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	<title>in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at &#187; Digest</title>
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	<description>doi:10.3246/ib.1000</description>
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		<title>Litblogs.net &#8211; Lesezeichen 2 &#124; 2010</title>
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		<comments>http://www.zintzen.org/2010/07/22/litblogsnet-lesezeichen-2/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 00:45:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; QUARTAL- ANTHOLOGIE &#124; LESEZEICHEN 1 -2010 &#124; LESE &#8211; LISTE &#8211; PROBEN &#124; LESEZEICHEN BACKLIST QUARTAL- ANTHOLOGIE Vierteljährlich erbittet das Forum litblogs.net von seine Contributorinnen und Contributoren den Vorschlag eines persönlich bevorzugten ( besten , bösesten , repräsentativsten … “chacun à son goût” ) Beitrages für die quartalsmässig erscheinende Anthologie “Lesezeichen” . Nun ist...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><strong>|||</strong> QUARTAL- ANTHOLOGIE | LESEZEICHEN 1  -2010 | LESE &#8211; LISTE &#8211; PROBEN | LESEZEICHEN BACKLIST</div>
<p>QUARTAL- ANTHOLOGIE</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/04/lz-icon-gross.png" alt="LZ icon gross" hspace="2" vspace="2" width="134" height="60" align="left" />Vierteljährlich erbittet das Forum <a href="http://www.litblogs.net/"><strong>litblogs.net</strong></a> von seine Contributorinnen und Contributoren den Vorschlag eines  persönlich bevorzugten ( <em>besten</em> , bösesten , repräsentativsten … “<em>chacun  à son goût</em>” ) Beitrages für die quartalsmässig erscheinende  Anthologie “<em><a href="http://www.litblogs.net/inhalt-022010/"><strong>Lesezeichen</strong></a></em>”  .</p>
<p>Nun ist es wieder so weit und mit dem “<strong><a href="http://www.litblogs.net/inhalt-022010/"><em>Lesezeichen 2 | 2010</em></a>&#8220;</strong> ist die ( per <a href="http://feeds.feedburner.com/lbn_lesezeichen">RSS- Feed</a> abonnierbare ) Querlese aus 20 literarischen und bildkünstlerischen  Weblogs erschienen . Neben den Feeds des “<em><a href="http://der-goldene-fisch.de/ping/autoren">goldenen fisches</a></em>” hat sich das Spectrum von litblogs.net um einige bemerkenenswerte Blogs literarischer Ausdrucksformen bekanntlich erweitert :  Antal Knoteks &#8220;<a href="http://visuelle-poesie.blogspot.com/">Visuelle Poesie</a>&#8221; , &#8220;<a href="http://www.aleatorik.eu/">Aleatorik</a>&#8221; , Markus A. Hedigers &#8220;<a href="http://katalog.skypaperpress.com/">ocularium</a>&#8221; und Urs Engelers &#8220;<a href="http://roughbooks.wordpress.com/">roughblog</a>&#8221; .</p>
<p>Neu ist &#8211; neben der Backlist der bisherigen “<em>Lesezeichen</em>” &#8211;  auch ein <a href="http://www.litblogs.net/lesezeichen/">Archivband für sämtliche  vier Ausgaben des Jahres 2009</a> : Als pdf in ansprechendem Print-  Layout . Ja recht gelesen : Zum Blättern !</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>LESEZEICHEN 1 | 2010</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/04/lz-icon-gross.png" alt="LZ icon gross" hspace="2" vspace="2" width="134" height="60" align="left" />In dieser Ausgabe :<br />
<em>Regale und Pyramiden, frisch geköpfte Erdenbürger, Orson Welles und Frau Merkels Währungsreform, Daisy und Violet Hilton in Manhattan, unerklärchliche Kommentare, Fussball und Mao, Piratinnen auf Inseln, die Gestaltung von Rändern, Silberschalen aus Gischt, Kammertöne der Täler, eine Verneinung Einsteins, das offene Herz Jesu und eines ohne Verstand, Andreas Okopenko, ein poetischer Sucher des Fluidums, Frauenfrühstücke in der WG, eine Bitte sich räuspern zu dürfen, abgepellte Augenfolien uvm.</em></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>LESE &#8211; LISTE &#8211; PROBEN</p>
<p><a href="http://www.litblogs.net/neue-konkrete-poesien/">neue konkrete  poesien</a><br />
von <a href="http://visuelle-poesie.blogspot.com/">Anatol</a><br />
<em><a href="http://visuelle-poesie.blogspot.com/2010/05/neue-konkrete-poesien.html">Visuelle  Poesie</a></em></p>
<p><em><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/07/knotek_01_erdenbuerger_by_anatol.png" alt="KNOTEK 01 erdenbuerger by anatol" hspace="2" vspace="2" width="400" height="400" /></em></p>
<p><em>erdenbürger</em></p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.litblogs.net/steine/">steine</a><br />
von <a href="http://www.litblogs.net/der-goldene-fisch/">Gerald Koll</a><br />
<em><a href="http://der-goldene-fisch.de/ping/archives/2635">der goldene  fisch</a></em></p>
<p>EINSTEINSAGTNEINEINSTEINVERNEIN<br />
TEINSTEINSAGTNEINEINSTEINVERNEI<br />
NTEINSTEINSAGTNEINEINSTEINVERNE<br />
INTEINSTEINSAGTNEINEINSTEINVERN<br />
EINTEINSTEINSAGTNEINEINSTEINVER<br />
NEINTEINSTEINSAGTNEINEINSTEINVE<br />
RNEINTEINSTEINSAGTNEINEINSTEINV<br />
ERNEINTEINSTEINSAGTNEINEINSTEIN<br />
VERNEINTEINSTEINSAGTNEINEINSTEI<br />
NVERNEINTEINSTEINSAGTNEINWEINT<br />
EINSTEIN<br />
25. Mai 2010 09:04</p>
<p>|||</p>
<p><a href="p://www.litblogs.net/wind/">wind</a><br />
von <a href="http://www.litblogs.net/sudabeh-mohafez">Sudabeh Mohafez</a><br />
<em><a href="http://eukapi.twoday.net/stories/6302030/">zehn zeilen</a></em></p>
<p>der erste, den die piratin auf der insel kennenlernt, ist der wind.  er reißt ihr fast das<br />
rote tuch vom kopf und fegt ihr feinen sand in das eine auge, über dem  sie keine klappe<br />
trägt. es wäre nicht wirklich falsch zu sagen, daß der wind, als die  piratin zum ersten<br />
mal auf der insel anlegt, volantet was das zeug hält. beeindruckt stemmt  sie sich<br />
gegen ihn. du bist ein großer, wunderbarer <a href="http://logbuch.isla-volante.ch/1bilder/10april/wind.jpg" rel="lightbox[15356]">&gt;wind</a>!,  ruft sie ihm zu. dann schaut sie<br />
kurz zurück zur euka, die sie am kai zurückgelassen hat, fest vertäut,  und sieht sich<br />
um. weiter vorn, an einem gebäude, das aussieht wie ein western-saloon,  läßt der<br />
wind am langen band einen hut für sie flattern. ah, ruft die piratin,  danke!, denkt<br />
sich, daß, wo ein hut ist, auch einer sein wird, der ihn trägt, und  macht sich auf, den<br />
besitzer zu finden. der wind aber flaut zufrieden ab und säuselt aufs  meer hinaus.</p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.litblogs.net/strandgut/">strandgut</a><br />
von <a href="http://www.litblogs.net/rittiner-gomez">Rittiner &amp; Gomez</a><br />
<a href="http://logbuch.isla-volante.ch/strandgut-2/"><em>logbuch isla  volante</em></a></p>
<p><strong><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/07/strandgut.png" alt="strandgut" hspace="2" vspace="2" width="400" height="555" /></strong></p>
<p style="text-align: justify;">an den rändern der insel bewegen wir uns immer wieder gerne. die  gezeiten und stürme, der wind und das wasser gestalten die ränder stetig  um.</p>
<p style="text-align: justify;">nicht zu vergessen, was da vom meer heran oder frei gespült wird,  “strandgut”  lässt uns in gedanken in ander welten wandern. wir denken  uns für alles und jedes eine geschicht aus. heben ab, reisen in andere  zeiten und träumen von fremden kulturen.</p>
<p style="text-align: justify;">spätestens wen der magen knurrt und wir erschöpft gegen den wind  laufen, hat uns die realität wieder eingeholt.</p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.litblogs.net/meerblau/">Meerblau</a><br />
von <a href="http://www.litblogs.net/der-goldene-fisch/">Björn Kiehne</a><br />
<em><a href="http://der-goldene-fisch.de/ping/archives/1242">der goldene  fisch</a></em></p>
<p>Ich will das Meer,<br />
den Wellenschlag in<br />
deinen Augen.<br />
Ich will ganz<br />
Ozeanien auf meinen Schultern,<br />
salzige Flügel, ein Leben in Meerblau.<br />
Ich will, wenn der Wind sich dreht,<br />
am rechten Ufer warten,<br />
warten auf deine Möwenarme,<br />
die den Walschrei tragen,<br />
in einer Silberschale<br />
aus Gischt.</p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.litblogs.net/st-galler-rheintal/">St. Galler  Rheintal</a><br />
von <a href="http://www.litblogs.net/stan-lafleur">Stan Lafleur</a><br />
<em><a href="http://rheinsein.de/2010/04/22/st-galler-rheintal/">rheinsein</a></em></p>
<p>Im St. Galler Rheintal, dem Chancental, das (laut fündig gewordener  Köpfe) Chancen auf Leben und Arbeiten zu bieten als seine Kernaussage  betrachtet. Das Tal wird dominiert von schlichten langgestreckten  kastenförmigen Industriebauten, auch wohnliche Ecken existieren:  begrenzt. Altersheime kennzeichnen dann deren Außenkoordinaten,  flankiert von im lokalen Währungsklima behutsam heranwachsenden ALDI  Suisse-Märkten, jeglicher Hektik bar. Eine Gegend für Köpfe, in denen  sich Ideen in die Länge und die Höhe, aber weniger in die Breite ziehen  müssen, um zu einer der Gegend (Anzeichen von Wohlstand, gerade so  auszuhalten) abgerungenen Zähigkeit als Voraussetzung zur Entfaltung zu  gelangen. Der taleigene Grundton, ein bereits mehrfach modernisierter  Kammerton A, schwingt in freien Wellenbewegungen von der Autobahn in  alle Richtungen und klettert alsbald die Höhenzüge empor. <a href="http://rheinsein.de/2010/04/22/st-galler-rheintal/">[ ... ]</a></p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.litblogs.net/howard-koch-nach-orson-welles-2010/">Howard  Koch nach Orson Welles 2010</a><br />
von <a href="http://www.litblogs.net/benjamin-stein">Benjamin Stein</a><br />
<em><a href="http://turmsegler.net/20100509/howard-koch-nach-orson-welles-2010/">Turmsegler</a></em></p>
<p>••• Was ich mit <a href="http://turmsegler.net/20100506/herantasten/">Ablenkungen</a> meinte? Da kann ich mit einem Beispiel dienen, das literarische  Qualitäten aufweist. Erinnert sich jemand an Howard Kochs literarischen  Handstreich von 1938? Orson Welles hatte seinen Roman »Krieg der Welten«  zu einem Hörspiel umgearbeitet. Inszeniert wurde es vom Mercury Theater  <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Krieg_der_Welten">in Form einer  fiktiven Reportage</a> nach einer Adaption von Howard Koch. Der  amerikanische Radiosender CBS strahlte es am Abend vor Halloween am 30.  Oktober 1938 aus. Dazu wurde der Handlungsort von England nach Grover’s  Mill (New Jersey) in den USA verlegt und die Geschichte entsprechend  angepasst.</p>
<p>[ ... ]</p>
