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Neues von Freunden



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EIGENHEIM

WAITING ROOMBevor die grosse Einkehr ins Privatissimum von Ferien , Feiern , Familien ausbricht , nützt in|ad|ae|qu|at den ersten ruhigen Atemzug nach drei -beraubten Wochen und fädelt noch einige feine Dinge aus dem Umfeld der Freunde , Werk- und Wertschöpfenden auf . Keine Zeit für Fernsehabende also , wie unser französischer Kollege Olivier treffend feststellt .

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EIGENPRODUKTION

WAITING ROOMZunächst sei freilich in quasi eigener Sache auf das gestern abgemischte und MORGEN auf Ö 1 und via OE1DD zu sendende Kunstradio hingewiesen : Part II von LITERATUR ALS RADIOKUNST ‘07 mit den pointierten Arbeiten von Ulrich Schlotmann und Daniel Wisser . Da beide Produktionen schön kompakt geraten sind , ist in der 39′ - Sendung ( endlich ) auch fein Raum für affine Musikzuspielungen . Ulrich hat bekanntlich mit Georg Zeitblom gearbeitet und von Daniel Wissers Erstem Wiener Heimorgelorchester liegt noch die jüngste CD AUTOPLAY bereit - also gibt’s feine Sounds aus ziemlich differenten Ecken der Electronica : Trashige Songformate vor Nähmaschinensequenzen vom EWHO , dahingegen Zeitblom ambient ambivalent und wohl eher “chtonisch” . Dies nur als Teaser . Morgen mehr .

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EIGENWERBUNG

WAITING ROOMAn anderer Stelle werden wir auch berichten , dass die Präsentation unseres Lettristischen Animations- Videos RADIO | JELINEK | REMIX im Rahmen der Buchvorstellung ELFRIEDE JELINEK : ICH WILL KEIN THEATER . Mediale Überschreitungen ( Edition Praesens 2007 + DVD ) am Dienstag hübsch über die Bühne gegangen ist . Bevor wir den Dreiminüter auf diesem Kanal online geben , sei das Making- Of fertiggestellt : Andere mögen ihre Storyboards vor der konkreten Videoarbeit anlegen - bei uns ist es ( Learning bei Doing mit Adobe After Effects ) eben umgekehrt ausgefallen .

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EIGENTUM ( GEISTIGES )

WAITING ROOMÁ propos Film und Kino und die bis an die Zähne bewaffneten Überfallkommandos gegen DIE RAUBKOPIE : In der jüngsten Ausgabe der Literaturzeitschrift kolik ist ein sardonisches Stück vertrackt gefügter Prosa von Herbert J. Wimmer zu lesen . Als “drehtext nr. 0858″ figuriert eine surreal formulierte , dessenungeachtet nicht minder analytische kleine Studie über den “medienindustrie- komplex” . Ein wenig in Richtung des Films Free Rainer geht’s um den Abbau von Privatheit dort , wo wir Unterhalt und Unterhaltung suchen . So , wie Blogger bei eventuell informeller Meinungsäusserung zu Unternehmen / Marken / Produkten in raschen Anwaltattacken abgemahnt werden , wird auch dem Konsumenten - wenn schon nicht a priori misstraut , so doch - genauestens auf die Finger geschaut . Kann man auf “Markt- und Verhaltensforschung” nennen . Herbert Wimmers fiktive Security- Instanzen bieten uns daher folgende praktische Dienstleistung an ( und man möchte die Formulierung am liebsten in den Blog- Disclaimer übernehmen ) :

beachten sie bitte unsere angebote im vollzugsshop unserer strafpartner !

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EIGENLEBEN

WAITING ROOMWeiter in kolik # 38 : “der ansprechpartner” von Kathrin Röggla - setzt den “medienindustriellen komplex” sozusagen in den “zwischenmenschlichen” aka face- to face- Raum fort . Von Liesl Ujvary ist eine frappierende Sequenz von Situationsberichten - quasi aus dem “selbstindustriellen komplex” - zu lesen : “DAS WORT ICH” rollt gesplitterte Innensichten als waste lands einer Postapokalypse aus . Cormack McCarthys hochgelobter Endzeitroman “The Road” nimmt sich daneben fast schon idyllisch aus .

