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	<title>in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at &#187; DIE WELT</title>
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		<title>Bachmannpreis 2011 &#124;  Nachlese</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jul 2011 06:14:53 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> NACHLESE ZUM BACHMANNPREIS 2011 | KLANGAPPARAT | QUELLEN | RELATED</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/07/but-ere-Mscet-drc.png" rel="lightbox[20748]"><img class="alignnone size-full wp-image-20653" title="but ere Mscet drc" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/07/but-ere-Mscet-drc.png" alt="" width="349" height="192" /></a></p>
<p>NACHLESE ZUM BACHMANNPREIS 2011</p>
<p>Recht &#8220;durchwachsen&#8221; empfand Stefan Gmünder den Bewerb , dessen Wohl und Wehe dem Weinbau vergleichbar sei : &#8220;Weil es ja in Klagenfurt &#8211; wie auch bei Wein &#8211; immer um literarische Jahrgänge geht, bleibt zu sagen, dass der heurige eher schwach war&#8221; . Während sich der &#8220;<a href="http://derstandard.at/1308680847260/Eine-Lichtung-im-Wald-des-Vergessens">Standard&#8221;</a> etwas pikiert von einem mediokren Jahrgang abwendet , konstatiert <a href="http://www.faz.net/artikel/C30437/bachmann-wettbewerb-vierzehn-autoren-trauen-sich-was-30460870.html">die FAZ</a> &#8220;- darin der &#8220;<a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-07/bachmann-preis">Zeit</a>&#8221; ähnlich &#8211; ein( en ) höchst erfreuliche( n ) Jahrgang&#8221; ;</p>
<blockquote><p>Es gab mehrere gute und einige sehr gute Beiträge, wirklich indiskutabel war keiner. Stilistisch bewegten sich zwar (fast) alle in gewohnten Bahnen, experimentelle Literatur hatte es nicht in die Auswahl geschafft.</p></blockquote>
<p>Für Richard Kämmerlings ( &#8220;<a href="http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article13479283/Bachmann-Preis-fuer-Haderlap-eine-Fehlentscheidung.html">Die Welt</a>&#8221; ) , dessen Interesse sich einzig auf Texte männlicher Autoren richtet , stellt die Zuerkennung der Bachmannpreises an Maja Haderlap eine klare &#8220;Fehlentscheidung&#8221; dar : Dafür musste er freilich die Verwerfung des an Hemingway erinnernden Kriegstextes von Linus Reichlin in Kauf nehmen , votierte dann umso heftiger für die &#8220;Feier der Oberflächlichkeit&#8221; ( Daniela Strigl ) der mit dem Ernst-Willner-Preis ausgezeichneten Prosa des Leif Randt . Interessanterweise übersieht Kämmerlings die auf der Hand liegende ( in diesem Sinne auch von Stefan Gmünder angemerkte ) Parallele zu Christian Krachts &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Faserland">Faserland</a>&#8221; . Immerhin blieb man in der &#8220;Welt&#8221; diesjahr von Elmar Krekelers unsäglich dümmlichen Live- Blogging verschont . Dafür lässt die &#8220;<a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/ingeborg-bachmann-preis-lob-der-bedaechtigkeit-1.1118385">Süddeutsche</a>&#8221; einen lieblos um ein paar Links aufgemotzten Agenturtext vom Stapel .</p>
<p>In der &#8220;Zeit&#8221; werden Maja Haderlap und der Konflikt zwischen Slowenisch und Deutsch sprechenden Österreichern <a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-07/literatur-preis-bachmann">umständlich vorgestellt</a> , Die <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur/gegenwert_der_gegenwart_1.11303238.html">NZZ</a> führt die üblichen Kategorien der Jury aufs Glatteis und tritt mit einem Zitat Josef Winklers aus dem belletristischen Wohlgefallen in die handgreiflich Klagenfurter Realität :</p>
<blockquote><p>Ob das Abhaken der Rubrik «Gegenwärtigkeit» etwas über die Qualität eines Textes aussagen kann, wurde im Lauf der Diskussionen immer fraglicher. Vielleicht wäre statt des einmal sogar konstatierten «Gegenwärtigkeitsüberschusses» der häufiger thematisierte «Zukunftsmangel» das bessere Stichwort gewesen. Einen über Klagenfurt liegenden Schatten aus der Vergangenheit brachte im Zuge der Literaturtage einmal mehr der Kärntner Josef Winkler zur Sprache, nämlich das Fehlen einer Stadtbibliothek, die «tausendmal wichtiger als der Bachmann-Preis» wäre.</p></blockquote>
<p>Stoffe quer aus dem Gemüsebeet von Lebens- und Literaturthemen rekognosziert Gerrit Bartels im &#8220;<a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/der-wald-die-wunden-und-das-wuenschen/4378116.html">Tagesspiegel</a>&#8221; mit einiger Befriedigung , ortet allerdings auch eine tendenzielle Überalterung ( man nenne sie &#8220;Reife&#8221; ) der von den Juroren ausgewählten Texte und Autoren :</p>
<blockquote><p>Insofern ist Reife der neue Trend in Klagenfurt. Erfahrungsvorsprung schlägt Jugend. Nach dem 1954 geborenen Peter Wawerzinek, der letztes Jahr wirklich etwas zu erzählen hatte als Rabenmuttersohn, folgt nun die 50-jährige Maja Haderlap. Die Baums, Randts und Klupps, die Twenty- und Thirtysomethings, wiewohl sie einiges zu erzählen haben und das oft schon sehr gekonnt, müssen sich gedulden. Können sich aber damit schmücken, die wenigen heftigen, am kontroversesten geführten Diskussionen in der Jury ausgelöst zu haben. Dass da bloß kein Generationsproblem auf den nun ja auch schon in die Jahre gekommenen Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb zukommt!</p></blockquote>
<p>Anhand <a href="http://bachmannpreis.eu/de/texte/3338">Thomas Klupps</a> ironischem Szenario eines kulturwissenschaftlichen Forschungsprojekts zur Explizitheit von Internet- Pornographie lasse sich , so Dirk Knipphals in der &#8220;<a href="http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/ein-wattiges-gefuehl/">taz</a>&#8221; das Schibboleth innerhaöb der Jury orten :</p>
<blockquote><p>Unausgesprochen stand dabei eine Frage im Raum, die viele Diskussionen in der Jury während der vergangenen drei Tage grundiert hatte: Erwartet man von Literatur ein authentisches Sprechen, das ist die Fraktion, die Autor, Sprache, Widerständigkeit ganz groß schreibt; oder erwartet man von ihr auch eine kluge Sprachinszenierung, bei dieser Fraktion kommen Spiel mit Erwartungshaltungen, Ironie und auch zum Tragen.</p></blockquote>
<p>&#8220;immer wieder&#8221; , so Knipphals <a href="http://taz.de/1/leben/buch/artikel/1/beruehrt-von-schlichter-schoenheit/">an anderer Stelle</a> zur Reziprozität von Poetk und Hermeneutik ,</p>
<blockquote><p>immer wieder leuchteten Grundpositionen eines heutigen Erzählens seitens der Autoren und damit einhergehend auch Grundpositionen eines aktuellen Sprechens über Literatur seitens der Juroren auf.</p></blockquote>
<p>Damit wäre in der Tat Einiges gewonnen , wenn die Nachricht die Runde macht , dass sich die Texte nicht nach der Literaturkritik , sondern umgekehrt die Literaturkritik sich an neuen Texten zu erproben und zu erweitern habe . Wenn das kein hoffnungsvoller Ausblick ist &#8212;</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p style="text-align: right;">Schwüle Sommernächte , du schwebst wie ein solitäres Raumschiff durch die dunkle Atmosphäre ?! Dann vergiss nicht <a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/07/czz-hoerempfehlung-124.jpg" rel="lightbox[20748]"><img class="alignright size-full wp-image-20562" title="czz-hoerempfehlung-124.jpg" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/07/czz-hoerempfehlung-124.jpg" alt="" width="71" height="42" /></a>den musikalischen Beipack , der im Juni bei einem unserer Lieblings- Netlabel erschienen ist : Die stimmungsvolle e.p- ist bei <em><a href="http://www.broque.de/label/de/veroeffentlichung">broque</a></em> erschienen . Man schrecke sich nicht vor der heimatlichen Titelei , unter welcher <a href="http://www.discogs.com/artist/DML">dml</a> aka <a href="http://www.facebook.com/pages/DML-Dirk-Lamprecht/62286622124">Dirk Lamprecht</a> seine deep dub- und dubtech- tracks rubriziert . &#8220;<em><a href="http://www.broque.de/label/de/veroeffentlichung/mp3-download-de/2470-074-dml-munique-e-p">munique</a></em>&#8221; ist ebenso cool wie auf seine Weise treibend : Musik wie ein Liquid , dessen diskreter Duft uns tags wie nachts betört .</p>
<p style="text-align: left;">sendling I<br />
[link auf mp3-audio im bogbeitrag]<br />
forstenried<br />
[link auf mp3-audio im bogbeitrag]<br />
neuperlach<br />
[link auf mp3-audio im bogbeitrag]<br />
sendling |I<br />
[link auf mp3-audio im bogbeitrag]<br />
freimann<br />
[link auf mp3-audio im bogbeitrag]<br />
<strong>|||</strong></p>
<p>QUELLEN</p>
<ul>
<li>
<div>Stefan Gmünder : <a href="http://derstandard.at/1308680847260/Eine-Lichtung-im-Wald-des-Vergessens">Eine Lichtung im Wald des Vergessens</a> &#8211; Der Standard , 11. 7. 2011</div>
</li>
<li>
<div>Lena Bopp : <a href="http://www.faz.net/artikel/C30437/bachmann-wettbewerb-vierzehn-autoren-trauen-sich-was-30460870.html">Vierzehn Autoren trauen sich was</a> &#8211; FAZ , 11. 7. 2011</div>
</li>
<li>
<div>Richard Kämmerlings : <a href="http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article13479283/Bachmann-Preis-fuer-Haderlap-eine-Fehlentscheidung.html">Bachmann-Preis für Haderlap – eine Fehlentscheidung</a> &#8211; Die Welt , 10. 7. 2011</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/ingeborg-bachmann-preis-lob-der-bedaechtigkeit-1.1118385">Ingeborg-Bachmann-Preis 2011 : Zwischen Bedächtigkeit und Porno</a> &#8211; SZ , 10. 7. 2011</div>
</li>
<li>
<div>Christoph Schröder : <a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-07/literatur-preis-bachmann">Bachmann-Preis Für M. Haderlap ; Die deutsche Sprache ist ihr Schutzschild</a> &#8211; Die Zeit , 10. 7. 2011</div>
</li>
<li>
<div>Christoph Schröder : <a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-07/bachmann-preis">Bachmann-Preis Von Liebe, Krieg und Pornos</a> &#8211; Die Zeit , 9. 7. 2011</div>
</li>
<li>
<div>Georg Renöckl : <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur/gegenwert_der_gegenwart_1.11303238.html">Gegenwert der Gegenwart . Der Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt</a> &#8211; NZZ , 11. 7. 2011</div>
</li>
<li>
<div>Gerrit Bartels : <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/der-wald-die-wunden-und-das-wuenschen/4378116.html">Wettlesen . Der Wald, die Wunden und das Wünschen</a> &#8211; Tagesspiegel , 10. 7. 2011</div>
</li>
<li>
<div>Dirk Knipphals : <a href="http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/ein-wattiges-gefuehl/">Dritter Tag Wettlesen beim Bachmann-Preis : Ein wattiges Gefühl</a> &#8211; taz , 9. 7. 2011</div>
</li>
<li>
<div>Dirk Knipphals : <a href="http://taz.de/1/leben/buch/artikel/1/beruehrt-von-schlichter-schoenheit/">Zweiter Tag Wettlesen beim Bachmann-Preis : Berührt von schlichter Schönheit</a> &#8211; taz , 8. 7. 2011</div>
</li>
<li>
<div>Dirk Knipphals : <a href="http://taz.de/1/leben/buch/artikel/1/traumata-mit-vordergruendigen-mitteln/">Erster Tag Wettlesen beim Bachmann-Preis : Traumata mit vordergründigen Mitteln</a> &#8211; taz , 7. 7. 2011</div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>RELATED</p>
<ul>
<li><a href="Bachmannpreis%202012%20%7C%20Prolegomena%201%20:%20Haderlap%20,%20Rabinowich%20und%20Wisser%20als%20%C3%B6esterrische%20Kandidaten">Bachmannpreis 2012 | Prolegomena 1 : Haderlap , Rabinowich und Wisser als öesterrische Kandidaten</a></li>
<li><a href="../2011/07/07/bachmannpreis-2012-prolegomena-2-timetable-der-lesungen/">Bachmannpreis 2011 | Prolegomena 2 – Timetable der Lesungen</a></li>
<li><a href="../2011/07/09/2011/05/26/haderlap-rabinowich-und-wisser-kandidaten-bachmannpreis-2011/">Bachmannpreis 2011 | Prolegomena 3 : Critics’ choice</a></li>
<li><a href="../2011/07/09/bachmannpreis-2012-prolegomena-4-erste-runde/">Bachmannpreis 2011 | Prolegomena 4 : Erste Runde</a></li>
<li><a href="../2011/07/10/bachmanpreis02/">Bachmannpreis 2011 | Prolegoena 5 : Zweite Runde</a></li>
<li><a href="../2011/07/10/bachmanpreis02/">Bachmannpreis 2011 | Prolegomena 6 : Dritte Runde</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2011/07/11/bachmannpreis-2011-finale-bachmannpreis-an-maja-haderlap/">Bachmannpreis 2011 | Finale : Bachmannpreis an Maja Haderlap</a></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>

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		<title>Frankfurter Liturgie : Das grosse BUCH- MESSEN</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 13:47:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; GE- MAIN SEIN &#124; VOM KRÄCHZEN DER SCHWEINEGRIPPE &#124; ERÖFFNUNG &#8211; KEHLMANNS REDE ( AGAIN ) &#124; ÖSTERREICHER UNTER SICH &#124; PARTYMEILE SUHRKAMP &#124; PARTYMEILEN ROWOHLT &#8230; &#124; &#8230; HATJE CANTZ , AUFBAU , METZLER &#124; TALKING HEADS &#8211; BERUFSBLESSUREN &#124; PARTYMEILE DVA , PIPER , S. FISCHER &#124; PARTYMEILE FÜR DAS VOLK &#8211;...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/bm_logo.png" alt="BM Logo" hspace="2" vspace="2" width="140" height="60" /></p>
<p><strong>|||</strong> GE- MAIN SEIN | VOM KRÄCHZEN DER SCHWEINEGRIPPE | ERÖFFNUNG &#8211; KEHLMANNS REDE ( AGAIN ) | ÖSTERREICHER UNTER SICH | PARTYMEILE SUHRKAMP | PARTYMEILEN ROWOHLT &#8230; | &#8230; HATJE CANTZ , AUFBAU , METZLER | TALKING HEADS &#8211; BERUFSBLESSUREN | PARTYMEILE DVA , PIPER , S. FISCHER | PARTYMEILE FÜR DAS VOLK &#8211; CONDITIO MENTIS DES GEMEINEN SCHRIFTSTELLERS ( POETA COMMUNIS ) | RELATED | POST- SCRIPTUM 1 | POST- SCRIPTUM 2</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_01_logo.png" alt="FAZ BM 01 Logo" hspace="2" vspace="2" width="400" height="216" /></p>
<p>GE- MAIN SEIN</p>
<p>Auf das Spektakel folgt das Gekakel , schliesslich wird niemand nach acht Stunden Lärm und Gedrängel abends allein ins Hotel . Zwar war im Vorfeld davon die Rede gewesen , krisenbedingt werde es kulinarisch ein radikales <em>Downgrading</em> geben , soferne Verlags- Party- technische Neigungsgruppen überhaupt zustande kämen .</p>
<p>Uns &#8211; hier draussen im jammerkalten Orbit der profanen Welt und literarisch unbehaust &#8211; bleibt nur die Mauerschau der medialen Korrespondenten . Allen voran liefert selbstredend die &#8211; von der FAZ täglich als pdf- Download ausgelieferte &#8211; <a href="http://www.faz.net/s/Rub3CB35ABC334E44BAB3ED79AEA25EAD13/Doc~E9CEB76E0363241F68DEC8A252988134C~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Messezeitung</a> uns die <em>Message</em> , was , wo und wie sich Dichter , Verleger und Kritiker in kopfschmerzlichen Messehallen , holder Eintracht und flottem Ton eben erst getummelt . Was allerdings in keiner Weise heisst , die Konkurrenzblätter vergönnten  uns <em>nicht etwa auch</em> den Genuss , uns in Namen von Edelfedern , Verlags Figuren und exklusiv eingeladenen Ehrengästen zu suhlen . Womit die massenmedial informierte Leserschaft <em>hier draussen</em> durch die für Fama und Nachricht nötigen Verspätung <em>vermittelt</em> an jene Szenerien gelangt , wo  <em>es</em> &#8211; das gewisse Etwas &#8211; statt hatte . Oder gehabt haben soll .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>VOM KRÄCHZEN DER SCHWEINEGRIPPE</p>
<p>Je länger die Buchmesse währt , desto enger die <em>Massage</em> der unzähligen <em>Messages</em> im buchmacherischen Gedränge .</p>
<blockquote><p>Der Lärmpegel steigt gefühlt von Stunde zu Stunde. Das ist fast ein bisschen erstaunlich, trifft man doch zunehmend auf Menschen, denen die Klimaanlagenluft und die abendlichen Buchmessenpartys die Stimme geraubt haben. Es wird gekrächzt und geflüstert in Frankfurt. Vielleicht ist sie auch deshalb gleich ein bisschen da, die Angst vor dem, was man nicht sehen kann, was aber trotzdem zwischen den Ständen und Menschen herumfleucht. Vor der Messe wurde an die Aussteller eine Broschüre mit Informationen zur Schweinegrippe verteilt; jetzt hängen in allen Waschräumen neben der Seife Behälter mit Desinfektionsmitteln. ( Wiebke Porombka , <a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2009-10/buchmesse-grippe">Die Zeit</a>)</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ERÖFFNUNG | KEHLMANNS REDE ( AGAIN )</p>
<p>Zur Eröffnung der Buchmesse spricht die <strong>deutsche Kanzlerin</strong> höchst selbst , gefolgt von Repräsentanten des <em>Börsenvereins</em> bis hin zu <strong>Daniel Kehlmann</strong> , dem &#8211; man erinnere sich an die <a href="http://salzburg.orf.at/stories/377969/">Salzburger Rede</a> &#8211; Mann des geradezu beschämend wahrhaften Wortes . Dass die von der <em>Welt</em> referierten Äusserungen des Letztgenannten gegen &#8220;Wikipediarisierung&#8221; und &#8220;Schwarmintelligenz&#8221; im Kontext der Präsentation des Neuen <em><a href="http://www.derkindler.de/index.php/home/der-neue-kindler">Kindler- Literaurlexikons</a></em> fielen , spielt umso weniger eine Rolle , als die <em>Welt</em> <a href="http://www.welt.de/kultur/article4830514/Kindlers-Literatur-Lexikon-schlaegt-locker-Wikipedia.html">eine lobende Besprechung</a> der Holz- Enzyklopädie direkt neben die Kehlmann- Rede platziert . Ein Schuft , wer Schlechtes dabei denkt .</p>
<blockquote><p>Wo <strong>Daniel Kehlmann</strong> auftritt, ist ein gepflegter, jungenhaft aufgefrischter Bildungsdiskurs garantiert. Dieses Vergnügen wurde einem bei einem der ersten Empfänge der Frankfurter Buchmesse am Mittwochmittag geboten. Der Verlag J. B. Metzler hob die neue Ausgabe von Kindlers Literaturlexikon aus der Taufe. Diese verlegerische Großtat in einer Zeit, in der das gute alte Lexikon immer wieder totgesagt wird, ist wahrlich ein Grund zum Feiern.</p>
<p>Kehlmann beschrieb eine kulturell behütete Jugend, für die <em>der Kindler</em> in der Schulbibliothek das Portal zur Weltliteratur und der stille Kumpan beim zügigen Verfertigen von Schulaufgaben ohne Umweg über die Quellen war. Ihm fiel der schöne Satz ein, dass Klassiker jene Werke seien, die man glaube gelesen zu haben, über die aber das meiste, was man wisse, aus dem <em>Kindler</em> stamme.</p>
<p>Den neuen <em>Kindler</em> gibt es zwar auch in einer Online-Version. Für Kehlmann aber kommt es auf die Vertrauen erweckende Physis der gedruckten Bände an. Er erkennt in ihnen ein mächtiges Zeichen gegen die <em>Wikipediarisierung</em> der Welt und den Glauben an die Überlegenheit der Schwarmintelligenz, zu der er anmerkte, dass ein Schwarm immer nur so klug sei wie der dümmste Fisch. ( Eckhard Fuhr , <a href="http://www.welt.de/kultur/article4850681/Kehlmann-spricht-Klartext-Merkel-diplomatisch.html">Die Welt</a>)</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ÖSTERREICHER UNTER SICH</p>
<p>Mittwoch Vormittag eröffnete Bundesministerin <strong>Clauia Schmied</strong> den österreichischen Gemeinschaftsstand und &#8211; so die Mitteilung des <em>Hauptverbandes des österreichischen Buchhandels</em>-</p>
<blockquote><p>&#8230; würdigte die Erfolge österreichischer AutorInnen, VerlegerInnen und BuchhändlerInnen:</p>
<p><em>Sie alle, wir alle sind der Literatur eng verbunden und wollen ihre Wurzeln stärken, um die Blütenpracht des Büchergartens auch in Zukunft bewundern und genießen zu können. Ich wünsche dem österreichischen Buchhandel ökonomische Erfolge und regen Besuch am Gemeinschaftsstand.</em> ( <a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=126&amp;detail_id=1870">HVB</a>)</p></blockquote>
<p>Wie es den insgesamt 161 österreichischen Ausstellern angehörs solch blumiger Metaphorik erging , soll , darf und kann hier nicht weiter erörtert werden .</p>
<p>Anlässlich des Österreich- Empgangs in Städel- Museum zeigte sich <strong>BM Claudia Schmied</strong> erneut <strong>hoch erfreut</strong> über die glänzende Position des österreichischen Buchhandels und muss an dieser Stelle jedem Zweifel entschieden entgegen getreten werden , die &#8220;bis in die Nacht hinein&#8221; feiernden Gäste hätten hiermit nicht zugleich eine akoholisch akzelerierte Verdrängungsleistung vollbracht :</p>
<blockquote><p>Nach der Begrüßung durch HVB-Präsident <strong>Gerald Schantin</strong> sprach Bundesministerin <strong>Claudia Schmied</strong> über die jüngsten Entwicklungen, die zu einer Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Buchbranche geführt haben. Besonders erfreulich sei die schnelle Reparatur der Importklausel des Buchpreisbindungsgesetzes gewesen, so die Ministerin. Auch die Einigung von WKÖ und <em>IG Autorinnen Autoren</em> in der Frage des Umgangs mit literarischen Texten in Schulbüchern begrüßte Schmied.</p>
<p>Im Anschluss feierten die 1.500 geladenen Gäste aus der Buchbranche bis in die Nacht hinein. ( <a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=126&amp;detail_id=1880">HVB</a>)</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>PARTYMEILE SUHRKAMP</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_02_01_auf_der_paty_m-1.png" rel="lightbox[10709]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_02_01_auf_der_paty_m-1-small.png" alt="FAZ BM 02 01 Auf der Paty M" hspace="2" vspace="2" width="292" height="467" /></a> ( Click to XL )</p>
<p>Allen Festlichkeiten voran steht selbstredend der traditionelle Suhrkamp in der <em>Villa Unseld</em> zeutlich , räumich und symbolisch als <em>primus inter pares</em> da . Trotz aler Abwanderugns- Bestrebungen der Verlegerin in die Reichs- Haupt- und Residenzstadt an der Spree ( und den damit einhergehenden Entlassung mancher Main- Treuen ) schienen Personal und Ritual nahezu unverändert :</p>
<blockquote><p>Dessen ungeachtet lud Suhrkamp-Verlegerin <strong>Ulla Unseld-Berkéwicz</strong> am Mittwochnachmittag zum traditionellen Kritikerempfang ein, der in diesem Jahr zum 50. Mal stattfand, wie die Verlegerin freudig verkündete. Diesen Empfang werde es weiterhin geben, auch nach dem Umzug nach Berlin, betonte sie in ihrer kleinen Ansprache. Dann verlas sie die Namen der anwesenden Suhrkamp-Autoren und übergab <strong>Oswald Egger</strong> das Wort, der acht Seiten aus einem demnächst bei Suhrkamp erscheinenden und rund 800 Seiten zählenden Prosa-Großwerk las. Und natürlich waren alle wieder da, zumindest alle, die eine Einladung bekommen hatten, und natürlich ließ es sich in der Unseld-Villa auf kleinstem Raum wieder schön mit Autoren ins Gespräch kommen. <strong>Thomas Meinecke</strong> berichtete von seinen Erfahrungen mit Facebook, <strong>Rainald Goetz</strong> pries das neue <strong>Maxim-Biller</strong>-Buch <em>Der gebrauchte Jude</em> in höchsten Tönen, <strong>Stephan Thome</strong> zeigte sich ganz und gar nicht unglücklich darüber, dass er beim Deutschen Buchpreis leer ausging, und <strong>Marcel Beyer</strong> wies seine Verlegerin daraufhin, dass sie ihn bei der Aufzählung der Autoren schlichtweg vergessen hätte, er sei doch auch da. ( Gerrit Bartels , <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/Suhrkamp-Verlag;art772,2924318">Tagesspiegel</a>)</p></blockquote>
<p>Dass einer zugegen gewesenen Zeugin der FAZ der Name<strong> Oswald Eggers</strong> ebenso wenig ein Begriff gewesen sein dürfte wie dessen hinlänglich bekannter  raunende Stil des Vortrags seiner dem Hermetischen zuneigenden Texte , erweist ein von radikaler Ignoranz geprägtes Apercu :</p>
<blockquote><p>Der Südtiroler Schriftsteller <strong>Oswald Egger</strong> las einen Ausschnitt aus seinem noch unveröffentlichten Roman oder besser, er las gar nicht, sondern presste die Wörter synkopisch aus sich heraus, so dass man nur Rhythmus hörte, leider gar nicht verstand, worum es ging, dafür aber die Ankündigung, dass dieser neue Roman achthundert Seiten haben werde, als eine ungewollte Drohung wahrnehmen musste. Als Hörbuch, vom Autor gelesen, würde man das jedenfalls nicht durchhalten. (  Julia Encke ,<a href="http://www.faz.net/s/Rub7DA2D1DFEA154E11ACA57DAB6E897D98/Doc~E7C1B55992AEC460C86AFDB6186E0057B~ATpl~Ecommon~Scontent.html"> FAZ</a> )</p></blockquote>
<p>Wenn , so die Berihchterstatterin des <em>Standard</em> , <strong>Oswald Eggers</strong> Buch tatsächlich erscheine , sei das Suhr- <em>Camp</em> längst in Berlin aufgeschlagen :</p>
<blockquote><p>Zwischen den Jahren will man umziehen, ab dem vierten Jänner 2010 soll die Arbeit der gesamten Verlagsgruppe in der Pappelallee 78-79 beginnen, in den Gebäuden des ehemaligen Finanzamts Prenzlauer Berg. Die neue Adresse jedoch ist ein Provisorium. Zwei Jahre später, wenn die Restaurationsarbeiten am Nikolaihaus in der Brüderstraße abgeschlossen sind, steht ein weiterer Umzug bevor.</p>
<p>Zwei Drittel der Angestellten jedenfalls ziehen in wenigen Wochen nach Berlin. Darunter das gesamte Lektorat und alle leitenden Angestellten. Die Klettenbergstraße aber bleibt in Frankfurt. Und wird auch in kommenden Jahren während der Buchmesse den Kritikerempfang beherbergen.  ( Cornelia Niedermeier , <a href="http://derstandard.at/1254311566529/Zeiten-des-Umzugs-Zeiten-des-Umbruchs">Der Standard</a>)</p></blockquote>
<p>Für die österreichischen Gäste blieb der Aufenthalt in <em>Villa Unseld</em> leider zeitlich begrenzt , da es den offiziellen &#8211; und traditionell &#8220;opulenten&#8221; &#8211; <strong>österreichischen Aufgesang</strong> nicht zu versäumen galt :</p>
