Tag Archive for 'elias-canetti'

Audio Aktuell



||| Selten gelingt’s , sozusagen per Divination auf den ersten Click einen dem Thema des täglichen Eintrags gemässen KLANGAPPARAT zu erhaschen : Aber da wir ja heute über Echt- Welt- Texte beispielsweise zu Elias Canettis “Stimmen von Marrakesch” handeln , lag der Aufruf der Seite des in Orléans situierten - laut Eigendefinition aber auch “marokkanischen” - Netlabels Fresh Poulp Records sozusagen auf unter der Maus- Hand , um die monatliche Revue sogenannter ‘Hörbücher‘ musikalisch zu eskortieren .

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CANETTI , KAFKA - RADIKAL MUSIKALISCH

icon listening white Wie es klingt , wenn fundamentale Texte der Moderne in den Resonanzraum charismatischer Künstler geraten , erweist die in allen Aspekten der Audio- und Bibliophilie liebevoll gestaltete “Bibliothek der Töne” des Mandelbaum Verlags . Kraftwerk und musikalischer Nukleus der Sprach-Musik-Kompositionen sind Peter Rosmanith als Produzent und Multi- Perkussionist sowie der Akkordeonist Otto Lechner .

Zusammen mit der Schauspielerin Anne Bennent , die die Bretter der Weltbühnen zugunsten von kleineren Räumen kompromissloser Selbstbestimmung verliess , hat man sich der “Stimmen von Marrakesch” angenommen , Elias Canettis Bericht über die Erfahrung der Fremdheit in Form der Undurchdringlichkeit sprachlich- klanglicher Kakophonie . Der Vektor vom Eigenen ins “Fremde” wird dabei einerseits durch das Neu- Arrangement des Textes akzentuiert , anderseits durch die allmähliche Ablöse von europäischen Klangfarben ( Prévert- Chansons , Mozarts “Entführung” ) zu exotischen Melodien und Instrumenten ( Vienna Rai Orchestra ) . Solche melodischen Exotik hält Anne Bennent jene innere Fremdheit entgegen, mit welcher sie Canettis Text exzellent spricht , diesen aber nicht “spielt” . Die reine Stimme - und darin mündet ja Canettis Erzählung - ist und bleibt das undurchdringlich “Andere” .

Einen notwendig umgekehrten Weg geht Otto Lechner mit seiner sehr persönlichen Adaptierung ausgewählter Kafka- Texte . Der Titel “nicht einmal gefangen* zitiert mit einem Aphorismus jene Dialektik von offensichtlicher Freiheit und Selbstgefängnis , welche so charakteristisch ist für Kafkas Konstellationen . Lechner , der sich als blinder Musiker die Texte durch auditives Auswendiglernen des von Freunden auf Kassette Vorgelesenen aneignet , kennt und benennt deren inkommensurablen Sinn inwendig .

Die Rezitation mit der Ziehharmonika auf melodisch illustrierende oder rhythmisch skandierende Weise begleitend , erschliesst der hellhörige Improvisator die intensive Kraft Kafka’scher Kurzformen . Sekundenkurz blitzt ein Volkslied durch das bleiernen Ambiente von “Ein Landarzt” , insistierende Ostinati illustrieren das mechanische Kreisen der Zirkusreiterin und die “Dampfhämmer” des Applauses “Auf der Galerie” und in die grausame Parabel “Der Geier” sickert ganz leise die Weise “Oh Haupt voll Blut und Wunden” . In Lechners musikalischen Assoziationen bewahrheit sich das Diktum Walter Benjamins, Musik und Gesang seien bei Kafka “ein Pfand des Entrinnens” . ( credits … )

* Nicht vorenthalten können und wollen wir indes den titelgebenden Text des Otto Lechner- Kafkaniaden . Die Notiz entstammt dem Konvolut “Er - Aufzeichnungen aus dem Jahre 1920 ” :

