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Intellectual Property : Begriffe von “Werk” und “Urheber” im Zeitalter von Creative Commons 3.0



||| THE JUNGLE | SCHÖPFUNGSHÖHE | URHEBERSCHUTZ INKLUSIVE | PUSH & PULL | WER & WAS - ABER WIE , WELCHERART & WO ? | DOI UND CHARAKTER | CREATIVE COMMONS 3.0 | RANDNOTIZ | BACK TO “THE JUNGLE” | LINKS | RELATED | KLANGAPPARAT

THE JUNGLE

on method weissEs wäre vermessen , als Nicht- Jurist für Nicht- Juristen einen vollständigen Überblick bezüglich geltender Copyright- Regelungen ( noch dazu mit Fokus auf Online und Neue Medien ) erstellen zu wollen . Künstler , Autoren , Musiker , Fotografen , Komponisten … wissen ( mehr oder weniger ) Bescheid über die verschlungenen Wege zwischen AKM , Austro Mechana , Literar Mechana , LSG etc . , über langwierige Rechtsstreitigkeiten und Querverweise in Endlosrekursion : Gedeihlicher Pflege- und Hegegarten für manche ( nicht nötigerweise Tulipane ) Jurisprudenz .

Im Kontext dieser Webpräsenz sind wir am Thema in zweierlei Hinsicht höchst interessiert : Einerseits die geschützte , doch kostenlose Bereitstellung von Inhalten , Metadaten und Bezügen zur allgemeinen Nutzung und Weiterverarbeitung ( Autorenseiten , Literatur als Radiokunst , sachliche Blogeinträge ) , zum Andern der Schutz von Inhalten in den Werkgruppen “Salon Littéraire” , “echt | welt | texte” sowie bestimmten thematischen Blogpostings , welche wir in|ad|ae|qu|at als eingenständige Werke erarbeiten und diese auch als solche anerkannt zu sehen wünschen ( die Problematik von Selbst- und Fremdbild lassen wir hier einmal keusch beiseite ) .

Im Gegensatz zu den eingespielten Verlagsabläufen physikalisch manifestierter Druckwerke scheinen im Internet abrufbare künstlerische Werke keinesfalls hinreichend definiert , eine Tatsache welche auch im allgemeinen Web- Tech- Geschrei vieler Blogger und ( Meta-) Kunstprojekte grosszügig unter den Tisch gekehrt wird . Maximal die Diskussion , inwieweit eine ( leicht ) veränderte Kopie oder bzw. ein frei adaptiertes Exzerpt als eigenständiges Werk anzusehen sei , hat im SEO- Aggregatoren- Business Bedeutung .

Beziehungsweise in Realsatiren , wie sie dem hochgeachtetem “Die-Welt-ist-eine-Google”- Peter Glaser unter wenig reflektiertem Nickreflex sogar der MSM- Abschreiber fast kontraproduktiv zu Buche schlugen . Allerdings gab es auch skeptische Kommentierer , welche die Formulierung längst VOR dem Zeitpunkt von Glasers angeblicher auktorialen Schöpfung geortet haben . Des Weiteren wird das unautorisierte Veröffentlichen fremder E- Mails im Blog zunehmend als rechtliches Problem ( Web 2.0 & Recht ) wahrgenommen .

Dieses als Zitatrecht benannte Kriterium wird im Deutschen Urheberrecht in folgender Weise umschrieben ( Wikipedia ) :

… Die Verwendung von Zitaten ist durch das Urheberrecht geregelt und unter bestimmten Voraussetzungen gestattet, ohne dass eine Erlaubnis des Urhebers eingeholt oder diesem eine Vergütung gezahlt werden müsste … Das Zitatrecht dürfen nur Werke beanspruchen, die selbst urheberrechtlichen Schutz genießen, also eine eigene ‘Schöpfungshöhe’ aufweisen. Demnach dürfen sich Zitatsammlungen, die ausschließlich Fremdleistungen wiedergeben, nicht auf das Zitatrecht berufen …

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SCHÖPFUNGSHÖHE

on method weissDas Attribut der “Schöpfüngshöhe ” gilt als Messkante zur Abgrenzung zwischen handwerklich- routinemäßigen Leistungen und kreativem Werk , mithin zwischen Gemeinfreiheit und Urheberschutz .

Die Kriterien der Schöpfungshöhe erfüllen sämtliche Einzelbeiträge in allen Kategorien von in|ad|ae|qu|at wohl unbestritten (Wikipedia ) :

  • Es muss eine persönliche Schöpfung des Urhebers vorliegen.
  • Sie muss einen geistigen Gehalt haben.
  • Sie muss eine wahrnehmbare Formgestaltung aufweisen.
  • Es muss in ihr die Individualität des Urhebers zum Ausdruck kommen.

Relevant scheint hier noch die Klärung der “wahrnehmbaren Formgestaltung” : Diese schafft den Übergang vom “Konzept” zum “Werk” , im englischen Definitionsgebrauch sehr haptisch auch “Manifestation” genannt, wir zitieren aus der Webseite “anwalt-im-netz.de” :

Das Werk hat eine sinnlich wahrnehmbare Formgestaltung. Man kann es sehen, fühlen, hören. Dabei ist weder Dauerhaftigkeit noch physische Verfestigung (z.B. bedrucktes Papier, DVD usw.) erforderlich. Daher können auch Choreographien und pantomimische Darstellungen ( §2 Abs. 1 Nr.3 UrhG) schutzfähig sein, siehe so genannte Performance-Künstler.

Ja , SEHEN kann man eine Webseite , z. B. ein Text - Bild - Ton - Video - Konstrukt im “Salon Littéraire” : Mithin ein Werk mit beachtlicher “Schöpfungshöhe” und wahrnehmbarer Formgestaltung .

Im Zuge der Recherche ist uns ein bisher wenig bekanntes Urheberrecht aufgefallen : das Datenbankwerk nach § 40f UrhG . Diese schützt nicht die Werke , sondern Sammelwerke , wenn : ” …. die Datenbanken infolge der Auswahl oder Anordnung des Stoffes eine eigentümliche geistige Schöpfung ergeben. ”

Fokus ist und bleibt demnach die “Schöpfungshöhe” als Voraussetzung für Urheberschutz . Damit stellt sich eine Sammelwerk wie der “Salon Littéraire” unabhängig von den referenzierten Werken als eigenständig Uhrheberechts- geschütztes , gesetzlich definiertes Konstrukt dar .

Unterhalb der werkrelevanten Schöpfungshöhe kann wenigstens noch bei Nachweis von “erheblichem Aufwand und Investitionen” noch ein “sui-generis-Recht für Datenbanken” geltend gemacht werden ( Wikipedia : Datenbankherstellerrecht ) .

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URHEBERSCHUTZ INKLUSIVE

on method weissEines muss klargestellt werden : Markierungen wie Creative Commons oder Digital Object Identifier sind NICHT notwendig , um Urheberrechte geltend machen zu können ( Standardformulierung : “Das Urheberrecht muss nicht angemeldet werden, es entsteht im Moment der Schaffung des Werkes ” ) .

Diese Attributgruppen sind jedoch überaus sinnvoll , um über die ART der vom Urheber gegenüber der Allgemeinheit eingeräumten Rechte zu informieren , und für den Nachweis , welche Person an welchem Datum welche Inhalte geschaffen hat . Dies wird vor allem relevant , sollte eine KOMMERZIELLE Verbreitung von Werken OHNE Einverständnis ( und damit verbundener möglicher Vergütung ) des Schaffenden erfolgt sein .