<blockquote><p>Von dem die österreichischen Gäste alljährlich aufbrechen in Richtung Städel Museum. In dessen Kellern der <em>Hauptverband des Österreichischen Buchhandels</em> und die Bundesministerin für Kultur, <strong>Claudia Schmidt</strong>, zum opulenten Buffet laden. <em>Traditionell mit einer Ansprache, die kaum länger ist als Ulla Unseld-Berkéwiczs zwei Sätze.</em> In diesem Jahr allerdings hatte Claudia Schmidt einige wesentliche Informationen zu verkünden: Zum einen versicherte sie, ähnlich der deutschen Bundeskanzlerin <a href="http://www.faz.net/s/RubE26455A3251A4E72A8D13804A90F40BF/Doc~EB96BEEF9E60941CFAE0802EB017FA53D~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Angela Merkel bei der Eröffnungsrede</a> der Messe, ihren Willen, das Urheberrecht der Autoren nachhaltig zu sichern in Zeiten des Internet. ( Cornelia Niedermeier , <a href="http://derstandard.at/1254311566529/Zeiten-des-Umzugs-Zeiten-des-Umbruchs">Der Standard</a>)</p></blockquote>
<p>PARTYMEILEN ROWOHLT &#8230;</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_02_02_auf_der_paty_m-1.png" rel="lightbox[10709]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_02_02_auf_der_paty_m-1-small.png" alt="FAZ BM 02 02 Auf der Paty M" hspace="2" vspace="2" width="450" height="265" /></a> ( Click to XL )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>&#8230; HATJE CANTZ , AUFBAU , METZLER</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_02_03_auf_der_paty_m-1.png" alt="FAZ BM 02 03 Auf der Paty M" hspace="2" vspace="2" width="450" height="720" /></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_02_logo.png" alt="FAZ BM 02 Logo" hspace="2" vspace="2" width="400" height="219" /></p>
<p>TALKING HEADS | BERUFSBLESSUREN</p>
<p>Der für die FAZ bloggende <span style="text-decoration: line-through;">Don Alphonso</span> <strong>Andrea Diener</strong> hat am Donnerstag &#8211; Katertag nach der Nacht der grossen Empfänge &#8211; sich durch <strong>Halle 3.1</strong> gewühlt , um schliesslich in den Hafen des Mutterschiffes einzulaufen . Ob er den Rainald Goetz im Revier der Zeitung traf oder doch nicht eher bei Suhrkamp , ist nach den vorliegenden Quellen nicht zu eruieren . Jedenfalls birgt die Erinnerung an die am Vorabend stattgefundene <strong>Rowohlt</strong>- Sause einige Bitterstoffe in sich :</p>
<blockquote><p>Ich bin <strong>Rainald Goetz</strong> auch ein bißchen grantig, er ist gestern dauernd auf meiner Handtasche rumgetrampelt. Gut, es war eng bei Rowohlt im Schirn-Table, trotzdem, das muß man doch merken, wenn man auf jemandes Handtasche steht. Ich bin dann immer weiter zurückgewichen, er und seine Gesten wurden dagegen immer raumgreifender. Anscheinend bin ich die einzige im Raum, die in seinem Buch <em>Loslabern</em> nicht vorkommt, denn so gut wie jeder weiß eine Goetz-Anekdote von sich zu erzählen. Bevor es bei Rowohlt dann noch richtig blutig wurde und sich jemand mit mehr Alkohol als Hirn im Schädel ebendenselben aufschlug, war ich schon weg. ( Andrea Diener , <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/diener/archive/2009/10/16/das-menschenbild-zwischen-bier-und-buch.aspx">FAZ</a>)</p></blockquote>
<p>Wacker schlägt sich der Neo- FAZ Reporterin &#8220;kopfwund&#8221; weiter durchs Gewühl um immerhin bei einer kommunen Party von <strong>Wagenbach</strong> und <strong>Antje Kunstmann</strong> auf verkopfte Vieltrinker = Vielleser zu treffen :</p>
<blockquote><p>Dann stoßen Holgi und ich schon wieder auf eine Verdichtung gutangezogener Menschen, das ist die Standparty bei Kunstmann und Wagenbach, da gibt es tschechisches Bier, das heißt Staropramen. Was machen die hier? fragt er. Die glühen vor, erkläre ich, bevor es am Abend dann richtig zur Sache geht. Es geht jeden Abend zur Sache, und Buchmenschen brauchen immer etwas mehr Alkohol, um sich innerlich zu lockern. Es ist vielleicht ein ganz eigener Menschenschlag, der hier durch die Gänge eilt, aber diese Menschen haben sich von selbst ausgeformt, sie sind nicht von jemandem verordnet worden oder gehorchen einer Ideologie. Sie lesen alle entsetzlich viel, das ist alles. ( Andrea Diener , <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/diener/archive/2009/10/16/das-menschenbild-zwischen-bier-und-buch.aspx">FAZ</a>)</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>PARTYMEILE DVA , PIPER , S. FISCHER</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_03_01_dval_piper_fis-1.png" rel="lightbox[10709]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_03_01_dval_piper_fis-1-small.png" alt="FAZ BM 03 01 DVAl Piper Fis" hspace="2" vspace="2" width="450" height="703" /></a> ( Click to XL )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_03_logo.png" alt="FAZ BM 03 Logo" hspace="2" vspace="2" width="400" height="216" /></p>
<p>PARTYMEILE FÜR DAS VOLK | CONDITIO MENTIS DES GEMEINEN SCHRIFTSTELLERS ( POETA COMMUNIS )</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_01_welcher-schriftst.png" rel="lightbox[10709]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_01_welcher-schriftst-small.png" alt="FAZ BM 01 welcher-schriftst" hspace="2" vspace="2" width="450" height="322" /></a> ( Click to XL )</p>
<p>Wenn Sie jetzt noch immer nicht wissen , ob und überhaupt und wie respektive : welcher Typus des Schrift- Stellenden Sie sind , ist Ihnen nicht zu helfen . Im Notfall zum &#8220;Literaten&#8221; degradiert , sitzen Sie und wundern sich , warum es rund um Sie so merkwürdig lebensleer zugeht . Freilich sollten Sie Ihren jeweiligen Musen und Penaten auf Knien dafür danken , nicht etwa der von keinem Wissenschimmer angekränkelten Buchmessen- <span style="text-decoration: line-through;">Praktikantin</span> <a href="http://blog.zeit.de/seitenblick/2009/10/17/kleine-messe-benimm-regeln_357">Bloggerin der ZEIT</a> ins Visier graten zu sein  .</p>
<p>Schliesslich stehen heute ( 9 H bis 18:30 H ) und morgen ( 9 H &#8211; 17.30 H ) die Messehallen für Privatpersonen ( <em>le menu peuple</em> ) offen . Und die raffen doch , wie man weiss , nach allem nicht Niet- und Nagelfesten , wenn sie sich nicht im Imitation atavistischer Riten um die von ihnen verehrten Magier ( m | f ) des literarischen Wortes scharen .</p>
<p>Nichts spricht dagegen , in Ihrem stillen Winkel zu verharren und schon einmal das eine oder andere Fläschchen &#8220;<em>lacrima poetae</em>&#8221; abzufüllen . Oder Sie stecken einfach Ihr im Eigenverlag erschienenes Bändchen in die Westentasche und schlagen sieh auf die Seite der Laien . Etwas &#8220;teilnehmende Beobachtung&#8221; schadete bislang Keinem .</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/termine.png" alt="Termine" hspace="2" vspace="2" width="450" height="402" /></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>RELATED</p>
<ul>
<li><a href="../2009/10/15/dbp-preis-und-entscheidung/">dbp : Preis und Entscheidung</a> ( 15. 10. 2009 )</li>
<li><a href="../2009/09/17/short-und-hot-preise-preise-buch-pr-listenweise/">SHORT und HOT : Preise , Preise = Buch- PR , listenweise</a> ( 17. 9. 2009 )</li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2009/08/24/deutscher-buchpreis-09-offizielle-longlist-vs-hotlist-der-independents/">Deutscher Buchpreis 09 : Offizielle Longlist vs Hotlist der Independents</a> ( 24. 8. 2009 )</li>
<li><a href="../2008/09/18/dbp-shortlist/">dbp : shortlist | Pst ! Ohrs bild’t</a> ( 18. 9. 2008 )</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2008/08/22/deutscher-buchpreis-08-lost-in-longlist/">Deutscher Buchpreis 08 : Lost in Longlist</a> ( 22. 8. 2008 )</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2008/07/09/deutscher-buchpreis-08-die-werbe-traktor-rollt-an/">Deutscher Buchpreis 08 : Die Werbe- Traktor rollt an</a> ( 9. 7. 2008 )</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2007/09/13/preise-und-wiederganger-hanser-lovenberg-mosebach/">Preise und Wiedergänger : Hanser , Lovenberg , Mosebach</a> ( 16. 8. 2007 )</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2007/10/09/das-grosse-buchmesse-n/">Das grossen BuchMesseN | Fair Y Tales</a> ( 9. 10. 2007 )</div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>POST- SCRIPTUM 1</p>
<p>Immerhin ist die Nachricht , dass der <em>Hotlist</em>- <em>Publikumspreis der Independents</em> an den <a href="http://www.blumenbar.de/">Blumenbar</a>- Autor <a href="http://www.blumenbar.de/autor_bio.php?id=37">Alexander Schimmelbusch</a> ( <em><a href="http://www.blumenbar.de/buch.php?id=77">Blut im Wasser</a></em> ) gegangen ist , mittlerweile an Ihren Stand- bzw. Sitzort vorgedrungen ( <a href="http://www.hotlist2009.de">http://www.hotlist2009.de</a> ).</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>POST- SCRIPTUM 2</p>
<p>Auch das &#8220;<a href="http://www.wischenbart.com/blog/?p=267">Global Ranking of the Publishing Industry</a>&#8221; wurde inzwischen publiziert , bietet allerdings mitnichten jene Listen , unter deren Last wir lustvoll litten .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 2337px; width: 1px; height: 1px;">Der Südtiroler Schriftsteller Oswald Egger las einen Ausschnitt aus seinem noch unveröffentlichten Roman oder besser, er las gar nicht, sondern presste die Wörter synkopisch aus sich heraus, so dass man nur Rhythmus hörte, leider gar nicht verstand, worum es ging, dafür aber die Ankündigung, dass dieser neue Roman achthundert Seiten haben werde, als eine ungewollte Drohung wahrnehmen musste. Als Hörbuch, vom Autor gelesen, würde man das jedenfalls nicht durchhalten.</div>

]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>LinkListe , in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2009/08/18/linkliste-inadaequat-5/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 20:47:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; AUSSCHREIBUNGEN &#124; URHEBERRECHT &#124; MEDIEN &#124; LITERATUR &#124; WEBLITERATUR &#124; DIGITALE INNOVATION &#124; SOCIAL NETWORKS &#124; BLOGISM &#124; TWITTER &#124; ZITIERT Meldungen und Berichte , Namen und Nachrichten , Meinungen und Kommentare drehen schnell : In&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at schöpft ein wenig vom temporären &#8220;Schaum der Tage&#8221; und hält Bemerkenswertes fest , mag die eine oder andere...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> AUSSCHREIBUNGEN | URHEBERRECHT | MEDIEN | LITERATUR | WEBLITERATUR | DIGITALE INNOVATION | SOCIAL NETWORKS | BLOGISM | TWITTER | ZITIERT</p>
<p><em>Meldungen und Berichte , Namen und Nachrichten , Meinungen und Kommentare drehen schnell : In|ad|ae|qu|at schöpft ein wenig vom temporären &#8220;Schaum der Tage&#8221; und hält Bemerkenswertes fest , mag die eine oder andere Blase auch rasch platzen . Ablegen unter &#8220;Materialsammlung zur User- Kultur&#8221; .<br />
</em></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></p>
<blockquote><p><strong>AUSSCHREIBUNGEN</strong></p>
<p><strong><em>Deutscher Fotobuchpreis 2010</em></strong></p></blockquote>
<p>Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels lädt Fotografen , Verfasser und Herausgeber von Fotobüchern aus dem deutschsprachigen Raum ein , sich bis zum<br />
18. September 2009 für den &#8220;<em><a href="http://www.fotobuchpreis.de/">Deutschen Fotobuchpreis 2010</a></em> “ zu bewerben .</p>
<p>Teilnahmeberechtigt sind alle Fotobücher mit einer Mindestauflage von 500 Exemplaren , die nach dem 1. Oktober 2008 erschienen sind . Rund 20 Titel werden in den Gruppen Fotobildbände , Fotogeschichte / Fototheorie und Fotolehrbücher mit den Prädikaten &#8220;<em>Deutscher Fotobuchpreis 2010 – Gold oder – Silber</em> “ ausgezeichnet . Diese Bücher bilden mit 200 nominierten Werken eine Wanderausstellung, die auf den Stuttgarter Buchwochen , der Karlsruher Bücherschau , der Frankfurter Buchmesse und weiteren internationalen Messen gastieren wird .</p>
<p>Weitere Information sowie das Teilnahmeformular finden Sie <a href="http://www.fotobuchpreis.de/">hier</a> .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>URHEBERRECHT</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></strong></p>
<blockquote><p><strong><em> Nachlese</em></strong> : <a href="http://www.rechtzweinull.de/index.php?/archives/108-Haftung-fuer-User-Generated-Content-Grundsaetze-und-Hinweise-fuer-die-Praxis.html">Haftung für User Generated Content &#8211; </a></p>
<p><a href="http://www.rechtzweinull.de/index.php?/archives/108-Haftung-fuer-User-Generated-Content-Grundsaetze-und-Hinweise-fuer-die-Praxis.html">Recht &amp; dessen Praxis</a> ( Recht 2.0 )</p>
<pre><code> </code></pre>
<pre><code> </code></pre>
<p>Lesenswert speziell :</p>
<p><em>Abschnitt C. Hinweise für die Praxis</em></p></blockquote>
<p>|||</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/google_books.png" alt="Google Books" hspace="2" vspace="2" width="202" height="59" /></p>
<p><strong><em>Google Settlement 1</em></strong> &#8211; <a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=126&amp;detail_id=1616">EU will Betroffene zum Google Settlement befragen</a> ( buecher.at )</p>
<p>Die Regulierungsbehörde der Europäischen Union will VerlegerInnen und AutorInnen zu den Auswirkungen des Google-Settlements auf das europäische Urheberrecht befragen. Dies berichtet das britische Magazin thebookseller.com. Als Datum für ein Treffen wird der 7. September 2009 genannt.</p>
<p>Der Börsenverein des deutschen Buchhandels kritisiert, dass dieser Termin zu spät komme, um danach noch etwas bewegen zu können. &#8220;Nichtsdestotrotz nehmen wir bis Ende Juli schriftlich Stellung und werden auch bei der Anhörung dabei sein&#8221;, so Börsenvereins-Justiziar Christian Sprang gegenüber dem Magazin buchmarkt.de.</p>
<p><strong><em>Google Settlement 2</em></strong> &#8211; <a href="http://www.wired.com/epicenter/2009/08/national-writers-union-opposes-google-book-settlement/">National Writers Union Opposes Google Book Settlement</a> ( WIRED , 13. 8. 2009 )</p>
<p>Add yet another voice to the chorus of protests over a proposed settlement of a class-action copyright suit that clears Google to transform the world’s dusty library tomes into the bookstore and online library of the future.</p>
<p>This time, the National Writers Union — which represents some 1,500 freelance writers — described a proposed deal as “grossly unfair to writers.” That deal between Google and the Authors Guild and the Association of American Publishers would settle a suit brought against Google Book Search in 2005 for allegedly profiting illegally by scanning books and displaying snippets online.</p>
<p>Under the intricate $125 million settlement, Google gets the right to scan, index and display portions of nearly all U.S.-copyright books in exchange for a share of ad revenues. Google Book Search would also be allowed to sell out-of-print books and share revenue with the author or publishers, even if those rights holders can’t be found. As of April, Google had digitized upwards of 7 million books. ( &#8230; )</p>
<p>But Google should not have digitized books without authors’ permission, said Larry Goldbetter, the president of the National Writers Union, which operates as a local of the United Auto Workers. Google argues such scanning is covered by the Fair Use provision of copyright law, which allows for transformative and partial uses of copyright material.</p>
<p>“[W]riters whose copyrights were violated might receive a check for between $60 and $300 for each book and $15 per article,” he added. “Compared to the number and seriousness of the violations, the amount being offered by Google to each writer is ridiculously low.”</p>
<p>Google maintains that its use of book snippets in search results is protected by copyright law, which is intended to protect author’s rights to make money from their creations — but does not give them absolute control over their work. The dispute over such sampling and wholesale indexing is just one front in an increasingly complicated battle, as physical books, like CDs before them, look increasingly like relics, as media goes digital and portable. That’d be the MP3 player in the case of music, and the internet and e-book readers for print.</p>
<p>Other critics of the deal include digital-rights scholar Pamela Samuelson, the heirs of John Steinbeck and Philip K. Dick, and Microsoft — which gave up on its own book digitization project. ( &#8230; )</p>
<p>The proposed settlement is set to have a final hearing by a federal court judge in October, though it is not clear if that deadline will stand, because the Justice Department is now looking into the deal. Authors have until Sept. 4 to decide if they want to opt out of the settlement.</p>
<p><strong><em>Google Settlement 3</em></strong> &#8211; <a href="http://www.wischenbart.com/blog/?p=212">Understanding and critically ( yet openly ) discussing the Google Settlement</a> ( booklab )</p>
<p><strong><em>Google Settlement 4</em></strong> &#8211; <a href="http://archiv.twoday.net/stories/5878756/">GoogleBooks in CC- Lizenz , Open Access</a> ( Archivalia )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/google_books.png" alt="Google Books" hspace="2" vspace="2" width="202" height="59" /></p>
<p>|||</p>
<p><img style="width: 191px; height: 58px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/google_news.png" alt="Google News" hspace="2" vspace="2" width="202" height="65" /></p>
<p><strong><em>Google vs. News- Anbieter 1</em></strong> &#8211; <a href="http://www.heise.de/newsticker/Google-wehrt-sich-gegen-Vorwuerfe-von-Verlagen--/meldung/143564">Google wehrt sich gegen Vorwürfe von Verlagen</a> ( heise )</p>
<p>Der Internet-Suchmaschinen-Betreiber Google wehrt sich gegen Angriffe deutscher Medienhäuser, er profitiere ungerechterweise von journalistischen Inhalten. Dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel sagte der Europa-Chef von Google, Philipp Schindler: &#8220;Ich würde mich freuen, wenn die Verlage die Energie, die sie heute in die Angriffe gegen Google investieren, darauf verwenden würden, erfolgreichere Geschäftsmodelle im Netz zu entwickeln.&#8221; Seine Firma verstehe die Ängste der Verlage und nehme deren Sorgen ernst, aber: &#8220;Stellen Sie sich einfach mal vor, es gäbe Google nicht. Würde ein einziger Verlag dann besser dastehen? Nein, im Gegenteil&#8221;, sagte Schindler.</p>
<p>Am prominentesten hatte zuletzt <a href="http://www.heise.de/newsticker/Verleger-fordern-Schutz-vor-und-Geld-von-Suchmaschinen--/meldung/141320">Hubert Burda</a> (Focus, Bunte) der amerikanischen Suchmaschine vorgeworfen, weit mehr mit Online-Werbung zu verdienen als die Webauftritte der Verlage. &#8220;Schleichende Enteignung&#8221; sei das, weil Google mit den journalistischen Inhalten, die die Verlage mit &#8220;hohen Kosten&#8221; herstellten, viel Geld mache.</p>
<p>Google-Manager Schindler sagte jetzt im Spiegel: &#8220;Wir haben großes Interesse, dass die Verlage erfolgreiche Geschäftsmodelle finden. Da sind wir die Letzten, die ihnen raten würden, das nicht zu tun.&#8221; Im Übrigen könne man auch Bezahlinhalte über Google finden lassen. (dpa)</p>
<p><strong><em>Google vs.</em> <em>News- Anbieter 2</em></strong> &#8211; <a href="http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Streit-um-Urheberrecht-Google-wehrt-sich-gegen-Verlags-Kritiker/553928.html?nv=cd-rss1220">Streit um Urheberrecht : Google wehrt sich gegen Verlags- Kritiker</a> ( FTD )</p>
<p><strong><em>Google vs. News- Anbieter 3</em></strong> &#8211; Zur Erinnerung ( FAZ , Wiki , medienspiegel )</p>
<p>Grossverleger Hubert Burda &#8211; ganz der Blattlinie gemäss &#8211; <a href="http://www.faz.net/s/RubCC21B04EE95145B3AC877C874FB1B611/Tpl~Ecommon~Sressort~Apge~E2.html">in der FAZ gegen die &#8220;schleichende Enteignung&#8221; der Verleger durch Google</a> , welches fleissig Anzeigen casht , davon allerdings nichts abgibt .</p>
<p><strong><em>A propos Hubrt Burda :</em></strong></p>
<p>Die Hubert Burda Media gibt heute (2006) insgesamt 252 Magazine, Zeitschriften und Zeitungen in 19 Ländern heraus, davon 68 in Deutschland. Hinzu kommen ca. 120 Internet- und Radiobeteiligungen. Der Konzern beschäftigt mehr als 7.000 Mitarbeiter und machte 2004 einen Umsatz von 1,526 Milliarden Euro, davon entfielen auf den Druckbereich 179 Millionen Euro. ( <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hubert_Burda">Wikipedia</a> )</p>
<p><strong><em>Mario Sixtus via Twitter</em></strong> ( via <a href="http://www.medienspiegel.ch/archives/002416.html">medienspiegel</a> )</p>
<p><em>Google liefert 50% des Traffics auf Hubert Burdas Seiten. Dafür möchte er ein &#8220;Fair Share&#8221; von Googles Einnahmen.</em> <em>Hallo ?</em> <a href="http://u.nu/45km">http://u.nu/45km</a></p>
<p><img style="width: 191px; height: 58px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/google_news.png" alt="Google News" hspace="2" vspace="2" width="202" height="65" /></p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.boersenblatt.net/333286/"><strong><em>Expertentagung Medienrecht</em></strong> am 28. September im Literaturhaus München &#8211; Piraterie-Verfolgung im Internet</a> ( bb )</p>
<p>Die <em><a href="http://www.buchakademie.de/sem/sem.php3?id=1106">Akademie des Deutschen Buchhandels</a></em> veranstaltet am 28. September im Literaturhaus München eine Expertentagung Medienrecht zum Thema &#8220;Piraterie-Verfolgung im Internet – Strategien für Verlage und Medienunternehmen“.</p>
<p>Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über die Formen der Piraterie im Netz und die unterschiedlichen Möglichkeiten, sie zu bekämpfen und Schadensersatz geltend zu machen. Wie sich das Phänomen Raubkopie aus Nutzersicht darstellt, ist ebenfalls Thema der Tagung.</p>
<p>Die Konferenz richtet sich an Geschäftsführer und Juristen von Medienunternehmen, Verlagsleiter, Mitarbeiter von Lizenzabteilungen und Anwälte, und wird von Matthias Lausen moderiert.</p>
<p>|||</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/google_books.png" alt="Google Books" hspace="2" vspace="2" width="202" height="59" /></p>
<p><strong><em>GoogleBooks &amp; Cloud-Computing</em></strong> : <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur/buecher_in_der_wolke_1.3331712.html">Eine riesige Leihbibliothek ?!</a> ( NZZ )</p>
<p>(&#8230;. ) Die Suchmaschine, die bereits 8,2 Millionen Bücher aus Bibliotheken digitalisiert hat und weitere 1,8 Millionen Werke parat hält, die ihr von Verlagen zur Anzeige im Internet überlassen worden sind, verspricht uns Lesern und Buchkäufern nun eine <em>Bibliothek in der Wolke</em>. Noch ist die in den USA ausgeheckte, vom Chef der Entwicklungsabteilung vorerst nur grob skizzierte Idee kaum publik. Aber so viel lässt sich sagen: Anders etwa als beim Online-Händler Amazon lädt der Kunde, der demnächst über Googles Programm <em>Edition</em> Bücher kauft, kein vollständiges E-Book auf sein Lesegerät, um es dort zu speichern, sondern erhält zu dem Text, der (als offenes, neutrales Dateiformat) digitalisiert irgendwo auf einem Google-Server liegt, nur einen Zugang. ( &#8230; )</p>
<p>|||</p>
<p><strong><em><a href="http://hemartin.blogspot.com/2009/08/uber-das-fur-und-wider-der.html">Für und Wider der urheberrechtlichen Diskussion im Zusammenhang mit dem Heidelberger Appell</a></em></strong> ( Hugo E. Martin )</p>
<p>Eine <a href="http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2009/heidelbergerappell.pdf">studierenswerte Analyse</a> ( PDF ) zum Heidelberger Appell, ein Beitrag des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages ( Autoren: Roger Cloes und Christopher Schappert ) zur Urheberrechtschutz- und Leistungsschutz- Diskussion.</p>
<p>Abgearbeitet am sog. &#8220;<em><a href="http://infobib.de/blog/2009/03/25/materialsammlung-rund-um-den-heidelberger-appell/">Heidelberger Appell</a></em>&#8221; insbesondere im Zusammenhang mit der Google Buchsuche und ( dem ganz anderen ) Themenkomplex des Open Access. Ein Beitrag der zu einer versachlichung (und Richtigstellung ) beitragen könnte ( wenn man nur wollte ) und der zu mehr Ehrlichkeit und Transparenz aufruft.</p>
<p>Lesenswert ! ( <a href="http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2009/heidelbergerappell.pdf">18 Seiten , PDF</a> )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/google_books.png" alt="Google Books" hspace="2" vspace="2" width="202" height="59" /></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>MEDIEN</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></p>
<p><strong><em>DABplus </em></strong>- <a href="http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Kein-Markterfolg-Digitalradio-scheitert-in-Deutschland/544181.html?nv=cd-rss1220">Kein Markterfolg &#8211; Digitalradio scheitert in Deutschland</a> ( FTD )</p>
<p><em>Hörfunksender lehnen den geplanten Standard DABplus ab. Die Alternativen sind umstritten. Mehrheitsfähig ist nur der alte Analogfunk UKW. Die Gerätehersteller schäumen.</em></p>
<p>So klingt blanke Resignation: &#8220;Absolut keine&#8221;, antwortet der Radiohersteller Pioneer auf die Frage, welche Bedeutung er dem digitalen Radiostandard <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Audio_Broadcasting#DAB">DAB</a> in Deutschland beimesse. Und nein, ein Termin für das Ende des klassischen analogen Hörfunks sei &#8220;absolut nicht in Sicht&#8221;.</p>