Mit einem Gefängnis hätte er sich abgefunden. Als Gefangener enden - das wäre eines Lebens Ziel. Aber es war ein Gitterkäfig. Gleichgültig, herrisch, wie bei sich zu Hause strömte durch das Gitter aus und ein der Lärm der Welt, der Gefangene war eigentlich frei, er konnte an allem teilnehmen, nichts entging ihm draußen, selbst verlassen hätte er den Käfig können, die Gitterstangen standen ja meterweit auseinander, nicht einmal gefangen war er. ( Hervorhebung czz )

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UNERHÖRTES KAFKANIEN

icon listening blackKein anderes Medium manifestiert den Wandel der Kafka- Rezeption so deutlich wie das akustische . Als sinnlichste und unmittelbarste unter den Interpretationen bleibt die Vorlesung nicht lediglich Angelegenheit von Fertigkeit und Auffassung des Sprechers , sondern transportiert jeweils auch die historische Stimmung der gerade geltenden Be- Deutung des Kafka’schen Werks .

Lag in den fünfziger bis achtziger Jahren der Fokus der Radio- und Schallplattenproduktionen auf den enigmatisch- existenzialistisch aufgefassten Kurztexten , so hat sich das Interesse in jüngerer Zeit den Romanen zugewandt . Dies dankt sich einerseits der Entwicklung von praktischen und potenten Datenträgern ( CD , MP3- CD ) , geht andererseits aber parallel einher zu dem geschärften Interesse für einen “alltäglicheren” Kafka und dessen kulturell- biographischen Horizont. Welten liegen zwischen Gustav Gründgens‘ knapp einstündiger Lesung von Schlüsselstellen aus dem “Prozess” ( 1961 , DG ) und den achteinhalb Stunden , in welchen Christian Brückners energische Komplettlesung der Figur des K. einen so überraschenden wie plausiblen Dreh ins Aufsässige und fatal Lässige gibt ( Zweitausendeins ) .

Ob als interessante Verfremdung gedacht oder als Reverenz an K.s erotisch zwielichtige “Helferinnen” : Katharina Thalbachs metallisch changierendes Timbre akzentuiert den Aspekt jener Anzüglichkeit , die den Diatriben des Gerichts zutiefst eingewirkt ist ( GoyaLit ) . Eine nicht minder erhellende Lesart bietet Peter Matics akkurat punktierte Version ( DG ) : Vermitteln Gründgens’ verschliffene Konsonanten den Eindruck des gehetzt Nervösen , lässt Matics stoische Musikalität ein wenig Altösterreich durchschimmern .

Die Produktion des rbb ist Teil der eminenten Romanedition , welche die Deutsche Grammophon den Repertoireaufnahmen ( Reihe “Wortwahl” ) zur Seite stellt : Insbesondere der Fragment gebliebene Amerika- Roman ( “Der Verschollene” ) ist in Peter Simonischeks Intonation frisch zu entdecken . Angehaucht von den leicht ländlichen Anklängen , die der Sprecher seiner Kärntner Herkunft dankt , belebt sich Kafkas lapidare Sprache durch eben jene Dialektik von Beengung und Befreiung , von welcher der Text ja auch explizit berichtet . “Das Schloss” schliesslich erscheint - getaucht in Ulrich Matthes‘ charakteristisch “hohlwangigen” Ton - als das, was es stets war : Banger Alptraum , verzweifelt fern und atembenehmend nah . ( credits … )

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KLANGAPPARAT

Kurz aber … umso besser und einige Male im Kreise zu drehen : Die Ende Juli erschienene EP “El Plan B OST” des Pariser Multi- Musikanten Rafael czz-hoerempfehlungAragón aka Rafiralfiro ( MySpace ) lässt auf engstem Raum sozusagen alle Register spielen . Eingerahmt von cölestinen Harfenklängen ( wenn’s denn eine wäre ) , gibt es heftig modernistische Streicher mit Tangoausklang ( Tango Agitato ) , trügerischen Frieden ( Berceuse Carnivore ) und - wie zu sehen und zu vernehmen : ein gutes Quantum an Sprach- und Spielwitz . Am besten auf die Release- Seite gehen und dort den Stream hören . - CLICK LINK TO SEE PLAYLIST AND TO LISTEN TO STREAM .