<p>Die galoppierende Finanzkrise bietet derzeit Nährboden für  Verschwörungstheorien, die an einigen Orten im Web in einer an diesen  Radio-Coup erinnernden Form ausgestaltet werden. Letzten Freitag  beispielsweise machte uns im Büro ein Kollege ganz kirre mit seiner  Behauptung, am kommenden Wochenende, spätestens jedoch zu Pfingsten  stünde den Deutschen eine Währungsreform mit Haircut ins Haus, also  nicht einfach nur eine Währungsumstellung etwa zu einer DM 2.0 mit  festem Umrechnungskurs gegenüber dem abgewirtschafteten Euro, sondern  eine echte Währungsreform, bei der Guthaben nur bis zu einem bestimmten  Niveau fest getauscht, Guthaben darüber jedoch entwertet würden. Wie so  etwas funktioniert, kann man in der Wikipedia nachlesen, beispielsweise  in dem sehr ausführlichen Artikel über die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4hrungsreform_1948_(Westdeutschland)">Währungsreform  in Deutschland 1948</a>, als die DM eingeführt wurde. <a href="http://turmsegler.net/20100509/howard-koch-nach-orson-welles-2010/">[  ... ]</a></p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.litblogs.net/trost/">Trost</a><br />
von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elke_Erb">Elke Erb</a><br />
<a href="http://roughbooks.wordpress.com/2010/06/01/trost/"><em>roughblog</em></a></p>
<p>Wenn ich so stumpf, fast blind,<br />
fast wie hinter allen Wolken,</p>
<p>auf dieses Regalbauen hier blicke und wieder<br />
vom zweiten bis zum zehnten Mal nicht mehr weiß,<br />
was der gleiche nächste Schritt sein wird, Schritt war,</p>
<p>habe ich doch im eigenen Blick erquickend<br />
das sternichte Erkennen der ursprünglichen Pyramidenvolumenberechner,</p>
<p>und nur, weil seit ihnen so viel<br />
vergangen &amp; aufgehäuft ist,</p>
<p>blicke ich stumpf, dumpf, fast blind.</p>
<p>16.3.03</p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.litblogs.net/avenue-of-the-americas/">avenue of the  americas</a><br />
von <a href="http://www.litblogs.net/andreas-louis-seyerlein">Andreas Louis  Seyerlein</a><br />
<em><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?p=9373">particles</a></em></p>
<p>~ : louis<br />
to : daisy und violet hilton<br />
subject : AVENUE OF THE AMERICAS</p>
<p style="text-align: justify;">Ich muss Euch nicht erzählen, wo ich mich gerade befinde, liebe  Violet, liebe Daisy, ich hör Euere Stimmen, hör wie Ihr scherzt, <em>was  macht er nun schon wieder, warum ist er eingeschlafen, das muss ein  betäubendes Buch gewesen sein</em>. Nun also bin ich wach geworden. Ich  notiere diese Sätze in dem Wissen, dass Ihr lesen werdet, Zeichen für  Zeichen, wie in diesem Augenblick erscheint, was ich schreibe. Das  Notieren ist so etwas wie das Sichtbarmachen des Denkens, nicht wahr, so  könnten wir das vielleicht sagen. &gt; …</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/07/twins3.png" alt="twins3" hspace="2" vspace="2" width="400" height="753" /></p>
<p style="text-align: justify;">… &gt; Unlängst spazierte ich in Euerer Angelegenheit durch  Manhattan. Ich hatte meinen kleinen Fotoapparat in der Hand, stand  mitten auf der Avenue of the Americas, um das neue Hippodrom-Gebäude  abzulichten. Auch das wisst Ihr natürlich, wie wir dann Richtung Bryant  Park spazierten, unser Gespräch über geheime Tentakeln der Bäume, die  den Lärm der Stadt aus der Luft zu fangen scheinen. Und mein Begehren,  gewiss, ein Eichhörnchen zu fangen, das warme Licht des hupenden Abends,  meine Überlegung, wie ich Euch eines Tages einmal persönlich begegnen  könnte, und mein Versprechen, ein weiteres Euerer Jugendbilder zu  senden. Was Euch nicht bekannt sein wird, weil ich’s nur dachte, ich  hatte in all den gemeinsamen Stunden eine verwegene Frage in meinem  neugierigen Kopf. Nun, es ist kurz nach Mitternacht, werde ich diese  Frage für Euch buchstabieren, unsicher ein wenig, was geschehen wird, ob  ich Euch nicht zu Nahe komme, so dass Ihr aus meinen Augen verschwinden  werdet. Gebt gut acht! Es ist nämlich so, dass ich mich frage, wie auch  immer die Räume beschaffen sind, die für Euch ausgedacht, ob Ihr dort  Oben für die Ewigkeit noch immer leiblich miteinander verwachsen seid? –  Euer Louis, sehr herzlich, wünscht eine gute Nacht!</p>
<p>gesendet am<br />
18.05.2010<br />
0.05 MESZ<br />
1775 zeichen</p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.litblogs.net/die-weissheit-ist-eine-figur-im-schlagschatten-des-unerklaerchlichen/">Die  Weissheit ist eine Figur im Schlagschatten des Unerklärchlichen.</a><br />
von <a href="http://etkbooks.com/edition/autoren">Fritz Michel</a><br />
<em><a href="http://www.abendschein.ch/site/weblog/6_die_weissheit_ist_eine_figur_im_schlagschatten_des_unerklaerchlichen/">taberna  kritika</a></em></p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.litblogs.net/fr-18-6-10-sa-%E2%80%A6chrille-stille/">Fr,  18.6.10 (Sa, 19.6.10, 2:50): Schrille Stille</a><br />
von <a href="http://www.litblogs.net/jorg-meyer">Jörg Meyer</a><br />
<em><a href="http://oegyr.podspot.de/post/fr-18610-sa-19610-250-schrille-stille/">pödgyr</a></em></p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.litblogs.net/abgespielt/">Abgespielt</a><br />
von <a href="http://www.litblogs.net/markus-a-hediger/">Markus A. Hediger</a><br />
<a href="http://katalog.skypaperpress.com/?p=111">ocularium</a></p>
<p>Das offene Herz Jesu, auf die Brust geklebt, schimmerte golden. Das  lange, lockige Haupthaar war, dem Mittelscheitel entlang, seitwärts  hinuntergebürstet. Ein kurzer Bart machte das Kinn markant. So stand er  auf der Bühne, die Arme in Liebe ausgebreitet, während hinter ihm der  Chor Hymnen sang: “Tritt den Satan, starker Jesu.”</p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.litblogs.net/m4p2/">M4/P2/</a><br />
von <a href="http://www.litblogs.net/marianne-buettiker/">Marianne Büttiker</a><br />
<em><a href="http://mariannebuettiker.ch/tempo-fugato/m4p2/">con.tempo</a></em></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/07/marianne_buettiker_m4_p2.png" alt="Marianne Buettiker M4 P2" hspace="2" vspace="2" width="420" height="243" /></p>
<p><strong>minimal</strong> <em>-Flugplan-</em> Kunst kommt von Lieben. <em>Mein Herz  hat kein Verstand.</em></p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.litblogs.net/argumente-aus-aegypten/">Argumente aus  Ägypten</a><br />
von <a href="http://www.litblogs.net/alea-torik">Aléa Torik</a><br />
<em><a href="http://www.aleatorik.eu/2010/06/14/argumente-aus-agypten/">Aleatorik</a></em></p>
<p>Am vergangenen Samstag gab es in Olgas und meiner WG ein  Frauenfrühstück. Gegen elf Uhr ging‘s los. Wir haben kichernd und  gackernd bis nachmittags um vier zusammen gesessen. Ich wusste nicht,  dass zu so einem Frühstück Sekt dazu gehört. Ich hätte bei Olga  angenommen, dass sie eine Flasche Vodka mitbringt. Aber auch die Flasche  Sekt, aus der dann auf eine mir nicht erklärbare Weise zwei geworden  sind, hat zu unserer guten Laune beigetragen.</p>
<p>Zuerst ging‘s natürlich um Männer. Ich glaube, das war das  eigentliche Ziel des Frauenfrühstücks, das auf Olgas Vorschlag  zurückging. Wenn schon keine Männer anwesend sind, muss man/frau  zumindest über sie reden. Aber das Thema hat nicht so richtig  eingeschlagen, ich habe derzeit nichts beizutragen, Dalia hat einen  Freund und war an Männern im Allgemeinen nicht interessiert und Martina  und Leyla sind ein Paar. Dann haben wir das Thema gewechselt und sind  auf die deutsche Kultur zu sprechen gekommen, dann ging‘s um unsere  eigenen Kulturen im Verhältnis zur fremden (deutschen), um kulturelle  Identität, und vor allem um das Thema, dass die Sprache dem Menschen  noch lange nicht ermöglicht, in dem jeweiligen Land zu navigieren. Es  sind sehr viele Verhaltensweisen und Verständnisweisen, die nicht  sprachlich vermittelt sind, und die Olga kongenial zusammengefasst hat –  wie gesagt, das war kein wissenschaftliches Symposion, das war ein  Frauenfrühstück mit zwei Flaschen Sekt – als sie sagte: „Ich? Nix  verstehn!“ <a href="http://www.aleatorik.eu/2010/06/14/argumente-aus-agypten/">[  ... ]</a></p>
<p>|||</p>
<p>Andreas <a href="http://www.litblogs.net/andreas-okopenko-1930-2010/">Okopenko  1930 – 2010</a><br />
von <a href="http://www.litblogs.net/christiane-zintzen">Christiane Zintzen</a><br />
<em><a href="http://www.zintzen.org/2010/06/27/andreas-okopenko-1930-2010/">in|ad|ae|qu|at</a></em></p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.litblogs.net/die-sainte-chapelle-privat-oder-raffaela-aus-den-fenstern-das-reisejournal-des-23-junis-2010-mittwoch-mit-einer-kleinen-erinnerung-an-die-loewinnenhelix-les-secrets-de-paris-7-darin-der-dritte/">Die  Sainte Chapelle privat ODER Raffaela aus den Fenstern. Das Reisejournal  des 23. Junis 2010: Mittwoch. Mit einer kleinen Erinnerung an die  Löwinnenhelix. Les secrets de Paris (7). Darin der dritte Teil der Tour  d’Argent.</a><br />
von <a href="http://www.litblogs.net/alban-nikolai-herbst/">Alban Nikolai  Herbst</a><br />
<em><a href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/die-private-sainte-chapelle-und-jenny-wird-immer-mehr-edith-das-reisej/">Die  Dschungel. Anderswelt.</a></em></p>
<p>7.14 Uhr:<br />
[Paris, La Nonchalante.]<br />
Es ist mir gelungen, was ich mir gestern abend nach meinem Wutanfall  vorgenommen habe, und es ist mir gut gelungen. Ich habe dazu die Métro  genommen, denn ich wollte die Beaux Quartiers verlassen, in denen mein  Laptop freilich weniger unsicher stehenblieb als in irgend einer Bude  jener Arrondissements, die ich früher immer bervorzugt habe, ob nun über  die La Fayette nach Clichy, ob von dort westlich; nahm mir vor, mit der  Métro bis Stalingrad zu fahren, wohin es mich sowieso zog, und den  ganzen Weg von dort zurückzuspazieren, was kein, dachte ich,  sonderliches Problem sei, wenn ich mich an die großen Straßen hielt, den  Faubourgh-Saint Martin einfach immer nur hinab, vielleicht in die  Seitenstraßen geschaut, aber den inneren Kompaß fest im Blick,  irgendwann stößt man auf die Rue Saint Martin und ist dann schon fast an  der Turbigo; was die berühmten Vergnügungsstätten anbelangt, etwa das  Moulin Rouge, so habe ich dafür eh kein Geld, bin mir aber sicher, daß  der Gräfin bereitstehen würde, wollte ich so etwas tatsächlich sehen.  Wie bei der Sainte Chapelle. Wovon ich auch noch erzählen muß&#8230; &#8211; Sie  haben recht, ich hole das vor <a href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/die-private-sainte-chapelle-und-jenny-wird-immer-mehr-edith-das-reisej/">[  ... ]</a></p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.litblogs.net/jaeh-gehrte-u-a/">jäh gehrte u.a.</a><br />
von <a href="http://www.litblogs.net/helmut-schulze">Helmut Schulze</a><br />
parallalie: <a href="http://parallalie.twoday.net/stories/6297382/"><em>1</em></a> , <em><a href="http://parallalie.twoday.net/stories/6325823/">2</a></em> , <em><a href="http://parallalie.twoday.net/stories/6388456/">3</a></em></p>
