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NEUES VON FREUNDEN



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rotten kinck show ( click to XL )

BERLIN : ROTTEN KINCK SCHOW 3

czz-neuesvonfreundenDass Literatur vor Schaden nicht schützt und schon gar nicht als Abwehrzauber dient musste die zur ROTTEN KINCK SHOW unierten drei Grazien Ann Cotten , Monika Rinck und Sabine Scho fluchend am eigenen Festplatten- Täschchen erfahren : Gleichwohl lautet das in die Abgründe des menschlichen und technischen Unbewussten weisende Motto : MEINE MUSE , MEIN DÄMON , MEIN RECHNER .

Folgende Highlights werden überliefert :

+++ Working Girls’ Shamanism * ekballein, und vorher zartrammpeln * Yeats approves this kind of brutality +++
+++ natürliche geister, direkt befragt * die dämonen des unmittelbaren heimleuchtens, des selbstüberraschenden dranbleibens, der fehlgeleiteten
begeisterung und der sorge +++
+++ wohnschmaschinen - insistierte sippenschreibtische in serie +++
+++ superspreader - anglerfisch * die geheimen nähte der schlafakrobatin +++
+++ Numen-Nummer und Nadelöhr Wunsch * die zwei leeren päckchen zigaretten +++
+++ Die Lücke in der WH des HL * Figuren der pathologischen Nähe +++
+++ Fetisch und Partial: A Puzzle’s Puzzle * But Poets do not exist to accept Griefs. +++
+++ starre schatten der verliebten - Wo Starre Schatten Lehnen, Da Ist Wand - Bulkig, bulkig, bulkig - Das Ende der Wand +++

Völker , bannet die Dämonen : Ann Cotten , Monika Rinck , Sabine Scho : Kaffee Burger , 10 119 Berlin , Torstraße 60 - 4. 11. 2008 , 21 H
Am 4. November 2008 ab 21:00 Uhr im

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WIEN : GERHARD RÜHM GESAMT

czz-neuesvonfreundenWer kennt sie nicht , die drei prächtig gelben Bände , in welchen der Berliner Parthas Verlag mit Langmut und Akkuratesse das editorische Desiderat in Angriff nimmt , das in alle Windrichtungen , Klein- und Künstlerverlagen verstreute Gesamtwerk des Grossmeisters Gerhard Rühm zu sammeln . Vier Bände der zehnteilig und autorisiert angelegten GESAMMELTEN WERKE liegen nun bereits vor :

Band 1.1. : gedichte
Band 1.2. : gedichte
Band 2.1. : visuelle poesie
Band 2.2. : visuelle musik

In Vorbereitung :

Band 3.1 : auditive poesie
Band 5 : Theaterstücke

Mithin Grund genug , die Vielseitigkeit des Dichters , Sängers , Komponisten u. v. a. m. wieder einmal live und höchstselbst unter Beweis zu erleben , wie stets unter Mitwirkung von Monika Lichtenfeld - !010 Wien , Literatisches Quartier Alte Schmiede , 6. 11. 2008 , 19 H ( > siehe auch den heutigen KLANGAPPARAT )

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WIEN | VIRTUELL : TEXT DES MONATS

czz-neuesvonfreundenSeit zwei Jahren ediert und kommentiert die Schriftstellerin Liesl Ujvary monatlich ausgesuchte Texte von Autorinnen und Autoren auf der Webseite des Literarischens Quartiers : Die Lieferung 11 | 2008 ( Martin Breindl ) scheint indes noch nicht den Weg ins WWW gefunden zu haben : Ein guter Grund , Margret KreidlsIch habe einen Vogel” plus Oktober- Kommentar noch einmal zu lesen .