<p>Die Einführung des Digitalradios lahmt seit Jahren. Nun ist sie auf absehbare Zeit gescheitert. Die Beteiligten wirken hilflos. &#8220;Jetzt muss man einen Schnitt machen, tief durchatmen, und sich die Sache noch mal anschauen&#8221;, rät die Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (ALM).</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Audio_Broadcasting#DAB.2B">DABplus</a> heißt die Technik, die dem Digitalradio zum Durchbruch verhelfen soll. Sie ist eine Weiterentwicklung des wirtschaftlich erfolglosen Standards DAB und steht für höhere Übertragungskapazität und Tonqualität &#8211; gegenüber dem digitalen Vorläufer und erst recht gegenüber dem Analogfunk UKW. DABplus soll Platz schaffen für viele Programme und genauere Verkehrsinformationen für Autofahrer. ( &#8230; )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/dab_logo-1.png" alt="DAB Logo" hspace="2" vspace="2" width="169" height="85" align="left" />Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat der ARD gerade 30 Mio. Euro verweigert, die für den Aufbau von DABplus-Angeboten vorgesehen waren. Es sei &#8220;nicht gelungen, für eine Einführung des digitalen Hörfunks einen tragfähigen Konsens mit privaten Radioanbietern herbeizuführen&#8221;, so die KEF.</p>
<p>Ende Juni hatten sich die Privatradios gegen DABplus ausgesprochen &#8211; und die KEF-Entscheidung damit faktisch vorgegeben. &#8220;Momentan gibt es auf absehbare Zeit kein tragfähiges Geschäftsmodell&#8221;, begründet Hans-Dieter Hillmoth, Geschäftsführer von Radio FFH und Vizechef des Privatrundfunkverbands VPRT. &#8220;Digitalisierung ist kein Selbstzweck.&#8221; Er schätzt die Gesamtkosten für den DABplus-Aufbau auf rund 500 Mio. Euro.</p>
<p>Damit steht die Entwicklung wieder am Anfang &#8211; und die Gerätehersteller schäumen. &#8220;Wenn wir in Deutschland keine Insellösung haben wollen, müssen wir digitalisieren&#8221;, mahnt der britische Radioproduzent Pure. Bis zu 300 Millionen Digitalempfänger wollen die Hersteller hierzulande verkaufen.</p>
<p>Die Radiosender fürchten aber, dass sich ein Debakel wiederholt. DAB ist seit über zehn Jahren in Betrieb, doch lediglich 600.000 Radios wurden verkauft. In der Schweiz, wo seit Kurzem bereits DABplus im Regelbetrieb läuft, rechnen die Anbieter bis Ende 2009 mit 300.000 Geräten, was rund zehn Prozent der Haushalte entspricht. Das ist gemessen an der Abdeckung mehr als fünfmal so viel wie in Deutschland.</p>
<p>Wegen der winzigen Reichweiten nimmt hierzulande die Zahl der Digitalprogramme sogar ab. In der Hälfte der Bundesländer gibt es keinen einzigen privaten DAB-Sender mehr, in Teilen Ostdeutschlands auch kaum noch öffentlich-rechtliche Digitalwellen. Es reiche eben nicht, die bekannten UKW-Programme auch digital zu verbreiten, so die Kritik. &#8220;Man muss wirklichen Mehrwert bieten&#8221;, heißt es. ( &#8230;.)</p>
<p>DAB-Befürworter kontern, Radio aus dem Internet sei &#8220;unbezahlbar&#8221;, weil die Kosten mit jedem weiteren Nutzer steigen. Und für mobilen Empfang eigne es sich ebenso wenig wie DVB-T. Eine Einigung ist nicht in Sicht.</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/dab_logo-1.png" alt="DAB Logo" hspace="2" vspace="2" width="169" height="85" align="left" />&#8220;Die Zukunft liegt in Multinormgeräten&#8221;, orakelt daher die ALM. Eine politische Vorgabe wie in Frankreich müsse es doch nicht geben. Dort dürfen ab 2013 nur noch digitaltaugliche Radios verkauft werden. Von der Idee der deutschen Politik, den UKW-Funk im Jahr 2015 abzuschalten, hält Hillmoth jedenfalls nichts: Dieser Termin sei &#8220;todsicher&#8221; nicht zu halten.</p>
<p>|||</p>
<p><strong><em><span style="text-decoration: underline;"><span style="COLOR: blue"><a href="http://www.medienbote.de/19163_schlagzeile.htm">We</a>bradio im Aufwind</span></span></em></strong> ( Medienbote )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_byte_fm.png" alt="Logo Byte FM" hspace="2" vspace="2" width="160" height="74" align="left" />Grimme Online Award 2009 für ByteFM, Webradio made in Hamburg &#8211; wachsende Nutzer- und Angebotszahlen &#8211; Ende 2008 hatten deutsche Webradios bereits täglich rund 7,5 Millionen Nutzer &#8211; Seit 2006 hat sich die Zahl der deutschen Webradios verfünffacht, von etwa 400 auf rund 2.000 im Jahr 2009 (April 2009: exakt 1.914) &#8211; vier Fünftel davon sind ausschließlich im Internet empfangbar (Internet-Only) &#8211; ein Fünftel Livestreams der klassischen UKW-Radiosender (Simulcast-Streams) : &#8220;Gerade ihnen bietet das Web viele Chancen: sie können ihre Reichweiten ausbauen und durch spezielle Web-Angebote neue Zielgruppen erschließen.</p>
<p>Vorbei scheint die Angst vor der Abwanderung ins Netz und verlorene, vor allem junge Hörergruppen. Die UKW-Sender haben inzwischen den Wandel der Mediennutzung und das Internet als wichtigen Übertragungsweg für Hörfunk akzeptiert &#8211; &#8220;<em>Webradio Monitor 2009</em>“ &#8211; minus Rentabilität &#8211; Bisher gelingt es vielen offenbar noch nicht, die Nachfrage der Hörer entsprechend zu kapitalisieren &#8211; Wachstumspotenzial sehen die Veranstalter dennoch, und zwar vor allem bei der Spotvermarktung ihrer Angebote. Webradio kann gegenüber anderen Medien vor allem durch eine klar definierte Zielgruppe punkten und &#8230; nachweisbare Werbemittelkontakte bieten. Für die Werbeindustrie wird dieser Markt ohne Zweifel weiter an Attraktivität gewinnen.</p>
<p>Noch besteht allerdings keine Einigung hinsichtlich der adäquaten Leistungswerte und der einheitlichen &#8220;Währung“. Auch auf Seiten der Webradiobetreiber herrscht darüber noch Unklarheit: 41 Prozent der Befragten bevorzugen den Unique Listener, während 29 Prozent die Anzahl der gestarteten Streams (Tune-Ins) als geeigneten Wert sehen und 11 Prozent den konkreten Werbemittelkontakt &#8211; zwei auffällige Trends: die immer stärkere Visualisierung und Personalisierung der Angebote. Last.fm und Putpat zeigen, wohin die Reise im Webradiomarkt künftig geht.</p>
<p>|||</p>
<p><strong><em>Schweiz erneuert öffentlich- rechtlichen Rundfunk</em></strong> ( <a href="http://meedia.de/details/article/schweiz-erneuert-ffentlich-rechtlichen-rundfunk_100022556.html">Meedia</a> , <a href="http://satundkabel.magnus.de/medien/artikel/schweizer-fernsehen-srg-mit-strafferen-strukturen-neue-statuten.html">satundkabel</a> )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_srg.png" alt="Logo SRG" hspace="2" vspace="2" width="278" height="47" align="left" />Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der Schweiz kann neu geordnet werden. Nach Informationen von Satundkabel hat das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation der Schweiz die neuen Statuten von SRG SSR idée suisse (SRG) genehmigt.</p>
<p>Der Schweizer Bundesrat hatte vom SRG gefordert, seine Organisation zeitgemäßen Anforderungen an Corporate Governance und Effizienz anzupassen. Im Ergebnis wird die Rundfunkanstalt nun strategisch alleine dem Nationalen Verwaltungsrat unterstellt und operativ ausschließlich vom Generaldirektor geführt. Darüber hinaus werden die hierarchischen Strukturen des SRG stark gestrafft.</p>
<p>|||</p>
<p><strong><em><a href="http://www.axelspringer.de/">Axel Springer setzt auf Bezahlinhalte</a> 1</em></strong> ( axelspringer.de )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_axel_springer.png" alt="Logo Axel Springer" hspace="2" vspace="2" width="238" height="60" align="left" /> Der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, Mathias Döpfner, will seine Internet-Inhalte auf Smartphones nur noch gegen Gebühr anbieten. Der Verlag entwickle Apps für das iPhone, über die welt.mobil, bild.mobil oder computerbild.mobil bezahlt und quasi abonniert würden. &#8220;Im Herbst gehen wir damit auf den Markt&#8221;, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Zahlungsbereitschaft sei gerade bei Mobilfunkkunden groß. Weit über die Hälfte der Zugriffe auf mobile Inhalte der Axel Springer AG kämen von iPhones.</p>
<p>Axel Springer will auch versuchen, im herkömmlichen Web Inhalte seiner Zeitungen gegen Geld anzubieten. In den Regionalzeitungen sollen allgemeine Nachrichten für den Leser gratis bleiben, &#8220;Premium-Inhalte&#8221; Geld kosten. &#8220;Wer etwa die Exklusivgeschichte aus der Stadtverordnetensitzung lesen, das Archiv oder den Staumelder nutzen will, muss zahlen.&#8221; Paid Content setze allerdings voraus, dass die Nachrichten und vor allem ihre Aufbereitung im Internet künftig kreativer, exklusiver oder individueller sind als heute.</p>
<p><span style="COLOR: black"><strong><em>Axel Springer setzt auf Bezahlinhalte 2</em></strong> &#8211; Interview mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mathias_D%C3%B6pfner">Springer- Chef Döpfner</a> ( FAZ )<br />
<a href="http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E89A79A2D09F24BA08FFC0179785924F6~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlenews">Springer-Chef Döpfner im Interview &#8211; &#8220;Bild.mobile auf dem iPhone muss bezahlt werden“</a></span></p>
<p><em><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_axel_springer.png" alt="Logo Axel Springer" hspace="2" vspace="2" width="238" height="60" align="left" />Herr Döpfner, Ihr &#8220;Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann hat das kostenlose Internet einen verfluchten Geburtsfehler genannt. Sie wollen ihn korrigieren. Nur wie ?</em></p>
<p>Wir alle haben das immer wieder gesagt, aber die Entwicklung des Internets ist nicht statisch. Anfangs ging es den Verlagen um Reichweite, um die Weckung des Konsumenteninteresses, heute befinden wir uns in einer reiferen Phase. Geburtsfehler lassen sich nicht schnell kurieren. Aber es ist im Interesse der Leser und der Verlage, in der digitalen Welt eine wirtschaftliche Basis für Qualitätsjournalismus zu schaffen, weil es sich sonst bald keiner mehr leisten kann, wertvolle Inhalte im Internet anzubieten. Eine Säule der Finanzierung ist die Online-Werbung, eine zweite Paid Content, also die Bezahlung für exklusive journalistische Angebote oder spezielle Dienstleistungen. ( &#8230; )</p>
<p><em>Mit einem ähnlichen Modell ist der Marktführer &#8220;Spiegel online“ schon vor Jahren gescheitert.</em></p>
<p>Das heißt doch nicht, dass es beim zweiten oder dritten Versuch wieder nicht klappt! Wir können heute vieles besser machen, die Technik ist vorangeschritten. Andere haben damit Erfolg. Das „Wall Street Journal“ lässt sich Spezialinhalte mit 1,99 Dollar in der Woche oder 79 Dollar im Abonnement bezahlen und macht damit einen zusätzlichen Umsatz von mehr als 100 Millionen Dollar im Jahr. Wir haben als Verleger geradezu eine heilige Verantwortung, alles zu versuchen, um eine Wirtschaftsgrundlage für die digitale Welt zu schaffen. Viele Verlage denken über diese Zukunftsfragen so wie wir und gehen in diese Richtung. Da wird es international viel Bewegung geben. Denn eins ist klar: Qualitätsjournalismus hat seinen Preis, und Leser haben das historisch immer akzeptiert. Man muss es nur so einfach und attraktiv machen, dass die Leser es auch wirklich nutzen können und wollen.</p>
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<p><a href="http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=959"><strong><em>Advertorials in der KRONE</em></strong> &#8211; Bares oder Wahres</a> ( Falter )</p>
<p><em><img style="width: 99px; height: 94px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_neue_kronen_zeitung.png" alt="Logo Neue Kronen Zeitung" hspace="2" vspace="2" width="90" height="84" align="left" />Bezahlte Werbung oder journalistischer Bericht ? &#8211; Für Leser ist immer schwerer zu erkennen, was sie vorgesetzt bekommen -</em></p>
<p>( &#8230; ) Kürzlich schlug der Österreichische PR-Ethik-Rat Alarm: Er kritisiert die &#8220;oft ungenügende Unterscheidbarkeit von redaktionellen Beiträgen und entgeltlichen Einschaltungen in den Medien“. Das sei &#8220;der Versuch, die Leser zu täuschen“, so Rats-Vorsitzender Wolfgang Langenbucher, ehemaliger Vorstand des Publizistikinstituts der Uni Wien. Wegen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten würden die Sitten sogar in den renommiertesten Blättern lockerer. Dabei sind Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht nach dem Mediengesetz klagbar – allerdings klagt kaum jemand, so sehr hätten sich alle an diese Praktiken gewöhnt. Wie er höre, seien die Sitten in den Bundesländern verfallener als in Wien, sagt Langenbucher: Dort herrsche ein &#8220;Sumpf“. ( &#8230;)</p>
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<p><em><strong>M- Prinzip für Nischen- Publikationen 1 &#8211; <a href="http://blogs.harvardbusiness.org/haque/2009/07/the_nichepaper_manifesto.html">Meaningful stuff that matters the most</a> ( Umair Haque )</strong></em></p>
<p><em><strong><a href="http://meedia.de/nc/background/meedia-blogs/stefan-winterbauer/stefan-winterbauer-post/article/die-nische-als-zukunft-der-zeitung_100022205.html?tx_ttnews[backPid]=1692&amp;cHash=a742a64434">Die Nische als Zukunft der Zeitung 2</a></strong></em> ( Meedia )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/nichepapers.png" alt="Nichepapers" hspace="2" vspace="2" width="152" height="50" align="left" />Es geht mal wieder um nichts weniger als die Zukunft der Zeitung. Diesmal mischt sich der US-Medienforscher Umair Haque in die Diskussion ein. Haque ist Direktor des Havas Media Lab, einer Forschungseinheit des französischen Werbe-Netzwerks Havas. Haque schrieb einen Blog-Beitrag für Harvard Business Publishing, in dem er den geplagten Zeitungs-Verlegern die Leviten liest und seinen Ausweg aus der Zeitungskrise weist: Zeitungen müssten zu Nischen-Anbietern, &#8220;Nichepapers&#8221;, werden.</p>
<p>Medienforscher Haque beginnt seine Ausführungen mit einer Analyse zur strukturellen Krise der Gattung Tageszeitung. Nicht Journalisten hätten die Zeitungen des 20. Jahrhunderts profitabel gemacht, sondern die Leser. &#8220;Zeitungen des 20. Jahrhunderts waren niemals so außergewöhnlich profitabel wegen dem, was sie geschrieben haben. Es war die Dynamik des Kleinanzeigen-Monopols, das die massiven Renditen befeuert hat.&#8221;</p>
<p>Die Struktur der Zeitung des 20. Jahrhundert sei nun nicht länger fit für das 21. Jahrhundert. &#8220;Die Herangehensweise von gestern an Nachrichten schafft keine Bildung, keine Aufklärung und keine Information. Die Vierte Gewalt befindet sich in einem Stadium der Auflösung. Die Nachrichten-Industrie selbst hat Nachrichten in einem sich wiederholenden Abwärts-Wettlauf zur Massenware degradiert. Es ist an der Zeit für eine bessere Form von Nachrichten.&#8221;</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/nichepapers.png" alt="Nichepapers" hspace="2" vspace="2" width="152" height="50" align="left" />Diese &#8220;bessere Form von Nachrichten für das 21. Jahrhundert&#8221; nennt Umair Haque <em>Nichepapers</em> . Diese sind nach seiner Definition Marktführer in einem eng definierten Feld, seien es Finanzen, Politik oder Entertainment.</p>
<p>Was <em>Nichepapers</em> auszeichnet :</p>
<ol>
<li>Wissen, nicht Nachrichten: Zeitungen wollen ihren Lesern Nachrichten vermitteln, Nichepapers wollen bedeutungsvolles, lange gültiges Wissen vermitteln.</li>
<li>Themen, nicht Artikel: Nichepapers entwickeln Themen anstatt schnell erzählter und schnell vergessener Geschichten.</li>
<li>Einzigartigkeit statt Auflage: Zeitungen streben nach Auflage, indem sie die immergleichen Geschichten in immergleicher Weise erzählen. Nichepapers streben nach Einzigartigkeit, indem sie eine Perspektive entwickeln, analysieren und Erzählstrukturen finden, die von Konkurrenten nicht nachgeahmt werden können.</li>
<li>Provokation, nicht Perfektion: Zeitungen suchen die Perfektion in Grammatik, Einleitungen, Überschriften. Nichepapers suchen stattdessen die Provokation, manchmal auch die Provokation zum Selbstzweck.</li>
<li>Aufgaben, nicht Technik: Nichepapers kümmern sich nicht um Technik. Sie nutzen Blog, Videos, Wikis, Twitter oder lange Artikel. Oder alles gleichzeitig. Je nachdem, was für eine Aufgabenstellung am besten geeignet ist. ( &#8230; )</li>
</ol>
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<p><strong><em>Film</em></strong> &#8211; Neuer Film &#8220;<em>The Sky Crawlers</em>&#8221; des Animationsfilmer von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mamoru_Oshii">Mamoru Oshii</a> , Schöpfer der Kultfilme &#8220;<em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ghost_in_the_Shell#Kinofilme">Ghost in the Shell</a></em> &#8221;</p>
<p>&#8220;<em>The Sky Crawlers</em>&#8221; bereits bei der Biennale Venedig zu seheh , beim Münchener FilmFest nun erstmals in Deutschland &#8211; Die <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/comics/Anime-Mamoru-Oshii;art18281,2853052">Rezension des <em>Tagesspiegel</em></a> fällt recht durchwachsen aus &#8211; <a href="http://www.youtube.com/watch?gl=DE&amp;hl=de&amp;v=RfmSZPrcudc">Trailer @ YouTube</a> , <a href="http://www.amazon.com/Sky-Crawlers-Rinko-Kikuchi/dp/B001VBM0Z0/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=dvd&amp;qid=1248154750&amp;sr=8-1">DVD @ Amazon.com</a></p>
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<p><strong>LITERATUR</strong></p>
<p><a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=123&amp;detail_id=1633"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></a><strong><em></em></strong></p>
<p><strong><em><a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=123&amp;detail_id=1633">Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung an Barbara Köhler &amp; Ulf Stolterfoht</a></em></strong> ( buecher.at )</p>
<p>Anlässlich des <a href="http://www.poetenfest-erlangen.de">29. Erlanger Poetenfests</a> ( 27. bis 30. August 2009 ) vergibt die Kulturstiftung Erlangen zum dritten Mal den &#8220;Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung“. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird in diesem Jahr gemeinsam an die <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/koehlerbio.html">Barbara Köhler</a> und <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/stolterfohtbio.html">Ulf Stolterfoht</a> verliehen.</p>
<p>Die Jury würdigt damit ihre Übersetzungen von Gertrude Steins <em><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/tender_buttons_zarte_knoepft-gertrude_stein_41632.html">Tender Buttons – Zarte knöpft</a></em> ( Barbara Köhler , 2004 ) und <em><a href="http://www.engeler.de/art.html">Winning His Way – wie man seine art gewinnt</a></em> ( Ulf Stolterfoht, 2005 ).</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/koehler_stein.png" rel="lightbox[9461]"><img style="width: 101px; height: 136px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/koehler_stein-small.png" alt="Köhler Stein" hspace="2" vspace="2" width="98" height="141" align="left" /></a>&#8220;<em>Gertrude Steins sinnoffene Poesie lässt zahlreiche Lesarten zu. Barbara Köhler und <a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/stolterfoht_stein.png" rel="lightbox[9461]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/stolterfoht_stein-small.png" alt="Stolterfoht Stein" hspace="2" vspace="2" width="96" height="119" align="left" /></a>Ulf Stolterfoht nehmen unterschiedliche Perspektiven auf die von ihnen übersetzten Texte ein, die sich gegenseitig ergänzen und in einem dialogischen Verhältnis zueinander stehen</em> &#8220;, begründet die Jury ihre Entscheidung.</p>
<p>Im Rahmen des 24. Erlanger Poetenfests wurden erstmals AutorInnen als ÜbersetzerInnen eingeladen. Die Jury des &#8220;<em>Erlanger Literaturpreises für Poesie als Übersetzung&#8221;</em> besteht selbst aus ÜbersetzerInnen. In diesem Jahr gehören ihr Georges-Arthur Goldschmidt, Annette Kopetzki, Adrian La Salvia, <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/benedikt-ledebur/">Benedikt Ledebur</a>, Camilla Miglio, Peter Waterhouse, Norbert Wehr und <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/czerninbio.html">Franz Josef Czernin</a> an.</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>WEBLITERATUR</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></p>
<blockquote><p><span style="COLOR: black"><em><strong><a href="http://blog.oliver-gassner.de/archives/3919-Gratis-Blogcheck-15-P.-s-Veranda.html">Gratis Blogcheck 15 : P.-&#8217;s Veranda</a></strong></em> ( Oliver Gassner )</span></p>
<blockquote><p><span style="COLOR: black"><a href="http://michaelperkampus.blogspot.com/">Michael von P.-’s Veranda</a> schreibt. Literarisches Weblog inklusive Podcast, Werkauszüge, Fragmente, Tagebuch, Informationen über den Autor, Schriften zur Literatur, Kolumnisten</span></p>
<p><span style="COLOR: black"><em>Eine Sammlung kleinerer Beobachtungen und Tipps</em>.</span></p></blockquote>
</blockquote>
<ol>
<li><span style="COLOR: black">Den Kopfbereich zum Hinweis auf besondere Texte zu nutzen, ist ganz elegant, ich würde das dann aber eher wie eine Aufzählung oder (notfalls sogar mit “table”) als Tabelle gestalten, so wirkt es unübersichtlich.</span></li>
<li><span style="COLOR: black">Links die Archivübersicht kann weiter nach unten, Kommentare weiter nach oben (Blogs dienen dem Dialog)</span></li>
<li><span style="COLOR: black">Noch vor der Liste empfehlenswerter Autoren und Texte (an sich eine gute Idee) würde ich eine Liste gelesener Literaturblogs (Primär? Sekundär?) setzen&#8230;</span></li>
<li><span style="COLOR: black">&#8230; und regelmäßig in Postings auf das dort gelesene bezug nehmen, wenn auch nur verlinkend / literarisch antwortend</span></li>
<li><span style="COLOR: black">Generell positiv auf Aufmerksamkeit und Leserzahl wirkt es sich aus, wenn man sich bloggend in aktuelle literarische Debatten einmischt &#8211; oder sie gar anzettelt.</span></li>
<li><span style="COLOR: black">Seit Februar ist die Postingfrequenz erfreulich hoch, eine dialogische Vernetzung mit anderen (Literatur-)Blogs scheint allerdings nicht zu existieren . Das ist schade, denn wenn man nicht über die grenzen der eigenen page hinausblickt, müsste es an sich auch kein web-Log sein, das ja an sich vom Austausch mit dem Rest des Netzes (mit)spricht.</span></li>
<li><span style="COLOR: black">Ggf. sollte man auch eine Teilnahme an</span> <a href="http://www.litblogs.net/"><span style="COLOR: blue">www.litblogs.net</span></a> <span style="COLOR: black">anstreben, die ihre Headlines auch twittern.</span><br />
<span style="COLOR: black">Hier scheinen mir Kategorien Sinn ausnahmsweise mehr zu machen als Tagging, auch wenn hier Kategorien mit nur einem Text vorhanden sind.</span></li>
</ol>
<p><em>P. S. Anmerkung : Offenbar ist dem Analytiker unkenannt , dass Michael Perkampus bis vorigen Herbst effektiver Teilnehmer der litblogs war</em> <em>. ( czz )</em></p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/online/2009/33/buch-communities-2?page=all"><strong><em>Buch- Communitys</em></strong> &#8211; Und , was liest Du so ?</a> ( Stefan Mesch , DIE ZEIT )</p>
<p><em>Buch-Communitiys im Netz brummen vor Geschäftigkeit. Aber welche Bücher liest man dort eigentlich? Unser Autor hat den Selbstversuch gemacht.</em></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_goodreads.gif" alt="Logo Goodreads" hspace="2" vspace="2" width="200" height="41" align="left" />In Richard Yates&#8217; Kleinbürger-Roman <em>Revolutionary Road</em> schaut sich der Schnösel Frank ungefragt im Bücherregal seines Nachbarn Shep um. Als Frank die Stirn runzelt, will Shep zu seiner Ehrenrettung am liebsten quer durchs Zimmer rufen: &#8220;Das sammelt sich eben im Lauf der Jahre so an! Unsere anspruchsvollen Bücher sind irgendwo verloren gegangen.&#8221;</p>
<p>Im Internet geht nichts verloren. Zwei große öffentliche Lesewiesen erlauben, das eigene Bücherregal der ganzen Welt zu zeigen: <a href="http://www.goodreads.com/">Goodreads</a> und <a href="http://www.librarything.de/">LibraryThing</a> haben nur eine knappe Million meist englischsprachiger Benutzer, aber brummen vor Geschäftigkeit: Wenn ich mit einem Buch im Zug oder Café sitze, lade ich meine Umwelt zu Kommentaren ein. Im Netz sind diese Kommentare lauter und oft qualifizierter. Fremde, Freunde und die Computerdatenbank geben einander Tipps und Warnungen.</p>