<p><strong>jäh gehrte &#8230;</strong></p>
<p>jäh gehrte<br />
auf<br />
das glas</p>
<p>dich zu<br />
spießen</p>
<p>und tanzte<br />
im graublau<br />
der hände</p>
<p>sich einen<br />
himmel da-</p>
<p>zu</p>
<p><strong>||| </strong></p>
<p>LESEZEICHEN BACKLIST</p>
<ul>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2010/04/23/litblogsnet-lesezeichen/">Litblogs.net &#8211; Lesezeichen 1 | 2010</a></li>
<li><a href="http://www.litblogs.net/wp-content/lbnlz2009.pdf">Archivband 2009</a> ( print | pdf )</li>
<li><a href="../2010/01/19/litblogs-net-lesezeichen-4-2009/">Litblogs.net   – Lesezeichen 4 | 2009</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2009/10/16/litblogs-net-lesezeichen-3-2009/">Litblogs.net   – Lesezeichen 3 | 2009</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2009/07/16/litblogsnet-lesezeichen-2-2009/">Litblogs.net   – Lesezeichen 2 | 2009</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2009/04/16/litblogsnet-lesezeichen-1-2009/">Litblogs.net   – Lesezeichen 1 | 2009</a></li>
<li><a href="http://www.litblogs.net/wp-content/lbnlz08.pdf">Archivband   2008</a> ( print | pdf )</li>
<li><a href="http://www.litblogs.net/category/ausgabe-042008/">Litblogs.net   – Lesezeichen 4 | 2008</a></li>
<li><a href="http://www.litblogs.net/category/ausgabe-032008/">Litblogs.net   – Lesezeichen 3 | 2008</a></li>
<li><a href="http://www.litblogs.net/category/ausgabe-022008/">Litblogs.net   – Lesezeichen 2 | 2008</a></li>
<li><a href="http://www.litblogs.net/category/ausgabe-012008/">Litblogs.net   – Lesezeichen 1 | 2008</a></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<title>MICRO &#124; -NOTE &#124; -QUOTE : 1.000 minus 999 Antworten auf die Frage &#8220;Warun macht man 1 Blog oder 1 Zine ?&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 04:58:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; EINE ART GRUNDIDEE &#124; KLANGAPPARAT EINE ART GRUNDIDEE Zum 10-jährigen Geburtstag des aus einem simpel reproduzierten Off- Off- Magazins hervorgegangenen Web- Zines Bong Boing ( ab 1995 ) , welches heute zu den beliebtesten Weblogs ( ab 2000 ) der USA zählt , konstatiert Mitbegründer Mark Frauenfelder trocken : I love zines because one...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> EINE ART GRUNDIDEE | KLANGAPPARAT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/01/czz-micro-note-quote-sourcne-aiga-airport-pictos-copyright-free-1.jpg" alt="czz-micro-note-quote-sourcne-aiga-airport-pictos-copyright-free-" hspace="2" vspace="2" width="90" height="90" align="left" /></p>
<p>EINE ART GRUNDIDEE</p>
<p>Zum 10-jährigen Geburtstag des aus einem simpel reproduzierten Off- Off- Magazins hervorgegangenen Web- Zines <em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Boing_boing">Bong Boing</a></em> ( ab 1995 ) , welches heute zu den beliebtesten Weblogs ( ab 2000 ) der USA zählt , konstatiert Mitbegründer <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mark_Frauenfelder">Mark Frauenfelder</a> trocken :</p>
<blockquote><p>I love zines because one person can be responsible for all 100 parts. There&#8217;s no money in it, but it can lead to paying gigs if you&#8217;re good. ( <em><a href="http://www.boingboing.net/2010/01/21/interview-with-boing.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+boingboing%2FiBag+%28Boing+Boing%29&amp;utm_content=Bloglines">Boing Boing</a></em> , 21. 1. 2009 )</p></blockquote>
<p>Auch in|ad|ae|qu|at ist im Grunde der ( aufreibenden ) Freude am Fanzine- Herausgeben , -Schreiben und per Klebesatz- Gestalten hervorgegangen . Mit dem nicht unwesentlichen Unterschied freilich , dass <em>Boing Boing</em> 2009 vom TIME- Magazine zu den &#8220;<a href="http://www.time.com/time/specials/packages/completelist/0,29569,1879276,00.html">25 Best Blogs 2009</a>&#8221; gekürt und mit dem schönen Rang 7 geehrt wurde &#8211; symbolisch und hinsichtlich der Reichweite also Lichtjahre entfernt von den rund 1.000 täglichen Unique Clients von in|ad|ae|qu|at .</p>
<p>Wobei nicht unterschlagen werden darf , dass in|ad|ae|qu|at ein mitunter sperriges literarisches Fachblog geblieben ist , während <a href="http://www.boingboing.net/"><em>Boing Boing</em></a> weitgehend ein Digest aus interessanten , kuriosen oder schwarzhumorigen Inhalten bietet , wie sie Technologie , Gadgets , Fotografie , Pop und Video täglich heran schwemmen . Tja  , und die Redaktion des US- Kult- Blogs wird das Fähnlein der freiwilligen Minderleister wohl bei weitem übersteigen &#8230;</p>
<p>Was an Frauenfelders &#8220;Autonomie&#8221;- Konzept und dessen Anwendung auf  in|ad|ae|qu|at freilich wenig ändert -</p>
<p><strong><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/01/logo_boing_boing.png" alt="logo BOING BOING" hspace="2" vspace="2" width="284" height="50" /></strong></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p style="text-align: right;">Was im Deutschen mit &#8220;O- Ton&#8221; bzw. Naturaufnahme&#8221; ganz grässlich sperrig klingt , kommt im Englischen nicht nur näher an den Charakter der Sache heran , <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/01/czz-hoerempfehlung-32.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />sondern tönt auch viel schöner &#8211; <em><a href="http://www.bumpfoot.net/tatsu.html">tatsu</a></em> , Gründer des japanischen <em><a href="http://www.bumpfoot.net/about.html">bumpfoot</a></em>- netlabels , konfrontiert auf seiner neuen release solche &#8220;<em>field recordings</em>&#8221; mit Mechanik einfacher Techno- und Minimal- Patterns . Es ist die betonte Simplizität dieser Versuchsanordnung , welche &#8220;<em><a href="http://www.epasonidos.cl/062.htm">Cicada , eclipse and me</a></em>&#8221; ( epa sonidos ) in eine sanft- nachdenkliches Hörexpedition verwandelt .</p>
<p>CLICK <a href="http://www.archive.org/stream/epa062">LINK TO LISTEN TO STREAM ( WMP </a>)</p>
<p style="text-align: right;">mille fleurs @ <a href="http://deepgoa.wordpress.com/2010/01/24/epa062-tatsu-cicada-eclipse-and-me-2010/">deepgoa</a></p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<title>Litblogs.net &#8211; Lesezeichen 2 &#124; 2009</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2009/07/16/litblogsnet-lesezeichen-2-2009/</link>
		<comments>http://www.zintzen.org/2009/07/16/litblogsnet-lesezeichen-2-2009/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 06:49:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; QUARTAL- ANTHOLOGIE &#124; LESEZEICHEN 2 -2009 &#124; LESE &#8211; LISTE &#8211; PROBEN &#124; LESEZEICHEN BACKLIST &#124; KLANGAPPARAT ( DOUBLE FEATURE  ) QUARTAL- ANTHOLOGIE Vierteljährlich erbittet das Forum litblogs.net von seinen Contributorinnen und Contributoren den Vorschlag eines persönlich bevorzugten ( besten , bösesten , repräsentativsten … “chacun à son goût” ) Beitrages für die quartalsmässig...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="entry-content"><strong>|||</strong><strong> </strong>QUARTAL- ANTHOLOGIE | <em>LESEZEICHEN</em> 2 -2009 | LESE &#8211; LISTE &#8211; PROBEN | LESEZEICHEN BACKLIST | KLANGAPPARAT ( DOUBLE FEATURE  )</p>
<p class="entry-content">QUARTAL- ANTHOLOGIE</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/04/lz-icon-gross.png" alt="LZ icon gross" hspace="2" vspace="2" width="134" height="60" align="left" />Vierteljährlich erbittet das Forum <a href="http://www.litblogs.net/">litblogs.net</a> von seinen Contributorinnen und Contributoren den Vorschlag eines persönlich bevorzugten ( <em>besten</em> , bösesten , repräsentativsten … “<em>chacun à son goût</em>” ) Beitrages für die quartalsmässig erscheinende Anthologie <em><a href="http://www.litblogs.net/lesezeichen/">Lesezeichen</a></em> .</p>
<p>Nun ist es wieder so weit und mit dem <em><a href="http://www.litblogs.net/inhalt-022009/">Lesezeichen 2 | 2009</a></em> ist die ( per <a href="http://feeds.feedburner.com/lbn_lesezeichen">RSS- Feed</a> abonnierbare ) Querlese aus 14 literarischen und bildkünstlerischen Weblogs erschienen . Wir hoffen , die kommende Ausgabe wird sich entsprechend der einfliessenden Postings des <a href="http://www.zintzen.org/2009/04/03/litblogsnet-fischt-gold-und-twittert/">kürzlich</a> hinzugekommenden “<em><a href="http://der-goldene-fisch.de/ping/autoren">goldenen fisches</a></em>” erweitern .</p>
<p>Neu ist &#8211; neben der Backlist der bisherigen “<em>Lesezeichen</em>” &#8211; auch ein <a href="http://www.litblogs.net/wp-content/lbnlz08.pdf">Archivband</a> für sämtliche vier Ausgaben des Jahres 2008 : Als pdf in ansprechendem Print- Layout .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><em>LESEZEICHEN</em> 2 | 2009</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/04/lz-icon-gross.png" alt="LZ icon gross" hspace="2" vspace="2" width="134" height="60" align="left" />In dieser Ausgabe ( 15. 7. 2009 ) :</p>
<p>Blauhäutige Kinder und Lufttaufen , Weinberge und Rieslingsreben , Charlotte Grasnick , Gottlieb Siegmund Corvinus , staunenswerte Anfänge , das lyrische Nicht- Ich , Sukkulenten und Grauherden , das bricolierte Ich , Richard Obermayr , falsche Orte und Farben , zeitloses Grauen , Fährengefährten .…</p>
<p class="entry-content"><strong>|||</strong></p>
<p class="entry-content">LESE | LISTE | PROBEN</p>
<p class="entry-content">Hier die Liste der Blogs , ihrer Menschen und deren ausgesuchte Stil- , Stich- und Streifproben :</p>
<p class="entry-content"><strong>INHALT:</strong></p>
<div class="entry-content">
<ul>
<li><a href="http://www.litblogs.net/siatista/">siatista</a><br />
von <a title="particles" href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/andreas-louis-seyerlein-birdy/">Andreas Louis Seyerlein</a><br />
in <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?p=1506">particles</a></li>
</ul>
</div>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/07/seyerlein-pic.png" alt="seyerlein pic" hspace="2" vspace="2" width="27" height="27" /></p>