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EIGENMISCHUNG

WAITING ROOMÜberhaupt ist diese Ausgabe der Zeitschrift ( die man eher als praktisches Notebook vom forschenden Fortschreiben liest , denn als ätherisches Blättchen poetischer Beschaulichkeit ) sehr dunkel und schön scharf geraten . Aus dem Ciaoscuro von Eros und Thanatos rückt Händl Klaus einen perfide konstruierten Kurztext “Diwan” ins Licht , Josef Winklers Hommage an Gerald Zschorsch gibt manchen sinistren Witz . Endgültig empfehlenswert macht dieses Büchlein schliesslich Karin Fleischanderls gnadenlose Abrechnung mit den marktgängigen , doch stets auch Selbstreferenz für sich beanspruchenden Erzähl- Erzählern Robert Menasse , Don Juan de la Mancha ) und Thomas Glavinic , Das bin doch ich - womit bekanntlich auch das Phänomen Daniel Kehlmann in den Blick rückt . Fleischanderl zeigt schlüssig auf , wie massgeschneidert diese Zeitgeistliteratur auf die Werbe- und Verwertungsformen des Literaturbetriebs reagiert , wie das Ressentiment trefflich zum Bedienen des Formats “literarische Lesung” taugt und der seine Kalauer vorlesende Dichter solcherart in die Nähe gerät zum derzeit beliebten Kabarettisten .

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EIGENART

WAITING ROOMNeue Texte der weniger gängigen und explorierenden Art sind am Montag in der alten Schmiede von Andreas Unterweger ( @ Band ratlos ) , Sophie Anna Reyer ( @ kolik ) und Roland Steiner ( audio @ titel- magazin ) zu hören : Sie alle haben in der Zeitschrift manuskripte publiziert , was nach manchem Literaturverständnis als Auszeichnung gilt . Übrigens : “Der” von Liesl Ujvary ausgesuchte und kommentierte ( online- ) “Text des Monats” ( # 15 ) sind eigentlich zwei . Nämlich zwei dieser sehr distinkten Gedichte der jungen Autorin Sabine Scho : Wir hoffen , sie ebenso für einen SALON LITTÉRAIRE @ in|ad|ae|qu|at gewinnen zu können wie ihre “Forum der 13“- Kollegin Monika Rinck .

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EIGENWISSEN

WAITING ROOMOnline rundumerneuert präsentiert sich die kulturwissenschaftliche Mittel- und Osteuropa- Plattform KAKANIEN REVISITED mit Materialiensammlung , Veranstaltungshinweisen und inzwischen auch einer ganzen Reihe von Weblogs ( Balkancities , Budapest , Sofia , New Releases , Calls for Papers / Events ) . Bemerkenswert die online zugänglichen Primär- Essays , z. B. Svjetlan Lacko Vidulic’ und Ursula Reber im E- Post- Dialog zwischen Zagreb und Wien über Bizarrerien in Gewandfragen - Deutsche Pullover & südslavische Röcke ( Identitäten explizit - implizit , pdf ) . Oder Paul Zschorlichs Streifzug Durch Doppelmoral und Hygienedebatte um 1900 in seiner Analyse von Prostitutions-Utopien ( pdf ) . - Da sage noch mal einer was von “trockener” Szientistik -

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EIGENBILDUNG

WAITING ROOMDer manuskripte- Termin am Montag in der Alten Schmiede stellt - frei nach Wikipedia formuliert - eine klassische ambiguity dar : Zu gleicher Zeit lädt nämlich Thomas Ballhausen zur Open Lecture über seine jüngst bei Skarabäus erschienene Theorie- Erzählung “Die Unversöhnten” ein . Im Rahmen von Gerhard Jaschkes Vorlesung “Literatur und Sprachkunst” darf man mal wieder Universitätsluft schnuppern und zwar in der Akademie der Bildenden Künste Wien .

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EIGENREFLEXION

WAITING ROOMAm Dienstag ist “Literatur der Rede wert” und das “Ex libris“- Radio- Buckritik- Quartett- on the road und on stage im Literaturhaus : Moderiert von Gerhard Moser blicken Sigrid Löffler , Daniela Strigl und Klaus Zeyringer auf das Literaturjahr 2007 zurück : Ärgernisse , Sternstunden , Fehden . Und natürlich : Diverse Literaturpreise … Deutscher Buchpreis , Büchner- … if you know what I mean .

