||| Genuss und Aufbegehren , Himmel und Hölle , Verbrechen und Strafe : Ganze Bibliotheken soziologischer Abhandlungen , Zettelkästen von Zeitbefunden und die infernalischen Schriften der Weltliteratur blühen an Wiener Mauern .
Wobei die Eindampfung auf eine Parole , die Reduktion auf ein wirkendes Wort , wenn nicht gar auf ein einzelnes Zeichen den anonymen Botschaften fürwahr kein Mauerblümchen- Dasein beschert . Im Gegenteil scheint - was diverse Lust- und Todestriebe anbelangt - das Weniger einen Mehrwert zu bescheren .


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“FLEISCH” und “LUST” …


( 1070 , 1030 )
… “SEX” und “SHOCK” : Die Schlagworte triggern im Hirn des Stadtbenutzers alle möglichen Kontexte und Geschichten .

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Dabei mag ein lakonisch- alleinstehender “TEUFEL” im jeweils individuellen Innenkino wohl sehr diverse Bilder projizieren . THE WRITING ON THE WALL rief seit biblischen Zeiten nach pragmatischen “TATEN” .

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Worin freilich Das Grosse Böse besteht , dessen Anfängen zu wehren wäre , darüber kursieren bekanntlich mehrere Meinungen . Man mag das Kapital als addiktives Opiat anprangern …

( 1030 )
… oder gleich das eigene Mitwirken an den Verhältnissen - so , wie sie sich nun einmal optisch darstellen - in ironischer Selbstreferenz denunzieren .

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Summa summarum scheint nur der Schluss zulässig , dass die Eigenverantwortung des Individuums in den kälter werdenden Klimaten des hergebrachten “Sozialstaats” keineswegs suspendiert sei . Im Gegenteil : Manche freudlose Gasse lässt sich eben lediglich per “DO IT YOURSELF- REVOLUTION” erhellen .

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KLANGAPPARAT
In Fortsetzung unseres in|ad|ae|qu|aten Portraits des Netlabels l a r i d a e stossen wir heute auf ein Nebenprojekt des vorgestern vorgestellten Breakbeat- Virtuosen Photophob aka Herwig Holzmann . Dass schon die Tracks von “Skaphander Skanks” einen gewissen Hang zum Maliziösen aufwiesen , wird dem aufmerksamen Lauscher kaum entgangen sein . Was
der gute Mann allerdings unter dem Projektlabel | Pseudonym Das Gritli Moser aufführt , schlägt entschieden über die Stränge des Bösen . Nomen est Omen , wenn die Release 036 mit “Cha-Cha-Cha With The Devil” titelt . Die ironische Anspielung auf allerlei funky Finsterdinge mindert freilich nicht im Geringsten deren kompositorische Brillanz . Genremässig bemerkenswert sind ( neben der Oboe ) die Bandoneon- Samples , deren Klangfarben freilich allerlei diabolische Volkstänze evozieren . Typisch für den Autor : Die barocken Tracktitel … Da capo , Gritli ! - CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Ks999CträKt ( Human Flesh, Men’s Tears ) | 02. sNarksV+n0plaGue ( I Believe ! ) | 03. Mil7dr0w ( March Of The Death-Dolls ) | 04. inHaey6cmä ( Demons , Spirits , Ghosts ) | 05. RzrXXXcrps ( The Devil’s Dancing Lesson ) | 06. SpyKnAg0R ( Dark And Deserted ) | 07. cymoGdrad3ad ( God Is Evil And He’s Gonna Punish You ) | 08. Kr1yllZnAdräsh ( A Deeper Dark Than Dark ) | 09. zRmCr8äk ( Mr. Blister’s Gone, Got It ?! ) |||







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