<p>ulysses : 15.02 – Nördliches Griechenland. Karge Landschaft. Man erzählte mir von Siatista, dort sollen Wölfe leben in den Bergen, aus welchen die Steine der Häuser der kleinen Stadt geschlagen sind. Im Winter fällt Schnee und bleibt liegen. Dann kommen die Wölfe näher heran, sind zu hören in den Nächten, ihr heulendes Gespräch. Alt sind sie, uralt wie die Menschen in dieser Gegend, die sich widersetzen, wenn ihre letzte Stunde gekommen ist, leben sie einfach weiter. Sobald ein Winter endet und die Berge blühen für eine kurze Zeit in allen Farben, die man sich nur vorstellen kann, liegt eine junge Frau auf einer Wiese herum. Diese Wiese ist weiß von den Körben der Kamille, eine Wiese, die die Gestalt der jungen Frau erinnert, wie sie auf dem Rücken liegt, immer an derselben Stelle in den Himmel schaut und glaubt über ein Eismeer zu fliegen. Wenn man sie besuchen, wenn man sich neben sie legen würde, könnte man Geschichten hören, die sie mit tiefer Stimme sogleich erzählen wird. Dass sie blau war zum Beispiel, ein blauhäutiges Kind, dass sie nicht atmen konnte in der ersten Stunde ihres Lebens, dass man sie mit Luft, anstatt mit Wasser taufte, weil man glaubte, sie werde ihre zweite Lebensstunde nicht betreten. Dass sie sich im Alter von vier Jahren im Schnee verirrte, dass zwei Wölfinnen sie wärmten für eine Nacht, bis man sie fand. Dass sie eine Partisanentochter sei, dass sie mit den Schildkröten sprechen könne und den Schlangen, den Faltern, den Fliegen. Dann wird sie ein wenig schweigen und eine Hand voll Akazienblüten reichen, sie schmeckten vorzüglich, man müsse sie sich auf die Zunge legen und warten, bis sie schmelzen. Jetzt liegt die junge Frau wieder auf dem Rücken zum Eismeer hin, erzählt weiter, erzählt von den langen Wegen im Winter zur Schule und dass sie ein Jahr zurück das erste Mal das Meer gesehen habe. Ein großer Frieden. Ihre Stimme, die so seltsam tief ist. Das Brummen dreihundert Jahre alter Insekten. Auch Wölfe fressen weiße Blüten.</p>
<p>für v.s.</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/07/severlein-siatista.png" alt="Severlein siatista" hspace="2" vspace="2" width="425" height="380" /></p>
<p><a title="particles" href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/andreas-louis-seyerlein-birdy/">Andreas Louis Seyerlein</a> -<a href="http://www.litblogs.net/siatista/">siatista</a> &#8211; in <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?p=1506">particles</a></p>
<p>|||</p>
<ul>
<li><a href="http://www.litblogs.net/im-rheintal/">im Rheintal</a><br />
von <a title="rheinsein" href="http://www.litblogs.net/stan-lafleur">Stan Lafleur</a><br />
in <a href="http://rheinsein.de/2009/06/07/im-rheintal/">rheinsein</a></li>
</ul>
<p>in den kirschen wimmeln maden &amp;<br />
durchs rheintal zieht ein lueftchen<br />
die etueden der zikaden fuehlern<br />
in den mueden huegeln. boppard</p>
<p>stumpfer dutzdutztekkno woppert<br />
ueberm flusz ein kormoran, hals<br />
voran. monster stolpern durch<br />
konsolen, losgeschickt zum kippen</p>
<p>holen. containerschiffgeknatter. als<br />
ueberraschungsgast: frankensteins<br />
galvanischer sohn schweren tritts<br />
auf dem langen weg zu sich selbst</p>
<p>den eigenen fuszstapfen folgend<br />
mehr als zehnmal angeschossen<br />
schlingernd die weinberge hinauf<br />
wo die guten rieslingreben stehn</p>
<p><a title="rheinsein" href="http://www.litblogs.net/stan-lafleur">Stan Lafleur</a> -<a href="http://www.litblogs.net/im-rheintal/">im Rheintal</a> &#8211; in <a href="http://rheinsein.de/2009/06/07/im-rheintal/">rheinsein</a></p>
<p>|||</p>
<ul>
<li><a href="http://www.litblogs.net/ein-schritt-zweifel-ein-schritt-hoffnung/">Ein Schritt Zweifel, ein Schritt Hoffnung</a><br />
von <a title="Turmsegler" href="http://www.litblogs.net/benjamin-stein">Benjamin Stein</a><br />
in <a href="http://turmsegler.net/20090615/ein-schritt-zweifel-ein-schritt-hoffnung/">Turmsegler</a></li>
</ul>
<p>Berliner Dom</p>
<p>I</p>
<p>Im kühlen Steinbauch<br />
dröhnen noch die Preßlufthämmer -<br />
so irdisch wird es hier<br />
nie wieder zugehn.<br />
In blauen Wattejacken<br />
und gelben Helmen<br />
die Männer,<br />
in ihrer Wirklichkeit<br />
bauen sie den Traum:<br />
endlicher Abschied<br />
von Kriegen<br />
kehren sie den Engeln<br />
den Schutt aus dem Haar<br />
und den Staub<br />
von den Flügeln</p>
<p>II</p>
<p>Jeder neue Stein<br />
ist erkennbar,<br />
die alten Steine<br />
sind dunkel.</p>
<p>Was haben wir überlebt,<br />
daß wir so schwer<br />
zu beeindrucken sind?</p>
<p>Ein Geländer aus Eisen,<br />
das die Zeit noch zurückließ -<br />
Stufe um Stufe<br />
führt uns nach oben:<br />
ein Schritt Zweifel,<br />
ein Schritt Hoffnung.</p>
<p align="right"><a href="http://turmsegler.net/tag/charlotte-grasnick/">Charlotte Grasnick</a> (1939-2009)</p>
<p>••• Eben erst habe ich nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub den Anrufbeantworter abgehört. Nur eine Nachricht: Charlotte ist tot. Anfang April noch haben wir telefoniert und über die »Leinwand« gesprochen. Charlotte hatte die Chemo überstanden, und ich war fest davon überzeugt, dass sie es schaffen würde. &#8220;Weißt Du&#8221;, sagte sie: &#8220;So viel Zeit brauche ich ja nicht mehr, um die paar Geschichten zu beenden, die ich noch schreiben will …&#8221; Das waren jene poetischen Prosastücke, deren erste Anfänge ich Mitte der Neunziger für sie in den Computer getippt hatte und die ich so gern eines Tages als Buch in Händen gehalten hätte. Die Zeit aber hat nicht gereicht.</p>
<p>Ein Schritt Zweifel, ein Schritt Hoffnung &#8211; das war Charlottes &#8220;Gangart&#8221; als Dichterin. Die Zweifel waren ihr oft unüberwindbares Hindernis. So blieb manches unvollendet. Die Hoffnung aber trieb sie immer wieder an, dennoch und vielleicht gerade deswegen erneut zu versuchen, Worte für vermeintlich Unsagbares finden. Leicht war es nicht, sich in einer Künstlerfamilie von Männern zu behaupten &#8211; der Ehemann, <a href="http://turmsegler.net/tag/ulrich-grasnick/">Ulrich Grasnick</a>, Lyriker wie sie, die beiden Söhne, Thomas Grasnick und Stefan Friedemann Maler. Ich habe ihr immer mehr Beachtung gewünscht &#8211; nicht nur als Dichterin.</p>
<p><a title="Turmsegler" href="http://www.litblogs.net/benjamin-stein">Benjamin Stein</a> -<a href="http://www.litblogs.net/ein-schritt-zweifel-ein-schritt-hoffnung/">Ein Schritt Zweifel, ein Schritt Hoffnung</a> &#8211; in <a href="http://turmsegler.net/20090615/ein-schritt-zweifel-ein-schritt-hoffnung/">Turmsegler</a></p>
<p>|||</p>
<ul>
<li><a href="http://www.litblogs.net/gedicht-des-tages-gottlieb-siegmund-corvinus/">Gedicht des Tages &#8211; Gottlieb Siegmund Corvinus</a><br />
von <a title="Matthias Kehles Lyrik-Blog" href="http://www.litblogs.net/matthias-kehle/">Matthias Kehle</a><br />
in <a href="http://matthiaskehle.blogspot.com/2009/06/gedicht-des-tages-gottlieb-siegmund.html">Matthias Kehles Lyrik-Blog</a></li>
</ul>
<p>|||</p>
<ul>
<li><a href="http://www.litblogs.net/ein-leserbriefdenker-notula-nova-41/">Ein Leserbriefdenker (notula nova 41)</a><br />
von <a title="taberna kritika - kleine formen" href="http://www.litblogs.net/hartmut-abendschein/">Hartmut Abendschein</a><br />
in <a href="http://www.abendschein.ch/site/weblog/ein_leserbriefdenker_notula_nova_41/">taberna kritika</a></li>
</ul>
<p>Dagegen spricht die Eindringlichkeit der Beweisführung, dass Ich nicht Herr im eigenen Haus sei, durch den Morgen. (Man hat über Nacht Distanz gewonnen. Man kann sich beim Kaffeekochen beobachten. Jeder Handgriff ist der eines anderen. Jeder Gedanke wird nicht vollständig gedacht.)</p>
<p>Er lässt die Zeitung sinken und notiert. Zur Rezeption und damit Produktion eines Preisträgers eines österreichischen Komikerpreises in Schweizer Medien: ging die Rede von den Wortkaskaden und arbeitete hierfür eigens hart an der Aufwertung von Beinahegattungen wie der des Poetryslams, die einem obsoleten Text allerdings nur den Moment der Inszenierung hinzufügen ohne aber irgendetwas zum Text bemerken zu können. Das in dieser Betriebssparte langsam erfolgreiche Eventsupplement erhebt, wie in anderen Medien auch, einmal mehr Form über Inhalt, woran sich rezipierende Medien allmählich angleichen. Andernorts verschiebt sich Pro7-Abendunterhaltung vom Wort zum Begriff und folgerichtig unterlegt sich auch dort alles mit einem Rauschen, dem nichts mehr hinzugefügt werden kann. Gefeiert ist das zu Feiernde im Selbstzweck des Fests, zu dem man weiträumig eingeladen wird. Die Gratisbillette werden auf den Strassen verteilt. Man gibt Damenwahl. Die Wortkaskaden allerdings wurden unbehandelt den Gratisblättern entnommen, die schon früh an jedem Morgen durch die Gassen wehen, schreibt er.</p>
<p>(Und moniert danach leise eine weitere Fehlerquelle im Idealsystem. Die Entdeckung des lyrischen Ichs (auch: seine, oft retrospektive Anwandlung) impliziert doch notwendigerweise ein lyrisches Nicht-Ich. Sicher handelt es sich dabei um ein immer unterstelltes Text- und Welterkenntnisprogramm, das aber – ich bitte sie!, empirisch – die meisten Ichtexte nur positiv möbliert. Wie kann also lyrisches Ich und lyrisches Nicht-Ich in einem Gedicht getrennt aufbewahrt werden (bei aller Hochachtung vor dessen Erzeuger). Das (vorhanden oder eben nicht) lyrische Nicht-Ich muss der Schlüssel bei solch einer Setzung sein. Das lyrische Nicht-Ich ist im Moment seiner Lektüre zwangsläufig unlesbar. Möglicherweise wird es lesbar (gemacht), dann wäre es aber kein lyrisches Nicht-Ich mehr. Folgt: Das lyrische Ich und das lyrische Nicht-Ich und das Ich und der ganze Rest im Text sind nicht objektivierbare Materialien oder Positionen, sondern abhängig von der Verfasstheit seines Lesers, jeder einzelnen Leserin. Das lyrische Ich muss also ein Gerücht sein. Das lyrische Ich gibt es und gibt es nicht und ist als solches gar nicht begreifbar. Als Distanzargument hat es jedenfalls ausgedient, liebe Leser. Lassen Sie sich nichts anderes von anderen erzählen.)</p>
<p>Sie verstehen nun, warum er keine Gedichte mehr schreibt oder doch das, was er schreibt, niemals nicht so nennen würde. Wir warten auf Ihre Antwort.</p>
<p><a title="taberna kritika - kleine formen" href="http://www.litblogs.net/hartmut-abendschein/">Hartmut Abendschein</a> -<a href="http://www.litblogs.net/ein-leserbriefdenker-notula-nova-41/">Ein Leserbriefdenker (notula nova 41)</a> &#8211; in <a href="http://www.abendschein.ch/site/weblog/ein_leserbriefdenker_notula_nova_41/">taberna kritika</a></p>
<p>|||</p>
<ul>
<li><a href="http://www.litblogs.net/die-fabel-von-dem-nacktmull-und-von-dem-zebrastreifen-auch/">Die Fabel von dem Nacktmull und von dem Zebrastreifen auch</a><br />
von <a title="Notizen aus Kangerlussuaq" href="http://www.litblogs.net/ursula-t-rossel-escalante-sanchez">Ursula T. Rossel Escalante Sánchez</a><br />
in <a href="http://jequetepeque.twoday.net/stories/5626937/">Notizen aus Kangerlussuaq</a></li>
</ul>
<p>oder: Die Fabel von dem keinen Bock.</p>