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PUSH & PULL

on method weissIn diesem Sinne dient die Nutzung einer Creative Commons Lizenz nur der Information darüber , unter welchen Bedingungen das Werk von anderen genutzt werden darf , als Standard dürfte sich hierbei für Web-Werke die Variante “by - nc - nd” etabliert haben . Dies bescheinigt das Recht zur UNGEFRAGTEN Vervielfältigung , Verbreitung und öffentlichen Zugangbarmachung ( ! ) unter den Bedigungen

  • dass der Name des Urhebers genannt wird
  • die Verwendung im nichtkommerziellen Kontext erfolgt sowie
  • dass keine unautorisierte Bearbeitung erfolgt ( vgl. Impressum ) .

Die Blog - Einträge dieser Seite dürften daher ungefragt beispielsweise in einem gedruckten Sammelband erscheinen , soferne dieser kostenlos ( unentgeltlich - there is nothing lie a free lunch ) abgegeben wird - oder gerade nur kostendeckend agiert …. ? ( Hierzu konnten wir keine Abgrenzung finden … ) .

[ Zusatzfrage an Expertinnen : Sollte eine Partei oder Firma einen der Texte in einer kostenfreien Broschüre inkludieren , könnte man dagegen vorgehen ? ]

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WER & WAS - ABER WIE , WELCHERART & WO ?

Die Angabe einer Creative Commons Lizenz hilft allerdings keineswegs bei Streitigkeiten rund um Zeitpunkt , Inhalt oder Umfang eines erschaffenen Werkes . Siehe Glasers Behauptung , er habe den Ausdruck “Die Welt ist eine Google” bereits 2005 höchstselbst geprägt , während einige Kommentatoren den Spruch zweifelsfrei im Jahre 2004 und nicht aus Glasers Erfindungsoberhoheit entstammend zu verorten vermochten .

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DOI UND CHARAKTER

on method weissSehr viel mehr Aufwand fällt allerdings dann an , wenn es - wie für in|ad|ae|qu|ate Inhalte gilt , Charakter , Publikationszeitpunkt und Verlinkung zur “wahrnehmbaren Formgestaltung” dauerhaft und rechtssicher zu dokumentieren . Dies gelingt u . a. mit der Vergabe eines Digital Object Identifier an eine Idee ( Abstraction ) oder ein Werk ( Manifestation ) .

Erster Bonus ist ein anerkannter “Namensraum” innerhalb dessen die Werkdefinition erfolgt , für die gegenständliche Webpräsenz wurde dauerhaft der Präfix “doi:10.3246 ” ( kostenpflichtig ) reserviert .

Zweite Klärung bringen die reichhaltigen Metadaten rund um Werk , Autorinnen und Kontext , die von den administrativen Fachkräften hinter in|ad|ae|qu|at angelegt werden .

Dritter und wichtigster Punkt ist die dauerhafte Auflösung ( pdf : W3C ) der Identifikationsnummer zum eigentlichen Werk : auch wenn in|ad|ae|qu|at in 100 Jahren nicht mehr existieren sollte , sind einerseits die Metadaten zum Werk immer noch abrufbar , andererseits kann ein neuer , aktueller Link zum Hauptwerk diesem DOI hinterlegt werden .

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CREATIVE COMMONS 3.0

on method weissAnlass zu den vorliegenden Betrachtungen ist die aktuelle Presseaussendung von Creative Commons Österreich zur Veröffentlichung der Lizenzversion 3.0 . Diese spiegelt die Bemühungen , den ursprünglich englischsprachigen Quelltext an österreischische Gesetzestexte und Auslegungen anzupassen , ausgeführt von Florian Philapitsch von der “Abteilung für Informationsrecht und Immaterialgüterrecht” am “Institut für Zivil- und Unternehmensrecht” an der WU.

Als ergiebig erweist sich dabei die inoffizielle Kommentierung zu der Portierung von “BY-NC-SA” ins “Österreichische” . Das “SA” bedeutet “Share Alike” , erlaubt die Bearbeitung des angebotenen Werks und ist damit nicht gänzlich anwendbar auf die auf in|ad|ae|qu|at übliche Lizenz. Trotzdem anbei einige Ausschnitte mit weiteren Anmerkungen :

Der Begriff “Schutzgegenstand” bezeichnet in dieser Lizenz den literarischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Inhalt, der unter den Bedingungen dieser Lizenz angeboten wird.

  • ( Anm. Philapitsch : In der gesamten Lizenz wird der Begriff “Werk” vermieden. -
  • Anm. in|ad|ae|qu|at ADMIN : Dies zeigt parallelen zum Penglischen “Resource” anstatt von “Work“)

Der Begriff “Sammelwerk” im Sinne dieser Lizenz meint eine Zusammenstellung von literarischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Inhalten zu einem einheitlichen Ganzen, sofern diese Zusammenstellung aufgrund von Auswahl und Anordnung der darin enthaltenen selbständigen Elemente eine eigentümliche geistige Schöpfung darstellt, unabhängig davon, ob die Elemente systematisch oder methodisch angelegt und dadurch einzeln zugänglich sind oder nicht.

  • ( Anm. Philapitsch : Die Formulierung “zu einem einheitlichen Ganzen” existiert im österreichischen, nicht aber im deutschen Urhebergesetz )

Verbreiten” im Sinne dieser Lizenz bedeutet, den Schutzgegenstand oder Bearbeitungen im Original oder in Form von Vervielfältigungsstücken, mithin in körperlich fixierter Form der Öffentlichkeit zugänglich zu machen oder in Verkehr zu bringen.

  • ( Anm. Philapitsch : Beim Verbreitungsrecht geht es ausschließlich um körperliche Verwertung. )

on method weissUnter “Öffentlich Wiedergeben” im Sinne dieser Lizenz sind Wahrnehmbarmachungen des Schutzgegenstandes in unkörperlicher Form zu verstehen, die für eine Mehrzahl von Mitgliedern der Öffentlichkeit bestimmt sind und mittels öffentlicher Wiedergabe in Form von Vortrag, Aufführung, Vorführung, Darbietung, Sendung, Weitersendung oder zeit- und ortsunabhängiger Zurverfügungstellung erfolgen, unabhängig von den zum Einsatz kommenden Techniken und Verfahren, einschließlich drahtgebundener oder drahtloser Mittel und Einstellen in das Internet.

  • ( Anm. Philapitsch : Die “Ausstellung “ entfällt in der österreichischen Lizenz. … Das Recht der Ausstellung ist allenfalls von der öffentlichen Wiedergabe im Sinne dieser Definition jedoch erfasst. )

Vervielfältigen” im Sinne dieser Lizenz bedeutet, gleichviel in welchem Verfahren, auf welchem Träger, in welcher Menge und ob vorübergehend oder dauerhaft, Vervielfältigungsstücke des Schutzgegenstandes herzustellen, insbesondere durch Ton- oder Bildaufzeichnungen …

  • ( Anm. Philapitsch : Problematisch ist das Abstellen auf die “Körperlichkeit ” der Festhaltung. Dadurch entsteht, vor allem im Hinblick auf die digitale Nutzung, eine unnötige Einschränkung. Da das UrhG diese Begrifflichkeit zumindest im Gesetzestext meidet, konnte dieser Terminus entfallen. Neu ist dagegen die Festhaltung auf Mitteln der wiederholbaren Wiedergabe, wobei diese Formulierung der des UrhG entspricht. )

Die vorgenannte Nutzungsbewilligung wird für alle bekannten sowie alle noch nicht bekannten Nutzungsarten eingeräumt. … Soweit Datenbanken oder Zusammenstellungen von Daten Schutzgegenstand dieser Lizenz oder Teil dessen sind und einen immaterialgüterrechtlichen Schutz eigener Art genießen, verzichtet der Lizenzgeber auf die Geltendmachung sämtlicher daraus resultierender Rechte.