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EIGENKLANG

WAITING ROOMLohnende Rückblicke - und jetzt schwenken wir allmählich in Richtung der KLANGAPPARATE - auf das Netaudio- Festival Berlin gestattet jetzt dessen Heimseite . Eine Reihe vom Speeches zum Themenbereich “Netmusic - Netlabel” stehen zum Download bereit : Vom Club zum Netlabel , Netaudio - The Future of Music ? , Netlabels : An Alternative Approach in Music Production ? , Netlabels – Soziale Netze On- & Offline . Hören wir auch in Sachen in|ad|ae|qu|at und dessen Zukunft natürlich mit roten Ohren mit . Musikalische Nachlieferungen gibt es bei Radio Fritz im Trackback @ Pulsar . Leider wird da mehr herumgeredet als tatsächlich Musik gespielt , Kategorie : Chance vergeben .

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EIGENTAT

WAITING ROOMJetzt aber kommt die Riesenchance , dem in|ad|ae|qu|at heiss geliebten Netlabel broque ein kleines Dankeschön zurück zu geben für ein aufregendes Musikjahr : undogmatisch , handverlesen und distinkte akustische Charaktere in exquisiten Lieferungen - und das alles frei Haus . Wer dem Wertern Herrn Christian also Mut & Kraft zum Weitermachen ( und uns damit fortgesetzte Freuden ) zukommen lassen mag, beteilige sich doch bitte bitte bitte an der De:Bug- Leserpoll 2007 ( Vote Netlabel ) . Gewinnen kann man dabei übrigens auch . So diverse angesagte Gegenstände eben .

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KLANGAPPARAT

Um die Entscheidunmg PRO BROQUE zu erleichtern , führen wir die neue Release ( 038 ) ins Treffen : Die EP time von Higher Sense Xpoezure ( aka Paul Terry : sorry , no more info available ) gibt sich zart schwebend verblasen , um dann super fett loszuwummen : Phasenverschiebungen ,czz hörempfehlung Dopplereffekte , Eisblitze , Donnergroll - Wer Lust dazu hat , mag sich H. P. Lovecrafts Mountains of Madness dazu vorstellen ( und sich an H. P. Zinkers gleichnamiges Glanzstück von 1995 erinnern ) . CLICK TRACKS TO LISTEN - ENJOY and VOTE : 01. alt | 02. ground zero | 03. polygon surface | 04. pulse | 05. time |||

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LITERATUR ALS RADIOKUNST | Daniel Wisser im ORF- Studio | Produktionsnotizen



||| STUDIO- SESSION : MAJOR TOM | LITERATUR ALS RADIOKUNST | ANDERE LEKTÜREN | RADIOKUNST : HÖRBUCH , ONDULIERT ? | FALSCHE FRAGEN | NÖTIGE KLARSTELLUNG | ANTI ROMANTK | DAS ALIEN ( “E. T.” ) - MITTIG | HOLOPHONE | KOOPERATION ( STEREO ) | WITH A LITTLE HELP … WIE LANGE NOCH ? | KLANGAPPARAT Hörproben EWHO | LINKS ( MONO )

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STUDIO- SESSION : MAJOR TOM

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Wesentlich anders als in einem Space Shuttle geht es in einem Hörspielstudio wohl nicht zu : Drei Tage lang drängt man sich in einem unterirdischen Welt- Abseits zusammen . U- Boot . Raumschiff . Immerhin bieten die beiden Sprecherräume links und rechts von der Kontrollzentrale ( sprich “Regieplatz” ) einige Bewegungsfreiheit . Sprech- und Laufställe , die der rezente LITERATUR ALS RADIOKUNST- Kandidat DANIEL WISSER weidlich für seine oratorischen Zwecke zu nutzen verstand . |||

LITERATUR ALS RADIOKUNST

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Wer’s noch nicht weiss , bzw. , wer dem auf das Projekt LITEATUR ALS RADIOKUNST weisenden Link in unserer Blogroll noch nicht nachgegangen sein sollte : Seit 1999 produzieren wir diese Reihe unter Dach und Fach des ORF KUNSTRADIO - jener Sendung , die nach Kräften im öffentlich- rechtlichen Rundfunk die Agenda experimenteller Künstlerproduktionen gegen Moden- und Quoten- Druck verteidigt . Da darf auch der Pegel mal über dem sonst Erlaubten liegen , da ist auch der mögliche Raum des Schweigens weiter , bevor die Hauptabwicklung das automatische Pannen- und Pausengedudel loslässt . |||