<p>Der Pionier dieses Gedankens war das Online-Radio <a href="http://www.last.fm/">last.fm</a> mit der Funktion, jeden Song, den man sich abspielt, im Profil zu eigenen, privaten Charts zu verrechnen. Nach ein paar Monaten kennt last.fm den eigenen Musikgeschmack genauer als man selbst. Videospieler zeigen auf <a href="http://www.mobygames.com/home">MobyGames</a>, was sie gerade zocken. Und für Filme gibt es die Services <a href="http://www.flixster.com/">Flixster</a> und <a href="http://www.criticker.com/">Criticker</a>.</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_library_thing.png" alt="Logo Library Thing" hspace="2" vspace="2" width="220" height="46" align="left" />Das Sammelwort für solche medialen Zettelkästen ist Social Cataloging: Offene Datenbanken, in denen sich Benutzer ein Profil anlegen und dann die Privatsammlung verwalten, Kritiken schreiben und Netzwerke bilden. Goodreads und LibraryThing ermuntern dabei an jeder Ecke, immer auch die Außenwelt via E-Mail-Newsletter und Bulletins, Twitter- und Facebook-Update über jede neue Lektüre zu benachrichtigen. ( &#8230; )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>DIGITALE INNOVATION</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /> <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/4/142246"><strong><em>Das Internet in Zahlen</em></strong> &#8211; Eine schöne Übersichtsgrafik zeigt den derzeitigen Entwicklungsstand des Internets. Weltweit.</a> ( heise )</p>
<p>Eigentlich gehen wir alle stillschweigend immer noch davon aus, dass das Internet ein Dienst ist, der vor Bewohner der USA betrifft und vor allem seine wirtschaftliche Bedeutung noch vor sich hat. Dem ist nicht so, schaut man sich die <a href="http://www.newscientist.com/data/images/archive/2706/27062201.jpg" rel="lightbox[9461]">folgende Grafik</a> ein wenig genauer an.</p>
<p>Schön übersichtlich und nicht ohne &#8220;Aha&#8221; lässt sich so ersehen, dass nur sechs Prozent des Datenvolumens ( Und davon sind 78 Prozent Spam ) auf E-Mails zurück zu führen sein dürften. Und das nimmt sich gegen 25 Prozent P2P Traffic inzwischen fast ein bisschen müde aus. Aber wichtiger: Rechnet man die Accounts alleine in Indien, Japan und Chinas zusammen, dann stellen sie ein Drittel der Web-Mail-P2P-Internet-Nutzer.</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/the_exploding_internet.png" rel="lightbox[9461]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/the_exploding_internet-small.png" alt="The exploding internet" hspace="2" vspace="2" width="450" height="335" /></a></p>
<p align="right">( <em>click to XL</em> )</p>
<p>Realistischerweise dürfte P2P und die exorbitant hohen Umsätze im E-Commerce nicht zu einem Drittel auf deren Aktivitäten beruhen. Aber andere Fragen stellen sich vor allem für Angebote, die weltweit ihr Publikum erreichen sollen. Während English mehr als 300 Millionen Menschen wegen ihrer Muttersprachen oder offiziellen Landessprachen vertraut sein dürfte, hat Portugiesisch durch Brasilien Deutsch überholt und dürfte bald auch Japanisch hinter sich lassen. Dass weite Teile des Webs inzwischen für Surfer der 1. und 2. Welt verschlossen sind, lässt sich an der hohen Verbreitung von Mandarin lesenden und schreibenden Nutzern erkennen. Das Internet erlebt sein grösstes Wachstum in Regionen, die eigene Schriften und Sprachen nutzen. English als Lingua Franca des Webs verliert an Bedeutung. Wir merken es nur nicht, weil wir auf Seiten ausserhalb des eigenes Kulturkreises nicht zu finden sind.</p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.boersenblatt.net/331068/">Frankfurter Buchmesse &#8211; <strong><em>&#8220;Books &amp; Bytes&#8221; prämiert das innovativste Onlineangebot für Buch und Internet</em></strong></a> ( bb )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_books__bytes.jpg" alt="Logo Books &amp; Bytes" hspace="2" vspace="2" width="200" height="51" align="left" />Zum zweiten Mal organisiert das Onlinemagazin &#8220;<em><a href="www.newbook.de/start/wettbewerb">Newbook &#8211; Magazin für vernetzte Leser</a></em>&#8221; zusammen mit der Frankfurter Buchmesse den Gemeinschaftsstand &#8220;Books &amp; Bytes&#8221;. Im Vorfeld findet dazu außerdem ein Wettbewerb statt, der das innovativste Onlineprojekt fu?r Buch und Internet auszeichnet. Der Gewinner wird auf dem Gemeinschaftsstand &#8220;Books &amp; Bytes“ am Eröffnungstag der Frankfurter Buchmesse präsentiert. Die Bewerbungsphase fu?r den Wettbewerb läuft noch bis 30. Juli. Anmeldungen unterKonkurrenz für Amazon &#8211; Barnes &amp; Noble eröffnet &#8220;größten E-Book-Shop der Welt&#8221; &#8212; Gestern Abend hat der US-Buchhandelsriese Barnes &amp; Noble die Eröffnung des nach eigenen Angaben größten E-Book-Shops der Welt verkündet. Unter <a href="http://www.bn.com/ebooks">www.bn.com/ebooks</a> bietet der Filialist rund 700.000 Titel unter anderem für das iPhone, den iPod touch und Blackberry-Smartphones an. &#8211; Nach dem Vorbild Amazons bietet auch <a href="http://www.barnesandnobleinc.com">Barnes &amp; Noble</a> viele Bestseller für 9,99 Dollar an. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, kooperiert der amerikanische Filialist mit dem Hardware-Hersteller Platic Logic, der seinen Reader 2010 auf den Markt bringen will.</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>SOCIAL NETWORKS</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /><strong><em><br />
<a href="http://www.boersenblatt.net/333444/">Wie Buchhandlungen und Verlage Facebook nutzen können</a></em></strong> ( bb Podcast )</p>
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<blockquote><p>Wie streue ich Buchinformationen in der Online-Community Facebook ? Welche Accountnamen sind stark und wie profitiere ich von &#8220;passiver Interaktivität&#8221; ? Wie vernetze ich Facebook sinnvoll mit Twitter und mit der echten Welt ? Social Media Experte Felix Holzapfel gibt Tipps.</p></blockquote>
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<p>Facebook wächst und wächst. Schätzungen gehen von über 260 000 Nutzern in Deutschland aus. Für das Buchmarketing bietet Facebook Chancen, eine vorwiegend junge Zielgruppe zu erreichen. Im Podcast geht es um folgende Themen (in Klammer die Startzeiten):</p>
<p><img style="width: 176px; height: 62px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_facebook.png" alt="logo Facebook" hspace="2" vspace="2" width="200" height="75" /></p>
<ol>
<li>Unterschied zwischen persönlichem Account und Firmenaccount bei Facebook (0:30)</li>
<li>Typische Fehler bei der Wahl des Accountnamens, passende Social Media Story (2:08)</li>
<li>Themen statt Marken kommunizieren (3:06)</li>
<li>Bewerbung von Neuerscheinungen (3:48)</li>
<li>Leitwährung Interaktion: &#8220;passive Interaktivität&#8221; nutzen (4:30)</li>
<li>Veranstaltungstermine auf Facebook veröffentlichen (6:05)</li>
<li>Wie baue ich einen Fankreis/Freundeskreis auf (6:44)</li>
<li>Twitter-Feeds sinnvoll mit Facebook vernetzen (9:20)</li>
<li>Verknüpfung von Online- und Offlinewelt/Crossmarketing (11:48)</li>
</ol>
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<p><strong><em><a href="http://www.thenextlayer.org/node/1198">Die dunkle Seite von Twitter , Facebook &amp; Konsorten</a></em></strong> &#8211; <em>Warum das Umfeld von Social- Web-Applikationen eine Nutzung abseits von Spaß und Selbstinszenierung unterbindet</em> ( The Next Layer )</p>
<p><img style="width: 183px; height: 63px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_facebook.png" alt="logo Facebook" hspace="2" vspace="2" width="200" height="75" align="left" />Mit 20.000 Mitgliedern innerhalb einer Woche war die Gründung der Facebook-Gruppe Freiheit im MQ Anfang Juni – bescheiden ausgedrückt – ein Erfolg. Kein Wunder, ging es doch darum, die Gemütlichkeit und Offenheit des Wiener Museumsquartiers gegen die Wächter der MQ-Direktion zu verteidigen. Kein Konsum selbst mitgebrachter alkoholischer Getränke – wenn das kein Anlass ist auf die digitalen Barrikaden zu steigen ?</p>
<p>Auf der anderen Seite des Spektrums politischer Netznutzung steht etwa der Einsatz von Twitter durch die Oppositionsbewegung im Iran nach den umstrittenen Wahlen Anfang Juni 2009. Über die Plattform wurde trotz Mediensperre Information nach außen getragen und zum Hacken zentraler Web-Server des Mullah-Regimes geblasen.</p>
<p>Zwischen Narzissmus und Emanzipation</p>
<p>In den angeführten Beispielen werden Web-2.0-Technologien klar politisch eingesetzt. Dennoch, sie bilden die seltene Ausnahme im Schatten von Selbstinszenierung und Marketingaktivitäten. Der Netztheoretiker <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Geert_Lovink">Geert Lovink</a> bringt es in einem Interview in der Wochenzeitung DIE ZEIT ( 9. Dezember 2007 ) auf den Punkt:</p>
<p>&#8220;<em>Das Entscheidende im Netz von heute sind nicht Nachrichten und Meinungen, sondern Selbstdarstellung und Selbstreflexion: Wer bin ich ? Was mache ich? Wer befindet sich in meiner Gegend ? [...] Nachdem man gesurft ist und geshoppt hat, stellt sich die Frage: Was ist eigentlich mit mir ? Lebe ich oder werde ich bloß gelebt ?&#8221;</em> ( Lovink , ebd. )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_twitter.png" alt="Logo Twitter" hspace="2" vspace="2" width="211" height="54" align="left" />Aber verbirgt sich hinter unserem lockeren Online-Zwitschern, der Jagd nach digitalen Freunden und der detailverliebten Selbstpräsentation nicht doch mehr? Haben wir mit Einzug von Web 2.0 die jahrzehntelange Dominanz von Rundfunk und Massenmedien überwunden ? Hans Magnus Enzensberger definierte 1970 in seinem Baukasten zu einer Theorie der Medien Aspekte eines emanzipatorischen Mediengebrauchs im Gegensatz zum repressiven Rundfunk-Ansatz. Eine Reihe an Merkmalen emanzipatorischer Mediennutzung – wie die Auflösung der Sender / Empfänger- Rollen, Interaktionspotenziale und kollektive Produktion – finden sich im Social Web wieder. Doch zwei zentrale Kriterien sind bis heute nicht erreicht: Die Kontrolle über Inhalte und Strukturen liegt nach wie vor zentral beim Medien-Eigentümer und die Tendenz im Hinblick auf politische / demokratische Teilnahme geht mit Fokus auf Spaß und Selbstinszenierung stark in Richtung Entpolitisierung. ( &#8230; )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>BLOGISM</strong></p>
<p><strong><em><a href="http://www.welt.de/wams_print/article4147246/Alles-sagen-allen-Leuten.html">Alles sagen , allen Leuten</a></em></strong> ( Alain Posener , WELT )</p>
<p>Die Blogosphäre ist der Albtraum der Kontrolleure und Kulturkritiker ; ein globaler Selbstverständigungsprozess</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>TWITTER</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /><br />
<strong><em><a href="http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Gastkommentar-Mitzwitschern-lohnt-sich/554466.html?nv=cd-rss1220">Mitzwitschern lohnt sich</a></em></strong> ( Uwe Mommert , FTD )</p>
<p><em>In den Medien wird Twitter heiß diskutiert, Unternehmen ignorieren den Nachrichtendienst dagegen noch weitgehend. Dabei kann er der Reputation enorm schaden &#8211; oder helfen, sie zu fördern.</em></p>
<p>Es zwitschert aus allen Rohren. Das ist zumindest der Eindruck, der entsteht, wenn immer mehr Twitter-Neuigkeiten den Weg in die Presse finden. Zu den Kommunikationsabteilungen außerhalb der medialen Kreise dringt der Microblogging-Dienst aber nur zaghaft durch. Bei 80 Prozent der Unternehmen in Deutschland findet professionelles Twittern nicht statt. Die 140 Zeichen zwingen nun mal zu Aussagen auf den Punkt, und die sind nicht jedermanns Sache.</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_twitter-1.png" alt="Logo Twitter" hspace="2" vspace="2" width="211" height="54" align="left" />Der Nachrichtendienst ist in vielerlei Hinsicht noch das große unbekannte Wesen, das eher zum passiven Stöbern verführt als zum aktiven Zwitschern. Entsprechend gering fällt die Zahl der aktiven Nutzer aus. 90 Prozent aller Inhalte werden von den zehn Prozent der aktivsten Twitterer produziert. Dem gegenüber steht eine überwältigende Mehrheit, die nur einmalig gezwitschert hat und seitdem wieder verstummt ist. Das ergaben Untersuchungen des &#8220;Harvard Business Manager&#8221; unter 300.000 Usern. Twitter ist mit anderen Worten eine Einbahnstraße: Wenige Teilnehmer berichten ungefiltert und einseitig &#8211; aber viele lesen im SMS-Format mit.</p>
<p>Dennoch ist die Reichweite der Internetmeldungen nicht zu unterschätzen. Aktuelle Zahlen von Nielsen Online belegen, dass von den 1,8 Millionen Nutzern rund 1,5 Millionen nicht direkt die Webadresse in ihren Browser eingegeben haben, sondern über andere Seiten zu Twitter finden. Die Multiplikatorwirkung ist beträchtlich. Ein gutes Beispiel dafür ist die Twitter-Ente um Michael Ballack, der aus medialer Sicht fast zum HSV gewechselt wäre. Und alles nur, weil ein User mutmaßlich zwei Spielerberater im Zug belauschte, die über den Transfer diskutiert haben sollen. Rasant verbreitete sich das Gemunkel in den Medien und wurde vom Boulevardreporter bis hin zum seriösen Meinungsmacher aufgenommen. Zwar folgten entschiedene Dementis beider Vereine, doch das Gerücht blieb in der Welt. Selbst Bundespräsident Horst Köhler bekam eine Twitter-&#8221;Attacke&#8221; zu spüren: Seine Wiederwahl wurde bereits vor der öffentlichen Bekanntgabe aus der Bundesversammlung ins Netz gezwitschert.</p>
<p><em>Zauberwort Geschwindigkeit</em></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_twitter-1.png" alt="Logo Twitter" hspace="2" vspace="2" width="211" height="54" align="left" />Die Verbreitung von Twitter-Meldungen gewinnt auch für Unternehmen schnell an Brisanz. Das gilt beispielsweise für sensible Ergebnisse von Betriebsversammlungen, vertrauliche Gespräche unter Führungskräften oder strategische Überlegungen für das nächste Jahr. Selbst wenn die Inhalte nicht der Wahrheit entsprechen, könnte sich die Verbreitung via Twitter auf Investoren, Kooperationen oder bevorstehende Fusionen negativ auswirken. Das Web 2.0 hat die Reputation von Unternehmen angreifbarer gemacht, und zwar über einen Kanal, der bisher unterschätzt wurde. Mediennutzer werden zunehmend zu Programmdirektoren und Unternehmen schnell zu deren Spielball.</p>
<p>Geschwindigkeit ist dabei das Zauberwort. Der Erfolg der neuen Mediengeneration wird in Zukunft immer stärker davon abhängen, wer als Erster eine interessante Nachricht liefern kann. Absehbar ist auch, dass die fundierte Recherche dabei zwangsläufig auf der Strecke bleibt. ( &#8230; )</p>
<p>|||<a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/programmes/newsnight/8186747.stm"></a></p>
<p><em><strong>Kunst , Theorie &amp; Diskurs als Twitterfeeds von Lebenden und Toten</strong></em> ( czz )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_twitter-2.png" alt="Logo Twitter" hspace="2" vspace="2" width="211" height="54" /></p>
<ul>
<li><a href="http://twitter.com/zkmkarlsruhe">ZKM Karlsruhe</a></li>
<li><a href="http://twitter.com/documenta_13">documenta_13</a></li>
<li><a href="http://twitter.com/Guggenheim">Guggenheim</a> &#8211; Guggenheim Museum | NY</li>
<li><a href="http://twitter.com/mediamuseum">mediamuseum</a> &#8211; Nat. Media Museum | Bradford, West Yorkshire, UK</li>
<li><a href="http://twitter.com/whitneymuseum">whitneymuseum</a> &#8211; Whitney Museum | New York City</li>
<li><a href="http://twitter.com/Tate">Tate</a> &#8211; London , Liverpool and St Ives</li>
<li><a href="http://twitter.com/SCHIRN">SCHIRN</a> &#8211; Schirn Kunsthalle | Frankfurt</li>
<li><a href="http://twitter.com/staedelmuseum">staedelmuseum</a> &#8211; Frankfurt am Main</li>
<li><a href="http://twitter.com/annieleibovitz">annieleibovitz</a> &#8211; Annie Leibovitz | NY</li>
<li><a href="http://twitter.com/buckyfuller">buckyfuller</a> &#8211; Buckminster Fuller | Universe</li>
<li><a href="http://twitter.com/jennyholzer">jennyholzer</a> &#8211; Jenny Holzer</li>
<li><a href="http://twitter.com/Fischli_Weiss">Fischli_Weiss</a> &#8211; Schweiz</li>
<li><a href="http://twitter.com/marshallmcluhan">marshallmcluhan</a> &#8211; Marshall McLuhan | Parma , CA</li>
<li><a href="http://twitter.com/zizekspeaks">zizekspeaks</a> &#8211; Slavoj Zizek | Ljubljana</li>
<li><a href="http://twitter.com/JeanBaudrillard">jeanbaudrillard</a> &#8211; Jean Baudrillard</li>
<li><a href="http://twitter.com/PeterSloterdijk">PeterSloterdijk</a></li>
<li><a href="http://twitter.com/glovink">glovink</a> &#8211; Geert Lovink | Amsterdam</li>
</ul>
<p>|||</p>
<p><strong><em><a href="http://mashable.com/2009/08/13/retweets-slideshow/">Twitter Retweets : What You Need to Know</a></em></strong> &#8211; <em>oder : Eine Diashow der grostesken Daten , cum grano salis zu genissen</em> [ Slideshow ] ( Dan Zarella , mahable )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_twitter-3.png" alt="Logo Twitter" hspace="2" vspace="2" width="211" height="54" align="left" />Retweeting, as we’ve highlighted previously ( &#8230;. ) has become a handy way to share content on the web. If you find an interesting Tweet, retweeting helps spread that content to your own Twitter network.</p>
<p>But what are the mechanisms that affect retweets ? In his Mashable article &#8220;<em>The Science of ReTweets, social media and viral marketing</em>&#8221; scientist Dan Zarrella presented <em>in-depth data</em> showing what, how, and why people retweet.</p>
<p>Now Zarrella has put his most recent findings into a updated and expanded version of his original slideshow ( embedded below ) that takes us from “<em>what is a retweet ?</em> ” to the common features of retweets. ( &#8230; )</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_zarella_01.png" rel="lightbox[9461]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_zarella_01-small.png" alt="ReTweet_Slide_Zarella_01" hspace="2" vspace="2" width="450" height="283" /></a></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_dan_zarella_0.png" rel="lightbox[9461]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_dan_zarella_0-small.png" alt="ReTweet Slide Dan Zarella 0" hspace="2" vspace="2" width="450" height="286" /></a></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_zarella_02.png" rel="lightbox[9461]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_zarella_02-small.png" alt="ReTweet Slide Zarella 02" hspace="2" vspace="2" width="450" height="239" /></a></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_zarella_03_gender.png" rel="lightbox[9461]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_zarella_03_gender-small.png" alt="ReTweet_Slide_Zarella_03_Gender" hspace="2" vspace="2" width="450" height="289" /></a></p>
<p style="text-align: right;">( <em>click to XL &#8211; and enjoy !</em> )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></strong><br />
<strong>ZITIERT</strong></p>
<p><em><strong>Twitter &#8211; Was es ist :</strong></em></p>
<p>&#8220;<em>It’s about humans connecting with each other</em> .&#8221; ( BBC )</p>
<p>Twitter- Gründer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Evan_Williams">Evan Williams</a> im harschen <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/programmes/newsnight/8186747.stm">Interview mit der BBC</a> über das Kommunikations- System Twitter</p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<title>MICRO &#124; -NOTE &#124; -QUOTE : in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at in der &#8220;WELT&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 07:57:55 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> DIE WELT , ZITIERT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/07/czz-micro-note-quote-sourcne-aiga-airport-pictos-copyright-free-12.jpg" alt="czz-micro-note-quote-sourcne-aiga-airport-pictos-copyright-free-" hspace="2" vspace="2" width="90" height="90" align="left" /><br />
<a href="http://www.welt.de/die-welt/article4142701/Der-Weg-aus-der-Nische-wird-weiter.html">Der Weg aus der Nische wird weiter</a> &#8211; Der Buchhandel scheint der Wirtschaftskrise zu trotzen .<br />
Aber wie geht es den kleinen Verlagen ?<br />
Eine Umfrage unter fünf Verlegern &#8211; DIE WELT , 18. 7. 2009</p>
<p><a href="http://www.kookbooks.de/">KOOKBOOKS</a> ( <a href="http://www.lyrikwelt.de/hintergrund/seel-bericht-h.htm">Daniela Seel</a> )</p>
<blockquote><p>Ein paar Jahrzehnte lang mochte man den Eindruck haben, die alte Frage, wie und wo Literatur und Leser zueinanderfinden, sei hinreichend gelöst: in den Buchhandlungen, durch kompetente Buchhändler vermittelt, von einer streitbaren Literaturkritik begleitet. Mittlerweile verlangen Buchhändler Werbekostenzuschüsse, damit Bücher überhaupt präsentiert werden, und die Presse ist immer stärker von den Anzeigen der Großverlage abhängig, deren Bücher sich immer ähnlicher werden.</p>
<p>Während die Quadratmeter- und Titelzahlen und die den Verlagen aufgenötigten Rabatte steigen, wird die Breite und Tiefe des Angebots geringer und kurzlebiger. Ganze Gattungen &#8211; vor allem Bücher, die nicht nach spätestens sechs Monaten an Aktualität verlieren und zurückgeschickt werden können &#8211; kommen gar nicht mehr vor: Für Lyrikfans etwa gibt es im Land der Dichter und Denker heute keine zehn Buchhandlungen, die eine nennenswert gut sortierte Abteilung pflegen. Auch in die Schulen und Universitäten haben nach 1960 geschriebene Gedichte praktisch keinen Eingang gefunden.</p>
<p>Dennoch ist die deutschsprachige Lyrik so aufregend, lebendig und vielstimmig wie selten zuvor. Sie verbreitet sich über Festivalbühnen und Lesungen, Magazine, Radio und Internet. Projekte wie <a href="http://www.lyrikline.org">www.lyrikline.org</a> oder <a href="http://www.poetryinternational.org">www.poetryinternational.org</a> machen Gedichte (Sprach-)Grenzen überschreitend zugänglich, wie es nie zuvor möglich war. Autoren und Kritiker stellen in formidablen Blogs wie <a href="http://www.zintzen.org">www.zintzen.org</a> Austausch und Zusammenhänge her, die wir ohne sie nicht sehen konnten. Das Magazin <a href="http://www.poetenladen.de">www.poetenladen.de</a> hat konsequenterweise sogar eine Buchreihe gestartet.</p>
<p>Denn das Internet und elektronische Dienste können Bücher nur ergänzen, nicht ersetzen. Inhalte existieren nicht ohne Form, die Gestalt einer Sache vermittelt mein Verhältnis zu ihr (und womöglich beginnt Dichtung genau dort: wo die gesetzten Ambivalenzen und Polyvalenzen nicht aufgelöst werden können, ohne an Bedeutung zu verlieren; wo etwas nicht nacherzählt werden kann). Um etwas erkennen und mich daran bilden zu können, brauche ich Auseinandersetzung, einen Gegen-Stand, zu dem ich mich in Beziehung setzen, den ich begreifen und der mich begleiten kann, nicht eine Eigenheiten und Texturen nivellierende Benutzeroberfläche. Ich brauche die Begegnung mit dem eigensinnigen Buchding.</p>
<p>Dafür, dass das weiterhin möglich ist, sorgen vor allem gleichermaßen eigensinnige wie an der Sache mehr als an Gewinnmargen interessierte Verleger unabhängiger Verlage wie Urs Engeler Editor, Edition Korrespondenzen und Connewitzer Verlagsbuchhandlung, deren Verdienste man gar nicht hoch genug schätzen kann. Weil aber der Buchhandel sowie weite Teile der Medien und (Hoch-)Schulen sich für die Vermittlung quasi nicht mehr zuständig betrachten und Verlage in Deutschland weder Spenden noch Subventionen entgegennehmen dürfen, können diese Verleger in der Regel schlechter von ihren Erzeugnissen leben als ihre Autoren, denen, so sie denn ein gedrucktes Buch vorweisen können, Stipendien, Preise, Lesungs- und Artikelhonorare als Einnahmequellen zur Verfügung stehen (und gilt dieser Beitrag etwa als Werbefläche, oder warum wurde mir dafür kein Honorar angeboten?).</p>
<p>Wir müssen neu über die Frage nachdenken, wie, wo und zu welchen Bedingungen Literatur und Leser zueinanderfinden können. Märkte wie &#8220;<a href="http://voland-quist.de/verlagsblog/kleine-verlage-am-grosen-wannsee-iv/643/"><em>Kleine Verlage am großen Wannsee</em></a>&#8221; sind eine nötige Antwort, aber sie allein reicht bei Weitem nicht aus.</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<title>Bachmannpreis 2009 &#8211; Nachand 1 Nachschrift</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2009/06/29/bachmannpreis-2009-nachschrift/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 09:38:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> NACHAND NOCH EINMAL : SO SEHEN SIEGER AUS | NACHAND NOCH EINMAL : PRESSE ORTET EINE REVANCHE FÜR CÓRDOBA &#8217;78 | &#8220;BLANKES ENTSETZEN&#8221; Vs. &#8220;LIEBLICHKEIT : ZWEIFEL AN DER KOMPETENZ DER JURY | STATE OF THE ART | KLANGAPPARAT | RELATED</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/06/tddl-2009-banner-beige-0-0-1.jpg" alt="TDDL 2009 banner beige 0 0" hspace="2" vspace="2" width="300" height="100" /></p>
<p>NACHAND NOCH EINMAL : SO SEHEN SIEGER AUS</p>
<p>Nachdem wir die Preisträger des Ingeborg- Bachmann- Wettbwerbs bereits gestern der in|ad|ae|qu|aten <em><a href="http://www.zintzen.org/2009/06/27/bachmannpreis-2009-mithin-1-mitschrift/">MITSCHRIFT </a></em>angefügt haben , kann deren Wiederholung nun auch im Nachhinein nicht schaden . Lange hat es gedauert , bis für die diversen Preise absolunte Stimmenmehrheiten erzielt werden konnten , aber <em>nachand</em> &#8211; ein Austriazismus für nachher , schliesslich &#8211; hatte man eine gediegene Truppe an Preistragenden beisammen .</p>
<p>Und damit einen Cluster eher mänllicher , eher realistischer Erzähformen , deren mehr oder weniger offen liegender Erzählmotor betrieben wird mit dem Sprit von Krisen , sämtlich ins Private gekrempelt . Auffallend und für die betroffene Gebietskörperschaft höchst frustrierend : kein noch so klitzekleines österreiches Prosastückerl hat es aufs Podest geschaft -</p>