  • ( Anm. Philapitsch : Am Ende des Absatzes ist vorgesehen, dass auf sämtliche Sui-generis-Datenbankenrechte verzichtet wird. Hier ist das “soweit“ zu beachten. Das Ganze geht auf die Ablehnung der EU-Datenschutzrichtlinie und all ihrer Umsetzungen in Europa durch Science Commons zurück. )

Die Nutzungsbewilligung gemäß Abschnitt 3 gilt nur für Handlungen, die nicht vorrangig einem kommerziellen Zweck dienen ( “nicht-kommerzielle Nutzung“, “Non-commercial-Option“ ).

( Anm. Philapitsch : Die perfekte Formulierung des Noncommercial-Element ist vermutlich eines der größten Probleme der CC-Lizenzen.

Die Formulierung entspricht der Vermiet- und Verleihrichtlinie und ist sehr breit, wobei diese Breite durch den Terminus „vorrangig“ wiederum eingeschränkt wird. )

Sie sind verpflichtet, die Rechteinhaberschaft in einer der Nutzung entsprechenden, angemessenen Form anzuerkennen, indem Sie – soweit bekannt – Folgendes angeben:

  1. Den Namen (oder das Pseudonym, falls ein solches verwendet wird) des Rechteinhabers, …
  2. den Titel des Inhaltes;
  3. in einer praktikablen Form den Uniform- Resource- Identifier ( URI, z.B. Internetadresse ), den der Lizenzgeber zum Schutzgegenstand angegeben hat, es sei denn, dieser URI verweist nicht auf den Rechtevermerk oder die Lizenzinformationen zum Schutzgegenstand
    • ( Anm. Philapitsch : Hier haben wir uns bemüht, passende Begrifflichkeiten für die “Attribution“ an eine Organisation (also etwa eines Textes an die Wikimedia Foundation) zu finden. )
    • Anm. in|ad|ae|qu|at ADMIN : Bei diesem Absatz zeigt sich wieder die Sinnhaftigkeit des DOI, da bei diesem URI auch auf die Lizenzinformationen zum Schutzgegenstand hingewiesen wird! )

( Urheber ) Persönlichkeitsrechte bleiben - soweit sie bestehen - von dieser Lizenz unberührt.

  • (Anm. in|ad|ae|qu|at ADMIN : dies ist die Gruppe der nach österreichischem Recht unveräusserlichen Rechte )

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RANDNOTIZ

on method weissNicht erwähnt in den Anmerkungen von Florian Philapitsch ist eine kleine, unserer Meinung aber besonders bei Internet - Weiterverwertungen interessante Veränderung zwischen der 2.0 - und der 3.0 - Version . In der Version 2.0 ist unter Namensnennung zu lesen :

Sie müssen den Namen des Autors / Rechteinhabers in der von ihm festgelegten Weise nennen (wodurch aber nicht der Eindruck entstehen darf, Sie oder die Nutzung des Werkes durch Sie würden entlohnt).

In der Version 3.0 wurde der Klammerausdruck komplett gestrichen :

Sie müssen den Namen des Autors / Rechteinhabers in der von ihm festgelegten Weise nennen.

Kopiert also ein bekannter Blogger , dessen Seiten aber noch nicht als “kommerzielle Nutzung” gelten ( wie wäre das bei Robert Basic ? ) , einen Beitrag , so muss er zwar den Namen der Autorin anführen , dies könnte jedoch der Autorin rückwirkend als Auftragswerk angelastet werden .

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BACK TO “THE JUNGLE”

on method weissHier dürfen wir noch eine Passage aus Upton Sinclair’s “The Jungle” ( rechtefrei ! ) zitieren :

And the author ? -

- The state could not control intellectual production. The state might say that it had taken a year to write the book, and the author might say it had taken thirty. Goethe said that every Ion mot of his had cost a purse of gold. What I outline here is a national, or rather international, system for the providing of the material needs of men. Since a man has intellectual needs also, he will work longer, earn more, and provide for them to his own taste and in his own way. -

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LINKS

RELATED

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KLANGAPPARAT

Ein ebenso entzückendes wie seriös durchkomponiertes Stück aus der Creative- Commons Freigebigkeit serviert das Kölner Netlabel DER KLEINE GRÜNE WÜRFEL zum fliessenden Hinüberrudern in eine ( noch ) entspannte czz-hoerempfehlungWochen- Stomschnelle : “Row By” von Sandro Böge aka “New Delhi Fm” . Für diese taktische Kunst , Gelassenheit mit Bewgung und Drive mit Flow ineinander zu blenden , wollen wir uns nun in|ad |ae|qu|at weiterer wabernder Worte enthalten , sondern den Label- Waschzettel im besten Sinn für sich selbst sprechen lassen :

Ein tiefer Basspuls mäandert zuverlässig durch sämtliche Stücke auf ROW BY von NEW DEHLI FM. Er scheint uns den Weg zu weisen: durch die tiefen sinistren Täler aus Echo- und Filterschlieren, aus deren Umarmung es kein Entrinnen gibt.

Die gute und für dieses Genre absolute adaequate Nachricht : [wuerfel 07] lässt sich per RealPlayer stante pede als Stream abspielen . CLICK LINK TO LISTEN - AND ENJOY .

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no blogo



||| I. BLOG - DEFINITION | II. BLOG- BASHING ANNO 2007 | III. “BLOG” ANNO ‘08 : DOPPELUNGEN | IV. BLOG & GELD | V. BLOG ALS KOPIERTE PASTE | VI. BLOG ZUR VERBUCHUNG DER TAGE | VII. BLOG IN FRIEDLICHER NISCHE | VIII. “BLOG” - ALSO WAS ? | IX. BLOG IN|AD|AE|QU|AT : CLAIM | KLANGAPPARAT | LINKS - RELATED

I. BLOG - DEFINITION

czz sprechblase iconKlassischer Weise beinnt man die Differzierung oder - in unserem in|ad|ae|qo|aten Fall - eines Begriff mit deren konsensuellen Definitionen :

Ein Weblog (Wortkreuzung aus engl. World Wide Web und Log für Logbuch), meist abgekürzt als Blog, ist ein auf einer Webseite geführtes und damit öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal. Häufig ist ein Blog “endlos”, d. h. eine lange, abwärts chronologisch sortierte Liste von Einträgen, die in bestimmten Abständen umbrochen wird. Es handelt sich damit zwar um eine Website, die aber im Idealfall nur eine Inhaltsebene umfasst. Ein Blog ist ein für den Herausgeber ( “Blogger” ) und seine Leser einfach zu handhabendes Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrungen als auch der Kommunikation dienen. Insofern kann es einem Internetforum ähneln, je nach Inhalt aber auch einer Internet-Zeitung. ( Wiki Deutsch )

Und für unsere Polyglotten :

A blog ( an abridgment of the term web log ) is a website, usually maintained by an individual, with regular entries of commentary, descriptions of events, or other material such as graphics or video. Entries are commonly displayed in reverse chronological order. “Blog” can also be used as a verb, meaning to maintain or add content to a blog.

Many blogs provide commentary or news on a particular subject; others function as more personal online diaries. A typical blog combines text, images, and links to other blogs, web pages, and other media related to its topic. The ability for readers to leave comments in an interactive format is an important part of many blogs. Most blogs are primarily textual, although some focus on art ( artlog ), photographs ( photoblog ), sketchblog, videos ( vlog ), music ( MP3 blog ), audio ( podcasting ) are part of a wider network of social media. ( Wiki Engslish ) |||

II. BLOG- BASHING ANNO 2007

czz sprechblase iconUnd jetzt ein kurzes Stück Geschichte : Das Jahr 2007 dürfte als Hoch- Zeit der konsequenten Denunzierung von Bloggern und deren Machenschaften von seiten der Printmedien in die Annalen einer Geschichte des Unnötigen eingehen . Mit aggressiven Falschdarstellungen dessen , was in einigen unter Tausenden Blogs angeblich völlig narzisstisch- nabelbeschaulich so abgeht , reagierten die Pritmedien auf den Typus jener Medien- Watch- Blogs , die es wagten , die Autorität von “Qualitätsblätterm” in Frage zu stellen . Mit solcher Anlasserregungen und Errengsanlässen wurde weitgehend übertüncht , dass die deutschen Printkonsortien viel zu spät den Braten jener Werbe- Etats rochen , von welchen online noch allerlei saftgie Brocken abzusäbeln waren . Wenn man aus den wohlbestallten Redaktionen nicht eben auf das Gros der in freiwilliger Selbstausbeutung recherchierenden Blogger feuerte - und zwar buchstäblich mit Kanonen auf Spatzen - , schoss man sich bald auf ein lohnenderes Objekt der Konfrontation kompakterer Begierden ein : Die Online- Strategien der öffentlich- rechtlichen Sender , deren Web- Präsenzen unmerklich über das Ziel einer legitimen “sendungsbegleitenden” Funktion hinauswucherten .