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BLOG 4 BURMA : Silence of … | Blog- Historie | Pop- Appeal



||| STILLE NACHT | FLASHBACK | HYPOCHONDRISCHE DIKTATOREN ? | THAI ELECTION | EU STRATEGIE | BURMA EN VOGUE | BURMA & DAS MEDIUM “BLOG” | RAMBOZAMBA | IN EIGENER SACHE | KLANGAPPARAT | LINKS |

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STILLE NACHT

Die Silent Night , von Christenheit oder schlichtem Brauchtum heute weltumfassend als “heilige” besungen , sie liegt real exisiterend und wie ein finsteres Tier über Burma . Blog 4 Burma- Kollege Rüdiger Kohls fasst die paranoide und paralysierte Situation im Land klar und sachlich zusammen , dass wir an dieser Stelle kein weiteres Referat benötigen : Die Junta bleibt “Bloodproofed” und unberührt von den Glacéhandschuhen der über- bzw. zwischennationalen Diplomatie . |||

FLASHBACK

In den allfälligen Jahresrückblicken via Print , Netz , Bild und Ton ( vgl. Guardian ) steht der bekannte Lexikoneintrag über die Septemberunruhen zu erwarten , hier und da eventuell sogar garniert mit dem einen oder andern Kommentar zur Flut von diplomatisch wohlerzogenen Absichtserklärungen , bzw. zum stereotypen Rekurs auf die Priorität der Pflege von Handelspartnerschaften . Die menschenrechtliche Situation sei - so zuletzt China - eine zu respektierende Interior Affair , daran dürfe man nicht rühren . Oder , im Jargon des Aussenministeriums formuliert :

Premier Wen also met and exchanged opinions with leaders of Indonesia, the Philippines, Vietnam, Cambodia and Burma on increasing good-neighborly mutual trust and strengthening bilateral cooperation in such fields as economy and trade, investment and infrastructure. Premier Wen elaborated China’s principled position on the nuclear issue of the Korean Peninsula and the Burma issue. All the related parties spoke highly of China’s positive and constructive role in that regard. |||

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HYPOCHONDRISCHE DIKTATOREN ?

Silence over Myanmar and no sign of change , fasst Johannes Kuhn @ kopfzeiler die Situation sorgfältig zusammen und verweist abschliessend auf rapportierte psychologische Probleme des Junta- Führers Than Shwe . Dass Diktatoren ( man erinnerte sich an Nicolae Ceaucescu oder den späten GröFaZ ) früher oder später Opfer paranoider Überängstlichkeit werden , hat Elias Canetti in den letzten Kapiteln von “Masse und Macht” paradigmatisch herausgearbeitet . Die Frage ist nur , wie lange das Schweigen der in Presse und im öffentlichen Leben buchstäblich unsichtbar gemachten autochthonen Lämmer währen muss , ehe die Masse hinreichend kritisch geworden ist , das System zum Einsturz zu bringen .

Soll man also warten , bis die alte Herrschaftsgarde quasi von selbst aus ihren Machtpositionen herausfault - wie der Gründer von FREE BURMA COALITION , Professor Zami dem Buddhist Channel zu verstehen gibt ?

The process of change in Myanmar is going to be long, painful and evolutionary. There simply isn’t a silver bullet, said Zarni, a Myanmar exile and professor at Oxford University who goes by one name. The best hope for Myanmar, he said, is to wait for the inevitable transition in leadership, as the 74-year-old military supremo Than Shwe eventually hands power to a younger clique that could be more open to change .

Auch in diesem Zusammenhang sei noch einmal kurz an das während der dreissiger Jahre aus der unmittelbaren Erfahrung destillierte europäische Wissen erinnert : Erich KästnersSchule der Diktatoren” stellt den sich tendenziell selbst unendlich reproduzierenden Zirkel der Machterhaltung dar , und die Austauschbarkeit der jeweils legitimistischen Parolen . |||