<p>Ingeborg- Bachmann- Preis 2009 an <a href="http://bachmannpreis.eu/de/autoren/844">Jens Petersens</a> &#8220;<em><a href="http://bachmannpreis.eu/de/texte/1795">Bis dass der Tod&#8221;</a></em> &#8211; Jury im 2. Durchgang 5 : 2</p>
<ul>
<li>KELAG-Preis an <a href="http://bachmannpreis.eu/de/autoren/849">Ralf Bönts</a> &#8220;<em><a href="http://bachmannpreis.eu/de/texte/1800">Der Photoeffekt</a></em>&#8221; &#8211; gerechtfertigt</li>
<li>3- Sat- Preis an <a href="http://bachmannpreis.eu/de/autoren/841">Gregor Sanders</a> &#8220;<em><a href="http://bachmannpreis.eu/de/texte/1792">Winterfisch</a></em>&#8221; &#8211; feine Entscheidung</li>
<li>Ernst Willner- Preis an <a href="http://bachmannpreis.eu/de/autoren/848">Katharina Borns</a> &#8220;<em><a href="http://bachmannpreis.eu/de/texte/1799">Fifty Fifty</a></em>&#8221; , Andreas Schäfers &#8220;<em><a href="http://bachmannpreis.eu/de/texte/1790">Auszeit</a></em>&#8221; im 3. Wahlgang leider abgeschlagen</li>
<li>Publikums- und Online- Preis an <a href="http://bachmannpreis.eu/de/autoren/847">Karsten Krampitz</a>&#8216; &#8220;<em><a href="http://bachmannpreis.eu/de/texte/1798">Heimgehen. Eine Novelle</a></em>&#8221; ( genial vorgetragen , abgefeimt erzählt )</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/06/tddl-2009-banner-beige-0-0-1.jpg" alt="TDDL 2009 banner beige 0 0" hspace="2" vspace="2" width="300" height="100" /></p>
<p>NACHAND NOCH EINMAL : PRESSE ORTET EINE REVANCHE FÜR CÓRDOBA &#8217;78</p>
<p>Dass der gastgebende Literaturweltmeister ( Selbsteinschätzung ) keinen Preis erringen konnte , wird selbstredend von den österreichischen Medien als schmerzlich vermerkt . Indes sparen auch deutsche und schweizerische Kommentare nicht mit der Registierung lokaler , regionaler bzw. nationaler Auszeichnung . So vermerkt der für <em><a href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,633048,00.html">Spiegel Online</a></em> adaptierte Agenturbericht , dass lediglich mit dem Sieger Jens Petersen aus Pinneberg / Hamburg ein &#8220;Restdeutscher&#8221; geehrt wurde :</p>
<blockquote><p>Die anderen Preise, die am Sonntag im Rahmen der Bachmann-Lesungen verliehen wurden, gingen allesamt nach Berlin. ( <a href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,633048,00.html">SpOn</a> )</p></blockquote>
<p>Ein klein wenig anders rahmt die aus derselben Agenturmeldung gespeiste Darstellung der <em><a href="http://www.welt.de/kultur/article4017441/Ingeborg-Bachmann-Preis-fuer-duesteren-Text.html">WELT</a></em> das Siegerbild :</p>
<blockquote><p>Alle fünf im Rahmen der 33. Klagenfurter <em>Tage der deutschsprachigen Literatur</em> vergebenen Preise gingen in diesem Jahr an Deutsche. ( <em><a href="http://www.welt.de/kultur/article4017441/Ingeborg-Bachmann-Preis-fuer-duesteren-Text.html">DIE WELT</a></em> )</p></blockquote>
<p>Dass mit dem Ausstechen der traditionell am Sprachspiel oientierten österreichischen Vorzeigetexte durch &#8220;deutsche Realisten&#8221; ein heikles Thema der bilateralen literarischen Beziehungen auf dem Spiele steht , beweist die wiederholt Berufung auf den berühmten Fussball- WM- Sieg Östereichs gegen Deutschland <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/C%C3%B3rdoba_1978">1978 in Córdoba</a> :</p>
<blockquote><p>Läuft das hier auf ein neues Córdoba hinaus ? ( <a href="http://www.welt.de/kultur/article4008470/Laeuft-das-hier-auf-ein-neues-Cordoba-hinaus.html"><em>WELT</em></a> )</p></blockquote>
<p>fragt Elmar Krekeler im Zuge seiner Live- Notizen in der <em><a href="http://www.welt.de/kultur/article4008470/Laeuft-das-hier-auf-ein-neues-Cordoba-hinaus.html">WELT</a></em> rhetorisch , wohingegen Sandra Kegel im zusammenfassenden <a href="http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~E935CB894E7164CDBBB6BFA78EFD23444~ATpl~Ecommon~Sspezial.html?rss_googlenews">FAZ- Artikel</a> bereits ex post deklarieren kann :</p>
<blockquote><p>Die Revanche für Córdoba . ( <a href="http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~E935CB894E7164CDBBB6BFA78EFD23444~ATpl~Ecommon~Sspezial.html?rss_googlenews">FAZ</a> )</p></blockquote>
<p>Ins Ästhetische übersetzt heisst dies innerhalb des genannten Artikels nichts weniger als Folgendes :</p>
<blockquote><p>Längst hat der Realismus die einst in Klagenfurt tonangebende Experimentalliteratur verdrängt. ( <a href="http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~E935CB894E7164CDBBB6BFA78EFD23444~ATpl~Ecommon~Sspezial.html?rss_googlenews">FAZ</a> )</p></blockquote>
<p>Nicht unredlich wird das Tertium Comparationis von Sandra Kegel referiert :</p>
<blockquote><p>Ästhetische Ideologiekämpfe werden nicht mehr ausgetragen, aber die literarischen Vorlieben der Juroren weichen zum Glück noch immer erheblich voneinander ab. In diesem Jahr tat sich in der Jury eine weitere, länderspezifische, nämlich deutsch-österreichische Front auf, dass schon das Wort von <em>Córdoba</em> die Runde machte. Während die Österreicher bei der WM 1978 gegen die Deutschen gewannen, waren sie nun die Verlierer. Die Autoren der Wiener Juroren Karin Fleischanderl und Paul Jandl gingen durchweg leer aus. ( <a href="http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~E935CB894E7164CDBBB6BFA78EFD23444~ATpl~Ecommon~Sspezial.html?rss_googlenews">FAZ</a> )</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/06/tddl-2009-banner-beige-0-0-1.jpg" alt="TDDL 2009 banner beige 0 0" hspace="2" vspace="2" width="300" height="100" /></p>
<p>&#8220;BLANKES ENTSETZEN&#8221; Vs. &#8220;LIEBLICHKEIT : ZWEIFEL AN DER KOMPETENZ DER JURY</p>
<p>Im konkreten Fall</p>
<blockquote><p>brach die seit Beginn schwelende Realismus-Debatte dann über Andrea Winkler herein, die in einem überorchestrierten Textklotz ein skrupulöses Ich sprechen lässt, das es kaum wagt, den Fuß ins Gras zu setzen. Wohl weil der erratische Wortfluss &#8211; etwas für hartgesottene Poststrukturalisten, wie Ijoma Mangold seufzte &#8211; sich jeglicher Kritik entzog, schoss die Jury sich auf Formfragen ein. In ganz andere Richtung experimentierte Caterina Satanik, die eine unerhört harmlose Rollenprosa einer Frau vorlegte, die ihrem Liebsten samt Hund nachweint. ( <a href="http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~E935CB894E7164CDBBB6BFA78EFD23444~ATpl~Ecommon~Sspezial.html?rss_googlenews">FAZ</a> )</p></blockquote>
<p>Dass Winkler mit dem &#8211; selbst für ihre ( sonst legitimen ) Begriffe &#8211; solipsistisch und sprachphilosophisch abstrus aufgeblasenen Mantra auf wenig Gegenliebe stiess , haben wir in der in|ad|ae|ae|qu|aten <a href="http://www.zintzen.org/2009/06/27/bachmannpreis-2009-mithin-1-mitschrift/">MITSCHRIFT ( Teil 3 </a>) ebenso angemerkt wie enorme Befremdung angesichts der arg &#8220;lieblichen&#8221; Aufnahme des als Schlusstext präsentierten Débuts der Wienerin Caterina Satanik . Entsprechend erleichtert konnten wir heute ähnliche &#8220;????&#8221;- Reflexe bei anderen Beobachtern regiatrieren :</p>
<p>Gerrit Bartels , welcher den deutsch- österreichischen Grabenkampf um eine mögliche zeitgenössische Erzähl- Ästhetik durchaus vermerkt , vermochte im <em><a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/literatur/Bachmann-Preis-Klagenfurt-Jens-Petersen-Bachmann-Preis-2009;art138,2835006">Tagesspiegel</a></em> die einhellige Schlussbegeisteung der Jury noch auf deren &#8220;Erschöpfung&#8221; zu schieben :</p>
<blockquote><p>Was auffiel, waren die deutsch- österreichischen Streitereien, verkörpert durch Fessmann und Ijoma Mangold auf der einen und Jandl und Fleischanderl auf der anderen Seite. Die Deutschen, zuweilen assistiert vom Schweizer Alain Claude Sulzer, redeten dem Realismus das Wort, ohne gleich Forderungen nach Alltagsabbildung stellen zu wollen. Die Österreicher brachten dagegen die Moderne in Stellung: Sprach-Experimente wie den verunglückten Wir-Text von Stift und den noch verunglückteren Ich-Text von Andrea Winkler, bei dem man sich nach wenigen Zeilen fragte: Was erzählt die denn da?</p>
<p>Dass die Jury den läppischen Text von Caterina Satanik ungeschoren ließ, mochte an deren Status als Debütantin liegen, die noch nie etwas veröffentlicht hat, vielleicht auch an der Erschöpfung der Jury: Satanik war die letzte Vorleserin dieses Jahrgangs. ( <em><a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/literatur/Bachmann-Preis-Klagenfurt-Jens-Petersen-Bachmann-Preis-2009;art138,2835006">Tagesspiegel</a></em> )</p></blockquote>
<p>Das &#8220;blanke Entsetzen&#8221; angehörs des hochgelobten literarischen Débuts gibt Harald Klauhs in der <em><a href="http://diepresse.com/home/kultur/literatur/490952/index.do?_vl_backlink=/home/kultur/literatur/490015/index.do&amp;direct=490015">Presse</a></em> Grund genug , fundamentale Zweifel an der Kompetenz der Jury anzumelden :</p>
<blockquote><p>Vom Versagen der Bachmannpreis-Jury sprach das Fachpublikum nach der letzten Lesung von Caterina Satanik. Blankes Entsetzen breitete sich nach dem Lob der Jury für Sataniks Text &#8230; aus. Literatur auch, wollte man der 1976 geborenen Wienerin bereits nach dem ersten Satz zurufen: <em>Ich streichle noch immer über das fell vom hund</em>, hieß es da und täuschte mit Kleinschreibung eine Avantgarde vor, die der Text des Weiteren in keiner Weise einlöste. ( <em><a href="http://diepresse.com/home/kultur/literatur/490952/index.do?_vl_backlink=/home/kultur/literatur/490015/index.do&amp;direct=490015">Die Presse</a></em> )</p></blockquote>
<p>Der deutsch- österreichischen Dauerkonfrontation zum Trotz konnte diemsal die Schweiz quasi einen Einwanderer- Sieg für sich verbuchen :</p>
<blockquote><p>Ein Deutscher beschert der Schweiz literarische Lorbeeren ( <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur_und_kunst/wider_die_falsche_gemuetlichkeit_1.2839902.html">NZZ</a> )</p></blockquote>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/06/tddl-2009-banner-beige-0-0-1.jpg" alt="TDDL 2009 banner beige 0 0" hspace="2" vspace="2" width="300" height="100" /></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>STATE OF THE ART</p>
<p>Mit <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur_und_kunst/wider_die_falsche_gemuetlichkeit_1.2839902.html">Andreas Breitensteins Résumée</a> des Wettbewerbas- Jahrgangs 2009 sei die Runde der traditionellen Klagen über den dortigen &#8220;state of the art&#8221; eröffnet : &#8220;Ein biederer Jahrgang&#8221; wird konstatiert :</p>
<blockquote><p>Kein Autor war angetreten, dem Bürger das Handy aus der Hand zu fegen oder die Decke des ORF-Theaters zu sprengen, keiner liess die Lehrer um die Moral ihrer Schulklasse im Saal bangen, die &#8216;<em>Krise</em>&#8216; blieb unbehelligt, der Terror pausierte, und der Klimawandel war anderswo (die politische Invektive übernahm Josef Winkler in seiner <a href="http://www.zintzen.org/2009/06/26/dokumentation-josef-winkler-der-katzensilberkranz-in-der-henselstrasse-klagenfurter-rede-zur-literatur-2009/">Eröffnungsrede</a> gegen Kärntner Kulturbanausentum, Politfilz und Abzockerei). Keiner schrie, keine weinte, nur einer ass Papier. Es gab einen auf die Situation gezirkelten Klagenfurt-Text, und nur einmal wurde es ärgerlich. Realistisches Erzählen aus der leicht verunsicherten Mitte des Alltags dominierte. Surreales war ebenso rar wie Historisches und Experimentelles. Fehlervermeidung war fast schon alles. Ein Plan mittlerer Schwierigkeit sollgemäss erfüllt, und schon gehörte man zu den Besten. ( <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur_und_kunst/wider_die_falsche_gemuetlichkeit_1.2839902.html">NZZ</a> )</p></blockquote>
<p>Wibeke Porombka deklariert <a href="http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/handzahme-texte/">in der taz</a> weitgehend &#8220;handzahme Texte&#8221; &#8211; jedenfalls im Vergleich zu <a href="http://www.zintzen.org/2009/06/26/dokumentation-josef-winkler-der-katzensilberkranz-in-der-henselstrasse-klagenfurter-rede-zur-literatur-2009/">Joesef Winklers Eröffnungsrede</a> &#8211; , reflektiert allerdings auch eine systembedingte Uneinlösbarkeit von Erwartungen hinsichtlich des prominentesten aller Literatur- Wettbewerbe :</p>
<blockquote><p>Wie ändert sich der Anspruch an Texte, wenn man sie beim Bachmann-Wettbewerb hört ? Auf der einen Seite wartet man auf etwas Besonderes, etwas Extremes womöglich, weil durch diesen Preis ja eben auch eine Messlatte für das gelegt wird, was man ganz grundsätzlich an zeitgenössische Literatur heranträgt. Es sind also immer auch symbolische und programmatische Entscheidungen, die hier getroffen werden. ( <a href="http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/handzahme-texte/">taz</a> )</p></blockquote>
<p>Allerdings waren auch manche der Voten von Juymitgliedern dazu angetan , als unfreiwillige &#8220;Selbstauskünfte&#8221; zu fingieren :</p>
<blockquote><p>Jurorin Meike Feßmann etwa konnte sich deshalb nicht recht für den den Text &#8220;Bis dass der Tod&#8221; von Jens Petersen erwärmen, weil er ihr zu beklemmend und klaustrophobisch war. Das ist schon ein etwas eigenartiges Argument, zieht es doch den Umkehrschluss nach sich, dass gute Literatur sich dadurch auszeichne, angenehme Atmosphäre zu evozieren. In solchen Momenten war man dann fast am Niveau des Eröffnungsabends angelangt, auf dem der stellvertretende Bürgermeister von Klagenfurt sein Herz für die Literatur damit begründet hatte, dass man sich durch sie so schön von dem ganzen Stress des Alltags erholen könne. ( <a href="http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/handzahme-texte/">taz</a> )</p></blockquote>
<p>Ostentativ abgeklärt charakterisiert David Hugendick <a href="http://www.zeit.de/online/2009/27/bachmann-preis">in der <em>ZEIT</em></a> das alljährliche Klagenfurter Klage- Ritual :</p>
<blockquote><p>Jedes Jahr das Gleiche. Sobald der Sieger des Bachmann-Preises feststeht und sich der dreitägige Literaturbetriebsauflauf wieder verflüchtigt hat, wird man über Sinn und Unsinn des Wettbewerbs diskutieren. Gar, was er über den Zustand der deutschen Literatur verrät – besonders dann, wenn eine Vielzahl der Texte in Klagenfurt blass sind. So wie diesmal.</p>
<p>Glücklicherweise: Über den Zustand der deutschen Literatur sagt der Bachmann-Wettbewerb wenig aus. In Klagenfurt blickt man nur durch ein kleines Fenster auf die laufende Produktion. In diesem Jahr erwischte man die Luke zur Rumpelkammer, in der es selten schmuckvoll glänzte. Das kann uns ärgern. Aber es muss uns keine Sorgen bereiten. ( <em><a href="http://www.zeit.de/online/2009/27/bachmann-preis">DIE ZEIT</a></em> )</p></blockquote>
<p>Stefan Gmünder weist im <em><a href="http://derstandard.at/fs/1245820246529/Jens-Petersen-gewinnt">Standard</a></em> notwendig auf die &#8211; von vielen Artikeln unkritisch nachgeplapperten &#8211; dümmlichen Eröffnungs- Worte des ORF- Programmdirektors Wolfgang Lorenz hin , die &#8220;Tage der deutschsprachigen Literatur&#8221; seien &#8220;die am längsten sich behauptende <em>Castingshow</em> ( ! ) des deutschen Sprachraums&#8221; . Freundlich fasst er die alljährlich kurzfristig aufgebauschte Sinnkrise des Wettbewerbs in das Bild einer quasi naturgesetzlich reiterierten Mischung aus Anziehung | Neugier und Abstossung | Verwerfung :</p>
<blockquote><p>Realismusdebatten wurden in diesen drei Tagen viele geführt, Sprachdiskussionen wenige. Bleiben wird vom 33. Bachmann-Preis Josef Winklers Eröffnungsrede, der angenehme Umstand, dass sich in Klagenfurt trotz allem alles um Literatur dreht &#8211; und ein &#8216;<em>Was machen wir eigentlich alle hier ?</em>&#8216; &#8211; Gefühl. ( <em><a href="http://derstandard.at/fs/1245820246529/Jens-Petersen-gewinnt">Der Standard</a></em> )</p></blockquote>
<p>Weitere Wiederholungen , Variationen und &#8220;Etüden&#8221; ( Burkhard Spinnen ) dann im nächsten Jahr -</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/06/tddl-2009-banner-beige-0-0-1.jpg" alt="TDDL 2009 banner beige 0 0" hspace="2" vspace="2" width="300" height="100" /></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Natürlich hängt uns nach drei kondensierten Tagen Klagenfurt plus kollateraler Textproduktion und -Rezeption die Sprache einigermassen beim Halse heraus . <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/06/czz-hoerempfehlung-161.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />Zwar kommen auch des Walisen <a href="http://www.discogs.com/artist/Tom+Ellis">Tom Ellis</a>&#8216; ( <a href="http://www.myspace.com/tekengine">MySpace</a> ) gelassen instrumentirte Minimal- Tech- Tracks nicht immer ohne Sprach- Samples aus , doch bleiben deren Amplitude &amp; Aussagekraft erträglich minimal .</p>
<p align="right">Sonst bietet die bei <a href="http://www.trimsound.co.uk/index.html">trimsound</a> erschienene &#8220;<em><a href="http://www.trimsound.co.uk/netlabel.html">In Circles</a></em>&#8220;- LP eine feine Dosis Langstreckensound aus diskret ineinanderfliessenden Strömen von Nu Jazz und Breakbeat , Dub- Anmutungen und geschmeidiger Elektronik .</p>
<p align="right">CLICK <a href="http://www.archive.org/stream/TFN007">LINK TO LISTEN TO STREAM</a> ( WMP ) .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>RELATED</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2009/06/27/bachmannpreis-2009-mithin-1-mitschrift/">Bachmannpreis 2009 &#8211; Mithin 1 Mitschrift</a></div>
</li>
<li>
<div>DOKUMENTATION : <a href="http://www.zintzen.org/2009/06/26/dokumentation-josef-winkler-der-katzensilberkranz-in-der-henselstrasse-klagenfurter-rede-zur-literatur-2009/">Josef Winkler &#8211; “Der Katzensilberkranz in der Henselstrasse” &#8211; Klagenfurter Rede zur Literatur 2009</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2008/07/01/play-it-again-fur-den-bachmannpreis-und-wider-die-literaturschulen-eine-ubertragung/">Play it again : FÜR den Bachmannpreis und WIDER die Literaturschulen &#8211; Eine Übertragung</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2008/06/28/bachmannpreis-08-listen-lesen-lasten/">BACHMANNPREIS 08 : Listen &#8211; Lesen &#8211; Lasten</a></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<item>
		<title>Florilegien 2 : Umblätterer &#8211; Best of Feuilleton 2008 aka &#8220;Der Goldene Maulwurf&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 04:55:31 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>||| </strong>DER GOLDENE MAULWURF | GLEICHSCHWEBENDE AUFMERKSAMKEIT | &#8220;BEST&#8221; &amp; &#8220;WORST&#8221; : EIN RELATIVITÄTSPRINZIP | ABSEITS VOM BRANCHENGEBRABBEL | BACKLIST &#8220;BEST OF FEUILLETON&#8221; | KLANGAPPARAT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/ubl-goldener-maulwurf-banne.png" alt="UBL goldener maulwurf banne" hspace="2" vspace="2" width="440" height="106" /></p>
<p>DER GOLDENE MAULWURF</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/ubl-goldener-maulwurf-small.png" alt="UBL goldener maulwurf small" hspace="2" vspace="2" width="80" height="70" align="left" />Wenn das Kollegenblog &#8220;<a href="http://www.umblaetterer.de/">Der Umblätterer</a>&#8221; seit 2005 alljählich eine 10er &#8211; Parade des &#8220;<a href="http://www.umblaetterer.de/best-of-feuilleton-2008/#7">Best of Feuilleton</a>&#8221; erkiest und vorführt , haben wir es , nota bene , mit keinem der üblichen Rankings zu tun .</p>
<p>Diesjahr erstmals mit dem Label &#8220;<a href="http://www.umblaetterer.de/2009/01/13/die-ergebnisse-der-feuilleton-meisterschaft-2008/">Der goldene Maulwurf</a>&#8221; versehen , demonstirert das Superkonzentrat der Lese- , Lust- und Ärger- Feuileton- Früchte Selbstbewusstsein des gründlichen Wühltiers ( <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Maulwurf">Talpa europaea</a> ) im Bau der Krume &#8220;klassischer Qualitätspublizistik&#8221; ,  macht allerdings seiner natürlichen Zugehörigkeit zur Odnung der Insektenfresser ( <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Insektenfresser">Eulipotyphla</a> ) alle Ehre , indem es in den weiten Wüsten der Blätterwälder und Onlinegewächse <a href="http://www.umblaetterer.de/2009/01/13/die-ergebnisse-der-feuilleton-meisterschaft-2008/">manchen &#8220;bug&#8221; heraus pickt</a>.</p>
<p>Was den &#8220;Maulwurf&#8221; ebnenso wie die die Mühen der Ebene des Zeitungsblätterns von manchem Medien ( Motz- ) Blog unterscheidet , ist eine grundsätzliche Abwesenheit vorverurteilender Ressentiments sowie das strikte Draussenlassen einer kulturpolitischen Refkexion , welche den schön gedruckten Satz an die gesellschaftliche Praxis rückbinden würde .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>GLEICHSCHWEBENDE AUFMERKSAMKEIT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/ubl-goldener-maulwurf-small.png" alt="UBL goldener maulwurf small" hspace="2" vspace="2" width="80" height="70" align="left" />Als nicht vom Räderwerk der realexestierenden Feulleton- Produltion Geknechtete und ebenso wenig im Labyrinth der Institutionen nach Mindestsubventionen für Buch- und Kulturproduktion canossisch Kriechende , kommt dem Fähnlein der Aufrecheten Maulwerfer rechtens eine postakademisch gleichschwebende Aufmerksamkeit für&#8217;s Gedruckte zu .</p>
<p>Im Gegenteil wendet man sich betont &#8211; wenn nicht geradezu provokant &#8211; hagiographisch einzelnen Schriftstücken zu , selbige aber dann nach allen Regeln der <a href="http://www.umblaetterer.de/best-of-feuilleton-2008/#7">Stil- und Argumentationsanalyse paraphrasierend</a>.</p>
<p>Anders als es das &#8220;<a href="http://www.boersenblatt.net/301644/">börsenblatt online</a>&#8221; kürzlich ( in fast wort- wörtlichen Wiederholung <a href="http://www.zintzen.org/2008/04/23/lesen-und-lesen-lassen/">eines vor Monaten bereits gedruckten</a> Artikels ) vollzieht und die Kurz- &#8220;Laudationes&#8221; auf die einzelnen Artikel &#8220;<em>at face value</em>&#8221; nimmt , um die drohende &#8220;Zeitungskrise&#8221; zu widerlegen , darf man den gewieften Stilistikern unter den &#8220;Maulwürfen&#8221; doch Einiges mehr an ausgefuchstem Double- Talk ( akademisch formuliert &#8220;semantischer Polysemie&#8221; ) zutrauen .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>&#8220;BEST&#8221; &amp; &#8220;WORST&#8221; : EIN RELATIVITÄTSPRINZIP</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/ubl-goldener-maulwurf-small.png" alt="UBL goldener maulwurf small" hspace="2" vspace="2" width="80" height="70" align="left" />Wer widerspruchslos Oliver Jungens ( in|ad|ae|qu|at <a href="http://www.zintzen.org/2008/05/06/neues-von-freunden-9/">mehrfach</a> <a href="http://www.zintzen.org/2008/05/06/neues-von-freunden-9/">zitierter</a> ) flott verfasste Denunziation ( &#8220;<a href="http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~EA29275D90AD24A7EBCC8CC4FA5556A40~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Hungert sie aus !</a>&#8221; , FAZ ) des angeblichen Überangebotes von Stadt- , Land- , Fluss- und Flur- Literaturpreisen für eine Minderheit von Autoren lobt &amp; auszeichnet , greift damit nicht nur einen allzu gängigen Witz auf , sondern redet einem billigen Populismus das Wort . Da hilft auch Richard Wagners pflichtschuldigst ex aequo in die Bewertung genommene <a href="http://www.faz.net/s/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~E0B2BB12D8A16454999A7067E7CA6724D~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Replik</a> wenig . Dass nämlich ein Gros der Stadt- , Land- , Fluss- und Flur- Literaturpreise nichts anders als kostengünstige Lokal- PR darstellen ( darin den landauf , landab der <em>Leichten Muse</em> errichteten Tempeln der Sommertheatern gleich ) , wird mit keinem relativierenden Wort erwähnt .</p>
<p>Umgekehrt wird das beliebte Spiel des &#8220;Iris- Radisch- Bashing&#8221; durch die Zuweisung der ausser Rand und Band geratenen <span style="text-decoration: line-through;">Rezension</span> <a href="http://www.zeit.de/2008/08/L-Littell-Radisch?page=all">Reakion auf &#8220;Die Wohlgesinnten&#8221; Jonarhan Littells</a> in doppelzüngiger Weise sowohl fortgeführt als auch gebrochen ( DIE ZEIT ) . An dieser Stelle weiss der &#8220;UBL&#8221; nämlich <em>sehr</em> genau , wovon er spricht : Man hat sich den Tausendseiter <a href="http://www.umblaetterer.de/2008/11/20/die-wohlgesinnten-teil-10-wie-es-gewesen-ist/">selbst und vollinhaltlich zur Brust</a> genommen .</p>
<p>Es ist eine Binsenweisheit , dass jeder Preisende in dem von ihm gut Gepriesenen sich selbst ( oder Ich- Ideal ) darstellt , respektive : ästhetisch wahlverwandte Stile und Stimmen . Von daher sind Wahlverwandtschaften wie zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_von_Stuckrad-Barre">Benjamin von Stuckrad-Barre</a> über eine lahme Bühnen- Debatte , wo drei angejahrte Schwerenöter ohne die feuchtgebietlich erkrankte Dame <a href="http://www.welt.de/kultur/article1906211/Trockengebiete_Radikal_denken_ohne_Roche.html">übers &#8220;Radikale&#8221; sprachen</a> ( DIE WELT ) . Oder zu Alex Rühles schmerzensreich recherchierter &#8220;<a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/675/313581/text/">Poetologie des Waschzettels</a>&#8221; ( SZ ) .</p>