Man hätte dieses Jahr 2007 als ein Signal einer Irritation und Umorientierung verbuchen können : Sämtliche Blätter , vom Tagesspiegel über die taz bis zur NZZ , von der SZ bis zur FAZ haben inzwischen ihre online- Relaunchs vollzogen , unter dem Druck der entsprechend vorgepreschten New York Times die kostenpflichtigen Contents reduziert und ihre Web- Auftritte mit allerlei “interaktiven” Features” wie Leser- Polls , Fotostrecken und Videos adorniert . Seit die WAZ für ihre Filmchen eine Kooperation mit dem WDR eingegangen ist ( skandalös genug ! ) , laufen die Verhandlungen zwischen Zeitungsverlagen und den geschmähten ÖR- Sendern . Denn die Video- Contents ( Frage : Wer will die eigentlich in seiner Zeitung ? ) sind teuer , und “ohne” scheint’s dieser Tage nicht mehr zu gehen . Zudem hält sich jedes Blatt , welches auch online etwas auf sich zu halten vorgibt , seine Haus- und Hof- Blogger als nicht selten unterbezahte Mindesleister . Hauptsache , die Kosmetik stimmt . |||

III. “BLOG” ANNO ‘08 : DOPPELUNGEN

czz sprechblase iconOder es verhält sich andersherum und die angeblich so kritischen Blogger , deren Kampfnamen schon mit “Indiskrektionen” werben , sind biedere Journalisten und Dr. Jeckylls , die im Blog nur mal eben den Mr. Hyde heraushängen lassen . Nun , da die auf beiden Seiten vermeintlich Einflussreichen im Zweifelsfall ihre kleinen Geschäftchen miteinander pflegen , hätte man denken können , es sei endliich Ruhe eingekehrt und jeder sei “retour à ses pommes” . Dreht halt jeder an seinem Ding , wie es ihm gefällt und bastelt in seiner Nische . Wie die publizistischen Konvulsionen angesichts der Berlin- Blogger Konferenz re:publica 2008 erweisen , schwanken die Blätter noch heftig zwischen erdrückender Umarmung ( vgl. die FAZ- Homestory über die bekanntesten unabhängigen deutschen Blogger von Rang ) und dümmlicher Demontage ( Zwangsverpflichtung von redaktionell präparierten Praktikanten durch die SZ ) . |||

IV. BLOG & GELD

czz sprechblase iconAls Hintergrund- Muzak erklingt dazu das unausgesetzt geschäftigte Summen der kommerz- orientierten Blogger ( mit der problematischen Speerspitze des Blogvermarkters Adical , dessen Betrieber nicht zufällig auch die Initiatoren der re:publica sind ) und all jener Mikro- Adepten , die sich per Google- Werbeeinschaltungen ( AdSense ) , durch von der fragwürdigen Firma Trigami vermittelte Produkt- Rezensiönchen oder einfach im Gegentausch für Naturalien wie T- Shirts oder Energy- Drinks ihre Inhalte diktieren lassen . Symbolischer Bonus : Man darf sich als Teil jenes letzten Schreis der Reklame wähnen , der sich “virales Marketing” nennt . - Der Gegenchor erschallt von seiten der Anti- Kommerz- Fraktion , die z. B. die Cisco- und Yahoo- Kampagnen der bislang etwas lendenlahmen Adicalier als “Blutbloggen” anprangern . Nicht etwa , weil die Werber Blut und Schweiss vergossen hätten , die entsprechenden Aufträge zu akquirieren , sondern wei z. B. Yahoo Daten über Netz- Aktivisten an die Chinesische Regierung weitergab , die ihrerseits nicht lange fackelte und die betreffenden Personen umgehend kassierte . |||

V. BLOG ALS KOPIERTE PASTE

czz sprechblase iconAbseits dieser Fronten scheint ein Heer sprungbereiter Eiferer darauf zu warten , dass eine publikumswirksame Medlung hereinkommt , um diese per copy- und paste- Verfahren auf ihrer Seite zu platzieren . Sie alle spekulieren darauf , per Mitnahme- und Aktualitätseffekt möglichst viele Hits und Links zu lukrieren . Und voilà der Typus des Anhängers : ein führerloses Transportvehikel für Stapelware , stets auf der Suche nach einem wirkunngsträchtigen Zugfahrzeug . Bei der Sonderform des “Link- Journalism” erspart man sich sogar noch das langweilige Ritual des Kopierens . - Wer sich je gefragt hat , wie es den Nazis gelang , ein Volk zur Selbstgleichschaltung zu bewegen , mag das Gebaren solcher Opportunisten ein paar Tage lang betrachten . So wird allein in Deutschland jeden Tag und jede Stunde hundertfach und ohne Einschaltung eventueller Denk- oder Reflexionskräfte das wortwörtlich Selbe reproduziert . So weit also zum gerne zitierten emanzipatorischen Gedanken , via Blog liesse sich eine kritische Gegenöffentlichkeit installieren … |||

VI. BLOG ZUR VERBUCHUNG DER TAGE

czz sprechblase iconSelbstvertändlich gibt es sie auch , die im Lexikonartikel genannten Online- Tage- Verbucher . Gleichwohl gehen sämtliche Bemühungen der theoretischen Bemühungen um die “traditionelle” ( “private” bzw. “literarische” ) Diaristik den Bach runter , wenn man das Bloggen einfach als Fortsetzung des Tagesbuchs mit anderen Mitteln interpetiert - wie dies in der aktuellen Ausstellung des Fankfurter Museums für Kommunikation derzeit geschieht ( “Absolut privat !? - Vom Tagebuch zum Weblog” ) . Dass ein Weblog die Ausstellung sekundiert , gehört mitlerweile zum Guten Ton jeder Öffentlichkeitsarbeit . Stichworte : “Corporate Blogging” , “Kundenbindung” und “Interaktivität” . Die Aufskünfte darüber , wer sich wann , wie und wo welche Speisen zum Munde führt , dürften inzwischen zum Teil nach Twitter abgewandert sein . In welchem dieser Medien hätte wohl Arthur Schnitzler seine pedantische erotische Buchhaltung durchgeführt ? |||

VII. BLOG IN FRIEDLICHER NISCHE

czz sprechblase iconUnd schiesslich die unüberschaubaren Weiten der bescheiden selbstgenügsamen Nischenblogs : Ob Kochen , Stricken , Katzen , Amateurfotografie , Paragleiten oder Magersucht . Sie dienen im besten Fall als ( Selbst- ) Verständigungsmedien der entsprechenden Interessensgruppen . Oder ruhen als kleine Kunstwerke in sich selbst in Anbindung an ein Magazin wie das Blog beton + garten . Na ja , egal . Tausende Beispiele dort draussen . Empfehlung : Kulturwissenschaftliche Technikforschung zu Enzenbergers notorischer “Kehre” … |||