ANDERE LEKTÜREN

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Der Fokus auf LITERATUR mag zwar bedeuten , dass wir als Produzierende grundsätzlich Text- Sprachschöpfende einladen , doch darf ( deswegen sind , bleiben und gelten wir ja weiterhin als sog. “experimentell” ) im Zuge des Vortrags und bei der Bearbeitung die plane Textverständlichkeit durchaus korrodieren .

Gerade und bieder “herunter”- gelesene Texte bieten die üblichen Literaturformate hinlänglich - gar nicht zu reden von den Tausenden Hörbüchern , die ( mal auf exzellentem , mal unter jedem Niveau ) Werke im Take- Away-Format ( nicht selten auch zu entsprechenden Preisen ) anbieten . |||

RADIOKUNST : HÖRBUCH , ONDULIERT ?

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Was ist dann überhaupt noch der Unterschied zwischen einer radiophonen und einer Hörbuchproduktion ? - Beide werden in einem Studio geboren , oft unter Geburtshilfe of the Author’s ‘ Voice - beide sickern dann irgendwo und -wann einmal aus Lautsprechern . Sei’s Allzeit- Bereit beim Bügeln, im Kraftfahrzeug oder aus den i- Pod- Ohrpfropfen , sei es zu festgesetzter Stundes aus dem Radioapparat . Allerdings überbieten die Sender einander derzeit mit Stream- und podcast- Angeboten , so dass der Aspekt der ECHTZEIT einer Radioübertragung tatsächlich aus Bewusstsein und Aufmerksamkeit schwindet . ( Kategorie “Untergang des Abendlandes” , vol. 765 ) |||

FALSCHE FRAGEN

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So hat ein Jungredakteur eines Österreichischen “Feuilletons” das Prinzip der Autoren- Produktionen @ LITERATUR ALS RADIOKUNST einst auf den Punkt des grössten anzunehmenden Irrtums gebracht : Die Schriftsteller sässen eh fortwährend in ihrer einsamen Klause und seien glücklich , sich drei Tage lang in einem “echten” Radio- Studio austoben zu dürfen und schliesslich als Resultat sogar die auf CD gebrannte Aufnahme nach hause nehmen zu dürfen . Hörbuch im DIYS- Verfahren . |||

NÖTIGE KLARSTELLUNG

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An dieser Darstellung ist so ziemlich jede einzelne Silbe falsch . Den angewandten Gegenbeweis lieferte der Musiker und Schriftsteller DANIEL WISSER anlässlich unserer jüngsten Produktion . Zugegeben , wir benötigen solche Trägermedien : CDs , DATs , heute Audio- DVDs oder externe Festplatten . So sichern wir die volatilen Daten , sorgen für deren Archivierung , Weitergabe und Bestand . - Freilich ist mit der Produktion in 5.1 Surround- Sound seit nunmehr drei Jahren die Menge der Daten explodiert : Entsprechend aufwändiger wurde deren Bearbeitung , Sendung ( via Sat ) und Archivierung . In drei Formen der Darreichung tritt sie nun auf , diese LITERATUR ALS RADIOKUNST .

  • ON AIR : In Form der LIVE- Ausstrahlung in 5.1. via OE1DD , gleichzeitig in der ( nahezu ) simultan auf Stereo “heruntergerechneten” FM- Sendung [ reizvoll : die kleine Zeitverzögerung ! ] .
  • ON SITE : Via MP3 auf der entsprechenden LARK- Webseite .
  • TO GO : Erstellen wir selbstverständlich auch Kopien auf Datenträgern . Audio- CDs für die Stereo- , bzw. Audio- DVDs für die 5.1.- Version . Solcherart lassen sich die LITERATUR ALS RADIOKUNST- Produktion auch an anderen Orten und zu anderen Zeit aufführen . Hier läge ein WÜNSCH- DIR- WAS seitens der Kuratorin : Wenige Künstlerinnen und Künstler haben bisher die Möglichkeit genutzt , ihre LARK- Produktion als Zuspielung bei einer “Live- Lesung” zu verwenden . - Soweit uns bekannt ist , hat Franz Mon einmal “live” zum surround abgespielten Tondokument improvisiert . In dieser Hinsicht auf die konkrete AUFFÜHRUNG eines Radiokunst- Stückes gäbe es schöne und noch ungenützte Möglichkeiten : Einmal abgeschlossen , abgespeichert , gesendet , muss so ein Werk nicht zwingend “still stehen” . Es könnte weiter wachsen in Phasen und Transformationen , in neuen Räumen , dem Leben nach . |||