THAI ELECTION

Man schelte uns “Eurozentristen” , wir aber schalten eben jetzt um nach Thailand : Der Ausgang der eben durchgeführten Wahlen bringt zwar die im vorigen Jahr niedergeputschten Thaksinisten unter dem Label PPP zurück , doch sind bereits Zweifel an einer tatsächlichen Abkehr von Korruption und ökonomischer Selbstbedienung zu vernehmen . Werden die vollmundigen Wahlkampf- Versprechungen des ( nicht eben unbefleckten ) PPP- Politikers Samak Sundaravej hinsichtlich einer internationalen Burma- Konferenz sich als rhetorische Kosmetik erweisen ? - Hier empfiehlt sich die Beobachtung der Blogs Bangkok Pundit und Thainews in Deutsch. |||

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EU STRATEGIE

À propos Eurozentrismus : Das am 19. 12. veröffentlichten Strategiepapier der EU für Burma / Myanmar 2007 - 2013 entwirft einen Fünfjahresplan , dessen Fokus dezidiert nicht auf politischen Demarchen , sondern auf Vorhaben in den Bereichen Gesundheit und Bildung liegt . Lesenswert sind indes besonders die historische Darstellung und aktuelle Bestandsaufnahme des politischen Systems : Da sage keiner , man könne nichts tun , da man ja so wenig über das ostasiatische Land wisse .

Von außen gesehen scheint das Regierungssystem zentralistisch zu sein. Tatsächlich ist es jedoch stark zersplittert und die Entscheidungsprozesse und Wege des staatlichen Handelns sind undurchsichtig. Die Militärregierung hatte - damals unter der Bezeichnung State Law and Order Restoration Council (SLORC - Staatsrat zur Wiederherstellung von Recht und Ordnung) – 1988 die Macht ergriffen und im Mai 1990 Wahlen abgehalten. Die National League for Democracy (NLD) gewann als wichtigste politische Bewegung unter der Führung von Frau Aung San Suu Kyi (die 1991 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde) 82% der Sitze in der Nationalversammlung. Die Militärregierung hat diese Wahlergebnisse jedoch nie anerkannt und die Macht nicht abgegeben.
Seitdem haben nur die Militärführung und die Streitkräfte Nutzen aus der selbstauferlegten Abschottung und der von außen bewirkten Isolation gezogen. Das Leben der Bevölkerung war von der fortlaufenden politischen Unterdrückung geprägt, was durch die wirtschaftliche Abwärtsentwicklung noch verschlimmert wurde.

Derzeit hat Birma/Myanmar weder eine Verfassung noch ein Parlament. 2003 hat Militärregierung eine ‘roadmap’ mit sieben Etappen für die Verfassungsreform und die politischen Reformen vorgelegt. Die erste Etappe wurde 2004 mit der Wiedereinberufung der Nationalversammlung eingeleitet, die über eine neue
Verfassung entscheiden sollte. Diese Nationalversammlung ist nicht repräsentativ und vertritt auch nicht alle Bevölkerungsgruppen; ihre Debatten sind eng abgesteckt. |||

BURMA EN VOGUE

Dass sich das Thema “Burma” inzwischen auf eine Weise verselbständigt hat , die längst nichts mehr mit den sozialen , ökonomischen , humanitären und politischen Missständen zu tun hat , wird ebenso periodisch wie rhetorisch beklagt . Warum aber sollte just das “Thema Burma” einen Ausnahmefall darstellen in der Welt der “sozialen Tatsachen” : Als Diskussionspunkt bei Debatten , als Quelle zeitweiliger “Betroffenheit” , als Schibboleth angesagter Gutmenschlichkeit ist “Burma” zum Kürzel geworden für ein gewisses Setting aufgeklärter Weltteilhabe , ästhetisch in die Safranfarben der Mönchskutten getaucht . In diesem Sinne war kürzlich ( leider kein Link ! ) in der beliebten It- Girl / Semi- Erotik- Kolummne CHAOS DE LUXE von POLLY ADLER das Party- Outfit der besten Freundin geschildet : frau hat sich zum neuesten date in Burma- Orange geworfen und sitzt bei der besten Freundin auf der vorbereitenden Trainerbank , Vodka- Orange schlürfend .

