFIE : TRACES | TRACES : SILVIA M. GROSSMANN | PERSONALEN : LESSUNG , SATTMANN | MONAT DER FOTOGRAFIE : ELFRIEDE MEJCHAR | DOUBLE FEATURE MICHAEL HAMMERSCHMID | FORT ZUR FLORIANA | KLANGAPPARAT

MONAT DER FOTOGRAFIE : TELLTALE TAUTOLOGY

WESTWAERTS_copyright_Silvia_Maria_Grossmann

westwärts ( 2006 ) © Silvia Maria Grossmann
s/w – Fotografie auf Baryt - Bild 32,5 x 48,5 cm - Auflage 7 + 1 EA

ZWEI_WIRKLICHKEITEN_copyright_Silvia_Maria_Grossmann

Zwei Wirklichkeiten ( 2006 ) © Silvia Maria Grossmann
s/w – Fotografie auf Baryt - Bild 32,5 x 48,5 cm - Auflage 7 + 1 EA

Zwangsläufig ladet man in der Tautologie : Sei’s , man sagt , der “Monat der Fotografie” werfe seine Schlagschatten über das Stadtleben Wiens , sei’s man neigt der Formulierung zu , die täglich neu eröffneten Schauen und Ausstellungen lieferten dem Echtleben Lichtbilder aus dem Reich des Projizierten und Imaginären .

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MONAT DER FOTOGRAFIE : PRIVATSACHEN

czz-neuesvonfreundenIm Hinblick auf das “Realismusproblem” wäre angesichts der gestern eröffneten , vorgestern im “Salon Littéraire” vorgestellten “privatsachenLiesl Ujvarys einiges zu debattieren gewesen : Ujvarys extrem selektive Details aus real existierenden künstlerischen Arbeitsumgebungen haben ebenso viel mit teilnehmender Beobachtung zu tun wie mit dem “Image” der privatsachlich vorgestellten Kunstschaffenden und deren Stilisierung .

Die synoptische Schau der in ihrer “Blickhaftigkeit” ( “die Kamera schaut auf etwas” vs. “es ist” ) akzentuierten Bilder impliziert eine diskrete Reflexion darüber , was man in den wiederkehrenden marxistischen Termini ruhig die “materiellen und situativen Produktionsbedingungen” von Sound- Art und | oder Literatur nennen könnte .

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MONAT DER FOTOGRAFIE : TRACES - ERINNERUNGEN IN FOTOGRAFIEN

Der Titel der heute abend im Künstlerhaus eröffneten Sammelschau “traces - Erinnerungen in Fotografien” spricht die unweigerliche Tatsache , dass die Camera Obscura seit je Spuren und damit ‘Erinnerung’ aufzeichnet . Die ans Tautologische grenzende Formulierung des Titels ist freilich dazu angetan , den teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern grösstmögliche Freiheit in der Werkwahl zu gewähren .

Die Gruppenausstellung traces – Erinnerung in Fotografien widmet sich der Fotografie als Anknüpfungspunkt persönlicher Erinnerung. Unsere Verwendung des fotografischen Mediums für die Tradierung und Vermittlung von Erfahrungen wirft grundlegende Fragen zum Wesen der Fotografie und ihrer Verortung zwischen Erinnerung und Gedächtnis auf. Die Ausstellung kann für diese Fragen ensibilisieren, gerade weil sich die Künstlerinnen und Künstler in der Auseinandersetzung mit dem Erinnern und der Erinnerung in Fotografien ihrerseits im Medium der Fotografie artikulieren.

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TRACES : SILVIA M. GROSSMANN

czz-neuesvonfreundenUnter diesen - vom Almblitz- Kollektiv über Linda Christanell , das Kommunikations- Kunst- Phänomen eSeL bis hin zu Willy Puchner und Kurt Straznicky - möchten wir in|ad|ae|qu|at besonders die Arbeiten Silvia M. Grossmanns hervorheben .

Von der in Wien lebenden Schweizerin , Künstlerin und Galeristin stammen auch die beiden Titelbilder on top of this page . Dass sie gleichzeitig in der eigenen Galerie “Atrium ed ArteChristof Aigners fotografische Reflexionen zu | von “Wasserformen und Pflanzenwelten” zeigt , zeugt vom pragmatischen Multitasking der nimmermüden Generalistin ( 12. 11. bis 20. 12. 2008 ) .

Die von Frachtschifffahrten und einem längeren China- Aufenthalt mitgebrachten Erinnerungen entraten allem subjektiv- Impressionistischen und schaffen einen Mehrwert , welcher die Spuren des Faktischen um eine eigenständige ästhetische Dimension erweitert .

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K / HAUS PERSONALEN : LESSUNG , SATTMANN ALS HORS D’OEUVRE

Zeitgleich eröffnen am selben Ort zwei Peronalen legendärer Fotografen- Persönlichkeiten : Über Erich Lessing und Didi Sattmann brauchen wir an dieser Stelle und unserem sicher besser informierten Leser kaum etwas zu erzählen .