Edit :

martin breindls “restl.welt”,”gedankenprojektor” und “zwischenzeit zwischenraum” ist seit 15. oktober auf der homepage der alten schmiede zu sehen und zu lesen …

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WIEN : ERICH FRIED TAGE

czz-neuesvonfreundenWenn mit den jährlich den Novembernebel spaltenden Erich- Fried- Tagen das Steh- bzw. Sitzvermögen von Veranstaltern und Publikümern im Literaturhaus auf die Probe gestellt wird , geschieht dies durchaus auf hohem literarischen Niveau .
Freitag , 7. 11. ( 19 H ) : Wird mit Catherine Frieds “Über kurz oder lang - Erinnerungen an Erich Fried” eines der hübschen roten Bändchen aus der SALTO- Reihe des Wagenbach- Verlags vorgestellt : Kein Zweifel , die Witwe hat da Einiges zu erzählen .

Am Samstag , 8. 11. ( 19 H ) ist dann eine ebenso beredte wie witzige Jurorin des diesjährigen Erich- Fried- Preises am Wort : Katja Lange-Müller liest aus Erzählungen sowie ihrem im Vorjahr erschienen Roman “Böse Schafe und andere Enten” ( KiWi ) . Danach , dass es die akklamiert- lakonische Liebesgeschichte im Milieu deutscher Wende- Verlierer auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises anno 2007 brachte , kräht heute kein Hahn mehr .

So far for nachhaltige Förderung des deutschen Romans , wie sie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels versteht …

Sonntag , 9. 11. ( 11 H ) ist es schliesslich so weit und es wird der Erich- Fried- Preis 2008 an Alois Hotschnig verliehen : Eine zweifellos weise Entscheidung , trifft die mit 14.600 € dotierte Auszeichnung einen der leisen litarischen Feinarbeiter des Landes . In ihrer Begründung für ihre Wahl formuliert die alleinige Jurorin Lange-Müller einen äusserst bemerkenswerten Satz :

… weil er die Deutungshoheit dem Leser einräumt - mit und trotz größter stilistischer Genauigkeit. Den Leser schätzen, heißt: Ihn niemals unterschätzen.

Ob dies die Kinder nun beruhigen wird ?

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WIEN MODERN : STOCKHAUSEN - GADENSTÄTTER - NEUWIRTH

czz-neuesvonfreundenDass musikalisches Hören nicht notwendig das Sprachzentrum lahmlegt , dürfte das Konzert des Klangforum Wien am Samstag im Rahmen von WIEN MODERN mit einem vielver sprechenden Programm beweisen : Neben Karlheinz StockhausensKreuzspiel” ( 1951 ) bestreiten nicht weniger als zwei Uraufführungen von Auftragswerken ( ! ) die Playlist :

Mit Clemens Gadenstätter ( Jahrgang 1966 ) und Gösta Neuwirth ( Jahrgang 1937 ) treten zwei Generationen an , ihre semantisch | sprachlich | musikalischen Untersuchungen ins Werk gesetzt vorzustellen .

Mit einer “Semantical Inverstigation 1” ( für Violine und Ensemble” , UA ) geht Gadenstädter von der unabweislichen Bedeutungshaltigkeit jedewenden Klanges aus , womit der Illusion einer Reinen Musik grundsätzlich eine Absage erteilt wird ( vgl. auch Daniel Enders Essay ) . Viel eher ist eine kulturelle Selbstbefragung am Werk , akustische signifiers | signifiés auszutesten :

Alltäglicher Erfahrung wird auf den Grund gegangen durch die Untersuchung an solchen Signalklängen, die semantische Seite wird durch die klangliche Recherche befragt.

Ironie und Ernst der Lage liegen eng beisammen im Bewusstsein des Hörens: Was bedeutet Hören, wenn alles Gehörte bedeutet und wenn die Eindeutigkeit der Bedeutung des Gehörten sich im Hören auflöst, transformiert, hin zu einer Vielschichtigkeit und Vielgestaltigkeit ? Das Be-Deuten des Hörens ist ein Akt des Bewusstseins, wie das Komponieren von zu Hörendem. Musikmachen wird mir hier zum Instrument, mir einmal in den eigenen Kopf zu schauen ( Büchner ) – Katapult einer musikalischen Erfahrungsreise durch den Alltag. ( Quelle : pdf )

Mit Stücken wie “Pisspott oder Pot of Pieces” hat der unfreiwillige Wahlberliner Gösta Neuwirth ( er hatte in den sechziger Jahren Wien verlassen , weil die Hochschule sein Dissertations- Thema zur Musik des von den Nazis verfolgten Franz Schreker ablehnte ) seit je einen Hang zum Sprachspiel bewiesen . Neuwirths Gestaltung von “Zeiträumen” ( “die Zeit muss genau gemessen sein , damit sie frei wird” , GN ) hat im Echtleben insofern einen tragischen Widerpart , als sich Österreich erst spät seines wegweisenden Komponisten und Lehrers besann .