<p>Kam ein Nacktmull des Weges und wollte sich in den Schatten eines stoppelbärtigen Sukkulents legen, denn er fürchtete sich so vor dem Sonnenflammeninferno (und er hatte blöderweise sein Après-Soleil nicht mit). Aber da stand eine Gnuherde in Einerreihe Schlange vor dem Sukkulent und scheuerte sich individuell am Stoppelbart. Als sich die Gnuherde fertig gescheuert hatte &#8211; das dauerte nämlich 40 Tage und 39 Nächte lang (oder verlangt die Fabel Kleinheit von Ort, Zeit und Handlung?! &#8211; Hab ich vergessen) &#8211; war der Schatten des Sukkulents so dünn geworden, dass der Nacktmull, ein Tier, das sowieso zeitlebens aus der Not geboren ist, es halbherzig vorzog, im Lee der Gnuherde mitzuwandern. Sie kamen an einen Zebrastreifen.</p>
<p>“Man sollte immer von Gelb zu Gelb springen, sonst hast du geschissen, wenn dich einer auf dem Grauen über den Haufen fährt (wegen der Lebensversicherung)”, riet die Gnuherde dem Nacktmull.<br />
“Ach so”, sagte der Nacktmull.<br />
Nachher kamen sie zu einem Kebabtakeaway.<br />
“Achte immer gut drauf”, mahnte die Gnuherde, “dass die da drin kein Gnufleisch verwursten!, unter dem Scharf merkst dus vielleicht nicht”.<br />
“Oukidouki”, sagte der Nacktmull.<br />
Dann kamen sie an eine Riviera. Dort klebte an einem Marmorbrocken ein ziemlich mondänes Seegürklein und flörtete mit einem keinen geilen Bock.<br />
“Pack den keinen Bock beim Einhorn!”, ätzte das Feld der Gnuherde, und “man muss Seegürklein mit Essig einreiben!”, grölte die Vorhut der Gnuherde (die vordere Nachhut bestellte gerade Vegikebab, die hintere Nachhut hüpfte noch von Gelb zu Gelb).<br />
Das geht irgendwie zu weit, hätte der Nacktmull jetzt einwenden müssen. Aber er sagte zu der Gnuherde: “Na wenn du meinst.”</p>
<p>Und die Moral von der Geschicht<br />
ist<br />
ich weiss auch nicht<br />
was ein <em>Nacktmull</em> (<em>Mist!,</em> das passt da nicht rein<br />
in das Gedicht)<br />
ist.</p>
<p><em>Eine Gnuherde schon</em>. (Aber das passt auch nicht rein.)</p>
<p><a title="Notizen aus Kangerlussuaq" href="http://www.litblogs.net/ursula-t-rossel-escalante-sanchez">Ursula T. Rossel Escalante Sánchez</a> -<a href="http://www.litblogs.net/die-fabel-von-dem-nacktmull-und-von-dem-zebrastreifen-auch/">Die Fabel von dem Nacktmull und von dem Zebrastreifen auch</a> &#8211; in <a href="http://jequetepeque.twoday.net/stories/5626937/">Notizen aus Kangerlussuaq</a></p>
<p>|||</p>
<ul>
<li><a href="http://www.litblogs.net/das-spiel-mit-der-vielfalt-von-avataren/">Das “Spiel” mit der Vielfalt von Avataren.</a><br />
von <a title="Die Dschungel. Anderswelt." href="http://www.litblogs.net/alban-nikolai-herbst/">Alban Nikolai Herbst</a><br />
in <a href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/das-spiel-mit-der-vielfalt-von-avataren-kleine-theorie-des-literarisch/">Die Dschungel. Anderswelt.</a></li>
</ul>
<p><em>Kleine Theorie des Literarischen Bloggens (112).</em></p>
<p>Ist nur dann sinnvoll, wenn Identität zugrundeliegt, also die Avatare nicht als Hecke verwendet werden, hinter die man sich duckt, um aus dem Hinterhalt Schlammbatzen zu werfen. Sondern man muß die Avatare <em>fühlen</em>, muß sie <em>s e i n</em>, muß ein Gefühl für ihre Persönlichkeit, auch für ihre <em>Geschichte</em> haben, die man darum k e n n e n muß. Dann werden aus Avataren <em>Personen</em>, literarische Personen. Dies verbindet das Literarische Bloggen sowohl mit Romanen als auch mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rollenspiel_(Spiel)#Live-Rollenspiel">&gt;&gt;&gt;&gt; Rollenspielen</a>, die imgrunde realisierte Romane s i n d. Bisweilen werden die physopsychischen Grenzen des &#8220;autonomen“ Subjektes dabei überschritten, so daß manchen Spielern nicht mehr bewußt ist, was (wer) sie „in Wirklichkeit“ sind. Nun ist aber diese Wirklichkeit durchlässig, <a href="http://www.amazon.de/Wie-wirklich-ist-die-Wirklichkeit/dp/3492243193/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1241766288&amp;sr=8-1">&gt;&gt;&gt;&gt; Wie wirklich ist die Wirklichkeit?</a> heißt ein Buch Paul Watzlawiks, das mich als jungen Mann ausgesprochen geprägt hat und am Anfang meiner Poetik der Desinformationen stand: <a href="http://www.amazon.de/Verwirrung-Gem%C3%BCts-Alban-Nikolai-Herbst/dp/3471778594/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1241766326&amp;sr=8-1">&gt;&gt;&gt;&gt; Die Verwirrung des Gemüts (1983)</a>. Will sagen: das mittelalterliche Turmfräulein, das die Phantasie einer jungen Rollenspielerin konzstruiert hat, kann m e h r Wahrheit ausdrücken als ihre &#8220;realistische“ Existenz als MTA in einem Ärztehaus. Es kann ihr eine Reifung erlauben, die der auf Entfremdung bauende praktische Beruf verhindern, wegdrücken, abschleifen würde. Der literarische Spiegel hiervon k a n n der Avatar im Netz sein.</p>
<p>Es ist insgesamt zu bezweifeln, ob es eine einheitliche Identät von Menschen überhaupt gibt, ja je gab, ob nicht Spaltungen sogar lebensnotwendig sind. So daß man sich weiter fragen muß, ob es überhaupt sinnvoll ist, eine einheitliche Identität zu verlangen, bzw. sie herzustellen. Wir erleben auch Welt als fragmentierte, und zwar in dem Moment schon, indem wir über unsere direkten Zusammenhänge, die materialistisch gefaßt werden können, hinausblicken. Hier gilt Lévi-Strauss’ <em>bricolage</em>: das Ich selbst ist bricoliert. Diesem ein einheitliches Ich entgegenzustellen, wäre vergeblich Illusion. Vielmehr ist die Fragmentierung des Ichs zu ergreifen, wie die marxistische Forderung umzusetzen, endlich über die Produktionsmittel selbst zu verfügen. Ich w i l l mich als fragmentierten: b i n Herbst u n d Ribbentrop u n d Daniello u n d Deters u n d Kerbmann u n d Bertrecht u n d Borkenbrod u n d (sogar!) Niamh of the Golden Hair. Ich bin es je in verschiedener Hinsicht. Daß es zwischen allen diesen ein Verbindendes gibt, ist außer Zweifel, allerdings ist dieses Verbindende selber <em>ungefähr</em>; man mag das mit der Unmöglichkeit vergleichen, zugleich den genauen Standort und die Zeit anzugeben, an der ein Elektron wann wo ist.</p>
<p><a title="Die Dschungel. Anderswelt." href="http://www.litblogs.net/alban-nikolai-herbst/">Alban Nikolai Herbst</a> -<a href="http://www.litblogs.net/das-spiel-mit-der-vielfalt-von-avataren/">Das “Spiel” mit der Vielfalt von Avataren.</a> &#8211; in <a href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/das-spiel-mit-der-vielfalt-von-avataren-kleine-theorie-des-literarisch/">Die Dschungel. Anderswelt.</a></p>
<p>|||</p>
<ul>
<li><a href="http://www.litblogs.net/passenger/">Passenger</a><br />
von <a title="logbuch isla volante" href="http://www.litblogs.net/rittiner-gomez">Rittiner &amp; Gomez</a><br />
in <a href="http://logbuch.isla-volante.ch/passenger/">logbuch isla volante</a></li>
</ul>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/07/rittiner-gomez-passenger.png" alt="Rittiner Gomez Passenger" hspace="2" vspace="2" width="400" height="400" /></p>
<p>passagiere – getroffen auf einer inselfähre.</p>
<p><a title="logbuch isla volante" href="http://www.litblogs.net/rittiner-gomez">Rittiner &amp; Gomez</a> -<a href="http://www.litblogs.net/passenger/">Passenger</a> &#8211; in <a href="http://logbuch.isla-volante.ch/passenger/">logbuch isla volante</a></p>
<p>|||</p>
<ul>
<li><a href="http://www.litblogs.net/literatur-als-radiokunst-richard-obermayr-im-orf-studio-produktionsnotizen/">LITERATUR ALS RADIOKUNST | Richard Obermayr im ORF- Studio | Produktionsnotizen</a><br />
von <a title="in|ad|ae|qu|at" href="/christiane-zintzen">Christiane Zintzen</a><br />
in <a href="http://www.zintzen.org/2009/05/29/literatur-als-radiokunst-richard-obermayr-im-orf-studio-produktionsnotizen/">in|ad|ae|qu|at</a></li>
</ul>
<p>Darf <a href="http://www.zintzen.org/2009/05/29/literatur-als-radiokunst-richard-obermayr-im-orf-studio-produktionsnotizen/">hier</a> als bekannt vorausgesetzt werden &#8230;</p>
<p>|||</p>
<ul>
<li><a href="http://www.litblogs.net/un-ua/">un’ (u.a.)</a><br />
von <a title="parallalie" href="http://www.litblogs.net/helmut-schulze">Helmut Schulze</a><br />
in parallalie: <a href="http://parallalie.twoday.net/stories/5623376/">1</a>, <a href="http://parallalie.twoday.net/stories/5708286/">2</a>, <a href="http://parallalie.twoday.net/stories/5771024/">3</a></li>
</ul>
<p>1 un’ …</p>
<p>un’<br />
kain<br />
abe’<br />
lebt</p>
<p>uns<br />
übe’</p>
<p>hin<br />
&amp;<br />
aus</p>
<p>wem<br />
sonst<br />
die<br />
zung’</p>
<p>die<br />
schnitt’ne</p>
<p><em>2 am fal- …</em></p>
<p><em>am fal-<br />
schen ort</em></p>
<p><em>schmetzt<br />
ein<br />
hol rüber</em></p>
<p><em>ein</em></p>
<p><em>bogen-<br />
sekunden-<br />
blick</em></p>
<p><em>in dich<br />
zurück</em></p>
<p><em>da vorn<br />
liebt sich<br />
die zeit</em></p>
<p>3 rot</p>
<p>rot wär’ wo<br />
andersherum<br />
grün wär’ wo<br />
gar nichts wär’<br />
und auf dem<br />
schwarzweiß<br />
dann grau blau<br />
wär’ und sw<br />
die abkürzung<br />
für &#8220;scheiß<br />
wolken!“ und<br />
alles komple-<br />
mentäre sich<br />
endlich aus<br />
sich heraus<br />
kompli-<br />
mentierend<br />
sich selbst<br />
kontemplierte</p>
<p>bzw. dich</p>
<p><a href="http://www.litblogs.net/un-ua/">un’ (u.a.)</a> &#8211; von <a title="parallalie" href="http://www.litblogs.net/helmut-schulze">Helmut Schulze</a> &#8211; in parallalie: <a href="http://parallalie.twoday.net/stories/5623376/">1</a>, <a href="http://parallalie.twoday.net/stories/5708286/">2</a>, <a href="http://parallalie.twoday.net/stories/5771024/">3</a></p>
<p>|||</p>
<ul>
<li><a href="http://www.litblogs.net/aesthetik/">Ästhetik</a><br />
von <a title="Ken Yamamoto" href="http://www.litblogs.net/ken-yamamoto">Ken Yamamoto</a><br />
in <a href="http://www.kenyamamoto.de/wordpress/2009/skizzen-gedichte/asthetik/">Ken Yamamoto</a></li>
</ul>
<p>Am Fuß der Kreidefelsen lag,<br />
auf einem Totenbett aus Feuersteinen,<br />
umspült vom Rauschen des Meers,<br />
ein Reh: die Augenhöhlen leer,<br />
die Innereien nach außen,<br />
das Geäse weit offen<br />
im Schreck.</p>
<p>Ich positionierte mich,<br />
kniete nieder davor<br />
und machte ein Foto;<br />
versuchte das Grauen<br />
möglichst zeitlos<br />
in Szene zu setzen.</p>
<p>Sicher hatte es<br />
(wir kennen das)<br />
plötzlich den Boden<br />
unter den Füßen verloren<br />
und war in die Tiefe gestürzt.</p>
<p>Später sagte einer,<br />
nachdem er schweigsam,<br />
lange und eingehend<br />
das Bild betrachtete:<br />
schön!</p>
<p><a title="Ken Yamamoto" href="http://www.litblogs.net/ken-yamamoto">Ken Yamamoto</a> -<a href="http://www.litblogs.net/aesthetik/">Ästhetik</a> &#8211; in <a href="http://www.kenyamamoto.de/wordpress/2009/skizzen-gedichte/asthetik/">Ken Yamamoto</a></p>
<p>|||</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.litblogs.net/ikon-archiv1/">ikon. Archiv1</a><br />