Dass die Wirklichkeit immer noch ein bisschen überdrehter ist als es die krudeste Satire sich auszudenken getraut , bewies vor einigen Tagen das FAZ- Interview mit der Kate- Moss- Model- Kollegin ( u. v. a. m. ) Irina Lazareanu im Interview :

Wenn man so mitkriegt, was sonst noch so los ist auf der Welt, möchte man manchmal wirklich lieber in einer Luftblase leben, in einem perfekt eingerichteten Apartment mit einem Berg aus so vielen Handtaschen wie möglich und Heften, in denen man lesen kann, wie oft Britney Spears sich den Kopf rasiert, und die Klappe halten. Ich habe streng genommen nichts zu sagen, muss einfach nur gut aussehen, aber wenn ich die Gelegenheit habe, kann ich mir aussuchen, ob ich über Candys, meine Figur oder über Burma und die Menschenrechte rede.

In seinem Digest Birma in virtual Media ist AFi auf das nämliche Zitat gestossen , gibt selbigem allerdings einen slightly different twist . - |||

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BURMA & DAS MEDIUM “BLOG”

“Blogger unter sich” : Man tue dieses Thema nicht leichtfertig ab . Denn mit der in kürzester Zeit zustande gekommenen und mittlerweile bereits als Musterbeispiel viraler Verbreitung gehandelten Aktion FREE BURMA ist auch das Medium resp. Thema des BLOG kurzzeitig in den Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit gerückt . Indiz dafür ist der kürzlich erschienene BBC- Artikel zum 10- jährigen “Geburtstag” des Mediums : Weblogs rack up a decade of posts ( The word “weblog” celebrates the 10th anniversary of it being coined on 17 December 1997 ) . Rechts prominent dem Titel beigestellt : Das Foto eines verletzten burmesischen Mönches , Bildunterschrift : “Blogs help spread the word about many subjects - such as unrest in Burma” . |||

RAMBOZAMBA

Nun , wir müssen nicht darum bangen , dass das Thema “Burma” nicht ehebaldigst wieder an die Oberfläche der Mainstream Media ( MSM ) driften wird : Als Datum für den weltweiten Kinostart von RAMBO IV ( aka Rambo 4 , Rambo IV : Blood Ties , Rambo IV : End of Peace , Rambo IV : Holy War , Rambo IV : In the Serpent’s Eye , Rambo IV : Pearl of the Cobra , Rambo To Hell and Back : also bitte , nicht einer Raubkopie aufsitzen ! ) wird der 25. Januar kolportiert , dann werden wir noch einmal Stallones Abenteuer am Drehort vernehmen und , ach ja , hier die Synopsis :

John Rambo has retreated to northern Thailand, living a solitary and peaceful life in the mountains and jungles. A group of human rights missionaries search him out and ask him to guide them into Burma to deliver medical supplies. When the aid workers are captured by the Burmese army, Rambo decides to venture alone into the war zone to rescue them.

Official Trailer @ YouTube , und “Ganz Burma” wird dann wohl als unermessliche Merchandise herhalten müssen . |||

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IN EIGENER SACHE

Sie können sich freilich auf merchandize- freie Weise auf dem Laufenden halten , in dem Sie den RSS- Feed des Netzwerks BLOG 4 BURMA abonnieren : Multiperspektivisch , dreisprachig , unabhängig . SCHENKEN SIE IHREN LIEBEN DIESEN LINK . Oder klinken Sie sich ein und erhellen Sie selbst jene blinden Flecken , die Ihrer Ansicht nach derzeit ( noch ) zu wenig Aufmerksamkeit erfahren .

Dank hier und heute an die netzwerkenden Ko- Operatoren , die - jeder auf seine Weise und gemäss seinem distinkten Temperament - Form und Inhalt von BLOG 4 BURMA prägen : Laurent @ Adicie ( Andorra ) , AFi @ Birma News United ( D ) , Oliver @ Daburna ( D ) , Olivier @ Bloguer ou ne pas bloguer ? ( F ) , Rüdiger aka Breaking News @ News Headquarter ( D ) , Simon @ Blogger for Freedom ( deusch | english ) ( D ) , Thomas aka Khaipi from Burma @ Zogam nuam ( D ) sowie kap @ adaequat ( A ) . Gute Zeit und ein wenig Aufatmen , sowohl off- als auch online! |||