VIII. “BLOG” - ALSO WAS ?

Wczz sprechblase iconovon sprechen sie also , die Blog- Kritiker , wenn sie das Wort “Blog” ge missbrauchen ? Ärgerlich genug , dass sich jeder Print- Journalist offenbar dazu bemüssigt fühlt , sein Mütchen an “den Blogs” zu kühlen , so besteht darüber hinaus keinerlei Bewusstsein hinsichtlich des Spektrums der verschiedenen Ge- und Missbrauchsformen dieses Mediums . |||

IX. BLOG IN|AD|AE|QU|AT : CLAIM

czz sprechblase iconDer langen Rede kurzer Sinn schlieest mit unserem in|ad|ae|qu|aten Claim : Wir erinnern einerseits an unsere Selbstvorstellung als Work in Progress zwischen den Genres

  • als sorgfältiger Publikationsort von Primärliteratur ( Salon Littéraire )
  • als kulturpublizistisches Archiv
  • als Aufbau eines Metadaten- Systems im Hinbick auf das Semantic Web
  • als konsequente Vorstellung von Netlabels , creative commons- Künstlern und deren musikalischen Ansätzen
  • sowie als fortlaufender Kommentar eines nicht näher bezeichneten Alter Egos zu diversen Auffälligkeiten in Stadtleben , Publizistik und Alltagskultur .

Als eines der ersten Mikromedien im deutschsprachigen Raum wurde in|ad|ae|qu|at bei der mEDRA , der multilingualen Europäischen DOI- Registrationsagentur ( in Kooperation mit dem MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels , einer Service- Tochter des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. ) angemeldet : Dort figuriert in|ad|ae|qu|at unter der Signatur doi:10.3246/ib.1000 als “Online Zeitschrift” und “-Verlag” . Entsprechend melden wir die literarischen Beiträge unserer “Salon”- Gäste per indvidueller DOI an und können damit deren ( der ISBN- Nummer analoge ) persistente Registrierung erwirken , inklusive Metadaten wie Copyright , Autor, Publikationsdatum und Textgenre .

“Netzliteratur” schwebt dann also nicht mehr entlang irgendwelcher unzuverlässiger URLs irgendwo im WWW herum , sondern besteht in kenntlich definierten und bindend registrierten Einzelwerken . Dass in|ad|ae|qu|at mit der Wahl des DOI- Registierung- Systems den zwischen Deutscher Nationalbibliothek und dem Deutschen Buchhandel ausgehandelten künftigen Standard für Netzpublikationen vorwegnahmen , konnten wir zum damaligen Zeitpunkt freilich in keiner Weise ahnen . |||

KLANGAPPARAT

Nachdem wir uns einige Tage und entlang etliche Relases am Profil des Netlabels l a r i d a e entlang getastet haben , verfallen wir zum Abschluss doch noch einmal auf eine frühe Arbeit des Label- Mitbegründers Photophob aka Herwig Holzmann aka Das Gritli Moser . Die Leserin wird dies nicht für sagenhaft einfallsreich halten , doch bleibt der gute Mann nun einmal der beste Musiker im Club . Weshalb wir einige , uns weniger plausibel czz hörempfehlung erscheinende Titel aus der Backlist übersprangen ( sorry : Geschmackssache , it’s up to you to discover ! ) und nun im September 2006 halten . Was uns auf “about the living things” ( 028 ) erwartet , widerspricht in allen Kategorien dem bis jetzt ( hier und hier ) vom nämlichen Künstler Gehörten : Statt aberwitziger Breakbeats und einer infernalischen Jagd hintersinniger Samples tauchen wir plötzlich in eine verhalten instrumentierte Erkundung organischer Flukturen . Womit dem oben diskursiv formulierten Plädoyer für die Tugend der Differenzierung hier ein sinnlich erfahrbares beigesellt sei . CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. intro | 02. isopoda | 03. cyanophyceae | 04. nematoda | 05. phlebotomus papatasi | 06. nemobius sylvestris | 07. acari | 08. hyperia macrocephala |||

LINKS - RELATED

in|ad|ae|qu|at stellt sich vor | Picture at an Exhibition



||| RAHMENHANDLUNG : AUSSTELLUNG “GAV VON A BIS Z” | OBJEKTBESCHREIBUNG | KLANGAPPARAT | LINKS

RAHMENHANDLUNG : AUSSTELLUNG “GAV VON A BIS Z”

czz inadaeqiuat logo quelle AIGA aerport infor noirAm 29. Februar / 1. März 2008 begeht die Grazer Autorinnen Autorenversammlung ihr 35 jähriges Jubiläum . Vor 35 Jahren , nämlich im Februar 1973 , fand die allererste Vereinssitzung in Graz statt . Dies war ein Grund , warum wir uns entschlossen haben, dieses Jubiläum am Gründungsort Graz zu feiern . Am 29. Februar findet aus diesem Anlass eine grosse literarische Veranstaltung statt . Unter dem Titel “GAV von A bis Z” wird es 19 Lesungen und 5 Ausstellungen von Mitgliedern geben . Der Titel deutet es schon an : Für jeden Buchstaben des Alphabets wurde ein Mitglied gebeten , fünf Minuten zu lesen , beziehungsweise in einer Ausstellung einen Einblick in seine Arbeiten zu geben . |||

OBJEKTBESCHREIBUNG : “Z”

czz inadaeqiuat logo quelle AIGA aerport infor noirin|ad|ae|qu|at ( www.zintzen.org | www.inadaequat.org ) : Name eines Projekts , das sich in Form und Inhalten zwischen die Genres begibt . Formal und in der Erscheinungsweise trägt es das Kleid eines “Blog” : Diese Publikationsform des Web 2.0 leitet seinen Namen von “Web + Logbuch” ab und dient zumeist als Schreibformat eines fortlaufenden Tagebuchs . in|ad|ae|qu|at war und wird indes zu keiner Stunde als persönliches Journal geführt : Vielmehr bietet die - in dieser Ausprägung seltene - Form des Mashups von statischen ( Archiv- ) und dynamischen Blog- Seiten praktisch unbegrenzte Möglichkeiten der Assemblage ästhetischer Objekte .

Die Arbeit erfolgt simultan an 1. Vorder- , 2. Mittel- und 3. Hintergrund : Das heisst

  1. Publikation neuer Texte , Bilder , Daten -
  2. sukzessive Einspeisung bestehender literatur- und kulturpublizistischer sowie photographischer Arbeiten -
  3. Indexierung , Aufbau einer Annotations- Architektur ( Semantic Web ) .

Aus Kulturhistorie und Erfahrungswissen ist bekannt , dass kein Archiv an sich klug ist : Reich wird es erst durch seine Katalogisierung und Beschlagwortung . Im Medium des Weblogs lassen sich Daten jeder Ausformung ( Text , Bild , Ton ) auf hierarchisch gleicher Ebene indexieren , die Inhalte also optimal für die Bots der Suchmaschinen optimieren und solcherart eine gute Auffindbarkeit von Namen , Artikeln und Themen im WWW gewährleisten .

czz inadaeqiuat logo quelle AIGA aerport infor noirSeit acht Monaten lädt in|ad|ae|qu|at Autorinnen Autoren zum Auftritt im “Salon Littéraire” ein . Es zeigt sich , dass insbesondere die Möglichkeit , Bilder , Animationen und Audio- Inhalte den Texten gleichwertig zu publizieren , von den Gästen des “Salon” gerne genutzt wird , so dass sich mittlerweile ein eigenständiges intermediales Format herausgebildet hat . Dabei entsteht durch permanente redaktionelle Indexierung von Themen , Bio- und Bibliographica eine stetig wachsende Datensammlung nach definierter Struktur .