von <a href="http://www.litblogs.net/marianne-buettiker/">Marianne Büttiker</a><br />
in <a href="http://www.mariannebuettiker.net/notes/?p=675">con.tempo</a></div>
</li>
</ul>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/07/marianne-buettiker-ikon.png" alt="Marianne Büttiker ikon" hspace="2" vspace="2" width="400" height="523" /></p>
<p><em>ikon</em>. <strong>Archiv1</strong> Was zur Sprache kam, hatte seinen Anfang im Staunen.</p>
<p><a href="http://www.litblogs.net/marianne-buettiker/">Marianne Büttiker</a> -<a href="http://www.litblogs.net/ikon-archiv1/">ikon. Archiv1</a> &#8211; in <a href="http://www.mariannebuettiker.net/notes/?p=675">con.tempo</a></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT ( DOUBLE FEATURE  )</p>
<p align="right">Weist die aktuelle Ausgabe des &#8220;<em>Lesezeichens</em>&#8221; bereits einen ungewöhnlich starken Hang zum Wasser in Flüssen und Meeren , unter Fähren und den Hufen von Gnuherden auf , findet sich unsere in|ad|ae|qu|ate Musikauswahl ebenfalls ziemlich im Liquiden wieder . Ausnahmsweise sind heute <em>zwei</em> Releases zu prasentieren .</p>
<p align="right">Da wäre zum Einen ein <em><a href="http://www.loopzilla.de/">Loopzilla</a></em>- <em><a href="http://www.loopzilla.de/?p=317">expansive sound</a></em>- Mix des Argentiniers <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/07/czz-hoerempfehlung-170.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" /><a href="http://www.myspace.com/albertobrichuk">Alberto Brichuk</a> , welches &#8211; hätte man beim Mastern keinen so sturen Beat drübergelegt , im Grunde eine anspruchsvolle Anspielung auf elektroakustische Experimente darstellt .</p>
<p align="right">Hätte man sich nicht zu einem stampfenden Midi- Beat verpflichtet , könnnte man sich leicht ins Kölner Experimentalstudio für elektrokustische Musik ( der 60er Jahre , <em>nota bene</em> ) versetzt fühlen : Gedanken an Xenakis , Eötvös , Asperghis und <em>Quelques Concrêtes</em> drängen sich unweigerlich auf , gewährt man sich den langen Atem für&#8217;s Komplizierte , welches zwischen den rohen Schlägen der Rhythmusmaschine glänzt .</p>
<p align="right">CLICK <a href="http://www.archive.org/download/loopzilla085/loopzilla085_vbr.m3u">LINK TO LISTEN TO STREAM</a> ( WMP )</p>
<p align="right">Agiert <em>Ambient</em>- Music meist an den Rändern der Stille , wird mit dem <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/07/czz-hoerempfehlung-170.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />&#8220;<em><a href="http://editoradoporto.blogspot.com/2009/07/edp013-fora-invisible-college.html">Invisible College</a></em>&#8221; von <em>Fora</em> aka <a href="http://www.myspace.com/jaimelah">Jaime de Almeida</a> eine Position inmitten eines sanft schwappenden Ozeans verortet ( <a href="http://editoradoporto.blogspot.com/">Editora do Porto</a> #013 ) .</p>
<p align="right">Ist man einmal so weit , die üblichen Vorurteile hinsichtlich <em>ambienter</em> Pathetik über Bord zu werfen , wird man eine unwägbare Ebbe akustisch erfahren und zwar &#8211; <em>Geduld , liebe Leute , nur Geduld !</em> &#8211; wird man sich irgendwann wie Arthur Gordon Pym in einem deutlich vernehmlichen Schiffsrumpf befinden . Das Erstaunlichste an diesen atmos- meerischen Piècen alllerdings scheint ihre Verweigerung hinsichtlich visueller Imperative .</p>
<p align="right">Ja , <em>ein</em> Wasser ist da , so viel weiss man wohl , doch drängt es sich nicht ins Kino des Kopfinneren . Selbst das rhythmische Ächzen des Schiffrumpfes <em>spürt</em> man eher , als dass man&#8217;s imaginiert &#8211; die knarrende Tieflage des Kiels ist <em>da</em> , zu dunkel im Inneren , als dass visuelle Orientierung möglich sei .</p>
<p align="right">Seltenes Beispiel also eines <em>Ambient</em>-, welcher keine Bilder evoziert , sondern ein wunschloses Sein im Hier garantiert . Ist es das , was sie dort draussen &#8220;<em>authentisch</em> &#8221; nennen ?! &#8211; Jedenfalls : ein Meisterwerk .</p>
<p align="right">CLICK <a href="http://www.archive.org/download/edp013Fora-TheInvisibleCollege/edp013Fora-TheInvisibleCollege_vbr.m3u">LINK TO LISTEN TO STREAM</a> ( WMP )</p>
<p><strong>|||</strong></p>

]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Lesen und Lesen lassen</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2008/04/23/lesen-und-lesen-lassen/</link>
		<comments>http://www.zintzen.org/2008/04/23/lesen-und-lesen-lassen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Apr 2008 07:54:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; I. FLUT UND PERLEN &#124; II. MEDIEN , HANDVERLESEN &#124; III. EUROZINE &#124; IV. UMBLÄTTERER &#124; V. BONAVENTURA &#38; LESEMASCHINE &#124; VI. LESEZEICHEN &#124; KLANGAPPARAT I. FLUT UND PERLEN Mag sich die kulturpessimistische Rede über die &#8220;Informationsflut&#8221; ( die ~ unbewältigbare ) auf Buchmarkt , im Presse- und Journalwesen in stereotypem Kreislauf ereifern :...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>||| I. FLUT UND PERLEN | II. MEDIEN , HANDVERLESEN  | III. EUROZINE | IV. UMBLÄTTERER | V. BONAVENTURA &amp; LESEMASCHINE | VI. LESEZEICHEN | KLANGAPPARAT</p>
<p>I. FLUT UND PERLEN</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/04/czz-presseschau-presse-amtsgericht-stade-1.jpg" alt="czz presseschau presse amtsgericht stade" hspace="2" vspace="2" width="110" height="110" align="left" />Mag sich die kulturpessimistische Rede über die &#8220;Informationsflut&#8221; ( <em>die ~ unbewältigbare</em> ) auf <a href="http://www.derganzebuchmarkt.de/">Buchmarkt</a> , im Presse- und Journalwesen in stereotypem Kreislauf ereifern : Längst gibt es zahhlrecihe Rezensions- und Referatmagazine , wo fleissige Vorkoster ihres Amtes walten und praktikable Übersichten zu Feuilleton , Esayistik und allerlei Buchwerk anlegen . Allen voran hat der &#8220;<a href="http://www.perlentaucher.de/">Perlentaucher&#8221;</a> bereits im Jahr 2000 die Eignung des WWW zur Präsentation von Résumées der Feuilletons der wichtigsten deutschsprachigen Tageszeitungen entdeckt &#8211; lange bevor deren Inhalte jederzeit frei im Netz abzurufen waren .</p>
<p>Ein Team ausgeschlafener Vor- Leser war wochentags zu unbürgerlichen Zeiten zugange , um bis 9 Uhr früh die &#8220;<em>Feuilletonrundschau</em>&#8221; fertig zu stellen : pünktlich zum Frühstück des Zeitgenossen und Kulturmenschen . Eine &#8220;<em>Bücherschau des Tages</em> &#8221; hatte bis 14 Uhr die wichtigsten Rezensionen assembliert , was &#8211; &#8220;steter Tropfen&#8221; usw. &#8211; zu einer mittlerweile unverzichtbaren Buchdatenbank mit 35.000 Einträgen führte . Deren eigentliche Qualität liegt indes weniger in dieser Breite , sondern vielmehr in der <em>Tiefen</em>perspektive : organisch gewachsen , entwickeln die &#8220;Substrate&#8221; der in den diversen Besprechungen zu einem einzelnen Titel publizierten Ansichten und Meinungen ihren &#8220;Mehrwert&#8221; erst in der synoptischen Zusammenschau . Womit tendenziell ein Apparat zur Vefügung stünde für eine &#8220;Kritik der Kritik&#8221; &#8230;</p>
<p>All dies ist &#8211; ebenso wie die wöchentliche &#8220;<em>Magazinrundschau</em>&#8221; und die mittlerweile hinzugekommenen Rubriken &#8220;<em>Medienticker</em>&#8221; und &#8220;<em>Aus den Blogs</em> &#8221; &#8211; ebenso weidlich bekannt wie der <a href="http://turi-2.blog.de/2007/12/11/perlentaucher_de_siegt_vor_gericht_erneu~3427255">Gerichtshändel</a> mit FAZ &amp; SZ , die in den Resumées &#8211; genauer : in deren Weiterverkauf an den Onlinebuchhändler Libri.de &#8211; eine unrechtmässig merkantile <span style="text-decoration: line-through;">Ausschlachtung</span> Verwertung fremden geistigen Eigentums sahen . Vorigen Dezember <a href="http://rivva.de/about/http://www.heise.de/newsticker/meldung/100382/">scheiterten</a> die Zeitungen damit vor dem Oberlandesgericht Frankfurt in zweiter Instanz .</p>
<p>Damit wurden Abstracts und Artikelzusammenfassungen bis auf Weiteres als eigenständige Werkschöpfung anerkannt . Für Feuilleton- und Watch- Blogger bedeutet dies einstweilen eine gute Nachricht , für die professionelle institutionelle Publizistik indes &#8211; so die FR in einem via &#8220;<a href="http://www.boersenblatt.net/175919/">Börsenblatt online</a>&#8221; konservierten Kommentar &#8211; einen &#8220;Flurschaden&#8221; : Instrumentiert durch das einstmalige Argument- Inventar wider den &#8220;Häppchenjournalismus&#8221; wird das journalistische Urheberrecht eingeklagt sowie &#8211; originelle Idee &#8211; eine Art finanzieller Rückvergütung von seiten des Zweitverwerters von Inhalten an deren Erstersteller gefordert :</p>
<blockquote><p>Man interessiert sich für das Prospekt und nicht für die Ware, für das Testergebnis, nicht den Test. Im Schnelldurchlauf durchs Feuilleton wird die Urteilskraft, der Blick auf Argumente, Differenzen, Nuancen eingeebnet.<br />
Auch wenn der Bundesgerichtshof das Frankfurter Urteil noch revidieren kann: den Zeitungen bleibt nichts anderes übrig, als sich auf ein Geschäft mit dem Internet einzulassen. Denn im Internet wird zu viel resümiert, abgeschrieben, geklaut. Da ist der Perlentaucher im Vergleich sogar eine Service-Adresse mit Qualität. Wäre der Austausch finanziell geregelt, dann könnte man die Kritiken ruhigen Gewissens vollständig lesen und sich ein Urteil bilden.  |||</p></blockquote>
<p>II. MEDIEN , HANDVERLESEN</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/04/czz-presseschau-presse-amtsgericht-stade-1.jpg" alt="czz presseschau presse amtsgericht stade" hspace="2" vspace="2" width="110" height="110" align="left" />Bis auf Weiteres ( = <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E1F7E562E46694DE4B50E020ABD26A170~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton">mögliche Revision</a> ) können also auch kleinere bzw. private Zeitschriften- und Feuilletonbeobachter sorglos ihrer Schau- und Analyselust fröhnen und auch Blogger ruhigen Blutes ihre Digests komponieren . Bahn frei also für Blogs wie &#8220;<a href="http://medienlese.com/">medienlese</a>&#8221; , dessen Rubrik &#8220;6 vor 9&#8243; dem &#8220;Perlentaucher&#8221; täglich um sechs Minuten mit Hinweisen auf bemerkenswerte Artikel der Tagespresse zuvorkommt . Darüber hinaus fasst man in den ausführlicheren Features diverse Presseerzeugnisse wie &#8220;<a href="http://medienlese.com/2008/04/17/im-test-teil-2-blick-sport/">BLICK</a>&#8221; , &#8220;<a href="http://medienlese.com/2008/02/14/mit-panda-popstar-und-probeabo/">Österreich</a>&#8221; oder Online- Spekulationsobjekte wie &#8220;<a href="http://medienlese.com/2008/02/18/zoomerde-gestartet-und-es-hat-zoom-gemacht/">zoomer</a>&#8221; nicht eben mit Samthandschuhen an , zeigt sich allerdings auch bereit , etwas halbgaren Pulbikumsmagazinen wie der Zeitschrift &#8220;hörBücher&#8221; durchaus <a href="http://medienlese.com/2008/04/12/im-test-hoerbuecher/">Wohlwollen</a> entgegenzubringen . Dezent und stets lesenswert : Der schweizer &#8220;<a href="http://www.medienspiegel.ch/">Medienspiegel</a>&#8221; . Zum Beispiel mit <a href="http://www.medienspiegel.ch/archives/002012.html">Tipps</a> , via Suchmaschinen und Torrents <em>against all odds</em> auf kostenpflichtige Zeitungsartikel zuzugreifen . Und wer unterzieht sich schon gerne der ewigen Log- In- Prozdur ?!</p>