WISSERS WISSEN

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Nach den Produktionen mit Anja Ulter , Ann Cotten und Ulrich Schlotman hatten wir jetzt den Wiener Musiker , Verleger ( Der Pudel ) und Schriftsteller zu Gast und man wird nicht gerade behaupten dürfen , dass dieser Studio- erfahrene Mann nicht weidlich genutzt hätte , was Küche und Keller zu bieten haben . Vom schalltoten Sprecherraum bis hin zum grossen Hörspielsaal bleibt kein Klangraum ungenutzt . Mittels statischem Mic , mobilem Reportermikrophon ( Rückkopplungen nahe der Lautsprecher des Regie- Raums ) sowie dem Handy als einem praktikablen Instrument zur Echtzeit- Kompression von Stimme : Für eine monologisch dargebrachte tragisch- vergebliche Liebe zu einer Postsparkassen- Angestellten ein nachgerade ideales Instrumentarium . |||

ANTI ROMANTK

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Niemand beginnt am Anfang. Denn woher wüsste man,
dass es ein Anfang ist, wenn man nicht bereits die Mitte kennen würde?
Also beginnt man in der Mitte.
Anstatt am Anfang von Etwas,
beginnt man in der Mitte von Nichts.
Das ist gut. ( Daniel Wisser : Die Tür )

Wer Wisser für einen ramponierten Romantiker halten würde und seine Poesie für schaumgeborene Capuccino- Tristezza , der liegt nämlich ganz schön quer . Seit 1994 sind die Gebrüder Wisser ( Florian , Daniel ) , Thomas Pfeffer und Jürgen Plank in der Formation des ERSTEN WIENER HEIMORGELORCHESTRS ( EWHO ) zugange und haben sich auf den Tasten dieser zu Unrecht belächelten Floccati- Wohnzimmerbeschallungsapparate unbestrittenen Kultstatus erspielt . Zu hören und sehen ist das EWHO übrigens noch am 6. Dezember im Zuge der vorläufig letzten Aufführung von Peter Handkes Untertagsblues , wo das orgelnde Konsortium dem - die alte Publikumsbeschimpfung aufleben lassenden - Philipp Hochmair ungerührt Akkorde zu- und an diesem vorbei spielt .

Unser Mann im Studio verfügt demnach nicht nur über exzellenten Takt , sondern auch über eine phänomenale Stimme , deren obenhin austriakischer Duktus sich in überraschende Körnigkeiten aufzureiben vermag . Einmal wieder erweist sich die Chance und das eminente Glück - wie bei Ulrich Schlotmann ( bei welchem man bereits beim ersten Satz durch das Mic schier “niederknieen” möchte ) - einen solchen Autor im Studio zu “haben” . Was hier und unter diesen konzentrierten Bedingungen entsteht - ist in keiner Weise mit einer Live- Performance , einer üblichen Autorenlesung oder gar dem “einfühlenden” Herunternudeln eines Textes durch Schauspieler zu vergleichen .

Da wir nun einmal fünf ( plus einen Bass- Effekt- ) Kanal zur Verfügung haben , können wir die Stimme schön im Raum verteilen : Front Center für “gerade Erzählung” , Doppelung und simultan gegenläufige Drehung der Stimmspur über die fünf Kanäle , Halbsatz- Dialoge Mitte rechts - Mitte links ( “Wie Ohrfeigen” ) und - ach ja , dann gab es auch noch unseren schönen neuen “Alien” . |||