Sämtliche Schauen des Künstlerhauses zum “Europäischen Monat der Fotografie” sind ab heute abend zu betaunen :

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MONAT DER FOTOGRAFIE : ELFRIEDE MEJCHAR - RÄNDER WIENS

czz-neuesvonfreundenWer nicht nachsieht , hat das Nachsehen : Wer sich die in Spuckweite vom Künstlerhaus eingerichtete Ausstellung “Fotografien von den Rändern Wiens” ( Timm Starl , pdf ) der Grossen Alten Dame vorausschauender blickender österreichischer | Wiener Fotografie , Elfriede Mejchar ,
etngehen lässt , verpasst ein historisches Ereignis der Dokumentation einer StadtLandschaft im Wandel :

Die Ausstellung konzentriert sich auf die Stadtfotografin Elfriede Mejchar, mit wichtigen Zyklen von den 1960er-Jahren bis heute. Mejchar (geb. 1924) war Fotografin des Bundesdenkmalamtes, als sie begann, die Simmeringer Heide, das Erdberger Mais oder den Wienerberg zu erkunden – Gegenden, geprägt von Brachen, Gärtnereien, Schlachthäusern, historischen Industriebauten und einfachen Arbeiterwohnhäusern.

Hunderte von Aufnahmen entstanden in dieser Randzone zwischen Stadt und Land, deren unmittelbar bevorstehender Wandel in Autostraßen, Industriezonen, Bürokomplexe und Forschungslabors sich damals bereits abzeichnete und heute längst vollzogen ist.

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IM ZWIEFACH DER KUNST UND LITERATUR - DOUBLE FEATURE MICHAEL HAMMERSCHMID

czz-neuesvonfreundenSchon schlimm , wenn man Monate an diversen Projekten arbeitet und dann werden sie sämtlich an ein und demselben Tag präsentiert : Da auch unser “Salon Littéraire“- und “Literatur als Radiokunst“- Autor Michael Hammerschmid nicht über die Gabe der Bilokation verfügt ( wie es sein Lehrer Wendelin Schmidt-Dengler formuliert hätte ) , muss der Kunstkatalog “Raumzeitpunkte sind Ereignisse” ( mit begleitenden Screenings performativer Arbeiten von Studierenden der Klasse Transmediale Kunst , Brigitte Kowanz ) unter Ausnahme der körperlichen Anwesenheit des essayistischen Co- Autors Hammerschmid präsentiert werden .

Sehr wohl und sehr körperlich vor Ort wird Michael Hammerschmid allerdings heute in der “Alten Schmiede” aus seinen in der neuen Nummer 43 der Literaturzeitschrift “kolik” erschienen Texten lesen . Leider wurde deren Webseite seit Ausgabe 41 nicht mehr ge- updatet . Aber deshalb strebt man ja zu Lesungen , um “ungeschaut” Neues ohne ( trans- ) medialen Zwischenfilter zu erfahren .

Übrigens wurde eben auch die Monatsschrift “Wespennest” Numerio 153 ausgeliefert ( Webseite leider ebenfalls noch nicht aktualisiert ) . Thematisch der lohnenden Reflexion der “Resignation” verpflichtet , bringt der Lyrikteil mit “verstecke - gedichte für kinder und erwachsene” eine der ebenso anrührenden wie heim- tückischen literarischen Facetten des 1972 geborenen Autors :

ich habe mich
in einem wort versteckt.
ich kann’s nicht sagen …

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FORT ZUR FLORIANA

Am Donnerstag geht’s dann in|ad|ae|qu|at beruflich ins landschaftsliebliche Sankt Florian zur “Floriana” , dem biennal ausgetragenen Wettbewerb für | der Literatur . Selbstverständlich geht es nach zweieinhalb Tagen voller Lesungen und Diskussionen letztlich um die nicht eben übel dotierten Preise und wer von den neun eingeladenen Autorinnen und Autoren diese mit nach Hause nehmen wird .

Unselig das double- bind für Juroren , dass jede Auszeichnung notwendig den Ausschluss derselben für andere , vielleicht sogar mehrversprechende Stimmen bedeutet -

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KLANGAPPARAT

Sounds wie differenzierte Kräuselbewegungen auf der Oberfläche eines stetig dahin fliessenden Gewässers : Treibende Takte im Wechsel mit skeptischen Breakbeatz . Klug konturierte Linien im ambient- flächigen Space . Akustisches Instrumentarium im Dialog mit elektroakustischen Klängen und Effekten : Was der Wiener Elektroniker Klabusta mit seiner zweiten Release “You Have Been Plutoed” da vorlegt , lässt sich im besten czz-hoerempfehlungund innigsten Sinne des Wortes mit “IDM” - Intelligent Dance Music - benennen . -

Vielleicht mag sich ja noch jemand an den Erstling , “Digital Dementia” , erinnern , wir hatten ihn vor einigen Monaten dem p. t. publico in|ad|ae|qu|at mit Empfehlung angetragen .

Nun aber retour zu Pluto . 40 Minuten polyrhythmisch hochmusikalische Ermunterung : 01. sweet idleness | 02. german wunderkind | 03. ueber confused | 04. no ecotourist | 05. include me out | 06. musically active | 07. world citizen - CLICK LINKS TO LISTEN AND ENJOY .

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