<p>Für die &#8220;BILD&#8221; ist ohnehin das &#8220;<a href="http://www.bildblog.de/2920/wenn-das-leben-ein-bild-artikel-waere">BILDblog</a>&#8221; zuständig , welches &#8211; wie das aufs kritische Korn genommene Brutal- Boulevard- Blatt &#8211; zu den meistgelesenen seiner Gattung zählt . Dies provoziert natürlich seinerseits Kritik &#8230;. und so druckt das Springer- Blatt <a href="http://www.welt.de/kultur/article1708089/Der__BILDblog_und_die_Fehler_der_Anderen.html">&#8220;Die Welt&#8221;</a> mit Gusto jene ( frei nach Thomas Bernhard formuliert ) &#8220;Erregung&#8221; nach , welcher der paradierende Provokateur Henryk M. Broder ursprünglich auf seinem Privatblog &#8220;<a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/niggemeier_co_die_laus_die_bruellte/">Die Achse des Guten</a> &#8221; unverblümt vom Stapel gelassen hatte .</p>
<p>III. EUROZINE</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/04/czz-presseschau-presse-amtsgericht-stade-1.jpg" alt="czz presseschau presse amtsgericht stade" hspace="2" vspace="2" width="110" height="110" align="left" /> Mit solchen Aufregern hält sich &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/">Eurozine</a>&#8221; , das gediegen auf Vielfalt bedachte &#8220;Magazin der Magazine&#8221; kaum auf : Entsprossen 1998 aus einem Netzwerk von ( mittlerweile 70 ) europäischen Kultur- , Literatur- und Denk- Zeitschriften , bietet &#8220;Eurozine&#8221; nicht nur ein laufend aktualisiertes Portal mit allerlei Lektüre- Verführungen ins Reich antipopulistischer Periodica , sondern bietet darüber hinaus die Möglichkeit , anregende Magazin- Digests oder ausgewählte Aufsätze mittels separaten RSS- Feeds zu abonnieren . Nichts da also &#8230;. mit Reissern, Räuberpistolen , Schnellschüssen oder Lifestyle- Kurzware : Hier ist die Nachhaltigkeit des Nachdenkens gefragt .</p>
<p>So erreichen uns John Clark&#8217;s Bemerkungen zur &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/articles/2008-01-22-clark-en.html">Acting up</a>&#8220;- Methode des &#8220;Allzeit- bereit&#8221;- Philosophen Slavoj Zizek aus dem britischen &#8220;<a href="http://newhumanist.org.uk/">The Humanist</a>&#8221; . Für die slowenische Szene erschliesst sich der Artikel unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/articles/2008-04-21-clark-sl.html">Ali nas varietejski filozof vlece za nos ?</a>&#8221; . &#8211; Womöglich ist ja auch das Englische nicht Jedermanns Sache : Folglich ist es Martin Halas Darstellung des chiesischen Medienwandels sowohl im englisch in der Zeitschfit &#8220;<a href="http://www.iwm.at/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=63&amp;Itemid=273">Transit</a>&#8221; abgedruckten Original als auch in der deutschen Fassung &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/articles/2008-03-28-hala-de.html">Von der Wandzeitung zum Blog : Meinungs- und Gedankenfreiheit in China heute</a> &#8221; zu lesen .</p>
<p>Umgekehrt erschliessen sich deutschsprachige An- und Aufsätze in Form englischer Übersetzungen dem internationalem Interesse : Von Jürgen Habermas&#8217; &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/articles/2008-04-15-habermas-de.html">Die Dialektik der Säkularisierung</a>&#8221; (&#8220;<a href="http://www.eurozine.com/articles/2008-04-15-habermas-de.html">The dialectic of secularization</a>&#8221; ) aus dem &#8220;<a href="http://www.blaetter.de/">Blättern für deutsche und internationale Politik</a>&#8221; ) bis hin zu selbständigen Beiträgen von Eurozine- Redakteuren wie Simon Garnett , der sich vergleichend mit den Reaktionen des deutschen Feuiletons auf aktuelle Gewaltakte von Jugendlichen <em>mit Migrationshintergrund</em> einerseits und anderseits mit der RAF- Debatte befasst ( &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/articles/2008-04-18-garnett-en.html">Citizen Victim &#8211; The migrant youth , the RAF terrorist , and the German feuilletons</a> &#8221; ) .</p>
<p>Die neuen Ausgaben der assoziierten Zeitschriften werden regelmässig präsentiert &#8211; und dies selbst bei Offline- Magazinen mit vollständigen Inhaltslisten . Solcherart ist über die Jahre ein exquisites Archiv gewachsen , welches Topics , Themen und Theorien aus Zeitschriften von A wie &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/journals/aprior.html">A Prior Magazine</a>&#8221;  ( Belgien ) , &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/journals/akadeemia.html">Akadeemia</a>&#8221; ( Estland ) , &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/journals/arche.html">Arche</a>&#8221; ( Weissrussland ) , &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/journals/artistasunidos.html">Artistas Unidos Revista</a>&#8221; ( Portugal ) bis Z wie &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/journals/zeszytylit.html">Zeszyty Literackie</a>&#8221; ( Polen ) . Klassiker wie &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/journals/du.html">du</a>&#8221; [ hmmm : die letzte indizirte Nummer datiert mit 12 | 2007 : ein Votum gegen <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/medien/zeitlose_tradition_1.663258.html">Walter Kellers neue Ägide</a> ?! ] , &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/journals/merkur.html">Merkur</a>&#8221; , &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/journals/mittelweg36.html">Mittelweg 36</a>&#8221; , &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/journals/osteuropa.html">osteuropa</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.eurozine.com/journals/wespennest.html">Wespennest</a>&#8221; inklusive . <a href="http://www.eurozine.com/sponsors.html">Finanziert</a> wird dieses für den User kostenfreie Angebot von europäischen und staatlichen Institutionen sowie von Sponsoren aus der Privatwirtschaft &#8230;  |||</p>
<p>IV. UMBLÄTTERER</p>
<p><a href="http://www.eurozine.com/journals/osteuropa/issue/2008-04-14.html"></a></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/04/czz-presseschau-presse-amtsgericht-stade-1.jpg" alt="czz presseschau presse amtsgericht stade" hspace="2" vspace="2" width="110" height="110" align="left" />Aus der Not des physischen Armausrenkens bei der vergleichenden Lektüre jener grossformatigen Papier- Erzeugnisse , hinter welchen die klugen Köpfe stecken , hat ein Leipziger Fähnlein Feuilleton- Fachleser eine deklarierte Tugend gemacht : Dem literarischen , kritischen und essayistischen Ausfältelungen des Feuilletons , seinen Höhen und Niederungen gleicherweise lustvoll zugewandt wie assortierten Regionen der Popkultur , ist es dem Blog &#8220;<a href="http://www.umblaetterer.de/">Der Umbätterer</a>&#8221; innert weniger Jahre gelungen , singuläre Features zu entwickeln : So etwa wurde die &#8220;Best of Feuilleton&#8221;- Jahresabrechnung 2005 von <a href="http://www.satt.org/gesellschaft/06_01_feuilleton-2005.html">satt.org</a> auf den &#8220;<a href="http://www.umblaetterer.de/best-of-feuilleton-2005/">UBL</a>&#8221; übersiedelt und gewährt nichts Weniger als einen amüsanten Rückblick auf die jeweils herrschenden Zeit- ( Un- ) Geister verflossener Jahre .</p>
<p>Nicht Wenige unter den habituellen Feuilleton- Selbstlesern werden sich angesichts dieser Listen mit &#8220;<em>mémoires involontaires</em>&#8221; konfrontiert sehen : So können wir uns in|ad|ae|qu|at noch bestens erinnern an den UBL- Favoriten 2005 : Stephan Maus : &#8220;<a href="http://www.stephanmaus.de/rezension-augusten-burroughs.htm">Beim nächsten Glas wird alles besser – Leider kein wirklich anonymer Alkoholiker</a>&#8221; ( über Augusten Burroughs &#8220;<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/20558.html">Trocken !</a>&#8221; , SZ , 8. 4. 2005 ). Die &#8220;<a href="http://www.umblaetterer.de/best-of-feuilleton-2006/">Best of 2006</a>&#8221; erinnern u. a. an Hubert Winkels&#8217; treffliche Kategorisierung der Fronten im Streit um Volker Weidermanns &#8220;<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/23887.html">Lichtjahre</a>&#8221; in &#8220;<a href="http://zeus.zeit.de/text/2006/14/Debatte1_neu">Emphatiker und Gnostiker</a>&#8221; ( ZEIT , 30. 3. 2006 ) . Auch die <a href="http://www.umblaetterer.de/best-of-feuilleton-2007/">Cuvée 2007</a> wartet mit einem schlagwortprägenden Klassiker auf : Henning Sussebach : &#8220;<a href="http://www.zeit.de/2007/46/D18-PrenzlauerBerg-46">Bionade- Biedermeier</a>&#8221; ( ZEITmagazin LEBEN , 8. 11. 2007 ) .</p>
<p>Mit der Einführung eines &#8220;<em>Sonntagstauchers</em>&#8221; &#8211; einer ässerst genüsslichen Sonntagspresseschau &#8211; ist den &#8220;Umblätterern&#8221; ein bislang unbesetztes Okkupatonsgebiet aufgefallen und ein veritabler Coup gelungen . Für diese privat engagierten Vor- Lese- Leistungen wurde das Mikromedium kürzlich im <a href="http://www.boersenblatt.net/sixcms/media.php/747/BBL_2008_14_004%20005-Inhalt.pdf">&#8220;Börsenblatt&#8221; ( Printausgabe 14 | 2008 )</a> ausdrücklich gewürdigt ( und noch VOR den spät auf das Genre aufgesprungenen FAZ- &#8220;Reading Room&#8221; gestellt ) :</p>