KLANGAPPARAT

Aus singprobetechnischen Gründen entfällt der heutige Klangapparat . czz no music

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LINKS

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Hausmeisteralarm | Flag Alert : Blockwart , Blogwart , Big Brother Awards und Österreichs Neo- Metternich



||| Wer uns in|ad|ae|qu|at nennt und kennt , weiss um unseren Tic des Flag- Watch an den Gestaden der Wiener Gemeindebauten . Ein Freund - seines Zeichens namhafter Stadthistoriker - machte uns vor weniger Jahren auf den Umstand aufmerksam , dass etliche Wiener Hausmeister zu äussert “ökonomischen” Interpretationen der Flaggen- Hiss- Pflicht an National- und Staatsfeiertagen neigen . Wir haben - wie erinnerlich - eine Grossleistung der Präcox- und Long- Tail- Beflaggung um den 1. Mai feststellen können : Statt lediglich am TAG DER ARBEIT in patriotischen Lüftelein zu spielen , schlappte der immer morastiger anmutende Fetzen volle zwölf Tage vor der Fassade .

TYPUS HAUSMESTER

fein-hoert-mitRichtig , auch Wiener Hausmeister dürfen das Menschenrecht auf “Freizeit” für sich verbuchen . Wiewohl - man denke an Heimito von Doderers glühenden Hass auf die , wie er nannte “troglodytischen Knollengewächse” . In weniger barock- lustvoller Sprachkraftmeierei hat Elias Canetti den in der BLENDUNG den Hausmeister Benedikt Pfaff mit allen Attributen eines Sadisten versehen : Frau und Tochter werden als Leibeigene gehalten und als solche Eigen- Leiber auch nach Kräften benutzt . Pfaffs ehrgeizig- brutale Jagd auf Bettler und Hausierer kann - und DIES wäre eben das spezifisch Wienerische - sekundenschnell in das Gehabe opportunistischer Servilität umschlagen . Was den Concierge freilich nicht hindert , die eben noch umschmeichelte und bespeichelte Person im nächsten Moment bei Nachbarn , wenn nicht gar bei offiziellen Stellen zu denunzieren . In einem trefflichen Essay liefert der Stadthistoriker PETER PAYER die historischen Kontexte zu diesen und anderen Vertretern der Species HAUSMEISTER ( bis hin zum Blockwart ) . |||

AUS BLOCKWART WIRD BLOGWART

Womit wir - abgesehen vom Fahnen- und Flatter- Tage- Zählen - bereits beim Thema des BLOCKWART ( engl. BLOCKLEITER ) sind . Denn - und besteht durchaus Bedarf an Vorsicht beim eigenen Tun : Die Blog- Notiz gewisser Beobachtungen im ECHTLEBEN mag als Form aufmerksamen Bürgerjournalismus gelten . Wenn wir hier allerdings - aus einem Runnig Gag zwischen Freunden heraus - die Schlampigkeit gewisser Fahnen- Verantwortlicher mit Strasse und Hausnummer vermerken , kann man Solches auch ziemlich unlustig finden . Das WATCHBLOG wird unversehens zum Medium der Denunziation und übernimmt damit just die Rolle etlicher Wiener Hausmeister während des Nationalsozialismus : Das Blog wird zum Blockwart , beobachtet , ventiliert die Wahrnehmungen tendenziös und darf sich dann auch noch als Teil einer kritischen Zivilgesellschaft verstehen . |||