Unsere Arbeit besteht im Möglichmachen solchen Publizierens , in sorglicher Wartung und konsequentem Indexieren , im Entwickeln eines semantischen Metadaten- Systems und letztlich darin : Die Webpublikation nicht “nur” in Form einer individuellen URL auszuweisen , sondern für jeden einzelnen Text- Ton- Bild - Beitrag einen persistenten “Unique Identidfier ” zu generieren . Vermittels Anmeldung bei der Stiftung “International DOI- Foundation” ist es seit Februar 2008 möglich , jeden “Beitrag” mit einem ( der ISBN- Nummer im Buchwesen vergleichbaren ) dauerhaftem Zifferncode international zu registrieren .

czz inadaeqiuat logo quelle AIGA aerport infor noirDamit verbunden sind Auffindbarkeit , Sicherung der Urheberschaft und Lokalisierung im Kontext . in|ad|ae|qu|at versteht das Publizieren im Web nicht etwa als sekundäres , abgeleitetes Veröffentlichen , sondern als distinkte Kunstform und Wertschöpfung mit selbständigem Werkcharakter .

Seit 7. 1. 2008 ist in|ad|ae|qu|at in das Portal und Online- Magazin litblogs.net “literarische Weblogs in deutscher Sprache” eingebunden , d. h. , auch die Werke des “Salon Littéraire” erhalten einen zusätzlichen “Auftritt” . Im Rahmen des FWF- Projekts “Digitale Literaturmagazine - DILIMAG” ( UB Innsbruck ) werden die Online- Beiträge von litblogs.net zusätzlich archiviert und nach literaturwissenschaftlichen Aspekten untersucht . |||

KLANGAPPARAT

Der sogenannte “Klangapparat” als “Musikzuspielung” gehört seit einem Jahr zum festen Bestandteil jedes “postings” ( Einzeleintrags ) . Dank der reichen Szene von sogenannten Netlabels ( Web- Editionen von meist elektronischer Musik ) lassen sich Audio- Streams problemlos in einen czz hörempfehlungBlogtext integrieren . Rechtlich wird dieses “Ausborgen” von Musik durch die Konstruktion der “Creative Commons“- Lizensierungen ermöglicht . Auf für in|ad|ae|qu|at gilt eine solche Klausel von “some rights reserved” ( siehe “hintergrund” ) : Solange man uns als Urheber und die entsprechende URL korrekt anführt , dürfen Nutzer Teile unserer Texte zitieren .

Als Radiophile lassen wir uns die Möglichkeit , den mehr oder weniger trockenen Worten ein ein paar fetzige | nette | bemerkenswerte Klänge folgen zu lassen , natürlich nicht entgehen . Heute beispielsweise haben wir ein klassisch 4 / 4- getaktetes Tanzmix von einem unserer Lieblingslabel , Sonic Walker , ausgewählt . Das wir diese Präsentation ja nach Graz “mitbringen” , schien uns der Titel “Portable” nur allzu angebracht . Der 25jährige DJ 4Tech hat ein einstündiges Mix aus jüngeren Releases einiger der üblichen Verdächtigen in Sachen “Minimal Tech” komponiert und es ist immer wieder erstaunlich , welche Vielfalt an Sounds im Schema 140 bpm möglich ist . CLICK “PORTABLE” 4 TRACKLIST AND STREAM . |||

LINKS

  • GAV | Grazer Autorinnen Autorenversammlung | Wiki deutsch | english | francais | home | Editorial Vollversammlung 2008
  • GAV von A bis Z” : Lesungen und Ausstellung am 29. 2. 2008 , Minoriten , Graz . Teilnehmende : Friedrich Achleitner , Bettina Balaka , Seher Cakir , Constanze Dennig , Claudia Erdheim , Olga Flor , Eva Maria Geisler , Willi Hengstler , Roland Innerhofer , Karin Jahn , Topsy Küppers , Gregor M. Lepka , Friederike Mayröcker , Christine Nöstlinger , Engelbert Obernosterer , Irene Prugger , Andreas Renoldner , Ingo Springenschmid , Sylvia Treudl , Liesl Ujvary , Vladimir Vertlib , Ingrid Wald , Serafettin Yildiz , Christiane Zintzen |||

Metadaten : Werkstatt der Wert- Schöpfung



||| ON METHOD - CONT’D | TAGBAU AM WERK : “NETZLITERATUR” KONKRET | REDAKTION UND INDEXIERUNG | PARALLELEN : DNB UND BUCHHANDEL | ARBEITSKREIS ELEKTRONISCHES PUBLIZIEREN | BIG PLAYER : METADATEN ZUM PRODUKTSCHUTZ | EUROPÄISCHE DIGITALE BIBLIOTHEK : EINE CHANCE FÜR “FREIE” ? | OK MIT EOP | KLANGAPPARAT | LINKS

ON METHOD - CONT’D

Auch wenn es zunächst wie Blog- selbstbezügliches Trockenfutter aussehen mag : Die drei Buchstaben “DOI” scheinen drei minimale Zeichen im Text , bedeuten für in|ad|ae|qu|at allerdings einen Riesenschritt vorwärts . Wie so ein DOI im Alltag aussieht , kann man auf ORF- Science betreffs eines Fachartikels über Antidepressiva ersehen . Der Netz- bibliographische Ausweis lautet in diesem Fall :

Die Studie “Initial Severity and Antidepressant Benefits : A Meta-Analysis of Data Submitted to the Food and Drug Administration” von Irving Kirsch und Kollegen ist im Open- Access- Magazin “PLoS Medicine” ( Bd. 5 , e45 , DOI 10.1371 / journal.pmed. 0050045 ) |||

TAGBAU AM WERK : “NETZLITERATUR” KONKRET

on method orangeAufmerksame Leser unserer kleinen Serie ON METHOD sowie der Insinuationen zwischen den Zeilen wissen um unsere Tagbauarbeit , das Format der “Netzpublikation” aus den Schwaden der Hypertexte und der Wolken des Web X.0 herauszumeisseln .

“Netzliteratur” schwebt dann also nicht mehr entlang irgendwelcher unzuverlässiger URLs irgendwo im WWW herum , sondern besteht in kenntlich definierten und bindend registrierten Einzelwerken . |||

REDAKTION UND INDEXIERUNG

on method orangeSpeziell die “Gast- Texte” des Salon Littéraire sollen in ihrem Status als “selbständiges Werk” gestärkt , da ausgewiesen werden . Selbstverständlich bleiben die normalen Arbeiten der “Redaktion” ( Texteinrichtung , Lektorat und Linksammlung ) die gleichen wie bisher , allerdings wird fortan jeder Beitrag sowohl zukünftig als auch rückwirkend mit einer Kennziffer plus beschreibenden ( = Meta- ) Daten sozusagen offiziell angemeldet . Nun sind wir also Mitglied im Club und geben der Registration Agency ( mEDRA in Kooperation mit dem deutschen Buchhandel ) für jeden Beitrag den uniquen Nummerncode der DOI durch . Die dazu mitgelieferten Metadaten sind schon ein direkter Highway hinaus und hinauf ins Semantische Universum ( aka Web 3.0 - à propos eine gute Gelegenheit , RWW’s 11 Thesen zum Semantischen Wesen zu lesen ) .

Zur Zeit wird der Bestand an Blog- Artikeln und “Salon“- Gastbeiträgen je einzeln mit solchen DOI- Codes indiziert . Ein kurzer Satz - - - aber eine lange lange lange Liste Arbeit !

Da man die DOI- Registrierungen samt Metadaten via Feed quasi wie Karteikarten einsehen kann , wächst damit also peu à peu eine praktikable Datenbank zu Status , Autoren und Themen von Texten auf in|ad|ae|qu|at . |||

PARALLELEN : DNB UND BUCHHANDEL

on method orangeSehr aufmerksam spähen wir , die wir als Mikro- Medium mit diesen Verfahren ( gegenüber … wissenschaftlichen Grossverlagen wie Nature , Springer ) derzeit ziemlich alleine dastehen , daher nach analogen Unterfangen .