<p>Mit bestem Recht wurde auch jenem Experiment Lob und Ehre , wo man die Not , was nach allerlei Zwiebelringen noch legitimerweise über ein neues Werk des Günter Grass zu sagen wäre , in eine Tugend  verwandelt wurde : Mit dem Schriftsteller <a href="http://www.perlentaucher.de/autoren/3560/Andreas_Maier.html">Andreas Maier</a> ward einer der ( raren ? ) alphabetisierten Zeitgenossen gefunden , welcher tatsächlich bislang <em>noch nie</em> eine Zeile GG gelesen hatte : Die Rezension wurde solcherart zu einer ethnographischen Expeditions ins Fremde des Eigenen des deutschen Kanons und indem ein solcher Werk- Parzival ( siehe &#8220;<a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/proust-lesen-lassen/">Jochan Schmidt liest Marcel Proust</a>&#8221; ) in dessen Wälder reitet , sammelt er Beobachtungen abseits der üblichen Abmachungen in seinen Mantelsack ( DIE ZEIT ) .</p>
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<p>ABSEITS VOM BRANCHENGEBRABBEL</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/ubl-goldener-maulwurf-small.png" alt="UBL goldener maulwurf small" hspace="2" vspace="2" width="80" height="70" align="left" />Wunderbar gefunden und wichtig für die Nachwelt archiviert ! &#8211; Zwischen ironisch bedeutungs- offener Ironie und sachgemässer Indexierung changierend , geben die für den &#8220;Goldenen Maulwurf&#8221; jedenfalls <em>Food for Thought</em> . Sich dabei dankenswert fernhaltend von Betriebsnachrichten , <a href="http://www.kress.de/cont/vk.suche.php?nachname=Nachname&amp;vorname=Vorname&amp;firma=Firma&amp;ort=Ort&amp;Submit=Suche+starten">kress- Köpfen</a> und anderem <a href="http://turi-2.blog.de/">Branchengebrabbel</a> steht und bleibt hier im Mittelpunkt der Text .</p>
<p>Was , bei Seite gesprochen , wohl auch der Grund sein mag , dass Schnell- Linker wie <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/5154.html">Medienticker</a> und -<a href="http://medienlese.com/2009/01/13/6-vor-9-strunz-tages-anzeiger-feuilletons/">lesen</a> sich kaum der Mühe unterzogen haben , in die Texte des &#8220;Goldenen Maulwurf&#8221; noch einmal hineinzulesen &#8230;</p>
<p>Ob wir in|ad|ae|qu|at das &#8220;Best&#8221; nun für&#8217;s &#8220;Worst&#8221; halten wollen oder umgekehrt , ist absolut unerheblich . <em>Ceterum censeo</em> dürfen wird allerdings auch an dieser Stelle nicht verhehlen , dass Frank Schirrmachers dezidierter Kampagnenjournalismus mit dem Anspruch , die FAZ sei ein &#8220;Qualitätsmedium&#8221; , unvereinbar ist .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>BACKLIST &#8220;BEST OF FEUILLETON&#8221;</p>
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<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Obwohl sich der Freitag als Spielort für die XLR8R- Mixes fast schon so etwa wie @ in|ad|ae|qu|at eingebürgert hat , wird auch eine freitägliche Night Session kaum diese Regel brechen . -</p>
<p align="right">WTF is … ?! &#8211; Für diejenigen , welche das gute halbe Dutzend einschlägiger <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/czz-hoerempfehlung-97.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />KLANGAPPARATE nicht mit geschnitten haben : Es handelt sich um die aus höchst diversen Soundmaterialien gebrauten Mix- Podcasts des in New York und San Francisco situierten Metro- Mags <a href="http://www.xlr8r.com/magazine/archives.php?offset=0">XLR8R</a> ( sprich “Accelerator” ) . Angemerkt sei freilich , dass die teils Rock- , teils Hip Hop- teils Chaos- inspirierten Streams längst nicht sämtlich geeignet scheinen zur Empfehlung im in|ad|ae|qu|aten Klangapparat .</p>
<p align="right">Die Crowd des alljährlich in San Francisco stattfindenen &#8220;<a href="http://www.xlr8r.com/events/2008/12/kontrol-cassy">kontrol</a>&#8220;- Festivals war indes so freundlich , vorab mit Material herauszurücken . Dass bei diesem &#8220;<a href="http://www.xlr8r.com/podcast/2008/11/techno-tear-kontrol-s-f">Techno Tear Up</a>&#8221; keine stupiden Techno- Beats abrattern , sondern feine Soul- Shouts mit minimalen Patterns wechseln , sei nur am Rande dieser 65 Minuten- Energie- Ladung angemerkt &#8211; CLICK <a href="http://www.xlr8r.com/podcast/2008/11/techno-tear-kontrol-s-f">LINK TO SEE PLAYLIST AND LISTEN</a>.</p>
<p><strong>|||</strong></p>

]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Dokumentation : Stimmen über Wendelin Schmidt- Dengler ( 1942 &#8211; 2008 )</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2008/09/12/dokumentation-stimmen-uber-wendelin-schmidt-dengler-1942-2008/</link>
		<comments>http://www.zintzen.org/2008/09/12/dokumentation-stimmen-uber-wendelin-schmidt-dengler-1942-2008/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Sep 2008 02:57:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; DOKUMENTATION &#124; FRIEDERIKE MAYRÖCKER &#124; JOSEF WINKLER &#124; APA &#124; MICHAEL ROHRWASSER &#124; KONRAD PAUL LIESSMANN &#124; ROLAND INNERHOFER &#124; PAUL JANDL &#124; ULRICH WEINZIERL &#124; HERBERT OHRLINGER &#124; PLATTFORM UNIVERSITAERE MITBESTIMMUNG &#124; WERNER WINTERSTEINER &#124; KARL WAGNER &#124; FRANZ SCHUH &#124; KLAUS NÜCHTERN &#124; ALFRED KOLLERITSCH &#124; LINKS &#124; RELATED DOKUMENTATION &#124; espace...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> DOKUMENTATION | FRIEDERIKE MAYRÖCKER | JOSEF WINKLER | APA | MICHAEL ROHRWASSER | KONRAD PAUL LIESSMANN | ROLAND INNERHOFER | PAUL JANDL | ULRICH WEINZIERL | HERBERT OHRLINGER | PLATTFORM UNIVERSITAERE MITBESTIMMUNG | WERNER WINTERSTEINER | KARL WAGNER | FRANZ SCHUH | KLAUS NÜCHTERN | ALFRED KOLLERITSCH | LINKS | RELATED</p>
<p>DOKUMENTATION</p>
<p style="text-align: right;"><a href="../espace-d-essays/">| espace d’essays |</a></p>
<p><img style="width: 47px; height: 50px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/czz-pikto-blind-fuer-tod-4.jpg" alt="czz-pikto-blind-fuer-tod" hspace="2" vspace="2" width="61" height="59" align="left" />Artikellinks verschwinden , Berichte sinken ab ins kostenpflichtige Archiv : in|ad|ae|qu|at DOKUMENTIERT Reaktionen auf das <a href="http://www.zintzen.org/2008/09/09/wendelin-schmidt-dengler-1942-2008/">plötzliche Ableben</a> des leidenschaftlichen Germanisten , Universitätslehrers und Freundes <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wendelin_Schmidt-Dengler">Wendelin Schmidt-Dengler</a> . Auf dass diese Erinnerungen an den neugierigen und förderlichen Teilnehmer am Literarischen Leben zugänglich bleiben . Die Copyrights der zitierten Stimmen und Medien bleiben dabei selbstverständlich bei deren Inhabern .</p>
<p>Besonders sei dabei auf die Sammlung von Nachrufen auf der <a href="http://germanistik.univie.ac.at/nachrufe-und-erinnerungen-wendelin-schmidt-dengler-1942-2008/">Heimseite des Wiener Insituts für Germanistik</a> hingewiesen . Die <em><a href="http://www.doderer-gesellschaft.org/main.shtml">Heimito von Doderer-Gesellschaft</a></em> hat eine <a href="http://www.doderer-gesellschaft.org/aktuell/kondolenz_schmidt-dengler.html?url=/?id=1216918500813">digitale Kondolenzliste</a> eingerichtet .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>FRIEDERIKE MAYRÖCKER : OHNE ZU AHNEN</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/wsd-mayroecker-nachruf.jpg" rel="lightbox[4528]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/wsd-mayroecker-nachruf-small.jpg" alt="WSD mayröcker nachruf" hspace="2" vspace="2" width="450" height="210" /></a> ( click to XL )</p>
<p align="right"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friederike_Mayr%C3%B6cker">Friederike Mayröcker</a> , <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1220457762216">Der Standard</a> , 10. 9. 2008</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>JOSEF WINKLER : IM ZUG | NACH VARANASI</p>
<p><img style="width: 47px; height: 50px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/czz-pikto-blind-fuer-tod-4.jpg" alt="czz-pikto-blind-fuer-tod" hspace="2" vspace="2" width="61" height="59" align="left" />Vor 15 Jahren hat Wendelin Schmidt-Dengler mein Leben verändert. Nach einer gemeinsamen Veranstaltung fuhren wir mit dem Zug von Udine nach Wien. Ich erzählte ihm, dass ich in den nächsten Monaten vorhabe, das erste Mal nach Indien zu fliegen, wusste nicht, ob ich nach Bombay oder Kalkutta gehen sollte. Er empfahl mir Varanasi, die heilige Stadt der Hindus. Seither war ich neunmal in Indien, siebenmal in Varanasi.</p>
<p>Am 1. November hätte er die Laudatio für die Verleihung des <a href="http://www.zintzen.org/2008/06/18/hommage-a-josef-winkler-buchnerpreis-2008/">Büchner-Preises</a> in Darmstadt halten sollen. Es war der Wunsch der Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt, und es war mein Wunsch.</p>
<p align="right"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Winkler_(Autor)">Josef Winkler</a> , <a href="http://derstandard.at/Text/?id=1220457762216">Der Standard</a> , 10. 9. 2008</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>APA : BESTÜRZUNG IN ÖSTERREICHISCHER PRESSE</p>
<p><img style="width: 47px; height: 50px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/czz-pikto-blind-fuer-tod-4.jpg" alt="czz-pikto-blind-fuer-tod" hspace="2" vspace="2" width="61" height="59" align="left" />Wien (APA) &#8211; Mit großer Bestürzung hat die österreichische Presse auf den überraschenden Tod Wendelin Schmidt-Denglers reagiert. Nachrufe würdigen seine Leidenschaft für die Literatur, seine Fähigkeit, sie weiterzugeben und seine Expertise, die über die Bücher bis zum Fußball hinausreichte. ( &#8230; )</p>
<p>Im Ö1-Morgenjournal kamen auch einige Autoren zu Wort.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Menasse">Robert Menasse</a> reagierte tief betroffen auf den Tod seines Doktorvaters:</p>
<blockquote><p>Ich fühle mich buchstäblich verwaist, seitdem ich von seinem Tod erfahren habe. Ich habe von ihm ganz entscheidende Dinge im Hinblick auf Literatur und Leben gelernt, wobei ich vor allem von ihm gelernt habe, wie sehr die beiden Dinge zusammengehören. Es ist so seltsam, dass man als Mann des Wortes über einen Mann des Wortes plötzlich nur mehr stammeln kann.</p></blockquote>
<p>Und <a href="http://www.suhrkamp.de/autoren/autor.cfm?id=3170">Friederike Mayröcker</a>:</p>
<blockquote><p>Ein großer Freund, er ist gestorben vor einem Tag. Er, der große Meister der Literatur. Wir haben ihn alle geliebt &#8211; was für ein Schmerz !</p></blockquote>
<p>Essayist <a href="http://www.perlentaucher.de/autoren/5196.html">Franz Schuh</a> rühmte Schmidt-Denglers Verdienste um die Gegenwartsliteratur:</p>
<blockquote><p>Schmidt-Dengler hat den Blick geöffnet. Sowohl inhaltlich als auch von seiner Person her steht er für eine Emanzipation, ohne die es wissenschaftlichen Fortschritt nicht gegeben hätte.</p></blockquote>
<p>Ähnlich der Architekt und Schriftsteller <a href="http://www.zintzen.org/zur-kunst/friedrich-achleitner-portrait/">Friedrich Achleitner</a> im Morgenjournal:</p>
<blockquote><p>Er hat damit unglaubliche Verdienste erworben, weil er die Germanistik eben nicht zu einer isolierten, abgehobenen Wissenschaft gemacht hat, sondern zu einem Impulsgeber der ganzen kulturellen Landschaft.</p></blockquote>
<p align="right">APA0163 2008-09-09/11:01</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>MICHAEL ROHRWASSER : LUZIDE UND UNBESTECHLICH</p>
<p><img style="width: 47px; height: 50px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/czz-pikto-blind-fuer-tod-4.jpg" alt="czz-pikto-blind-fuer-tod" hspace="2" vspace="2" width="61" height="59" align="left" />&#8220;Wäre es nicht wunderbar, diesen Mann bei einer langen Bahnfahrt durch Österreich zum Reisebegleiter zu haben ?“ fragt Lothar Müller in seinem heutigen Nachruf in der <a href="http://www.buchmarkt.de/content/33692-buecher-und-autoren-heute-in-den-feuilletons-und-zum-tode-von-wendelin-schmidt-dengler-und-bernhard-zeller.htm">Süddeutschen Zeitung</a>. So ist es, antworten wir, die wir solche Bahnfahrten mit ihm unternommen haben, und fügen wehmütig hinzu: Wir haben dieses Privileg für selbstverständlich genommen, und jetzt müssen wir ohne ihn weiterfahren. Wenn das geht. Wir können ihn nicht mehr um Rat fragen, keinen Hinweisen mehr folgen, kein Zitat nachhören, keine kritische Würdigung fremder und eigener Arbeiten einholen, obwohl wir immer noch seine Stimme im Ohr haben.</p>
<p>Meine österreichischen Freunde konnten viele Facetten und Nuancen seines Wirkens als Lehrer, Erzähler und Impulsgeber wahrnehmen, während für mich, der ich ihn erst 1991 kennengelernt habe, erst einmal ein Grundkurs in österreichischer Literatur angesetzt wurde, damals in Stanford. Ich traf ihn dort zuerst, wo sonst, in der Bibliothek, wo ich ihn, umgeben von Bücherstapeln, traf: Wendelin Schmidt-Dengler, den leidenschaftlichen Leser. Unser erster Dialog ging etwa so: Man kann nicht alle Bücher dieser Welt lesen – aber man kann es zumindest versuchen – immerhin, so schränkte er ein, gebe es auch einige, mit denen man sich nicht näher einlassen wolle.</p>
<p>Er war nicht nur damals und nicht nur zu mir großzügig – er war es gegenüber vielen, die weniger gelesen hatten und weniger schnell waren ( also: gegenüber allen ). Er hat sich unterschieden von seinen Kollegen, den Literaturhistorikern, von jenen nämlich, die als ihren heimlichen Schutzpatron Prokrustes verehren, die ihre Anschauungen durch ein Zuviel an Lektüre gefährdet glauben: ein Unpassendes wird abgeschnitten, ein Unzureichendes wird gedehnt ( &#8220;Lesen macht befangen“ heißt eine Devise, die auch in Kommissionen immer mehr Anhänger findet ). Seine Gegner haben es sich leicht gemacht, wenn sie ihn zum großen Unterhalter und Plauderer herabwürdigten ( Mann mit &#8220;Formulierungsgabe“ stand in einem der Nachrufe ), denn für den kleinen Appetit hat er nicht gelehrt, Literatur wurde bei ihm nicht verharmlost und verkleinert zum mundgerechten Happen, zum event, Literatur war nicht zuletzt Beunruhigung, Provokation, auch Tröstung, und hier ging er nicht selten Bündnisse mit seinen Autoren ein.</p>
<p>Was mir damals zuerst auffiel, neben seiner stupenden Belesenheit, seinem phänomenalen Gedächtnis, neben seiner Fähigkeit, zum Lesen anzustiften und eigene Urteile zu überprüfen, neben seinen innovativen Blicken auf Texte und Autoren, die immer genau, unerbittlich, ja streng waren, das war seine Fähigkeit, sich in die Autorinnen und Autoren zu verwandeln. Mit einer kleinen Drehung seiner Hand, aus dem Ellbogengelenk heraus, war er plötzlich Gerhard Rühm oder Ernst Jandl, was ich spätestens dann verstand, als ich die Originale sprechen hörte.</p>
<p>Lesen und Leben waren bei ihm nicht getrennt, weil er auch beim Lesen alle seine Sinne geöffnet hatte. Er kannte keine kanonischen Hierarchien und, wo er die Quellen kannte, respektierte er auch keine Lehrmeinungen, so wenig wie er jenseits der Bücher den akademischen Hierarchien Respekt zollte: Er erkannte die akademischen Nichtleser und die autoritätsbeflissenen Nichtsnutze, und er hielt sich, wenn es irgend ging, von ihnen fern. Er konnte jenen den Rücken zuwenden, die in Selbstverliebtheit von ihrer Liebe zur Literatur sprachen und dabei ihre Stimme vibrieren ließen. Gleichwohl hat er die Wiener Germanistik geprägt wie kein anderer, und das in einer seltsamen, unheimlichen Bündelung: als Lehrer, Betreuer und Förderer ( wer wollte sich da mit ihm messen ? ), und auch als wissenschaftlicher Autor, der für seine Autoren Revisionsverfahren anstrengte, sie nicht selten von falschen Etiketten befreite. Es war eine Sisyphus-Arbeit, denn in einigen Fällen überlebten auf dem Literaturmarkt nicht seine kritischen Editionen sondern die verharmlosenden Lesarten ( etwa bei Herzmanovsky-Orlando ).</p>
<p>Schmidt-Denglers Stärke hat ihre Wurzeln gewiss auch außerhalb der akademischen Welt. Wir kennen alle die Sentenz, die in der hier zitierten Variante Jean Cocteau zugeschrieben wird: Wer nur etwas von Film versteht, versteht auch davon nichts. Hätte Schmidt-Dengler nur Augen für Bücher und für die Wiener Germanistik, hätte er auch hier keine starken Spuren hinterlassen können. Das heißt, dass wir auf den Bahnfahrten und Flügen und Autofahrten mit ihm nicht nur etwas über ( österreichische ) Literatur lernten – am Rande gesagt: seine Liebe zur österreichischen Literatur war nie, wie bei einigen anderen, verbunden mit der Missachtung anderer Literaturen, denn dazu war er ein zu leidenschaftlicher Liebhaber der Weltliteratur –, sondern die Gespräche zogen weite Kreise über Vereinsgeschichten, über europäische Geschichte, über den homo academicus, Erziehungsfragen und Bauernregeln. Die größten Literatursüchtigen, die unermüdlichsten Lesenden und Schreibenden sind gerade jene, die nicht in der Literatur als einer Scheinwelt verschwinden, die keine billigen Tröstungen suchen, nämlich ein Vergessen, sondern sich gerade hier ihre Genauigkeit für den Alltag gewinnen. Denn das machte das Eigene von Wendelin Schmidt-Dengler aus – und warum soll man nicht von Größe sprechen – dass seine gesellschaftspolitische Einmischung und sein universitätspolitischer Einspruch ebenso luzide und unbestechlich waren wie sein literarisches Urteil.</p>
<p>Wir haben den Größten verloren.</p>
<p align="right"><a href="http://germanistik.univie.ac.at/personen/rohrwasser-michael/">Michael Rohrwasser</a> , <a href="http://germanistik.univie.ac.at/nachrufe-und-erinnerungen-wendelin-schmidt-dengler-1942-2008/#c91154">Institut für Germanistik Wien</a> , 10.September 2008</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KONRAD PAUL LIESSMANN : GLÜCKSFALL EINES GELEHRTEN</p>
<p><img style="width: 47px; height: 50px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/czz-pikto-blind-fuer-tod-4.jpg" alt="czz-pikto-blind-fuer-tod" hspace="2" vspace="2" width="61" height="59" align="left" />Wendelin Schmidt-Dengler war der Glücksfall eines Gelehrten: im klassischen Sinn humanistisch gebildet, fasziniert von Neuem, aufgeschlossen, engagiert. Humorvoll und hilfsbereit. Sein Fach &#8220;Literatur&#8221; war ihm nicht mehr Gegenstand, sondern Lebensinhalt, der weit mehr umfasste als das wissenschaftliche Interesse. Schmidt-Dengler war nicht nur ein begnadeter Lehrer und Vortragender, sondern auch ein Förderer der Literatur.</p>
<p>Wo immer er konnte, unterstützte er Institutionen, aber auch Menschen. Er prägte Generationen von jungen Wissenschaftern, Lehrern und Schriftstellern, er war nicht nur Kritiker, sondern vor allem auch Mentor, und er vertrat eine umfassende Idee von Bildung, die sich mit der wettbewerbsorientierten Manager-Universität unserer Tage schlecht vertrug. Nicht zuletzt aus Protest gegen diese Entwicklung hatte er sich nicht in den Senat wählen lassen, um &#8211; wenn auch vielleicht auf verlorenem Posten &#8211; für seine Vorstellung einer demokratisch organisierten Universität zu kämpfen.</p>
<p>Wendelin Schmidt-Denlger war voller Pläne gewesen. Mit ihm, dem ich seit mehr als 30 Jahren verbunden war, verliere ich nicht nur einen wunderbaren Kollegen, mit ihm verliert die Universität einen ihrer hervorragendsten Vertreter. Sein Tod kam einfach viel zu früh.</p>
<p align="right"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Paul_Liessmann">Konrad Paul Liessmann</a> , <a href="http://derstandard.at/Text/?id=1220457762216">Der Standard</a> , 10. 9. 2008</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ROLAND INNERHOFER : VITALITÄT , ENERGIE UND GÜTE</p>
<p><img style="width: 47px; height: 50px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/czz-pikto-blind-fuer-tod-4.jpg" alt="czz-pikto-blind-fuer-tod" hspace="2" vspace="2" width="61" height="59" align="left" />Wie kann jemand, dessen Anwesenheit in jedem Augenblick so spürbar war und ist, plötzlich nicht mehr da sein ?</p>
<p>Wendelin Schmidt-Denglers Vorlesung &#8220;<em>Österreichische Literatur nach 1945</em>“ hat mich am Beginn meines Studiums begeistert. Seither war er für mich Lehrer und später auch Freund, beides im emphatischen Sinn. Seine Leidenschaft für die Literatur war ansteckend, seine Geistesgegenwart war bewundernswert und unnachahmlich. Unzählige Studierende hat er durch seine Vorlesungen und Seminare für die Germanistik eingenommen. Seine Stimme wirkte im engen Kreis wie in der Öffentlichkeit gleichermaßen markant. Blitzschnell stellte er überraschende und präzise Verbindungen her und konnte dabei mühelos auf ein stupendes Wissen von der Antike bis zur Avantgarde zurückgreifen.</p>
<p>Wendelin Schmidt-Dengler ist niemals den Versuchungen machtgestützter Eitelkeit erlegen. Er ist sich selbst, seinen Freunden und der Literatur treu geblieben. Er hat sich nicht nur um die toten, sondern auch um die lebenden Autoren nach Kräften gekümmert. Die Vitalität, Energie und Güte, die er ausstrahlte, waren und sind beglückend. Leben wie lesen – wie kein anderer hat Wendelin Schmidt-Dengler diese Utopie verkörpert. Jetzt ist er verschwunden. In seinen Schriften und in unseren Erinnerungen lebt er weiter.</p>
<p align="right"><a href="http://germanistik.univie.ac.at/personen/innerhofer-roland/">Roland Innerhofer</a> , <a href="http://germanistik.univie.ac.at/nachrufe-und-erinnerungen-wendelin-schmidt-dengler-1942-2008/">Institut für Germanistik</a></p>
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<p>PAUL JANDL | NZZ : IN DIE WELT GEDACHT</p>
<p><img style="width: 47px; height: 50px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/czz-pikto-blind-fuer-tod-4.jpg" alt="czz-pikto-blind-fuer-tod" hspace="2" vspace="2" width="61" height="59" align="left" />Eine Phänomenologie gescheiterter Feste in der Literatur wollte er noch schreiben, nun hat er auch sein eigenes Fest nicht mehr erlebt. Der renommierte deutsche &#8220;<em><a href="http://www.boersenblatt.net/232556/">Preis der Kritik</a></em>&#8220;, der neben einer Ausgabe der Werke Heinrich Heines aus neunundneunzig Flaschen Wein besteht, hätte Wendelin Schmidt-Dengler bei der kommenden Frankfurter Buchmesse verliehen werden sollen. Für einen, dem die Askesen der Wissenschaft zu wichtig waren, um sich auch noch im Leben zu kasteien, wäre diese Gabe passend gewesen. Die beigefügte Lobesprosa war dem Bescheidenen wohl etwas unangenehmer: «Für eine Kultur der aufgeklärten Lektüre, gründlich, kritisch und meinungsstark», stehe der Wiener Germanist.</p>
<p>Wendelin Schmidt-Dengler, 1942 in Zagreb geboren und vergangenen Sonntag in Wien überraschend gestorben, war ein Wissenschafter, der die Philologie nicht zum Orchideenfach verkommen lassen wollte. Weil er ihre Nutzanwendungen als Universitätsprofessor, Chef des Österreichischen Literaturarchivs und nicht zuletzt als Kritiker mit ironischer Eleganz in sich bündelte, strahlte sein Wissen weit über die Grenzen der elitären Forschung aus. Unter den Germanisten war Wendelin Schmidt-Dengler ein Erzähler von Graden. Dass der lebensnahe Vortrag dem Pädagogen Schüler ohne Zahl einbrachte, war gewiss nicht zum Schaden der Zunft.</p>
<p>Als 26-Jähriger wird der gelernte Altphilologe, der mit einer Dissertation zu den &#8220;<em>Confessiones</em>&#8221; des Aurelius Augustinus promoviert hat, damit beauftragt, den Nachlass Heimito von Doderers zu bearbeiten. Die Bekanntschaft mit Werk und Autor wird zur prägenden Erfahrung. Mit Österreichs idiosynkratischen Dichtern, den Unzeitgemässen und den Querköpfen, befasst sich Schmidt-Dengler immer wieder. Seit den sechziger Jahren entstehen grundlegende Essays zu Thomas Bernhard, zu einem Autor, dessen Werkausgabe der Germanist bis zuletzt federführend betreute. Von Johann Nestroy über Fritz von Herzmanovsky-Orlando und Albert Drach reichte der Bogen von Wendelin Schmidt-Denglers Interessen bis zu Österreichs literarischer Avantgarde. Auf dem Podium der Universität und in den Foren der Kritik, etwa beim &#8220;<em>Literarischen Quartett</em>&#8220;, galt für Österreichs brillantesten Philologen das, was Karl Kraus über den von ihm verehrten Nestroy sagt: Er hat &#8220;aus dem Stand in die Welt gedacht&#8221;.</p>
<p align="right">Paul Jandl : <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/in_die_welt_gedacht_1.827965.html">In die Welt gedacht</a><br />
Zum Tod des österreichischen Germanisten Wendelin Schmidt-Dengler , NZZ , 10. 9. 08</p>
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<p>ULRICH WEINZIERL | DIE WELT : LA GAYA SCIENZA</p>
<p><img style="width: 47px; height: 50px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/czz-pikto-blind-fuer-tod-4.jpg" alt="czz-pikto-blind-fuer-tod" hspace="2" vspace="2" width="61" height="59" align="left" />( &#8230; ) Mit Buchstaben und Geist, mit Metaphern und Kontexten von Büchern hantierte er stets sachkundig und virtuos zugleich. Zudem war er in Österreich der erste, der Zeitgenössisches konsequent in seinen Vorlesungs- und Forschungsplan aufnahm.</p>
<p>Als Herausgeber der Werke Heimito von Doderers, Fritz von Herzmanovsky-Orlandos, Albert Drachs und Thomas Bernhards ging sein Wirkungsradius weit über akademische Kreise hinaus. Er liebte Nestroy und Ernst Jandl, war bei Canetti nicht minder zu Hause als bei Karl Kraus.</p>