BLOGDENUNZIANTEN

fein-hoert-mitSolche Mechanismen haben nicht nur im ECHTLEBEN das “1000- jährige Reich” mit Gewinn überlebt , sondern haben auch in der Blogosphäre ihre Praktikanten gefunden . Manche Blog- Autoren ( und wir nennen jetzt hier NICHT die Namen üblichen Verdächtigen ) haben sich durchaus auf gewisse Kollegen , Firmen und Verhaltensmuster eingeschossen und nennen die Objekte ihrer Häme durchaus bei deren Nick- , Blog- und Klarnamen . So wird WATCHBLOG unversehens zum BLOGWART , und nicht immer sind da ( selbst- ) ironische Signale zu begutachten wie bei den Schweizerischen Blogdenunzianten ( “Wir denunzieren die Blogosphäre !” ) : Wer den Rummel um FRANK SCHIRRMACHERs Internet- Schelte ( “verrohen Sprache und Geist” - pikanterweise publiziert in der Blog- pejoratv versierten SZ ) auch nur aus dem Augenwinkel verfolgt hat , wird seine Freude haben an einem Blogdenunzianten namens “Frank Schrillmacher” . Dass der werte Kollege ausgerechnet unter dem Pseudonym “Franz Fuchs” publiziert , wird man aus österreichischen Perspektive mit Blick auf den weiland “Briefbomber” weniger erquicklich finden . |||

BIG BROTHER AWARDS

À propos ÖSTERREICH wurden am 25. Oktober anlässlich einer Gala im Rabenhof- Theater die austriakischen Versionen des “Oscars” für notorische Daten- Kraken vergeben . ( Wir berichteten über die Deutschen BBA . ) In die seit acht Jahren bestehende HALL OF SHAME erhalten mit 2007 neben internationalen folgende österreichische Kandidaten Einlass :

FEHLT DAS NICHT ETWAS ?

fein-hoert-mitWas verwundert , ist freilich die Übergehung jeder Erwähnung des Staates Österreich , der in Sachen ÜBERWACHUNG - für einmal - die deutschen Nachbarn rechts überholt hat . Hier ersparen wir uns die narrative Textsorte und erinnern an einige Headlines , welche - im Unterschied zur Meldungs- und Diskussionslage beim deutschen Nachbarn - im skandalverliebten Österreich bislang offenbar OHNE GRÖSSERE ERREGUNGEN HINgenommen werden . Der Zeit der METTERNICH’schen ZENSUR , des Spitzelunwesens und der Hinterbringerumbtriebe dürfte den Geist in diesem Land offenbar nachhaltig geprägt haben . Hier die telltale- Headlines und Links :

UND DIE FLAGGEN … ?

fein-hoert-mitZurück zu den Rot- Weiss- Roten Angebinden ist nun also möglich undenziatorisch zu berichten , dass der Concierge in der Westbahnstrasse die Haus- MEISTERSCHAFT einmal wieder für sich entscheiden konnte : Einen Tag VOR dem Nationalfeiertag ( Freitag , 26 . 10 . ) aufgezogen , wurde die Flagge nicht vor Dienstag eingeholt , macht also 5 ( FÜNF ) VOLLE TAGE Tage patriotischer Flatter . Die Kollegen von Schule und gegenüberliegendem Gemeindebau in der Neubaugasse hissten treffsicher am 26. 10. , gönnten sich aber durchaus noch die verdiente Sonntagsruhe ( = Stufe Drei auf der NACH OBEN OFFENEN WIENER BEFLAGGUNGS- SKALA ) , um das Staatstragende Gewebe kurz vor Schulbeginn am Montag zum Einmotten abzunehmen . Bis zum Ersten Mai , schätzen wir und werden uns auch dann wieder in|ad|ae|qu|aten Feldstudien widmen . |||

Musikalisch legen wir uns einmal wieder in kundigen Künstlerhände eines Langstrecken- Klangfarben- Malers : Und hast- du- nicht- gesehen , schiebt man uns bereits THE RED CHAIR ( Mixotic 107 ) unter die allerwertesten … sofort errötenden Ohren . DJ VERANO stammt zwar aus czz hörempfehlungMagdeburg , wo er im Schweisse seines Angesichts neben DJ- Jobs auch noch das Netlabel ARTEQCUE betreibt , doch heizt er den klammen Novembermenschen gleich mal recht auf Latino ein . Sagen wir mal : Lounge- Sounds , wie sie die After- Work- Clubber mögen . Da bleibt das Rot proper auf den Lippen und man kann mit den Spitzen seiner Slippers apart wippen . Allerdings sei auch dem Heimarbeiter der etwas sture Groove durchaus anempfohlen : Macht müde Steuererklärer munter , 64:17 Minuten lang . 4/4 HumHumTaTa . Try it , CLICK LINK TO LISTEN . |||

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