Ha ! Und hast- du- nicht- gesehen meldete das Börsenblatt für den deutschen Buchhandel ( BB ) am Montag die Einigung über Metadaten-Standard für Netzpublikationen :

80 Experten aus Verlagen, Bibliotheken und Dienstleistern diskutierten am vergangenen Freitag in der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) in Frankfurt das Thema Metadaten.

Der Workshop unter Leitung des Arbeitskreises elektronisches Publizieren im Börsenverein (AKEP) und der DNB diskutierten auf der Grundlage des Metadaten-Kernset der DNB das auf dem Standard ONIX for Books basiert. Der Schwerpunkt der Diskussionen war dabei auf monografische, abgeschlossene Netzpublikationen gerichtet in Abgrenzung zu Zeitschriften, Online-Datenbanken oder Audiobooks.

Ha ! und “100 Punkte” : Auch unsere DOI basieren genau auf demselben Metadaten- Konstrukt des ONIX for Books . Das heisst , dass die oben rapportierte Einigung von Deutscher Nationalbibliothek und Buchhandel einen mittel- und langfristig tragfähigen Unterbau liefern wird für die zunehmende Akzeptanz und Nachhaltigkeit unserer Vorgangsweise . |||

ARBEITSKREIS ELEKTRONISCHES PUBLIZIEREN

on method orangeTrotzden wollten wir noch ein wenig mehr über diese Einigung erfahren und stiessen auf den Arbeitskreis Elektronisches Publizieren . Schon die Liste der mächtigen Mitglieder des Sprecherkreises geben ein wenig Aufschluss über den Stellenwert der Thematik :

Merke auch das Wording : Ganz vorne im Vokabelheft stehen Begriffe wie “Wertschöpfungskette” und “Verwertungschancen” . Entsprechend gestalten sich weitere Vorstösse des Arbeitskreises zunächst gegen die Piraterie und zwar mittels der eingetragenen Marke ( ! ) “Nur Original ist legal” plus einer Aktion “Kopieren ist keine Kunst” . |||

BIG PLAYER : METADATEN ZUM PRODUKTSCHUTZ

on method orangeDie Sorge der Big Player gilt also mehr dem Schutz von Produkten als demjenigen von der Autorenrechte . Im traditionellen Verlagsumfeld besteht das Interesse an einer “Digitalen Identifikation” derzeit also vornehmlich hinsichtlich Kopierschutz , Business- to- Business- Effizienz und Verkaufsabwicklung zum Endkunden . Gerne , nur allzugerne hätten wir in|ad|ae|qu|at mehr erfahren über die ( leider nicht mitgeteilten ) procedures während der folgenden Punkte auf der Tagesordnung des genannten Workshops :

  • “Eingrenzung Netzpublikationen”
  • “Metadaten für abgeschlossene Netzpublikationen”
  • “Metadaten für andere Netzpublikationen” .

Tja : Von solchen Nachrichten ist die Vertretung von AUTOREN- Interessen leider ausgeschlossen . |||

EUROPÄISCHE DIGITALE BIBLIOTHEK : EINE CHANCE FÜR “FREIE” ?

on method orangeBleibt abzuwarten , ob die derzeitigen Grundlegungen für eine - nicht auf Bücher fixierte - Europäische Digitale Bibliothek ( “Europeana” , Prototyp Herbst 2008 ) den engen Horizont von “Produkt-” und “Kopierschutz” erweitern . Im Juni gibt’s einen First Workshop on Semantic Interoperability in the European Digital Library .

Ob die diversen Work- Packages auf dem Weg zu einer Europäischen Digitalen Bibliothek neben den institutionalisierten Bibliotheken auch Raum für unabhängige und institutionsferne Publikationen vorsehen , ist allerdings ( noch ) ziemlich ungewiss . |||

OK MIT EOP

All das stört unsere in|ad|ae|qu|aten allerdings jetzt nicht sehr : Arbeit gibt’s mittenmang & männiglich . Ein allmählicher Einstieg ins transdiziplinäre Netzwerk “Emergence of Projects” ( eop ) mag für’s Erste einen operativen Ort zwischen Kunst und Wisenschaft gewähren . - Mehr dazu in einer der nächsten Folgen unserer beliebten Reihe “Unverzagt mit Methode” ( ON METHOD ) . |||

KLANGAPPARAT

Dem angekündigten ( uns Setzern selbst allerdings sehr frisch mundenden ) methodolo- “Trockenfutter” setzen wir jetzt ein paar quicklebendige Klänge entgegen . Wieder einmal stossen wir dabei auf die riesige SERIES- Multilabel- czz hörempfehlungMaschine aus Medellín , die neben zahlreichen kommerziellen Aktivitäten immer wieder fetzige Netlabel- Promos an die Ober- Ohrenfläche bringt ( > gehe auf “MUSIC” > “_SERIE N” ) . Auch wenn es zunächst nach einem cultural clash aussehen mag , die EP Tatami von ( Glad ) Kazuka wurde tatsächlich in Kolumbien eingespielt . Atmosphärische Minimalismen mit Takt und Stil : Am Ort komponiert - no latin , allerdings auch nicht eben “japanisch” ! - CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Tatami | 02. Esta criatura me agrada | 03. En la sombra y en silencio | 04. A puerta cerrada | 05. Dj magma |||

LINKS

Neues von Freunden



||| EINGEBROQUET | ONLINE 1 | ONLINE 2 | EXKURS | ONLINE 3 | ON SITE - ON AIR | ON SITE : T43 | ON SITE : HOMMAGE TO GERHARD JASCHKE | KLANGAPPARAT

EINGEBROQUET

czz neues von freundenSpätestens , wenn eine neue Release unserer Haus- und Sympathiemarke BROQUE ( aka oder auf brot ) erscheint , weiss in|ad|ae|qu|at die Zeit wieder heiss für die allseits akklamierte Rubrik NEUES VON FREUNDEN : Und wir werden die betont artifiziellen Retro- Futuro- Tracks der Franzosen Yannick und Jean-Baptiste aka SQWARE als KLANGAPPARAT ans gute Ende dieses eher literarischen Kassibers stellen . |||

In. E. S. können wir positiv von der Anmeldung im DOI- Club berichten : Wie dieser Digital Object Identifier dann reell in der bibliographische Angabe eines Online- Werks aussieht , ist z. B. im jüngsten Wissenschaftsteil der NZZ angesichts des Artikels Trans- Fettsäuren von Wiederkäuern unbedenklich - Keine Erhöhung des Herzinfarktrisikos . Der Quellennachweis lautet demnach wie folgt : International Journal of Epidemiology , Online-Publikation vom 9. Januar 2008 ( doi : 10.1093/ije/dym243 ) . Für unsere wie die SALON LITTÉRAIRE- Beiträge @ in|ad|ae|qu|at ist diese Ausweisbarkeit und somit WERK- Markierung nur noch eine Frage von …. einigen Tagen : Die DOI- Leute geben selbst zu , mit den Modalitäten der Eingabe von Metadaten bei so polymorph komponierten Mikromedien wie dem unsrigen noch wenig Erfahrung zu haben . Aber auch das kriegen wir hin , Freunde der italienischen Oper , will meinen : Venceremos ! |||

ONLINE 1

czz neues von freunden Was unsere bislang vorgestellten und noch zu erwartenden SALON LITTÉRAIRE- Gäste anbelangt , gibt es ein paar Neuigkeiten aus dem literarischen on- wie offline- Leben zu berichten . Liesl Ujvary stellt in ihrem aktuellen Text des Monats ( 17 ) Conlon Nancarrow vor : Als erster Komponist nutzte er das per Lochstreifen programmierbare mechanischen Klavier zur Realisation händisch unspielbarer Tempi und Melodiken . Wer ein solches Player Piano einmal gesehen hat , wie es ohne menschlichen Beisitzer die wildesten Läufe in superhumanem Tempo hinlegt , empfindet dies zunächst als einigermassen gespenstisch ( watch @ YouTube : 20’s era player piano , Mozart’s K330 Player Piano Sonata ) . Eine frühe Form , the sound of music von den Einschränkungen der menschlichen Handhabung zu lösen … Mikrotöne , - intervalle etc. |||