DAS ALIEN ( “E. T.” ) - MITTIG

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Zum Ausprobieren des niegelnagelneuen Superstars unter den statischen 5.1.- ( bis 7.1. möglichen ) Mikrophonen gab es etliche Rundtänze um diesen zentral- positionierten “Seehundkopf” aufzuführen . Normalerweise postiert man ja sechs Einzel- Mono- Mics ausserhalb der Szene : Quasi in naturalistischer Abbildung | Analogie zur Klangwiedergabe , deren Lautsprecher meistens dezentral ( “surround” ) positioniert sind . Obwohl die Aufnahme also im Kreisinneren erfolgt , ertönte das Ergebnis wiederum in der Aussenzone . Experimente mit zentrisch positionierten Boxen böten sich ebenso an wie die Ausnützung der Tatsache , dass grosse Rundumräume keiner weit gesteckten Mikrophonierung mehr bedürfen …. Funktion eventuell noch am ehesten mit dem KUNSTKOPF zu vergleichen , welcher mittlerweile aus der Mode gekommen scheint ( wir vermuten mal : wegen dessen weitgehend “naturalistischem” und damit rasch reizlos werdenden Gebrauch ) . |||

HOLOPHONE

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Interessant beim Herumspielen mit dem HOLOPHONE war die Beobachtung , dass das Gerät den direkten Schalleinfall geringer verstärkt als Hinter- bzw. Nebengrundgeräusche ; man erinnere sich an das Handy , welches jeden vorbeifahrenden Lastwagen dem Nah- Sprech bei weitem vorzieht . D .h . , ferne im Raum aufgenommenes Stimmengewirr , Schritte , ja sogar das Rascheln der Kleider wurden von HOLOPHONE weit eindringlicher übertragen als jede Mund- zu- Mund- Beatmung . Wie weit sich dieser Gain noch regulieren lässt : Dies müssen wir ein ander Mal ausprobieren . |||

KOOPERATION ( STEREO )

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Feed und Feedback . Notwendige Momente völliger Kopf- und Ohrenlähmung . Stippvisiten , Überfälle : Kuratoren , Kollegen , Kiebitze . “Wohlmeinende” Ratschläge , ungefragt : Ohne Willen zur Kooperation , ohne die Fähigkeit , den Anregungen Anderer zuzuhören und ohne die Souplesse , auch mal eine vermeintlich “suprige Idee” einfach fahren zu lassen , wäre eine solche Produktion undenkbar .

Hier : Wissers “Vorwissen” , sein aus Fragilem und schwer lotbarem Trivialen eigentümlich gewebter Text , seine Bereitschaft , bei unzähligen Neu- und Wiederaufnahmen mit seiner Stimme nicht zu geizen . Dort : Die tonmeisterliche Kundigkeit , Geduld und Experimentierfreude unserer Soundmasterin Anna Kuncio .

So ( sagen wir mal als Kuratorin und Producerin selbstredend befangen ) könnte sendefähige Literatur möglich gemacht werden , welche vielleicht den Tag überdauert . Oder die 14:40 Minuten ihrer Ausstrahlung via FM ( stereo ) und Sat ( 5.1.) . Die genauen Daten folgen . |||

WITH A LITTLE HELP … WIE LANGE NOCH ?

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Dass eine so aufwändige Produktion Geld kostet , ca se va en soi . Derweil geniessen wir für unser - mit 2008 ins neunte Produktionsjahr gehendes - Projekt Unterstützung seitens des ORF , der ( GAV ) Grazer Autorinnen Autoren Versammlung ( Honorare ) sowie von Seiten des Literarischen Quartiers Alte Schmiede , wo wir am 6. März alle vier Produktionen des Jahres 2007 in Anwesenheit ihrer Kreatoren präsentieren dürfen . Selbstverständlich rundum beschallt - per eigens vom ORF herbei geschaffter 5.1- Apparatur .

Aber wie lange noch ? - Wäre man paranoid veranlagt , könnte man Indizien zunehmender Lustlosigkeit der fördernden Instanzen bemerken . Aber da wir ja glücklich frei sind von jedweder Anwandlung dieser Art , basteln wir bereits munter an der Künstler- und Playlist für’s kommende Jahr . Antragsformular nicht vergessen ! |||

KLANGAPPARAT

Hörproben ERSTES WIENER HEIMORGEL ORCHESTER

czz hörempfehlungAUTO PLAY CD ( plagdichnicht 2005 ) :

01. anton ( excerpt ) | 02. oliven und schafkäse ( excerpt )| 03. mit den dritten fall ( excerpt ) |||

LINKS ( MONO )

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