<p>Ein Bewohner des Elfenbeinturms wollte dieser Gelehrte, der eine fröhliche Wissenschaft unterrichtete und praktizierte, nie sein. Kein Wunder, dass ihn eine Fachjury 2007 zum &#8220;<a href="http://science.orf.at/science/news/150425"><em>Wissenschaftler des Jahres</em></a>&#8221; wählte. Österreichs Schriftsteller schätzten ihn als kritischen Wegbegleiter und scharfsichtigen Rezensenten, seine Schüler als immer hilfsbereiten Mentor und Freund auch jenseits der Studienzeit. Wendelin Schmidt-Dengler ist am Sonntag im 67. Lebensjahr unerwartet an den Folgen einer Operation verstorben.</p>
<p align="right"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Weinzierl">Ulrich Weinzierl</a> :  <a href="http://www.welt.de/welt_print/article2416981/Der-Wiener-Germanist-Schmidt-Dengler-ist-gestorben.html">Der Wiener Germanist Schmidt-Dengler ist gestorben</a> , DIE WELT , 9. 9. 2008</p>
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<p>HERBERT OHRLINGER | FAZ : LESEN &#8211; LEBEN</p>
<p><img style="width: 47px; height: 50px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/czz-pikto-blind-fuer-tod-4.jpg" alt="czz-pikto-blind-fuer-tod" hspace="2" vspace="2" width="61" height="59" align="left" />( &#8230; ) Doch Wendelin Schmidt-Dengler war viel mehr als ein besonders versierter Hochschullehrer, das Leben bedeutete für ihn Lesen &#8211; und Lesen war Leben. Er verkörperte Literatur und ihre Geschichte, indem er sie aus den Hörsälen hinaustrug und sich als Kritiker, Herausgeber, Vortragender, Diskutant für sie einsetzte. So verwundert es auch nicht, dass er Walter Benjamins Warnung vor dem fragwürdigen Ehrgeiz der Wissenschaft gegenüber der Tagesaktualität wiederholt entgegenhielt, ob es denn das Ziel der Literaturwissenschaft sein könne, es an Uninformiertheit mit dem &#8220;hauptstädtischen Mitteilungsblatt aufnehmen zu können&#8221;.</p>
<p>Dabei agierte er bei seinen Interventionen weniger als &#8220;Literaturpapst&#8221;, als der er in Österreich fälschlicherweise bezeichnet wurde, sondern eher als humorvoll- ironischer Vermittler, der bei aller Schärfe der auseinandersetzung die Interessen der Schriftsteller und die Ansprüche der Literatur nie vergaß. ( &#8230; )</p>
<p align="right"><a href="http://www.boersenverein.de/de/135140">Herbert Ohrlinger</a> : Wiener Einmannbetrieb<br />
Zum Tod des Germanisten Wendelin Schmidt-Dengler , FAZ print , 10. 9. 2008</p>
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<p>PLATTFORM UNIVERSITAERE MITBESTIMMUNG ( PLUM ) : DEM DEMOKRATEN WIDER DEN ( UNIVERSITÄTS- ) POLITISCHEN ZEITGEIST</p>
<p><img style="width: 47px; height: 50px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/czz-pikto-blind-fuer-tod-4.jpg" alt="czz-pikto-blind-fuer-tod" hspace="2" vspace="2" width="61" height="59" align="left" />Liebe Kolleginnen und Kollegen,</p>
<p>seit vergangenem Sonntag wissen wir: Wendelin Schmidt-Dengler wird uns seine feinsinnigen literaturwissenschaftlichen Analysen, seine entwaffnenden Beobachtungen im universitaeren und sonstigen Alltag sowie seine leidenschaftlichen Plaedoyers fuer eine Redemokratisierung der<br />
oesterreichischen Universitaeten nicht mehr vortragen. Wir trauern um einen Kollegen, dem es beispielhaft gelungen ist, hoechste wissenschaftliche Qualitaet mit ihrer lustvoll gelungenen didaktischen Vermittlung, sowie einer kritischen und demokratischen Hochschulpraxis, zu verbinden.</p>
<p>Kollege Schmidt-Dengler, selbst ein Top-Wissenschaftler, wurde nicht muede, sich vom opportunistischen Elitismus von Vertretern des wissenschaftlichen Mittelmaszes zu distanzieren. Er hat den &#8220;autoritaeren Charakter“ des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4tsgesetz_2002">UG 2002</a>, die <a href="http://science.orf.at/science/news/105177">oekonomistischen Engefuehrungen des Rektorats</a> oder auch die Implementierung der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bologna-Prozess">Bologna</a>-Studien<a href="http://phaidon.philo.at/qu/?p=304">architektur</a> angeprangert.</p>
<p>Die internationale Wuerdigung seiner wissenschaftlichen, literaturdidaktischen und literaturkritischen Leistungen hat unmittelbar nach Bekanntwerden der schmerzenden Nachricht eingesetzt und kann dank der Bemuehungen von ORF und kulturpolitisch engagierten Printmedien ( vgl. &#8220;Der Standard“ 08-09-09:29 und 08-09-10:39 ) mitverfolgt werden.</p>
<p>Da uns mit Kollegen Schmidt-Dengler aber abgesehen von seiner wissenschaftlichen Vorbildwirkung auch zahlreiche hochschulpolitische Gemeinsamkeiten verbinden, moechten wir gerade diese in der folgenden Wuerdigung hervorheben, zumal sie in den offiziellen Darstellungen der Universitaet und der Oeffentlichkeit unterbelichtet geblieben sind.</p>
<p>Nicht erst seit seinem Inkrafttreten, sondern schon bei dessen Konzeption hat Kollege Schmidt-Dengler die autoritaeren und arbeitsbehindernden Zuege des UG 2002 in aller Schaerfe kritisiert. Sein Auftritt bei der diesbezueglichen <a href="http://ug02.wordpress.com/2008/04/23/protokolle-zur-uni-enquete/">parlamentarischen Enquete</a> ist legendär <strong>***</strong>. Er war es auch, der sich umgehend mit den gegen das <a href="http://ug02.wordpress.com/ug-2002-entwurfe/">UG 2002</a> protetsierenden Teilen der Kollegenschaft solidarisierte und als Vorstand des Instituts fuer Germanistik der PLUM bei ihrer Konstituierung als Vorstand des Instituts fuer  Germanistik den benoetigten Hoersaal zur basisdemokratischen Organisation des Widerstands zur Verfuegung stellte.</p>
<p>An seinem Institut hat Schmidt-Dengler schlieszlich die Ausarbeitung und Umsetzung einer demokratischen Institutsordnung unterstuetzt, die zentrale Mitwirkungsrechte aller Lehrenden und Studierenden sicherte und zum Modell anderer Institutsordnungen vieler augeklaert gebliebener Institute geworden ist. In der Fakultaetskonferenz hat sich Kollege Schmidt-Dengler ebenso wie im Senat, in den er am 30. Maerz 2006 als <a href="http://www.dieuniversitaet-online.at/beitraege/news/ergebnis-der-senatswahlen/68.html">Listenfuehrer einer eigenen Senatsliste</a> mit einem beachtlichen Stimmenanteil von 25 % gewaehlt wurde, stets fuer die Anliegen einer geordneten Mitbestimmung und den Ausbau demokratischer Kontrollrechte auch an der Universitaet Wien verwendet und wiederholt seine wohlwollende Stimme erhoben, wenn sich Ansaetze fuer eine zumindest partielle Aufhebung der durch das UG 2002 vollzogenen &#8220;Entrechtung des Mittelbaus“ boten.</p>
<p>Es bleibt uns, ihm an dieser Stelle fuer seine beispielhafte Solidaritaet zu danken. Unter <a href="http://phaidon.philo.at/qu/">dieser Adresse</a> haben wir ein <a href="http://hrachovec.philo.at/index.php/gallery/v/politics/plum/ug02plum2.swf.html?q=gallery">Statement Schmidt-Denglers</a> zur beabsichtigten Novelle des UG 2002 zugänglich gemacht. Es stammt aus der PLUM-Podiumsdiskussion vom 8. April 2008 ( &#8220;Reform des UG 2002: Retusche oder Korrektur ?“ ). Die einnehmende Verbindung von scharfsinniger Analyse und humorvoll vorbereiteter Pointe, die Schmidt-Denglers Beitraege oft strukturiert haben, zeichnet gerade auch dieses letzte uns verbliebene Dokument gemeinsamen hochschulpolitischen Auftretens aus.</p>
<p align="right">Fuer die <a href="http://plum.philo.at/">Plattform universitaere Mitbestimmung</a> ( PLUM )<br />
Karl Ille , Herbert Hrachovec , 11. 9. 2008</p>
<p><strong>***</strong> Nachfolgend : Die oben als &#8220;legendär&#8221; angesprochene Wortmeldung Schmidt-Denglers im Rahmen Enquete zur Weiterentwicklung des Universitätsgesetzes im Parlament | Uni-Enquete ( 3 ) : <em>Das Leitungsdreieck und seine Akteure</em><br />
( Quelle : <a href="http://www.parlinkom.gv.at/PG/PR/JAHR_2008/PK0321/PK0321.shtml#">Parlamentskorrespondenz/02/11.04.2008/Nr. 321</a> )</p>
<blockquote><p>Schmidt-Dengler : Konsequente Entdemokratisierung durch das UG 2002</p>
<p>Univ.-Prof. Wendelin Schmidt-Dengler (Institut für Germanistik, Universität Wien) wies darauf hin, dass das UG 2002 es sich zur wesentlichen Aufgabe gemacht habe, einen Rückbau der Errungenschaften und Fortschritte des UOG 1975 zu erreichen. An diesem Gesetz war, betonte der Redner, nicht alles gut, aber das UG 2002 wurde ohne eine umfassend diskutierte Mängelfeststellung verabschiedet: &#8220;Der Kraftakt einer Regierung, die meinte, kräftig zu sein&#8221;.</p>
<p>Die Folge sei die konsequente Entdemokratisierung der Universität, die Abschaffung oder Zurückdrängung der Gremien, aus denen alle relevanten Entscheidungen ausgelagert wurden. Der Senat als einziges Organ, das die an der Universität Beschäftigten repräsentiert, sei weitgehend zur Passivität und zur Durchführung von Vorgängen ausersehen, die lediglich von administrativem Belang sind, so Schmidt-Dengler.</p>
<p>Dass der so genannte Mittelbau in diesem Gremium nur auf einer Schwundstufe begegne, sei ein &#8220;besonders skandalöser Aspekt&#8221;. Das UG 2002 weise in entscheidenden Fragen wie in der Funktion der Institute Lücken auf. &#8220;Institutsvorstände werden auf rätselhafte Weise bestellt oder auch nicht bestellt, es gibt sie oder es gibt sie nicht. Welche Kompetenzen sie haben, ist unklar. Unangenehme Entscheidungen werden ihnen überlassen oder werden ihnen in die Schuhe geschoben. Intransparenz bestimmt auch die jüngsten Entwicklungen, das Rektorat schottet sich ab, erteilt dauernd Arbeitsaufträge, die von den wichtigen Entscheidungen personaler und organisatorischer Natur ablenken oder es versucht, uns mit Kinkerlitzchen wie E-Learning zu beschäftigen&#8221;, kritisierte Schmidt-Dengler.</p>
<p>Seiner Ansicht nach müssen die vorliegenden Vorschläge zur Reform berücksichtigt werden. Die Kollegen an den Universitäten müssten sich wieder als &#8220;mitbestimmende und nicht bestimmte&#8221; MitarbeiterInnen fühlen.</p>
<p>Dem Hang zur Demotivierung müsse ein Ende bereitet werden, so der Redner.</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>WERNER WINTERSTEINER : LIBERO IM LINKEN MITTELFELD</p>
<p><img style="width: 47px; height: 50px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/czz-pikto-blind-fuer-tod-4.jpg" alt="czz-pikto-blind-fuer-tod" hspace="2" vspace="2" width="61" height="59" align="left" />Der &#8220;<a href="http://science.orf.at/science/news/150425"><em>Wissenschaftler des Jahres</em></a>“ 2007 war ein glänzender Kopf, aber es wäre ihm nie in den Sinn gekommen, den Wert eines anderen in den Schatten stellen zu wollen. Im Gegenteil, er hat aus eigenen Mitteln einen Preis für junge GermanistInnen ins Leben gerufen. Für uns junge StudentInnen in den 1970er Jahren war er der beste Lehrer von allen, der einzige, der uns ernst nahm und den auch wir protestierenden Jungspunde respektierten. Er setzte sich mit uns auseinander – aber er ließ uns auch seine Ironie spüren. Zum Beispiel, als er den Brief an eine Studentenzeitung mit den Worten begann: &#8220;Nachdem sie sich von dem schock erholt haben, dass auch ich der kleinschreibung mächtig bin, möchte ich festhalten …&#8221;</p>
<p>Sein Humor war eine weitere hervorstechende Eigenschaft, die ihn so beliebt machte, mit der er sich aber auch Gegner schuf – zumindest, bis er selbst zu einer Institution wurde. Und diese Institutionalisierung gelang ihm nicht nur aufgrund seiner Verdienste um die Hochkultur, sondern weil er es verstand, auch alltagskulturelle Phänomene, vor allem den so geliebten Fußball, enthusiastisch und kritisch zugleich zu kommentieren.<br />
Ebenso liebenswürdig und humorvoll war er auch im beruflichen Umgang.</p>
<p>Als ich ihn bat, für das Themenheft &#8220;<em>Fußball</em>“ einer Zeitschrift einen Beitrag zu verfassen, antwortete er zunächst nicht, um sich dann, als ich ihn schon drängte, geschickt aus der Affäre zu ziehen: &#8220;Lieber Herr Kollege, pardon, ich habe nicht früher geantwortet, weil ich Ihnen im Herzen die Zusage schon gegeben habe. Sie haben mich ganz richtig aufgestellt, im linken Mittelfeld, von wo ich das ganze Geschehen überblicke.“</p>
<p>Als Libero im linken Mittelfeld, konziliant und kritisch zugleich, als jemand, der das ganze Geschehen überblickt, so möchte ich ihn auch in Erinnerung behalten. Und ihm, der uns &#8220;im Herzen seine Zusage gegeben“ hatte, dankbar sein für das, was er für uns, was er für die Literatur, was er für Österreich getan hat.</p>
<p align="right"><a href="http://www.uni-klu.ac.at/uniklu/org/visitenkarte?personalnr=854">Werner Wintersteiner</a> ( Klagenfurt ) , <a href="http://germanistik.univie.ac.at/nachrufe-und-erinnerungen-wendelin-schmidt-dengler-1942-2008/">Institut für Germanistik</a></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KARL WAGNER : EINE KLAGE<br />
<a href="http://www.manuskripte.at/"> manuskripte</a> 181 , Graz , Oktober 2008 , 6 &#8211; 7</p>
<p><img style="width: 47px; height: 50px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/czz-pikto-blind-fuer-tod-4.jpg" alt="czz-pikto-blind-fuer-tod" hspace="2" vspace="2" width="61" height="59" align="left" />Kalt gelassen hat er keinen, weil er nicht kalt war und kein Zyniker. Wohl aber war er sarkastisch und  mit einem Witz begabt, der normalerweise für ein ganzes Institut reicht – und oft auch hat reichen müssen. Weil viele – bis heute – glauben, Humorlosigkeit sei mit Ernsthaftigkeit gleichzusetzen (oder deren Voraussetzung), hat er es nicht leicht gehabt. Von den Demütigungen des Betriebs ist auch Wendelin Schmidt-Dengler nicht verschont geblieben. Aber gegen seine Intelligenz, Belesenheit und Hilfsbereitschaft war auf Dauer kein noch so giftiges Kraut gewachsen.</p>
<p>Seine Schnelligkeit, für den Witz unerlässlich, hat manche, die gewohnt sind, ihre Irrtümer mit großer Pedanterie auszuarbeiten, dazu verleitet, ihn für vorschnell zu halten. In Wahrheit beherrschte er lediglich etwas, das selten ist: schnell und gut zu denken. Sein Urteil war treffsicher und nie dogmatisch; keine Rede über ihn ist törichter als das Klischee vom (österreichischen) &#8220;Literaturpapst“. In einer Studentenzeitschrift wurde er einmal als das berühmte Interpretationsduo Schmidt &amp; Dengler bezeichnet: Tatsächlich hat das etwas sehr Einleuchtendes für uns Langsame. Angesichts seiner immensen Produktivität hat es ja auch etwas Tröstendes zu denken, es seien zwei am Werk gewesen: zumindest zwei. Und das nicht nur beim Schreiben, sondern auch bei den vielen organisatorischen Aufgaben, die zu übernehmen er sich nie zu schade war. Kein anderer hätte die Aufgaben des Institutsvorstands mit der Leitung des Österreichischen Literaturarchivs vereinbaren können; freilich habe ich ihn mitunter auch sehr müde und verloren gesehen. ( &#8230; )</p>
<p>Weil ein Fach wie die Germanistik einst ein Versprechen war, war und ist sie ein Massenfach, das auch höchstbegabte AbsolventInnen hervorgebracht hat, ohne dass die Gesellschaft dies gewürdigt hätte durch Berufsaussichten, Förderung und Anerkennung. Wendelin Schmidt-Dengler hat mehr als jeder andere diese strukturellen Defizite als persönliche Aufgaben zurückgespielt bekommen. Sein Einsatz für promovierte GermanistInnen ohne Stelle ist nie gewürdigt worden. Sein Versuch, strukturelle Defizite durch persönlichen Einsatz zu kompensieren, war eben so heroisch wie bewunderungswürdig – und der Melancholie günstig. Es wäre ein besonderes Experiment, wenn alle die, die von ihm einmal ein Empfehlungsschreiben oder eine Unterstützung bekommen haben, jetzt auch nur eine Dankeszeile schrieben.</p>
<p>Er war zu gut, um auf die Idee zu verfallen, es gäbe nur (s)eine Eigenart und Methode, mit Literatur umzugehen: Er hat sich nie auf Kosten von germanistischen Versuchen profiliert, die, im Unterschied zu seinen, nicht mit öffentlichem Beifall rechnen durften. Es war auch diese Solidarität zum Fach Germanistik, die ihn zu einer so bemerkenswerten Figur in der österreichischen Nachkriegsgermanistik haben werden lassen. Wie viele haben in seinem Windschatten die Kontroversen des Faches nicht einmal gespürt.</p>
<p>Seine Spezialität, die österreichische Literatur, hat er auch deshalb so glaubwürdig vertreten können, weil er nicht nur mit dieser vertraut war. Er war gewiss der belesenste Mensch, dem ich begegnet bin. Was für ein Glück, gleich im ersten Semester darüber staunen zu dürfen – und ich bin aus dem Staunen nicht herausgekommen. Er hat sich, so scheint es mir immer noch, auch alles gemerkt hat, was er je gelesen hatte. Sein Gedächtnis war jedenfalls phänomenal. Was aber noch mehr zählt: Bildungsdünkel kannte er nicht.  Er wusste um seinen Wert, aber Eitelkeit war ihm fremd.</p>
<p>Er hat wie kein anderer dafür gesorgt, dass die Wiener Germanistik zu einem Ort für ausländische, insbesondere für osteuropäische Studierende geworden ist. Er war, wie alle wissen, ein hinreißender Lehrer; dabei hat er mich seinerzeit oft ratlos aus seinen Lehrveranstaltungen entlassen – wie froh aber war ich, dass er mich nicht mit didaktischem Billigtrost abgespeist hatte.</p>
<p>Schmidt-Dengler, der strikt Antisystematische, hat für die Erforschung der österreichischen Literatur Meilensteine gesetzt. Gegen die beliebte Rede von seiner Medienpräsenz und seiner Fußballbegeisterung (ja, ich war auch mit ihm im Hanappi-Stadion) sei daran erinnert: Er war ein Pionier für die Erforschung der österreichischen Literatur der 20er und 30er Jahre (und damit auch der fatalen Geschichte der Germanistik, die viele ihrer größten ideologischen Irrtümer mit ihrem Gegenstand teilte). Er war ein Pionier auch darin, die Gegenwartsliteratur zu einem Gegenstand der Wissenschaft und des universitären Unterrichts zu machen, als man in Wien und Zürich darüber noch die bildungsbürgerlichen Nasen rümpfte.</p>
<p>Mein erstes Proseminar bei ihm – er war noch Assistent – handelte von Thomas Bernhard, wohlgemerkt im Jahre 1971. Ihm ist auch er bis zuletzt treu geblieben: Mit Begeisterung zeigte er noch im Sommer dieses Jahres, beim Fest für Christoph Ransmayr, die Druckfahnen von Bernhards &#8220;<em>Alte Meister</em>“ für die bei Suhrkamp erscheinende <a href="http://www.onb.ac.at/sichtungen/berichte/huber-m-1a.html#h.3">Werk-Ausgabe</a>. Andere Editionsprojekte wären anzufügen: Herzmanovsky-Orlando, Albert Drach oder Heimito von Doderer. Nicht alle waren gleichermaßen erfolgreich: es ist schade, dass die von ihm initiierte &#8220;<em>Österreichische Bibliothek</em>“ der Verlagspolitik zum Opfer fiel. Und er hat, nicht minder bedeutsam, die seit Karl Kraus bestehende Kluft zwischen der Germanistik und den Autoren der Gegenwart überbrücken können. Die Zeugnisse der Anteilnahme von den größten österreichischen Autoren und Autorinnen sind ein eindrucksvoller Beweis.</p>
<p>Zuletzt – und das ist in diesem Betrieb auch nicht so oft der Fall: er war mir ein Lehrer, ein Förderer und ein Freund: Was für ein Verlust, was für ein Schmerz.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="http://www.ds.uzh.ch/Institut/Mitarbeitende/index.php?detail=145"> Karl Wagner</a> ( Zürich ) , <a href="http://germanistik.univie.ac.at/nachrufe-und-erinnerungen-wendelin-schmidt-dengler-1942-2008/#c91720">Institut für Germanistik</a></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p style="text-align: left;">FRANZ SCHUH ( DIE ZEIT ) : DER ANDERE</p>
<p><img style="width: 47px; height: 50px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/czz-pikto-blind-fuer-tod-4.jpg" alt="czz-pikto-blind-fuer-tod" hspace="2" vspace="2" width="61" height="59" align="left" />Es ist die Literatur, die das Bild eines Landes bestimmt, gerade indem sie allen fertigen Bildern widerspricht. &#8221; Wendelin Schmidt-Dengler hat diesen Satz von Peter Handke in einem Vortrag zitiert, dessen Titel als Frage das Lebenswerk des am 7. September im Alter von 66 Jahren verstorbenen Germanisten charakterisiert: <em>Wozu und zu welchem Ende studieren wir österreichische Literatur ?</em></p>
<p>Schmidt-Dengler war der Anwalt dieser sanften Gewalt, und er war nicht zuletzt ein mäctiger Mann: Vorstand des Institut für Germanistik, Leiter des Literaturarchivs der Österreichischen Nationalbibliothek. Ich habe Schmidt-Dengler vor Jahrzehnten kennengelernt ( &#8230; ) . Damals ging das Gerücht um, es gäbe am Institut für Germanistik einen , der wäre anders. Wie sollte das möglich sein ?  Mit dem Anderen fand eine von Studenten organisierte Diskussion statt, an der auch der Dichter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Priessnitz">Reinhard Priessnitz</a> teilnahm. Priessnitz war in ästhetischen Fragen der am meisten avancierte Denker. Der Andere war Schmidt-Dengler, damals Assistent, also am Anfang angekommen. Ich durfte mitdiskutieren und quengelte gleich am Assistenten herum. Ich empfand vor dem universitären Establishment ja keinen Respekt. Hatte ich nicht in einer der Vorlesungen, in der Paula Grogger nicht zu kurz kam, gelehrt bekommen, Kafka würde &#8216;weltweit überschätzt&#8221; ?  Bei der Diskussion mit dem Anderen ging es hoch her und am ende war klar, dieser Mann ist anders.</p>
<p>Wendelin Schmidt-Dengler hat durch all die Jahre die Wiener Germanistik verändert, vor allem, indem er sie der Gegenwartsliteratur öffnete. Er verkörperte einen Paradigmenwechsel, und er hat auch schon früh als Kritiker gearbeitet. Sowohl als Kritiker als auch als Gelehrter vertrat er eine philologische Rationalität: Er hat, siehe das Zitat von Handke, der Gesellschaft klar gemacht, wie politisch der Gebrauch von Wörtern ist.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="http://www.perlentaucher.de/autoren/5196.html">Franz Schuh</a> : Zum Tod von Wendelin Schmidt-Dengler<br />
DIE ZEIT ( print ) 38 | 11. 9. 2008</p>
<p><strong>|||</strong><br />
<img style="width: 47px; height: 50px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/czz-pikto-blind-fuer-tod-4.jpg" alt="czz-pikto-blind-fuer-tod" hspace="2" vspace="2" width="61" height="59" align="left" /></p>
<p style="text-align: left;">KLAUS NÜCHTERN ( FALTER )  : PÄDAGOGISCHER EROS</p>
<p style="text-align: left;">( &#8230; ) So sehr er vor dem Rundfunkmikrophon oder fallweise der Fernsehkamera mit seiner unübertroffenen Mischung aus sachlicher Seriosität und schelmischer Schlagfertigkeit zu überzeugen wusste, seine eigentliche Arena war der Hörsaal. Wo andere auf Pflichtvorlesungen und -bewusstsein angewiesen waren,  um eine schüttere Studentenschaft um sich zu versammeln, da füllte Schmidt-Dengler das Audi Max spielend bis zum letzten Sitzplatz. Bei ihm wollte man nicht einfach nur einen Schein erwerben, ihm wollte man zuhören: Der pädagogische Eros, der in dieser muffigen, tageslichtlosen Atmosphäre Woche für Woche mit zähem Phlegma und hohlem Pathos zunichte gemacht wurde ( &#8230;. ) &#8211; in den mit polemischen Extempores gewürzten Vorlesungen des brillanten Rhetorikers und studierten Altphilologen ( &#8230;. ) durfte er endlich einmal sein lockiges Haupt erheben. ( &#8230;. )</p>
<p style="text-align: left;">In drei Jahrzehnten hat allein seine Hauptvorlesung über eine halbe Million Hörer angezogen.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="http://bachmannpreis.orf.at/bachmannpreis/jury/stories/5925/">Klaus Nüchtern</a> : Eros im Audi Max &#8211; Am vergangenen Sonntag verstarb völlig überraschend<br />
Österreichs denkbar unpäpstlicher Literaturpapst , Falter 37 | , 10. 9. 2008</p>
<p style="text-align: right;">
<p style="text-align: right;">
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ALFRED KOLLERITSCH : [ MARGINALIE ]<br />
<a href="http://www.manuskripte.at/">manuskripte</a> 181 , Graz , Oktober 2008 , 4</p>
<p>Wendelin Schmidt- Dengler ist tot. Zahlreiche Nachrufre errichteten für ihn ein riesiges Wortdenkmal. Er jedoch ragt weit darüber hinaus. Seine Begeisterung für die Literatur, die andere in ihrem Amt gar nicht  aufbringen können oder die mit ihrem Amt sehr oft der Literatur bloss schaden, wurzelt in seiner tiefen Naivität ( fast könnte man sie schillerisch umschreiben ), in einer ihm mitgegebenen Kraft und dürfte ich noch &#8220;begnadet&#8221; sagen, wäre mir das nur Recht.</p>
<p>Aus dieser Quelle schöpfe er die Kraft und de Lust ganz der Literatur zu gehören, ihr mit Überzeugung und Ehrlichkeit zu dienen und viele an die Literatur heranzuführen. Diese Liebe war verbunden mit einer ausserordentlichen Strenge, die gnadenlos jede Schwärmerei ausschloss, jeden Kompromiss und vor allem die Verhunzung der Literatur durch Ideologien. In hohem Masse förderte er das Gegenwärtige und prüfte es mit den Kriterien der Erfahrung. Noch nicht ganz Schätzbares leistete er für den Aufbau des Literaturarchivs der österreichischen Nationalbibliothek. Er schenkte dem Archiv das Gedächtnis für das Jetzt und die Zulunft der Schrift.</p>
<p>So sehr er zum Literaturbetrieb gehörte entkam er ihm und seinen Tücken. er war über ihn &#8211; den Literaturbetrieb &#8211; allgegenwärtig hinweg und reinigte und entgiftete die dort vorherrschenden Gepflogenheiten. Die ihm schaden wollten, die ihn nicht mochten, scheiterten an seinem Wissen, an seinem Fleiss und seiner Menschlichkeit.</p>