<blockquote><p>Auch &#8220;Der Umblätterer&#8221; ist ein Non-Profit- Unternehmen. Gestartet wurde das literarische Themen- Blog im Mai 2007 von sieben jungen Feuilleton- Afficionados, die es nach dem Studium an der Leipziger Universität in alle Himmelsrichtungen verstreute. Nach dem Vorbild moralischer Wochenschriften des 18.Jahrhunderts beschäftigt sich das selbst ernannte &#8220;Consortium Feuilletonorum Insaniaeque&#8221; unter seinem Wappentier, dem Maulwurf, vor allem mit den Feuilletons und Kulturseiten der meinungsbildenden Zeitungen und Magazine, aber auch mit Online- Medien, Filmen und amerikanischen TV-Serien [ ... ] . &#8220;Wir lieben das Medium&#8221;, sagt Frank Fischer, der für das Berliner Online- Magazin satt.org schon 2005 und 2006 eine Feuilleton- &#8220;Best-of&#8221;- Liste kompilierte und unter dem Pseudonym Paco so etwas wie der Spiritus Rector des &#8220;Umblätterers&#8221; ist. &#8220;Wir halten das deutschsprachige Feuilleton für eine Errungenschaft, die auf der Welt ziemlich einmalig dasteht und wollen seine Grenzen ausloten.&#8221;  Für Fischer und seine Freunde heißt das vor allem: Meinungsfreudigkeit und exemplarisches Ausschreiten noch ungenutzter Möglichkeiten des Netzes. Während die manischen Freizeit- Leser mit Versuchsballons wie einem &#8220;Spiegel&#8221;- oder &#8220;Sonntagstaucher&#8221; ( frech kommentierte Zusammenfassungen des ab Samstagabend als E-Paper zugänglichen &#8220;Spiegels&#8221; oder von ausgewählten Sonntagsblättern ) den etablierten Kollegen vom &#8220;Perlentaucher&#8221; womöglich künftige Vermarktungsmöglichkeiten aufzeigen, ist die <a href="http://www.umblaetterer.de/2008/01/18/matusseks-kulturtipp-folge-63-anleitung-zum-nein-sagen/">englische Synopsis</a> von Matusseks &#8220;Kulturtipp&#8221;- Blog eher etwas für Hardcore- Fans.<br />
Sind die Umblätterer Kulturwissenschaftler mit zu viel Zeit ? &#8220;Ein gewisser Hang zum Wahnsinn spielt bei uns schon rein&#8221;, gibt Frank Fischer zu. &#8220;Aber gerade das Feuilleton ist ja ein Medium, in dem dieser Wahnsinn Platz hat&#8221;. Kommentare aus der Blogosphäre sind selten – dafür gibt es häufiger freundliches Feedback aus den Redaktionsstuben in Hamburg, Frankfurt und München: Solche Leser wünscht man sich.</p></blockquote>
<p>Bei allem Respekt vor den Bemühungen des Buchhändler- Branchenblattes , seine Klientel über Kosmos und Genre des &#8220;Blog&#8221; empfehlend zu belehren , sind die kleinen Indizien eines kategorialen &#8220;Kannitverstan&#8221; unschwer zu übersehen : Die Frage nach dem &#8220;Zuviel&#8221; an Zeit , welche noch dazu auf die nicht remunerierte Arbeit des Bloggens verwendet wird , mag ebenso von einer gewissen Befremdung zeugen wie die Bezeichnung von <a href="http://www.spiegel.de/kultur/0,1518,k-6995,00.html">Matusseks Video- Manifestationen</a> als &#8220;Blog&#8221; . Wo doch sogar <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Matussek">Wikipedia</a> weiss :</p>
<blockquote><p>Seit dem 16. Oktober 2006 veröffentlich Matussek wöchentlich ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vlog">Vlog</a> namens <em>Matusseks Kulturtipp</em> auf Spiegel Online.</p></blockquote>
<p>Na , egal . Das Lob bleibt dessenungeachtet würdig und recht . Trotzdem können wir es uns in|ad|ae|qu|at nicht verkneifen , auf einen unserer &#8220;UBL&#8221;- Favoriten der jüngeren Zeit hinzuweisen : &#8220;<a href="http://www.umblaetterer.de/2008/03/05/walsers-propaganda-krawatte/">Walsers Propaganda- Krawatte</a> &#8221; .  |||</p>
<p>V. BONAVENTURA &amp; LESEMASCHINE</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/04/czz-presseschau-presse-amtsgericht-stade-1.jpg" alt="czz presseschau presse amtsgericht stade" hspace="2" vspace="2" width="110" height="110" align="left" />Zugegeben : Unser Hang zum Enzklopädischen kollidiert mit der nicht minder ausgeprägten Liebe zu Einzelheiten . Weshalb wir &#8211; um die Sendezeit nicht hoffnungslos zu überziehen &#8211; im folgenden noch einige der veröffentlichenden Vor- Lesenden so kurz wie freundlich streifen : Unter den literarischen Lese- Chronisten zählt &#8220;<a href="http://bonaventura.musagetes.de/">Bonaventua</a>&#8221; ( &#8220;Lektüren eines Nachtwächters&#8221; ) fraglos zu den Inspiriertesten , scheint überdies aus einem geradezu enzyklopädischen Wissen zu schöpfen , so dass der Kommentator sich etwa auch eines in Belletristik verpackten <a href="http://bonaventura.musagetes.de/?p=482">Schachproblems</a> elegant annehmen kann : Unzeitgemäss im besten Sinn !</p>
<p>Zeitgeistiger verhält sich da schon die &#8220;<a href="http://lesemaschine.de/">Lesemaschine</a>&#8221; , schon wortwörtlich kenntlich als Ableger der notorischen &#8220;Riesenmaschine&#8221; . Autoren wie Jochen Schmidt ( der sein Proust- Blog- Chronik &#8220;<a href="http://http//vertr.antville.org/">Schmidt  liest Proust</a>&#8221; kürzlich abschloss und bei <a href="http://http//voland-quist.de/verlagsblog/auf-der-suche-nach-dem-rohstoff-tempel/271/trackback/">Voland &amp; Quist</a> demnächst als <em>Echtbuch</em> herausbringt ) berichten von ihren Lektüren , genauer gesagt : von den jeweils per Seitenziffern indizierten Tagespensen . Was soviel bedeutet , dass der Blog- Leser seine eigenen Lektüren hinsichtlich Gegenstand und Tempo dem Vor- Lesenden angleichen könnte und die jeweiligen Eindrücke ver- bzw. abgleichen . Erinnert uns im Übrigen stark an die &#8220;reading assignments&#8221; der US- Colleges ( tja , das waren 150 Seiten <em>mindestens</em> pro Tag ) : Heutzutage würden wir den tatsächlichen Vollzug der Studi- Lektüren via Blog oder Online- Forum überprüfen &#8230;</p>
<p>Beispiele aus der &#8220;Lesemaschine&#8221; : <a href="http://lesemaschine.de/index.html?kat=Jochen_Schmidt_liest:_Liebe_als_Passion_(Niklas_Luhmann)">Jochen Schmidt liest : Liebe als Passion</a> ( Niklas Luhmann ) ,  <a href="http://lesemaschine.de/index.html?kat=Andr%E9_Fromme_liest:_Esra_(Maxim_Biller)">André Fromme liest : Esra</a> ( Maxim Biller ) , <a href="http://lesemaschine.de/index.html?kat=Sascha_Lobo_liest:_Der_ewige_Spiesser_(%D6d%F6n_von_Horvath)">Sascha Lobo liest : Der ewige Spiesser</a> ( Ödön von Horvath ) , <a href="http://lesemaschine.de/index.html?kat=Kathrin_Passig_liest:_Alles_(von_allen)">Kathrin Passig liest</a> &#8230;. natürlich <em>auch</em> und weitere unvermeidliche <a href="http://lesemaschine.de/index.html?nr=20080415112426">Feuchtgebiete</a> .  |||</p>
<p>VI. LESEZEICHEN</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/04/czz-presseschau-presse-amtsgericht-stade-1.jpg" alt="czz presseschau presse amtsgericht stade" hspace="2" vspace="2" width="110" height="110" align="left" />Net- Mags , Foren oder Gemeinschaftsblogs : Auch Primärliteratur liest bzw. legt sich online vor . Freilich mit enormen Qualitätsunterschieden . Die man diplomatischer auch als solche des &#8220;literarischen Geschmacks&#8221; bezeichnen könnte . Mit dem &#8220;<a href="http://www.forum-der-13.de/seiten/fd13.php?session=1188721588&amp;login=1">Forum der 13</a>&#8221; , &#8220;<a href="http://www.der-goldene-fisch.de/">der goldene fisch</a>&#8221; , &#8220;<a href="http://lyrikline.org/">lyrikline</a>&#8221; , &#8220;<a href="http://www.poetenladen.de/">poetenladen</a>&#8221; oder &#8211; werbeästhetisch von Don Dahlmann verpackt &#8211; @ &#8220;<a href="http://www.mindestenshaltbar.net/">mindestens haltbar</a>&#8221; . Die &#8220;shortlist&#8221; verzeichnet mitunter unter ihren <em>culture cuts</em> sogar kastrationsangstfrei <a href="http://www.culturecuts.net/shortlist/2007/09/mnner-lesen.html">lesende männer</a> und der behutsame <a href="http://www.bluetenleser.de/d/aktuelles/aktuelles.php">Blütenleser</a> figuriert ( in Kooperation mit &#8220;<a href="http://www.perlentaucher.de/">Perlentauche</a>r&#8221;- &#8220;<em>Medienticker</em>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.titel-forum.de/">Titel</a>&#8220;- Magazin ) mit Hörspiel- , TV- und Buchhinweisen seit Kurzem auch in Form eines Blog namens &#8220;<a href="http://www.lesewoche.net/">Lesewoche</a>&#8221; : Chapeau zur trefflichen <a href="http://www.lesewoche.net/?p=122">Empfehlung</a> von Silvia Bovenschen&#8217;schens hintersinnig komponierten Erzählkreis &#8220;Verschwunden&#8221; -</p>
<p>Das Literaturblog- Kombinat &#8220;<a href="http://www.litblogs.net/">litblogs.net</a>&#8221; wurde als eine der in|ad|ae|qu|aten Herbergen <a href="http://www.zintzen.org/2008/01/07/inadaequat-at-litblogs-net-and-at-dilimag/">bereits vorgestellt</a> , NEU ist ein vierteljährlich erscheinendes Digest , welches als &#8220;<a href="http://www.litblogs.net/inhalt-012008/">Lesezeichen</a>&#8221; direkt aufrufbar und ergo selbstverständlich auch via <a href="http://feeds.feedburner.com/lbn_lesezeichen">RSS</a> abonnierbar ist . Hier führt freilich kein Redakteur die strenge Schere , sondern ein Jedes gibt , was ihm als <em>zeichenweise</em> tauglich dünkt . <strong></strong></p>
<p><strong>Edit </strong>: Mittels <em>Lotrees</em> Kommentar nähern wir uns dem Sinn einer solchen Kompilation auf&#8217;s Erfreulichste an , welcher da wohl lauten könnte : &#8220;Wahlverwandte bitte melden !&#8221; &#8211; Also voilà : &#8220;<a href="http://http//www.bublo.de/">Lottrees Journal . Leben . Schreiben . Lesen .</a>&#8221; Literaturnachrichten aus eher näher denn fern , Gerüchte , Preise und allerlei Hinweise . P. s. : Auch über &#8220;<a href="http://http//www.bublo.de/2008/04/20/schriftsteller-heute-2/">Schriftsteller heute</a>&#8221; lässt sich dann &amp; wann twittern . &#8220;Chaqu&#8217;un &#8230; &#8221; , halten&#8217;s wir&#8217;s mit der der Strauss&#8217;schen &#8220;<em>Fledermaus</em>&#8221; , &#8221; &#8230; à son goût !&#8221; &#8211; <strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Ist es der launische April oder was treibt die Netlabels derzeit an , so viel in den Wind Gespieltes zu lancieren ?! &#8211; Wenig Intensitäten , kaum <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/04/czz-hoerempfehlung-212.jpg" alt="czz hörempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />Charakterbeats . Da stossen wir , just bevor wir den Mut endgültig sinken lassen , auf ein interessant instrumentiertes kleines Stück aus dem Hause <a href="http://www.auflegware.de/auflegware/start.html">auflegware</a> . Als &#8220;<a href="http://www.auflegware.de/auflegware/releases/alw018.html">Trip around Midnight</a>&#8221; tituliert , spielt sich <a href="http://www.myspace.com/marhome">Tosol</a> (aka Marc Sims ) immerhin so lange mit seinen Midis , bis Apartes herausklingt . Den billigen &#8220;clap- hands&#8221; überhören wir geflissentlich , ermuntern uns trotzdem am Pitchen und Synkopieren . CLICK TRACKS TO LISTEN : <span style="color: black;">01. <a href="http://www.archive.org/download/Auflegware018/1.TOSOL-Rent_a_Trend_TriparoundMidnightEP_alw018.mp3">Rent a Trend</a> | 02. <a href="http://www.archive.org/download/Auflegware018/2.TOSOL-Format2000_TriparoundMidnightEP_alw018.mp3">Format 2000</a> | 03. <a href="http://www.archive.org/download/Auflegware018/3.TOSOL-Befor_i_get_drugs_TriparoundMidnightEP_alw018.mp3">Before I get Drugs *Fluff Edit*</a> | 04. <a href="http://www.archive.org/download/Auflegware018/4.TOSOL-better_bass_TriparoundMidnightEP_alw018.mp3">Better Bass</a> | 05. <a href="http://www.archive.org/download/Auflegware018/5.TOSOL-InitScore_TriparoundMidnightEP_alw018.mp3">Init Score</a> <strong>|||</strong></span></p>

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