ONLINE 2

Through the online- Grapevine erreichen uns auch Nachrichten von Monika Rinck , deren jüngste SALON- Arbeit FLUBBE ( einer aus Telefonkrakelei und Rimbaud- Allusion Bild- Text- Komposition ) für Irritationen gesorgt hat . Davon sei im Kommentarteil @ in|ad|ae|qu|at allerdings wenig bis gar nichts zu lesen gewesen ? - |||

EXKURS

czz neues von freunden Stimmt , genau und rightyright : Denn auch bei unserer werten Klientel haben sich die kleinen Kommunikationsspiele des Mediums “Blog” noch wenig herumgesprochen bzw. werden höchst wortkarg befolgt . Wer allfällige Fragen in Privatmails verpackt , trägt nicht unbedingt zur Möglichkeit eines Diskurses bzw. eine Er- Klärung zwischen Lesern , Autorin sowie dem vermittelnden Administrator ( vulgo czz ) bei .

Wir finden das in in|ad|ae|qu|at ebenso schade wie das absolute Kommentarfasten jener Guten Kräfte , welche uns am Telefon ( wie oft schon ? ) und wortreich erklären , wie “interessant” doch unser Unterfangen sei . All diese Nur- User und Non- Commenter befinden sich - so politik-digital.de über eine entsprechende Studie - in statistisch majoritärer Gesellschaft : “Web 2.0, Tagwolke , Nutzerfeedback- Community- Möglichkeiten - im Mitmach-Web verstehen viele Internetnutzer nur Bahnhof” . Immerhin lässt sich sagen , dass das eResult - Sample von 400 Befragten um 25 % unter der Durchschnittsziffer unsere täglichen Leser liegt . |||

ONLINE 3

Dezidiert kein Spam sind die an dieser Stelle bereits mehrfach genannten Newsletter aus dem Begriffsstudio Monika Rinck . Die jüngste Lieferung umfasst die Zähler 2370 bis 2406 . Einige der Aushilfskräfte für unsere alltägliche Begriffsstutzigkeit lauten :

  • eine grammatische migräne
  • horrorbude innerlichkeit
  • probiertes entgleisen
  • sonoritätshierarchie
  • avare comme la mer ( siehe FLUBBE ! )
  • scheinheiliges bedenklichtun
  • sinnverlassenes gehabe
  • prothesen zur unzucht mit rosen
  • die bohrung, aus der gequatsche quillt

Als begleitende Lektüre empfiehlt sich Carsten Schwedes’ favorabel Kantische Rezension des Gedichtbandes zum fernbleiben der umarmung ( kookbooks ) im jüngsten Titel- Magazin . |||

ON SITE | ON AIR

czz neues von freundenWer sich auf surreale und antithetische Weise auf die grosse Fussballbedrohung ( demnächst mehr von Markus Köhle im SALON LITTÉRAIRE ) vorbereiten möchte , mag dieses Training allabendlich ab 21:00 im Futuregarden angesichts der Projektionen aus Hanno Milesis und Stefan LuxBALLVERLUST aufnehmen . Köhles Hörspiel Kommunikationsklimbim steht übrigens mit 25 weiteren Hörspielen auf der Liste zum HÖRSPIEL DES JAHRES 2007 , aus welchen das p. t. Publico bis 20. Jänner “per Post , Fax oder E-Mail” wählen möge ( “nicht nur die Autorenleistung , sondern auch die Umsetzung durch Darstellung , Regie , Technik in die Bewertung einfliessen sollte” ) . Die Grosse Enthüllung erfolgt in der Langen Nacht des Hörspiels am 29. ( ! ) Februar u. a. im ORF- Funkhaus Wien .

Hier nur einige Beispiele aus der akustischen Liste :

À propos Preise und Publikumsvotings etc : Grimme Online wird wieder aktell - Projektvorschläge erbeten - und ob es the same mess procedure as last year werden wird … mögen die Auguren ahnen . |||

ON SITE : T43

czz neues von freundenAuch die Tage der Deutschsprachigen Literatur vulgo Igeborg Bachmann- Preis geben mittlerweile einen ziemlichen Kraken diverser Jury- und Publikumswahlen . Die beiden österreichischen Juroren Danela Strigl und Klaus Nüchtern sind jedenfalls auch den Rest des Jahres im permanentem live- literaturkritischen Training : So ein T43 ( Sprich “Tee for Three” ) findet HEUTE @ KUNSTHALLE WIEN project space unter Einbeziehung von Miguel Herz-Kestranek als Drittem Mann am Plastik- Kaminfeuerchen statt . Die zur Debatte stehenden Bücher :

  1. Martin Suter - Der letzte Weynfeldt
  2. Egon Friedell- Vom Schaltwerk der Gedanken
  3. sowie Brigitte Kronauer - Errötende Mörder ( beiläufig in|ad|ae|qu|ats post- postmoderner Messie- Paranoia- Irrwitz- Favorit ) . |||

ON SITE : HOMMAGE TO GERHARD JASCKE

czz neues von freundenEr ist einer der wenigen Personen , der - im Schreiben , als Universitätslehrer und Herausgeber des legendären low- fi- styled Literaturmagazins FREIBORD ( * 1975 ) - die Avantgarden seit dem frühen 20. Jahrhundert mit dem aktuellen Literaturwerden vermittelt . Endlich und sozusagen gleichzeitig sind zwei schöne Editionen mit repräsentativen aus Ausschnitten aus Jaschkes uneitlem Werk erschienen :

Hinreichende Sätze zum guten Grund eines fröhlichen “Textportraits” am heutigen Abend im Literarischen Quartier Alte Schmiede . Texte und deren multivokale Lesung als angewandter Beweis , dass der Mund mehr sein kann als - wie von Monika Rinck oben begrifflich ziseliert - “die bohrung, aus der gequatsche quillt” . |||

KLANGAPPARAT

Jetzt aber finalemente und in in schöner Tradition zur neuen Hervorbringungen des Hauses vom Wertern Herrn Christian : Mit der Release Numero 39 des trefflichen Netlabels BROQUE bleibt man zwar einer sozusagen “schattigen Stimmung” treu , gibt dabei dem Tanzvolk allerdings auch durchaus bewegliche Muster zum Besten . Das Duo SQWARE ( @ MySpace ) ist insofern nur ein virtuelles , als die DJs | Komponisten Yannick und Jean- Baptiste die Musik für czz hörempfehlungdie fünf Tracks der squeeze it to the last drop- EP mitnichten in gemeinsamen Sessions produzierten . In einer neuen Variante der guten alten Mail Art sind die files zwischen den jeweiligen Lebens- und Arbeitsschwerpunkten ( Strasbourg , Paris , Brüssel , Auckland ) zur sukzessiv reziproken Überarbeitung hin- und hergewandert . Herausgekommen ist ein Sound , den zu kennen man prima vista irgendwie schon zu kennen glaubt . - Aber 8ung und Earward Ho : Track für Track bereichern unerwartete Register das nie und nimmer ironiefreie Spiel : Besonders bemerkenswert der Einsatz der für US- Film- “pathos- & patriot“- Szenen so unverzichtbaren Klangfarbe des Flügelhorns ( z. B. in Track 03. ) - CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. 110 | 02. another test song | 03. baaad paupiettes | 04. will paul like it ? | 05. sticky jelly |||