<p>Was wird jetzt gescheehen ?  Wie werden seine Pläne auseinanderplatzen, was wird verschwinden, was sich verändern ?  Keiner von seiner Sorte wird mehr kommen. Wer wird die schreibenden Talente erkennen, wer sie auf <em>seine</em> Art begleiten ? ( &#8230; )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>LINKS</p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wendelin_Schmidt-Dengler">Wendelin Schmidt-Dengler</a> ( Wiki )</li>
<li><a href="http://germanistik.univie.ac.at/personen/schmidt-dengler-wendelin/curriculum-vitae/">Wendelin Schmidt-Dengler CV</a> ( Institut für Germanistik der Universität Wien )</li>
<li><a href="http://germanistik.univie.ac.at/nachrufe-und-erinnerungen-wendelin-schmidt-dengler-1942-2008/">Nachrufe und Erinnerungen : Wendelin Schmidt-Dengler , 1942 &#8211; 2008</a> ( Institut für Germanistik der Universität Wien )</li>
<li><a href="http://derstandard.at/Text/?id=1220457762216">In memoriam Wendelin Schmidt Dengler</a> ( Kommentare der anderen , Der Standard )</li>
<li><a href="http://plum.philo.at/">Plattform universitaere Mitbestimmung</a> ( PLUM ) | <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4tsgesetz_2002">Universitätsgesetz 2002</a> ( Wiki | Begriffserklärung @ <a href="http://doktorat.at/Begriffsklaerungen/Glossar/UG_2002.html">doktorat.at</a> )</li>
<li><a href="http://www.kakanien.ac.at/weblogs/senior_editor/2008/09/wendelin+schmidt+dengler++1942-2008++nachrufe/">Wendelin Schmidt Dengler ( 1942-2008 ) &#8211; Nachrufe</a> ( Kakaknien revisited &#8211; Senior Editor )</li>
<li><a href="http://www.kakanien.ac.at/weblogs/senior_editor/2008/09/wendelin+schmidt+dengler++1942-2008++nachrufe/">universität wien online</a></li>
<li><a href="http://www.uni-klu.ac.at/main/inhalt/uninews_4965.htm">Germanistik Klagenfurt</a></li>
<li><a href="http://www.oegg.org/html/vereinsnachrichten.html">Österreichische Gesellschaft für Germanistik</a></li>
<li><a href="http://www.onb.ac.at/sammlungen/litarchiv.htm">Österreichisches Literaturarchiv</a> der ÖNB : <a href="http://www.onb.ac.at/services/presse_wsd.htm">In Memoriam Wendelin Schmidt-Dengler</a></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>RELATED</p>
<ul>
<li>Lediglich in Printform erschienen ist der Nachruf Lothar Müllers in der uns ( noch ) nicht zugänglichen  <a href="http://www.buchmarkt.de/content/33692-buecher-und-autoren-heute-in-den-feuilletons-und-zum-tode-von-wendelin-schmidt-dengler-und-bernhard-zeller.htm">SZ</a> vom 10. 9. 2008</li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2008/09/12/gastbeitrag-herbert-j-wimmer-immer-ein-anfang-in-memoriam-wendelin-schmidt-dengler/">herbert j. wimmer : immer ein anfang &#8211; in memoriam wendelin schmidt-dengler</a> ( 12. 9. 2008 )</li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2008/09/09/wendelin-schmidt-dengler-1942-2008/">Wendelin Schmidt-Dengler ( 1942 &#8211; 2008 )</a> ( in|ad|ae|qu|at , 9. 9. )</li>
</ul>
<p align="right">Copyrights bei den zitierten Autoren und Medien | Nachträge vorbehalten</p>
<p><strong>|||</strong></p>

]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Henryk M. Broder &#8211; eine Heimsuchung Hildegards von Bingen ?</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2008/07/23/henryk-m-broder-eine-heimsuchung-hildegards-von-bingen/</link>
		<comments>http://www.zintzen.org/2008/07/23/henryk-m-broder-eine-heimsuchung-hildegards-von-bingen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Jul 2008 08:48:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; HL. HILDEGARD &#124; DER HILDEGARD- VON- BINGEN- PREIS &#124; POLITICALLY INCORRECT &#124; DIE ACHSE DES GUTEN : NEOCONS AUS DEM GEISTE &#8217;68 &#124; KEIN SCHWEIN &#124; &#8230; UND DIE HEILIGE HILDEGARD ? &#124; KLANGAPPARAT HL. HILDEGARD Hildegard von Bingen ( ca. 1098 bis 17. 9. 1179 ) : In lexikalischer Verkürzung gilt die Heilige...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>||| </strong> HL. HILDEGARD | DER HILDEGARD- VON- BINGEN- PREIS | POLITICALLY INCORRECT | DIE ACHSE DES GUTEN : NEOCONS AUS DEM GEISTE &#8217;68 | KEIN SCHWEIN | &#8230; UND DIE HEILIGE HILDEGARD ? | KLANGAPPARAT</p>
<p>HL. HILDEGARD</p>
<p><img style="width: 147px; height: 197px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/hildegard-von-bingen.jpg" alt="Hildegard von Bingen" hspace="2" vspace="2" width="186" height="266" align="left" />Hildegard von Bingen ( ca. 1098 bis 17. 9. 1179 ) : In lexikalischer Verkürzung gilt die Heilige als einflussreiche Mystikerin , deren Visionen in illuminierten Büchern &#8220;<em>Liber Scivias Domini</em>&#8221; ,&#8221;<em>Liber Vitae Meritorum</em>&#8221; sowie &#8220;<em>Liber Divinorum Operum</em>&#8221; ) sowie als Streiterin wider die Verweltlichung des Klerus .</p>
<p>Die Äbtissin des Benediktinerklosters Rupertsberg bei Bingen ist heute noch am ehesten als Autorin der heute von Esoterikern gleichwie von Kulturhistorikern geschätzten natur- und volksmedizinischen Heilbücher &#8220;<em>Causae et Curae</em>&#8221; bzw. &#8220;<em>Liber subtilitatum diversarum naturarum creaturarum</em>&#8221; ( &#8220;Buch über das innere Wesen [ Beschaffenheit und Wesen ] der Heilkraft ) der verschiedenen Kreaturen und Pflanzen&#8221; bekannt sowie für die von ihr überlieferte Sammlung geistlicher Lieder , &#8220;<em>Symphonia armonie celestium revelationum</em>&#8221; .</p>
<p>Wie mögen all diese aus Brockhaus , Meyer und Wikipedia kompilierte Daten mit dem Umstand zusammen hängen , dass ausgerechnet der bekennende Anti- Islamist, Anti- Zionist , ja bisweilen gar das Provokationsschlachtross eines jüdischen Antisemitismus reitende ex- linke Publizist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Henryk_M._Broder">Henryk M. Broder</a> im Jahr 2008 den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard-von-Bingen-Preis_f%C3%BCr_Publizistik">Hildegard- von- Bingen- Preis</a> zugesprochen erhielt ?</p>
<p><strong>||| </strong></p>
<p>DER HILDEGARD- VON- BINGEN- PREIS</p>
<p><img style="width: 174px; height: 170px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/hildegard-von-bingen-preis.jpg" alt="Hildegard von Bingen Preis" hspace="2" vspace="2" width="225" height="234" align="left" />Der &#8220;<a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/Henryk-M-Broder;art772,2574929">Tagesspiegel</a>&#8221; , als dessen stets für kraftige Erregungen dienlicher Kolumnist Broder fungiert , berichtet am 18. 7. 2008 :</p>
<blockquote><p>Mainz &#8211; Der Publizist und Schriftsteller Henryk M. Broder erhält in diesem Jahr den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard-von-Bingen-Preis">Hildegard- von- Bingen- Preis für Publizistik</a>. Das teilte das Kuratorium des Preises am Freitag in Mainz mit. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird von der <em>Landes<strong>zahnärzte</strong>kammer</em> Rheinland-Pfalz seit 1995 an Journalisten und Publizisten vergeben, &#8220;<em>die sich in besonderer Weise verdient gemacht haben</em>&#8220;. Der 61-jährige Broder arbeitet für das Nachrichtenmagazin <em>Der Spiegel</em> und den <em>Tagesspiegel</em> und ist Autor mehrerer Bücher. Er erhält die Auszeichnung am 13. September in Mainz.</p>
<p>Im vergangenen Jahr ging die nach der Mystikerin und Gelehrten Hildegard von Bingen (um 1098 bis 1179) benannte Auszeichnung an den Chefredakteur der Wochenzeitung <em>Die Zeit</em>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Giovanni_di_Lorenzo">Giovanni di Lorenzo</a>. Zu den bisherigen Preisträgern zählen auch der Theaterkritiker <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Stadelmaier">Gerhard Stadelmaier</a>, der Reporter und Buchautor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Scholl-Latour">Peter Scholl-Latour</a> sowie die Fernsehmoderatorin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sandra_Maischberger">Sandra Maischberger</a>.</p></blockquote>
<p>Wir komplettieren in|ad|ae|qu|at die Liste der bisherigen Preisträger :</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maybrit_Illner">Maybrit Illner</a> , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Claus_Kleber">Claus Kleber</a> , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Schmidt">Harald Schmidt</a> , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Kaiser">Joachim Kaiser</a> , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Fest">Joachim Fest</a> , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Fest">Johannes Gross</a> , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gabriele_Krone-Schmalz">Gabriele Krone-Schmalz</a> , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Kannengie%C3%9Fer">Walter Kannengiesser</a> sowie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Markwort">Helmut Markwort</a> . Letzterem &#8211; der als alleiniger Preisrichter fungierte &#8211; verdankt Broder übrigens bereits den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig-B%C3%B6rne-Preis">Ludwig- Börne-Preis 2007</a> . Eine Entscheidung für den &#8220;geborenen Polemiker“ [ ? sofern dies <em>ontogenetisch</em> überhaupt möglich ist ? ] , welche Jedem , der auch nur eine Zeile Börne gelesen hat , sofort einleuchtet .</p>
<p>Hilfreich zum Verständnis des Zustandekommens der Kür eines einstmals originellen und streitbaren , mittlerweile allerdings zum unflätigen anti- islamistischen und -liberalen Hassprediger mutierten Publizisten mag dabei sein , dass das <a href="http://www.hildegard-von-bingen-preis.de/kuratorium.htm">Wahlkuratorium des Hildegard- von- Bingen- Preises für Publizistik</a> aus dessen bisherigen Preisträgern besteht . Schlagen wir die <a href="http://www.hildegard-von-bingen-preis.de/preis.htm">Satzung und Begründung</a> des Preises nach , erfahren wir Folgendes :</p>
<blockquote><p>Der mit 5.000 Euro dotierte Hildegard- von- Bingen- Preis zeichnet ein Lebenswerk oder eine große, umfassende publizistische Leistung aus. Er soll &#8216;<em>die Pluralität im Chor der</em> Meinungen&#8217; fördern und Frauen und Männer ehren, die &#8216;<em>nicht ohne Zivilcourage ihr Bild von der politischen, sozialen und kulturellen Welt</em>&#8216; besonders markant weitergeben.</p>
<p>Gewürdigt wird damit eine herausragende, die Gesellschaft prägende publizistische Leistung.</p>
<p>Dabei verweist die Namensgeberin nicht nur auf den regionalen Bezug zu der den Preis auslobenden Körperschaft, sondern vor allem auf die zu ihrer Zeit Weg weisende publizistische Arbeit der Hildegard- von- Bingen im Hochmittelalter.</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>POLITICALLY INCORRECT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/pi-logo.jpg" alt="PI logo" hspace="2" vspace="2" width="120" height="123" align="left" />Diese sogenannte &#8220;Pluralität der Meinungen&#8221; , vorgetragen in beispielloser &#8220;Zivilcourage&#8221; : Mehr noch in den per Print und im TV unter fremdredaktioneller Aufsicht publizierten Glossen und Suaden lässt sich des Broders Kern in allen Formen des lexikalischen und argumentativen UNTERGRIFFS studieren : Sowohl in Broders eigenem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Achse_des_Guten">Kollektiv</a>- Blog &#8220;<a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/index/">Die Achse des Guten</a>&#8221; als in dessen Gastkommentaren in <a href="http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Stefan_Herre">Stefan Herre</a>s &#8220;<a href="http://www.pi-news.net/">Politically Incorrect</a>&#8221; [ <a href="http://www.pi-news.net/leitlinien/">Policy</a> : "Gegen den Mainstream" , "Proamerikanisch und -israelisch" , "Grundgesetz und Menschenrechte" und <em>last , but surely not least</em> : "Gegen die Islamisierung Europas" *] wird mit provokativem Unflat nicht gespart .</p>
<p align="right">[ * Im November 2007 <a href="http://www.pi-news.net/ueber-pi/">schreibt</a> Stefan Herre : PI sei in den drei Jahren seines Bestehens "zum grössten politischen Blog in deutscher Sprache herangewachsen und informiert derzeit täglich 20.000 Leser. Das hat mir natürlich nicht nur Freunde, sondern auch erbitterte Feinde eingebracht. Aufgrund massiver Morddrohungen gegen mich, meine Familie und sogar meine Eltern, übergebe ich <em>'Politically Incorrect</em>' an einen neuen Besitzer im Ausland. - Dafür meldet sich <a href="http://www.stefan-herre.de/">Herre per 1. 7. 2008</a> mit neuer HP und Lincoln Zitat cowboybehütet zu Wort : "Ihr werdet die Schwachen nicht stärken, indem ihr die Starken schwächt ..." ]</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>DIE ACHSE DES GUTEN : NEOCONS AUS DEM GEISTE &#8217;68</p>
<p><img style="width: 151px; height: 88px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/achse-des-guten-logo.jpg" alt="Achse des Guten logo" hspace="2" vspace="2" width="196" height="112" align="left" />In der <a href="http://www.welt.de/print-welt/article671601/Amerikas_Freunde__und_das_Internet.html">WELT</a> hatte &#8220;Achse&#8221;- Koautor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hannes_Stein">Hannes Stein</a> 2005 sogar die Stirne , das Blog der Seinen</p>
<blockquote style="padding-left: 120px;">
<ul>
<li>( neben Herausgebern Broder , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dirk_Maxeiner">Dirk Maxeiner</a> [ motorpresse , natur ]</li>
<li>und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Miersch">Michael Miersch</a> [ taz , natur ]</li>
<li>die Autoren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cora_Stephan">Cora Stephan</a> [ pflasterstand , Spiegel ] ,</li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burkhard_M%C3%BCller-Ullrich">Burkhard Müller-Ullrich</a> ,</li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Horx">Matthias Horx</a> [ ! ] ,</li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vera_Lengsfeld">Vera Lengsfeld</a> [ Bündnis 90/Die Grünen ]</li>
<li>sowie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benny_Peiser">Benny Peiser</a> )</li>
</ul>
</blockquote>
<p>als &#8220;Zentralgestirn&#8221; der quasi in den Untergrund abgedrängten &#8220;Amerikafreunde&#8221; zu bezeichnen und die Community der pro- amerikanischen resp. : pro-israelischen Blogger als <em>neues Samizdat</em> auszurufen . So viel Gutheit in einem von Rot- Grün geschürten Klima des Anti- Amerikanismus ?! &#8211; Vgl. Dazu Philipp Dudek in der taz : <a href="http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&amp;dig=2005/09/28/a0156">Wohin sind denn hierzulande nur all die streitbaren Freunde der USA verschwunden ? Ins Internet , ach so</a>.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Rothschild">Thomas Rothschild</a> , dem die Aporien der Linken in dern zurückliegenden Jahrzehnten nicht verborgen geblieben sind , steuert eine unauferegte <a href="http://www.freitag.de/2007/25/07250901.php">Herleitung der Neocons aus dem Geist von &#8217;68</a> anlässlich des Verleihung Börne- Preises an Broder bei :</p>
<blockquote><p>Der Ludwig-Börne-Preis wird von jeweils einem einzigen Juror vergeben, und das war in diesem Jahr der Herausgeber und Chefredakteur des Magazins Focus, Helmut Markwort, dem man gewiss nicht zu nahe tritt, wenn man ihn als ausgewiesenen Verfechter eines militanten Konservatismus charakterisiert. ( &#8230;. )</p>
<p>Als ich Henryk M. Broder vor knapp 40 Jahren kennen lernte, trat er als wohltuend frecher, gescheiter Provokateur auf, der formidabel in die Landschaft der 68er-Rebellion passte. Er liebte es, Tabus zu brechen, vor allem die herrschenden Tabus der restaurativen Gesellschaft, in der sich alte Nazis ungeniert breit machten und Spießer das Sagen hatten. ( &#8230; )</p>
<p>Inzwischen aber hat sich in Broders Kopf ein bemerkenswerter Wandel vollzogen. Es existiert ein weit über Broder hinausgehendes Phänomen, das der genaueren Untersuchung bedürfte. In den Jahren des Nationalsozialismus, aber auch schon davor, gab es unter jüdischen Intellektuellen eine Tendenz, mit der Linken zu sympathisieren, ja in kommunistische Parteien und andere Organisationen der Arbeiterbewegung einzutreten, weil diese die konsequentesten Gegner der Nazis waren und somit auch des Antisemitismus unverdächtig zu sein schienen. Als dann der lange verdrängte Antisemitismus in der Sowjetunion und &#8211; im Zusammenhang mit dem Rajk- oder dem Slánsky-Prozess &#8211; in deren Satellitenstaaten erkennbar wurde, als sich zudem im Kalten Krieg die ursprünglich positive Haltung der UdSSR gegenüber Israel zu einer antizionistischen Position umzukehren begann, gerieten viele von diesen Juden in einen Loyalitätskonflikt.</p>
<p>Solch einem Konflikt ist Broder offenbar erlegen, als er in seiner deutschen Umgebung den &#8220;linken Antisemitismus&#8221; zu entdecken meinte. Nun wäre es borniert, wollte man leugnen, dass es auch unter Linken antisemitische Ansichten und Äußerungen gibt. Aber für Broder wurden sie &#8211; ungeachtet des ungebrochenen Einflusses alter und neuer Nazis &#8211; zum zentralen Objekt seiner Angriffe. Als er dann bald zur Gleichsetzung von Antizionismus und Antisemitismus gelangte, war es nur noch ein kurzer Weg zum Vorwurf des &#8220;jüdischen Antisemitismus&#8221; gegenüber Juden, die seine Einschätzung der Politik Israels nicht teilten. ( &#8230; )</p>
<p>Aber warum muss die Ablehnung des Antizionismus einhergehen mit einer bedingungslosen Apologie des Kapitalismus, den Broder in seiner Jugend durchschaut hatte? Warum muss sie einhergehen mit der Befürwortung sozialer Kälte, dem Kotau vor den USA und der Hetze gegenüber dem Islam? Gewiss wurden diese Begleitmelodien nicht in Hinblick auf den Luwig-Börne-Preis intoniert. Aber sie dürften ganz wesentlich dazu beigetragen haben, die Zuneigung von Helmut Markwort zu erobern. Die Zuneigung des Focus-Chefs für einen Mitarbeiter des konkurrierenden Spiegel immerhin. ( &#8230; )</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KEIN SCHWEIN</p>
<p>Aus der Perspektive einer jüngeren Generation sah dies die <a href="http://www.netzeitung.de/medien/568053.html">Netzzeitung</a> schon etwas <em>gelangweilter</em>:</p>
<blockquote><p>Und auch in der Vision von einem Islam-beherrschten Europa der Zukunft fällt ihm außer den zu erwartenden Verboten von Schweinefleisch, Sexkinos und Bikinis nichts ein. Ja, der Islam, im Moment entzündet sich hier sein Furor. Eine seiner Lieblingsgeschichten: Britische Banken haben keine Sparschweine abgeschafft aus Rücksicht auf Moslems! Die Story, die 2005 durch englisch-sprachige Medien geisterte, war eine schlichte Ente, vom australischen Fernsehsender ABC längst enttarnt.</p>
<p>Broder hat damit auch das kommerzialisierte Weblog &#8216;Die Achse des Guten&#8217; bestückt, das er mit dem Autorenteam Maxeiner &amp; Miersch betreibt. Die Achse trägt akribisch zusammen, was die katastrophalen Folgen von Gutmenschentum und Political Correctness für die zivilisierte Welt beweist. Die wirklich «Guten» munitionieren sich hier für ihre Schriften. Aktivster Sammler: Hendryk M. Broder.</p></blockquote>
<p>Lassen wir die mit allen Mitteln der gegenseitigen Verstänkerung betriebene Privatfehde zwischen dem Medienjournalisten Stefan Niggemeier ( <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E0542026EBF64487992B7CC727CBDDE56~ATpl~Ecommon~Scontent.html">1</a> , <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/gehirnfasten-mit-henryk-m-broder/">2</a> , <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/gehirnfasten-mit-henryk-m-broder-2/">3</a> ) und der Fraktion &#8220;PI- DADG- Broder&#8221; ( <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/schweinchen/">1</a> , <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/niggemeier_co_die_laus_die_bruellte/">2</a> &#8211; Nachdruck bezeichnenderweise in der <a href="http://www.welt.de/kultur/article1708089/Der__BILDblog_und_die_Fehler_der_Anderen.html">WELT</a> , <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/niggemeiers_faule_eier/">3</a> ) als Profilierungsduell beiseite .</p>
<p>Auf ästhetisch wie intellektuell höchst differenten Niveaus beobachten Seiten wie &#8220;<a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/">Der Spieglefechter</a>&#8221; ( &#8220;<a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/321/rechtspopulisten-unter-sich">Rechtspopulisten unter sich</a>&#8221; , &#8220;<a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/284/tabubruch-reloaded">Tabubruch reloaded</a>&#8221; oder Erhard Arendts &#8220;&#8230; <a href="http://www.arendt-art.de/deutsch/Henryk_m_broder/henryk_m_broder.htm">selber schuld , wenn Sie so schreiben Henryk M. Broder !</a>&#8221; Broders ( blog- ) publizistische Umtriebe . Auch Thomas Knüwer ist in anderem Zusammhang die &#8220;<a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=1073">sinkende Schamgrenze</a>&#8221; Broders aufgefallen .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>&#8230; UND DIE HEILIGE HILDEGARD ?</p>
<p><img style="width: 152px; height: 213px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/hildegard-von-bingen-liber-divinorum-operum.jpg" alt="Hildegard von Bingen Liber Divinorum Operum" hspace="2" vspace="2" width="186" height="272" align="left" />Warum allerdings ein Publizist , dessen ( satirisch getarnten ) Tiraden regelmässig weit unter die Gürtellinie greifen &#8211; so wird aus <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Todenh%C3%B6fer">Jürgen Todenhöfer</a>s Versuch , den Irak- als <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0719/meinung/0052/index.html">Angriffskrieg vor den Internationalen Strafgerichtshof</a> zu bringen bei Broder die &#8220;<em>Achse des Guten</em>&#8220;- Schlagzeile : &#8220;<a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/hodentoeter_will_es_wissen/">Hodentöter will es wissen</a>&#8221; , Sefan Niggemeier wid abwechselnd als &#8220;<a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/schweinchen/">Schweinchen Schlau</a>&#8221; , &#8220;<a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/niggemeier_co_die_laus_die_bruellte/">die Laus die brüllte</a>&#8221; tituliert .</p>
<p>Warum ein Journalist , welcher derart regelmässig mit <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/niggemeiers_faule_eier/">faulen Eiern</a> wirft , ausgerechnet mit dem nach einer grossen Ethikerin und Heiligen benannten Preis ausgezeichnet werden sollt , ist kein , sondern <em>nimmt</em> Wunder .</p>
<p>Vielleicht lässt sich da nur in Hildegards eigenen Worten replizieren . In der Sammlung &#8220;Heilwissen&#8221; schreibt sie &#8220;<em>Vom Wasser</em>&#8221; :</p>
<blockquote><p>… Sumpfwasser, wo auch immer auf der Erde es sei, ist ganz wie Gift; denn es hat in sich die werthlosen und schädlichen Feuchtigkeiten der Erde und den giftigen Geifer der Würmer. Dies ist ganz schlecht zum Trunk und überhaupt zum Gebrauch der Menschen und kann nur zum Waschen dienen, wenn man es hierzu nehmen muss. Wer es aber aus gänzlichem Mangel an anderm Wasser trinken will, muss es vorm Genuss erst kochen und dann abkühlen lassen;</p></blockquote>
<p>P. S. Ob die Auspreisung etwas mit Broders jüngster <a href="http://www.welt.de/satire/article1735246/Henryk_M._Broder_konvertiert_zum_Islam.html">Konversion zum Islam</a> ( ! ) zu tun haben könnte ? &#8211; Weiss der Teufel !</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Lange vernachlässigt , endlich wieder zurückgefunden : Das japanische Netlabel <a href="http://www.bumpfoot.net/index.html">BUMP | FOOT</a> ( dessen generischem Splitmodell seither viele <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/czz-hoerempfehlung-17.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />gefolgt sind ) bringt mit &#8220;<a href="http://www.bumpfoot.net/foot081.html">Tuesday Morning Huricane</a>&#8221; eine ebenso nachdenkliche wie kraftvolle <em>Vexation</em> in die tristen Kulissen dieser sommerlichen Regentage . Instrumental International für Fortgeschrittene &#8211; mit selten geglücktem Einsatz digitaler Streicher . Schöpfer dieser Sounds einer <em>urban tristesse</em> mit sanften Achtziger- Alusionen ist <a href="http://www.myspace.com/ishejas">Jupiter Makes Me Scream aka Kafka</a> aka Karolis Buržinskas aus Litauen , der &#8211; tröstlich genug &#8211; Musik auffasst als eine fortschreitend zu erkundende &#8220;science of soul&#8221; . CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. <a href="http://www.archive.org/download/foot081/foot081_01-jupiter_makes_me_scream-alinai.mp3">Alinai</a> ( 3:16 ) | 02. <a href="http://www.archive.org/download/foot081/foot081_02-jupiter_makes_me_scream-picture.mp3">Picture</a> ( 2:03 ) | 03. <a href="http://www.archive.org/download/foot081/foot081_03-jupiter_makes_me_scream-routine.mp3">Routine</a> ( 3:28 ) | 04. <a href="http://www.archive.org/download/foot081/foot081_04-jupiter_makes_me_scream-sunshine_radio.mp3">Sunshine Radio</a> ( 3:52 ) | 05. <a href="http://www.archive.org/download/foot081/foot081_05-jupiter_makes_me_scream-this_girl.mp3">This Girl</a> ( 2:24 ) <strong>|||</strong></p>

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