Womöglich reflektiert Neuwirths Auftragswerk ( Erste Bank Kompositionspreis und Auszeichnung für das Lebenswerk ) “L’oubli bouilli - Vanish” ( für Sopran und Ensemble , UA ) ja genau dieses Vergessen - ?

Samstag , 8. 11.. 2008 , Wiener Konzerthaus, Mozartsaal , 19:30 H

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WIEN MODERNST : TOMOROH HIDARI

czz-neuesvonfreunden Grandmaster Crash aka Tomoroh Hidari ( MySpace ) aka Oliver Stummer packt Freitag , 7. 11. seine Siebensachen und Tausendsoundz aus , um - neben Reverse Tunes , Strang , Invitriol und Assimilatah - live elektronisch aufzugeigen . Ab 21 H in den Gürtelbögen à la quebra duro @ venster99 . Dort wird man es um die Ohren geschlagen kriegen , dass Klänge nie unschuldig sind …

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KLANGAPPARAT

Wie oben angedeutet , wirdmen wir den heutigen Klangapparat der jüngsten Kunstradio- Produktion Gerhard Rühms erinnern : “Paradiesische Passage” ( Ursendung 14. 9. 2008 ) - neue Sprechtexte , kurze Stücke mit Stimme und Klavier und speziell für das Radio .czz-hoerempfehlung Interpretiert werden diese von Gerhard Rühm und von seiner Frau Monika Lichtenfels- Rühm .

Zitat Rühm :

Wenn man sich intensiv mit Sprache beschäftigt, und zwar nicht mit der Sprache nur als bloße Mitteilung, sondern mit der Sprache als Material, dann kommt man bei geschriebener Sprache automatisch in den Bereich der bildenden Kunst und bei gesprochener Sprache automatisch in einen Zwischenbereich zur Musik. Weil ja die gesprochene Sprache musikalische Parameter hat, zum Beispiel: Tempo, Lautstärke, Tonhöhe. Das sind alles Momente, die den Text emotional differenzieren, die man nur durch das hören der Stimme in dieser Form wahrnehmen kann. Bei mir liegt das sehr nahe, weil ich Musik studiert habe, ich habe auch Komposition studiert, war auch bei Josef Matthias Hauer. Ich habe die Schönbergsche Zwölftontechnik ebenso wie von Hauer - die übrigens ganz anders ist - studiert. Und Musik ist für mich eine Art tägliches Brot. Dadurch ist das schon sehr nahe. ( … )

Was noch für mich ein wichtiger Punkt ist, dass Sprache, so wie ich sie verwende, das wäre ein vollkommenes Missverständnis, das als abstrakte Angelegenheiten anzusehen, sondern für mich ist es eine sinnliche Angelegenheit. Wenn man sinnlich mit Sprache umgeht, muss man mit dem Material Sprache umgehen. Und nicht nur mit dem was Sprache mitteilt. Die sinnliche Form von Sprache ist eben die menschliche Stimme.

Sprechtexte von Gerhard Rühm :

  • “Orange Ted” ( Audio )
  • “Schwanenwut , Trauerkatze” ( Audio )
  • “Rufe des letzten Menschen” ( Audio )
  • “Kleinanzeigen” ( Audio )
  • “Flugschwindel” ( Audio )
  • “Getäuschtes Vertrauen” ( Audio )
  • “Gewagte Klage” ( Audio )
  • “Gebären und Bestatten” ( Audio )
  • “Sprechtänze” ( Audio )

Weiteres zu den Sprechstücken sowie zur titelgeben Klanginstallation @ Kunstradio .

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